Die Wand

Die Wand (2012), AT/DE Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 11.10.2012

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7.1
Kritiker
20 Bewertungen
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6.8
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44 Kommentare
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von Julian Pölsler und Julian RomanPölsler, mit Martina Gedeck und Hans-Michael Rehberg

Im Mystery-Drama Die Wand wird Martina Gedeck in den Bergen durch eine unsichtbare Wand von der restlichen Welt isoliert. Allein in ihrer Kapsel, muss sie ihre Einsamkeit bezwingen und das Geheimnis der Wand lösen.

„Zurück zur Natur!“ so lautet die bekannte Redewendung von Jean-Jacques Rousseau. Mit dieser Aufforderung sieht sich auch eine namenlose Frau (Martina Gedeck) in Die Wand förmlich konfrontiert, als selbige sie eines Tages mysteriöserweise von ihrer Umwelt abschottet. Dabei hatte alles nach einem erholsamen Wochenende mit ihrer Cousine und deren Ehemann (Ulrike Beimpold und Karlheinz Hackl) ausgesehen. Als das Ehepaar aber nach einem allein unternommenen Ausflug nicht zurückkehrt und die Frau die Wand entdeckt, muss sie lernen, sich mit den neuen Gegebenheiten zu arrangieren und die Zivilisation durch die neue Waldeinsamkeit zu ersetzen.

Hintergrund & Infos zu Die Wand
Die Wand basiert auf dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer aus dem Jahre 1963. Inszeniert wurde Die Wand vom österreichischen Landsmann Julian Pölsler, der in Deutschland vor allem durch seine Fernseharbeiten wie Polt muss weinen oder Der Schandfleck bekannt ist (in beiden Filmen spielt auch Hans-Michael Rehberg mit, der auch in Die Wand auftritt). Martina Gedeck, die namenlose Hauptdarstellerin in Die Wand, hat sich auch durch international renommierte Filme wie Bella Martha (im amerikanischen Remake Rezept zum Verlieben mit Catherine Zeta-Jones und Aaron Eckhart), Der Baader Meinhof Komplex oder Jud Süß – Film ohne Gewissen von Oskar Roehler einen Namen gemacht.

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Cast & Crew


Kritiken (17) — Film: Die Wand

Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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8.5Ausgezeichnet

Ein minimalistischer Film mit fast maximaler Wirkung, dem etwas weniger Off-Kommentar sicher gut getan hätte.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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10.0Herausragend

Als unverfilmbar galt Marlen Haushofers viel beachteter Roman nach seinem Erscheinen, doch mit einem genialen Kunstgriff widerlegt Regisseur Pölsler diese Behauptung: Bild und Ton laufen auf separaten Spuren nebeneinander her. Visuell zeichnet der Film das Trauma einer Frau nach, die plötzlich mitten in herrlichem Gebirge vor einer unüberwindbaren Wand steht, hinter der alles tot zu sein scheint. Dazu spricht die Darstellerin aus dem Off Haushofers Prosa, stimmungsvoll untermalt von Klängen aus Bachs Violinpartiten. Martina Gedeck meistert den nur leicht gekürzten originalen Text in einem unverwechselbaren introvertierten Ton, in dem Schmerz, Trauer und Überlebenswillen mitschwingen. Mit einem Hund, einer Kuh und einer Katze muss ihre Heldin überleben, die sich allmählich zu einer Lebenskünstlerin entwickelt. Allerdings weniger als apokalyptisches Szenario oder feministische Robinsonade deutet Pölsler Haushofers kontrovers interpretierbaren Gedankenstrom schlüssig als Zustand einer Depression. Kirsten Liese

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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

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6.0Ganz gut

Pölsler fällt für jene dramatische Szene nichts weiter ein als das Standardmittel der Zeitlupe. So ist Die Wand, der Film, vor allem eine sensible Hommage an einen meisterlichen Roman. Die kongeniale Vision einer Welt, in der der Mensch aufhört, ein „einzelnes, abgesondertes Ich“ (Haushofer) zu sein, bleibt er schuldig. Redlich.

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Barbara Petsch: Die Presse Barbara Petsch: Die Presse

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7.0Sehenswert

[...] schwelgerische Naturimpressionen können die Magie des Originals nicht ersetzen. [...] Trotzdem ist Julian Roman Pölslers Die Wand schön geworden, vor allem dank der großartigen Protagonistin, gespielt von Martina Gedeck, die mit beredten Gesten und sparsamem Spiel die Stimmungen dieser Die Frau genannten Namenlosen eindrucksvoll konturiert.

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Britta Schmeis: Stern Britta Schmeis: Stern

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6.5Ganz gut

Pölslers Film ist eine ruhige, oftmals melancholische Studie, die sich ganz unterschiedlich interpretieren lässt. [...] Die teils monotonen Monologe der Frau, die langen Einstellungen und symbolträchtigen Bilder verlangen dem Zuschauer zwar einiges ab, nehmen einen aber doch gefangen.

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J. Zylka: Der Tagesspiegel J. Zylka: Der Tagesspiegel

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8.0Ausgezeichnet

Marlen Haushofers Roman über eine rätselhaft eingesperrte Eremitin gilt als Kultbuch. [...] Die Wand [ist] kongenial verfilmt worden - mit einer beeindruckenden Martina Gedeck in der Hauptrolle.

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Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter

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7.5Sehenswert

Eine umgekehrte Dystopie – die Natur als Bedrohung für das Individuum – die auch durch ihre Zeitlosigkeit nach wie vor beeindruckt und fesselt.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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9.0Herausragend

Ein außergewöhnlicher Film, der nicht zuletzt dank seiner filmischen Qualitäten zu den eindrucksvollsten Kinoerlebnissen des Jahres zu zählen ist.

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H.P. Koll: film-dienst H.P. Koll: film-dienst

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9.0Herausragend

Die Wand ist wie die Vorlage vielfältig lesbar [...] als bittere Kritik an der Zivilisation sowie als metaphorische Darstellung einer Depression. [...] Getragen von der herausragenden Martina Gedeck als Darstellerin und Rezitatorin, schreibt sich der Film tief ins Gedächtnis ein.

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Claudia Lenssen: epd Film Claudia Lenssen: epd Film

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8.0Ausgezeichnet

Die Wand appelliert auf den ersten Blick an klaustrophobische Urängste, entfaltet in diesem Szenario jedoch eine Geschichte der abgeklärten Überlebenskunst, ein Bild nie versiegender Empathie für die Natur [...]. Das uneitle minimalistische Spiel von Martina Gedeck steht in Roman Pölslers Inszenierung für diese Hoffnung.

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Carsten Happe: Schnitt Carsten Happe: Schnitt

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8.5Ausgezeichnet

Martina Gedeck [...] kann in dieser One- Woman-Show die ganze Bandbreite ihres facettenreichen Spiels aufbieten, das sie einst zu einer der interessantesten Darstellerinnen ihrer Generation machte.

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Birgit Glombitza: EPD-Film Birgit Glombitza: EPD-Film

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7.5Sehenswert

Martina Gedeck stemmt als erzählerisches Zentrum, was eine Schauspielerin nur stemmen kann. Mit einer klug zurückgenommenen Stimme, klarsichtig, nüchtern, trägt sie ihre Figur durch die Isolation, durch Angst, Bedrohung, aber auch durch das Glück, das sie in der Erhabenheit der Bergmassive [...] findet.

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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8.0Ausgezeichnet

Julian Roman Pölsler findet eindringliche Bilder von grandioser, ungerührter Landschaft, die Trost, Bedrohung und alleinige Begleitung in einem ist [...]. So ist die Literaturverfilmung Die Wand eher ein klassisches Drama denn ein Mystery-Thriller.

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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR

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9.5Herausragend

Die Wand ist ein bildgewaltiges Drama mit einer grandiosen Martina Gedeck, die in manchen Szenen [...] sogar präsenter scheint als das monumentalste, Atem beraubendste Bergpanorama es jemals sein könnte.

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Moviefan29

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Da der BR an der Produktion des Filmes beteiligt war, kann das aber nicht unbedingt Objektiv sein oder? Bitte das nicht böse zu nehmen, is nur eine nervige Frage, mehr nicht!


José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Bei der Verwandlung der Erzählerin fällt es nicht nur auf, dass sie die Veränderung mit Gleichmut erträgt, so dass sie keinen Gedanken an einer Erklärung für das Unerklärbare verschwendet. Darüber hinaus macht sie sich ebenso wenig Gedanken, was aus den anderen Menschen, etwa aus dem befreundeten Ehepaar geworden sein könnte. Im Gegensatz dazu trauert sie, als sie zwei ihrer Tiere verliert: „Da waren wir nur noch zu zweit“, heißt es. Als sie unerwartet einem Mann begegnet, sieht sie in ihm, wahrscheinlich zu Recht, nur eine Gefahr, auf die die Frau mit Gewalt reagiert.

Marlen Haushofers Roman wurde seit seinem Erscheinen auf verschiedene Art und Weise gedeutet. Handelt es sich um einen postapokalyptischen Roman oder einfach um Weltflucht, da die Frau zur unfreiwilligen Einsiedlerin wird? Dadurch, dass alle männlichen Wesen sterben und die weiblichen überleben, wurde „Die Wand“ auch als feministischer Roman interpretiert. Manche Literaturkritiker bemängelten die fehlende religiöse Perspektive, die nun auch im Film auffällt. In der Frage der Deutung spielt eine Aussage des Regisseurs eine wichtige Rolle. Denn Julian Roman Pölsler bedauert, die Stille nicht angemessen inszeniert zu haben: „Die Demut vor der Schöpfung geht heutzutage leider völlig verloren. Daher spielt die Natur für mich im Film eigentlich noch viel zu wenig die Hauptrolle. Am liebsten hätte ich neben dem Off-Kommentar und den Bach-Partiten noch einer dritten Form der Sprache des Films mehr Raum gegeben: Der Stille in der Natur.“ Durch seine getragene (Film-)Sprache eröffnet „Die Wand“ dem Zuschauer indes die Chance, sich mit der Erzählerin die Grundfragen des Lebens zu stellen.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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1.0Ärgerlich

Marlen Haushofers Roman galt als unverfilmbar - und man sollte nach Sichtung von Julian Pölslers unerträglich zähem Versuch einer Leinwandadaption festhalten, dass er wohl noch immer unverfilmbar bleibt.

Was als Buch unzählige Leser in seinen Bann gezogen und die weibliche Emanzipation in den Mittelpunkt eines surrealen Szenarios verlagert hat, verkommt als Film zum unfreiwillig komischen Mysteryschinken, in dem ausgiebig aus einem Tagebuch vorgelesen und eine durchaus intime Beziehung mit den Haustieren aufgebaut wird. Zumindest gibt es streckenweise schöne Landschaftsaufnahmen zu sehen und Martina Gedeck gibt sich alle Mühe, gegen die unendliche Ödnis anzukämpfen.

Am Ende könnte man hier meinen, dass Lars von Trier "Heidi" inszeniert habe - und sich fragen, warum im Abspann gleich vier dramaturgische Berater notwendig waren ... die werden doch eh nur mit ihren Köpfen geschüttelt haben.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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5.0Geht so

Blasphemischer Literatur-Film-Hybrid zwischen bebilderter Vorlesung und Film mit Audiokommentar. Wunderbare Geschichte mit teilweise grandiosen Bildern, die Kino atmen. Doch der Film wagt sich nicht von der Vorlage zu trennen, er verehrt sie und benutzt das Kino nur als Ergänzung für Lesefaule.

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Kommentare (27) — Film: Die Wand


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zmpfl

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Bewertung6.0Ganz gut

Einsamer Mensch in der Natur,
Darüber gibt es unzählige Bücher und unzählige Filme.
Ist auch ein dankbares Thema: Drama, Spannung, Philosophie und schöne Bilder (im Film), da kann man alles reinpacken.
Das wird hier auch gemacht: Handwerklich solide, wenn auch ein bißchen kitschig (viele "schöne" Landschaftsaufnahmen, Hund in Zeitlupe)

NUR: Was soll diese Wand ?
Der SF/Mystery-Ansatz ist mMn völlig überflüssig, trägt nichts zur Geschichte bei, führt auf die falsche Fährte und hinterlässt ärgerliche offene Fragen.

Mag sein, daß es im Buch eine sinngebende Bewandnis mit der "Wand" hat, im Film kann ich keine erkennen.

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J.R.K.

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich mag einfach Filme über aussergewöhnliche Lebensituationen. Auch wenn der Film recht langsam erzählt wird. Die entmutigte Off-Stimme, störte mich nicht. Man muss sich ja in die isolierte, hoffnungslose Situation reinversetzen können, die die Hauptfigur durchmacht. Man redet ja nicht ständig mit sich selbst, ausserdem ist es ja mehr als Rückblick aus dem Tagebuch zu sehen. Kein Film für jedermann, aber mir hat er gefallen.

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MrDepad

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Die Wand" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans, der als unverfilmbar gilt.
Ich selbst hab das Buch nicht gelesen, deshalb bewerte ich den Film unabhängig davon.
Eine Frau fährt zu einem kleinen Urlaub in eine Waldhütte, in der sie ihre Cousine und deren Mann besuchen möchte. Am Morgen nach ihrer Ankunft ist sie allerdings völlig alleine in dem Waldareal und macht eine beunruhigende Entdeckung, denn eine unsichtbare Wand scheint sie von der Außenwelt komplett abgeschnitten zu haben. Nur in Gesellschaft einiger Tiere versucht sie, mit ihrer neuen Lage klar zu kommen.
Martina Gedeck spielt die namenlose Hauptdarstellerin wirklich wunderbar, dabei fällt vor allem ihre markante Stimme auf, die einen durch extrem viele Off-Kommentare durch den Film begleitet. Durch das Führen von Tagebüchern und Notizen wird die Geschichte von hinten aufgerollt, dabei wird eine Atmosphäre kreiert, die nicht selten an die eines "Antichrist" eines gewissen Herr von Trier erinnert. Die Isolation und Einsamkeit der Protagonistin wird von Gedeck sehr eindrucksvoll dargestellt, während die schöne Kulisse an sich auch schon eine gewisse Faszination ausstrahlt.
Das Tempo des Films ist dabei ziemlich langsam gehalten, wodurch die Konzentrationsspanne des Zuschauers das ein oder andere Mal sicherlich auf die Probe gestellt wird, doch das ist zweifelsohne Teil des beklemmenden Konzepts des Films.
"Die Wand" ist ein stilles Drama, welches durch eine beunruhigende Ausgangssituation, eine tolle Hauptdarstellerin und die ruhige, bedrückende Erzählweise überzeugt. Kein leichter Film für zwischendurch, sondern schwere Kost, die durchaus zum Nachdenken anregen kann.

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Kasparle

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Klingt gut. Bin mir aber 100% sicher, dass das Buch nicht verfilmbar ist, bzw. selbst eine gelungene Verfilmung dem Buch nicht gerrecht wird. Von daher behalte ich lieber die Bilder die meine Phantasie geschaffen hat im Kopf, als dass ich sie duch die eines vermutlich sogar gelungenen Films ersetze. Das Buch zu lesen kann ich dir auch nur ans Herz legen: )


Ba11er

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Bewertung1.0Ärgerlich

Das ist kein Film sonder nein Hörbuch. Ich dachte mir die ganz Zeit nur: stop that fucking voice over!! Anscheinend wussten die Macher nicht, dass in einem Film eine Geschichte mit Bildern erzählt wird und nicht mit Wörtern.
Aber das kommt davon, wenn man die Original-Literatur als Drehbuch nutzt.
Aber wenn ich ein Buch lesen will, lese ich ein Buch und schau mir keinen Film an!
Die Hauptfigur ist langweilig, emotionslos und unglaublich dumm! Woher ich weiß, dass sie dumm ist? Das haben mir ihre dämlichen Gedanken verraten, die zum größten Teil überhaupt keinen Sinn machten. "oh, ich muss die Kuh melken und mich um sie kümmern, sie hilf mir, ist aber gleichzeitig auch eine Last für mich, ich nenne sie Bella, obwohl es eigentlich nicht nötig ist ihr einen Namen zu geben, sie ist ja die einzige Kuh im Wald, vielleicht sogar im ganzen Land." FUCK YOU!!!

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midesp

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"dass in einem Film eine Geschichte mit Bildern erzählt wird und nicht mit Wörtern. " sagt wer? Wenn das so wäre, könnte man ja jeden Film mit stumm geschalteten Lautsprechern ansehen. Your argument is invalid!

Deine Behauptungen nach zu Urteilen, gehe ich auch mal stark davon aus, dass du den Film schlichtweg nicht verstanden hast. Es geht hauptsächlich darum ein Menschenleben zu dokumentieren, welches sich in völliger Isolation wiederfinden muss. Du würdest natürlich richtig cool vor dich hinchillen, is ja alles easy, locker flockig bei dir, oder?

Aber so ist das eben nicht, wenn man ca. 2 Jahre abgeschieden von der "Aussenwelt" lebt und niemanden hat, nur das Gefühl des Verantwortungsbewusstseins gegenüber den anderen Lebewesen. Wieso ist das also dumm, wenn sie schreibt, dass die Kuh auch eine Last für sie ist? Das ist doch wohl ganz logisch und einfach nachzuvollziehen. Mit der Kuh hat sie sich ein weiteres Lebewesen angeschafft für das sie Verantwortung übernehmen muss.

Und damit wären wir beim nächsten Punkt, nämlich der angeblichen Emotionslosigkeit. Wenn du dir alleine schon die Stellen anschaust und anhörst, in denen sie von Luchs redet und ihm nachtrauert, wird dir vielleicht bewusst, dass du besser noch einmal deine eigenen Aussagen hinterfragst bevor du sie niederschreibst.

Und, warum ist das mit Bella so abwegig? Ja, möglicherweise ist sie die einzige Kuh im Wald und bräuchte keinen Namen. Aber das kann ich genauso von den meisten Haustieren behaupten. Warum geben wir unseren Tieren dennoch Namen, warum wird die Kuh von ihr liebevoll Bella genannt? So einfach ist's: Wir personifizieren. Wir personifizieren Tiere und verschaffen ihnen somit eine eindeutige Identität, weil es eine ganz andere Beziehung zu dem Lebewesen schafft als wenn wir nur "Hund!" oder "Katze!" rufen würden. Und diese Personifizierung scheint in einem Zustand der völligen Isolation noch weitaus wichtiger zu sein, als in einer normalen Lebenslage.


Ba11er

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Sie geht ins Bett und erzählt, dass sie die Tür verschlossen hat und den Schlüssel mit in ihr Zimmer nahm. Nun wahrscheinlich tat sie das weil sie angst hatte. Ist ja ok. Aber warum zeigt sie uns das nicht? Warum sehen wir nicht, wie sie die Tür mit ängstlichem Blick zuschließt? Warum redet sie nur darüber? Wir ist egal wir sehr sie emotional von der ganzen Situation leidet, wenn sie nur darüber redet und mir das nicht zeigt!
Und genau das meine ich mit "eine Geschichte mit Bildern erzählen." Das zeichnet nun mal einen Film aus!
Ich will sie nicht 20 Minuten durch den Wald spazieren sehen und dabei ihr Gelaber über die Natur, die Tiere, Luchs und das Universum hören. Ich muss nicht jeden einzelnen Gedanken, der ihr durch den Kopf geht wissen. Das gehört nicht in einen Film sondern in einen Buch!
Der Film hatte eine starke Szene: (SPOILER) Und zwar als ihr Hand starb. Weil es da keinen Voice Over gab. Es war so erleichternd und befreiend mal nicht ihr monotone Stimme zu hören. Das hätte auch die ganze Dramatik in der Szene zerstört. So war alles viel greifbarer für den Zuschauer. Man wurde nicht abgelenkt von ihren Gedanken.

Man erfährt auch nichts über die Frau. Wie soll ich eine emotionale Bindung mit dem Charakter schaffen, wenn ich sie nicht kenne? Allein die Tatsache, dass sie in einer ausweglosen Situation ist, reicht dafür nicht aus. Wo kommt sie her? Was macht sie sonst so? Hat sie Familie? Wie heißt sie eigentlich?

Aber wenn dir der Film gefällt, warum auch immer, ist das schön für dich. Wahrscheinlich hast du auch das Buch gelesen und kannst somit die einzelnen Szenen besser interpretieren.
Ich fand den Film einfach nicht langweilig.


Tellus Co.

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vorgemerkt

irgendwie sinnlos... Aber inhaltlich und atmosphärisch gut umgesetzt. Schon ein nettes interessantes Gedankenspiel... Jedoch scheint die Wand ja nicht allgegenwärtig zu sein, wie man an dem wilden Wetter (Wind, Regen, Schnee, Gewitter, Sturm) sieht. Außer sie ist so zu sagen halbdurchlässig..whatever... aber darauf wird ja leider nie richtig eingegangen :/

Und wo zum Teufel kam eig dieser Mann her??! Alles in allem wurde in dem Film für meinen Geschmack viel zu wenig erklärt und ich hab die Botschaft jetzt auch nicht wirklich richtig bekommen...

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veinsofblossom

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Wäre es anders, die Wand "durchlässig" wäre es wohl auch nicht wirklich der Film, geschweige denn die Thematik, die den Film ausmacht. Wenn die Wand durchlässig, aber mehrere hundert Meter hoch ist, versuch die hochzuklettern ;) Aber das mit dem Mann wird im Buch etwas näher verdeutlicht, aber habe das Buch gelesen und muss sagen, muss man nicht näher verdeutlichen. Es wird hier aus einer Ich-Perspektive erzählt, wo er herkommt, das weiß die Frau auch nicht. Wie sollen wir das dann wissen können?


Tellus Co.

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haha.. hast wahrscheinlich Recht. Ich an ihrer Stelle hätte aber denk ich die Hoffnung gehabt, dass wo der Typ herkam vielleicht noch mehr sind. Und dann sag ich mir doch, lieber von Zeit zu Zeit mal ein paar kranke Irre als immer nur allein mit Tieren...(>>Spoiler<<von der jetzt auch noch die Hälfte tot sind) :/


momopipi

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Bewertung4.0Uninteressant

Für mich ist es viel zu roh. Plötzlich befindet sich die Frau in einer ganz anderen Lebenssituation und dann lässt man erstmal schön den Minimalismus raus.
Der Stil überzeugt mich nicht. Man weis nichts über die Frau, man weis nichts über die Hintergründe des Mysteriums und ich weis nicht, wie mich der Film bereichern soll.
Eine realistischere Herangehensweise hätte mir viel mehr gefallen, aber so hat man dafür etwas mehr von surrealer Atmosphäre. So ein transzendenter Stil erreicht viele Underground-Filmfreaks, aber mich nicht.

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AgentGuhl86

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es fällt ziemlich schwer "Die Wand" in eine Genreschublade zu quetschen. Es finden sich Drama, Mystery, Thriller und Horror wieder. Definitiv darf man keine heiteren Momente erwarten, nur beklemmende 2 Stunden, die einen zum Nachdenken anregen dürften. Was "Die Wand" nun sagen will, kann kaum Platz in diesem Kommentar finden. Dazu lässt er einfach zu viele Möglichkeiten der Intepretation zu. Ist die Wand wirklich real? Wenn ja, war sie bis zum Schluss vorhanden? Ist es eine Analyse menschlichen Anpassungsverhaltens? Ich weiß es nicht und kann nur ins Blaue raten. Um schlauer zu werden, hab ich mir Buch inklusive Erläuterungen besorgt. Vielleicht kann ich den Kommentar dann irgendwann mal inhaltlich erleuchten. Eine Empfehlung kann ich ohne Zweifel aussprechen. Der Mut einen solch schwermütigen Film, der knapp 2 Stunden eine One-Woman-Show ist und an keiner Stelle langweilig ist, sollte mit vielen Zuschauern belohnt werden.

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DerDude_

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ach herrje,
so etwas erlebt man doch selten, das einem ein Film aus dem deutschsprachigem Raum über den Weg läuft der etwas völlig unkonventionelles und selten erlebtes präsentiert.
DIE WAND ist kein gewöhnlicher Thriller und auch kein wirkliches Drama. Viel zu sehr wird sich hier einem Genre widersetzt. Filmische Konventionen werden gekonnt ignoriert.
Stadtessen lässt sich DIE WAND eher als ungefilterten, visualisierten Gedankenstrom bezeichnen, der voller Möglichkeiten und Freiraum ist.
Die recht simple Geschichte einer namenlosen Frau, welche mitten in der Natur von einer unsichtbaren Wand gefangen wird, entwickelt sich schnell zu einem Szenario, das wir trotz aller Banalitäten alle verstehen : Ein Szenario der Abgeschiedenheit, der Beklemmung und der entsetzlichen Hilflosigkeit, welches den Zuschauer bedrückt. Wirklich gesprochen wird in dem Film nicht, aber dafür besteht der komplette Film aus dem Voice-Over der Frau. Es dominiert die Szenen und Orte, welche nur als visuelle Verwirklichung zu ihrem Geschriebenen dient. Nur selten steht das Gesehene für sich, ansonsten ist es dem Off Text untergeordnet.
Was sich, in Anbetracht der wunderschönen Aufnahmen, ein bisschen nach Malick anhört, ist in Wahrheit viel düsterer und bedrückender. Vom Setting her erinnert der Film sehr an Lars von Triers ANTICHRIST, da auch hier Vergleiche zwischen Mensch und Natur gezogen werden, aber deutlich weniger Symbolträchtig und kein bisschen so brutal.
Die Frage nach der Bedeutung der Wand lässt der Film offen sodass es am Zuschauer selbst liegt sie zu entschlüsseln. Persönlich würde ich weniger die Wand selbst als Symbol sehen, sondern eher was sie mit der Protagonistin macht. Das Gefühl der totalen Isolation und Gefangenschaft, aber auch die Rückkehr zur Natur und zu sich selbst.
DIE WAND ist ein Film, der besonders durch seine einzelnen Sequenzen besticht. Sequenzen des Zurechtfindens mit dem Szenario, dominiert von dem Erzähltext aber auch von Momenten der nackten Angst, bei der jedes Geräusch einen Schock darstellt. Solche Filme erlebt man im deutschsprachigem Raum höchstens von Haneke.
Wunderbar !

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stalker

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Lies den Roman. Mit den Bildern des Films vor den Augen wird der noch wunderbarer.


Hyperion00731

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Eine frau sitz 2 stunden hinter einer Wand.
Sorrry aber das ist mir zu niveaulos geworden.

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stalker

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein einfacher Weg, den Text sprechen zu lassen, ihn lediglich zu bemalen, was dank Martina Gedeck, sollte ich Marlen Haushofers Roman ein zweites Mal lesen, und das wird geschehen, werde ich nur noch Martina Gedeck sehen, durchaus funktioniert und zuweilen sogar ergreift, dazu diese Landschaft, diese Bilder wie aus den schönsten Alpenkalendern, die stimmen und wirken, und doch, Julian Pölslers Verfilmung ist nicht mehr als eine kleine, feine Hintergrundmelodie zu Haushofers Roman, und nicht einmal das. Das Zerstückeln des Textes auf Spielfilmformat, da bleibt so manches fern, unberührt, da wirkt manches holprig und manche Sätze bleiben ohne Bedeutung.
Schade.

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Anais525

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Bewertung7.5Sehenswert

War ein spontaner Kinoabend und es wurde die richtige Wahl getroffen. Trotz der starken Schwermut, die einen den ganzen Film über etwas erstarren lässt, bilden die überragende Schauspielleistung (Mimik und Gestik sind hier unverwechselbar - man hört eigentlich nur die Stimme aus dem Off), die wunderbaren Bilder der Natur und die Gedanken und Fragen, die einem der Film hinterlässt, ein insgesamt sehr stimmiges Bild. Man beschäftigt sich einfach noch länger mit dem Film, allein schon wegen des offenen Endes.

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Harry Reuss

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Bewertung1.0Ärgerlich

...in Stichworten: Dame ohne Handy? Wo kommt sie her? War sie verheiratet, geschieden ? Hatte sie Kinder ? War sie berufstätig oder nur Hausfrau? Hat sie studiert oder nur Volksschule? Rätsel über Rätsel...Die Frau Autorin scheint mir zuviel Sartre gelesen zu haben...s'ist einmal von "Geworfensein" die Rede.-
Zum Einschlafen, trotz wunderschönem Dachstein.-

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Harry Reuss

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...na ja, det is ja schon wat, chaini - ick frage mir nur, warum taucht
der Kommentar von Knut nich mehr uff ? Un denn war da ooch noch
so'n zickiger Kommentar von eener weibl.Person - fehlt ooch - also,
ick wer' aus diesem System nich richtich schlau...


Harry Reuss

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...halt, chaini, jetzt ist der Groschen bei mir gefallen - ist ja ganz einfach - hab alles gefunden.- Mach's jut.-


Thomas479

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Bewertung9.0Herausragend

Der nächste, angeblich unverfilmbare Roman, der es in diesen Tagen doch auf die große Leinwand gebracht hat. Der Film „Die Wand“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer aus dem Jahr 1963. Eine Frau reist mit ihrer Cousine und deren Mann in eine Jagdhütte, die sich in einem einsamen, abgeschlossenen Tal in Oberösterreich befindet. Das Ehepaar geht nach der Ankunft noch ins Dorf, die namenlose Frau bleibt mit einem Hund alleine in der Hütte zurück. Als sie am nächsten Morgen erwacht, ist sie immer noch alleine, ihre Begleiter sind in der Nacht nicht aus dem Ort zurückgekehrt. Als die Frau sich auf den Weg Richtung Zivilisation machen will, stößt sie draußen in der Natur gegen eine unsichtbare Wand. Sehr langsam nur begreift sie, dass sie vom Rest der Welt abgeschnitten und auf sich alleine angewiesen ist.

Die Ausgangsposition könnte durchaus von Stephen King stammen, der mit seinem Buch „Die Arena“ vor einigen Jahren eine ähnliche Idee umsetzte, allerdings mit einem komplett anderen Plot. Im Film von Julian Pölsler gibt es keine Verschwörungstheorien und das Böse ist nicht greifbar. Es gibt einfach nur diese Wand, die über Nacht aufgetaucht ist und alles verändert hat. Martina Gedeck in der Hauptrolle reagiert danach genau so, wie wir es wohl auch gemacht hätten. Sie glaubt zuerst nicht das, was sie ja auch nicht sehen kann, diese unsichtbare Mauer, die sie jetzt gefangen hält. Das ist völlig irrational. Sie ist zunächst irgendwie fasziniert, von dieser Wand, dann sucht sie nach Fluchtmöglichkeiten und bricht schließlich unter Tränen zusammen.Schließlich nimmt sie die Situation an und wird zum Naturmensch. Das Irrationale wird rational.

Über fast die ganze Länge des Films gibt es nur Martina Gedeck und ihre Gedanken als Stimme aus dem Off. Sie spielt diese Rolle großartig. Ihre Wandlung zur Landwirtin und Jägerin, vor allem wie sie mit ihrer Umgebung eins wird, mit ihr geradezu verschmilzt, ist absolut nachvollziehbar. Dafür braucht der Zuschauer natürlich Geduld und Sitzfleisch.Es gibt großartige, geradezu poetische Bilder und ebensolche Gedanken, aber keine Dialoge. Die Jahreszeiten werden hervorragend in Szene gesetzt und gerade ihr Übergang, ihr ständiger Wechsel, zeigen wie vergänglich alles ist. Die Frau hat nur sich selbst und ihre Tiere: einen Hund, eine Katze und eine Kuh. Katze und Kuh bekommen Nachwuchs. Doch sie werden nicht alt.

Am Ende ist Martina Gedeck als Namenlose mehr oder weniger alleine, nur eine ausgestoßene weiße Krähe ist ihr geblieben. Ohne zuviel zu verraten, kann man sagen, dass Regisseur Pölsler auf jegliche Erklärungen und Erläuterungen verzichtet. Er lässt die Bilder und Gedanken der Frau für sich sprechen. „Die Wand“ ist ein außergewöhnliches Kinoerlebnis, auf das man sich aber einlassen und zu dem man einen Zugang finden muss. Dann wird dieser Film lange nachwirken.

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ShayaNova

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Bewertung1.0Ärgerlich

was für ein schwülstiger künstlicher käse. hier wurden wieder einmal meine schlimmsten befürchtungen bezüglich deutschem film bestätigt. warum kann man nicht mal einen film drehen, der nicht auf gedeih und verderb hyperkünstlerisch daher kommen will?

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Tekl

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Hat sich quasi erledigt, weil ich eben Hyperkünstlich gelesen habe und nicht Hyperkünstlerisch. ;-)


ShayaNova

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ahja.. ist mir heute morgen gar nicht aufgefallen, da war ich noch nicht ganz bei mir *g*


Janus Winter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Grandioser Roman trifft auf grandiose Schauspielerin trifft auf faszinierende Landschaften.

Bunnyfaktor: 0

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Benchmark

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Bewertung9.0Herausragend

Fand den Film genial, sicherlich nicht für jeden aber die tiefere Bedeutung des Seins und die zu anfangs erdrückende Situation verbunden mit dem Zusichselberfinden fand ich erstaunlich gut gespielt.

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Moviefan29

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Bewertung5.5Geht so

Endlich bin ich dazu gekommen, mir den anzuschauen. Wie erfreulich! Klingt ja mal nach einem Thema nach meinem Geschmack, und dann noch eine Literaturverfilmung eines Romanes derartigen Kalibers? Klarer Fall, denk ich, ich glaube der is was für mich. Aber wie das mit dem Glauben halt so is, so wissen wir ja das Glauben nicht gleich Wissen ist. Obwohl ich auch Glaube was ich weiß, und ich weiß das der Film eindeutig nicht mein Fall war. Was TV-Regie Nichtskönner Julian Pölsler hier abliefert erinnert Atmosphärisch weitgehend eher an einen TV Heimatfilm, als an eine Ernst zu nehmende Literaturverfilmung, oder -Interpretation muss man fast sagen. Dieses Gefühl wird noch stark verstärkt durch Martina Gedeck, die sich hier nicht unbedingt Wandlungsfähig zeigt, was für den Verlauf der Geschichte aber ungemein wichtig gewesen wäre. Hin und Wieder wirkt, -Meiner Meinung nach, - vor allem ihre Mimik auch in Relation zum, im Off gesprochenen Text, der die Szene quasi beschreibt einfach unpassend. Der Monolog-Artige Text aus der Ich-Perspektive aus dem Off, ist dafür aber übrigens umso wundervoller, weil es sich hier um Auszüge aus dem Roman handelt. Aber ansonsten hat "Die Wand" tatsächlich nicht viel zu bieten, außer vielleicht der ein- oder anderen schönen Naturaufnahme. Sämtliche CGI's hätten sie lieber gleich draußen lassen können, und damit den Artists und auch dem Publikum Nerven erspart. Die Animierten Objekte, bzw. animierten "Kamerafahrten" wirken nämlich billig und nehmen dem Film zusammen mit der in meinen Augen unpassend-blumigen Optik des Filmes auch das letzte bißchen Atmosphäre. Und als ob das noch nicht genug, sei traut sich der Herr Pölsler auch noch an die Von Trier'sche Super-Slowmotion Szenen ran, die zwar zugegebenermaßen nicht völlig deplaziert sind, aber irgendwie auch nicht besonders ästhetisch gestaltet sind, und Qualitativ mit denen Trier's in keinster Weiße zu vergleichen. Der Film zehrt bis zuletzt von der tollen Idee Marlene Haushofer's und ihren Textpassagen, doch zugegebener Maßen, hat's mich mit der Zeit eher genervt der bemüht Pseudo-Intellektuell wirkenden Martina Gedeck zuzusehen, während sie unecht Bedeutungsschwangeren Blickes durch den Wald stolpert. Wenn ihr durch die Handlung auf den Film aufmerksam geworden seid, geb ich euch einen Tipp. Lest lieber das Buch, ihr werdet's nicht bereuen.
Etwaige Rechtschreibfehler und sonstige Unstimmigkeiten bitte ich übrigens zu Entschuldigen, es is 03:15 und ich bin nah dran am Keyboard einzuschlafen.

Greetz.

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Moviefan29

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Bei *Kamerafahrten* durch das Fenster, teilweiße sogar Frost soweit ich mich erinnern kann. Außerdem war mir das Bild generell zu Künstlich. Mehr weiß ich jetzt auch nicht mehr, falls ich falsch liege, was durchaus der Fall sein kann, bitte schreien! Möchte natürlich keine Falschinfo's verbreiten. Aber ich war auch ziemlich übermüdet, als ich das geschrieben habe, wie man zweifelsohne merkt ^^


Tekl

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Okay, vermutlich war hier im kleinen Kino die Auflösung zu gering, dass mir das aufgefallen wäre. Mir ist die Szene zwar aufgefallen, aber nicht negativ.


emotionfreak

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Story ist nicht wirklich was Neues. Geschichten und Filme über Menschen, die irgendwo in der Einsamkeit alleine überleben müssen, hat es schon häufig gegeben. Mal als Abenteuerfilm mal als Film mit Tiefgang umgesetzt. Auch der Handlungsverlauf war nicht wirklich was Neues, zum Beispiel, dass die Protagonistin sich mit Tieren anfreundet und auch, dass der Hund irgendwann stirbt war eigentlich klar. Nichts desto trotz, hebt sich der Film von anderen Werken, die dieses Thema behandeln, ab. Sicherlich durch die Atmosphäre, was aber mich vor allem begeistert hat, sind diese philosophischen Gedanken, die die Protagonistin niederschreibt. Nicht mit allen konnte ich etwas anfangen, aber einige fand ich wirklich höchst interessant.
Im Prinzip kann man manches von dem, was die Protagonistin durchlebt auch auf das normale, alltägliche Leben beziehen. Egal, ob es sich um das Leben eines Obdachlosen oder das Leben eines Multimillionärs handelt. Man muss Probleme überwinden, mit Höhen und Tiefen klarkommen, seinen Platz in der Welt finden und etwas haben, wofür man lebt. Hier sind es die Tiere, um die die Protagonistin sich kümmern muß, und die ihre einzigen Freunde sind. ACHTUNG ab jetzt SPOILER
Am Ende lebt sie noch dafür, täglich die aussgestoßene weiße Krähe zu füttern. Und dass der Film genau damit endet, leitet mich doch zu dem Gedanken, dass dies ein wichtiges Thema des Films ist. Zu der Sache mit dem Platz in der Welt gab es auch so einen hochinteressanten Gedanken der Protagonistin. "Der Mensch ist intelligent genug, sich dagegen zu wehren."
Nun habe ich mich bisher vorwiegend mit der Story und der Philosophie beschäftigt, was aber gibt es noch zur filmischen Umsetzung der Geschichte zu sagen? Die Atmosphäre, wie gesagt sehr gelungen, großartige Landschaftsaufnahmen und die gute darstellerische Leistung.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man muss u.a. bereit sein, sich mit einem so schwierigen Thema wie ‘Depression‘ auseinander zu setzen, um den Film zu verstehen. Man kann sich aber auch an Martina Gedecks Schauspielkunst erfreuen und die tollen Naturaufnahmen genießen. All das sind Erklärungsoptionen zu diesem ungewöhnlichen Film.
Die großartige Martina Gedeck stößt an eine unsichtbare Wand und wird auf sich zurückgeworfen. Um sie herum ist die Welt menschenleer. Ihr bleiben nur Hund, Katze und Kuh als Gesprächspartner. Für die fühlt sie sich verantwortlich. Das motiviert sie, aufzustehen und sich und die Tiere zu versorgen. So beginnt sie uralte, inzwischen nur noch von Spezialisten getane Arbeiten zu erledigen: sie pflanzt, erntet, mäht, melkt die Kuh und geht auf die Jagd. Sie wird autark. Versucht sich über ihre Situation und über sich selbst Klarheit zu verschaffen. Dafür hat sie jede Menge Zeit droben auf der Alm. Die Selbstbesinnung weckt also verloren geglaubte Fähigkeiten.
Und da kann die Interpretation sowohl des Romans von Marlen Haushofer als auch des sich eng daran orientierenden Films von Julian Pölsler einen Schritt weitergehen. Der Mensch wird in einen quasi paradiesischen Zustand zurückversetzt. Er kann eine nie gekannte Freiheit und Unabhängigkeit erlangen auf seiner ‘Insel‘. Und lebt in völligem Einklang mit der Natur. Vorausgesetzt dies kleine Universum ist ihm genug. Und diejenigen, die dieses Paradies bedrohen, müssen bekämpft werden. Die Einsamkeit darf ihm nichts anhaben, menschliche Nähe nicht fehlen. Suizidale Gedanken bleiben außen vor. Was für ein geniales Konstrukt.

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Tekl

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Ist die Hauptfigur im Film wirklich depressiv? Depressives Gedankengut ist sicher dabei, aber ich denke, ohne es konkreter zu wissen, eine Depression äußert sich fataler.


Anais525

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Suizidale Gedanken bleiben nicht außen vor, sie spendet diesen Gedanken durchaus Aufmerksamkeit, es ist eine Option, die für sie aber nicht in Frage kommt. Es ist mehr die aussichtslose Situation, die sich in Schwermut äußert, die sie aber mit Hilfe der Tiere immer wieder neu bekämpfen muss.


burkivoll

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Bewertung7.0Sehenswert

Den Roman der österreichischen Schriftstellerin Marlen Haushofer „Die Wand“ habe ich am letzten Wochenende in einem Kino als Spielfilm gesehen. Der Film war ja in allen Feuilletons präsent, von Elke Heidenreich im „Stern“ euphorisch gefeiert: “Wie Martina Gedeck das spielt, wie sich all das- Verlorenheit, Glück, Angst und Mut – in ihrem Gesicht spiegelt, das gehört zum Wunderbarsten, was ich je in einem Film gesehen habe.“, in der „Zeit“ von Ulrich Greiner eher als langweilig abgetan: „Aber man muss diese blauschattige Waldeinsamkeit schon sehr lieben, um nicht auf die Uhr zu gucken. Fast zwei Stunden in das melancholisch stumme Gesicht der Gedeck blicken zu müssen, hält der stärkste Mann nicht aus.“
Und am Montag danach habe ich bei meinem Buchhändler noch einmal das Buch (In der neuen Auflage als Buch zum Film) schnell gelesen, denn natürlich hatten wir uns alle in den 80er Jahren den Roman als Zivilisationskritik, oder als Metapher für eine allgemeine Bedrohung, für die Unterdrückung der Frau oder die Einsamkeit des Einzelnen reingezogen.
Zuerst: Buch und Film wirken recht unterschiedlich auf mich und das liegt an der Stoff- und Textauswahl, die der Regisseur Julian Pösler in seinem Film getroffen hat.
Kein Zweifel, er stellt die in ihrem Ich gefangene Hauptperson in den Mittelpunkt des Films. Ein Außen gibt es nicht mehr, zwei Personen als Untote und verlassene Kraftfahrzeuge außerhalb der Wand symbolisieren diesen Seelenzustand. Dafür wird die Verbundenheit zu Tieren die wichtigste Kommunikation und Handlungsmotivation im Film. Der einzig lebende Mensch, der in die Abgeschiedenheit eindringt, ist ein Wilder, natürlich ein böser Mann, der ihre Tiere tötet und sofort von ihr erschossen wird.
Soweit alles klar. Frau denkt sich sein Teil, Mann auch.
Die adäquate sprachliche Form dieses Seelentrips ist das Tagebuch, dessen Auszüge im Off oder beim Schreiben von Martina Gedeck vorgetragen werden. Vermutlich wörtlich aus den Buchvorlage übernommen, so dass der Betrachter zeitweise die bebilderte Version eines Hörbuchs als Eindruck vor sich zu haben meint. Über die Qualität der aufgeschriebenen Gedanken soll hier nicht gerichtet werden, die Bildsequenzen sind schön, vielleicht manchmal zu schön, für meinen Geschmack leicht manieristisch.
Was der Film nicht zeigt (das ist nicht abwertend gemeint, sondern nur unterscheidend), ist der Kampf der Frau ums Überleben, der im Buch eine wesentlich größere Rolle spielt. Martina Gedeck mäht zwar öfter die Wiese für ihr Vieh, aber Streichhölzer zählen und sich ums Feuer sorgen ist nicht ihr Problem. Unter Krankheiten leidet sie nicht und erst recht schneidet sie sich nicht den entzündeten Kiefer auf. Diese Aspekte einer Robinsonade werden mit allen Details des Alltags vernachlässigt. Und das Wichtigste: Martina Gedeck verändert sich aber auch gar nicht, ein verschlossenes, dunkel-tiefgründiges Gesicht mag den Psychotrip widerspiegeln, aber nicht den harten Überlebenskampf in der Natur.
Da hätte ich mir Werner Herzog mit seinem „athletischen Prinzip“ als Regisseur gewünscht und Ulrich Greiner, der Rezensent der „Zeit“ hätte sicher nicht mehr aus Langeweile auf die Uhr geblickt.

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