Die Todeskandidaten

The Condemned (2007), US
Laufzeit 114 Minuten, FSK 18, Thriller, Actionfilm, Kinostart 29.11.2007

admin edit edit group memberships sweep cache
3.2 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.8 Community
532 Bewertungen
35 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Scott Wiper, mit Nathan Jones und Rick Hoffman

In einem südamerikanischen Gefängnis wartet Joe Conrad auf die Todesstrafe als er unerwartet von einem Fernsehproduzenten freigekauft und auf eine einsame Insel geschafft wird, wo er gegen neun andere verurteilte Killer antreten muss. Nur der beste Kämpfer, sprich derjenige Todeskandidat, der es schafft, alle anderen zu töten, kann danach als freier Mann in sein altes Leben zurückkehren. Seinem brutalen Mitstreiter McStarley werden bei diesem Wettkampf um Leben und Tod die besten Chancen eingeräumt. Dabei möchte Joe nur eines: so schnell wie möglich zu seiner Familie zurückkehren. Doch zuvor muss er nicht nur gegen die anderen Todeskandidaten antreten, sondern auch die Organisatoren des menschenunwürdigen Spektakels, das per Live-Stream weltweit online mitverfolgt werden kann, zur Strecke bringen.

  • Die Todeskandidaten - Bild 35414
  • Die Todeskandidaten - Bild 35415
  • Die Todeskandidaten - Bild 35416

Mehr Bilder (4) und Videos (1) zu Die Todeskandidaten


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Die Todeskandidaten

Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

Kommentar löschen
2.0Ärgerlich

Es ist fast ein bisschen so, als ob Wiper und seine Co-Autoren den Zuschauer fragen, wieso der sich ihren Scheißfilm überhaupt anschaut.
Nun, ich wüsste so oder so keine Antwort. Offenbar haben wirklich nur noch die Asiaten die Eier, so einen Plot konsequent durchzuziehen. THE CONDEMNED sind hier leider nur die Zuschauer!

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

Kommentar löschen
3.0Schwach

Kochrezept: der traditionelle amerikanische Action-Einheitsbrei

Zutaten:

Ein erfolgsgeiler TV-Produzent, der vom alten Medium so enttäuscht ist, dass er sich auf das hippe Internet stürzt, um seine Vision an den Mann zu bringen

Ein TV-Regisseur, der für Geld jeden Scheiß macht, aber ab und an kleine Gewissensbisse bekommt. Jedoch nicht genug, um aus dieser miesen Geschichte auszusteigen. Warum auch? Schließlich muss man seine Familie auch ernähren – ebenso wie der hamsterbackige Darsteller, der bereits in so hochklassigen Filmen wie „Hostel“ oder „Postal“ zu sehen war. Das ließ schon eine gewisse Klasse erwarten.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (33) — Film: Die Todeskandidaten

Kommentar schreiben
Sortierung

Rukus

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Eine weitere Verfilmung des Running Man Themas, wie man es nicht zuletzt aus Gamer oder deutlich abgewandelt Death Race kennt. Todgeweihte, die antreten, um ihr nacktes Leben in einem perversen Spiel zu gewinnen, welches medial perfide ausgeschlachtet wird. Nach Arnie, Butler und Statham darf sich nun also Steve Austin mit Psychopathen und einem mehr als abgebrühten und eiskalten Medienguru herumschlagen.

Eine Sache hat mich bei diesem brutalen Actionspektakel wirklich gestört. Es gab ein paar völlig hirnrissige Charakteraktionen. Sowas hasse ich, wie die Pest. Bestes Beispiel ist, dass ein Elite-Spezialist wohl niemals eine ausgeschaltete Wache mitten auf dem Weg liegen lassen würde. Und auch das Camp hat was von nem Plothole. Da war Running Man deutlich konsequenter.

