Die Welle
Die Welle (2008), DE Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 13.03.2008
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von Dennis Gansel, mit Jürgen Vogel und Frederick Lau
Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger startet während einer Projektwoche zum Thema “Staatsformen” einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur greifbar zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: “Die Welle”. Bereits am dritten Tag beginnen die Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren. Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. “Die Welle” ist längst außer Kontrolle geraten! Verfilmung des Romans von Morton Rhue.
Handlung
Im Gymnasium des antiautoritären Lehrers Rainer Wenger (Jürgen Vogel) steht die Projektwoche an. Es geht um Staatsformen und für ihn als Ex-Berliner-Hausbesetzer steht außer Frage, dass er sich eine Woche lang mit der “Anarchie” beschäftigen wird. Doch ein Kollege war schneller und für ihn bleibt nur die “Autokratie” übrig. Trotz des offenkundig eher langweiligen Themas findet sich eine ganze Reihe Schüler beim beliebten und kumpelhaften Lehrer ein, die auf eine laue Woche hoffen.
So wundert es Rainer kaum, als die Schüler nicht gerade hochmotiviert an die Sache rangehen und beim schon ach so oft durchgekauten Thema Faschismus ihren Unmut kundtun. Doch als die Aussage, dass in Deutschland keine Diktatur mehr möglich sei, während der Diskussion fällt, ist seine Neugier weckt. Er beschließt seine Schüler einem Experiment zu unterziehen, in dem er sie mit einfachen Methoden der Nazis konfrontiert. Er fordert die Klasse auf, ihn, den sie sonst duzen dürfen, für die Woche nur noch mit “Herrn Wenger” anzusprechen und führt die Regel eine erste Regel ein: Jeder, der etwas sagen will, muss vorher aufstehen. “Macht durch Disziplin”…
Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger startet während einer Projektwoche zum Thema “Staatsformen” einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur greifbar zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: “Die Welle”. Bereits am dritten Tag beginnen die Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren. Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. “Die Welle” ist längst außer Kontrolle geraten! Verfilmung des Romans von Morton Rhue.
Handlung
Im Gymnasium des antiautoritären Lehrers Rainer Wenger (Jürgen Vogel) steht die Projektwoche an. Es geht um Staatsformen und für ihn als Ex-Berliner-Hausbesetzer steht außer Frage, dass er sich eine Woche lang mit der “Anarchie” beschäftigen wird. Doch ein Kollege war schneller und für ihn bleibt nur die “Autokratie” übrig. Trotz des offenkundig eher langweiligen Themas findet sich eine ganze Reihe Schüler beim beliebten und kumpelhaften Lehrer ein, die auf eine laue Woche hoffen.
So wundert es Rainer kaum, als die Schüler nicht gerade hochmotiviert an die Sache rangehen und beim schon ach so oft durchgekauten Thema Faschismus ihren Unmut kundtun. Doch als die Aussage, dass in Deutschland keine Diktatur mehr möglich sei, während der Diskussion fällt, ist seine Neugier weckt. Er beschließt seine Schüler einem Experiment zu unterziehen, in dem er sie mit einfachen Methoden der Nazis konfrontiert. Er fordert die Klasse auf, ihn, den sie sonst duzen dürfen, für die Woche nur noch mit “Herrn Wenger” anzusprechen und führt die Regel eine erste Regel ein: Jeder, der etwas sagen will, muss vorher aufstehen. “Macht durch Disziplin” gibt er als Kredo aus… und siehe da: Alle spielen mit, einzig Kevin (Maximilian Mauff) weigert sich. Wenger stellt den Störenfried rigoros frei, um seine Gruppendynamik nicht zu gefährden.
GemeinschaftZu Hause angekommen bericht Rainer seiner Frau Anke (Christiane Paul) erstaunt von den Ereignissen rund um sein Experiment und überlegt sich, wie er weiter vorgehen könnte. Am nächsten Tag im Klassenraum angekommen, herrscht dort nicht das sonst übliche Durcheinander, sondern Rainer wird wie aus einem Mund mit den Worten “Guten Morgen Herr Wenger” begrüßt. Sein nächstes Ziel ist es die Gemeinschaft zu stärken. Er gibt die Losung “Macht durch Gemeinschaft” vor und ändert die Sitzordnung scheinbar willkürlich. Nach ersten Protesten erklärt er, dass fortan schlechte neben guten Schülern sitzen werden, da sie sich so besser gegenseitig unterstützen können. Die Maßnahme zeigt Wirkung: Als die neue Gemeinschaft beschließt, ihr Gruppengefühl durch gemeinsame Kleidung zu dokumentieren, unterstützt Jens (Tim Oliver Schultz) Außenseiter Tim (Frederick Lau), indem er ihm anbietet für ihn ein weißes Hemd, was als Erkennungsmerkmal auserkoren ist, mitzubringen. Rainer ist begeistert.
Erste OppositionTatsächlich erscheint am nächsten morgen die ganze Klasse in weißen Hemden. Einzig Meinungsführerin Karo (Jennifer Ulrich) hat sich – aus modischen Gründen – gegen die Einheitstracht entschieden. Ergebnis ist: Lehrer Wenger und der Rest der Klasse lässt sie links liegen. Sie ist nur geduldet. Die Gruppe geht derweil einen Schritt weiter und einigt sich auf Marcos (Max Riemelt) Vorschlag für einen Namen der Bewegung: Die Welle. Das ist zu viel für Karo, die sich zurückzieht und nicht einmal mehr von ihrer Freundin Lisa (Cristina do Rego) unterstützt wird, die in der “Welle” aufzublühen scheint.
