Die Waffe des Satans
Doomsday Gun (1994), Laufzeit 106 Minuten, Thriller
0 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1 Bewertungen
1 Kommentare
Keine
von Robert Young, mit Frank Langella und Clive Owen
Der kanadische Ingenieur Gerald Bull träumt davon, die Raumfahrt zu revolutionieren. Mit einer Kanone plant er, Nutzlasten zu einem Bruchteil des Raketenbudgets ins All zu bringen. Erst sind Kanadier und Amerikaner von der Idee beeindruckt. Als man ihm jedoch den Geldhahn zudreht, hält er sich mit Artillerieprojekten für diverse Länder über Wasser. Da kommt eine Anfrage aus dem Mittleren Osten..
Nachdem der findige, aber politische naive, Ingenieur Gerald Bull an Weltraumprojekten für Kanada und die USA gearbeitet hat, wird ihm zunehmend die Unterstützung entzogen.
Als Spezialist für Kanonen aller Art widmet er sich daraufhin den Artilleriebeständen der Welt. Ungeachtet von politischen Systemen verbessert er Geschütze für die verschiedensten Länder. Als er jedoch in den späten 1970ern mit dem Apartheidsregime in Südafrika kooperiert schieben ihm die USA einen Riegel vor. Er wandert ins Gefängnis. Da währenddessen seine Firma Pleite geht, muss Bull bei 0 anfangen. Weit weg scheint die Erfüllung seines Traumes, irgendwann technische Fracht mit einer Kanone ins All schießen zu können, mit einem wesentlich günstigeren Kosten/Nutzen Verhältnis als bei der Raketentechnologie.
Als sich in den 1980er Jahren dann jedoch der damals von nahezu allen Staaten als Handelspartner geschätzte Irak mit ihm in Verbindung setzt, eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten.
Er plant, ungesehen von der restlichen Welt, die sogenannte Babylon-Kanone…
Lediglich die Israelis verfolgen seine Forschungen mit wachsender Besorgnis.
Cast & Crew
-
Robert Young
-
Frank Langella
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gerald Bull
-
Clive Owen
-
Kevin Spacey
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jim Price
-
Michael Kitchen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Chris Cowley
-
Francesca Annis
-
Aharon Ipalé
Regie
Schauspieler
-
Tony Goldwyn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Donald Duvall
-
James Fox
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sir James Whittington
-
Rupert Graves
-
Alan Arkin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Colonel Yossi
-
Walter Bernstein
- Genre
- Politthriller
- Zeit
- 1. Irakkrieg
- Ort
- Großbritannien
- Handlung
- Artillerie, British Secret Service, Geheimagent, Geheimwaffe, Kanone, Mossad, Raumfahrt, SAS, Spionage
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die Waffe des Satans
Trailer zum Film Die Waffe des Satans
Leider haben wir noch keinen Trailer.

















Kommentare
Kommentar schreibendoctorgonzo 2011/12/03 00:12:46
Kommentar löschen"Wenn ich mit den Amerikanern fertig bin, rechne ich mit Israel und der Türkei ab."
Saddam Hussein Abd al-Majid al-Tikriti
Jeder, der den legendären Topper Harley aus dem cineastischen Geschichtsunterricht kennt, hat auch schonmal was von Saddam Hussein gehört.
Der böse Junge, der spätestens seit Beginn der 1990er für seine Nachbarschaftstreitigkeiten bekannt war, war allerdings noch bis in die 1980er begehrter Handelspartner aller nur erdenklichen Länder. Die Amerikaner, die Deutschen, die Briten, die Sowjets, die Franzosen, die Schweden, jeder mochte Geschäfte mit ihm machen.
Unter anderem darum geht es in diesem Film mit dem etwas nach Tele 5 klingenden deutschen Titel.
Der Originaltitel "Doomsday Gun" nimmt direkt Bezug auf das Kernthema eines überdimensionalen Artilleriegeschützes, das, so die Theorie, ein Geschoss 1000km weit bringen soll.
Frank Langella mimt den politisch naiven kanadischen Ingenieur Gerry Bull grandios, gleichermaßen technisches Genie, wie etwas weltfremder Träumer, aber stets mit Biss.
Daneben darf der geneigte Zuschauer Größen wie Kevin Spacey oder Clive Owen vor ihrem ganz großen Durchbruch bewundern. Aber auch hier schon sehr gut drauf.
Auch Alan Arkin und James Fox sind auf überzeugende Weise mit von der Partie.
Man sieht also: Für eine TV Produktion ein sehr sehr ordentlicher Cast, der auch wirklich überzeugende Arbeit leistet.
Leider kommt der Plot dabei nicht ganz mit.
Recht lächerliche Verschwörungstheorien und mitunter pathetisches Geschwafel mindern den Reiz dieses Thrillers, der von seiner realhistorischen Basis (ein kleinerer Prototyp der Kanone steht heute noch im Irak) eine Menge mehr Potential hätte als hier umgesetzt wird.
Zudem sind die Rollen teilweise arg klischeehaft geschrieben.
Trotzdem ist dieser Film durchaus sehenswert, war er doch einer der ersten, wenn nicht der erste Film, der sich auch kritisch mit dem Umgang mit Hussein seitens der internationalen Gemeinschaft, hier speziell Briten und Amerikaner, in den Jahren vor seiner Kuwait-Invasion auseinandersetzt.
Einfach so wäre ich wohl nie über einen britischen Fernsehfilm aus dem Jahre 1994 gestolpert, aber nach dem Genuss eines Thrillerromans aus der Feder des legendären Frederick Forsyth ("Der Schakal"), der sich um eben dieses Thema dreht, war ich geradezu begierig auf alles, was damit zu tun hatte und entdeckte dieses Werk.
Positiv sind die überlegt gewählten Schauplätze und Kulissen, die tatsächlich meiner Vorstellung nach Lektüre des Buches enorm nahe kamen...
Insgesamt ein Film, der wegen seiner zahlreichen Schwächen bei Story (trotz toller Ausgangslage) und Rollenzeichnung nicht viel mehr als guter Durchschnitt wäre, aber von seinem stark aufspielenden Ensemble sanft über zahlreiche Ladehemmungen hinweg getragen wird.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
lieber_tee 2011/12/03 03:28:26
Antwort löschenDer Hammer, du haust Filmkritiken zu Streifen raus von denen ich noch nie etwas gehört habe. Und ich habe in meiner über 35 Jahren cineastischer Erfahrung schon viel gesehen. Respekt.