Die Teuflischen

Les Diaboliques (1955), FR
Laufzeit 114 Minuten, FSK 18, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 29.04.1955

7.2 Kritiker
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5.3 Community
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6 Kommentare
Die Teuflischen - Bild 13572
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von Henri-Georges Clouzot, mit Simone Signoret und Véra Clouzot

Die Ehefrau und die Geliebte eines sadistischen Schulleiters verbünden sich, um den Mann zu ermorden. Sie ertränken ihn in der Badewanne und deponieren die Leiche im verdreckten Pool der Schule. Doch als das Wasser aus dem Schwimmbad gelassen wird, ist der Körper plötzlich verschwunden…

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Kritiken (1) — Film: Die Teuflischen

Flibbo: wieistderfilm.de

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6.5Ganz gut

Wer nie etwas mit Schwarzweiß-Schinken anfangen konnte, wird von „Les Diaboliques“ sicher auch nicht überzeugt werden. Dafür thematisiert der Film von Henri-Georges Clouzot einen Kriminalfall, von dem sich wahrscheinlich sogar Hitchcock inspirieren ließ. Solche Krimis ist man aus dem englischsprachigen Raum gewohnt, auch deswegen genießt diese französische Produktion einen besonderen Stellenwert.
Die Gemächlichkeit, in der die Handlung präsentiert wird, muss man zu schätzen wissen, dann kann man sich durchaus von einer beklemmenden Atmosphäre packen lassen. Clouzots Stil ist nichts für jedermann, die Ideen aus der Buchvorlage aber zweifellos überaus clever. „Die Teuflischen“ ist ein raffinierter Mystery-Thriller über einen fast perfekten Mord, der nicht um einige Längen herumkommt, aber mit einem schaurig-guten Ende punktet.

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Kommentare (5) — Film: Die Teuflischen

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FineCut

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Bewertung10.0Herausragend

Einer der großen Klassiker des Thrillergenres, der für mich auf einer Stufe mit Psycho steht. Das Drehbuch ist wohl eines der besten des Filmgenres und Prototyp für unzählige Nachahmer. Wie in einem Uhrwerk greifen die Szenen ineinander, bis hin zum schockierenden Ende.

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patcharisma

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Bewertung4.0Uninteressant

Auch wenn der Film als erster Psychothriller aller Zeiten gilt - das Prädikat gehört ihm verdient - ist er leider verstaubter als das Büchergestell im Altenheim ihrer Tante auf deren Erbe Sie schon seit Urzeiten warten.

Wer die originelle Geschichte trotzdem mal als Thrill erfahren will, soll sich lieber gleich das toll variierte, sauspannende und bös sarkastische Remake "Diabolique" von 1999 mit Sharon Stone, Isabelle Adjani und der unglaublichen Kathy Bates anschauen. Es ist eines der besten Remakes eines Klassikers, das ich kenne! Tipp: Hier spoilt Ihnen mal das Original die Geschichte, darum grad direkt das Remake ziehen, echt!

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Filmsuechtiger

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Ich finde das Original klasse und werde deinem Rat mal folgen und das Remake anschauen, Stone und Adjani klingen gut.


alanger

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na stimmen tut das aber nicht lieber pat, so schöns auch von dir geschrieben ist.


8martin

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Bewertung9.0Herausragend

Der Zuschauer sieht den Mord von der Vorbereitung bis zur Ausführung und die Spannung bleibt. Erst besteht sie weiterhin wegen der beiden unterschiedlichen Frauen (toll die Signoret und die Clouzot). Mal zögert die eine, mal droht die andere das Ganze abzubrechen. Eine krank und schwächlich, die andere robust und willensstark. Mit dem Auftauchen des alten, äußerst liebenswerten Kommissars entsteht ein neues Spannungsgeflecht, bei dem man der Aufklärung entgegenzittert, weil man ahnt und immer mehr Gewissheit bekommt. Und dann am Ende die überraschende Wende, nachdem unsere Nerven aufreibend strapaziert worden waren mit quietschende Türen und raffiniertem Licht- und Schattenspiel. Diese Wende diente mehreren anderen Krimis als Vorlage: innerhalb eines Trios entsteht ein Mord und die beiden Übriggebliebenen werden aus Gegenspielern zu Verbündeten, die ein abgekartetes Spiel geplant hatten.

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Pantagruel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Les Diaboliques" gehört in eine Reihe des frühen französischen Film Noir zusammen mit "Le Salaire de la Peur" und "Ascenseur pour l'Echafaud". Diese Filme wären aber ohne Clouzot, Malle und Godard nicht möglich gewesen. Der Film löst Beklemmung aus, die sich nie positiv auflöst. Knapp und schnörkellos erzählt, die Protagonisten - allen voran Simone Signoret - wirken nie unsympathisch und Charles Vanel als Kommissar kann den Fall nicht lösen. Er enthält alle Elemente des amerikanischen Film Noir und wird von den Cinéasten dennoch nicht dazu gezählt. Der größte kommerzielle Erfolg und einer der wichtigsten Vorläufer der Nouvelle Vague.

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cimoc

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein toller Film. Völlig anders als das, was man heutzutage zu sehen bekommt. Aber wer Geduld beweist und sich auf den Film einlässt wird einen schönen DVD - Abend genießen können. Irritierend finde ich, dass für den Film kaum Musikuntermalung benutzt wurde, umso spannender wird das Ganze. Nichts ist so, wie es scheint. Viel Spaß!

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