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Die Unbestechlichen - Kritik
US 1976 Laufzeit 138 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 30.09.1976
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Kritiken (3) — Film: Die Unbestechlichen
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenKeine zwei Jahre nach dem Rücktritt von Nixon kam das Meisterwerk von Regisseur Alan J. Pakula und Drehbuchautor William Goldman in die Kinos. Sie verzichteten weitgehend auf Spektaktel und setzten stattdessen ganz auf eine realistische Nacherzählung der Recherchen von Woodward und Bernstein.
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Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenDer Film war international sehr erfolgreich und wurde mit Preisen überhäuft, u.a. mit einem Oscar für das beste Drehbuch. Natürlich trugen auch Robert Redford und Dustin Hoffman als Hauptdarsteller wesentlich zu der weltweiten Beachtung bei, aber der besondere Reiz liegt in einer sehr raffinierten, feinen filmischen Spannung und der Tatsache, daß dieser Polit-Thriller genauso geradeheraus und echt ist wie unterhaltsam und einnehmend. Er verfügt über keine Geheimbotschaften, keine verborgene Moral, er hat keine Action- oder Sex-Szenen, er ist nur eine wahre politische Geschichte, zum Leben erweckt durch ein hervorragendes Drehbuch und einen sehr guten Regisseur. (Martina für SchönerDenken)
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenEIn Loblied auf heute leider längst vergessene journalistische Tugenden und vor allem auf den Mut von Verlegern und Blattmachern. So gut und hartnäckig Berstein und Woodward auch waren, ohne den Rückhalt ihrer Chefs hätten sie den Watergate-Skandal nie ausgehoben. Auch das zeigt dieser Film und ist damit heute fast wichtiger als zur Zeit seiner Entstehung.
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Kommentare (44) — Film: Die Unbestechlichen
pixie123 Mon, 29 Apr 2013 20:30:30 -0000
Kommentar löschenDie Waffen in diesem Ausnahme-Thriller sind Worte. Mal ganz abgesehen davon, dass wir es hier mit einem der größten Politik-Skandale der US-Amerikanischen Geschichte zu tun haben, ist „Die Unbestechlichen“ wahrscheinlich auch der beste Journalismus-Thriller aller Zeiten. (Belehrt mich eines Besseren!) Redford und Hoffman lassen keine Wünsche offen, und die Geschehnisse werden so rasant erzählt, dass keine Zeit zum Luftholen bleibt.
P.S.: Die „Olympia“-Schreibmaschinen in der Redaktion haben Nostalgiewert! :-)
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maukomat Fri, 19 Apr 2013 17:53:01 -0000
Kommentar löschenKann mich der Meinung der meisten hier nur anschließen: interessant, spannend, recht "trocken" und alles in allem echt sehenswert. Teilweise werden einem die Namen nur so um die Ohren gepfeffert, was ich eigentlich nicht so mag. Leider bricht der Film gefühlt mittendrin ab - ein gutes Ende gehört für mich aber zu einem "hervorragenden" Film.
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A-Wax Sun, 10 Feb 2013 15:14:14 -0000
Kommentar löschenAnspruchsvoller Polit-Thriller mit einem grandiosen Cast.
Die Watergate-Affäre sollte den etwas Älteren unter uns zumindest noch etwas sagen und genau dieses Wissen ist bei diesem Film auch von ganz großem Vorteil. Die Story beruht auf wahren Ereignissen und die beiden Figuren waren tatsächlich Journalisten die einen der größten Politik-Skandale in der jüngeren amerikanischen Geschichte aufgedeckt haben.
Die Inszenierung ist einfach nur spitze. Wo heute bei Thrillern oft die Action und Explosionen regieren, wird hier recheriert, interviewt und diskutiert. Geradezu perfekt passen die beiden Hauptdarsteller Robert Redford und Dustin Hoffmann in ihre Rollen.
"Die Unbestechlichen stellen aber auch eine große Herausforderung für den Zuschauer dar, denn der Geschichte mit all ihren Namen und Personen in Gänze zu folgen erfordert gute zwei Stunden absolute Aufmerksamkeit. Dafür wird man mit einem der besten Polit-Thriller überhaupt belohnt. Gutes Investment also!
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pischti Sun, 10 Feb 2013 22:30:47 -0000
Antwort löschenDer steht auch noch auf meiner "Must See" - Liste. Habe vor kurzem zunächst einmal den anderen "Die Unbestechlichen", nämlich den mit Costner, Connery und de Niro angesehen. ^^ Dieser hier wird folgen!
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A-Wax Sun, 10 Feb 2013 22:43:57 -0000
Antwort löschenSind beides grandiose Filme, allerdings natürlich total unterschiedlich. Diesen Film zeichnet seine subtile Brillianz aus, die problemlos Spannung erzeugen kann, obwohl man natürlich den Ausgang aufgrund der geschichtlichen Hintergründe kennt.
Kannst dich auf jeden Fall auf einen tollen Film freuen, aber pass wirklich auf, denn der Story komplett zu folgen, ist nicht ganz einfach.
pischti Sun, 10 Feb 2013 23:10:19 -0000
Antwort löschenGut zu wissen :)
Sigrun Wed, 09 Jan 2013 20:20:09 -0000
Kommentar löschenHab die ungeschnittene Fassung auf Entertain gesehen: ALL PRESIDENT'S MEN ist sehr gut getimt - manchen mag das langwierig vorkommen, aber ich mags. Die Proportionen sitzen (Bildkomposition, Montage, Inszenierung), kurz: der Film hat einfach Stil.
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blablabla2011 Thu, 22 Nov 2012 18:36:22 -0000
Kommentar löschenschnarch
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JimiHendrix Sat, 17 Nov 2012 20:00:38 -0000
Kommentar löschenAlan J. Pakula regissiert die filmische Aufarbeitung der Watergate-Affäre äußerst präzise und sachlich.
Auch diese Filmvormerkung musste ordentlich Staub ansetzen, bis der französisch-deutsche Partnersender den Staubwedel mimte und mich endlich in den Genuss dieses besseren Geschichtslehrfilms kommen ließ.
Ich muss sagen, wirklich interessiert war ich an der Thematik nie. Klar bekommt man bei dem Film die üblichen schon erwähnten Schlüsselworte in den Geist gerufen, aber das war es dann auch schon bei mir - Wissenslücke.
Nun machte ich mich an die Füllung der selbigen und war sofort gefesselt durch den Charme der 1970 Jahre, die engagierte Darstellung von Redfort und Hoffman leisteten ihr Übriges.
Im Fortschreiten der Laufzeit schlich sich aber eine gewisse Länge ein, die sich sogleich daran machte, den Knoten der Fesseln lösen zu wollen. Ein entscheidender Punkt, mit dem sich viele dieser historisch gebundenen Verfilmungen konfrontiert sehen, ist die Tatsache. dass man das Ende kennt. Glücklicherweise schaffte es Pakula zum Großteil durch sein inszenatorisches Können, dem Film ein straffes Handlungsgefühl zu verleihen.
Für mich ist "Die Unbestechlichen" kein Film für die Zweitsichtung, sondern war eine sehr unterhaltsame und gelungen Momentunterhaltung.
Interessierte dieser Thematik kommen aber um diesen vielfach oscarprämierten Klassiker nicht herum.
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Reload Thu, 01 Nov 2012 12:18:48 -0000
Kommentar löschenWas fällt dir als erstes ein, wenn du den Begriff Watergate hörst? Bei mir ist es abhören, Spionage. Wahrscheinlich denkt die Mehrheit ebenfalls an diese oder ähnliche Begriffe. Warum das so ist? Das haben wir den "Unbestechlichen" zu verdanken, namentlich Bob Woodward und Carl Bernstein von der Washington Post, die in den 70er Jahren durch ihre Recherchen und durch ihre Hartnäckigkeit verschiedene Delikte und Amtsmissbräuche der Republikaner aufdeckten und so Präsident Nixon zum Rücktritt zwangen. Durch einen verpatzten Einbruch in das Hauptquartier der Demokratischen Partei, dass sich im Watergate-Gebäude in Washington befindet, geraten die beiden Reporter in einen politischen Skandal, der erst gar nicht zu existieren scheint, sich aber nach und nach aufdeckt.
Alan J. Pakulas Film zeigt nicht die kompletten Auswirkungen der Watergate-Affäre. Nachdem der Washington Post nach Monaten endlich Glauben geschenkt wurde, werden die restlichen Ereignisse der späteren Jahre bis hin zu Nixons Rücktritt nur noch schnell zur Information in Schriftform eingeblendet. Schlimm ist das aber nicht. Denn in "Die Unbestechlichen" geht es nur um die Sicht der Medien, wie Woodward und Bernstein trotz aller Widerstände weiterschnüffeln, recherchieren, telefonieren, von Haus zu Haus ziehen, um Leute zu befragen. Hört sich nicht spannend an, ist aber verdammt dicht inszeniert. Trotzdem ist das Ganze natürlich ein Ticken interessanter, weil man halt das Ausmaß der Geschichte kennt. Aus heutigen Gesichtspunkten ist natürlich auch die Recherche ohne Internet bewundernswert. Das dabei die beiden Reporter stark glorifiziert werden, bleibt nicht aus. Kritiker warfen damals den Medien Sensationslust vor, Artikel würden ohne stichhaltige Beweise veröffentlicht werden. Aber man muss den Mut und die Ausdauer der beiden Reporter einfach würdigen, Glorifizierung hin oder her.
Wie schon kurz beschrieben, ist die Inszenierung sehr dicht und spannend konstruiert. Teilweise fühlt es sich an, als würde man Woodward und Bernstein direkt über die Schulter sehen und miträtseln. Rätseln ist ein gutes Stichwort, denn bei den ganzen Namen, die einem um die Ohren fliegen, kann man schon mal den Überblick verlieren. Trotzdem sehr gut eingefangen. Zu erwähnen gilt es natürlich auch "Deep Throat", den geheimnisvollen Informanten Woodwards, dessen Identität ja erst vor ein paar Jahren gelüftet wurde.
Das "Die Unbestechlichen" trotz einiger trockener Stellen sehenswert bleibt, ist auch dem ausgezeichneten Cast zu verdanken. Robert Redford und Dustin Hoffman legen glanzvolle Leistungen ab, die Nebendarsteller stehen ihnen in nichts nach. Der Cast hält den Film also auf einer hohen Ebene.
Fazit: Zeitlos. Heute vielleicht mehr Dokumentation anstatt Polit-Thriller. Das starke Niveau wurde aber beibehalten. So oder so.
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heikschn Tue, 30 Oct 2012 19:14:09 -0000
Kommentar löschenEin wichtiges Stück Zeitgeschichte, dieses Mal aus Sicht der aufdeckenden Journalisten erzählt. Ist eher anstrengend anzuschauen, da einiges an Wissen vorausgesetzt wird. So wird geradezu mit Namen um sich geworfen, dass man selbst mit (begrenztem) Vorwissen, teil nur schwer folgen kann. Zudem geht der lobenswerte Versuch sich nur an Fakten und tatsächliche Ereignisse zu halten, etwas auf Kosten der Spannung. Hat insgesamt vielleicht eine bessere Bewertung verdient, ist leider aber nicht ganz mein Fall.
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Scipio Mon, 22 Oct 2012 14:33:56 -0000
Kommentar löschenGanz großes Kino.
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Ener Tue, 16 Oct 2012 12:30:50 -0000
Kommentar löschenDas Thema ist großartig und (vermutlich) authentisch umgesetzt. Allerdings gibt es für einen Spielfilm nicht wirklich viel her, gerade wenn man über die reelle Begebenheit schon vorher "genug" weiß. Allemal besser, als wilde, frei erfundene Auto-Verfolgungsjagden, Schusswechsel und anderen Blödsinn hineinzudichten und einen 3D Button dranzuklatschen. Unterm Strich gelungener Unterricht in jüngerer Geschichte.
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Iamthesword Mon, 24 Sep 2012 22:08:16 -0000
Kommentar löschenIch habe meinen ersten Kommentar als moviepilot über diesen Film verfasst: jetzt, 146 Kommentare später, ist es für mich an der Zeit, diesen Kommentar zu erneuern:
Warum sollte man diesen Film anschauen? Einen Film in dem zwei Journalisten von Tür zu Tür gehen und Fragen stellen? Einen Film, in dem es um Politik geht und das Weiße Haus am Ende trotzdem nicht in Trümmern liegt....Ja, warum eigentlich?
Als ich den Film das erste Mal geschaut habe, habe ich das eigentlich nur wegen Dustin Hoffmann getan - zumindest die ersten 5 Minuten lang. Danach hatte mich der Film gepackt. Der Einbruch in die Büros der demokratischen Partei und zwei junge Reporter, die eine eigentlich sehr naheliegende Frage stellen: "Who profits?" Eine Frage, die höhere Wellen schlägt, als sie vermuten können. Eine Frage, die offenbar nicht jedem gefällt. Dennoch recherchieren sie. Wälzen Archive (und zwar ohne Onlinesuche!!) und klingeln an Türen. Und offenbar an den richtigen. So setzen sie ein Teil nach dem anderen in ein großes Puzzle ein. Stück für Stück bildet sich so ein Gesamtbild heraus, dass am Ende aus Korruption und massivem Wahlbetrug besteht - getrieben von dem Willen eines Präsidenten, der um jeden Preis an der Macht bleiben will. Ein Fest für Verschwörungstheoretiker, aber leider, leider Realität.
Ensemble und Inszenierung tut alles Übrige, um diesen Film unvergesslich zu machen: zwei hervorragend agierende Hauptdarsteller (Redford und Hoffmann in Paraderollen) und tollen Nebendarstellern (verdienter Oscar für Jason Robards, ansonsten Hal Halbrock, Jack Warden), der Wechsel zwischen ruhigen (Telefonieren) und aufregenden Szenen (der Schreibmaschinendialog!) und der grummelnde Soundtrack lassen einen von der ersten bis zur letzten Szene mitfiebern. So ging es mir beim ersten Mal und noch immer sitze ich jedes Mal gebannt vor dem Fernseher, wenn Bob Woodward mit Deep Thraot spricht. Dabei habe ich kaum einen Film öfter gesehen...
Schlussendlich ist der Film sicher nur ein ganz kleines bisschen Thriller, aber auf jeden Fall ein ungeschönter Blick auf das Ende der Ära Nixon und ein großes Plädoyer für journalistische Integrität und die Kontrollfähigkeit der Presse als 4. Gewalt. Am besten in Kombination mit "Frost/Nixon" genießen.
Bob Woodward: "Mr. Markham, are you here in connection with the Watergate burglary?"
Markham: "I'm not here."
In diesem Sinne: bis in 146 Kommentaren...
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Scipio Mon, 29 Oct 2012 16:01:01 -0000
Antwort löschenToller Kommentar!
Iamthesword Mon, 29 Oct 2012 22:56:29 -0000
Antwort löschenVielen Dank.
knusperzwieback Mon, 03 Sep 2012 19:28:33 -0000
Kommentar löschenInteressanter Politthriller nach einer wahren Begebenheit.
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Daymare Mon, 06 Aug 2012 23:03:46 -0000
Kommentar löschenIch bin kein großer Fan von politischen Thrillern und daran hat auch "Die Unbestechlichen" nichts geändert. Der Film ist aber nichtsdestotrotz gut!
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JackoXL Mon, 06 Aug 2012 22:59:02 -0000
Kommentar löschenFilmunabhängiges Vorwort: Mir war es schon immer ein Rätsel, wie Richard Nixon jemals der "wichtigste" Mann der Welt werden konnte. Da bin ich sicherlich auch etwas voreingenommen, schließlich bin ich Jahrgang 81 und kenne ihn nur als den zwielichtigen Schmierlappen. Aber mal ehrlich: Wenn ich Bilder aus der damaligen Zeit sehe, es ist mir schlicht unbegreiflich, was für eine Art Charisma dieser Kerl versprüht haben soll. Wirkt wie ein buckliger Heiratsschwindler, der für ein Wurstbrot seine Mutter verschachern würde.
Zum Film: Alan J. Pakula wählt eine extrem nüchterne Inszenierung, was dem Film sehr gut tut. Das gibt seinem Werk einen noch authentischeren Anstrich, als er durch seinen Entstehungszeitraum ohnehin schon hat. Der Film kam ja wirklich erst zwei Jahre nach dem realen Vorfall in die Kinos, und das merkt man. Es wirkt nie gekünzelt oder nachgestellt, selbst nach über 35 Jahren ist man sofort mittendrin. Dadurch bezieht "Die Unbestechlichen" eine sehr glaubhafte, soghafte Spannung. Der Film hangelt sich eindeutig an Fakten entlang, nüchtern, dabei aber nie zu trocken. Gerade dieser unspektakulären Erzählweise verdankt er seiner intensiven Atmosphäre. Funktioniert heutzutage sowohl als Politthriller wie als Zeitdokument, ohne das das Eine dem Anderen überwiegt. Das hat mich persönlich überrascht: Es wurden mir ja keine neuen Fakten geboten. Die gesamte Geschichte war mir durch Dokumentationen oder Halbwissen durch andere Filme (z.B. "Nixon" von Oliver Stone) schon bekannt. Trotzdem war es verdammmt spannend und hat mich richtig mitgenommen. Daran erkennt man wohl die Klasse der gesamten Inszenierung. Die akribische Arbeit der Journalisten wird faszinierend dargestellt und lädt zum mitfiebern ein. Obwohl der Ausgang der Geschichte bekannt ist, tut dies der Wirkung des Films keinen Abbruch.
Das Hauptdarstellerduo Redford/Hoffman harmoniert prima und hilft mir persönlich beim Abbau meiner natürlichen Abneigung gegen Robert Redford. Das war echt ein guter Darsteller. Der ist bei mir noch immer als böse vorgemerkt, da er ja von Paramount mal als Besetzung von Michael Corleone in "Der Pate" vorgesehen war (nicht auszudenken!). Gut für beide Seiten, dass das nie verwirklicht wurde.
Soviel dazu. "Die Unbestechlichen" ist trotz, oder gerade wegen, seines Zeitbezugs ein zeitlos-spannender Thriller. Für den Geschichtsunterricht sowie als ansprechender Unterhaltungsfilm gleichermaßen geeignet.
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JackoXL Mon, 06 Aug 2012 23:19:16 -0000
Antwort löschenFeiner Kerl, keine Frage. Sympathischer als die meisten Hollywoodsternchen. Als Darsteller nie mein Fall, hier war er super. Wie gesagt, als Michael Corleone (war ja auch Ryan O'Neal im Gespräch, noch schlimmer) aus jetziger Sicht eine Katastrophe. "Der Pate" (Teil 1 & 2) ist mein absoluter Lieblingsfilm, jeder andere als Al Pacino wäre inakzeptabel. ("Es bricht mir das Herz" geht nur von Pacino!).
lieber_tee Mon, 06 Aug 2012 23:26:44 -0000
Antwort löschenPrima Text zu einen prima Film. Gefällt mir.
JackoXL Mon, 06 Aug 2012 23:29:05 -0000
Antwort löschenMir auch. :)
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deevaudee Tue, 07 Aug 2012 07:59:54 -0000
Antwort löschenJacko, deine Kommentare haben immer was feines. Weiss auch nicht. Lese ich immer wieder gerne. =)
JackoXL Tue, 07 Aug 2012 09:51:36 -0000
Antwort löschen@deevaudee: Danke schön. :)
jacker Wed, 09 May 2012 14:20:57 -0000
Kommentar löschenMir gefallen solche Polit-Thriller, die die Sicht wirklich komplett auf die Journalisten richten sehr gut!
In anderen Thrillern dieser Art wechseln sich die Szenen in der Regel mit Geschehnissen auf der Gegenseite ab, so dass man Einblick auf beide Seiten bekommt.
Hier erlebt man das Ganze quasi direkt aus der Perspektive der Reporter!
Auch wenn die Geschichte und somit auch der weitere Verlauf der Dinge bekannt ist schlüpft man doch sehr authentisch in die Rolle der Beiden und hat das Gefühl in den Abläufen und dem schrittweisen Aufdecken der Vertuschungen direkt drin zu sein!
Diese Art der Erzählung schafft ein gutes Gefühl für die Situation und intensiviert nochmal das Gefühl sich mit einer unsichtbaren Übermacht anzulegen!
Gegen Ende kommt auch noch eine gewisse Portion Spannung auf!
Außerdem war es interessant den Film aus heutiger Sicht zu sehen und mal wieder vor Augen geführt zu bekommen wie viel schwerer es doch früher war etwas über Menschen zu erfahren, alleine die Beschaffung eines Wohnortes konnte stundenlanges Wälzen von Büchern in einer Bücherei bedeuten!
Die komplette Recherche war so viel umständlicher und schwieriger, dafür gab es die Ergebnisse dann aber auch Schwarz auf Weiß.
Sind wir doch heute gläsern geworden...
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jacker Wed, 09 May 2012 14:27:26 -0000
Antwort löschenKleine Ergänzung: Ein Satz in meiner Beurteilung stimmt nicht ganz, es kommt nämlich nicht erst gegen Ende Spannung auf, vielmehr schafft der Film (trotz bekanntem Ausgang) die ganze Zeit ein gesundes Level an Spannung aufrecht zu erhalten! Nicht die Art von Spannung bis zum Zerreissen, eher ein gesundes Mitfiebern!
Ichundso Fri, 04 May 2012 06:27:26 -0000
Kommentar löschenÜberraschend steril inszeniertes Recherchekino, gut geschrieben und gespielt, aber etwas fantasielos umgesetzt und nichts, was man mit wenigen Vorkenntnissen sofort ganz versteht. Der Wert, der auf die Authentizität gelegt wurde, macht sich bei der Dramaturgie bemerkbar, denn die holpert und quietscht ziemlich und das abrupte Ende verleiht dem ganzen einen zweifelhaften Charakter: Und warum jetzt das alles?
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rranzen Mon, 26 Mar 2012 10:52:24 -0000
Kommentar löschenGanz großes Politkino, keine Frage! Das einzige, das mich ein wenig enttäuscht hat, war das Ende. Dieses war zwar nicht schlecht, jedoch hört der Film genau da auf wo es am spannendsten wird. Ich hätte mir gewünscht, dass man auch noch die endgültige Aufdeckung der ganzen Geschichte gezeigt hätte. Deshalb "nur" 8 Punkte, statt 8,5.
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neenchen Fri, 23 Dec 2011 09:35:26 -0000
Kommentar löschenEin informativer, etwas langatmiger Film über die Aufdeckung der Watergate-Affäre. Ich denke, dass der Film vor allem Aufklärungsarbeit im damaligen Amerika leisten sollte. In diesem Sinne wird minutiös jeder Schritt der zwei Reporter gezeigt, wie sie diesen historisch bedeutenden Skandal aufdecken. Er ist gut gespielt und gut gemacht, doch funktionierte bei mir der Spannungsaufbau nicht so richtig und konnte mich so auch nicht fesseln.
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Sepf Tue, 20 Dec 2011 14:01:36 -0000
Kommentar löschenGuter Film. Redford war früher soundso klasse, aber auch Dustin "Die Mähne" Hoffman ist sehenswert. Bin trotzdem ein bisschen enttäuscht. Vor allem vom Ende. Da wird langsam die Geschichte aufgebaut und auf einmal kommt da diese Schreibmaschinen-Einlage. Schwups. Vorbei. Von mir aus hätte der Film noch länger sein können, dann hätte man die restlichen Ereignisse auch noch reinbekommen. Die Idee ist ja nicht schlecht, da wirklich nicht alles interessant ist, aber das war mir zu abrupt.
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based_god Wed, 02 Nov 2011 15:31:19 -0000
Kommentar löschenGeschichtsstunde...
Relativ nüchtern und den Fakten nahe, wird in "Die Unbestechlichen" die Geschichte rund um die Watergate-Affäre aus der Sicht zweier Jounalisten erzählt. Der Film ist über weite Streken fesselnd, verliert aber einiges an Spannung, weil jeder das Ende bereits kenn. Des weiteren wird ein intressanter Einblick in den Journalismus vor MacBooks etc. geboten. Haupt- und Nebendarsteller spielen brillant und sorgen dafür, das diese Geschichtslektion nicht allzu trocken ausfällt.
Ein weiterer Klassiker ist nun abgehakt...
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