Nicht nur sie: Der Außenseiter Tim entwickelt sich zu einer tragenden Säule der Gruppe und gestaltet eigens eine “Welle”-Homepage fürs Internet, Sitzenbleiber Sinan (Elyas M’Barek) kann endlich seine Talente einbringen und designt ein Logo. Rainer überschreibt die Prozesse mit dem Motto “Macht durch Handeln”. Er ahnt nicht, dass seine Gefolgschaft einer Welle gleich durch die Stadt schwappt und überall das Logo verbreitet.
Mittlerweile ist die Welle an der ganzen Schule angekommen. Es geht soweit, dass Karo miterleben muss, wie einige Schüler nicht in die Schule gelassen werden, die sich nicht zu der Bewegung bekennen. Sie spricht ihren Lehrer an und fordert ihn auf, sein Experiment zu beenden.
Ein GrußDoch Rainer ignoriert sie. Er ist vielmehr überrascht und fasziniert zugleich, über die Macht, die sein Projekt, dessen Anführer er ist, entwickelt. Auch als ihm die Schüler ein gemeinsames Begrüßungszeichen demonstrieren, das sie sich ausgedacht haben, bringt ihn das nicht ins Grübeln. Selbst als sich ihm Tim als sein Leibwächter anbietet, tut er das ebenso achtlos ab, wie die Sorge seine Frau Anke, die von Tuscheleien im Lehrerzimmer berichtet…
Wie sehr Wengers Experimentaußer Kontrolle geraten ist, zeigt sich am letzten Tag der Projektwoche. Teile der Bewegung regen Maßnahmen gegen Karo an, die mutmaßlich eine Flugblatt-Aktion gegen die Welle inszeniert hat. Doch zu erst steht noch das Spiel der Wasserballer – deren Coach Rainer ist – gegen die befeindete Ernst-Bach-Schule an, wo endlich dank stimmgewaltiger Unterstützung der Welle ein Sieg gelingen soll. Angeheizt durch die Stimmung und dank des Teamgeistes sieht es auch erstmal gut aus, doch ein Tumult bricht auf den Rängen der Schwimmhalle aus, als Karo und ihre Verbündete Mona (Amelie Kiefer) abermals Flugblätter gegen die Welle verteilen. Nicht nur unter den Zuschauern, sondern auch im Becken werden fortan die Probleme mit den Fäusten gelöst.
Die Situation läuft immer weiter aus dem Ruder und alles droht im Wie sich Schüler freudestrahlend in Faschisten verwandeln, Rezension von Christoph Cadenbach im Spiegel
Quellen
Die Presseinfo von Constantin Film.
Cast & Crew
-
Dennis Gansel
-
Jürgen Vogel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rainer Wenger
-
Frederick Lau
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tim Stoltefuss
-
Max Riemelt
-
Jennifer Ulrich
-
Christiane Paul
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anke Wenger
-
Jacob Matschenz
Regie
Schauspieler
-
Cristina do Rego
-
Elyas M'Barek
-
Maximilian Vollmar
-
Max Mauff
-
Ferdinand Schmidt-Modrow
-
Tim Oliver Schultz
-
Amelie Kiefer
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Fabian Preger
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Odine Johne
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Tino Mewes
-
Karoline Teska
-
Marco Bretscher-Coschignano
-
Lennard Bertzbach
-
Thommy Schwimmer
-
Joseph M'Barek
-
Jaime Ferkic
-
Darvin Schmidt
-
Leander Hagen
-
Lucas Hardt
-
Maxwell Richter
-
Sophie Kurzke
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jens' Freundin
-
Liv Lisa Fries
-
Lena Lutz
-
Hendrik Holler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Verkäufer
-
Ilo Gansel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Verkäuferin
-
Natascha Paulick
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Verkäuferin
-
Maren Kroymann
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Kohlhage
-
Teresa Harder
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karos Mutter
-
Thomas Sarbacher
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karos Vater
-
Hubert Mulzer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dieter Wieland
-
Johanna Gastdorf
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tims Mutter
-
Friederike Wagner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marcos Mutter
-
Dennis Gansel
-
Dennis Gansel
-
Peter Thorwarth
- Genre
- Politdrama, Coming of Age-Film
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Deutschland, Schule
- Handlung
- Anarchismus, Anarchist, Anführer, Autokratie, Bewegung, Diktator, Direktor, Disziplin, Erziehung, Experiment, Faschismus, Gehorsam, Gewalt an der Schule, Graffiti, Gruppe, Gruppendynamik, Gymnasium, Hausbesetzer, Homepage, Homepage, Homepage, Internet, Klassenzimmer, Lebensgemeinschaft, Lehrer, Lehrer-Schüler-Beziehung, Lernen und Lehren, Manipulation, Nationalsozialismus, Nazi, Pistole, Polizei, Pädagogik, Roman, Schuluniform, Schuss, Schüler, Trainer, Training, Verschwörung
- Stimmung
- Ernst, Geistreich
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die Welle
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Trailer zum Film Die Welle
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- Die Welle: critic.de










Kritiken (9) — Film: Die Welle
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenRegisseur Dennis Gansel zeigt in «Die Welle» exemplarisch auf, wie Unzufriedenheit und Angst in einem Mikrokosmos zu Auswüchsen der Gewaltherrschaft führen können. Wegen dieser Thematik ist der Film trotz einigen Schwächen äusserst brisant und sehenswert.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
isinesunshine: isinesunshine.de
Kommentar löschenDie Welle kann auf voller Linie überzeugen. Jürgen Vogel kann hier sein Talent unter Beweis stellen und liefert eine beeindruckende Performance ab, denn die Schüler sind nicht die einzigen, die die Projektwoche verändert. Vogel gibt den coolen und sympathischen Lehrer, der sich am Anfang eher auf einer Ebene mit seinen Schülern befindet, als mit den Lehrern, die ihn als Freak in eine Schublade gesteckt haben. Er spielt die Entwicklung vom Anstoß der “Welle” bis zu ihrem überrollen sehr glaubwürdig, überzeugend und nachvollziehbar - damit sehr real.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenAch, was waren das noch für Zeiten. Damals, als der Lehrer im Deutsch-Unterricht mindestens 2 Mal im Jahr ein Buch vorschlug und die Klasse immer vor Begeisterung jubelte. Bei jugendlichen Meisterwerken wie Nathan der Weise oder Romeo und Julia ist das ja auch kein Wunder. Da war es fast eine Erlösung, als in der neunten Klasse endlich Morton Rhues Klassiker Die Welle durchgenommen wurde. Dieses Buch begeistert einfach durch seine heikle, weil wahre Thematik, gepaart durch die zeitgeschichtlichen Bezüge. Auch hat wohl jeder im Unterricht die Fernsehverfilmung des Stoffes gesehen - die wohl keinen umgehauen hat. Da der Stoff aber nach einer Neuverfilmung schreit, verwundert es kaum, dass in diesem Jahr endlich die Kino-Version anläuft.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenSeien wir ehrlich: die Romanvorlage für „Die Welle“ glänzte nicht durch hohe literarische Schreibkunst, sondern durch die Brisanz der Handlung. Ähnlich ist es leider auch bei der deutschen Neuverfilmung…
Zur Story: der alternativ angehauchte Lehrer Ralf Wenger hat die Aufgabe eine gesamte Projektwoche lang seinen Schülern von der „Autokratie“ zu erzählen, dem Herrschen einiger weniger über die große Masse, wie man es aus Diktaturen kennt. Als die Schüler meinen, sie wären viel zu aufgeklärt, um heutzutage auf eine solche Blenderei hereinzufallen, wie es damals im Dritten Reich gewesen ist (das ja schließlich schon zigmal im Unterricht durchgekaut wurde), wagt Wenger ein Experiment.
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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst
Kommentar löschenDer Film "Die Welle" ist als Schulkrimi über die politische Verführbarkeit und Manipulierbarkeit des Einzelnen deutlich auch für den internationalen Markt konzipiert; deswegen hat Gansel im Drehbuch allzu lokale Bezüge ausgespart. Er verweist dafür auf die globalisierte Markenwelt der Jugendlichen: Ihre Gespräche drehen sich um amerikanische Turnschuhe; das Welle-Logo wird als Graffiti an Wände gesprüht und auf MySpace im Internet ein Welle-Profil erstellt.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenWas der Film aber in jedem Fall wieder einmal belegt, ist dass es so etwas wie eine neutrale Position nicht gibt. Der Film bebildert also nicht nur das bekannte Experiment, er belegt auch das, was er angeblich voraussetzt: Wir alle können Mitläufer werden. Konformistisch sind nicht nur die Bilder, so ist auch der Rest: Die Wahl der Schauspieler, die Wahl eines Ortes, der ortlos ist. Er hat keinen Namen, ist völlig aus Zusammenhängen gelöst. Es soll überall sein, klar, das war die Idee. Aber sie macht den Film blutleer und unkonkret.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenUnd noch ein amerikanisches "Experiment" unter deutscher Aufsicht. Mit weitaus weniger Thrill als Oliver Hirschbiegels Film über den eskalierenden Wärter-und-Gefangenen-Versuch an der Stanford University übersetzt Dennis Gansel den Jugendbuchklassiker "Die Welle" verständlich ins Deutschland von heute. Faschismus lautet das Explanandum, das zu erklärende Phänomen. Die Variablen: Macht durch Gemeinschaft, Disziplin und Handeln.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenIn Amerika nennt man Filme die mit dickem Zeigefinger moralische Lektionen lehren wollen "After School Special" und genau ein solches war auch die Erstverfilmung der "Welle"-Story. Dennis Gansel darf für die Spielfilmfassung auf eine hochkarätige Besetzung zurückgreifen. Wie in Napola beschäftigt er sich mit dem Reiz des Faschismus. Wie in Napola hat er auch hier ein Händchen dafür schöne Schauspieler in schöne kinotaugliche Bilder zu kleiden. Und wie in Napola mangelt es ihm auch hier an einer differenzierten Figurenzeichnung. Die Dialoge sind streckenweise schmerzhaft plakativ, als wolle man jede Uneindeutigkeit ausräumen. Die guten Schauspieler werden in eindimensionalen Charakteren verheizt, die eigentliche Entwicklung, der bedrohliche Sog der Bewegung werden nie wirklich spürbar. Fazit: Hübsch anzusehen, teilweise sehr anbiedernd jugendlich und dennoch sehr weit weg von der Realität, die der Film so gerne abbilden würde. Das der Welle-Initiar Ron Jones als Berater zur Seite stand, darf hier eher als Eigen-PR verstanden werden, denn auch Jones hat sich die Geschichte so hingedreht wie es ihm sinnvoll erschien. Es mag ja ein schönes einfaches Erklärungsmuster sein, aber so simpel wie hier behauptet funktioniert Faschismus nicht - und hat es auch damals beim echten Experiment nicht.
Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDas Teenie-Genre ist Regisseur Dennis Gansel, auf dessen Konto Filme wie »Mädchen Mädchen« oder »Napola« gehen, nicht fremd und er umschifft auch diesmal sämtliche Klippen der peinlichen Anbiederung an die abgebildete Zielgruppe. Lediglich einigen Dialogzeilen lastet etwas hölzern Aufgesagtes an und manche Situationen wirken künstlich überspitzt, wohl um das dramaturgische Gefälle der Geschichte möglichst hoch zu halten. Wenngleich sich nur wenige der zahlreichen Schüler-Figuren von ihrer eindimensional angelegten Typen-Vorlage emanzipieren können, entwickelt dieses Drama, dessen Buchvorlage zur Pflichtlektüre im Deutschunterricht gehört, im Laufe der Zeit für den Zuschauer eine ähnlich spannende Faszination wie für die Schüler Die Welle.
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Kommentare (169) — Film: Die Welle
Kommentar schreibenblockbusterandmore 2012/01/06 16:37:17
Kommentar löschen"Die Gesellschaft ist eine Welle. Sie selbst bewegt sich vorwärts, nicht aber das Wasser, woraus sie besteht." -
Wie entstehen das Gegenteil einer Demokratie, zwischenmenschliche Gewalt, falsche Ideologie / sogar Rechtsradikalismus bzw. Menschenhass? Dieser hochbrisanten und abseits des filmischen Schaffens wichtigen Thematik und deren Umsetzung nahm sich Regisseur Dennis Gansel im Jahre im 2008 an. Wobei auch bei dieser Adaption eines zu Grunde liegenden Stoffes schnell klar wird, das eine fiktionale Welt im Film und die Realität zwei Dinge sind, die oft nur schwer miteinander eins werden können. Denn um die Gründe für die oben aufgeführten Fragen entsprechen analysieren zu können, bedarf es mehr als insgesamt 1 Stunde Laufzeit, in der "Die Welle" dank ihrer behäbigen Inszenierung relative dröge wirkt, es bedarf mehr als das aufgreifen von seichten, zwischenmenschlichen Beziehungen und deren Begrifflichkeiten, welche in jeder abendlichen "Soap Opera" mit samt ihrem Konstrukt bestens Platz finden würden. Und ebenso die Schilderung von tieferen Beweggründen, die zur Ursache von Faschismus, Gewalt und weiteren Dingen nun mal im wahren Leben führen. Ein bisschen Unzufriedenheit, weil man von anderen nicht beachtet wird, das plakative tragen von weißen Hemden, das anpöbeln von anderen, die sich entwickelnden, angedeutet bleibenden Protestmärsche, weil man als Jugendlicher selbser unter Problemen leidet, die Angst vor dem Fremden, das trinken von Alkohol und die sich aufgestaute Wut, die sich irgendwann gegenüber anderen entlädt, wären in der Realität gerade mal die Spitze des Eisberges, die zu einem zusammenrücken der Menschen auf Grund einer falschen Ideologie, der Formierung / Gruppierung und dem anschließendem "Stechschritt" marschieren führen würde. Man verzeihe an der Stelle den letzten Ausdruck. Die Realität ist leider immer viel grausamer.
Fakt ist: forscht man nach den Ursachen von rassistischer und rechtsextremer Gewalt in in Deutschland, so wird man zwar immer wieder zu den genannten, unausweichlichen Ansätzen kommen, an diesen aber erstmal scheitern, wenn man versuchen sollte, diese weiter auszuführen. Denn das Problem von Rechtsradikalismus, Faschismus, einer falschen Ideologie und zwischenmenschlicher Gewalt ist in seiner Ursache so mannigfaltig, das selbst Experten am Anfang oft an recht einfachen Antworten scheitern, welche in "Die Welle" am Ende recht zügig zur Schau gestellt werden. Gestelltes Problem teilt also auch die Adaption von "Die weiße Welle."
Dennis Gansels Film offenbart sich mit samt seinen Dialogen, die auf das gemeinsam mit Peter Thorwarth entwickelte Drehbuch gehen, als phlegmatisch / recht oberflächlich, entwirft nach 1 Stunde Laufzeit langsam und allmählich die ersten, entstehenden Konflikte, stiehlt sich dabei konsequent vor seinen tiefgründigen Antworten zur Fragestellung, warum die Gewalt überhaupt eskaliert, davon. Zur Entstehung von Faschimus/Rechtsradikalismus gehören tiegreifende und komplexe Zusammenhänge, wirtschaftliche, soziale und strukturelle Krisen, welche z.B. durch enstehenden soziale Ungerechtigkeit, dann enstehende Armut, Arbeitslosigkeit hervorrgerufen werden und zur Politikverdrossenheit / das aufbegehren gegen das eigene politische, aber auch fremde System und anderen Mitmenschen (auch außerhalb des eigenen Landes) führen.
Aber in "Die Welle" braucht es halt nur das klischeehafte Ausgrenzen / die Infragestellung der rechtlichen Gleichung von ein paar Jugendlichen, die dann zur Tatwaffe greifen und eine Tragödie auslösen, um wie von Geisterhand auf die antipluralistische, antidemokratische und autoritär geprägte, ausgegrenzte Gesellschaft der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts zu erinnern/ auf diese recht krude hinzuweisen. Als ob die Welt so einfach funktionieren würde. Ebenso kommt der Einfluss der in Gang gesetzten Geschehnisse in "Die Welle", z.B. auf andere Subgruppierungen, die in der Realität statt finden würde, deutlich zu kurz. Und die zum einern althergebrachten, zum anderen aber auch heute modern eingesetzten Mittel (wie z.B. das Internet, das in der Realität leider sehr oft für bestimmte radikale Taten verwendet wird) zur Nutzung und Verbreitung der eigenen, der Wirklichkeit entrückten idelogischen Weltanschauung zwecks Vertiefung der filmischen Thematik / des inneren emotionalen Kerns, finden ebenso keinen längeren nutzen / werden nicht entsprechend genug in Szene gesetzt... Dank hübscher Bebilderung und recht sympathischen Darstellern rettet man sich aber em Ende noch gerade so ins Mittelmaß. Leider wirkt auch der Schluß etwas abrupt und aufgesetzt... Die erzählerische Luft offebart sich am Ende halt dann doch etwas zu knapp bemessen, weil der Einstieg und der Verlauf bis zum Mittelteil sich als etwas schwierig / zäh gestalten / zuviel Zeit mit erzählerischem Leerlauf / 08/15, an Rosamunde Pilcher erinnernde Familien Pseudodramatik / sich auftürmenden Klischees verplempert wird.
Fazit: Mit "Die Welle" verschenkt man (auch dank Figuren vom Reißbrett) leider das Potential einer tiefgreifenden Mediation über die in Wirklichkeit brisante Thematik, welche selbstverständlich immer aufklärerischen und an Bildungseinrichtungen pädagogischen Wert besitzen wird. "Die Welle" offenbart sich als maßlos überschätzter Film, bedient und verklärt in ätzender Manier mit ihrem entworfenem, fragwürdigem Bild der Entstehung von entsprechendem Konflikten (als ob am Ende Wasser in Wein verwandelt wird) wie dem Faschismus/Rechtsradikalismus das Publikum auf Medien wie BluRay/DVD oder im Free TV, welches intelekktuell gefordert werden möchte. Der brisante Stoff bleibt als Vorlage unerreicht. Die filmische Adaption ist zwar gutgemeint, enttäuscht aber auf ganzer Linie.
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RoosterCogburn 2012/01/03 16:10:47
Kommentar löschenZur Vorgeschichte:
1967 ließ ein Geschichtslehrer in Kalifornien mit Schülern und Lehrern an der High School ein Sozialexperiment starten, um vor der Anziehungskraft faschistischer Bewegungen zu warnen. Ursprünglich für einen Tag vorgesehen, lief das Experiment über fünf Tage. 1972 entstand ein kurzer Artikel von Ron Jones unter dem Titel The Third Wave. 1981 entstand für das US-Fernsehen der Film Die Welle. Im gleichen Jahr verarbeitete Morton Rhue das Drehbuch des Films zum gleichnamigen Roman.
Zum Inhalt will ich mich nicht grossartig auslassen. Den Film hat wohl jeder gesehen, der dieses Kommentar liest. Warum diese Bewertung?
Dennis Gansels Film will zeigen, wie die Geschehnisse im heutigen Deutschland ablaufen würde. Der Film sei keine Adaption. Figuren und Dialoge, Anfang und Ende hat er geändert. Trotzdem habe ich das Gefühl, das Erzählte ist eine 40 Jahre alte Geschichte in den Kulissen der heutigen Zeit. Das liegt nicht im Grundkern der Story, sondern daran wie sich sämtliche Protagonisten benehmen. Selbst zu meiner Zeit haben sich Schüler und Lehrer an den Schulen anders benommen. Ich hatte den Eindruck, die Rollen sind Kästners "Fliegendem Klassenzimmer" entlaufen, weil Schule so etwas super tolles für jeden Anwesenden ist. Nur nicht für den Vorzeige-Assi, der auch sofort ausgeschlossen wurde. Normal ist das umgekehrt, das jeder der am Unterricht teilnimmt als Streber tituliert wird. Das allgemeine Benehmen kam mir sehr realitätsfern vor.
Dann die eigentliche Geschichte. Das echte Experiment sah anders aus [wurde eingangs von mir kurz erläutert]. In dieser fiktiven Geschichte mutiert der Lehrer zu einer Pinochet-Variante für die Schüler.
Es ist schon interessant zu sehen, wie sich das soziale Gefüge verändert aufrgrund der Gruppendynamik. Ich gebe zu, das wird schön veranschaulicht. Allerdings wird die Story ebenso mit Klischees und Unglubwürdigkeiten angereichert. Letztendlich kommen selbst renommierte Darsteller wie Jürgen Vogel und Maren Kroymann nicht über eine durchschnittliche Leistung hinaus. Sogar Christiane Paul verblasst hier völlig in ihrer Rolle. Einzig Frederick Lau in seiner dankbaren Rolle des Stoltefuss wird einem in Erinnerung bleiben.
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Moviefilter 2012/01/02 13:11:22
Kommentar löschenDes übertriebenen Endes hätte der Film nicht bedurtf. Riemelt hat mir wie immer gut gefallen.
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Nicki Minaj Lover 2011/12/27 23:24:09
Kommentar löschenDas ist doch mal wieder ein guter Deutscher Film
Ich will mehr davon .. weg mit den deutschen Komödien.. und her mit solchen Filmen !
Dieser Film bringt mich echt zum überlegen ... wie schnell sowas passieren kann..
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xlkmx 2011/12/28 03:42:25
Antwort löschen"wie schnell" (zu schnell) ist das (Logik-)Problem des Films. Ich empfehle das Buch. ;)
Mayorlord 2011/12/21 20:32:39
Kommentar löschenAm Anfang fängt der Film noch Harmlos an, das ganze steigert sich dann noch bis zur totalen gehorsam.
Am Ende leider ein wenig übertrieben.
Wenn ein Lehrer ein solches Projekt starten möchte, sollte man acht geben. Es gibt immer jemanden, dem das Projekt wie ein "Leben" ist. Man sieht in der Aulaszene, dass auch ein Projektabbruch nicht mehr wirksam ist.
Alles in allem ist der Film den Regisseuren recht gut gelungen.
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ubetterluvdathoe 2011/12/11 16:28:29
Kommentar löschenDas Buch ist wie immer viel besser
Film ist sehenswert
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marc_st 2011/11/29 11:28:48
Kommentar löschenDer Lehrer ist gut/intessant gespielt, die Jugendlichen sind aber irgendwie zu klischeehaft...
Irgendwie hat der Wechsel des Handlungsort nach Deutschland den Film auch nicht gut getan, da wird die Botschaft, dass das überall möglich wäre auf das es in Deutschland wieder möglich wäre "verkürzt".
Das Ende wurde in der deutschen Version im Vergleich zum Roman auch "verstärkt", was ich eher als Verschlimmbesserung empfinde.
Im großen und ganzen nicht schlecht, aber auch nicht herausragend.
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8martin 2011/11/27 13:15:36
Kommentar löschenEin wichtiger Film. Eigentlich Pflichtprogramm für jeden. Dieses Projekt in der Schule zeigt nicht nur wie leicht junge Menschen manipuliert werden können, sondern auch wie leicht dies in Richtung Faschismus gehen kann. Also ein für uns Deutsche immer noch ganz wichtiges Thema.
Von der Werbung sind wir es ja gewohnt verführt zu werden, aber von Ideen?
Die Faszination, die von äußeren Emblemen, einer Uniform oder einem symbolischen Gruß ausgeht, die sich fortsetzt in Gruppenzwängen, Ausgrenzungen und neuen Machtstrukturen etc. Und dies geht bis in den ganz persönlichen Intimbereich. Erschreckend realistisch wird geschildert, wie dies Experiment aus dem Ruder laufen kann mit allen möglichen fatalen Konsequenzen. Auch die Beziehung des Lehrers (Jürgen Vogel), der hier den Ersatzführer gibt, hält das wohl nicht aus. Seine Persönlichkeit hat sich im Laufe dieser Woche anscheinend verändert - zuminderst kann man das glauben, wenn man seiner Frau (Christiane Paul) folgt. Aber auch Kritiker und Gegner kommen neben Mitläufern zu Wort, ebenso wie 100% linientreue Hirnis. Und selbst als am Ende angedeutet wird, dass der Lehrer zur Rechenschaft gezogen wird, ist das nicht ganz unwichtig, denn er hat wohl die Gefährlichkeit des Experiments unterschätzt. Nachahmen ist also nicht erwünscht. Es reicht dies als Gedankenspiel und eine Diskussion über dieses Phänomen, damit die Wachsamkeit bestehen bleibt. Kleiner Schönheitsfleck: warum ist die Welle rot?
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kolja10000 2011/11/27 13:04:14
Kommentar löschenEin mal gucken und vergessen.
Verstehe nicht warum der im Kino lief. Der Film wirkt wie eine TV-Produktion. Ich habe mir den Film ganz anders vorgestellt
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emp6 2011/11/27 03:31:46
Kommentar löschenRecht unterhaltsam. Aber das Ende..naja, ein paar Nummern kleiner hättens auch gebracht denk ich.
