Die Taube auf dem Dach

Die Taube auf dem Dach (1990), DE
Laufzeit 82 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 09.09.2010

admin edit edit group memberships sweep cache
7.6 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
- Community
6 Bewertungen
5 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Iris Gusner, mit Heidemarie Wenzel und Günter Naumann

Die Taube auf dem Dach ist die lange verloren geglaubte Geschichte dreier äußerst unterschiedlicher Menschen auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft. Der Debütfilm von Regisseurin Ines Gusner wurde in der ehemaligen DDR nicht zur Aufführung freigegeben und anstatt ins Archiv, wurde die Originalkopie von Die Taube auf dem Dach der Zerstörung übergeben. 2009 gelang es der DEFA Stiftung schließlich, das Duplikat-Negativ wiederzufinden und den Film von 1973 zu rekonstruieren. (TM)


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Die Taube auf dem Dach

Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Ein sehenswertes Zeitdokument. Der Film erzählt die Geschichte der selbstbewussten Linda, die sich nicht zwischen zwei Männern entscheiden kann. Nach 37 Jahren endlich zu sehen. (Prof. Pu für SchönerDenken - mehr im Podcast)

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info... Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Die Taube auf dem Dach ist vor allem historisch interessant: als Beleg für die Kritik am Zustand der DDR „von links“, verbunden mit der Suche nach einer artifiziellen Form abseits selbstgenügsamer Konvention.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

E. Vassilieva: Schnitt E. Vassilieva: Schnitt

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Die Tatsache, daß Die Taube auf dem Dach erst 37 Jahre nach seiner Fertigstellung in die Kinos kommt, läßt schon auf eine bewegte Geschichte schließen. Der Film war zu seiner Zeit nicht nur verboten, sondern das gesamte Filmmaterial zur Vernichtung bestimmt. Übrig blieb nur eine farbige Arbeitskopie, die man später allerdings nur in Schwarzweiß rekonstruieren konnte. Hier fehlt bewußt ein »leider«, denn die aktuelle Version braucht [...] keine Farbe. Das asketische Schwarzweiß wirkt wie ein Kunstgriff, läßt die zeitliche Distanz spürbar werden und hebt sie gleichzeitig durch ästhetische Perfektion wieder auf.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ciprian David: NEGATIV

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

...Der Film beeindruckt durch seine Offenheit. Wie aus der Wirklichkeit gerissen wirken alle Szenen des Films, jede davon einen nicht gelösten Konflikt, eine offene These in sich bergend, die sich zunächst nicht zu einem dramaturgischen Faden aneinander reihen wollen. Erst als Gesamtwerk fügen sich die einzelnen Momente und Motive des Films zu einem beeindruckenden, offenen und durch die Grundstimmung der einzelnen Charaktere zustande gekommenen Bild zusammen. Eine Gesellschaft der Kontraste, der Ungereimtheiten umschlingt immer mehr die einzelnen, auf sich selber angewiesenen Charaktere. Ein Dasein als Individuum wird ihnen aberkannt, ebensowenig ist ihnen ein harmonisches Leben in Zweisamkeit gegönnt....

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare

Kommentar schreiben
Sortierung

cow

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Wenigstens gibt es eine Nachmittagsvorstellung im KINO INTERNATIONAL, wo der "Taube auf dem Dach" vor 37 Jahren die Premiere gebührt hätte! Es gilt eine Regisseurin zu entdecken -Iris Gusner- deren Spielfilmdebut nicht einmal verboten wurde, sondern einfach verschwand.
"Die Taube auf dem Dach" und ihre Regisseurin darf gern und zutreffend in einem Atemzug mit Ula Stöckl, Márta Mészáros und Agnès Varda genannt werden.
Trotz des schweren Starts hat I.G. einige sehr schöne Filme realisieren können, die ebenfalls (wieder) im Kino aufgeführt werden sollten. Besonders erwähnt sei "Alle meine Mädchen"!
Ausserdem möchte ich hinweisen auf die lohnenswerte Lektüre von "Fantasie und Arbeit - Biografische Zwiesprache" von Iris Gusner und Helke Sander, erschienen im Schüren Verlag, 2009.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben