Die Stadt der Blinden
Blindness (2008), JP/BR/CA Laufzeit 121 Minuten, FSK 12, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 23.10.2008
23 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1600 Bewertungen
75 Kommentare
Keine
von Fernando Meirelles, mit Julianne Moore und Gael García Bernal
Es beginnt ohne Vorwarnung: Am Steuer seines Autos wird ein Mann blind: Er sieht nur noch weißen Nebel. Allen, die er trifft, widerfährt das gleiche Schicksal: seiner Frau, seinem Arzt, dem guten Samariter, der ihn nach Hause brachte. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Krankheit und die Regierung fällt eine Entscheidung. Alle an der Weißen Blindheit erkrankten Menschen werden in einer verlassenen Heilanstalt interniert, wo schnell das Chaos regiert. Und mittendrin ist der einzige Mensch, der von der Epidemie verschont bleibt: Die Frau des Arztes.
Handlung
Der Anfang
Eine stark befahrende Kreuzung einer Großstadt: Die Ampel schaltet um auf Grün und ein Auto fährt nicht an. Der Mann am Steuer (Yusuke Iseya) ist plötzlich erblindet, sieht nur noch weißen Nebel. Er wird von einem Mann nach Hause gefahren, der wenige Tage später ebenfalls erblinden wird.
Die Krankheit greift um sich
Alle Menschen, mit denen der erste Erblindete in Kontakt tritt, werden nach und nach das Augenlicht verlieren: zunächst seine Frau (Yoshino Kimura), dann der Augenarzt (Mark Ruffalo) und die Patienten aus der Praxis. Lediglich die Frau des Arztes (Julianne Moore) bleibt verschont. Als die Krankheit auf die gesamte Bevölkerung überzugreifen beginnt, entschließt sich die Regierung dazu, die betroffenen unter Quarantäne zu stellen.
Die Anstalt
Sie alle werden in einer verlassenen Heilanstalt untergebracht, vom Militär streng bewacht. Die Frau des Arztes ist die Einzige unter den Blinden, die sehen kann, verschweigt diesen Vorteil jedoch vor allen, außer ihrem Mann. Sie ist für die Erkrankten ohne deren Wissen eine große Hilfe, führt sie durch die verwinkelten Gänge zu den Toiletten oder verteilt das Essen. Je mehr Menschen in die Anstalt kommen, desto schwieriger wird es, die Ordnung beizubehalten. Ausbruchversuche der Infizierten werden vom Militär gnadenlos bestraft. Schon bald herrschen Dreck und Verwahrlosung vor, es gibt nicht genug Essen und Rivalitäten zwischen den Stationen entstehen.
Machtübernahme
In kürzester Zeit erklären sich die Bewohner der Station 3, allen voran der König von Block 3 (Gael García Bernal), zum Anführer über alle anderen. Sie beginnen das Essen zu rationieren und nur gegen Geld, Schmuck und letztlich sexuelle Dienste der Frauen herauszugeben.
Der Aufstand
Mit Hilfe der Frau des Arztes gelingt ein Aufstand, bei dem die Anstalt in Brand gerät und die Überlebenden fliehen. Sie merken schnell, dass die Anlage nicht mehr bewacht wird und können so in die Stadt gelangen.
Die Gruppe
Eine kleine Gruppe um das Arztpaar, den ersten Infizierten und seine Frau, einem kleinen Jungen (Mitchell Nye), der Frau mit der Sonnenbrille (Alice Braga) und dem Mann mit der Augenklappe (Danny Glover), ziehen durch die Stadt, in der es keinen Strom, kein Wasser und keinerlei zivilisierte Zustände mehr gibt. Sie kommen in einem Cafe unter, suchen in einem Supermarkt Nahrung und ziehen dann weiter zum Haus des Arztes. Nachdem sie dort einige Tage gelebt haben, kann der erste Infizierte eines Morgens plötzlich wieder sehen.
Weiterführende Informationen
Wissenswertes zum Film
Weitere Informationen im Internet
Offizielle deutsche Website zum Film
Pressespiegel zum Film auf film-zeit.de
Linksammlung zum Film
Cannes-Festival eröffnet mit Stadt der Blinden; Artikel unter tagesspiegel.de
Offizieller Blog zum Film (port.)