Was der Film gut macht, ist nicht zuletzt der satte Sound und natürlich die Action. Für meinen Geschmack teilweise zu brutal, auch wenn man nicht alles sieht. Hier hätte es wohl auch gereicht, wenn man einige der Perversionen weniger drastisch präsentiert. Manch einem mag das gefallen, aber für mich zieht das die Wertung runter. Auf der anderen Seite sind einige der Kämpfe und auch Kills ziemlich gut arrangiert. Da die Gewalt und Abartigkeit des Systems bzw. Spiels so stark hervorgehoben wird, ist auch die Moralpredigt als Gegenpol ziemlich deutlich zu vernehmen. Die Gerechtigkeit wird geradezu zelebriert, wie es eben auch mit der Gewalt geschieht. Auch, wenn das "Auge um Auge" zum Ende hin sehr vorhersehbar ist, überkommt einen am Ende ein seltsames, perfides Gefühl von Gerechtigkeit. Und gleichzeitig findet man die Menschheit irgendwie scheisse, denn man weiß genau, dass sich wirklich verdammt viele hirnlose Idioten da draussen befinden, die sich so eine Show wirklich ansehen würden. Eine Show, in der Menschen sich vor laufenden Kameras gegenseitig auf teils brutalste Weise misshandeln und umbringen. Live-Snuff für 50$! Wollen Sie mehr wissen?

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

as-aka-der-streuner

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

ja, ja & nochmals ja !!!

was für eine actionfilmüberraschung, vinnie + austin > herrlich...
auch die weiteren, zumeist unbekannteren darstellern übrezeugten
mich auf voller linie.... musikalische untermalung war mehr als akzeptabel...

die storyline gefiel mir wesentlich besser als in "The Tournament", den ich eher mit diesem Film vergleichen will, nicht wie andere "battle royale"

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

bocity1848

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach altbewerten Strickmuster. Aber gut umgesetzt. Banale Handlung aber die Hammerharte Action macht dies wieder weg. Stone Cold überzeugt in diesem Actionkracher. What???

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

disbelief

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser film hat mir sehr gut gefallen. im ersten moment mag die story banal und vorhersehbar sein, ist sie ja auch. man kann sich denken wer am schluss übrig bleibt. dafür gibt es auch punktabzug. aber der film hat eine Botschaft. Zumindest habe ich solch eine interpretiert. Die Menschen lieben Gewalt. Und das bringt der film sehr deutlich rüber. Wenn man sich in diese Todeskandidaten halbwegs reinversetzen kann die daran teilnehmen, insbesondere den paar, dann sieht man den film mit anderen augen. übertrieben dargestellt aber doch treffend. wir tolerieren nicht nur gewalt, wir lieben sie, wir bezahlen für sie. Egal ob im Sportbereich, in der Filmindustrie oder auch in der Spielebranche. Gewalt kommt an. Das regt zum nachdenken an.
Und darum gebe ich diesen Film eine ausgezeichnete Wertung.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Murphante

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ich möchte sagen dieser Film ist schon sehr sehenswert, wenn man sich mit ihm ein wenig mehr beschäftigt ... wer jetzt meint die Gewaltszenen sind zu hart ... der sollte dann doch lieber andere Filme schauen. Ich finde diese Szenen auch ziemlich krass, so doch ist es ja nur ein Film. Beklemmende Szenen, witzig, Vinnie Jones sehr klasse ...
Ich denke der Film will eine Botschaft rüberbringen ... so wie ich denke will uns der Film zeigen, was heutzutage alles möglich sein kann um die Veranschaulichung und das Betrachten, das Dabeisein vom Zuschauer, möglich machen kann. Wie wir doch alle wissen, gibt es soviele da draußen die immer nur zuschauen und nicht handeln und die Begeisterung für Krieg und Quälerein bei allen tief drinnen sitzt ...
Die Einschaltquoten, die Wetten, der Menschenhandel ... alle waren sie dabei ... doch am Ende gewinnt auf brutale Weise doch das Gute ...

Eine Story über die man wirklich mal nachdenken soll ...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hauserfritz

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Für einen B-Movie ist "Die Todeskandidaten" ein sehr ansehbarer Actionfilm. Man kann zwar nur schwerlich einen Sinn in der Handlung sehen, aber diese ist auch nebensächlich. Zu bemängeln gibt es leider die etwas schwachen Akteure, die jedoch von einer guten und spannenden Story wettgemacht werden.

