Die Stadt der Blinden
Blindness, JP, BR, CA 2008
- Genre
- Sozialdrama, Apokalypse & Postapokalypse
- Inhalt
Es beginnt ohne Vorwarnung: Am Steuer seines Autos wird ein Mann blind: Er sieht nur noch weißen Nebel. Allen, die er trifft, widerfährt das gleiche Schicksal: seiner Frau, seinem Arzt, dem guten Samariter, der ihn nach Hause brachte. Wie ein… — Mehr
Es beginnt ohne Vorwarnung: Am Steuer seines Autos wird ein Mann blind: Er sieht nur noch weißen Nebel. Allen, die er trifft, widerfährt das gleiche Schicksal: seiner Frau, seinem Arzt, dem guten Samariter, der ihn nach Hause brachte. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Krankheit und die Regierung fällt eine Entscheidung. Alle an der Weißen Blindheit erkrankten Menschen werden in einer verlassenen Heilanstalt interniert, wo schnell das Chaos regiert. Und mittendrin ist der einzige Mensch, der von der Epidemie verschont bleibt: Die Frau des Arztes.
- Cast
- Mark Ruffalo, Alice Braga, Yusuke Iseya, Yoshino Kimura, Don McKellar, Maury Chaykin, Mitchell Nye — Mehr
- Regisseure
- Fernando Meirelles
- Autor
- Don McKellar
- Laufzeit
- 121 Minuten
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Großstadt
- Handlung
- Anführer, Anstalt, Apokalypse, Aufstand, Augenarzt, Blindheit, Brand, Chaos, Epidemie, Führer, Gesellschaft, Hungersnot, Kampf, Regierung, Supermarkt
- Stimmung
- Verstörend
Über diesen Film
Handlung
Der Anfang
Eine stark befahrende Kreuzung einer Großstadt: Die Ampel schaltet um auf Grün und ein Auto fährt nicht an. Der Mann am Steuer (Yusuke Iseya) ist plötzlich erblindet, sieht nur noch weißen Nebel. Er … — Mehr
Handlung
Der Anfang
Eine stark befahrende Kreuzung einer Großstadt: Die Ampel schaltet um auf Grün und ein Auto fährt nicht an. Der Mann am Steuer (Yusuke Iseya) ist plötzlich erblindet, sieht nur noch weißen Nebel. Er wird von einem Mann nach Hause gefahren, der wenige Tage später ebenfalls erblinden wird.
Die Krankheit greift um sich
Alle Menschen, mit denen der erste Erblindete in Kontakt tritt, werden nach und nach das Augenlicht verlieren: zunächst seine Frau (Yoshino Kimura), dann der Augenarzt (Mark Ruffalo) und die Patienten aus der Praxis. Lediglich die Frau des Arztes (Julianne Moore) bleibt verschont. Als die Krankheit auf die gesamte Bevölkerung überzugreifen beginnt, entschließt sich die Regierung dazu, die betroffenen unter Quarantäne zu stellen.
Die Anstalt
Sie alle werden in einer verlassenen Heilanstalt untergebracht, vom Militär streng bewacht. Die Frau des Arztes ist die Einzige unter den Blinden, die sehen kann, verschweigt diesen Vorteil jedoch vor allen, außer ihrem Mann. Sie ist für die Erkrankten ohne deren Wissen eine große Hilfe, führt sie durch die verwinkelten Gänge zu den Toiletten oder verteilt das Essen. Je mehr Menschen in die Anstalt kommen, desto schwieriger wird es, die Ordnung beizubehalten. Ausbruchversuche der Infizierten werden vom Militär gnadenlos bestraft. Schon bald herrschen Dreck und Verwahrlosung vor, es gibt nicht genug Essen und Rivalitäten zwischen den Stationen entstehen.
Machtübernahme
In kürzester Zeit erklären sich die Bewohner der Station 3, allen voran der König von Block 3 (Gael García Bernal), zum Anführer über alle anderen. Sie beginnen das Essen zu rationieren und nur gegen Geld, Schmuck und letztlich sexuelle Dienste der Frauen herauszugeben.
Der Aufstand
Mit Hilfe der Frau des Arztes gelingt ein Aufstand, bei dem die Anstalt in Brand gerät und die Überlebenden fliehen. Sie merken schnell, dass die Anlage nicht mehr bewacht wird und können so in die Stadt gelangen.