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moviee 2011/11/26 22:45:25
Kommentar löschenViel zu dick aufgetragen versuchen hier Jürgen Vogel und Co. Gesellschaftskritik zu üben. Die Absurditäten in 'die Welle' fangen schon damit an, dass es an einer deutschen Schule nie zu so einem Experiment kömmen würde. Nach dem dritten Reich ist die Hemmschwelle viel zu groß, wenn auch in kleineren Rahmen, so etwas zu gründen. Außerdem würde keine Klasse der Welt sich so exzessiv allein einem Prokekt widmen und alles andere praktisch stehen und liegen lassen. Der Film versucht darzustellen, wie ein Schulprojekt völlig ausarten kann und dies auf eine ganze Stadt umschlägt. Im Prinzip eine gute Idee, aber 'die welle' wird viel zu überspitzt präsentiert und der Schluss, Spoilerchen, muss wirklich nicht so wie jedes bessere deutsche Schuldrama ausgehen.
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IheartMovies 2011/11/26 22:42:39
Kommentar löschenIch habe selten einen Film gesehen, der dermaßen unauthentisch ist, wie "die Welle".
Während die Schüler in der einen Szene noch sprechen, als hätten sie ein Politikbuch auswendig gelernt, wird kurz darauf umgangssprachlich vor sich hingeflucht. Die Schauspielkunst ist zum großen Teil uninspiriert und stumpf, ebenso wie die stereotypen Charaktere.
Wenn man von dem ganzen "Es ist ein wichtiger Film, weil er aufzeigt, dass unsere Vergangenheit doch nicht so vergangen ist"-Gerede absieht, halte ich den Film für unglaubwürdig konstruiert, vom Verhalten der Charaktere bis zum merkwürdigen Handlungsverlauf. Man merkt eben, dass es sich hierbei um Fiktion handelt, die scheinbar von jemandem konstruiert wurde, der sehr, sehr lange mehr kein Schulgelände betreten hat und keine Ahnung davon hat, wie es dort zu sich geht und wie sich Jugendliche in der heutigen Zeit verhalten.
[Spoiler]
Die letzte Kameraeinstellung, in der Jürgen Vogel in die Kamera blickt und damit den brechtschen Verfremdungseffekt vorführt, um den Zuschauer wachzurütteln und zum Denken anzuregen, wäre vielleicht ganz orginell gewesen, hätte man dies nicht schon oft genug gesehen. Das beste Beispiel, was mir dafür einfällt, ist "Funny Games" von Michael Haneke. Der kommt immerhin aus dem Jahre 1997.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
J4KOB 2011/11/26 23:40:59
Antwort löschenWie geht es denn dann heutzutags auf einem Schulgälende zu?
IheartMovies 2011/11/27 09:54:53
Antwort löschenIch kann hierbei natürlich nur für meine Schule sprechen, aber ich halte es prinzipiel für eher unwahrscheinlich, dass Schüler einem LEHRERprojekt dermaßen "gehorchen". Wenn die Idee von einer Schülergruppe selbst entwickelt worden wäre, hätte es für mich mehr Sinn gemacht. Die meisten Schüler tun eben doch lieber das Gegenteil von dem, was der Lehrer sagt :D
J4KOB 2011/11/27 10:44:38
Antwort löschenDie meisten Schüler haben doch nichtmal die Motivation so ein Projekt selbst in die Wege zu leiten. Hingegen gibt es schon auch Lehrer, die im Stande sind, ihre Schüler ungemein zu begeistern ^^
In welcher Klasse bist du, wenn ich fragen darf?
IheartMovies 2011/11/27 11:54:55
Antwort löschenJa, das stimmt natürlich auch. Die Szene, in der sie im Klassenraum sitzen, und überlegen, ob sie Aufkleber und T-Shirts usw. entwerfen sollen, und am Ende sogar klatschen, weil sie so motiviert sind, halte ich für äußerst unrealistisch.
Ich bin in der 12., mache also nächstes Jahr im Sommer Abitur (:
J4KOB 2011/11/27 12:08:41
Antwort löschenStimmt, das hatte ich gar nimmer so in Erinnerung. Die letzte Sichtung is bei mir auch schon ne Zeit lang her. Interessant find ichs trotzdem, weil der Wandel und die Machtentwicklung selbst ziemlich glaubhaft inszeniert wurden.
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IheartMovies 2011/11/27 18:40:05
Antwort löschenIch finde die Idee auch sehr gelungen! Leider habe ich mich mit dem Film nicht sehr gut identifizieren können. Aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden(:
J4KOB 2011/11/27 18:43:55
Antwort löschenSonst wärs ja langweilig, gell :D
Das is das Tolle an der Meinung. Jeder hat seine eigene.
Habborianer 2011/11/26 21:26:11
Kommentar löschen- Lasst uns mal den Scheiß von den Anarcho-Wichsern crossen!
- Auf jeden, ey!
Hey Vogel, lass uns mal 'nen Film völlig ohne differenzierte Charaktere, nur mit Stereotypen drehen!
Auf jeden, ey...
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Christian R. 2011/11/26 21:51:49
Antwort löschenGenau das macht den Film unerträglich, diese Oberflächlichkeit und pseudo Gesellschaftskritik.
Silent_Dill 2011/11/23 07:13:28
Kommentar löschenDer Film "The Wave" der im Jahre 1981 von Alexander Grasshoff verfilmt wurde, setzte sich mit einem Sozialexperiment auseinander was später den Namen "The Third Wave" (Die dritte Welle) bekommen hatte, benannt nach den Aufzeichnungen eines gewissen Ron Jones der das Experiment im April 1967 an der Cubberly High School in Palo Alto für einen Tag angelegt hatte, welches aber nach einer gewissen Zeit fünf Tage in Anspruch nahm. Ron Jones der als Geschichtslehrer tätig gewesen ist, begann das Experiment durch eine Frage anzuregen, welche lautete ob es möglich wäre in einer aufgeklärten Gesellschaft wieder eine Diktatur aufkeimen zu lassen, welche aber jedoch verneint wurde und so wurden schließlich die Schüler durch zugewiesene Rollen und Einschränkungen vom Lehrer selbst zu einer Ideologie beabsichtigt manipuliert. Das Experiment musste schließlich abgebrochen werden, da die Schüler sich in ihrer Rolle als Gemeinschaft zu identifizieren begannen. In der Neuverfilmung aus dem Jahre 2008 welche von dem Regisseur Dennis Gansel an heutige deutsche Verhältnisse angepasst wurde, spielt Jürgen Vogel den Lehrer Rainer Wenger der in einer Projektwoche über Autokratie das selbe Szenario wie Ron Jones durchspielt. Anhand seiner Vergangenheit als Hausbesetzer und Kind der 68er Bewegung wird seine Autorität als Leitfigur innerhalb der Klasse nicht untergraben alle (bis auf gewisse Ausnahmen) beginnen sich seiner Manipulation bedingungslos zu unterwerfen, in dem sie sich zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammenscharen. Die Kleidung wird zum Wiedererkennungsmerkmal der Welle, genauso wie die das Logo das eine brechende Welle darstellt, die alles was sich ihr in den Weg stellt unter sich begräbt. Als das Konzept der Welle über die Projektwoche hinaus zu existieren versucht, richtet sich seine eigens erschaffene Ideologie, gegen ihn und entzieht sich seiner eigenen Kontrolle.
Die Neuverfilmung über die Welle hat im Zeitalter von Handys und Flatratesaufen ihren Anreiz nicht verloren, sondern sie ist genauso noch allgegenwärtig wie damals.
Für die Schauspielerische Leistung von Jürgen Vogel und der schockierenden Tatsache das die Welle als solches gegeben hat, erhält der Film von mir die höchst möglichste Punktzahl.
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Oskar Gleit 2011/11/23 15:59:09
Antwort löschenAch was, 1967 als Experiment an einer Highschool in Palo Alto??? Mir schwant übles, zumal da heute der Sitz von Facebook ist, kein Scheiß!!!
CJ1203 2011/11/09 23:15:29
Kommentar löschenGelungene, beklemmende Neuinterpretation eines Stoffes von immer noch enormer Wichtigkeit und Präsenz.
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smartyx 2011/10/19 23:45:45
Kommentar löschenBei deutschen Filmen bin ich generell etwas skeptisch. Aber Die Welle hat mich positiv überrascht. Jürgen Vogel hat einen soliden Job gemacht und das Thema ist ganz spannend.
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DasM42 2011/10/05 16:27:00
Kommentar löschenDer Film trieft stärker von Klischees als die Haare von Italienern von Gel.
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DasM42 2011/10/05 21:16:30
Antwort löschenDas war der Witz an der Sache
PilotenBoss 2011/09/19 21:14:19
Kommentar löschenEin Klassiker der deutschen Filmgeschichte !!!
Dazu ein sehr guter, wenn nicht sogar der beste neben "Das Boot".
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PilotenBoss 2011/09/19 21:22:29
Antwort löschenWas willst du hier mit deinem Fake ???
PilotenBoss 2011/09/19 21:34:47
Antwort löschenDas ist reine Geschmackssache, ich finde deinen Film Geschmack auch daneben ...
HellGreetings 2011/09/07 22:58:05
Kommentar löschenVollgestopft mit Klischees aus den 80ern in die jetzige Zeit gestopft. [SPOILER] Nur, damit sich der junge Mann am Ende die Kugel gibt? [SPOILER Ende]
Manchmal finde ich ihn mehr gut, manchmal weniger, aber das ärgerlichste an dem Film ist die Tatsache, dass Vogel am Anfang ein Ramones-Shirt trägt, aber erbarmungslos die miserable Coverversion von "Rock 'n' Roll High School" trällert. Sauerei!
Fazit: Für den Schulunterricht oder als Schocker, der auf faschistoide Züge der Gesellschaft/Jugend hinweist (wenn auch mit einer gewissen Unlogik), geeignet. Mehr leider auch nicht.
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Staffmann 2011/09/09 16:19:06
Antwort löschenAllerdings beruht der Film auf wahren Begebenheiten, auch wenn das Ende und der Handlungsort unterschiedlich sind. Aber dennoch kann Realität schlecht unlogisch sein...
HellGreetings 2011/09/10 18:34:29
Antwort löschenIch habe das BUch gelsen, sowie Interviews mit dem original Lehrer von damals: nicht viel stimmt überein.... Na ja
Lismechir 2011/09/05 22:19:08
Kommentar löschenEher schlecht geschauspielert und garantiert ist das Wenigste davon tatsächlich dem Experiment entnommen. Das muss nicht zwangsweise schlecht sein, in diesem Fall aber wirkt der Film unglaubwürdig.
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