Rezension unter outnow.ch
Rezension von Julia Stache unter stadtkind.de
Quellen
Presseheft des Verleihs
Mehr Bilder (24) und Videos (3) zu Die Stadt der Blinden
Cast & Crew
-
Fernando Meirelles
-
Julianne Moore
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau des Arztes
-
Gael García Bernal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) King of Ward 3
-
Alice Braga
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mädchen mit dunkler Brille
-
Yusuke Iseya
-
Danny Glover
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mann mit Augenklappe
-
Yoshino Kimura
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau des Blinden
Regie
Schauspieler
-
Don McKellar
-
Yûsuke Iseya
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Der erste Blinde
-
Maury Chaykin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Steuerberater
-
Mitchell Nye
-
Jackie Brown
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau von Station 2
-
Martha Burns
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau mit Gedächtnisverlust
-
Joe Cobden
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Polizist
-
Susan Coyne
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Empfangsdame
-
Joris Jarsky
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hooligan
-
Mpho Koaho
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Assistent
-
Nadia Litz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau von Station 1
-
Linlyn Lue
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent von Station 2
-
Tom Melissis
-
Jorge Molina
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sicherheitsmann
-
Paulino Nunes
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Radiosprecher
-
Billy Otis
-
Joe Pingue
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Taxifahrer
-
Niv Fichman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wissenschaftler
-
Don McKellar
- Genre
- Sozialdrama, Apokalypse & Postapokalypse
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Großstadt
- Handlung
- Anführer, Anstalt, Apokalypse, Aufstand, Augenarzt, Blindheit, Brand, Chaos, Epidemie, Gesellschaft, Hungersnot, Kampf, Regierung, Roman, Supermarkt
- Stimmung
- Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die Stadt der Blinden
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- Die Stadt der Blinden: critic.de

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Kritiken (10) — Film: Die Stadt der Blinden
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Ich empfehle den Film jetzt einfach mal. Zum einen, weil er durch Bilder und Töne eine außergewöhnlich dichte Atmosphäre schafft, zum anderen weil er im Gegensatz zu so vielen anderen Filmen mit ähnlicher Thematik eben nicht auf die schockierenden Effekte, sondern auf die Beziehungen der Betroffenen untereinander setzt, vergleichbar mit der Stephen-King-Verfilmung „Der Nebel“. Hier gruselt es einen nicht vor bösen Monstern, sondern vor dem Monster Mensch an sich – und das ist immer noch das erschreckendste.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDie Parabel über ein Epidemie an Erblindungen wurde von Regisseur Fernando Meirelles in «Blindness» so beklemmend umgesetzt, wie sie von Saramago beschrieben wurde.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenDie Verfilmung kann durchaus – wenngleich mit manchen Abstrichen – als teilweise gelungenes Experiment gewertet werden, das die Erzählhaltung und die Implikationen Saramagos in vielen Momenten in stimmige, atmosphärisch dichte und beängstigende Bilder umsetzt und noch lange nach dem Verlassen des wohltuend dunklen Kinosaals in die gleißende Helle der Außenwelt nachwirkt. Allerdings wirkt die Grundsituation oftmals – und das liegt nicht allein an der gleißenden Kälte des alles überstrahlenden Weiß – wie eine kalte Versuchsanordnung, was durch die Personen, bei denen auf Eigennamen verzichtet wurde, noch verstärkt wird.
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tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch
Kommentar löschenDas ja mal ein ungewöhnlich packendes Ding gewesen. Endzeitthriller, Sozialpsycho & Emo-Kitsch. Hab mich nicht gelangweilt. Ende bissle solala.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenDie essentiellen Aspekte des Roman wurden elegant mit Saramangos Prosastil beibehalten. Regisseur Meirelles schiebt das Melodrama nicht zu seh an. Aber adaptiert von McKellar wirkt Die Stadt der Blinden unvollständig und oberflächlich, selbst mit dieser stimulierenden Besetzung.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenUnter den Blinden ist der Einäugige König. Die Redewendung kennt man ja und bedeutet, dass man selbst mit Mittelmäßigkeit noch jemandem überlegen sein kann, der schlechter dran ist als man selbst. Der portugiesische Schriftsteller José Saramango verfasste 1995 mit Blindness einen Roman, der in eine andere Richtung geht. Saramango entwarf eine Geschichte über eine Gesellschaft, die plötzlich blind wird. Nicht alle auf einmal, sondern nach und nach. Wie bei einer Epidemie. Was der Portugiese anschließend skizziert ist eine sich selbst demontierende Gesellschaft, die abseits ihrer erschaffenen Bequemlichkeit kaum im Stande ist ihre zivilisierte Ordnung aufrecht zu erhalten. Lange Zeit galt Blindness als einer jener Romane, denen man das Prädikat „unverfilmbar“ anheftet.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenDie Stadt der Blinden ist eine brillante Idee, der die Vision des Großartigen fehlt. Basierend auf José Saramagos ausgezeichnetem allegorischen Roman, beinhaltet der Film starke Darbietungen von Julianne Moore, Mark Ruffalo, Danny Glover und Gael Garcia Bernal und beginnt mit einer starken und verwirrenden Prophezeiung. Aber im mittleren Teil und nach der Auflösung des Films wird der Zuschauer zurückgelassen mit einem neugierigen, unzufriedenen, sogar niedergeschlagenen Gefühl.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenSchauplatz dieser Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von José Saramago ist eine namenlose Metropole, durch Dreharbeiten an verschiedenen Orten bewusst anonym gehalten, so wie auch die Figuren keine Namen tragen sondern als „Der Arzt“, „Die Frau des Arztes“ oder „Der erste Blinde“ bezeichnet...
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenMeirelles bleibt Saramago treu, indem er dessen Gesellschaftsentwurf nicht in ein Spektakel der Spezialeffekte verwandelt; selbst als die Eingeschlossenen gegen Schluss ausbrechen und durch eine apokalyptische Stadt ziehen, widersteht er dem Impuls, sich in Bildern der Zerstörung und des Wahnsinns zu suhlen. Seine Protagonisten sind auch nicht lediglich Stellvertreter für Saramagos Thesen vom Menschen, sondern durchaus Individuen, denen im Verlauf der zwei Stunden eine Weiterentwicklung gestattet wird.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenBLINDNESS ist vor allem eine soziale Metapher, die in grellen Farben ausmalt, wie unter den sich selbst überlassenen Ausgeschlossenen die zivilisatorischen Schranken zusammenbrechen, Sitte und Anstand vor die Hunde gehen. Ein - u.a. durch eine Massenvergewaltigung - schockierender, ungewöhnlicher Eröffnungsfilm, der am Ende eine plötzliche Kurve ins sentimentale Happy End nimmt - davor aber auf der Klaviatur verschiedenster Gefühle spielt.
