Die Wahrheit der Lüge
Die Wahrheit der Lüge (2011), DE Laufzeit 98 Minuten, FSK 16, Drama
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
25 Bewertungen
8 Kommentare
Keine
von Roland Reber und Roland Reber, mit Christoph Baumann und Marina Anna Eich
Ein Autor hält in einem unterirdischen Labyrinth zwei Frauen gefangen. Er will sie zu Grenzerfahrungen bringen, auf den “Gipfel”. Er foltert sie körperlich und geistig. Doch seine Methoden führen nicht zum gewünschten Ergebnis. Seine Verlegerin, eine undurchsichtige Frau, treibt ihn weiter und weiter. Die Folterungen werden immer bizarrer. Es werden Regeln aufgestellt nur um sie gleich wieder zu brechen. Es scheint ein Kampf gegen die Zeit zu sein, denn eine Countdown-Uhr läuft unaufhaltsam gegen Null. Was geschieht dann? Der Autor sagt: “Grenzerfahrungen sind nur an der Grenze möglich. Aber wo ist die Grenze, wo der Zöllner?” Nichts scheint zu sein, wie es ist.
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Kritiken (4) — Film: Die Wahrheit der Lüge
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenMinimalismus bleibt die Maßgabe. Wie üblich wurde ohne einen Cent Fördergeld (aber erstmals auf HD-Profi-Equipment mit der Arri Alexa) gedreht. Dass der vom Theater kommende Reber sein kammerspielartiges Filmkonzept aufweicht und diesmal vermehrt Kamerafahrten einsetzt, bringt dagegen wohltuende Bewegung in die sonst oft statische Szenerie. Auch weil die Dialoge weniger philosophierend gehalten sind, spricht „Die Wahrheit der Lüge“ eine deutlichere Sprache. Mit mainstreamigen Sehgewohnheiten wird angesichts der surrealen, teils bizarr-grotesken Bilder immer noch gehörig gebrochen; allerdings hat der Exzentriker unter den deutschen Regisseuren seine bis dato allgemeinverträglichste Arbeit abgeliefert.
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Markus Raska
Kommentar löschenReber geht es nicht um die Darstellung von zwei gefangenen Frauen, sondern um die Metapher der Gefangenschaft, die wir Leben nennen. Doch der Film funktioniert nicht.
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Tim Slagman: spiegel online, fluter Tim Slagman: spiegel online, fluter
Kommentar löschenRadikale Bilder, beklemmende Installationen gelingen Reber und seinem Team [...]. Die Intensität dieses Zusammenpralls des Sinnlichen mit dem Abstrakten, des Bildeffekts mit der Reflektion, aber sabotiert die Handlung von Die Wahrheit der Lüge selbst.
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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de
Kommentar löschenAbgefilmtes Theater muss im Kino nicht zwangsläufig eine Zumutung sein. Aber im Fall von „Die Wahrheit der Lüge“ ist der provinzielle Dilettantismus dieses vermeintlich gewagten Kammerspiels bereits nach wenigen Minuten nicht mehr zu ertragen.
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Kommentare (4) — Film: Die Wahrheit der Lüge
graveyardstory Wed, 26 Sep 2012 15:54:01 -0000
Kommentar löschenDie einzige Folter trifft hier den Zuschauer, was für ein mieses Kasperletheater...
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m36 Mon, 30 Jul 2012 01:12:54 -0000
Kommentar löschen"Der [Autor] foltert sie nach allen Regeln der Kunst, um mit wissenschaftlicher Akribie ihre menschlichen Grenzen [zu erforschen]"
Es hat funktioniert, ich fühle mich gefoltert. Habe ich jetzt den Gipfel erreicht, der einem bei jeder Erwähnung etwas Galle den Hals nach oben befördert oder erkenne ich einfach nicht die Wahrheit der Lüge und das restliche möchtegern philosophische Blabla, das von deutschen Laien aufgeführt wird, die selbst bei einem Dorftheater abgelehnt würden? Ach, und ewig lange Kunstpausen tragen auch nicht positiv zur Spannung bei.
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Vermetheus Fri, 27 Jul 2012 00:29:59 -0000
Kommentar löschenDer Film ist grottig.In der Mitte konnte ich eine leichte Erregung gegen "den Autor" spüren indem ich mir dachte er sei wirklich fies .Das ist im Film dann aber verlaufen und als "Guter" kam er dann auch nicht an .Die ihren Job gut gemacht hat war "Autorin" .Sie hatte zwar keinen filmischen Sprachton an den Tag gelegt ,doch ihre Art des Schauspielens ist eine sehr erfrischende Art wie ich sie mir öfter wünschen würde.Die Sm-anspielungen(Böcke,Maschinerien,Ketten ,Latexanzüge...)werden nicht als solche Preisgegeben ,aber wenn dann ist der Gedanke des BDSM sehr schlecht ausgeleuchtet bis nicht vorhanden ,auch wenn die beiden "Mitspielerinnen" doch sehr weibliche natürliche Körper haben .Wenn es keine Anspielung auf sexuelle Spielarten sein soll ,würde ich die Kostüme und Objekte als peinlich und nicht real bemessen.Die "philosophischen" Gedanken halten sich auf Kindergartenniveau.Die Fragen : Ist der Mensch fähig seine Grenzen zu erkennen oder ist er durch sein Menschsein schon die Grenze? werden zwar erwähnt ,aber auch nur schlecht erläutert und sind nicht verständlich was denn der Schluss denn nun sein soll.Das Thema "Liebe" würde ich auf die Stufe der zweiten Klasse Grundschule einstufen,da hier zwar ein netter gedankengang aufgebaut wird(Ist die Liebe auch unter Zwang und Missbrauch möglich) doch so fatale Sätze wie "Liebe ist wenn man alles fühlt" welche dann nur einseitig erläutert werden.Dem Autor zufolge leibt sie ihn nicht ,da sie unter zwang ist ,was durch die negative Gefühle zwar verständlich ist ,doch wenn man die positiven bedenkt... Ja und so weiter ,man macht sich also die ganze Zeit gedanken und versucht mitzumachen ,doch die Gedanken führen ins Nichts .Vielleicht ist der Nihilismus auch eine gute Beschreibung dieses Films.Der letzte Effekt des Flackernden Zeigens von leeren ,Grausig ausehenden Räumen hätte viel schneller sein müssen und das Mittel wo "der Autor" über den Gang mit den beiden Damen geht lässt doch sehr starke Anregung zum Gähnen entstehen .Es ist gut wenn sich Reber endlich dem filmischen Mittel(nicht wie zuvor das Abfilmen von Theaterszenen) zuwendet doch soll er eigene kreieren oder sie auch vernünftig verwenden .Also für Pseudointellektuelle ein reicher Spaß doch für Normalbegabte eine endlose Verschwendung an Filmrollen,Zeit, und Nerven.
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zmpfl Fri, 21 Dec 2012 11:13:12 -0000
Antwort löschenVielen Dank für deine Kritik. Ich fand diesen Film(?) dermaßen schlimm, daß eine Kritik meinerseits wohl etwas zu unflätig geworden wäre :D.
Du hast die entscheidenden Punkte alle angesprochen.
Nach Sicht bin ich erbost zum PC gelaufen um mich im Internet schlau zu machen: "Was wollte mir der Künstler damit sagen ????!!!!"
Und siehe da: Es ist Kunst, und die darf bekannterweise alles.
Offensichtlich auch einfach nur sch.... sein. ;-)
Ui! Und nur um zu zeigen, wie irre anders man ist und um Otto Normalseher mal so richtig vor den Kopf zu stoßen, lässt man die Protagonisten "Ich hab ne Zwiebel auf'm Kopf, ich bin ein Döner" singen. Da schmunzelt der geneigte Cineast und klopft sich selber auf die Schulter ob seines Wissens um die Zugehörigkeit zu dem elitären Kreis der Versteher solcher Werke.....
Das alles wäre auch wirklich nicht so ärgerlich, wenn der Film auch nur IRGENDETWAS Neues zeigen würde, aber das Ich-folter-dich-an-deine-Grenzen-um-zu-schauen-was-dann-passiert-Thema ist sowas von durch!
Nun..., OK, ich hab da wohl was nicht verstanden.
All mein Mitleid gilt dann noch den Konsumenten, die sich den Film angucken um mal "was anderes, außerhalb der ausgetretenen Pfade" zu sehen >>> Die werden sich das NIE NIE wieder trauen...
Vermetheus Wed, 26 Dec 2012 15:31:28 -0000
Antwort löschenhmmm danke ?
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zmpfl Wed, 26 Dec 2012 19:10:23 -0000
Antwort löschenja, öh, mh, "bitte". (wieso "hmmm" und"?" ???)
Vermetheus Thu, 27 Dec 2012 10:23:17 -0000
Antwort löschenhmm wusste nicht dass man hier antworten kann auf posts ; ) aber danke
LowRidah Wed, 25 Jul 2012 19:36:14 -0000
Kommentar löschenschlecht, nur eine Schauspielerin konnte überzeugen, der Rest einfach nur Katastrophe... :/
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