Diva

Diva (1981), FR
Laufzeit 117 Minuten, FSK 12, Thriller, Musikfilm, Drama, Kinostart 25.03.1983

6.8 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
304 Bewertungen
8 Kommentare
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von Jean-Jacques Beineix, mit Dominique Pinon und Richard Bohringer

Der junge Postbote Jules ist ein großer Verehrer der weltberühmten Opernsängerin Cynthia Hawkins. Als es ihm gelingt, einen illegalen Mitschnitt eines ihrer Konzerte zu bekommen, ist er überglücklich – denn die Diva will ihre Opernauftritte nicht aufnehmen und auf Platte veröffentlichen lassen. Jules’ Tonbandaufnahme wird jedoch verwechselt mit dem Band eines ehemaligen Callgirls, auf dem Informationen über die Machenschaften einer Gangsterbande zu finden sind. Als die Gangster dieses Band zurück haben wollen, gerät Jules in tödliche Gefahr.

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Kommentare (8) — Film: Diva

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Le Samourai

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Bewertung9.0Herausragend

Das Debütwerk des Franzosen Jean-Jacques Beineix ist eines der schönsten, geheimnisvollsten Mysterien der Filmgeschichte. Neo-Noir, Krimi-Satire, Musical, Drama, Liebesfilm - selten wurden so viele Genre-Versatzstücke derart genial kombiniert wie in DIVA. Die Geschichte ist dabei vollkommen zweitrangig, im Vordergrund steht die style over substance-Inszenierung mit ihrer einzigartigen Cinematographie, tollen Charakteren, magischer Musik und einer Aneinanderreihung wahrhaft göttlicher Szenen.
Ein traumhaft schönes, einzigartiges, hypnotisierendes, formvollendetes Mysterium.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Jack_Torrance

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Auf jeden Fall :)


Anoirja

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Ich verlasse mich da vielleicht doch besser nur auf die Leute, die auch "Subway" gesehen haben, hehe... :)


Jack_Torrance

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Bewertung10.0Herausragend

Was ist Kunst eigentlich ?

Merkt ihr die Rhetorik in dieser Frage ? Kunst ist wie Liebe; beides kann man nicht rational erklären. Art is what ya Fuckin' feel !

Genauso ist es bei Diva. Was ist das eigentlich für ein Film ? Ein Schelmenstück ? Eine filmische Epoche ? Oder einfach nur ein kleiner Bastard ?
Beineix zelebriert etwas unbeschreibliches: Er ist Dirigent, er ist Architekt, er ist Maler - er ist KÜNSTLER !
Da ertönen surrealistisch anmutende Arienklänge, da finden Verfolgungsjagden durch die Pariser Metro statt, da werden Bushaltestellen in die Luft gejagt, da werden zweideutige Blicke ausgetauscht und was weiß ich was...
Aber was ist Diva eigentlich ?
Diva ist Tortur und Genuss zugleich. Diva ist etwas unbeschreibliches. Diva ist Kult. Diva ist etwas einzigartig. Diva ist KUNST !
Diese Gedanken gingen mir beim Sehen des Filmes durch den Kopf, aber nie hatte ich das Gefühl, die richtige Antwort gefunden zu haben...
Aber dann hört der Abspann scheinbar mittendrin auf... Man hört aber immer noch die surrealistisch anmutende Arie... Die Leinwand ist schwarz... Man sieht nichts... Man hört nur... und dann wurde mir klar, was Diva ist... Diva ist Magie. Diva ist PURE MAGIE !

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Joe Gillis

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PS: Da ich gerade gesehen habe, daß Du Dir »Betty Blue« vorgemerkt hast (den ich persönlich nicht so toll finden), möchte ich Dein Augenmerk auf Beneix' superstilisierten Neo-Noir-Thriller »La lune dans le caniveau« (»Der Mond in der Gosse«) richten – damals völlig mißverstanden und böse gefloppt, heute eine vergessene Perle des cinéma du look:

http://goo.gl/dOiNl

(Gibt's allerdings, so weit ich weiß, nur in Frankreich auf DVD.)


Jack_Torrance

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Den muss ich unbedingt sehen. Der Quasi-Trailer entfaltet schon eine gewisse Sogwirkung !


Joe Gillis

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eigentlich hätten die Eighties gleich nach der Premiere von »Diva« (am 11. März 1981) zu Ende sein können, denn mit diesem Werk des Neo-Noir hat Jean-Jacques Beineix alles über das gloriose Style-Jahrzehnt mitgeteilt, was wert war, mitgeteilt zu werden. Inhalt oder Substanz waren damals unnötig, wenn nicht verpönt, und so konnten sich Crew (unter anderem Kameramann Philippe Rousselot und Komponist Vladimir Cosma) sowie Cast (neben Richard Bohringer und Dominique Pinon zumeist Stars des epochalen Augenblicks, wie Frédéric Andréi oder Thuy An Luu) ganz auf die Zelebrierung von Äußerlichkeiten konzentrieren: in der Badewanne Zigarre rauchen und in einem morgendlichen Pariser Park im Regen sitzen, rosa Plastikmäntel tragen und dekorativ im blauen Neonlicht stehen, einer überirdischen Arie lauschen und den Blick in einer Wasserwippe versinken lassen, mit dem Moped durch Metrogänge rasen und eine göttliche Stimme stehlen, ultimative Coolness ausstrahlen und ein Baguette mit Butter bestreichen. Oscar Wilde wußte, daß nur die oberflächlichsten Eigenschaften von Dauer sind, während das tiefere Wesen bald entlarvt wird. »Diva« bietet keine Tiefe, nur eine extravagante, spiegelnde Fassade. Dadurch wohl ist es möglich, daß der Film das Geheimnis seiner Schönheit bis auf den heutigen Tag bewahren konnte.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Jack_Torrance

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Dein Kommentar und der Trailer haben mich auf jeden Fall neugierig gemacht :)


Le Samourai

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Tolles Ding und ein absolut berechtigter Lieblingsfilm :)


8martin

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Bewertung10.0Herausragend

Der Film hat seinen festen Platz im Film-Olymp. Er ist Kult, nicht nur wegen der genialen Handlung, auch nicht wegen der liebevollen Hommagen an Billy Wilder, John Landis u.a. oder den film noir, auch nicht wegen der fantastischen Musik. Er drückt das Lebensgefühl einer Generation aus, die ausgeflippt in einer neonerleuchteten Loft lebt, Airbrush sprayt und das Leben meditativ genießt und es als Performance gestaltet.
Der Gegensatz: junger Postbote und Operndiva, die musikalisch eigentlich keine Berührungspunkte haben, schafft eine einmalige Ausgangssituation für diesen außergewöhnlichen Romantik-Thriller. Beide Teilbegriffe dieser Kategorisierung kommen ausgeglichen zum Tragen. Im Mittelpunkt steht die titelgebende Diva Wilhelmenia Wiggins-Fernandez (eine Black Beauty par excellence) deren göttliche Stimme alle verzaubert, nicht nur Opernfans, und die ein mehrmaliges Anschauen rechtfertigt.

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docmarcus

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Bewertung9.0Herausragend

Wenn es eine Quintessenz der 80er-Jahre Ästhetik gibt, dann findet man sie hier.

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alanger

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Bewertung5.0Geht so

der film war schon in den 80ern stylisch-langweilig. die damals neue französische schule mit beineix, besson... alles optisch hübsch aufgeblasen und inhaltlich leer.

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Tschoeni

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein wirklich fantastischer Film, wenn auch ein bißchen in die Jahre gekommen. Ein sehr gutes Beispiel für den film noir Anfang der 80er. Daneben ein geiler Soundtrack, rundum gelungen.

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Griselda

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Oh ja. Dieser Film hat einen sehr schönen Soundtrack. Wer sich jemals für das Thema "Bootlegs" interessiert hat, wird den Film spannend finden. Die Farben sind recht kühl, es geht übrigens um klassische Musik und einen manischen Fan, der übergriffig wird und anschließend in Verwicklungen gerät, die er nicht beabsichtigte. Ein besserer Film des französischen Kinos.

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