Die Wüste lebt - Kritik

US 1953 Laufzeit 69 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm

  • 7

    Mutter Natur ist weder böse noch parteiisch und auch wenn der Überlebenskampf zahlreicher Erdenbewohner auf uns einen Eindruck der Grausamkeit hinterlässt, nimmt am Ende doch bloß alles nur weiter seinen Gang. Die augenscheinlich grausame Organisation eines Ökosystems kann einen schon mal in ein nervöses Zucken versetzen und doch geht ein starkes Faszinosum von Dokumentationen dieser Art aus, welche den bestimmten Lebensraum zahlloser Tiere beleuchten und uns das 'Überleben des Stärkeren' praktisch vor Augen führen, während die Entfaltung der filmisch eingefangen Natur uns schon mal den Atem rauben kann. Denn wenn man den gleitenden Bewegungsmuster von Klapperschlangen, dem Aufblühen der prunkvollsten Wüstenblumen und dem Überlebenskampf einer Tarantel beiwohnen darf, ist dies in erster Linie extrem beeindruckend - fast so, als würde hinter allem ein durchdachter Plan wirken, was trotz der von uns subjektiv wahrgenommen Grausamkeit schon fast als tröstlicher Gedanke erscheint.

    "Die Wüste lebt" erhebt dabei trotz des sandigen Themas allerdings keinerlei Anspruch dokumentarisch staubtrocken und faktisch akkurat die Dinge darzustellen, wie man sie auch mit dem bloßen Auge wahrnehmen könnte. Vielmehr sieht sich diese Dokumentation als Unterhaltungsplattform an. Neben zahlreichen Sequenzen, in denen Bild und Orchester-Soundtrack bewusst aufeinander abgestimmt werden, um einen schon fast komödiantischen Effekt zu erzielen, will auch der Erzähler einen humoristischen Einschlag in seine Erzählung bringen, statt rein informativ zu bleiben und so werden bloße Begegnungen zu Geschichten, wenn Tiere entweder aus Paarungslust, in Todeskämpfen oder rein zufällig aufeinander treffen.
    Erreicht wird dies teilweise unter anderem dadurch, dass unabhängig voneinander entstandenes Material entsprechend dem unterhaltsamen Faden der Narrative entlang zusammen geschnitten wurde, wie es eben wohl gerade passte oder wirken situativ künstlich herbeigeführt, was - wenn man ganz ehrlich ist - dem ganzen schon etwas den Grad der Natürlichkeit raubt, den man eigentlich erwarten würde.

    Dokumentationen ähnlicher Art gibt es natürlich mittlerweile zuhauf und wohl auch in einem attraktiveren, Bildschirm-füllenderen Qualitätsformat, für einen gemütlichen Abend halte ich das Abbild der lebenden Wüste mit seinem charmanten Soundtrack und seinen Geschichten dennoch für unterhaltsam genug.

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    • 7 .5

      Ein wirklich toller Tierfilm, den man sich immer wieder anschauen kann.
      Habe ich auch getan, denn ich kenne den Film seid früher Kindheit und habe ihn immer wieder im Fernsehen gesehen, da er dort mit schöner Regelmäßigkeit wiederholt wird.

      Faszinierende Bilder, witziger Kommentar und einiges an Kamera- und Schnitttricks, um das ganze etwas spaßiger zu machen. Ein Klassiker des Genres, der wenig von seinem Charme verloren hat.

      2
      • 8

        Die Wüste Lebt!

        Mit 10 oder 11 Jahren das erste mal gesehen!

        Mit 10 Jahren das erste mal geliebt, einen toll gemachten Tier- und Naturfilm!

        Die Wüste Lebt gilt mit Sicherheit mittlerweile als Oma und Opa der Naturfilme und weiß noch heute zu begeistern. Klasse zeigt er die Lebensweisen der verschiedenen Tiere in der Wüste und deren Kebbeleien und Liebeleien!

        Mit Abstand einer der besten und (naja, EIGENTLICH) bekanntesten Tierfilme, die je ihren Weg in den TV geschafft haben. Leider kennen wahrscheinlich nur die Älteren dieses Stück Geschichte, bei jüngeren wird die Nachfrage, ob sie ihn auch schon mal gesehen haben, wohl wahrscheinlich auf Granit stoßen! :(

        Aber ICH hab ihn gesehen und bin meinem Vater bis heute dankbar, dass er mir davon erzählte! :)

        Die Wüste Lebt, komm doch öfters bitte öfters mal im deutschen TV, damit dich auch andere Generationen bewundern und sich über dich freuen können!!

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        Und nie vergessen!: Immer kreativ den PINSEL IN DER HAND halten! ;D

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        • 2

          Keine Bewertung unter 6,5 ??!
          Der Urvater aller "Tiere sind auch nur Menschen"- "Dokus" ist einfach nur Disneyschleim pur, viele Szenen wurden offensichtlich im Studio gestellt (oder gibt's in der Wüste mehrere Sonnen ? ;)) und spätestens wenn der zwerchfellsprengend "lustige" Skorpiontanz kommt, bei dem kackdreist die Szene mit besagtem Tier im Rhythmus der Musik vor und zurück gespielt wird, überlege ich mir, wie befreiend es doch wäre, einen massiven Gegenstand in Richtung Bildschirm zu schmeißen.

          3
          • 8

            Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen... Spezial
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            +++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++EILMELDUNG+++

            Der berühmte Weltreisende kobbi88 wird vermisst. Nach übereinstimmenden Meldungen der kob-Nachrichtenagentur und der Blöd-Zeitung hat kobbi88 heute sein Tagebuch nicht aktualisiert, was bei den Nachrichtenagenturen weltweit für großes Aufsehen sorgte. Ein Sprecher der Internationalen Vereinigung überwachter Weltreisender (IVÜW) bestätigte dies in einem Interview: "Sein letztes sicheres Lebenszeichen haben wir aus Sierra Leone erhalten, von wo er sich eigentlich auf den Weg nach Casablanca machte." Das Flugzeug, dass ihn nach Bengasi bringen sollte, von wo er mit einem Geländejeep bis nach Casablanca weiterfahren wollte, kam nie im vorgesehenen Landeort an.

            Unbestätigten Gerüchten zu folge, soll er einen Statusaktualisierung in der Wüste Sahara getätigt haben, eine genau Identifizierung seines Standortes sei jedoch nicht möglich. "Dazu ist die Wüste zu groß", meint der Biologe und Filmemacher James Algar dazu. "Die Überlebenschance ist nur gering. Allerdings gibt es zahlreiche Insekten in der Wüste, die sich den vorhandenen Gegebenheiten angepasst haben. Nur wenn Kobbi ebenfalls einen solchen beeindruckenden Überlebensinstinkt hat wie die vielen Lebewesen in der Wüste, wird ihm das Wunder gelingen und er kann überleben. Bei Menschen sollte man sich allerdings nicht zu große Hoffnung machen."

            Algar wurde berühmt durch seine oscarprämierte Disney-Dokumentation "Die Wüste lebt", die familienfreundlich, intelligent, mit leichtem Humor und vor allem beeindruckenden Bildern zeigen konnte, das Leben in der totgeglaubten Wüste nicht nur möglich, sondern sogar eindrucksvoll zu meistern ist. Durch einen unterhaltsamen Kommentar und Personifikationen der Tiere konnte dieses relativ trockene Thema so auch Menschen nähergebracht werden, die sich eher weniger für die Natur und ihre phänomenalen Leistungen interessieren.

            Auch US-Präsident Obama, der über die NSA von Kobbi erfahren hat, zeigt sich schockiert. "Seine Tagebucheinträge sind zu einem Teil meines Lebens geworden. Ich, meine Frau, meine Kinder - ganz Amerika könnte nicht mehr ohne Kobbi leben, seit die NSA erstmals seine Daten abgefangen und mir übermittelt hat.

            Die Suche nach Kobbi läuft weiter auf Hochtouren, doch stündlich sinkt der Glaube an eine erfolgreiche Rettung. Sachdienliche Hinweise, die zur Rettung des Weltreisenden führen, bitte an die nächste Polizeidienststelle. Oder einfach als Mail an irgendjemanden - die NSA, die liest ja eh mit.

            Hier noch eine Verlinkung zu seinem Reisetagebuch: http://www.moviepilot.de/liste/mein-filmisches-reisetagebuch-kobbi88

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            • 7 .5

              Ein großer Film, mit phantastischen Bildern und toller Musik. Hab ich als Kind schon gerne gesehen.

              • 8

                Zusammen mit den Filmen von Bernhard Grzimek ein Meilenstein für das Naturfilmkino.

                Allerdings haben diese Filme für junge Menschen leicht den Charm von Schulkino auf Super8.

                • 7

                  Sehr schöner Film. Über die Qualität des Kommentars kann man streiten.

                  • 7

                    Wahnsinnige, atemberaubende Naturaufnahmen die man eigentlich nur genießen möchte, was aber auf Grund der teilw. übertrieben Musik und dem nervigen Sprecher leider unmöglich ist. Schade eigentlich.

                    • 8

                      Fasziniert mich immer wieder.

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                      • 7 .5

                        Prügelnde Insekten und beeindruckende Aufnahmen, gepaart mit (manchmal etwas über-)dramatischer Musik... eine sehr witzige aber doch eindrucksvolle Dokumentation.

                        Prügelnde Insekten!

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                        • 7

                          Eindrucksvolle Bilder, amüsante Kommentare und interessante Informationen: So stellt man sich eine Doku vor. Mittlerweile fast 60 Jahre alt, aber immer noch sehenswert.

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                          • 8

                            Faszinierender Disney-Klassiker mit wirklich tollen Aufnahmen. Auch heute beeindruckt dieser Film immer noch.

                            • 8

                              Es gibt, oder gab (bei einem fast 60 Jahre alten Film darf man mal das Präteritum nutzen) doch Werke von Disney, die meine uneingeschränkte Zustimmung verdienen.
                              Subtil witzig, großartig fotografiert und auch rührend, kurz: ein wunderbarer Brückenschlag zwischen beeindruckender Naturdoku und sanfter Familienunterhaltung.
                              Und ein weiteres Hurra meinerseits auf das alte Disney.

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                              • 6 .5

                                Herrlich wie fluffig und naiv sich hier das menschliche Auge die Natur aneignet. Alles wird personifiziert oder versozialisiert. Fast wie "König der Löwen". Nur, glaube ich, wurden in "die Wüste lebt" die Schauspieler gecastet.

                                • 8 .5

                                  Diese Doku wird sofort geguckt wenn sie im Fernsehen läuft. Super schön und super niedlich!!
                                  Am besten fand ich Fips :D

                                  • 8

                                    Herrliche Bilder und nette Gags. Immer wieder schön anzusehen.

                                    • 9

                                      Als Disney noch Disney war. Der lustigste und liebenswerteste Dokumentarfilm aller Zeiten. Definitiv Zeitlos und unerreicht.
                                      Tolle Kindheitserinnerung. (allerdings nie in der Schule gesehen ^^) Kann ich mir immer wieder anschauen.
                                      Allein Fips ist es schon wert den Film zu sehen. ;-)

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                                      • 9

                                        Ein ganz großer. Und ja, ich hab ihn damals auch in der Schule das erste mal gesehen.

                                        • 8 .5

                                          Fantastische Doku mit viel Liebe zum Detail und Unterhaltungswert. Kommentare, Musik, Bilder...hier passt eigentlich alles. Ein zeitloser Klassiker!

                                          • 7 .5

                                            Der Klassiker, den viele schon in der Schulaula auf 16mmm gesehen haben.

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                                            • 10

                                              Der Film ist fast so toll wie die ganzen Grzimek Streifen. Wie schreibt man den eigentlich?