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Kommentare (65) — Film: Die Stadt der Blinden
Kommentar schreibenfreakualizer 2012/05/06 16:54:11
Kommentar löschenHatte für mich leider zu viele Logiklöcher (gerade das Verhalten von Juliane Moore als einzigst Sehende) und wirkte letzendlich etwas bemüht.
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Markbln 2012/05/06 11:07:27
Kommentar löschenWas für ein Langweiler. Von der ersten Minute an will der Film betroffen machen und große Gefühle beschwören. Für mich war das zu gekünstelt, von der Kamera bis zum Schauspiel (selbst Julianne Moore kann das kaum retten), die Aussagekraft durch Äußerliches geschmälert. Ständig wabert ein aufdringlicher weißer Nebel durch die Szenerie, um auch dem letzten klar zu machen, hier gehts um den Sehverlust. Überblendungen nerven ebenso permanent. Das größte Manko des Films ist jedoch seine Harmlosigkeit. Der Stoff, der eine entmenschlichte Zivilisation zeigen soll, hat hier höchstens die Kraft einer klinischen Zelle, die nicht geputzt wurde. Obwohl sich genug düstere Zukunftsszenarien ansammeln, bleibt er selbst in der sprichwörtlich größten Scheiße unbedrohlich oder berührt mich erst gar nicht. Die filmische Parabel ist wahrscheinlich nicht das leichteste Stilmittel, die des aktuellen Kinos haben fast nie die Kraft, wie sie früher hatten. Ich bin allerdings auch kein Freund dieses brasilianischen Regisseurs, schon seine umjubelte Premiere "City of Gods", für den Favelabewohner im Theaterkurs als Schauspieler geformt wurden, um Authentizität zu schüren, gefiel mir nicht.
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Jack_Torrance 2012/05/06 11:20:31
Antwort löschenDen City of God-Seitenhieb mal ausgenommen - auf den Punkt gebracht !
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C_C 2012/05/06 11:20:33
Antwort löschendarf ich darauf hinweisen, daß, wenn dir ein Film nicht 'gefällt', das nicht unbedingt am Film liegen muß?
Markbln 2012/05/06 11:42:09
Antwort löschen@jack du bist ein CoG- Afficionado, ich sehs grad ;)
@c_c das ist genau, wie mit Kommentaren, wa.
Bandrix 2012/04/04 18:14:08
Kommentar löschen„Die Stadt der Blinden“ ähnelt von seiner Grundthematik her doch etwas an „Herr der Fliegen“.
Eine Gruppe Menschen muss sich in einer Welt zurechtfinden, in der es keine Regeln mehr gibt.
Keine Anführer, keine höhere Ordnung, nur noch der Mensch.
Das ist dann auch schon das Problem.
Der Mensch weiß ohne klare Vorsätze oftmals nicht, was er tun soll. Sind die Strukturen des öffentlichen Lebens nicht mehr gegeben, verfällt jegliches „normales“ Verhalten.
Der Mensch ist alleine, sich selbst der Nächste und auf andere wird einen feuchten Kehricht gegeben.
Die Starken werden überleben und die Schwachen müssen sich beugen. So ist es gewesen und wird es immer sein.
Nichts anderes stellt „Die Stadt der Blinden“ dar.
Rationales Denken wird zuerst noch beibehalten, langsam jedoch verwahrlost alles zusehends. Die Menschen beginnen sich weiter zu entfremden und es kommt wie es kommen muss.
Angst. Hass. Gewalt. Tod.
All das präsentiert uns Fernando Mereilles auf höchst unangenehme Weise. Er drückt den Finger genau dorthin, wo es weh tut, die Kamera immer im Schlepptau.
Der Zuschauer bekommt die ganze Bandbreite der menschlichen Unfähigkeit zu spüren und weiß, dass er selbst es wahrscheinlich nicht anders machen würde(bis auf eine bestimmte Szene, die dann doch etwas konstruiert wirkt).
Charaktere die anfangs noch stark und kräftig wirken, verkommen zunehmend zu emotionalen Krücken. Was zählt ist das tägliche Überleben. Das Beseitigen des Hungergefühls. Die Triebbewältigung.
Mereilles füttert die geniale Ausgangssituation mit den nötigen wunderschön – schmerzhaften Bildern. Er tüncht sie in grellweiße Farben, lässt uns das Leid der kranken Menschen miterleben.
Julianne Moore gibt dabei wieder mal eine Meisterleistung ab. Sie verleiht ihrem Charakter eine Kraft, die beinahe mit den Händen zu greifen ist. Auch Mark Ruffalo ist wie immer eine sichere Bank. Allerdings muss gesagt werden, dass nur diese Beiden ein wirkliches Profil haben. Alle anderen sind mehr oder weniger Stichwortgeber, hier hat die Vorlage bestimmt mehr Raum zur Entfaltung geboten.
Größter Kritikpunkt ist dabei doch das Ende, das allzu versöhnlich rüberkommt und den vielen unbequemen Szenen vorher dann doch vollkommen entgegenwirkt. Etwas Mut zur Lücke wäre durchaus angebracht gewesen.
Da aber das bisher Gesehene vollends überzeugt, gibt es hierbei keinen großen Punktabzug.
„Die Stadt der Blinden“ ist bis kurz vor Ende konsequent und absolut mitreißend, präsentiert er doch das Unvermögen der Menschheit in nahezu allen Belangen.
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fabel 2012/04/04 18:17:24
Antwort löschenHab den einmal gesehen, für sehr gut befunden - und seitdem niemals wieder angefasst. Sollte ich vielleicht mal wieder machen.:-( Aber sonst hast du mit jeder Zeile recht.:)
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Bandrix 2012/04/04 18:23:41
Antwort löschenDanke dir, Mr. fabel! ;)
fabel 2012/05/01 17:23:55
Antwort löschenSo, hab ihn gerade wieder gesehen - und kann mir alle Wörter ersparen.:) Du hast bereits alles gesagt! :)
Sinister Kid 2012/03/31 10:20:33
Kommentar löschenGut gemacht, aber nichts gegen die Buchvorlage. Unbedingt empfehlenswert: Lest José Saramago! Denn Manches können Filme nicht erzählen...
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Hauserfritz 2012/03/08 23:13:22
Kommentar löschenQualitativ hochstehender Film mit einem sehr guten Thema. Was ich einfach ein wenig Schade finde ist, dass der Film zu langatmig ist und somit auch zuviele langweilige Passagen hat. Man kann den Film eigentlich in 3 Teilen gliedern. Im ersten Teil ist eine kurze Einleitung, wo man sieht wie sich die ersten infizieren und diese in eine Quarantäne gesteckt werden, im zweiten Teil sieht man wie das Leben in dieser Quarantäne abläuft (Gibt logischerweise Konflikte, Machtgespiele, etc), und der dritte Teil zeigt wie sich die Leute verhalten als die Quarantäne aufgelöst wird (also wo sie wieder in der Stadt sind, wo aber logischerweise alle blind sind).
Was ich ein bisschen Schade fand, ist dass der zweite Teil zu lange gedauert hat. Die Einleitung und der dritte Teil hätten Potenzial für eine 9-er Wertung gehabt. Der Mittelteil mit der Quarantäne hat den Film aber runtergezogen. Der Filmemacher hätte sich entscheiden sollen was er drehen will. Entweder einen Endzeit-Thriller oder ein Gesellschafts/Sozial-Psychodrama, aber nicht beides zusammen. Was passiert wenn man Leute einsperrt und diese keine Regeln haben, beziehungsweise ihre eigenen Regeln erfinden etc wurde schon in diversen Filmen behandelt (und dies meiner Meinung nach besser als hier).
Ein durchaus sehenswerter Film, aber man muss sich im klaren sein, dass es sich hierbei nicht um einen klassischen Endzeit Sci-Fiction handelt, sondern halt auch um einen Sozial-/Psychodrama...
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Le Samourai 2012/03/07 21:24:58
Kommentar löschenHoffnungslos unterbewertete Endzeit-Vision von Fernando Meirelles, die für mich sogar seine beste Regiearbeit bis dato darstellt. Irgendwo zwischen THE ROAD, 28 DAYS LATER und CHILDREN OF MEN, irgendwie dann aber doch ganz anders und einzigartig.
Die Besetzung ist erste Sahne. Neben Julianne Moore, Mark Ruffalo, Danny Glover und Gael Garcia Bernal glänzen aber auch die unbekannteren, ebenfalls schwer zu spielenden Nebenrollen durch die Bank.
Am eindrucksvollsten ist sicherlich die extrem stilsichere, bedächtige Inszenierung. Meirelles' Stammkameramann César Charlone (ebenfalls für die tollen Bilder in CITY OF GOD und THE CONSTANT GARDENER verantwortlich) leistet hervorragende Arbeit und kreiert durch seine entsättigten, grobkörnigen High-key-Bilder einen fantastisch stimmungsvollen Look, der eindrucksvoll im letzten Drittel des Filmes in der namenlosen, total verwahrlosten Stadt gipfelt.
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Kikuchiyo 2012/03/07 21:43:31
Antwort löschenvorgemerkt!
Smoover 2012/03/07 21:46:13
Antwort löschentaugt der echt was?? eigentlich wollte ich den meiden ^^
Le Samourai 2012/03/07 21:48:09
Antwort löschenAlso ich find ihn großartig. Alleine die Inszenierung macht ihn mehr als sehenswert. Wenn du nicht abgeschreckt bist von nem Hauch Spiritualität und generell einer sehr ruhigen, erhabenen Inszenierung (bis auf ein paar deftige Ausnahmen), kannst du nix falsch machen! :)
Kikuchiyo 2012/03/07 21:59:35
Antwort löschenWas heißt denn ein Hauch Spiritualität? Ich muss da aber keinen Fountain-Esoblödsinn ertragen, oder?
Smoover 2012/03/07 22:02:18
Antwort löschengenau davor hab ich ja Angst :D
Filmsuechtiger 2012/03/07 22:18:03
Antwort löschenIch glaube selten haben mich Unplausibilitäten und Logikpatzer so aufgeregt wie bei diesem Film. Für mich allein daher klar unterdurchschnittlich.
Roco De Long 2012/03/07 22:39:33
Antwort löschenIch hab ihn sogar auf DVD (im wahrsten Sinne des Wortes ein Blindkauf), finde ihn aber nur höchstens überdurchschnittlich. Schöne Bilder und gute Darsteller machen keinen guten Film. Wobei ich nachvollziehen kann, dass er einem natürlich gefallen kann. Aber: beste Regiearbeit?! Niemals. Constant Gardener und - natürlich! - Cidade de Deus sind die klar besseren Filme in so ziemlich jeder Hinsicht.
Le Samourai 2012/03/07 22:52:56
Antwort löschen@ Kikuchiyo & Smoover: Nee um Gottes Willen. Nur slighty ab und an. Gegen Ende. Aber toll! :)
@ duffy: Naja, auf IMDB und auch hier stinkt er etwas ab. Für mich absolut nicht nachvollziehbar.
@ Filmsüchtiger: Klar, dass wir mal wieder geteilter Meinung sind :)
@ Roco: Ich fand den absolut faszinierend und stilistisch von seinen drei Filmen am perfektesten. Constant Gardener war etwas schwächer und dass ich City of God für slightly überbewertet halte, weißt du ja schon lange :) Also, Blindness ist für mich auf jeden Fall etwas besser, in so ziemlich allen Kategorien.
Le Samourai 2012/03/07 22:58:02
Antwort löschen"Schöne Bilder und gute Darsteller machen keinen guten Film" - Soso? Wieso gibts du dann dem Artist ne 9??? :D
Roco De Long 2012/03/07 23:09:34
Antwort löschen...weil er zusätzlich noch einen hammer Soundtrack, eine flache aber in sich perfekt gebaute Story, eine klare Kameraarbeit und einen dezent-passenden Schnitt hat. Um nur 4 spontane Beispiele zu nennen :)
Roco De Long 2012/03/07 23:12:16
Antwort löschenAch nee quatsch, schöne Bilder sind ja Kamera. Dann werfe ich eben noch schnell das plakative Ansprechen niederer Basisemotionen in den Ring :D
Le Samourai 2012/03/07 23:22:40
Antwort löschenTrifft alles auch auf BLINDNESS zu. Nur dass die Story alles andere als flach ist. Der hat definitiv mehr zu sagen, als der Artist. Sogar wortwörtlich, höhö...
Roco De Long 2012/03/07 23:29:19
Antwort löschenKein Wunder, dass immer wieder die gleichen Diskussionen unter diversen Kritiken aufkommen. Die beiden Filme haben nun wirklich nichts miteinander zu tun und der Vergleich führt eigentlich auch zu nix. Vielleicht, nur vielleicht, sollte man gewisse Dinge akzeptieren und ruhen lassen. Auch wenn es schwer fällt... :)
Le Samourai 2012/03/08 02:14:26
Antwort löschenAch, es macht doch total viel Spaß über unsere seltenen Differenzen zu streiten und zu polemisieren! ;)
FilmFreeza 2012/03/08 06:56:49
Antwort löschenVorgemerkt :)
Roco De Long 2012/03/08 10:59:11
Antwort löschenYo, stimmt auch wieder...
Anoirja 2012/03/08 15:31:03
Antwort löschenWirklich gut fand ich den auch nicht und ich schäme mich für meine großzügigen 6 Punkte zumindest ein kleines bisschen. :D "The Constant Gardener" ist ganz klar der bessere Film. :)
_Garfield 2012/03/08 15:47:29
Antwort löschenDie erste Viertelstunde und das letzte Drittel war beeindruckend, der Mittelteil war dann aber unfassbar öde. Irgendwo zwischen Faschismus-Metapher und vermeintlich nervenaufreibendem Kammerspiel, naja der Kommentar ist trotzdem gut. ^^
Le Samourai 2012/03/08 15:53:34
Antwort löschenDanke :)
Irgendwie scheine ich mit der Einzige zu sein, der eigentlich restlos begeistert von dem Film ist. Wie gesagt, diese erhabene Schönheit der Bilder und die beklemmende Inszenierung haben mich überwältigt.
Anoirja 2012/03/09 01:21:29
Antwort löschenHat dich der überflüssige, nervige Off-Erzähler auch überwältigt?
Le Samourai 2012/03/09 01:31:43
Antwort löschenNee, eher latent genervt! :)
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Anoirja 2012/03/09 01:37:10
Antwort löschenImmerhin schon fast auf Schmusekurs. ;)
Le Samourai 2012/03/10 12:22:23
Antwort löschenoha :)
na ich bin mal gespannt auf deine wertung...
Mandy!! 2012/02/12 15:55:56
Kommentar löschenKommt an das Buch leider gar nicht heran, was aber definitiv nicht an der schauspielerischen Leistung liegt, sondern einfach daran, dass wichtige Handlungsstränge durch einige erotische Szenen ausgetauscht worden sind, die es so nicht im Buch gab, Ich verstehe ja, dass sich Sex gut verkaufen lässt, aber in der literarischen Vorlage gab es durchaus genug von solchen Sequenzen, auch ohne, dass man welche hätte hinzufügen müssen.
Abgesehen davon, fand ich aber die Quarantäneszenen gut umgesetzt.
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cts 2012/02/07 11:52:02
Kommentar löschenUnlogisches Verhalten der Protagonisten (ja Film blabla) und zu langer Quarantäne-Part
Achtung Spoiler!
