Die Verdammten

La Caduta degli dei (1969), IT/CH/DE/US
Laufzeit 154 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 27.01.1970

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- Kritiker
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von Luchino Visconti, mit Dirk Bogarde und Ingrid Thulin

Viscontis düsteres Sittengemälde von Verrat und Dekadenz in der Abenddämmerung der nationalsozialistischen Herrschaft.Vom Reichstagsbrand bis zur “Nacht der langen Messer”, in der Hitler seine Feinde in den eigenen Reihen liquidieren wollte, spannt sich das blutige Epos von Unmoral und Niedergang des Dritten Reiches in beklemmender Wirklichkeitsnähe.Dirk Bogarde ist ein moderner McBeth, der souverän und rücksichtslos die Herrschaft über das deutsche Stahl-Imperium gewinnt, während Hitlers Aufstieg an die Macht beginnt. Helmut Griem spielt einen SA-Führer, dessen dummes, machtergreiferisches Gehabe ein jähes Ende findet, als er in der “Nacht der langen Messer” von der SS hingeschlachet wird. Der Film wirft erbarmungslose Schlaglichter auf Psyche und Gemüt der Nationalsozialisten und einer Industriellen-Dynastie, die ihnen, freiwillig oder nicht, zum Wegbereiter wurde.

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Kommentare (5) — Film: Die Verdammten

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Markbln

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Allein wegen Helmut Berger als Marlene Dietrich schon sehenswert. Als dekadenter Industriellensohn Martin von Essenbeck (klar angelehnt an die Familie Krupp) gibt er hier alles, um die großbürgerliche Sippe zu schockieren. Visconti ist hier am allerschwülstigsten, geht bis zur inzestuösen Beziehung zwischen Sohn und Mutter, erzählt von dekadenten und degenerierten Herrschaften und wird von der Kritik dafür geschimpft. Ich halte "Die Verdammten" trotzdem für absolut gelungen. Sowieso wegen der irren Ingrid Thulin als pädophiler Mutter, Dirk Bogarde und des wunderschönen Helmut Griem in einer Nebenrolle.
"Die Verdammten" ist immer noch weit über dem Durchschnitt dessen, was sich Film nennt, eben richtiges Visconti-Kino in ästhetischer Perfektion.

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Filmkenner77

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Bewertung5.5Geht so

Sicherlich ist dieser bewusst kontrovers inszenierte Film von Visconti keine leichte Kost und wartet ob der Laufzeit von beinahe 2,5 Stunden mit der ein oder anderen Länge auf. Die Sezierung einer Industriellenfamilie in Zeiten des aufstrebenden Nationalsozialismus erinnert nicht von ungefähr an den Werdegang der Krupp-Dynastie und ist äußerst komplex gehalten. Dennoch wirkt der Film ein wenig überladen und manchmal gar sonderbar künstlich. Die Obsessionen eines Martin von Essenbeck, gespielt von Helmut Berger, wirken mitunter im ernsten Kontext der Geschichte seltsam unpassend. So ist es auch diese Rolle, an der sich am Ende die Geister meiner Ansicht nach scheiden dürften. Helmut Berger schwankt zwischen Genialität und leichtem Hang zum Overacting. Stellenweise ist die Darstellung eindrucksvoll, manchmal jedoch auch ins Unglaubwürdige gesteigert.

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horro

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Theater-Kabarett-irgendwas ... aber schon höchst beeindruckend!


Marie Krolock

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ich guck mal, wo der mir über den Weg läuft


Schlegel

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Bewertung5.5Geht so

Der einzige schlechte Visconti, den ich kenne. Die Kruppfamilie ist eben nicht das Haus Tomasi und der Röhm-Putsch keine Oper. Das Ende wirkt wie die Karrikatur eines Viscontifilms.

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Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film erzählt die Geschichte eines fiktiven Stahlwerkes während der NS-Zeit. Nicht alles ist erfunden, teilweise erinnert sie an die Familiengeschichte von Alfred K. Wer denkt, dass der Film ein ruhiges Familienepos ist, der täuscht sich gewaltig. Vielmehr ist er eine Mischung aus Kindesmißbrauch, Mord und Inzest.
Alleine schon sehenswert wegen Helmut Berger.
Sehr schwere Kost, die einem schwer verdaulich im Magen liegt.

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Tenzing

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Muss man sehen! Und vor allem der hervorragenden helmut bergerin. aber auch wegen der SA-Party am See und ihrem grausamen ende.

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