Django Unchained - Kritik

US 2012 Laufzeit 165 Minuten, FSK 16, Drama, Western, Actionfilm, Kinostart 17.01.2013

  • 9

    Warum die Leute dabei so einen faden Beigeschmack haben? Diese Dinge sind passiert, auch wenn es nicht in unser "Land of the free, home of the brave"-Schema passt. Die selben Leute, die vom faden Beigeschmack reden, verteidigen den Patriotismus-Overkill, bei Filmen wie "Wir waren Helden".

    • 9

      Ein Meisterwerk!

      • 8 .5

        „Never Change a Winning Team“ dachte sich wohl auch Quentin Tarantino und engagierte Christoph Waltz nach „Inglourious Basterds“ diesmal als eine Art guten „Hans Landa“ für seinen Splatter-Western „Django Unchained“. Und die Rechnung geht grandios auf: spritzige Wortgefechte, ordentlich Wums und ein Soundtrack zum Niederknien. Nicht nur für Tarantino-Fans durfte damit gleich im Januar klar gewesen sein, viel besser kann das Kinojahr 2013 gar nicht mehr werden. Mein persönliches Highlight: der großartige Samuel L. Jackson in einer kleinen, aber dafür umso denkwürdigeren Rolle als Nigger-hassender schwarzer Hausdiener.

        • 7

          War nicht schlecht,doch stellenweise mit sehr fadem beigeschmack. ( kaputzenstreit )
          Kann natürlich in keinster weise mit den alten Westernstreifen mithalten, doch schafft der Film es auf seine ganz eigene art und weise zu überzeugen.

          • 10
            Zak 30.03.2015, 16:42 Geändert 30.03.2015, 16:44

            masslos überbewertet....der Schinken...

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            • 9

              Wahrlich ein Meisterwerk.

              Da brauch ich eigentlich gar nicht so viel zu sagen. Wie von den meisten bereits erwähnt, wurde der Film herausragend besetzt, er ist lustig, wenn es angebracht ist, und bietet geile Action. Was will man mehr.

              Der beste Western, den ich kenne.

              • 8

                Hach, wenn es nicht immer so grausam wäre bei Quentin... Wie immer geile, trockene Dialoge, Hammer Besetzung, Ironie an den richtigen Stellen, kleiner Gastauftritt vom Meister persönlich, super unterhaltsam und das Gefühl von "Kult". Zum Schluss spritzt das Blut wie verrückt, so dass ich lachen musste. Herrlich! Sehenswert! Für Weichpittis wie mich sind die Sklavenszenen nichts. Das Wissen, dass er da an Härte nicht übertrieben haben wird, hinterlässt natürlich nen doofen Nachgeschmack.

                1
                • 9

                  Diesem Film sieht man einfach an, dass der Regisseur Quentin Tarantino heisst.
                  Und das ist auch gut so! Tarantino übernimmt klassische Westernästhetik und das gute alte Motiv vom Rachefeldzug, mischt es mit dem kritischen Thema der Sklaverei und bringt die für ihn typischen saucoolen Dialoge und leicht überdrehte Charaktere und Handlung ein, um daraus diesen Film zu basteln.
                  Der Film ist lang, wird aber meiner Meinung nach überhaupt nicht langweilig. Action gibt es auch reichlich, wobei mir hier die Blutfontänen gut drei Meter zu hoch spritzen. Aber nun gut, wem verzeiht man seinen Spieltrieb mit Kunstblut nicht lieber als Tarantino?
                  Der Cast ist großartig und alle Schauspieler machen ihre Sache extrem gut. Zur Leistung von Christoph Waltz wurde vermutlich schon in ausreichendem Maße von Anderen geschwärmt, dehalb lasse ich das an dieser Stelle aus. Wird ja sonst noch langweilig.
                  Nach Pulp Fiction mein Lieblingsfilm von Tarantino.

                  • 5

                    Einfach uninteressant!
                    Hatte sehr hohe Erwartungen an diesen Film, die leider in keinem Maße erfüllt werden konnten. Habe ihn mir ohne Pause angesehen und konnte mich schon nach 25 Minuten nicht mehr konzentrieren, so uniteressant fand ich ihn!
                    Schlechte Dialoge, langweilige Story, einzig Christoph Walz hat einen guten Job erledigt.
                    Fazit: nicht empfehlenswert!

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                    • 8 .5

                      Während die erste Hälfte noch von Action und Witz geprägt ist, klingen bereits Bilder zwischen "Die Farbe Lila" und "Onkel Toms Hütte" (Buch) durch. Diese Bilder werden im Laufe des Films immer heftiger. Ekelhafter. Unerbittlicher. Da kann auch das Ende die zweite Hälfte nicht rausreißen (ich hätte mir noch einen Blick in die spätere Zukunft gewünscht oder vielleicht auch nicht) die mich schlicht niedergeschlagen hat, im wahrsten Sinne des Wortes.

                      Der Anfang hat mich fantastisch unterhalten. Einige Zeit dachte ich auch noch an einen Verlauf à la Kill Bill, bloß mit einer neu interpretierten Version von Winnetou und Old Shatterhand. Doch das Blatt wendet sich Stückchen für Stückchen, bis zu den Gladiatorenkämpfen als Privatvergnügen. Besonders lange wird mir aber Stephen in verstörend widerlicher Erinnerung bleiben.

                      Django Unchained ist ein guter Film, an dem ich nichts aussetzen kann, nur möchte ich ihn nicht so schnell wiedersehen. Wer auf die Kill Bill - Fährte hineinfällt, wird sicherlich enttäuscht oder aufgewühlt werden.

                      • 5 .5

                        Gemessen an der Erwartung ziemlich schwach. Ich habe mich zuanfang sehr gut unterhalten gefühlt und auch die Darsteller erfüllen ihre Sache gut. Die ''großen Momente'' kommen nur noch selten, vereinzelnt zum Vorschein und da die Handlung immer mehr nachlässt verläuft der Film langsam ins Nichts.
                        Vielleicht will sich Tarantino, der auch hier eine kleine Gastrolle besetzt, an den alten Western orientieren, zu denen ich wiederum keinen Bezug habe.
                        Zu hohe Erwartung oder schlichtweg keinen Zugang, sollte man selber entscheiden!
                        5,5 von 10 Punkten.

                        • 10

                          Ein weiteres Herz für einen weiteren Tarantino. Der Typ weiß einfach wie man gute Filme macht. Die Sprüche sind cool und lustig zugleich und Christoph Waltz spielt wieder hervorragend. Der Film dauert zwar ein bisschen länger, wird aber kein bisschen langatmig. Das schafft auch nicht jeder Regisseur einen fast 3 Stunden Film durchgehend interessant zu gestalten. Sooo blutig wie ihn hier manche beschreiben war er eher nicht, mit dem Blutgehalt ging er eher Richtung Durchschnitt. Nach Inglourious Basterds mein absoluter Lieblingsfilm.

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                          • 10

                            Geiler Film

                            • 6
                              Muad Dib 30.03.2015, 00:07 Geändert 30.03.2015, 00:08

                              Eine ganz nett erzählte Westerngeschichte, welche ohne Christoph Waltz nie funktioniert hätte. Dieser Mann führt Alle vor, der Rest ist netter Durchschnitt. Gut, DiCaprios völliges Overacting macht schon Spass, doch das große Staunen blieb auf der Strecke. Den Film allerdings als "Meisterwerk" hinzustellen halte ich jedoch für unüberlegt.

                              Und er zieht sich...auch nicht gerade förderlich für den Film.

                              • 6 .5

                                Ich habe gerade die Free-TV Premiere geschaut und ja ich weiß, es ist eine geschnittene Fassung. Dennoch hat mich das Ganze für Tarantino insgesamt recht kalt gelassen und ich wüsste nicht, was Uncut daran ändern sollte (oder fehlen wirklich inhaltliche Szenen und Dialoge komplett?).

                                Die Rolle von Waltz wirkte für mich zu aufgesetzt und die sonst so coolen Dialoge bei Tarantino haben mich hier eher genervt. Einzig DiCaprio war toll, das waren die besten Szenen des Films für mich.
                                Insgesamt (trotz Cuts) zu viele Längen.

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                                • 10

                                  und dieses neue cover geht gar nicht, liebe mp admins.

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                                  • 10

                                    wie zum henker kann man sich denn bitte diesen genialen streifen im deutschen tv reinziehen? mit 20 werbepausen, uncut und dann auch noch in der deutschen fassung. ist mir ein rätsel, freunde...

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                                    • 2

                                      Das Waltz ein Oscar dafür bekommen hat ist mir Rätselhaft. Alle spielen total aufgesetzt und langweilig ohne jegliches Gefühl. Es wird soviel Blödsinn gelabert und auf Zeit gespielt. Jedes zweite Wort ist dazu noch "Ne..r" was den Film noch nerviger macht. Der Film hat nichts von einem richtigen Western.

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                                      • 8 .5

                                        Da der Film gerade im Fernsehen läuft und ich ihn nebenbei laufen lasse, kann ich ja auch mal ein paar Sachen dazu schreiben.
                                        Erstmal: Hui, ich seh den Film gerade zum ersten Mal auf deutsch. Gewöhnungsbedürftig, aber doch ganz okay synchronisiert.
                                        Ich mag den Film. Da stimmt eigentlich alles. Die Musik, der Cast, die Story...
                                        Joa, dennoch keine Zehn für mich. Warum? Der Film hat Längen. Das ist sehr schade. Bisher hatte ich das Problem bei keinem Tarantino-Film so, aber diesen hier hätte man in zwei Teile aufsplitten können. Ab einem bestimmten Punkt irgendwo weiter hinten hat man das Gefühl, er könnte ja langsam mal zuende sein... obwohl er keinesfalls langweilig ist. Nur eben... lang.

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                                        • 10

                                          Legendärer film

                                          • Super Film!

                                            • 9

                                              Ein wirklich genialer Western-Film! Leonardo DiCaprio spielt in "Django Unchained" verdammt gut und seine improvisierte Szene, beim Essen ist einfach GRANDIOS! Christoph Waltz spielt natürlich auch überragend und Jamie Foxx ebenso. Ein wirklich genialer, lustiger, spannender und brutaler Westernfilm!

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                                              • 10
                                                moviesforlife 15.03.2015, 13:27 Geändert 15.03.2015, 13:29

                                                So, jetzt muss ich doch auch mal einen Kommentar zu einem Film schreiben, der mir ganz besonders am Herz liegt.
                                                Die Rede ist von Tarantinos Meisterwerk "Django Unchained"!

                                                Zunächst einmal: "Django Unchained" ist für mich ein Film, der der Perfektion näher kommt, wie kein Zweiter!
                                                Aber warum? Naja, ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll...

                                                Am besten beim Soundtrack. Der ist nämlich einfach perfekt!
                                                Jeder einzelne Song ist ein Meisterwerk! JEDER! EINZELNE! SONG!
                                                Allein schon das Hauptthema ganz am Anfang: "Djangooo! Djangoooo..."
                                                Das ist einfach Epicness pur. Und wenn man dazu noch epische Landschaftsaufnahmen sieht...einfach unbeschreiblich!
                                                Und auch der Song am Ende ist einfach umwerfend.
                                                Mir fehlen die Worte!

                                                Dann geht's weiter mit den Schauspielern: Christoph Waltz, Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson und viele, viele mehr.
                                                Und jeder bringt absolute Spitzenleistungen!
                                                Waltz ist so unglaublich cool, witzig und sympathisch, DiCaprio spielt einen unglaublich geilen Bösewicht und übertrifft sich immer wieder selbst, Jackson spielt den Bösewicht nicht weniger gut: grimmig, sadistisch und böse...für mich seine beste Rolle bisher.
                                                Und dann wäre da natürlich noch der Protagonist, unglaublich gut von Jamie Foxx verkörpert. Für mich mit Abstand seine beste Rolle!!!

                                                Auch das Setting wirkt unglaublich Authentisch. Da fühlt man sich gleich in der Zeit zurückversetzt!

                                                Dann wäre da noch die geile Thematik: Blut, Rache, Liebe, die Misshandlung der Sklaven. Alles ist perfekt!

                                                Dann bietet der Film, was bei der ernsten Thematik eher überrascht, echt viel Witz und geile Dialoge.
                                                Fast jede Minute muss man schmunzeln oder sogar lachen. Und das ganze auf so erfrischendem Niveau, dass der Film sogar die meisten Komödien locker wegsteckt!

                                                Und jetzt zum eigentlichen Film:
                                                Das Ganze ist perfekt! Also WIRKLICH perfekt! Von Anfang bis Ende.
                                                Es fängt schon mit der Eröffnungsszene an, die ein Genuss für Auge und Ohr ist. Dann kommt der Auftritt von Waltz und schon hatte mich der Film.
                                                So schnell ging's bei mir noch nie!
                                                Und dann geht's weiter und weiter und der Film wird einfach in keiner Sekunde langweilig. Ob man mit großartigen Dialogen, mit toller Musik oder mit Action und Blut unterhalten wird; man wird einfach IMMER unterhalten! IMMER!!!

                                                Und dann gibt es so, so, SOOO viele epische Szenen, die ich nie mehr vergessen werde.
                                                Das fängt schon bei der Auspeitsch-Szene an, wo man einfach bei JEDEM Schlag mitleidet und vor Schmerzen das Gesicht verzieht.
                                                Dann kommen so unglaublich geile, legendäre (und befriedigende) Szenen, wie z.B. "Gefällt mir, wie du stirbst, Boy!"
                                                Und dann gibt es auch noch geile und blutige Action, die jeden anderen Tarantinofilm übertrifft. Allein schon die Candyland-Schießerei...

                                                Und dann kommt das Finale mit dem Handschlag...
                                                Da hatt's mir einfach die Sprache verschlagen!!!
                                                Und dann geht der Film weiter und weiter und es wird sogar NOCH besser!!!
                                                Denn wenn dann das eigentliche Finale kommt, zerreist es mich schier vor purer Awesomeness...besser geht's einfach nicht!!!

                                                Und dann wäre da noch das Ende. DAS ENDE!!!
                                                Meiner Meinung nach darf man es gerne zu den besten Filmenden ALLER ZEITEN zählen. Einfach so unbeschreiblich perfeeeeekt! Hammer!
                                                Dann noch die geile Musik und der Gänsehaut-Spruch: "Weißt du, wie sie dich nennen werden? Der schnellste Colt im ganzen Süden!" Legendär!
                                                Das Ende lässt einen einfach mit so einem befriedigenden Gefühl zurück. Dem Gefühl, dass Cowboys noch cool sind.
                                                Und wenn dann die Credits erscheinen und man im Hinergrund das brennende Candyland sieht, kann man sich zurücklehen und zu sich selbst sagen: "Mann, hab ich grad einen geilen Film gesehen!"

                                                "Django Unchained" ist also einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
                                                Perfekter Soundtrack, perfekte Schauspieler, perfektes Setting, perfekte Story, perfektes Finale und ein ober-über-perfektes Ende!
                                                Noch dazu viel Witz und viele epische Szenen. Sowas kann einfach nur Tarantino hinbekommen!
                                                Für mich ist "Django Unchained" eigentlich kein richtiger Film mehr, sondern ein Kunstwerk...ein echter Tarantino eben!
                                                Für mich der beste Western, der beste Tarantino und einer der besten Filme aller Zeiten.

                                                Da es hier keine 11 Punkte gibt, muss sich der Film wohl mit einer schnöden 10 zufrieden geben.

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                                                  MaceWindu1998 14.03.2015, 17:57 Geändert 14.03.2015, 17:59

                                                  Sechster Teil meiner Reihe von Filmen, die alle lieben; außer mir, versteht sich. Da Ridley Scott und David Lynch bereits die Ehre hatten, von mir beschimpft, gedemütigt und gesteinigt zu werden, wird dieses Privileg nun Quentin Tarantino zu Teil. Denn was wäre eine Reihe, in der ich über große Enttäuschungen spreche ohne diesen Kerl?

                                                  Erst einmal; ich bin sehr großer Fan bzw. Verehrer von Sergio Corbuccis 1966 erschienenen „Django“. So musste ein Italo-Western sein; hart, cool und dreckig, untermalt mit einem grandiosen Musikthema.

                                                  Django Unchained reizte mich eigentlich ne Bohne, da ich nie sonderlich großer Fan von Tarantino war. Doch nachdem dieser Film von überall her gelobt wird, und sogar ein TarANTIno-Freund von mir sagte, dass der was kann, entschloss ich mich doch zu einer Sichtung. Ich hatte überraschenderweise so etwas wie Hoffnung in mir, denn wenn Django Unchained die erhoffte Ehrung alter Western-Zeiten wird, dann konnte ja eigentlich nichts schief gehen. Einzige, was meine Vorfreude dämpfte; die Wertungen von meinen Geschmackspartnern „brucelee76“ und „Quaid_Hauser“.

                                                  Während die ersten 3 Minuten noch ein wunderbares Hommage an Franco Neros Django sind, verliere ich mit zunehmender Länge des Streifens immer mehr die Aufmerksamkeit. Zwar vergeht die erste Stunde noch wie im Flug, was besonders der hervorragenden Kameraarbeit zu verdanken ist (schnelle Zooms, wie in den guten, alten Westernzeiten), doch ab der Szene, in der Leonardi DiCaprio eingeführt wird, konnte ich Django Unchained wenig bis gar nichts abgewinnen. Denn das ist die Stelle, an der der Western endet und in das Genre „Tarantino“ überspringt. Hier beginnt das unglaublich billig aussehende Kunstblut zu spritzen was das Zeug hält. Nicht falsch verstehen; ich habe nichts gegen übertriebene Gewaltdarstellung, sonst würde ich mit den alten Verhoeven-Schinken wenig anfangen können, doch das Blut sollte schon ein klein wenig … ähm … „echt“ aussehen.

                                                  Ein guter Western sollte im Groben unlustig und ernst sein (von rabenschwarzem Humor und lustigen Sprüchen mal abgesehen). Django Unchained bleibt dieser Linie leider nicht wirklich treu, im Gegenteil, Tarantino treibt seinen Film mehrere Male gar ins Lächerliche hinein! Ich denke jetzt ganz bewusst an die Stelle mit dem Kuckucksclan, die in einer Komödie vielleicht gut aufgehoben wäre, aber hier einfach fehlplatziert ist.

                                                  Ganz anders verhält es sich mit den Zitaten, die hier teilweise rausgehauen werden. Meine Freunde (die den Film alle „megageil“ finden) erinnern sich zwar nur an vereinzelte Worte wie „Feldnigger“ oder „Glücksnigger“, und wenn’s hoch kommt auch mal einen Satz wie „Ein Nigger im Herrenhaus!“ doch mir blieb ein Satz von Christoph Waltz besonders im Gedächtnis: „Das ist ne deutsche Legende, da kommt immer irgendwo irgendwie ein Berg vor.“. Doch wie auch schon die Umsetzung, so lässt die Zitateproduktion ab Di Caprio extrem nach, ehe gar nix mehr kommt.

                                                  Ihr seht schon, ich kann wenig anfangen mit Tarantinos Umsetzung (was bei bisher jedem seiner von mir gesehenen Filme zutrifft). Aber wie sieht’s denn mit den Darstellern aus? Konnten die mich wenigstens überzeugen?
                                                  Ja und nein.

                                                  Ich war noch nie großer Fan von Jamie Foxx, denn seit seinem oberpeinlichen Werbespot in „An jedem verdammten Sonntag“ bekomm ich Würgreize wenn ich ihn nur sehe. Zwar macht er hier seine Sache noch durchaus ordentlich, kommt jedoch nicht an Nero’s Darstellung des Revolverhelden ran. Dass Nero selbst eine kleine Nebenrolle übernimmt, mag zwar ganz schön sein, doch wenn er in einem Django mitspielt, in dem er selbst nicht den legendären Revolverheld verkörpert, dann ist das in etwa so, wie wenn der sechste Teil von Harry Potter auf einmal mit Taylor Lautner in der Hauptrolle besetzt wäre, und Daniel Radcliffe nur die Rolle des Rubeus Hagrid übernimmt. Nero = Django. Django = Nero. Punkt.
                                                  Über Christoph Waltz Darstellung des Zahnarztes Dr. King Schultz braucht man nicht mehr viel zu sagen. Da ging der Oscar vollkommen in Ordnung. Weshalb DiCaprios Leistung allerdings so umjubelt wird, bleibt mir ein Rätsel. Wie so vieles andere am Film.

                                                  Was man auch noch erwähnen kann, ist der tolle Abspann, zu dem die Musik von Bud Spencer und Terrence Hills Meisterwerk „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ läuft.
                                                  Doch was bleibt mir nach so einem Film noch im Kopf? Einem Film, von dem ich wenig erwartete und wenig bekam, der allerdings von allen als Meisterwerk umschrieben wird? Im Grunde nichts. Abgesehen von einigen, mir unerklärlichen Fragen:

                                                  Wo ist der so hoch umjubelte Film geblieben?
                                                  Wieso ist Django Unchained für viele um Längen besser als das Original?
                                                  Und wo zum Teufel ist Django‘s Maschinengewehr?

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                                                    Christoph Waltz in Bestform!