Der Part hätte beim ersten "Besuch" der Frauen auf Ebene 3 schon vorbei sein können, wenn die Tante die Schere gleich mitgenommen hätte... Aber dann hätte man wohl keine totgeprügelte Frau mehr zurückschleppen können usw.
Ach ka, hatte mir mehr erhofft, hatte jetzt nicht wirklich das Gefühl dass da alle erblindet waren... Das Warum-Weshalb-Wieso fehlte mir auch, auf einmal blind, am Ende dann auf einmal wieder sehen können, ja warum denn überhaupt???
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Pablo.CH 2012/01/27 15:04:16
Kommentar löschenWurde selten so aggressiv wie bei Stadt der Blinden!!Wen ich mit zwei gesunden Augen in dem Krankenhaus eingespert währe, hätte ich dem Stations-Arschloch als erstes mal einen Genickzwirbler verpasst..
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PikAsso 2012/01/27 20:54:40
Antwort löschenGanz deiner Meinung :)) Wollte den Film schon deswegen ausmachen, habe es aber zum Glück nicht getan...
Pablo.CH 2012/01/27 21:20:20
Antwort löschenMeine Freundin ging fast an die Decke, sagte immer schalt den scheiss um. Ich konnte aber einfach nicht umschalten und am Schluss hat es sich für beide gelohnt..
kinogaengerin 2012/01/27 10:17:45
Kommentar löschenMan sitzt in seinem Auto, steht an einer Kreuzung und ist plötzlich blind. Was klingt, wie ein schlechter Horrorfilm, wird für eine ganze Stadt zum wahren Albtraum. Auch ein Augenarzt erblindet und soll mit anderen Betroffenen in eine Quarantäne-Station gebracht werden. Da seine Frau ihn nicht alleine lassen will, gibt sie vor ebenfalls blind zu sein, obwohl das nicht stimmt: "Das Einzige das schlimmer ist als zu erblinden, ist als Einzige zu sehen." Was soll man zu dem Film sagen? Die Geschichte ist durchaus solide, wird sogar in recht bedrückenden Bildern umgesetzt, die teilweise einfach ekelerregend sind. Dennoch wird der Fortgang verschleppt, alles plätschert insgesamt irgendwie vor sich hin. Auch das Ende ist vorhersehbar, passt aber dennoch zum restlichen Film. Dafür beeindruckt immerhin Julianne Moore als einzige Sehende in der 'Stadt der Blinden', was ich absolut nicht erwartet hätte. Der Film gehört daher zu der Kategorie kann man gucken, muss man aber nicht.
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_Garfield 2012/01/27 18:15:21
Antwort löschenIch fand den Quarantäne-Part (der ja einen Großteil der Handlung ausmacht) wirklich langweilig, der Rest dagegen war durchaus annehmbar. :)
Lola1972 2011/12/01 21:00:47
Kommentar löschenIch kenne das Buch nicht und ich kenne keinen vergleichbaren Film. Daher ist er für mich einzigartig - Punktabzüge gibt es nur für das lahme Ende.
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aburn 2011/11/28 23:41:15
Kommentar löschenNicht wirklich außergewöhnlich, das Thema hat mehr Potenzial.
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WarrenAnname 2011/10/25 00:19:19
Kommentar löschenIch zitiere den klügsten unter den bisherigen Vor-Rezensenten, denn er bringt das Problem auf den Punkt: "Sehr schlimm war diese spirituell angehauchte Endzeitstimmung gepaart mit der Gutmenschen-Ideologie, die sich durch den ganzen Film zog und mich fast zur Weissglut brachte. Am schlimmsten war der Mittelteil, in dem die weggesperrten Blinden (!) zu allzu typischen Machtbestien werden und die noch blinderen Frauen sich planlos unterwerfen, bis die Rettung durch die Seherin folgt." - Mit einem Worte: An den Haaren herbeigezogene Legitimationsideologie.
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J0J0 2011/10/25 01:00:37
Antwort löschenLegitimationsideologie wofür?
C_C 2011/10/25 10:00:01
Antwort löschenfrag ich mich auch...
ReubenCogburn 2011/11/08 00:13:25
Antwort löschenwie wofür? - Eine Ideologie der Legitimation - da kann man nicht "wofür" fragen :)
J0J0 2011/11/08 00:17:02
Antwort löschenDoch klar. Was soll sie legitimieren?
ReubenCogburn 2011/11/08 01:09:14
Antwort löschen... Die Gutmenschen-Ideologie?
Sorry, hab schon ne Flasche Wein auf ;)
Eben war es mir noch klar, doch jetzt wo Du fragst ....
Alle 7 Antworten zeigen
J0J0 2011/11/08 10:00:48
Antwort löschenWas um Himmels Willen ist denn eine Gutmenschen-Ideologien?!
ReubenCogburn 2011/11/08 10:52:05
Antwort löschenDa musst Du WarrenAnname (genauer den Urheber der originalen Rezensur) fragen, was er damit genau meint.
Aber ich kanns ja mal versuchen (bin wieder nüchtern^^)
"Gutmensch" ist eine ironische Verkehrung des Wortsinns. Ihr "Gutsein" wird als übertriebenes Verhalten unterstellt. Eine Gutmensch-Ideologie ist für mich eine Bezeichnung für Vorstellungen und Werte eben dieser "Gutmenschen". Dieser Film will wohl, laut WarrenAnname, diese Ideologie (der "Gutmenschen") legitimieren, also rechtfertigen. So hab ich es verstanden.
