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Die Wand - Kritik
AT/DE 2012 Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 11.10.2012
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Kritiken (17) — Film: Die Wand
Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch
Kommentar löschenEin minimalistischer Film mit fast maximaler Wirkung, dem etwas weniger Off-Kommentar sicher gut getan hätte.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenAls unverfilmbar galt Marlen Haushofers viel beachteter Roman nach seinem Erscheinen, doch mit einem genialen Kunstgriff widerlegt Regisseur Pölsler diese Behauptung: Bild und Ton laufen auf separaten Spuren nebeneinander her. Visuell zeichnet der Film das Trauma einer Frau nach, die plötzlich mitten in herrlichem Gebirge vor einer unüberwindbaren Wand steht, hinter der alles tot zu sein scheint. Dazu spricht die Darstellerin aus dem Off Haushofers Prosa, stimmungsvoll untermalt von Klängen aus Bachs Violinpartiten. Martina Gedeck meistert den nur leicht gekürzten originalen Text in einem unverwechselbaren introvertierten Ton, in dem Schmerz, Trauer und Überlebenswillen mitschwingen. Mit einem Hund, einer Kuh und einer Katze muss ihre Heldin überleben, die sich allmählich zu einer Lebenskünstlerin entwickelt. Allerdings weniger als apokalyptisches Szenario oder feministische Robinsonade deutet Pölsler Haushofers kontrovers interpretierbaren Gedankenstrom schlüssig als Zustand einer Depression. Kirsten Liese
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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenPölsler fällt für jene dramatische Szene nichts weiter ein als das Standardmittel der Zeitlupe. So ist Die Wand, der Film, vor allem eine sensible Hommage an einen meisterlichen Roman. Die kongeniale Vision einer Welt, in der der Mensch aufhört, ein „einzelnes, abgesondertes Ich“ (Haushofer) zu sein, bleibt er schuldig. Redlich.
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Barbara Petsch: Die Presse Barbara Petsch: Die Presse
Kommentar löschen[...] schwelgerische Naturimpressionen können die Magie des Originals nicht ersetzen. [...] Trotzdem ist Julian Roman Pölslers Die Wand schön geworden, vor allem dank der großartigen Protagonistin, gespielt von Martina Gedeck, die mit beredten Gesten und sparsamem Spiel die Stimmungen dieser Die Frau genannten Namenlosen eindrucksvoll konturiert.
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Britta Schmeis: Stern Britta Schmeis: Stern
Kommentar löschenPölslers Film ist eine ruhige, oftmals melancholische Studie, die sich ganz unterschiedlich interpretieren lässt. [...] Die teils monotonen Monologe der Frau, die langen Einstellungen und symbolträchtigen Bilder verlangen dem Zuschauer zwar einiges ab, nehmen einen aber doch gefangen.
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J. Zylka: Der Tagesspiegel J. Zylka: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenMarlen Haushofers Roman über eine rätselhaft eingesperrte Eremitin gilt als Kultbuch. [...] Die Wand [ist] kongenial verfilmt worden - mit einer beeindruckenden Martina Gedeck in der Hauptrolle.
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Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter
Kommentar löschenEine umgekehrte Dystopie – die Natur als Bedrohung für das Individuum – die auch durch ihre Zeitlosigkeit nach wie vor beeindruckt und fesselt.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenEin außergewöhnlicher Film, der nicht zuletzt dank seiner filmischen Qualitäten zu den eindrucksvollsten Kinoerlebnissen des Jahres zu zählen ist.
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H.P. Koll: film-dienst H.P. Koll: film-dienst
Kommentar löschenDie Wand ist wie die Vorlage vielfältig lesbar [...] als bittere Kritik an der Zivilisation sowie als metaphorische Darstellung einer Depression. [...] Getragen von der herausragenden Martina Gedeck als Darstellerin und Rezitatorin, schreibt sich der Film tief ins Gedächtnis ein.
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Claudia Lenssen: epd Film Claudia Lenssen: epd Film
Kommentar löschenDie Wand appelliert auf den ersten Blick an klaustrophobische Urängste, entfaltet in diesem Szenario jedoch eine Geschichte der abgeklärten Überlebenskunst, ein Bild nie versiegender Empathie für die Natur [...]. Das uneitle minimalistische Spiel von Martina Gedeck steht in Roman Pölslers Inszenierung für diese Hoffnung.
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Carsten Happe: Schnitt Carsten Happe: Schnitt
Kommentar löschenMartina Gedeck [...] kann in dieser One- Woman-Show die ganze Bandbreite ihres facettenreichen Spiels aufbieten, das sie einst zu einer der interessantesten Darstellerinnen ihrer Generation machte.
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Birgit Glombitza: EPD-Film Birgit Glombitza: EPD-Film
Kommentar löschenMartina Gedeck stemmt als erzählerisches Zentrum, was eine Schauspielerin nur stemmen kann. Mit einer klug zurückgenommenen Stimme, klarsichtig, nüchtern, trägt sie ihre Figur durch die Isolation, durch Angst, Bedrohung, aber auch durch das Glück, das sie in der Erhabenheit der Bergmassive [...] findet.
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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio
Kommentar löschenJulian Roman Pölsler findet eindringliche Bilder von grandioser, ungerührter Landschaft, die Trost, Bedrohung und alleinige Begleitung in einem ist [...]. So ist die Literaturverfilmung Die Wand eher ein klassisches Drama denn ein Mystery-Thriller.
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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR
Kommentar löschenDie Wand ist ein bildgewaltiges Drama mit einer grandiosen Martina Gedeck, die in manchen Szenen [...] sogar präsenter scheint als das monumentalste, Atem beraubendste Bergpanorama es jemals sein könnte.
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Moviefan29 Sun, 28 Oct 2012 02:19:07 -0000
Antwort löschenDa der BR an der Produktion des Filmes beteiligt war, kann das aber nicht unbedingt Objektiv sein oder? Bitte das nicht böse zu nehmen, is nur eine nervige Frage, mehr nicht!
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenBei der Verwandlung der Erzählerin fällt es nicht nur auf, dass sie die Veränderung mit Gleichmut erträgt, so dass sie keinen Gedanken an einer Erklärung für das Unerklärbare verschwendet. Darüber hinaus macht sie sich ebenso wenig Gedanken, was aus den anderen Menschen, etwa aus dem befreundeten Ehepaar geworden sein könnte. Im Gegensatz dazu trauert sie, als sie zwei ihrer Tiere verliert: „Da waren wir nur noch zu zweit“, heißt es. Als sie unerwartet einem Mann begegnet, sieht sie in ihm, wahrscheinlich zu Recht, nur eine Gefahr, auf die die Frau mit Gewalt reagiert.
Marlen Haushofers Roman wurde seit seinem Erscheinen auf verschiedene Art und Weise gedeutet. Handelt es sich um einen postapokalyptischen Roman oder einfach um Weltflucht, da die Frau zur unfreiwilligen Einsiedlerin wird? Dadurch, dass alle männlichen Wesen sterben und die weiblichen überleben, wurde „Die Wand“ auch als feministischer Roman interpretiert. Manche Literaturkritiker bemängelten die fehlende religiöse Perspektive, die nun auch im Film auffällt. In der Frage der Deutung spielt eine Aussage des Regisseurs eine wichtige Rolle. Denn Julian Roman Pölsler bedauert, die Stille nicht angemessen inszeniert zu haben: „Die Demut vor der Schöpfung geht heutzutage leider völlig verloren. Daher spielt die Natur für mich im Film eigentlich noch viel zu wenig die Hauptrolle. Am liebsten hätte ich neben dem Off-Kommentar und den Bach-Partiten noch einer dritten Form der Sprache des Films mehr Raum gegeben: Der Stille in der Natur.“ Durch seine getragene (Film-)Sprache eröffnet „Die Wand“ dem Zuschauer indes die Chance, sich mit der Erzählerin die Grundfragen des Lebens zu stellen.
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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...
Kommentar löschenMarlen Haushofers Roman galt als unverfilmbar - und man sollte nach Sichtung von Julian Pölslers unerträglich zähem Versuch einer Leinwandadaption festhalten, dass er wohl noch immer unverfilmbar bleibt.
Was als Buch unzählige Leser in seinen Bann gezogen und die weibliche Emanzipation in den Mittelpunkt eines surrealen Szenarios verlagert hat, verkommt als Film zum unfreiwillig komischen Mysteryschinken, in dem ausgiebig aus einem Tagebuch vorgelesen und eine durchaus intime Beziehung mit den Haustieren aufgebaut wird. Zumindest gibt es streckenweise schöne Landschaftsaufnahmen zu sehen und Martina Gedeck gibt sich alle Mühe, gegen die unendliche Ödnis anzukämpfen.
Am Ende könnte man hier meinen, dass Lars von Trier "Heidi" inszeniert habe - und sich fragen, warum im Abspann gleich vier dramaturgische Berater notwendig waren ... die werden doch eh nur mit ihren Köpfen geschüttelt haben.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenBlasphemischer Literatur-Film-Hybrid zwischen bebilderter Vorlesung und Film mit Audiokommentar. Wunderbare Geschichte mit teilweise grandiosen Bildern, die Kino atmen. Doch der Film wagt sich nicht von der Vorlage zu trennen, er verehrt sie und benutzt das Kino nur als Ergänzung für Lesefaule.
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Kommentare (31) — Film: Die Wand
C_C Tue, 21 May 2013 19:08:53 -0000
Kommentar löschenÜberflüssiger Un-Film, basierend auf einer Idee so alt wie die Kindheit und so sinnhaft wie das, was nicht mal mir mehr dazu einfällt...
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alter.native Tue, 21 May 2013 07:23:33 -0000
Kommentar löschenEs gibt Geheimnisse, die müssen nicht aufgelöst werden, denn über dem Film liegt auch ein bisschen die Spannung aus "Stalker", die man in ihrem Action-Losigkeit ertragen können muss. Das Spiel der Gedeck und die Bachschen Partiten machen diesen "ereignislosen" Film zu einer kleinen Perle, egal welche der philosophischen Ausdeutungen des Plots die eigene Fantasie am meisten beflügelt.
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agynessa Mon, 20 May 2013 11:22:37 -0000
Kommentar löschenMir gefiel der Anfang des Filmes eigentlich sehr gut. Meine Vorfreude auf die Auflösung der Wand war enorm groß, jedoch begann ich während des Schauens immer mehr daran zu zweifeln, ob das Geheimnis der Wand in diesem Film überhaupt aufgeklärt wird und mich verblüfft und nachdenklich zurücklässt. Gegen Mitte des Filmes wurde mir die schreckliche Vorstellung eines offenen Endes immer bewusster und ich begann mich echt richtig zu ärgern. Mir ging das sinnlose Geschwafel langsam auf den Keks und das Zeitlupentempo, mit dem sich Frau Gedeck teilweise fortbewegte fing an mich zu nerven. Als der Film langsam aber sicher seinem Ende entgegen ging, wartete ich eigentlich nur noch auf den plötzlich schwarz eingeblendeten Bildschirm mit dem Abspann. Schade, denn das einsame Kammerspiel hätte ein großer Knüller werden können. Nur leider fiel Herrn Pölsler kein würdiges Ende für sein Melodram ein und hinterließ bei seinen Zuschauern lieber das Gefühl der Sinnlosigkeit, Lebenszeit mit der Wand verschwendet zu haben, als das er ihm eine beeindruckende, zufriedene Bewunderung mit auf dem Weg gegeben hätte. Aber wenn man(n) nicht genug F(Ph)antasie besitzt und nicht einmal dazu im Stande ist, dem Zuschauer mit seinen Filmen etwas zum Ausdruck zu bringen, dann tut mir Herr Pölsler ehrlich gesagt sehr, sehr leid und hat wahrscheinlich seinen Beruf verfehlt! Filme mit einem offenen Ende zeugen nämlich meiner Ansicht nach von einem beschränkten Gedankengang des Regisseurs, der es nicht packt hinter seinem begrenzten Tellerrand hervorzuschauen. Sehr traurig, das solchen Menschen hier mit absoluter Bewunderung begegnet wird und geistige Minderbemitteltheit mit tobendem Applaus gewürdigt werden. Mag sein das er sich kleinkariert an die Romanvorlage gehalten hat, doch vielleicht sollte er dann berufstechnisch gesehen lieber in einem Supermarkt an der Kasse sitzen, denn da braucht er auch nur die vorgegebenen Preise einzutippen ohne weiter großartig nachdenken zu müssen! Mein Fazit: "Sinnlos!"
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Neddie Sun, 19 May 2013 18:25:20 -0000
Kommentar löschenMittlerweile hab ich den Film innerhalb 2 Tagen 2 mal gesehen und das Buch innerhalb 3 Tage aufgesogen.
Es ist eine einfach unglaubliche Geschichte.
Ich konnte mich gut in die Protagonistin hineinversetzen, die Entwicklung der Gefühle sind für mich sehr gut nachvollziehbar.
Die Wand ist ein Gefängnis, ein Segen und gleichzeitig noch ein Geschenk.
Ihren Ursprung kann man nicht bestimmen, genauso wenig ihren Sinn. Aber man kann deutlich sagen, was sie dem Menschen nimmt aber auch gibt!
Ein Rat an alle Leute, die, ich bin mal so frei und bezeichne sie als kleinkariert, den Film als schlecht bezeichnen: kauft euch das Buch.
Die Essenz der Story kann man so nochmal richtig aufsaugen.
In vielen Aspekten bietet der Film weiterführende Gedanken, einmal psychologisch aber auch aus anthropologischer Sicht.
Ohne weiter die Geschichte zu verraten, lege ich den Film allen Menschen ans Herz, die bereit sind mitzudenken und ein gewisses Interesse an Philosophie und Psychologie haben.
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C_C Tue, 21 May 2013 19:09:50 -0000
Antwort löschenweißt du, wie oft eine vergleichbare Geschichte schon erzählt worden ist!?
zmpfl Thu, 16 May 2013 06:20:53 -0000
Kommentar löschenEinsamer Mensch in der Natur,
Darüber gibt es unzählige Bücher und unzählige Filme.
Ist auch ein dankbares Thema: Drama, Spannung, Philosophie und schöne Bilder (im Film), da kann man alles reinpacken.
Das wird hier auch gemacht: Handwerklich solide, wenn auch ein bißchen kitschig (viele "schöne" Landschaftsaufnahmen, Hund in Zeitlupe)
NUR: Was soll diese Wand ?
Der SF/Mystery-Ansatz ist mMn völlig überflüssig, trägt nichts zur Geschichte bei, führt auf die falsche Fährte und hinterlässt ärgerliche offene Fragen.
Mag sein, daß es im Buch eine sinngebende Bewandnis mit der "Wand" hat, im Film kann ich keine erkennen.
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J.R.K. Mon, 13 May 2013 12:33:31 -0000
Kommentar löschenIch mag einfach Filme über aussergewöhnliche Lebensituationen. Auch wenn der Film recht langsam erzählt wird. Die entmutigte Off-Stimme, störte mich nicht. Man muss sich ja in die isolierte, hoffnungslose Situation reinversetzen können, die die Hauptfigur durchmacht. Man redet ja nicht ständig mit sich selbst, ausserdem ist es ja mehr als Rückblick aus dem Tagebuch zu sehen. Kein Film für jedermann, aber mir hat er gefallen.
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MrDepad Tue, 07 May 2013 20:45:32 -0000
Kommentar löschen"Die Wand" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans, der als unverfilmbar gilt.
Ich selbst hab das Buch nicht gelesen, deshalb bewerte ich den Film unabhängig davon.
Eine Frau fährt zu einem kleinen Urlaub in eine Waldhütte, in der sie ihre Cousine und deren Mann besuchen möchte. Am Morgen nach ihrer Ankunft ist sie allerdings völlig alleine in dem Waldareal und macht eine beunruhigende Entdeckung, denn eine unsichtbare Wand scheint sie von der Außenwelt komplett abgeschnitten zu haben. Nur in Gesellschaft einiger Tiere versucht sie, mit ihrer neuen Lage klar zu kommen.
Martina Gedeck spielt die namenlose Hauptdarstellerin wirklich wunderbar, dabei fällt vor allem ihre markante Stimme auf, die einen durch extrem viele Off-Kommentare durch den Film begleitet. Durch das Führen von Tagebüchern und Notizen wird die Geschichte von hinten aufgerollt, dabei wird eine Atmosphäre kreiert, die nicht selten an die eines "Antichrist" eines gewissen Herr von Trier erinnert. Die Isolation und Einsamkeit der Protagonistin wird von Gedeck sehr eindrucksvoll dargestellt, während die schöne Kulisse an sich auch schon eine gewisse Faszination ausstrahlt.
Das Tempo des Films ist dabei ziemlich langsam gehalten, wodurch die Konzentrationsspanne des Zuschauers das ein oder andere Mal sicherlich auf die Probe gestellt wird, doch das ist zweifelsohne Teil des beklemmenden Konzepts des Films.
"Die Wand" ist ein stilles Drama, welches durch eine beunruhigende Ausgangssituation, eine tolle Hauptdarstellerin und die ruhige, bedrückende Erzählweise überzeugt. Kein leichter Film für zwischendurch, sondern schwere Kost, die durchaus zum Nachdenken anregen kann.
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Kasparle Wed, 08 May 2013 02:06:52 -0000
Antwort löschenKlingt gut. Bin mir aber 100% sicher, dass das Buch nicht verfilmbar ist, bzw. selbst eine gelungene Verfilmung dem Buch nicht gerrecht wird. Von daher behalte ich lieber die Bilder die meine Phantasie geschaffen hat im Kopf, als dass ich sie duch die eines vermutlich sogar gelungenen Films ersetze. Das Buch zu lesen kann ich dir auch nur ans Herz legen: )
Ba11er Tue, 07 May 2013 19:28:38 -0000
Kommentar löschenDas ist kein Film sonder nein Hörbuch. Ich dachte mir die ganz Zeit nur: stop that fucking voice over!! Anscheinend wussten die Macher nicht, dass in einem Film eine Geschichte mit Bildern erzählt wird und nicht mit Wörtern.
Aber das kommt davon, wenn man die Original-Literatur als Drehbuch nutzt.
Aber wenn ich ein Buch lesen will, lese ich ein Buch und schau mir keinen Film an!
Die Hauptfigur ist langweilig, emotionslos und unglaublich dumm! Woher ich weiß, dass sie dumm ist? Das haben mir ihre dämlichen Gedanken verraten, die zum größten Teil überhaupt keinen Sinn machten. "oh, ich muss die Kuh melken und mich um sie kümmern, sie hilf mir, ist aber gleichzeitig auch eine Last für mich, ich nenne sie Bella, obwohl es eigentlich nicht nötig ist ihr einen Namen zu geben, sie ist ja die einzige Kuh im Wald, vielleicht sogar im ganzen Land." FUCK YOU!!!
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midesp Thu, 09 May 2013 07:43:21 -0000
Antwort löschen"dass in einem Film eine Geschichte mit Bildern erzählt wird und nicht mit Wörtern. " sagt wer? Wenn das so wäre, könnte man ja jeden Film mit stumm geschalteten Lautsprechern ansehen. Your argument is invalid!
Deine Behauptungen nach zu Urteilen, gehe ich auch mal stark davon aus, dass du den Film schlichtweg nicht verstanden hast. Es geht hauptsächlich darum ein Menschenleben zu dokumentieren, welches sich in völliger Isolation wiederfinden muss. Du würdest natürlich richtig cool vor dich hinchillen, is ja alles easy, locker flockig bei dir, oder?
Aber so ist das eben nicht, wenn man ca. 2 Jahre abgeschieden von der "Aussenwelt" lebt und niemanden hat, nur das Gefühl des Verantwortungsbewusstseins gegenüber den anderen Lebewesen. Wieso ist das also dumm, wenn sie schreibt, dass die Kuh auch eine Last für sie ist? Das ist doch wohl ganz logisch und einfach nachzuvollziehen. Mit der Kuh hat sie sich ein weiteres Lebewesen angeschafft für das sie Verantwortung übernehmen muss.
Und damit wären wir beim nächsten Punkt, nämlich der angeblichen Emotionslosigkeit. Wenn du dir alleine schon die Stellen anschaust und anhörst, in denen sie von Luchs redet und ihm nachtrauert, wird dir vielleicht bewusst, dass du besser noch einmal deine eigenen Aussagen hinterfragst bevor du sie niederschreibst.
Und, warum ist das mit Bella so abwegig? Ja, möglicherweise ist sie die einzige Kuh im Wald und bräuchte keinen Namen. Aber das kann ich genauso von den meisten Haustieren behaupten. Warum geben wir unseren Tieren dennoch Namen, warum wird die Kuh von ihr liebevoll Bella genannt? So einfach ist's: Wir personifizieren. Wir personifizieren Tiere und verschaffen ihnen somit eine eindeutige Identität, weil es eine ganz andere Beziehung zu dem Lebewesen schafft als wenn wir nur "Hund!" oder "Katze!" rufen würden. Und diese Personifizierung scheint in einem Zustand der völligen Isolation noch weitaus wichtiger zu sein, als in einer normalen Lebenslage.
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Ba11er Thu, 09 May 2013 11:59:31 -0000
Antwort löschenSie geht ins Bett und erzählt, dass sie die Tür verschlossen hat und den Schlüssel mit in ihr Zimmer nahm. Nun wahrscheinlich tat sie das weil sie angst hatte. Ist ja ok. Aber warum zeigt sie uns das nicht? Warum sehen wir nicht, wie sie die Tür mit ängstlichem Blick zuschließt? Warum redet sie nur darüber? Wir ist egal wir sehr sie emotional von der ganzen Situation leidet, wenn sie nur darüber redet und mir das nicht zeigt!
Und genau das meine ich mit "eine Geschichte mit Bildern erzählen." Das zeichnet nun mal einen Film aus!
Ich will sie nicht 20 Minuten durch den Wald spazieren sehen und dabei ihr Gelaber über die Natur, die Tiere, Luchs und das Universum hören. Ich muss nicht jeden einzelnen Gedanken, der ihr durch den Kopf geht wissen. Das gehört nicht in einen Film sondern in einen Buch!
Der Film hatte eine starke Szene: (SPOILER) Und zwar als ihr Hand starb. Weil es da keinen Voice Over gab. Es war so erleichternd und befreiend mal nicht ihr monotone Stimme zu hören. Das hätte auch die ganze Dramatik in der Szene zerstört. So war alles viel greifbarer für den Zuschauer. Man wurde nicht abgelenkt von ihren Gedanken.
Man erfährt auch nichts über die Frau. Wie soll ich eine emotionale Bindung mit dem Charakter schaffen, wenn ich sie nicht kenne? Allein die Tatsache, dass sie in einer ausweglosen Situation ist, reicht dafür nicht aus. Wo kommt sie her? Was macht sie sonst so? Hat sie Familie? Wie heißt sie eigentlich?
Aber wenn dir der Film gefällt, warum auch immer, ist das schön für dich. Wahrscheinlich hast du auch das Buch gelesen und kannst somit die einzelnen Szenen besser interpretieren.
Ich fand den Film einfach nicht langweilig.
Neddie Sun, 19 May 2013 15:04:11 -0000
Antwort löschenIch bin grad mit dem Buch fertig geworden und ja wenige Informationen fehlen im Film, aber das macht nichts.
Wenn du so interessiert an der Frau bist dann hol dir doch das Buch, wenn nicht:
Ihr Name wird nie genannt. Sie ist Witwe und hat 2 Kinder, die schon erwachsen sind.
Dass das im Film nicht vorkommt macht ihn aber nicht schlechter.
Nach einem Auszug aus der Seite hier: http://www.dr-puschmann.de/de/literatur/literatur/marlen_haushofer_die_wand/txt00258.html gibt es 2 Arten von Menschen, für die einen erschliesst sich die Botschaft, andere legen es mit einem Kopfschütteln beseite. Die Essenz wurde von Pölsler trotzdem extrem gut verarbeitet. Besser hätte man es meiner Meinung nach nicht machen können.
Tellus Co. Tue, 07 May 2013 14:47:52 -0000
Kommentar löschenirgendwie sinnlos... Aber inhaltlich und atmosphärisch gut umgesetzt. Schon ein nettes interessantes Gedankenspiel... Jedoch scheint die Wand ja nicht allgegenwärtig zu sein, wie man an dem wilden Wetter (Wind, Regen, Schnee, Gewitter, Sturm) sieht. Außer sie ist so zu sagen halbdurchlässig..whatever... aber darauf wird ja leider nie richtig eingegangen :/
Und wo zum Teufel kam eig dieser Mann her??! Alles in allem wurde in dem Film für meinen Geschmack viel zu wenig erklärt und ich hab die Botschaft jetzt auch nicht wirklich richtig bekommen...
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Tellus Co. Tue, 07 May 2013 14:50:32 -0000
Antwort löschenHab den Roman nie wirklich gelesen, also sorry falls ich ein wenig Verständnislosigkeit zeige
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veinsofblossom Tue, 07 May 2013 18:48:59 -0000
Antwort löschenWäre es anders, die Wand "durchlässig" wäre es wohl auch nicht wirklich der Film, geschweige denn die Thematik, die den Film ausmacht. Wenn die Wand durchlässig, aber mehrere hundert Meter hoch ist, versuch die hochzuklettern ;) Aber das mit dem Mann wird im Buch etwas näher verdeutlicht, aber habe das Buch gelesen und muss sagen, muss man nicht näher verdeutlichen. Es wird hier aus einer Ich-Perspektive erzählt, wo er herkommt, das weiß die Frau auch nicht. Wie sollen wir das dann wissen können?
Tellus Co. Wed, 15 May 2013 19:24:37 -0000
Antwort löschenhaha.. hast wahrscheinlich Recht. Ich an ihrer Stelle hätte aber denk ich die Hoffnung gehabt, dass wo der Typ herkam vielleicht noch mehr sind. Und dann sag ich mir doch, lieber von Zeit zu Zeit mal ein paar kranke Irre als immer nur allein mit Tieren...(>>Spoiler<<von der jetzt auch noch die Hälfte tot sind) :/
momopipi Tue, 07 May 2013 09:18:46 -0000
Kommentar löschenFür mich ist es viel zu roh. Plötzlich befindet sich die Frau in einer ganz anderen Lebenssituation und dann lässt man erstmal schön den Minimalismus raus.
Der Stil überzeugt mich nicht. Man weis nichts über die Frau, man weis nichts über die Hintergründe des Mysteriums und ich weis nicht, wie mich der Film bereichern soll.
Eine realistischere Herangehensweise hätte mir viel mehr gefallen, aber so hat man dafür etwas mehr von surrealer Atmosphäre. So ein transzendenter Stil erreicht viele Underground-Filmfreaks, aber mich nicht.
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AgentGuhl86 Fri, 22 Feb 2013 19:03:02 -0000
Kommentar löschenEs fällt ziemlich schwer "Die Wand" in eine Genreschublade zu quetschen. Es finden sich Drama, Mystery, Thriller und Horror wieder. Definitiv darf man keine heiteren Momente erwarten, nur beklemmende 2 Stunden, die einen zum Nachdenken anregen dürften. Was "Die Wand" nun sagen will, kann kaum Platz in diesem Kommentar finden. Dazu lässt er einfach zu viele Möglichkeiten der Intepretation zu. Ist die Wand wirklich real? Wenn ja, war sie bis zum Schluss vorhanden? Ist es eine Analyse menschlichen Anpassungsverhaltens? Ich weiß es nicht und kann nur ins Blaue raten. Um schlauer zu werden, hab ich mir Buch inklusive Erläuterungen besorgt. Vielleicht kann ich den Kommentar dann irgendwann mal inhaltlich erleuchten. Eine Empfehlung kann ich ohne Zweifel aussprechen. Der Mut einen solch schwermütigen Film, der knapp 2 Stunden eine One-Woman-Show ist und an keiner Stelle langweilig ist, sollte mit vielen Zuschauern belohnt werden.
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DerDude_ Wed, 13 Feb 2013 19:22:10 -0000
Kommentar löschenAch herrje,
so etwas erlebt man doch selten, das einem ein Film aus dem deutschsprachigem Raum über den Weg läuft der etwas völlig unkonventionelles und selten erlebtes präsentiert.
DIE WAND ist kein gewöhnlicher Thriller und auch kein wirkliches Drama. Viel zu sehr wird sich hier einem Genre widersetzt. Filmische Konventionen werden gekonnt ignoriert.
Stadtessen lässt sich DIE WAND eher als ungefilterten, visualisierten Gedankenstrom bezeichnen, der voller Möglichkeiten und Freiraum ist.
Die recht simple Geschichte einer namenlosen Frau, welche mitten in der Natur von einer unsichtbaren Wand gefangen wird, entwickelt sich schnell zu einem Szenario, das wir trotz aller Banalitäten alle verstehen : Ein Szenario der Abgeschiedenheit, der Beklemmung und der entsetzlichen Hilflosigkeit, welches den Zuschauer bedrückt. Wirklich gesprochen wird in dem Film nicht, aber dafür besteht der komplette Film aus dem Voice-Over der Frau. Es dominiert die Szenen und Orte, welche nur als visuelle Verwirklichung zu ihrem Geschriebenen dient. Nur selten steht das Gesehene für sich, ansonsten ist es dem Off Text untergeordnet.
Was sich, in Anbetracht der wunderschönen Aufnahmen, ein bisschen nach Malick anhört, ist in Wahrheit viel düsterer und bedrückender. Vom Setting her erinnert der Film sehr an Lars von Triers ANTICHRIST, da auch hier Vergleiche zwischen Mensch und Natur gezogen werden, aber deutlich weniger Symbolträchtig und kein bisschen so brutal.
Die Frage nach der Bedeutung der Wand lässt der Film offen sodass es am Zuschauer selbst liegt sie zu entschlüsseln. Persönlich würde ich weniger die Wand selbst als Symbol sehen, sondern eher was sie mit der Protagonistin macht. Das Gefühl der totalen Isolation und Gefangenschaft, aber auch die Rückkehr zur Natur und zu sich selbst.
DIE WAND ist ein Film, der besonders durch seine einzelnen Sequenzen besticht. Sequenzen des Zurechtfindens mit dem Szenario, dominiert von dem Erzähltext aber auch von Momenten der nackten Angst, bei der jedes Geräusch einen Schock darstellt. Solche Filme erlebt man im deutschsprachigem Raum höchstens von Haneke.
Wunderbar !
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stalker Fri, 15 Feb 2013 01:32:11 -0000
Antwort löschenLies den Roman. Mit den Bildern des Films vor den Augen wird der noch wunderbarer.
Hyperion00731 Sat, 19 Jan 2013 12:48:13 -0000
Kommentar löschenEine frau sitz 2 stunden hinter einer Wand.
Sorrry aber das ist mir zu niveaulos geworden.
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stalker Fri, 30 Nov 2012 01:22:53 -0000
Kommentar löschenEin einfacher Weg, den Text sprechen zu lassen, ihn lediglich zu bemalen, was dank Martina Gedeck, sollte ich Marlen Haushofers Roman ein zweites Mal lesen, und das wird geschehen, werde ich nur noch Martina Gedeck sehen, durchaus funktioniert und zuweilen sogar ergreift, dazu diese Landschaft, diese Bilder wie aus den schönsten Alpenkalendern, die stimmen und wirken, und doch, Julian Pölslers Verfilmung ist nicht mehr als eine kleine, feine Hintergrundmelodie zu Haushofers Roman, und nicht einmal das. Das Zerstückeln des Textes auf Spielfilmformat, da bleibt so manches fern, unberührt, da wirkt manches holprig und manche Sätze bleiben ohne Bedeutung.
Schade.
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Anais525 Sun, 18 Nov 2012 22:51:47 -0000
Kommentar löschenWar ein spontaner Kinoabend und es wurde die richtige Wahl getroffen. Trotz der starken Schwermut, die einen den ganzen Film über etwas erstarren lässt, bilden die überragende Schauspielleistung (Mimik und Gestik sind hier unverwechselbar - man hört eigentlich nur die Stimme aus dem Off), die wunderbaren Bilder der Natur und die Gedanken und Fragen, die einem der Film hinterlässt, ein insgesamt sehr stimmiges Bild. Man beschäftigt sich einfach noch länger mit dem Film, allein schon wegen des offenen Endes.
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Harry Reuss Sat, 17 Nov 2012 22:09:09 -0000
Kommentar löschen...in Stichworten: Dame ohne Handy? Wo kommt sie her? War sie verheiratet, geschieden ? Hatte sie Kinder ? War sie berufstätig oder nur Hausfrau? Hat sie studiert oder nur Volksschule? Rätsel über Rätsel...Die Frau Autorin scheint mir zuviel Sartre gelesen zu haben...s'ist einmal von "Geworfensein" die Rede.-
Zum Einschlafen, trotz wunderschönem Dachstein.-
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Anais525 Sun, 18 Nov 2012 22:53:55 -0000
Antwort löschenIn der Gegend ist wohl das "Empfangsnetz" nicht so ausgebaut wie in Großstädten. Und vielleicht wollte sie auch einfach einen Urlaub ohne Handy verbringen, soll ja Leute geben, die mal Urlaub ohne Stress suchen...
Harry Reuss Mon, 19 Nov 2012 15:33:12 -0000
Antwort löschen...nun ja, nun ja, schon, schon...jedoch: Was soll das ? Luftleerer
Raum, einfach nur Vakuum, null Background? Ist halt doch a bisserl
wenig, und die Langeweile - gähn...diese Autorin - von ihrem Jahr-
gang 1920 wußte ich gar nicht - hat mir nichts, aber auch schon gar nichts zu sagen, tut mir leid - und das möchte ich, muß ich Ihnen an
dieser Stelle noch mit auf den Weg geben (Sie sind wohl noch sehr
jung), und zwar mit den neutestamentarischen Worten: "Hütet Euch
vor den falschen Propheten" (z.B.Sartre - aber der konnte wenigstens
fesselnde Theaterstücke schreiben).- Davon unabhängig Ihnen alles
Gute und, übrigens, vielen Dank für Ihre Stellungnahme.-
knut.schroder.35 Mon, 26 Nov 2012 21:19:56 -0000
Antwort löschenWie? Händi? Mal den Roman vorher gelesen? Sich beschäftigt? Hintergrund? Worum gehts im Film? Mal googeln bitte. Dann wirds klarer. Und die obigen mails auf ein mal peinlich.
Harry Reuss Mon, 26 Nov 2012 21:50:09 -0000
Antwort löschen...warum nich, keen Händy nich, Knuti ? Schon mal 'ne moderne
Inszenierung jesehn, z.B. so komische Opern (Parzival, Cavallerina etc., oder auch so Sachen von Ibsen, Shakespeare) mit Telefon,
Fernsehschirm, Staubsauger u.ä....Nee ? Denn wohnste wahr-
scheinlich irgendwo in der Provinz oder biste Fußball-Fan...Wahr-
scheinlich haste ooch noch nie wat von Sartre jehört, weilde janich
druff bezug nimmst...Nochmals, und jetze wieder uff Hochdeutsch:
Diesen altbackenen Schmarrn, der nichts anderes als ein langweiliger,
geistloser Aufguß des sogenannten Existenzialismus (Sartre) ist,
muß ich nicht auch noch im Original gelesen haben -wie sagt der
Italiener ? Tempi passati.-
chaini Wed, 28 Nov 2012 02:38:29 -0000
Antwort löschen"Knuti" ...
herzlichen Dank, dass ich so kurz vorm Schlafen nochmal herzhaft lachen durfte :)
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Harry Reuss Wed, 28 Nov 2012 10:09:02 -0000
Antwort löschen...na ja, det is ja schon wat, chaini - ick frage mir nur, warum taucht
der Kommentar von Knut nich mehr uff ? Un denn war da ooch noch
so'n zickiger Kommentar von eener weibl.Person - fehlt ooch - also,
ick wer' aus diesem System nich richtich schlau...
Harry Reuss Wed, 28 Nov 2012 10:11:43 -0000
Antwort löschen...halt, chaini, jetzt ist der Groschen bei mir gefallen - ist ja ganz einfach - hab alles gefunden.- Mach's jut.-
Thomas479 Thu, 08 Nov 2012 20:02:20 -0000
Kommentar löschenDer nächste, angeblich unverfilmbare Roman, der es in diesen Tagen doch auf die große Leinwand gebracht hat. Der Film „Die Wand“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer aus dem Jahr 1963. Eine Frau reist mit ihrer Cousine und deren Mann in eine Jagdhütte, die sich in einem einsamen, abgeschlossenen Tal in Oberösterreich befindet. Das Ehepaar geht nach der Ankunft noch ins Dorf, die namenlose Frau bleibt mit einem Hund alleine in der Hütte zurück. Als sie am nächsten Morgen erwacht, ist sie immer noch alleine, ihre Begleiter sind in der Nacht nicht aus dem Ort zurückgekehrt. Als die Frau sich auf den Weg Richtung Zivilisation machen will, stößt sie draußen in der Natur gegen eine unsichtbare Wand. Sehr langsam nur begreift sie, dass sie vom Rest der Welt abgeschnitten und auf sich alleine angewiesen ist.
Die Ausgangsposition könnte durchaus von Stephen King stammen, der mit seinem Buch „Die Arena“ vor einigen Jahren eine ähnliche Idee umsetzte, allerdings mit einem komplett anderen Plot. Im Film von Julian Pölsler gibt es keine Verschwörungstheorien und das Böse ist nicht greifbar. Es gibt einfach nur diese Wand, die über Nacht aufgetaucht ist und alles verändert hat. Martina Gedeck in der Hauptrolle reagiert danach genau so, wie wir es wohl auch gemacht hätten. Sie glaubt zuerst nicht das, was sie ja auch nicht sehen kann, diese unsichtbare Mauer, die sie jetzt gefangen hält. Das ist völlig irrational. Sie ist zunächst irgendwie fasziniert, von dieser Wand, dann sucht sie nach Fluchtmöglichkeiten und bricht schließlich unter Tränen zusammen.Schließlich nimmt sie die Situation an und wird zum Naturmensch. Das Irrationale wird rational.
Über fast die ganze Länge des Films gibt es nur Martina Gedeck und ihre Gedanken als Stimme aus dem Off. Sie spielt diese Rolle großartig. Ihre Wandlung zur Landwirtin und Jägerin, vor allem wie sie mit ihrer Umgebung eins wird, mit ihr geradezu verschmilzt, ist absolut nachvollziehbar. Dafür braucht der Zuschauer natürlich Geduld und Sitzfleisch.Es gibt großartige, geradezu poetische Bilder und ebensolche Gedanken, aber keine Dialoge. Die Jahreszeiten werden hervorragend in Szene gesetzt und gerade ihr Übergang, ihr ständiger Wechsel, zeigen wie vergänglich alles ist. Die Frau hat nur sich selbst und ihre Tiere: einen Hund, eine Katze und eine Kuh. Katze und Kuh bekommen Nachwuchs. Doch sie werden nicht alt.
Am Ende ist Martina Gedeck als Namenlose mehr oder weniger alleine, nur eine ausgestoßene weiße Krähe ist ihr geblieben. Ohne zuviel zu verraten, kann man sagen, dass Regisseur Pölsler auf jegliche Erklärungen und Erläuterungen verzichtet. Er lässt die Bilder und Gedanken der Frau für sich sprechen. „Die Wand“ ist ein außergewöhnliches Kinoerlebnis, auf das man sich aber einlassen und zu dem man einen Zugang finden muss. Dann wird dieser Film lange nachwirken.
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ShayaNova Tue, 06 Nov 2012 16:40:05 -0000
Kommentar löschenwas für ein schwülstiger künstlicher käse. hier wurden wieder einmal meine schlimmsten befürchtungen bezüglich deutschem film bestätigt. warum kann man nicht mal einen film drehen, der nicht auf gedeih und verderb hyperkünstlerisch daher kommen will?
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Infuso Verde Fri, 09 Nov 2012 01:07:49 -0000
Antwort löschenklar, guck dir hollywood-produktionen an! das gros verzichtet auf kunst, gefühl und innovation ;)
das soll jetzt nicht angreifend gemeint sein, aber deutschland hat eben einen eigenen "stil" ebenso wie sich skandinavische von französischen und diese wieder von amerikanischen (beliebig weit fortführbar) produktionen in ihrem stil unterscheiden. ist halt alles eine frage des geschmacks. und es gibt so einige deutsche produktionen, die in keinster weise hyperkünstlerisch sein wollen und es auch nicht sind :)
Tekl Tue, 13 Nov 2012 22:04:25 -0000
Antwort löschenKannst du das „hyperkünstlich“ mal genauer beschreiben? Was erscheint dir künstlich. Mir ergeht eher anders herum, der Film ist emotional, tiefgründig und wird sehr authentisch gespielt.
Okay, wenn man mit negativen Erwartungen in einen Film geht, wo einen klitzekleinste Bestätigungen das Gesamtbild stören, dann hat so ein Film verkackt. Mir geht es in ähnlicher Weise mit Ami-Filmen so. The Green Mile hat sich's bei mir mit der Kinoszene verscherzt.
ShayaNova Wed, 14 Nov 2012 06:35:44 -0000
Antwort löschenhmm.. eigentlich bin ich nicht hier, um meine meinung zu diskutieren, da ich sie nicht für absolut halte. filme sind einfach geschmackssache, das hat mit erwartungshaltung wenig zu tun. hyperkünstlerisch war ironisch gemeint, d.h. ich halte den film für verkrampft pseudo-künstlerisch. erklärt das meine meinung besser? wenn dir der film gefallen hat, ist das doch etwas schönes. das wird nicht weniger, nur weil mir der film nicht gefallen hat :)
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Tekl Wed, 14 Nov 2012 07:51:51 -0000
Antwort löschenHat sich quasi erledigt, weil ich eben Hyperkünstlich gelesen habe und nicht Hyperkünstlerisch. ;-)
ShayaNova Wed, 14 Nov 2012 12:23:11 -0000
Antwort löschenahja.. ist mir heute morgen gar nicht aufgefallen, da war ich noch nicht ganz bei mir *g*
Janus Winter Wed, 31 Oct 2012 23:17:57 -0000
Kommentar löschenGrandioser Roman trifft auf grandiose Schauspielerin trifft auf faszinierende Landschaften.
Bunnyfaktor: 0
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Benchmark Wed, 31 Oct 2012 21:24:29 -0000
Kommentar löschenFand den Film genial, sicherlich nicht für jeden aber die tiefere Bedeutung des Seins und die zu anfangs erdrückende Situation verbunden mit dem Zusichselberfinden fand ich erstaunlich gut gespielt.
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