7.5/10

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

stuforcedyou

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Dieses grobe Fast-Remake des Kinji Fukasaku Films „Battle Royale“ aus dem Jahre 2000 ist in fast allen Belangen ein ausdrucksloser Actionfilm dessen Kampfszenen fast genau so bedeutungslos ausgefallen sind wie die Leistungen der, nennen wir sie mal Darsteller.

Das bei einem Film von diesem Kaliber kein herausragender Ensemblefilm zu erwarten war, ist klar, dennoch quält Regisseur Scott Wiper den Zuschauer mit idiotischen Dialogen, einem Hauptdarsteller ohne Charisma und einer zermürbenden Gesellschaftskritik an der Gewaltgeilheit der heutigen Zeit. Dass der Film jene Satire nur zum Selbstzweck benutzt, um den Body Count mit einer sauberen Weste noch etwas mehr in die Höhe treiben macht aus „Die Todeskandidaten“ einen stumpfsinnigen Reißer, der auf dilettantische Art und Weise versucht eine Immunität der Gewalt zu erzeugen, doch dies ist so borniert, belanglos und bis zur Schmerzgrenze bescheuert, dass man hofft dass neben den Todeskandidaten auch die Macher dieser Actiongurke gleich mit auf die Insel gehen und nicht mehr zurückkehren.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

tomas_w

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Steve Austin ist ja wirklich ein toller Wrestler. Aber bei der Schauspielerei ist er nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte. Oder? :)
Dieser Film ist wirklich ein echter B-Movie. Mit schlechten Darstellern, schwacher Story, mit Passagen wo ich schon fast schmunzeln musste, wirklich!
Deshalb möchte ich auf diese interaktive Menschenjagd auch nicht näher eingehen.
Wenn man bei der Handlung noch etwas mehr überzogen hätte, wäre "The Condemned" vielleicht besser als Komodie durchgegangen. Und dann hätte er bei der Bewertung sicher noch ein paar Punkte gutmachen können. Aber so ist und bleibt er leider nur schwach.... Schade!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fredchen

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Kein tiefer Sinn, aber trotzdem hat es Spaß gemacht den zu schauen (mit Freunden). Man muss ihn aber kein 2tes mal sehen.
Trotzdem für die Umsetzung 7 Punkte. ;-)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

DukeDake

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Guter kleiner Action-Kracher. Vinnie Jones tut mal wieder das was er am besten kann, böse sein. Über die Schauspielerische Leistung von "Stone Cold" aka. "Steve Austin" lässt sich nicht streiten, sie ist einfach schlecht, trotzdem machen die teilweise guten Sprüche ihn sympathisch. Wer mit wenig Erwartungen an den Film geht wird auf jeden Fall nicht entteuscht sondern eher positiv überrascht. Meiner Meinung nach schwimmt "Die Todeskandidaten" nicht nur auf einer Welle mit "The Tournament", sondern ist Scott Mann`s Werk auch noch eine Nasenlänge voraus....

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stevenwolff

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Wenn man den Film nicht wirklich ernst nimmt, ist er recht unterhaltsam.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Nemsis

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Eigentlich mag ich solche Filme. Auch wird nicht nur einfach blöd abgeschlachtet, sondern auch versucht ein wenig Tiefe in den Film zu bringen.
Aber unter den Strich, ist der Film zu low und nicht der Rede wert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Smoin

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Der Hauptdarsteller bewegt sich wie ein Roboter und stampft nur so durch die Gegend. Das und die Sprüche sind schon ganz lustig... aber sonst, naja...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

HotelSixActual

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

It is what it is....
...und das ist ein stumpfer Achtionfilm, der sogar eine Botschaft vermitteln möchte. Ich kann die Leute nicht verstehen, die sich über den Voyeurismus in diesem Film aufregen und ihn dabei selber bis zum Ende geschaut haben. Ist der Voyeurist, der diesen Film guckt und dabei den Voyeurismus anprangert nicht der niedertrechtigste seiner Art? Denn er meint zu wissen das es falsch ist und tut es trotzdem. Manche scheien ihre Position als Kritiker etwas zu überschätzen. Auch ohne den Film zu kennen wusste ich das es kein zweiter "Schindlers Liste" ist. So what!?!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

crazy-horse

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film ist Trash vom Feinsten. Ich mochte "StoneCold" Steve Austin schon als Wrestler gut leiden.
Seine Sprüche halten diesen Film am Leben. Die Story ist platt, aber das sind andere auch. Ich finde ihn äußerst unterhaltsam und actionreich ist er allemal. Running Man war auch platt, aber Kult.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Afrin Alburu

