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Die Waffe des Satans
Doomsday Gun (1994), Laufzeit 106 Minuten, Thriller
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von Robert Young, mit Frank Langella und Clive Owen
Der kanadische Ingenieur Gerald Bull träumt davon, die Raumfahrt zu revolutionieren. Mit einer Kanone plant er, Nutzlasten zu einem Bruchteil des Raketenbudgets ins All zu bringen. Erst sind Kanadier und Amerikaner von der Idee beeindruckt. Als man ihm jedoch den Geldhahn zudreht, hält er sich mit Artillerieprojekten für diverse Länder über Wasser. Da kommt eine Anfrage aus dem Mittleren Osten..
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Waffe des Satans
- Genre
- Politthriller
- Zeit
- 1. Irakkrieg
- Ort
- Großbritannien
- Handlung
- Artillerie, British Secret Service, Geheimagent, Geheimwaffe, Kanone, Mossad, Raumfahrt, SAS, Spionage
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Kommentare
doctorgonzo Fri, 02 Dec 2011 23:12:46 -0000
Kommentar löschen"Wenn ich mit den Amerikanern fertig bin, rechne ich mit Israel und der Türkei ab."
Saddam Hussein Abd al-Majid al-Tikriti
Jeder, der den legendären Topper Harley aus dem cineastischen Geschichtsunterricht kennt, hat auch schonmal was von Saddam Hussein gehört.
Der böse Junge, der spätestens seit Beginn der 1990er für seine Nachbarschaftstreitigkeiten bekannt war, war allerdings noch bis in die 1980er begehrter Handelspartner aller nur erdenklichen Länder. Die Amerikaner, die Deutschen, die Briten, die Sowjets, die Franzosen, die Schweden, jeder mochte Geschäfte mit ihm machen.
Unter anderem darum geht es in diesem Film mit dem etwas nach Tele 5 klingenden deutschen Titel.
Der Originaltitel "Doomsday Gun" nimmt direkt Bezug auf das Kernthema eines überdimensionalen Artilleriegeschützes, das, so die Theorie, ein Geschoss 1000km weit bringen soll.
Frank Langella mimt den politisch naiven kanadischen Ingenieur Gerry Bull grandios, gleichermaßen technisches Genie, wie etwas weltfremder Träumer, aber stets mit Biss.
Daneben darf der geneigte Zuschauer Größen wie Kevin Spacey oder Clive Owen vor ihrem ganz großen Durchbruch bewundern. Aber auch hier schon sehr gut drauf.
Auch Alan Arkin und James Fox sind auf überzeugende Weise mit von der Partie.
Man sieht also: Für eine TV Produktion ein sehr sehr ordentlicher Cast, der auch wirklich überzeugende Arbeit leistet.
Leider kommt der Plot dabei nicht ganz mit.
Recht lächerliche Verschwörungstheorien und mitunter pathetisches Geschwafel mindern den Reiz dieses Thrillers, der von seiner realhistorischen Basis (ein kleinerer Prototyp der Kanone steht heute noch im Irak) eine Menge mehr Potential hätte als hier umgesetzt wird.
Zudem sind die Rollen teilweise arg klischeehaft geschrieben.
Trotzdem ist dieser Film durchaus sehenswert, war er doch einer der ersten, wenn nicht der erste Film, der sich auch kritisch mit dem Umgang mit Hussein seitens der internationalen Gemeinschaft, hier speziell Briten und Amerikaner, in den Jahren vor seiner Kuwait-Invasion auseinandersetzt.
Einfach so wäre ich wohl nie über einen britischen Fernsehfilm aus dem Jahre 1994 gestolpert, aber nach dem Genuss eines Thrillerromans aus der Feder des legendären Frederick Forsyth ("Der Schakal"), der sich um eben dieses Thema dreht, war ich geradezu begierig auf alles, was damit zu tun hatte und entdeckte dieses Werk.
Positiv sind die überlegt gewählten Schauplätze und Kulissen, die tatsächlich meiner Vorstellung nach Lektüre des Buches enorm nahe kamen...
Insgesamt ein Film, der wegen seiner zahlreichen Schwächen bei Story (trotz toller Ausgangslage) und Rollenzeichnung nicht viel mehr als guter Durchschnitt wäre, aber von seinem stark aufspielenden Ensemble sanft über zahlreiche Ladehemmungen hinweg getragen wird.
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lieber_tee Sat, 03 Dec 2011 02:28:26 -0000
Antwort löschenDer Hammer, du haust Filmkritiken zu Streifen raus von denen ich noch nie etwas gehört habe. Und ich habe in meiner über 35 Jahren cineastischer Erfahrung schon viel gesehen. Respekt.