Distanz
Distanz (2009), DE Laufzeit 82 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 19.08.2010
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von Thomas Sieben, mit Ken Duken und Josef Heynert
Im Film Distanz begegnen wir Daniel, der völlig in sich zurückgezogen lebt und stoisch seine Arbeit als Gärtner verrichtet. Niemand in seinem Umkreis dringt zu ihm durch. Doch eines Tages macht Daniel die Bekanntschaft mit der jungen Kollegin Jana. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung und zum allerersten Mal beginnt sich der Protagonist von Distanz einer anderen Person zu öffnen. Doch dieses Glück währt nicht lange, denn bald entdeckt Jana ein dunkles Geheimnis. (TM)
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Cast & Crew
-
Thomas Sieben
-
Ken Duken
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Thomas Bauer
-
Josef Heynert
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christian
-
Jan Uplegger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kommissar
Regie
Schauspieler
-
Christian Lyra
-
Thomas Sieben
- Genre
- Drama
- Zeit
- Gegenwart, Gegenwart
- Ort
- Bahnhof Zoo, Bahnhof Zoo, Berlin, Berlin
- Handlung
- Annäherung, Botanischer Garten, Gefühle und Charaktereigenschaften, Geheimnis, Gewalt, Gewehr, Isolation, Liebe, Mord, Mutter, Mörder, Persönlichkeitsstörung, Psychopath, Schweigen, Stadtpark, Sucht, Tankstelle
- Stimmung
- Aufregend, Aufregend, Eigenwillig, Eigenwillig, Ernst, Ernst, Verstörend, Verstörend
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Drehbuch
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Kritiken (6) — Film: Distanz
Thomas Abeltshauser: Die Welt Thomas Abeltshauser: Die Welt
Kommentar löschenNachwuchsregisseur Thomas Sieben, der in seinem Debütfilm sein eigenes Drehbuch inszeniert, liefert ein Psychogramm ohne Psychologisierung. Mit langen Einstellungen, sparsamen Dialogen und dem Verzicht auf Filmmusik lehnt er sich dabei stilistisch stark an die Filme der so genannten „Berliner Schule“ an und zeigt wie diese nüchtern den Alltag von Menschen. [...]
Der eigentliche Mittelpunkt der Charakterstudie freilich ist Hauptdarsteller Ken Duken, der das ohne Fördergelder finanzierte Independentdrama auch mitproduziert hat. Er spielt den Soziopathen zurückgenommen und mit leerem Blick als wortkargen Mann ohne Eigenschaften und wirkt, ebenso wie der gesamte Film, gerade deshalb so nachhaltig verstörend, weil er dem Zuschauer einfache Erklärungsmuster vorenthält.
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J. Zylka: Der Tagesspiegel J. Zylka: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenManchmal wirkt der Zwischenraum, den der Regisseur zwischen Zuschauer und negativem Helden aufbaut, allzu gewollt. [...]
Aber im Gegensatz zu den anderen Soziopathen der Filmgeschichte, Henry aus „Portrait of a Serial Killer“, Travis aus „Taxi Driver“ und natürlich Hannibal Lector bleibt Daniel Bauer, der stille Killer, durch die titelgebende Distanz denn doch zu weit weg. Er weckt Interesse – wie überhaupt der mutige, ambitionierte und dem Independent-Kino verpflichtete Film. Doch im Rätseln darüber, was dahintersteckt, wo Bauers Problem denn nun wirklich liegt, im Auswerten der extrem kargen Information über den Antihelden, geht die Neugier irgendwann ein bisschen flöten.
Das Ende, das auch nicht mit viel mehr Erkenntnis aufwartet als der Anfang, ist konsequent und angenehm antididaktisch. Allein: Ohne Erkenntnisgewinn bleiben Geschichten, so absurd sie auch sind, an der Oberfläche hängen.
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Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter
Kommentar löschenBedauerlich ist, dass Sieben offensichtlich nicht auf die Tragfähigkeit der Handlung durch die Hauptfigur allein vertraut und die ansonsten stimmige Geschichte mit der etwas unglaubwürdigen Liebesgeschichte aufweicht.
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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de
Kommentar löschenMan nehme eine in sich gekehrte Natur in Gestalt rauschender Baumgipfel, eine „präzise“, „objektiv“ beobachtende Kamera, ein den Zuschauer ostentativ nicht bevormundendes Drehbuch, das weder Erklärungen liefert noch Position bezieht, und einen einsamen männlichen Helden, der offenbar den richtigen Zeitpunkt verpasst hat, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Fertig ist [...] ein Exportartikel, der sich auf internationalen Festivals inzwischen großer Beliebtheit erfreut, und das, obwohl es sich seine Macher hinter ihrem asketischen Schutzwall gemütlich gemacht haben und nur noch bis zur Perfektion polierte Varianten der immergleichen Studien am lebenden Objekt präsentieren.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDie zurückhaltende Art seines Protagonisten überträgt sich auch auf den minimalistischen Inszenierungsstil von Thomas Sieben, dem mit seinem Erstling ein gelungener Einstand als Regisseur gelungen ist: Er kommt ohne viele Worte und Dialoge aus, sondern lässt vielmehr die Gesichter seiner beiden in jeder Szene überzeugenden Hauptdarsteller sprechen. Dabei hält die Kamera die Figuren gegenüber dem Zuschauer ebenso auf Distanz wie Daniel andere Menschen. Außerdem verrät uns Sieben fast nichts über den Hintergrund seiner Charaktere. So weiß man nicht, was in der Vergangenheit die Ursache für Daniels innerliche Menschenverachtung sein könnte.Trotz all dieser den Zuschauer auf Abstand haltenden Zurücknahme gelingt Sieben das Kunststück, dass man mit Daniel und Jana mitfühlt und ihre Handlungen zumindest im Ansatz nachvollziehen kann. So schafft es dieses ohne großes Budget und rein digital gedrehte Filmdebüt, das vor einem Jahr auch die Berlinale-Sektion Perspektive deutsches Kino eröffnete, einen Spannungsbogen aufzubauen, der den Zuschauer bis zum Ende bei der Stange hält.
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Sebastian Gosmann: Schnitt Sebastian Gosmann: Schnitt
Kommentar löschenDistanz ist der mutige Versuch eines filmischen Psychogramms, ohne das Handeln der Protagonisten auch nur ansatzweise zu erklären. Die Charaktere bleiben uns fremd, der Interpretationsspielraum groß und der Film entsprechend unverbindlich in seiner Aussage.
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Kommentare (3) — Film: Distanz
Kommentar schreibenWerthenbach 2012/01/27 22:11:04
Kommentar löschenSelten einen so schlechten Film gesehen. Drehbuch grottig. Ich ärger mich so sehr, dass ich vor dem Filmkauf nicht erst hier geschaut habe.
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ungesagt 2010/09/04 09:17:15
Kommentar löschendrehbuch:miserabel:
dialoge:hölzern,steif,unglaubwürdig.
die figuren wirken in ihrem handeln lächerlich.
der film ist nicht dramatisch,er ist schlecht.
wenn das deutschlands nachwuchregie ist,dann:gute nacht.
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Snake Charmer 2010/09/04 10:11:49
Antwort löschenlol. :)
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Sigmund 2011/01/06 12:59:42
Antwort löschenwarum so streng? Über alle genannten Punkte könnte man auch das Gegenteil sagen. Wenn man schon so verreißt, dann doch bitte anhand von konkreten Beispielen aus dem Film.
ungesagt 2011/01/07 09:51:56
Antwort löschenich k a n n keine bsp aus dem film rauspicken, weil der g e s a m t e film, jede einzelne sequenz, ein bsp i s t.
davidpm 2009/02/15 23:24:42
Kommentar löschenSolide erzählt, inhaltlich absolut abgründig. Was den Film schwierig und leider auch mittelmäßig macht, ist der bei dieser Drastik fehlende Ansatz zur Erklärung des Hauptcharakters. So bleibt man ziemlich allein mit der Aufgabe stehen, zu erklären, warum ein Mensch Massenmörder ist.
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