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Der Film rockt ziiiemlich. Man muss nur zugeben, dass er stellenweise etwas sehr trashig rüberkommt und so manche Chance hat sie dann aber leider vertut oder einige Ansätze nicht so gut ausbaut, wie es möglich gewesen wäre. In ihrer Einführungsszene bekommen einige Häftlinge 'nen sehr koolen Stempel aufgedrückt, der dann mit der Zeit wieder verfliegt, weil die Koolness nicht durchgezogen wird. Das ist durchaus schade, weil ich steh' auf koole Actionsäue. Aber warum eigentlich Häftlinge?

Na es geht sich letztendlich um Folgendes: Ein geldgieriger TV Produzent und sein Mitarbeiterstab kaufen aus Gefängnissen der dritten Welt 10 Gefangene frei, die sich innerhalb von 30 Stunden auf einer Insel nahe PapuaNeuGuinea gegenseitig umbringen sollen. Der letzte Überlebende erhält seine Freiheit und einen Haufen Geld. Gesendet wird das Ganze im Internet und jeder der sich das anschauen will muss sich via Kreditkarte einloggen und beschert dem bösewichtartigen TV Produzenten ein Heidengeld. Und der freut sich dann.

Die Story präsentiert sich zunächst etwas simpel und genau nach simplen Gedresche stand mir der Sinn als ich ihn auswählte. Letztenendes muss man aber sagen, dass der Film nicht ganz so simpel ist wie er scheint: Es gibt doch noch eine tiefergehende Geschichte dahinter und die ist auch ganz interessant. Nicht gerade weltbewegend und es wird auch nichts wirklich vertieft und es sei auch nur so viel verraten, dass es doch noch einen Guten in der Geschichte gibt, der aber nichts desto trotz gut hinlagt, wenn's mal brenzlig wird. Die schauspielerische Leistung ist dabei alles in allem nicht besonders erwähnenswert, viele der Verbrecher auf der Insel werden auch von Wrestlern gespielt ... aber man kann sich nicht wirklich über Unglaubwürdigkeit beschweren, immerhin ist/sind die ganze Handlung, sowie die Geschehnisse nicht gerade realitätsnah ; )

Permanent gibt es ansehnliche Action die das Ab 18 Logo auch meistens gut ausnutzt. SPOILER Es endet natürlich klischeehaft auch damit, dass der Gute gewinnt, das große Trara darum, dass es so ist fehlt aber. SPOILER ENDE

Recht viel mehr kann man nicht sagen.

Fazit: Kurzweiliger Actionfilm, der sich zu Recht so nennen darf. Leider sind's zu viele kleine Ecken an denen man noch hätte schleifen müssen um den Film wirklich richtig gut zu machen, so bleibt er schlicht unterhaltsam.

7.5 von 10.0 Punkten

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fabes

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Lieber zu Battle Royal greifen!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

TheJoker

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Ein typischer "Hirn raus - Action rein"-Film.

Für einen Netten Bierabend ganz geeignet...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Blade_Runner

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Eines muss man Wrestling-Guru Vince McMahon lassen. Er ist verdammt hartnäckig und lässt sich nicht so leicht entmutigen, selbst wenn seine bisweilen kühnen Geschäftsideen als finanzielles Desaster enden. Obwohl die Versuche seine prominenten Wrestler (The Rock, John Cena, Kane) als neue Action- bzw. Horrorstars in den Kinos zu etablieren nun schon reihenweise gescheitert sind, gibt der erfolgreiche Geschäftsmann nicht klein bei und erlebte mit „The Condemned“ prompt die nächste Bruchlandung an den Kinokassen. Ganz ehrlich, im Kino hat dieser Streifen auch nie etwas zu suchen gehabt.
Regisseur Scott Wiper, der vor einigen Jahren mit „A Better Way to Die“ unter Genrefans als vielversprechender Filmemacher auf sich aufmerksam machte, dann aber über Jahre hinweg in der Versenkung verschwand, feiert nach langer Abstinenz nun sein Comeback mit einer banalisierten Version von „Battle Royale“.

