Die untreue Frau
La Femme Infidèle (1969), FR/IT Laufzeit 89 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 10.03.1972
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von Claude Chabrol, mit Stéphane Audran und Michel Bouquet
Der Anwalt Charles, dessen Ehefrau Hélène und ihr Sohn bewohnen eine gepflegte Villa in Versailles. Doch der Schein trügt: Hinter der schönen Fassade regieren Frust und Langeweile. Hélène sucht sich deshalb einen Liebhaber – den jungen Schriftsteller Victor. Charles wittert den Betrug und engagiert einen Privatdetektiv. Er kann seinen Zorn nicht zähmen und nimmt Rache.
Cast & Crew
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Claude Chabrol
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Stéphane Audran
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hélène Desvallées
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Michel Bouquet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Charles Desvallées
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Michel Duchaussoy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Police Officer Duval
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Maurice Ronet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Victor Pegala
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Louise Rioton
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Louise Chevalier
Regie
Schauspieler
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Henri Marteau
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Serge Bento
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Claude Chabrol
- Genre
- Ehedrama
- Ort
- Paris
- Handlung
- Affäre, Betrogener Ehemann, Bourgeoisie, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Untreue
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Drehbuch
Filmdetails Die untreue Frau
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Kritiken (1) — Film: Die untreue Frau
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenDer bösartige, vielleicht aber nicht jedem sofort offensichtliche Sarkasmus Chabrols wird in diesem Werk besonders deutlich und sorgt für eine außerordentlich amüsante Unterhaltung mit dem betrogenen Ehemann Charles und dem Geliebten seiner Frau, der von Charles gefragt wird, wie er denn „zufrieden sei“. Dass die Ehe des Anwalts vor der Affäre besser zu funktionieren schien als danach, ist bemerkenswert und so schuf der Regisseur mit „Die untreue Frau“ ein sehr interessantes Werk, das anfangs zwar ein wenig an Spannung vermissen lässt, sich aber als perfide ausgeklügeltes Psychodrama entpuppt, die armseligen Charaktere genauestens durchleuchtend.
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Kommentare (4) — Film: Die untreue Frau
Kommentar schreibenTrimalchio 2012/04/22 22:17:02
Kommentar löschenObwohl die Kritik am Bürgertum zwar etwas zu offensichtlich und plakativ in den Vordergrund gestellt, kann aufgrund der vielschichtigen Charaktere dennoch punkten, zeigt sich durch ihre Übertragbarkeit auf jeden Lebensbereich folglich als sehr interessant, wie immer bei Chabrol. Neben der Sozialkritik kann "La femme infidele" auch als Psychodrama auftrumpfen, die unterschiedlichen Akteure sind in ihrem Handeln überraschend klischeefrei und damit auch unberechenbar herausgearbeitet, gleichzeitig enthalten sie eine enorme Tiefe. Weniger hingegen funktioniert das Werk als einfacher Thriller, da sich Chabrol weniger auf den Fall selbst konzentriert, als auf das Verhalten seiner Schachfiguren. Daneben findet sich reichlich Sarkasmus, tolle, bedrohlich wirkende dissonante Klänge und eine bezaubernde Hélène Desvallées.
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willy50 2011/03/09 08:39:17
Kommentar löschenDer Meister zerlegt mal wieder wie ein Schlachter das Bürgertum. Grandios ! Und niemand kann so boshaft, süffisant die Lippen spitzen wie Bouquet.....
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Darbon 2011/03/22 01:35:11
Antwort löschenMeine Mama nennt Bouquet seit 1985 immer "das ist doch der Javert", genau dieser Lippen wegen. Der gegenläufige Zoom am Ende der "feme infidèle" bleibt filmhistorisch unerreicht. Danke für die längst fällige Erinnerung an diese Perle, Willy.
8martin 2010/07/27 11:28:06
Kommentar löschenEin Remake vergleicht man immer mit der Vorlage, auch wenn über dreißig Jahre dazwischen liegen. Lyne (Untreu) hält in weiten Bereichen den Vergleich mit Chabrol (Die untreue Frau) aus. Manche Szenen sind allerdings einfach exakt nachgedreht worden. Bei Lyne wurde die Handlung ins Amerika von heute verlegt, mit allem was dazu gehört. Und es wird in den Dialogen etwas mehr Wert auf das Innenleben der Akteure gelegt; bei Chabrol sind es stumme Blicke, die das widerspiegeln. Nur in einem Punkt ist die Neufassung unglaubwürdig: einen liebevollen, aufmerksamen, gut aussehenden Ehemann (Richard Gere!) betrügt man nicht! Zumal er keinen Grund dafür liefert. Anders bei Chabrol wo Michel Bouquet einen viel älteren, steifen, verknöcherten Alten gibt. Und dann das Ende: bei Lyne ist alles wieder F.F.E - auch wenn man mal kurz ein Martinshorn hört. Die Familie bleibt in Takt. Bei Chabrol sehen wir einen totalen, sich von den Personen distanzierenden Kameraschwenk, der die Kluft zwischen der untreuen Frau mit ihrem Sohn auf der einen und dem bösen Ehemann auf der anderen Seite verdeutlicht. Beide Gruppierungen verharren stumm und erlauben Zeit, einen weiterführenden Verlauf zu denken.
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annaberlin 2009/01/05 17:00:56
Kommentar löschenEin typischer Chabrol mit seiner Exfrau Stéphane Audran in der Hauptrolle. Für Fans des französischen Kinos ein Muss und zudem einer der besten Filme von Chabrol.
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