Django Unchained - Kritik

Django Unchained

US · 2012 · Laufzeit 165 Minuten · FSK 16 · Drama, Western, Actionfilm · Kinostart
  • 8 .5

    Sehr guter Tarantino Western !
    Italo Western gemischt mit dem Sklaventhema !
    Christoph Waltz mit seiner besten Performance...in meinen Augen !
    Auch wenn sich seine Rollen inklusive Humor sehr ähneln !
    Jamie Foxx könnte man diskutieren...aber keine Lust viel zu warm !
    Di Caprio auch wieder mal grandiose Vorstellung !
    Samuel L. Jackson...der N**** der einfach nicht versteht das er genauso dazugehört...auch wenn er im Herrenhaus flaniert ! Sehr gut gespielt !
    Allerdings bin ich Jackson müde...besonders einfallsreich finde ich es auch nicht..ein Tarantino Film ohne Ihn wäre auch mal erfrischend ! Jaja die Basterds ! Trotzdem !
    Die Story geht wie immer flüssig trotz der Länge ...die Dialogie sind meistens auch perfekt gewählt !
    Der Humor allerdings ist an manchen Stellen schon sehr befremdlich !
    Die Jonah Hill Szene passt für mich nicht den Film ...auch andere Dinge erinnern doch eher an Screwball und Stirnrunzel bleiben zurück...wenn das der Effekt sein soll..ok bitte ...geschafft !
    Gewalt natürlich auch wie immer im richtigen Maß ...für mich...vorhanden !
    Franco Nero...klar er darf eigentlich nicht fehlen...ob die Deutsche Synchro hier perfekt übersetzt weiß ich nicht...jedenfalls klingt der Dialog zwischen Ihm und Jamie doch irgendwie sehr platt...hätte ich mir mehr Klasse gewünscht !
    Ist Klagen auf hohem Niveau...ist aber erlaubt !
    Drehorte sind super gewählt auch die farblichen Veränderung während des Films !
    Score nicht perfekt aber sehr gut !
    Der Film macht einfach Fun über die gesamte Länge hat kleine Schwächen ...sie seien Ihm verziehen !
    Vielleicht ein wenig straighter verfilmt noch besser !

    • 9 .5

      Ein genialer Film ! Der Film hat für mich die besten Dialoge. Was ihn aber besonders macht, er ist Lustig und gleichzeitig spannend, das konnte noch kein anderer Film den ich zuvor gesehen habe.

      • 10
        evileye 14.07.2016, 13:41 Geändert 14.07.2016, 13:42

        wenn mich einer fragen würde, welcher war der beste film der letzten 15 jahre den du gesehen hast.. würde ich antworten : DIESER HIER !! (Star Wars gehört nicht in die Wertung) :-)

        • Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Hier stimmt wirklich alles, die Darsteller spielen um ihr leben als wenns kein Morgen mehr geben würde, die Story ist geil und der Soundtrack genial, wann gabs das schon: Rap in einem Western, und das geniale daran ist: es passt auch noch wie die Faust aufs Auge! Für mich der beste Tarantino.
          Anschauen ist Pflicht und alles unter 9 Punkten Frevel.

          1
          • 7 .5

            Django Unchained ist ein typischer Tarantino Film, wieder viel Blut, aber auch Themen die real sind. Es geht um die Versklavung der afro-amerikanischen Bevölkerung und zeigt dies auch sehr gut in dem Film. Brutal, hart und völlig trocken agieren die "weißen" Protagonisten in diesem Film. Jamie Foxx gefällt mir sonst nicht immer, aber als Django ging das voll auf. Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio waren beide eenso völlig grandios in ihren Rollen und auch Samuel L. Jackson als Stephen, der Butler von Calvin Candie, weiß doch zu gefallen. Einfach ein fieser W*chser!