Ein windiger TV-Produzent karrt hierfür aus den schmierigsten Gefängnissen aller Herren Länder 10 der unsympathischsten Todeskandidaten auf eine abgelegene Pazifikinsel, die an allen Ecken und Enden mit Kameras bestückt wird. Ihre Aufgabe ist denkbar simpel: Töte die anderen Neun innerhalb von 30 Stunden. Wer als Letzter noch steht, dem winkt die Freiheit und ein fürstliches Sümmchen als Aufwandsentschädigung. In Erwartung des großen Reibachs wird das illegale Spektakel derweil als kostenpflichtiger Livestream ins Internet übertragen. Es dauert gar nicht lange, bis der Counter zu explodieren droht.

Obwohl „The Condemned“ inklusive des furchtbar schlechten Drehbuchs und unzähliger Klischees erfreulicherweise eigentlich alle Ingredenzien eines reißerisches B-Movies mitbringt, will keine richtige Stimmung aufkommen. Das liegt zum einen daran, dass die Macher es sich in den Kopf gesetzt haben ihren Kokolores mit einem Hauch Anspruch zu lackieren, der für den hartgesottenen Zuschauer schließlich darin gipfelt einige ziemlich peinliche Dialoge zum Thema Gesellschafts- / Medienkritik ertragen zu müssen, und zum anderen daran, dass die Prämisse leider weitestgehend verschenkt wird. Wer darauf hofft, dass sich hier 90 Minuten lang in einer Tour Muskelprotze die Kanne blank hauen, mit groben Kalibern den Urwald roden und vor haushohen Explosionen in Zeitlupe gemütlich hinter die nächste Palme stiefeln, wird ziemlich enttäuscht sein.

Dabei hat Scott Wiper die Angelegenheit weitestgehend in Griff und weist sich durchaus als fähiger Regisseur aus, der weiß, worauf es letztlich ankommt. Mal sind seine Bilder dreckig und grobkörnig, dann wieder auf Hochglanz poliert, die Insel könnte mit ihrem traumhaften Strand und dem undurchdringlichen Dschungel als Kulisse für die perverse Reality-Show auch kaum besser gewählt sein, nur an der Action hapert es irgendwie qualitativ als auch quantitiv.
Denn anstatt den Hünen möglichst viel Spielraum zu gewähren, wenn sie sich kurz und klein schlagen, werden solche Konfrontationen meist nur kurz in leider ziemlich unübersichtlichen Schnittfolgen abgehandelt. Viel mehr Spaß scheint Wiper an Vergewaltigungen, Gewalt an Frauen, Qual und Foltereinlagen zu haben. Diesen Szenen widmet er leider viel mehr Aufmerksamkeit als dem Film gut tut. Ich persönlich brauche so etwas in auf Unterhaltung getrimmten Filmen nicht, es ließ sich hier aber kaum vermeiden, weil Vinnie Jones („Gone in Sixty Seconds“, „X-Men: The Last Stand“) als britischer Psychopath mit Inselkoller mal wieder kurz vor dem Überkochen steht und seiner sadistischen Ader freien Lauf lassen muss, bevor er vollends austickt.
Sicherlich gibt es zwischendurch auch „normale“ Action, aber weder ist sie in der ersten Hälfte besonders häufig, noch ist sie besonders gut inszeniert. Erst zum Ende hin, wenn Sympathieträger Steve Austin aktiver ins Geschehen eingreift, werden die Kämpfe besser und dauern auch länger. Sein Fight mit Koloss Nathan Jones („Revenge of the Warrior“, „Fearless“) hält übrigens nicht, was man sich als Zuschauer von so einem Zusammentreffen eigentlich verspricht.

Dabei kann Austin einem angesichts der ungenutzten Möglichkeiten wirklich Leid tun, weil er so ziemlich alle Attribute für einen altmodischen Action-Recken mitbringt und bereits früh in einer saucoolen Szene vorgestellt wird, insgesamt aber mehr zu tun haben könnte. Mit ein paar Onelinern, seinem stoischen Blick und einer beängstigenden Ruhe stapft er über die Insel, ohne den nächstbesten Mitspieler gleich zu massakrieren. Wer ihm nicht aus dem Weg geht, erhält allerdings prompt die tödliche Quittung. Natürlich wurde er zu Unrecht verurteilt, von einigen Schreibtischtätern im Stich gelassen und vergessen und hat zu Hause Frau & Kind, die auf ihn warten. Gerade bei seiner Figur stapeln sich die Klischees bis in die Palmenspitzen, ich mag sowas aber. In einer ultrakitschigen Sequenz ruft er später von der Insel aus bei seiner Familien an, die ihn schon für Tod hält und weist sie an seine finanziellen Rücklagen abzuheben. Auch wenn schauspielerisch nicht viel rüberkommt, wäre der Mann als besonnener Action-Star prädestiniert.

Immerhin sein R-Rating trägt der Film zurecht, weil die blutigen Actionsequenzen hübsch kompromisslos gefilmt worden sind, das Blut ordentlich suppt und sich wie erwähnt bisweilen unangenehm sadistische Tendenzen entwickeln, die nicht jedem Zuschauer schmecken werden.
Viel zu lang ist der Film mit 105 Minuten netto dann trotzdem, weil man diesen Stoff auch locker in anderthalb Stunden erzählen könnte, wenn man auf die enervierende Einleitung von fast 30 Minuten verzichten würde. Ein paar coole Tracks wie „Black Betty“, „Smack my Bitch up“ oder Nickelbacks „Savin' Me“ sorgen immer wieder für musikalische Unterstützung, reißen aber auch keine Szenen an sich.

Hat man die zu lange Einleitung aber überstanden, kann man sich immerhin an hübsch klischeereichen Figuren (ein deutschsprechender Nazi gehört auch zu den Auserwählten), schwarzem Humor und regelmäßiger, wenn auch nicht übermäßig gut inszenierter Action erfreuen, während die lächerlichen Stippvisiten ins Kommando-Lager beziehungsweise nach Amerika den Film ständig runterziehen, bis das Unterhaltungskonzept final komplett aus dem Ruder läuft und das große Chaos ausbricht.

Fazit:
B-Action-Fans werden auf ihre Kosten kommen, alle anderen wird das große Grausen packen. „The Condemned“ bringt inklusive der unabdingbaren Klischees eigentlich alle Fähigkeiten für einen unterhaltsamen, unfreiwillig komischen No-Brainer mit sich, verzettelt sich nur leider öfters. Es bleibt unverständlich, warum man aus der Prämisse keinen straighten Actionfilm von 90 Minuten ohne lange Einleitung und überflüssige Schauplätze gemacht hat. Dann hätte der Film sicherlich sein Publikum gefunden.
Ich finde „The Condemned“ letztlich trotz allem noch recht sympathisch, weine allerdings genauso der verpassten Möglichkeiten hinterher. Solch einen Nonsens bekommt man immerhin nicht alle Tage geboten.
Steve Austin empfiehlt sich im Gegensatz zu Kollege John Cena („The Marine“) für weitere Rollen dieser Art und erhält mit Vinnie Jones einen ebenbürtigen Gegenspieler, der ihm rücksichtslos an die Gurgel geht.
Obwohl Scott Wiper am schwachen, weil sich einfach nicht konsequent auf das Wesentliche konzentrierende Drehbuch mitgeschrieben hat, möchte man ihm nicht böse sein. Seine Inszenierung geht klar, er hätte allerdings gut daran getan sich einen erfahrenen Action- oder Fight-Choreograph an seine Seite zu holen. Audiovisuell liegt letztlich auch alles im grünen Bereich und wenn „The Condemned“ seine Finger von den frauenfeindlichen Elementen gelassen hätte, wäre ein bessere Bewertung durchaus verdient.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

SteveZissou

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

B-Movie "Spaß" für zwischendurch...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch