Die Träumer

The Dreamers (2003), GB/FR/IT/US
Laufzeit 117 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 22.01.2004

5.8 Kritiker
19 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
1192 Bewertungen
29 Kommentare
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von Bernardo Bertolucci, mit Anna Chancellor und Louis Garrel

Paris 1968: Zeit des Aufbruchs und der Utopie, der Hoffnung, die Welt verändern zu können. Aber auch Hochzeit der Cinéasten, die Abend für Abend wie süchtig in der Cinémathèque Francaise Filme aus dem alten Hollywood und der Nouvelle Vague verschlingen. Das wahre Leben findet auf der Leinwand statt! Als de Gaulles Kulturminister André Malraux den beliebten Leiter der Cinémathèque, Henri Langlois, entlässt, kommt es zu ersten Demonstrationen. Auch Theo (Louis Garrel), seine Zwillingsschwester Isabelle (Eva Green) und der junge, schüchterne Amerikaner Matthew (Michael Pitt) mischen sich unter die friedlich Protestierenden. Da die Eltern der Geschwister für ein paar Wochen ans Meer fahren, ziehen sich die Drei in die große Altbauwohnung im Quartier Latin zurück und beginnen ein harmloses Film-Ratequiz, das sich peu à peu in ein gefährliches Spiel um Lust und Begierde wandelt. Es gibt weder Tabus noch Pardon in dieser “Ménage à trois”, die Träumer überschreiten die Grenzen bürgerlicher Moral, stellen in ihrer hermetisch abgeschlossenen Welt eigene Regeln auf. Ohne sich darum zu kümmern, was draußen passiert, lieben und quälen sie sich, entdecken die Freiheit der Sexualität, entblößen nicht nur ihren Körper, sondern auch die Seele…

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Kritiken (2) — Film: Die Träumer

HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Nun ließen 35 Jahren Abstand einen abgeklärten Blick zurück erwarten, doch bleiben "Die Träumer" tödlich unentschlossen. [...] Am Ende schmettert die Piaf "Non, je ne regrette rien" - ohne dass in 130 Minuten klar geworden wäre, was Bertolucci eigentlich nicht bereut. Trotz alledem erstrahlen "Die Träumer" für Cinéasten eine Weile in unwiderstehlichem Glanz, und den verdanken sie Bertoluccis Passion fürs cineastische Zitieren. Aber wie man es dreht und wendet: "Die Träumer" bezeugen nur, dass sich Bertolucci an seinen eigenen Traum nicht mehr erinnert.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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7.0Sehenswert

Ein erotisches huis clos hat Bertolucci aus der Vorlage destilliert, in dem Labyrinth eines Pariser Intellektuellenapartments weiß er zahlreiche ihm teure Motive aufgehoben: den Drang seiner Charaktere, sich selbst in Szene zu setzen, die Verstrickung in Inzest und in Dreiecksgeschichten. Die Revolte bleibt dabei ein von den Figuren ignorierter atmosphärischer Hintergrund, den die Tonspur gleichwohl achtsam regelmäßig intervenieren lässt.

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Kommentare (27) — Film: Die Träumer

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Le Samourai

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bertolucci in seinem Element. Eine wirklich großartige Liebeserklärung an das Kino, an die 68er-Generation von Paris und an die Liebe überhaupt, fantastisch verkörpert von Michael Pitt, Eva Green (!!!) und Louis Garrel. Tolle Filmreminiszenzen an Godard, Truffaut, Chaplin, Astaire und viele andere lassen das Cineastenherz höher schlagen (Höhepunkt: Die drei Protagonisten brechen den berühmten Louvre-Rekord aus Godards BANDE A PART, toll mit dem Original gegengeschnitten).
Bertolucci fängt mit seiner freizügigen, lebensfrohen Inszenierung das Revoluzzer-Lebensgefühl der 68er perfekt ein und nicht selten ertappt man sich bei dem Wunsch, gerne selbst zu der Zeit gelebt zu haben.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Le Samourai

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Tu es, Oceanic!
Müde, cineast? Dann ab ins Bettchen! :)


Filmsuechtiger

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Wer Die Träumer mag, wird Die schrecklichen Kinder lieben - da bediente sich Bertolucci reichlich.


Liisaaa

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Bewertung6.5Ganz gut

Im Film wird soviel geträumt das der ganze Film ein einziger Traum ist. Alles ist ein wenig surreal dargestellt. Die Erotik rettet den Film aber die Darsteller schleichen sich eher durch diese Minuten des Spielens. Persönlich habe ich den Film einmal gesehen und das bleibt auch so, weil er sonst zu langatmig wäre.

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BigDi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das Leben als Kunstform.

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Wurfmaul

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Bewertung9.0Herausragend

Eine Hommage an das Kino und die 69er Bewegung. Tragisch, schön ebenso wie Eva Green und ein Muss für Bertoluccifans.

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Benni-THE-KING

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Bewertung7.5Sehenswert

Viele schöne Szenen und Anspielungen und Musik.

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momopipi

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Bewertung6.5Ganz gut

Bei diesem Film habe ich nicht wirklich gewusst, wie ich die einzelnen Aspekte des Films bewerten soll. Die Thematik scheint akzeptabel, die Umsetzung ist in filmtechnischer Hinsicht eigentlich positiv, aber der Film hat letztendlich kaum Ausdruck. Also schleicht sich der Film auf diesem träumerischen und schon fast surrealen Pfad entlang und versucht halt aus dieser bestimmten Atmosphäre heraus sein Kapital zu schlagen. Dies gelingt tatsächlich irgendwie. Tabulos, mit erotischen Akzenten verziert und einer letztendlich zum Nachdenken anregende Story verdient sich der Film 6,5p bei mir.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Erotisches, stimmungsvolles Drama mit tollen Darstellern, das gut inszeniert wurde.

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Sanylein

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Bewertung5.0Geht so

Für meinen Geschmack viel zu uninteressant gemacht. Mir ist auch nicht wirklich klar geworden was der Film einen vermitteln wollte.

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Shorty06

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Träumer von Bernardo Bertolucci. Der Film handelt vom erwachsenwerden, bzw. Kind bleiben dreier Studenten im Frankreich des Jahres 1968. Es geht um zwischenmenschliche Beziehung im sexuellen und im kulturellen Bereich. Der Film lässt sich fast als Erotik-Drama bezeichnen, denn es wird wirklich viel gezeigt. Doch eine Sache hat mich in diesem Film sehr beeindruckt: Das zitieren zahlreicher alter Filme hatte eine tolle Wirkung.

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Acry

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Bewertung5.0Geht so

Man merkt, dass der Film vielen Themen gerecht werden will: Kultur bzw. Kino, verschiedenen Arten von Liebe, Protest, Revolution...
Leider gelingt es Bertolucci jedoch nicht, die ganzen Aspekte wirklich logisch zu vereinen, geschweige denn interessant oder spannend darzustellen.
So ist der Film leider nur ansatzweise brauchbar. Die eigentliche Aussage verliert sich irgendwo in den Längen der Story und am Ende sitzt man ziemlich unzufrieden vor dem Fernseher und fragt sich, was man soeben gesehen hat und was der Film einem sagen will.
Und nein, ich lasse mich von keiner Eva Green und keinen zwei nicht ganz schlecht aussehenden nacken Männern zu einer höheren Bewertung verleiten ;)

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Goggi

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jetzt sei doch ned so... ;-)


Acry

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Jaja, dass du als Eva Green Fan 9 Punkte raushaust, war ja klar ;P


delaVega

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich brat mir erstma n Spiegelei.

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ellen_ripley

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Bewertung9.0Herausragend

Das ist ein wirklich liebevoll gemachter Film, bei nichts dem Zufall überlassen wurde. Da ist es richtig traurig, dass der Schluss so stümperhaft rüberkommt. Plötzlich versagen Szenenbild und Kamera und Schnitt dramatisch. Die gezeigte demonstrierende Menschenmenge, erscheint als genau das was sie ist: ein Haufen von etwa 40 Komparsen, die keine Lust mehr auf den Drehtag hatten. Ich hätte mehr Aktion erwartet, aber so wirkt die Situation weder spannend, noch bedrohlich, sondern wie schlechtes Kino. Schade, dass Bertolucci nicht konsequent geblieben ist. Bemerkung: Wenn das ein Soft-Porno ist, sollte ich mehr davon gucken!

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Fulsome.

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bitte lasst das Träumen nicht.

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Pardus

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Bewertung7.5Sehenswert

ähmmm...interessant

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Isabelle (Eva Green) und Theo (Louis Garrel) sind quasi siamesische Zwillinge, im Kopf zusammen gewachsen. Sie freunden sich mit dem biederen, etwas genanten Amerikaner Matthew (Michael Pitt) in Paris an. Es ist 1986, auf den Straßen finden Studentendemonstrationen statt. Die drei verbringen einige Tage miteinander; lesen, diskutieren, kiffen und baden gemeinsam. Was zunächst noch als ein sadistisches Spielchen durchgehen könnte, entwickelt sich zur sexuellen Befreiung durch einen Tabubruch: öffentlich gemachte Sexualität: onanieren und deflorieren.
Der Zeitgeist der 68er wird exakt wiedergeben durch s/w Originalaufnahmen von “Außer Atem“, Musik von Clapton und Hendrix, Diskussion über den Krieg in Vietnam oder Mao. So bleibt letztlich die damals oft gestellte Frage offen: Veränderung durch Liebe oder Gewalt...“
Ein echter Bertolucci eben, sehr freizügig, aber nicht pornographisch. Anschaulich überzeugende Hommage an das Kino. Zum Abspann singt die Piaf “ Non je ne regrette rien…“ Schmunzel, schmunzel…

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maslobojew

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Bewertung9.0Herausragend

Ein gelungener, vor allem sehr atmosphärischer Film. Das liegt natürlich an den gekonnt eingesetzten Bildern, die oft mehr erzählen, als man aus den Dialogen zwischen den Protagonisten herausfiltern kann. Aber man liest hier ja auch keinen Roman. Der Film glänzt auch durch eine große Offenheit gegenüber dem Zuschauer - er zeigt viel und wertet wenig.

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harperpitt

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Bewertung4.5Uninteressant

Wir interessant wäre der Film, wenn nicht Eva Green 80% der Zeit nackt herumspringen würde? Schöne Frau, aber die Bezeichnung "Altherrenphantasie" ist schon irgendwie zutreffend...

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alanger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

endlich mal eine dreiecksgeschichte auch aus frankreich!
bertuluccis gegenentwurf zu truffauts "jules & jim" und seinem eigenen "letzten tango" (ohne butter).
zugegeben: letzterer war keine dreiecksgeschichte, aber es ging auch darum in tollen großen gründerzeitwohnungen rumzuhängen und sich die zeit zu vertreiben.
und ganz viele wunderschöne filmreminiszenzen gibts auch noch. gelungen.

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annaberlin

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Bewertung6.5Ganz gut

Den Film verstehen kann man eigentlich nur mit dem Hintergrundwissen um den Mai 68. Was Bertolucci hier macht, ist zwei verschiedene Erzählebenen aufzutun, die rein gar nichts miteinander zu tun haben: die Dreiecks-Inzest-Beziehung (schnarch) UND den mai 68 (aha!). Erst durch das Verständnis beider Ebenen kommt man zur Botschaft des Films: der entpolitisierten Jugend. Aber das ist auch nichts Neues...

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Tobias

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Bewertung6.0Ganz gut

arthousige verarbeitung einer sehr verklärten und fast schon putzigen alt herren phantasie.

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