Die Gruppe
Eine kleine Gruppe um das Arztpaar, den ersten Infizierten und seine Frau, einem kleinen Jungen (Mitchell Nye), der Frau mit der Sonnenbrille (Alice Braga) und dem Mann mit der Augenklappe (Danny Glover), ziehen durch die Stadt, in der es keinen Strom, kein Wasser und keinerlei zivilisierte Zustände mehr gibt. Sie kommen in einem Cafe unter, suchen in einem Supermarkt Nahrung und ziehen dann weiter zum Haus des Arztes. Nachdem sie dort einige Tage gelebt haben, kann der erste Infizierte eines Morgens plötzlich wieder sehen.
Weiterführende Informationen
- Wissenswertes zum Film
Weitere Informationen im Internet
- Offizielle deutsche Website zum Film
- Pressespiegel zum Film auf film-zeit.de
- Linksammlung zum Film
- Cannes-Festival eröffnet mit Stadt der Blinden; Artikel unter tagesspiegel.de
- Offizieller Blog zum Film (port.)
- Rezension unter outnow.ch
- Rezension von Julia Stache unter stadtkind.de
Quellen
Presseheft des Verleihs
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ganz gut 6.5
Der Film Die Stadt der Blinden wurde von 19 Kritikern bewertet.
DietmarKammerer: die tageszeitung, kolik.fil...
[Der Film vertritt die These], dass es vorteilhafter ist, seine Mitmenschen nicht zu vergewaltigen, umzubringen oder sonst wie auszubeuten. Obgleich die Schlussfolgerung eigentlich lauten sollte: Unter den Blinden ist die Einäugige Königin, und wer derart technisch im Vorteil ist, wird auch in pittoresk vermüllter Studio-Umgebung nicht verhungern.
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«Blindness» entwirft ein stilistisch fabelhaftes Schreckensszenario, das inhaltlich nicht immer ganz ausgereift ist, aber dennoch angenehm beunruhigt.
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Kommentare — Ganz gut 6.5
Der Film Die Stadt der Blinden wurde von 467 Mitgliedern bewertet.
Sanylein 2010/01/30 01:13:44
Ganz schön verstörter Film, ich empfand es als schwer diesen Film zu gucken. Einiges im Film konnt ich auch irgendwie nicht verstehen und fand auch unlogisch am meisten die Sache mit der Vergewaltigung ,wieso sollten die das frewillig mit sich machen lassen. Hätte mir mehr bessere Dialoge gewünscht.
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Rezerwat 2009/12/22 19:45:48
Vielleicht kann mir jemand das Ende erzählen, da ich nicht zu Ende sehen konnte...
Am nächsten Tag hat mich doch mein Arzt etwas beruhigt und hat mir versichert, dass ich doch mein Augenlicht behalten werde... Vorausgesetzt:
NIE WIEDER SO EIN SCHWACHSINN !!!
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LB_FAN86 2009/12/06 22:15:27
Beklemmendes und teilweise verstörendes Drama um den Verfall menschlicher Normen und Werte.
Was in der Quarantäne stellenweise passiert ist absolut schockierend und aufwühlend. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie schnell der Mensch "abzurutschen" und seinen niedersten / niederträchtigsten Instinkten zu verfallen droht. Nichtsdestotrotz gibt es für eine kleine Gruppe, besonders zum Ende hin, doch noch ein wenig Hoffnung und Mitgefühl.
Die guten Darsteller tun ihr Übriges und sorgen dafür, dass sich "Die Stadt der Blinden" positiv von anderen Vertretern seines Genres abzuheben weiß.
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Der Film Die Stadt der Blinden gehört zum Genre Sozialdrama, Apokalypse & Postapokalypse. Regie führte Fernando Meirelles.
Abbitte
Cube
Krabat
The Science of Sleep - Anleitung zum Träumen
Match Point

[...] Ich empfehle den Film jetzt einfach mal. Zum einen, weil er durch Bilder und Töne eine außergewöhnlich dichte Atmosphäre schafft, zum anderen weil er im Gegensatz zu so vielen anderen Filmen mit ähnlicher Thematik eben nicht auf die schockierenden Effekte, sondern auf die Beziehungen der Betroffenen untereinander setzt, vergleichbar mit der Stephen-King-Verfilmung „Der Nebel“. Hier gruselt es einen nicht vor bösen Monstern, sondern vor dem Monster Mensch an sich – und das ist immer noch das erschreckendste.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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