            • 10
              sachsenkrieger 18.06.2016, 12:28 Geändert 18.06.2016, 12:30


              Sie sehen piekfein aus. Sie zeigen auf der öffentlichen Bühne feines Benehmen. Sie wissen sich fein zu artikulieren. Wer sie sind? Sie sind feine Menschen. Sind fein gekleidet, fein gebildet, feinen Sinnes, mit einer fein gefüllten Brieftasche, einem feinen Lächeln auf dem Antlitz und einer feinen Einstellung darüber, wie alles um sie herum zu funktionieren hat. Was sie machen? Pflücken sie Baumwolle? Nein, sie lassen pflücken. Verkaufen sie Versicherungen? Nein, sie lassen verkaufen. Bauen sie Autos? Nein, sie lassen bauen. Töten sie Menschen? Nein, sie lassen töten. Sind sie mit dem Ende der Sklaverei ausgestorben? Nein, sie wird es immer in mehr als ausreichender Zahl geben und sie lassen lieber sterben, als das sie es endlich selbst tun. Ihr Streben ist Legion. Und macht es bei aller selbst auferlegter Machtlosigkeit, bei all der selbst durchgeführten Lobotomie des freien Willens, nicht immer wieder einen Heidenspaß, wenn man wenigstens vor der Mattscheibe, einem von ihnen, vorzugsweise in Zeitlupe, beim Sterben zusehen darf?

              Selbstverständlich macht das Spaß und Quentin Tarantino macht es anscheinend und glücklicherweise auch einen Heidenspaß, uns angeketteten Hunden, die groben Fleischbrocken der zu Recht Geschändeten und Geschächteten, vor die Pfoten zu werfen, das wir uns daran mästen können. In INGLOURIOUS BASTERDS beendete er bereits auf fulminante Art und Weise den WKII auf deutschem Boden. Mit DJANGO UNCHAINED tut er eigentlich das genaue Gegenteil mit der Sklaverei der Afrikaner in den USA. Denn die sind im Genre Film, obwohl ... oder eher gerade weil die meisten dieser Streifen ja aus Hollywood kommen, noch nicht allzu sehr vertreten. Filme wie AMISTAD oder 12 YEARS A SLAVE, haben das Thema zwar angerissen, aber Quentin Tarantino erst, reißt in seiner etwas unangepassteren Art und Weise, den Händlern des Todes, zumindest im übertragenen Sinne, das verrottete Herz heraus. Einige Jahre vorm amerikanischen Bruder-Bürgerkrieg, lässt er einen umgeschulten, aus Deutschland stammenden Kopfgeldjäger und einen von ihm befreiten Sklaven, kräftig die Plantagen des Südens aufmischen. Christoph Waltz gehört nicht umsonst zu den Stammschauspielern Tarantinos, denn es gibt kaum einen Mimen, der eine solche Figur auch nur annähernd gut darstellen könnte. Jamie Foxx, und auch das zählt zu den Begabungen des Regisseurs, war selten besser und tougher als in diesem Film. Da verblassen selbst Schauspieler wie Leo Di Caprio oder Sam L. Jackson zu besseren Statisten.

              DJANGO UNCHAINED ist ja eigentlich eher ein Southern als ein Western. Aber da lassen wir mal die Filmrollen-Gelehrten drüber diskutieren und zitieren den guten alten Rilke: Sie sprechen alles so deutlich aus: Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus. Vom ersten Ton, vom ersten Bild an bis zum letzten, ist DJANGO UNCHAINED entfesseltes Kino, entfesseltes Grauen, entfesselte Gewalt, entfesselte Rache. Es gibt in meinen Augen keinen schwachen Moment, keinen schwachen Aspekt in diesem Film, der erstaunlicherweise keinerlei digitale Effekte aufweist und bei dessen Dreharbeiten angeblich niemand zu Schaden kam. Schon nach der ersten Sichtung, war dieser Film mein Liebling von St. Quentin und einer der Gründe, mir nahezu sein gesamtes Werk noch einmal zu Gemüte zu führen. Jetzt lässt er mir keine andere Wahl, als ihn zu einem meiner Lieblingsfilme zu küren...

              23
              • 9

                Ungewohnt wenig pseudo-philosophisch für "Herrn Tarantino", aber keine sorge, auch nicht zu wenig ;) ....
                Dafür ist der Film aber sehr spannend, gar fast ohne Pausen ist man fasziniert, was bei der Filmlänge schon eine Meisterwerk für sich ist. Die Hauptfiguren sind niemand mit dennen man sich identifiziert, aber deren Handlung man durchaus nachvollziehen kann. Walz war natürlich super in seiner Rolle, leider hatte Foxx neben Walz und DiCaprio kaum eine Chance ... er hat ein gutes Handwerk abgeliefert, die beiden haben aber dem Film seinen Charackter verliehen ...

                Gesamt: Muss man gesehen haben ... wenn auch für Tarantino ein wenig unüblich (mein sehr sehr subjektiver Eindruck)

                • 10

                  Das ist mein Film! Humor,action und richtig geile Dialoge!!! Wer diesen Film nicht mag, dann kann ich ihn nicht verstehen. Der Film hat alles was man von einem Film erwartet.

                  • 10

                    Django Unchained von Quentin Tarantino hat mir sehr gut gefallen.
                    Häufig wird ja dieser Film mit "The Hateful Eight" verglichen und muss zugeben bei diesem Streifen hat keine Sekunde die Spannung oder die Action gefehlt.
                    Bei "The Hateful Eight" bin ich in Mitte des Films fast eingeschlafen...

                    Django Unchained ist so etwas besonders weil es ein etwas anderer Film ist.
                    Nicht immer die gleichen Handlungen, hier wurde nämlich eine ziemlich komplexe Story ausgedacht und mit wirklich sehr guten Schauspielern.
                    Tim Roth hat mich bei "The Hateful Eight" zu sehr ein schlechtes Double von Christoph Waltz erinnert.

                    Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio, Christoph Walz haben mir am besten gefallen.

                    1
                    • 3 .5

                      Das mit der Annäherung an Tarantino wird wohl nix mehr. Auch „Django Unchained“ war absolut nicht mein Ding. Am ehesten würde ich den Film noch für den Komiker-Preis empfehlen, denn komisch war so ziemlich alles an dem Streifen.
                      Schade eigentlich. Die Story hätte so einiges hergegeben. Aber da müsste sich dann wohl ein ernstzunehmender Filmemacher mit beschäftigen.

                      2
                      • 7

                        M.E. durch die Bank saugut gespielt.
                        Waltz spielt aber halt Waltz so wie Brandauer eigentlich immer nur Brandauer spielt.

                        Mir ist der Film aber persönlich viel zu gewalttätig als dass ich ihn mir nochmal anschaue würde.
                        Und wenn ich vorher gewusst hätte WIE gewalttätig der Film ist, dann hätte ich ihn mir auch kein erstes Mal angeschaut.

                        Die Kill Bill-Filme finde ich hingegen einfach nur gut und "From Dusk till Dawn" ebenso. Es liegt hier m.E. an der Darstellung der Gewalt, nicht an der Gewalt an sich.
                        Weniger wäre hier m.E. beser gewesen.

                        • 9

                          Top Bestzung, tolle Story - nie langweilig - Geronimo27 trifft es auf den Punkt, mehr gibt es nicht zu sagen - SEHENSWERT!

                          • 10

                            Manche mögen diesen Tarantino-Streifen als langweilig bezeichnen. Andere als brutal. Doch was zeigt uns Quentin Tarantino hier ? Die unfassbare Dekadenz und Brutalität, mit der die Schwarzen versklavt, gefoltert und getötet wurden. Sie wurden behandelt, als wären sie der letzte Dreck. Ihr Leben zählte keinen Cent.

                            Während Leonardo Di Caprio als überzeugendes Ekel und eiskalter Großkotz auf seinem Landsitz Mandingo-Kämpfe im Herrenzimmer auf Leben und Tod austragen lässt, und im selben Raum Billard gespielt wird und Cocktails gemixt werden, und man im Hintergrund die Kampfschreie auf Leben und Tod hört. Eine fast unerträgliche Szene, die uns Tarantino hier zumutet.

                            Tarantino weiß, wovon er spricht. Dass er sein Epos in typischer Tarantino-Manier mit teils völlig absurder Situationskomik, aber ebensolcher Brutalität inszeniert, macht ihn eben aus. Unvergesslich die kurze Hommage an den echten Django (Franco Nero), der den schwarzen Django an der Theke fragt, ob er den Namen überhaupt buchstabieren könne. Eine köstlich trockene Szene. Ebenso wie die Dialoge beim Überfall auf Dr. Schultz Kutsche und das Streitgespräch um die Masken. Einen solchen Brüller einzubauen und mal eben kurz jede Ernsthaftigkeit zu verlassen, ist schon ein Meisterstück. Gestochen scharfe Dialoge, psychologisch fein ausgearbeitete Figuren, die alle stimmen. Kein anderer Regisseur lässt sich soviel Zeit für eine Szene. Kein anderer kann so eine enorme Spannung erzeugen, ohne dass auch nur ein Schuss fällt.
                            Umso härter schlägt Tarantino dann zu, wenn er uns zeigt, wie ein Mensch von Hunden zerfleischt wird. Doch die Gewalt wird von ihm nie zum Selbstzweck inszeniert, sondern lediglich unzensiert gezeigt.

                            Dass Tarantino in seinem Cameo-Auftritt wie immer deplaziert wirkt, vergeben wir ihm gerne. Er kann ganz einfach nicht schauspielern, will aber so gerne halt auch mal dabei sein. Das können wir ihm gerne nachsehen. Doch wie hat es dieser hässliche Vogel nur geschafft, eine Liaison mit einem Engel wie Uma Thurmann zu bekommen ? Ganz einfach: Er hob sie in „Kill Bill“ auf den Olymp, setzte sie dort in Szene wie eine Göttin. Kaum eine andere Frau wurde filmisch je so vergöttert. Kein Wunder, dass Uma zeitweise das Innere von Quentin liebte. Und das besteht anscheinend aus purem Gold.
                            Jedenfalls weiß Quentin durchaus seinen Reiz als Mann durch seinen enormen Erfolg bei Frauen einzusetzen, wie die derzeitige Verbindung mit Courtney Hoffman – der Kostümdesignerin von „The Hateful Eight“ – zeigt. Und Courtney ist ebenfalls eine sehr attraktive Frau. Sieht man die beiden nebeneinander, denkt man spontan wie bei Uma „Die Schöne und das Biest“. Die Attraktivität eines Mannes wird eben nicht selten im Erfolg gemessen.

                            Jamie Foxx überzeugt als knallharter Django, der sich unvollstellbaren Szenen stellen muss, in der er nicht handeln darf, will er seine Frau retten. Nur ein Schwarzer kann diese Figur spielen. Nur ein Schwarzer kann den Hass und die Rache verkörpern, die hier in Django hervorgerufen wird.

                            Samuel L. Jackson spielt den Hausnigger, der es gelernt hat, sich den Weißen jahrzehntelang unterzuordnen, und sich seine Unterwürfigkeit mit einem hohen Lebensstandard belohnen zu lassen. Er ist der Prototyp des charakterlosen Schwarzen, der voll Hass ist gegenüber allen anderen, die niedriger gestellt sind als er.

                            Christoph Waltz wächst in seine Rolle hinein wie in eine zweite Haut. Tarantino hat ihm den Nährboden bereitet, sich auf der Kinoleinwand in allen Facetten austoben zu dürfen, wie ein Kind im Spielzeugladen. Und Waltz hat diese Chance erkannt. Für einen Schauspieler war dieses Zusammentreffen wie ein 6er im Lotto.

                            Der Score ist meisterhaft – zeichnet doch für große Teile Ennio Morricone dafür verantwortlich.

                            Fazit: Unfassbares Dokument über die Sklaverei und ihre weißen Herren. Absolut sehenswert. Zeitlos und nach wie vor gültig.

                            1
                            • 9

                              Django Unchained ist einer der wenigen Filme, in denen mich die komplette Besetzung überzeugt. Besonders Christoph Waltz spielt seine Rolle großartig. Ich bin sonst kein Westernfan, aber Tarantino hat es wieder mal geschafft mich für Genres zu begeistern, die es sonst nicht machen.

                              1
                              • 5 .5
                                Napoleon_Wilson 08.05.2016, 14:41 Geändert 08.05.2016, 14:41

                                Evtl. habe ich einen anderen "Django Unchained" gesehen als die meisten hier, aber dieses Machwerk rührt mich zu Tränen... allerdings keine Freudentränen.
                                Die schauspielerische Leistung der Akteure ist über jeden Zweifel erhaben... der Rest ist ungläubiges Staunen.
                                Django rennt die meiste Zeit in einem, wie soll man es ausdrücken, Clownskostüm herum... die Dialoge sind hin und wieder etwas laaaaaangwierig und wieso Tarantino den Film "Django" nennt, ist mir unbegreiflich... aber naja, Geschmäcker sind je bekanntlich verschieden.

                                • 5 .5
                                  Miss Tong Tong 06.05.2016, 17:08 Geändert 06.05.2016, 17:09

                                  Er fängt so toll an, aber zum Ende hin ist davon nichts mehr zu merken...

                                  • 10

                                    Ein richtig geiler Film mit hervorragenden Schauspielern, allen voran Christoph Waltz.

                                    • 9 .5

                                      Da stimmt fast alles.
                                      All Time Favorit wird er nicht, da Tarantino es in beinahe allen Filmen schafft, diese mit Nichtigkeiten in die Länge zu ziehen. So auch hier.

                                      Django Unchained löste dennoch große Begeisterung bei mir aus. Prima

                                      1
                                      • 8

                                        Bis auf den unpassend modernen Soundtrack und das alberne Gesplatter sehr guter Film. Stimmige Reminiszenz an die alten europäischen Western-Klassiker.

                                        • 7 .5

                                          Unterhaltung pur mit Leonardo DiCaprio, Jamie Foxx, Samuel L Jackson und vor allem Christoph Waltz!!! Was will man mehr? :-)

                                          • 6

                                            Leonardo dicaprio spielt wie immer sehr gut, aber der film war halt nicht so gut :D

                                            1
                                            • Dr. King Schultz (Christoph Waltz), ein Zahnarzt, fährt mit seinem Gaul und einem klapprigen Wagen quer durch das Gebiet des amerikanischen Bürgerkriegs. Er bewegt sich auf Schleichwegen und durchkreuzt einen Wald. Der ist so tief und dunkel, dass er aussieht wie ein Märchenwald. Eine Kolonne gefesselter Sklaven wird durch die Dunkelheit getrieben. Im Vordergrund Dr. Schultz an dessen Wagen ein grosser Zahn befestigt ist, der munter hin und her wippt. Schultz ist auf der Suche nach einem Sklaven namens Django (Jamie Foxx). Mit Djangos Hilfe hofft er die Brikkle Brüder zu finden und so seine Ehefrau. Vorweg: Quentin Tarantino hat mich jetzt schon in seinen Bann gezogen! Er setzt auf eine tolle Szene noch eine grössere oben drauf, alles um diese beiden gegensätzlichen Charaktere herum inszeniert, die drei Dinge zusammenschweissen: Pragmatismus, finanzielle Vorteile und persönliche Gründe. Weiter gehts mit Dr. King Schultz! Kein Blick zurück! Vielleicht ist das auch besser so, denn sonst müssten wir uns ja fragen, was Schultz überhaupt in diesem dunklen Wald macht und weshalb er weiss, dass dort Django gefangen gehalten wird? Nun erleben wir Schultz, wie er eine seiner finanziellen Transaktionen durchführt. Schultz scheint ein generöser Mann zu sein, der eine Menge Bargeld verteilt. Manchmal kommt er mir vor wie ein Zauberer aus einem Märchen. Er besitzt auch die Fähigkeit, das Leben der Menschen zu steuern. Er lenkt ihr Schicksal und wirft sie in Situationen, in denen sie das bekommen, was sie verdienen! Obwohl Django Unchained ein phasenweise harter Film ist, möchte ich meinen, dass nichts darin echt ist - am allerwenigsten Dr. King Schultz. Für Tarantino kommt Schultz auch gelegen, denn er vermag den Plot dahin zu lenken, wo er will. Übrigens zieht Schultz während des gesamten Films keinen einzigen Zahn. In Wahrheit arbeitet er als Kopfgeldjäger und liefert seine Klienten aus: Lebendig oder tot. An sich benötigt der Plot eine ganze Reihe an Erklärungen. Schultz weiss aber einfach, wer Django ist und wo er ihn finden kann, weil das eben sein Job ist. Dann erschiesst er in aller Seelenruhe einen Sheriff und immer wieder erlaubt er Tarantino erstaunliche Szenen - einfach dadurch, weil er alles weiss und immer einen Ausweg kennt. Schultz gewinnt die Freundschaft Djangos und bildet ihn während eines harten Winters aus zum Kopfgeldjäger. Schliesslich hilft er dem Freund, seine verlorene Frau Broomhilda (Kerry Washington) wiederzubekommen. Warum tut er all das? Weil er Django mag und die Sklaverei hasst. So wie Tarantino in seinem vorigen Film den Holocaust behandelt hat, geht er auch mit der Sklaverei um. Es ist Unrecht und muss gerächt werden! In beiden Filmen spielt Christoph Waltz eine Schlüsselrolle. Nicht nur wegen seines österreichischen Akkzents, sondern auch, weil Tarantino mit ihm brilliante Dialoge inszenieren kann. Die liebt er bekannterweise und die besten Dialog-Szenen sind so lang, wie es kaum üblich ist für einen solchen quasi-Exploitation Film. Tarantino hat immer behauptet, er wäre zuvor Videothekar gewesen (ein Job, den ich natürlich als einen höchst ehrenwerten erachte!). Wir können uns vorstellen, wie er in seiner Videothek hockte und alle Filme sah, die dort herumlagen. Vieles hat er dabei gelernt, eins aber nicht: Die sparsamen Dialoge von Exploitation Filmen. Tarantino hat einmal behauptet, er würde bereits beim Schreiben des Skripts die Lacher in seinem Kopf hören. Allerdings: Nichts wäre für ihn schlimmer, als ein Publikum, dass auf die Lacher vorbereitet wird. Ein Publikum in der Erwartungshaltung, zu lachen! Deshalb ist Django Unchained ein so überaus brutaler und grenzwertiger Film! Am liebsten lässt Tarantino auf seine Brutalitäten Lacher folgen - und keiner ist darauf vorbereitet. Django Unchained funktioniert wie ein Comic! So erleben wir den Grossgrundbesitzer Calvin Candie (Leonardo DiCaprio), der ein echtes Monster ist. Nach dem Dinnieren lässt er seine Sklaven Todeskämpfe gegeneinander austragen. Diese Szenen sind wirklich scheusslich, stehen aber im Dienste etwas Grösserem: Darin verpackt Tarantino seine Satire. Oft ist Django Unchained auch einfach wunderschön. Wir bewundern die Plantagen im Frühling, darüber erheben sich Wolkenformationen und einige Sklaven stehen da und geniessen diese Schönheit. In solchen Szenen wissen wir, wozu Tarantinos Gewalt auch dient: Sie zerschiesst die Bequemlchkeit des Publikums! Sie verhindert, dass wir uns einfach berieseln lassn. Sie passt darüber hinaus auch in die Zeit: Django lebt in einer grausamen und brutalen Gesellschaft (die wir durch Tarantinos satirischen Filter sehen). (Dazu gibts unsere Film List mit modernen Western auf unserer Empfehlungsseite cinegeek.de

                                              • 9

                                                Ein super Film von Tarantino ! Die Darsteller sind der Hammer und spielen wirklich herausragend gut ! Trotz der sehr langen Laufzeit wird es nicht langweilig und man hat durchgehend Spaß an diesem Film ! Es ist einfach ein geiler Film, der in meiner Erinnerung bleiben wird und Tarantino ist ein einfach ein Genie der weiß wie man hammer Filme macht ;)

                                                2
                                                • 10

                                                  In allen Bereichen ein sehr gelungener Film von Q. Tarantino. Über die Darsteller muss man nicht mehr viel sagen, da ist wie immer die Creme de la Creme vertreten und spielt sich wie immer die Seele aus dem Leib. DiCaprio und Jackson sind wie immer grandios! Soundtrack ist finde ich sehr gut zusammengesetzt und gibt dem Film eine besondere Note (im wahrsten Sinn des Wortes). Storytechnisch ist es natürlich nicht der ganz große Wurf, aber es wird trotz langer Laufzeit nie langweilig.
                                                  Aus dem Kino bin ich damals völlig geflasht rausgekommen...nach dem Kauf fürs Heimkino lief er schon 2-3 mal.
                                                  Ums kurz zu machen: Zurücklehnen, anschauen und wirken lassen...ganz großes Kino, Tarantino!

                                                  1
                                                  • 9

                                                    GEILER FILM
                                                    Christoph Waltz ein gott in seiner Rolle.
                                                    Jamie Foxx u. Leonardo di Caprio spielen auch sehr gut.

                                                    Geile Atmosphäre und coole Story.

                                                    1