Vielleicht kann Warren noch was dazu sagen ;)
Milchmädchenrechnung 2011/09/28 00:52:02
Kommentar löschenSchräges Szenario. Keine neue Botschaft, doch Apokalypse mal anders. Sehenswert.
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BobbyIII 2011/09/28 00:49:43
Kommentar löschenPuuhhh ... Irgendwo zwischen "Herr der Fliegen" und "Farm der Tiere" findet sich die Vorlage von José Saramago ein, welche von Fernando Meirelles gekonnt und drakonisch in harter, dreckiger und erdrückender Atmosphäre umgesetzt wird. Eine beängstigende Dystopie die mit dreckigen Bildern und stark erhellten Zwischenspielen gespickt ist. Ein interessanter Gegensatz dass eine Geschichte über Erblindung durch wirklich starke Bilder punktet. Leider beinhaltet der Film aber auch einige Stellen aus denen ich einfach nicht ersehen konnte welchen Zweck sie haben. In diesen (wenigen) Szenen wirkt der Film dann nicht gekonnt bedächtig inszeniert, sondern etwas langatmig. Dennoch unterhält der Film durch seine gute Atmosphäre, den Bildern und größtenteils auch den Schauspielern.
Und obwohl ich das Buch nicht kenne, gehe ich ganz stark davon aus, aufgrund der Grundthematik, filmisch umgesetzter Atmosphäre und darauf fundierend dass man Bücher zur filmischen Umsetzung immer kürzen muss, dass, es sich bei dem Buch um ein wirklich großes Werk handelt, an welches ich mich unbedingt einmal setzen muss.
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based_god 2011/09/20 17:30:06
Kommentar löschenIch kenn das Buch nicht und kann es deshalb nicht mit dem Film vergleichen.
Der Film selbst hingegen ist top inszeniert (vom "City Of God"-Regisseur) und einem sehr guten Drehbuch. Es braucht fast eine halbe Stunde bis der Film in Fahrt kommt. Danach war ich aber derart "drinne", dass ich erstaunt war, dass die 2 Stunden schon um war.
Ein Thema das sehr spannend ist, mit einem grossartigen Soundtrack. Die Schauspieler sind stark, allen voran Julianne Moore und Mark Ruffalo und er regt zum Nachdenken an – Ich persönlich habe noch bis spät in die Nacht nachgedacht wie ich in gewissen Situationen reagiert hätte. Sowohl als Blinder als auch als Sehender...
SPOILER:
Die "Vergewaltigungsbegebenheit" – Naja, wie logisch das ist, lässt sich bestreiten, anders herum ist kann ich nachvollziehen das die Angst vor allem auch als Blinde sehr gross ist. Und man weiss ja auch nicht was draussen passiert, und dann hätte man ne Leiche in der Quarantänestation und mehrere die einen blindwütig (Haha Wortspiel) angreifen. Naja, ist schon ne schwere Situation...
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Le Samourai 2012/03/07 21:29:50
Antwort löschenJa!
stuforcedyou 2011/08/18 01:54:28
Kommentar löschenTeils bedrückend und nachdrücklich, aber auch sehr zähfließend erzählt und beim abhandeln seiner Botschaften nicht mehr als übliche Standardkost.
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servo80 2011/08/17 17:48:00
Kommentar löschenMeirelles sucht sich die unbequemen Stoffe raus, das war schon immer so. Was anfangs wie ein Mystery- Thriller anmutet, entpuppt sich schnell als verstörende Dystopie über den schmalen Grad zwischen Zivilisiertheit und der puren Bosheit in jedem von uns.
Das wurde sicher schon vorher thematisiert, aber selten so schonungslos wie hier. Wenn sich die Frauen im Blindenghetto für Essen prostituieren, dann sind das Bilder, die in ihrer Intensität schwer zu ertragen sind. Und wenn letztendlich alle erblindet sind und die Gefangenen die Freiheit sehen, ist deren Chaos noch schlimmer als die zumindest überschaubare Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Gefangenschaft.
Inmitten des Chaos die einzige sehende Person, die versucht, die Last ihrer Mitmenschen auf den Schultern zu tragen und fast daran zerbricht. Julianne Moore spielt diese wie gewohnt beeindruckend und man kann die inneren Kämpfe, die sich in ihr abspielen, deutlich in ihrem Gesicht lesen.
Was bleibt nun am Ende? Der Regisseur will seinem Publikum etwas Hoffnung machen, ich hätte mir den Mut gewünscht, den Film in der unvermeidlichen Katastrophe enden zu lassen. Das ist neben der etwas drögen Inszenierung der einzige Negativpunkt.
Aber vielleicht braucht man diese Hoffnung auch, wenn einem klar wird, dass unsere Gesellschaft vielleicht gar nicht so weit von dem hier gezeigten entfernt ist.
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hoffman587 2011/08/16 18:39:50
Kommentar löschenBlindness
Nicht zu sehen...ewig in den Fängen des Lichts....endlos scheint es zu sein...ein Licht, das keine Freude verbreitet....ein Licht das nicht rettet....blind für immer....vielleicht?....jeder Mensch für sich?....allein, in der Stadt der Blinden, schlussendlich auch ein Film von Fernando Meirelles namens "Die Stadt der Blinden" aus dem Jahre 2008, nach dem gleichnamigen Roman von José Saragamo.
Angefangen bei der relativ interessanten Geschichte, einer Story die eine bittere und harte Kritik an der Natur des Menschen äußert, eine Handlung, die wirklich bedrückend, geradezu tragisch, dazu anspruchsvoll: Urplötzlich erblinden die Menschen, in einer Großstadt, vielleicht eine Epidemie? Aus Angst, der Verbreitung des "Virus" oder der "Seuche" beschließt die Regierung, die Erblindeten in Quarantäne zu stellen, in eine alte Nervenklinik, doch unter ihnen ist auch eine Frau, die verschont blieb....zudem eskaliert dort bald die Situation und die Gewalt breitet sich aus...
Die Besetzung wurde natürlich auch exzellent ausgewählt, eindeutig und glasklar kann man sagen, dass der Film durch die fantastische Performance von Julianne Moore lebt, die hier alles aus sich rausholt, stark spielt oder übernimmt sie die Rolle der Frau, die anscheinend als Einzige sehen kann und so ihrem Mann, dem Arzt, so wie auch ihren "Mitgefangenen", in der Nervenklinik, helfen will, aber durchaus sollte man noch die guten Leistungen von Danny Glover als alter Mann mit der Augenklappe loben und auch Mark Ruffalo als Arzt.
Die Regie geht an sich schon in Ordnung doch, für mich erzählte Herr Meirelles sein Werk doch arg zu gemächlich und langsam, ohne wirkliche Stärke, denn so entstanden doch an und ab ein paar erhellende Längen, die sich im Film ordentlich platzieren, aber dennoch irgendwie interessant verpackt und anspruchsvoll erzählt und doch ist der Film nicht mitreißend genug, um vollkommen zu packen.
Dafür ist die Kameraarbeit wirklich brillant, schonunglos und geradezu brutal sind die Bilder, eine ungeschönte Realität, dokumentarisch gefilmt und auch die "erleuchtende" Optik, wurde mehr als interessant gewählt, um dieses bedrückende Gefühl, in gewisser Weise zu verstärken, jedenfalls ging es mir so, erschütternd bebildert, zutiefst verstörend und bitter, eine Kamera, die die Abgründe des Menschen gnadenlos porträtiert.
Und zu den Charakteren, die man hier wirklich nur schwer schreiben kann, will ich auch nur noch sagen, dass sie doch mit relativ viel Tiefgang skizziert wurden, aber ihre Hintergründe und ihre grundlegenden Identitäten beziehungsweise ihr Charakter bleibt doch für mich eher im Dunkeln, aber das muss nicht unbedingt als negativ aufgefasst werden...kann aber...
Trotz seiner doch vielen Schwächen, die es hier gibt, ist "Die Stadt der Blinden" insgesamt doch sehenswert, auch wenn ich mir sicher bin, dass der Film eigentlich nicht an den unverfilmbaren Roman von Saramago herankommt, trotzdem einen Blick wert, denn ich finde interessant ist er auf jeden Fall, da wäre aber noch in vielerlei Hinsicht Luft nach oben gewesen.
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_Garfield 2011/08/16 18:49:24
Antwort löschenDer Film klingt interessant.
Jack_Torrance 2011/08/16 19:03:01
Antwort löschenIst er aber nicht ;-P
SoulReaver 2011/08/16 19:23:47
Antwort löschenhmhmhm, werd ihn mir dann wohl nochmal irgendwann im tv oder so anschauen. jetzt hab ichs nicht mehr so eilig xD
hoffman587 2011/08/16 19:29:21
Antwort löschen@soul: Ja, wohl am besten so, hast viel Zeit, lieber den Roman:)
@Garfield: Naja, ist er auch durchaus, wenn man was mit der Thematik anfangen kann, ist schwer zu beurteilen, aber ja, durchaus mMn:)
Und @Jackie: Ach sei nicht so hart, 6.0 von dir ist auch nicht schlecht, der Film geht doch in Ordnung, nitte keine Vergleiche mit dem Buch^^
Jack_Torrance 2011/08/16 19:38:39
Antwort löschenDas Buch habe ich nicht gelesen und die aaarrrg gnädige Wertung 6.0 muss ich herunterstufen. Meiner Meinung nach war der Film zu geschmacklos und klischeehaft !
hoffman587 2011/08/16 20:16:09
Antwort löschenAh, okay, les dir den Roman am besten mal durch, dann gehts noch tiefer, 2.5:D
Puebleau 2011/08/17 01:39:36
Antwort löschenIch nehm euch beim Wort, habe mir schon oft überlegt, ob ich mir den Film zu diesem großartigen Buch antuen soll. Man stellt sich schon die Sinnfrage bei einem Film über Blindheit. Ein Hörspiel geht noch in Ordnung...
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Sozionaut 2011/08/17 07:57:06
Antwort löschenIch habe zum Glück das Buch nach dem Film gelesen... Und war froh, da fällt mein Urteil etwas gnädiger aus...
Jack_Torrance 2011/08/17 17:10:34
Antwort löschen@hoffi: Könnte sein ;-)
moviee 2011/08/15 14:36:48
Kommentar löschenGanz nettes Sozialdrama, von dem ich mir doch irgendwie mehr erhofft hatte. Man hätte durchaus mehr daraus machen können.
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