Django Unchained - Kritik

US 2012 Laufzeit 165 Minuten, FSK 16, Drama, Western, Actionfilm, Kinostart 17.01.2013

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Kritiken (48) — Film: Django Unchained

Der Satiriker: Kopf & Kino

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7.5Sehenswert

[...] Glück gehabt dass „Django Unchained“ ein SPIEL- und kein Dokumentarfilm ist. Der gleichen Meinung war offensichtlich auch die FSK und verpasste dem Streifen ein mildes 16er Rating. Glückwunsch. Man traut jetzt den ganzen Hauptschul-Kevins und -Chantals zu, selbst zu erkennen dass Mord nicht cool und Rassismus kein Spaß ist. MUTIG! Appropos mutig. Tarantino war auch mutig und entschied diesmal, sich ohne Kapitel, dafür in einer linearen Erzählstruktur (sogar nach klassischem Drei-Akt-Schema!) zu bewegen. Good choice. Die Ästhetik bleibt aber gewohnt retro. Flashbacks mit blaustichigem Farbfilter, unruhige Zooms und Schwenks bei denen dem Zuschauer die Feder aus der Mütze springt. Alles schreit nach den Sixties. Der Soundtrack, mit Tracks von Altmeister Enio Morricone bis Hip Hop von Jamie Foxx selbst, ist wie immer ungewöhnlich aber genauso Stilmittel wie der zehn Liter Blutverlust nach einem Schusswechsel. Die Laufzeit ist mit 165min hart am Limit. 20 Minuten weniger hätten es auch getan. Mit dem Auftauchen von DiCaprio und Jackson verliert die Inszenierung im letzten Drittel etwas an Fahrt macht aber immer noch zu viel Spaß um sich jetzt drüber auszukotzen. Das Finale ist fulminant und entlässt den Zuschauer mit einem befriedigenden Gefühl – nämlich dem dass Cowboys jetzt wieder cool sind.

P.s.: Wer sich für Trinkspiele interessiert, hier ein Vorschlag: Immer wenn im Film das Wort „Nigger“ fällt wird ein Tequila getrunken. Nach 30min seid ihr straff wie die Seemänner.

Fazit

„Django Unchained“ ist ein filmisches 7-Gänge-Menü, welches sein einziges Manko in der trüben Suppe zwischen Hauptgang und Dessert hat. Der Leinwand-Gourmet wird dafür mit einer schwarzhumorig-überdrehten Hommage an frühe Italowestern, einem grandiosen Cast und soviel Kunstblut belohnt dass man hinterher in eine Zelluloid-Fressnarkose fallen wird.

Tarantinofans werden begeistert sein. Neulinge laufen Gefahr angefixt zu werden. Anschauen!

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sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

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7.0Sehenswert

[...]“Django Unchained” ist eine unterhaltsame Hommage an so ziemlich jeden Westernfilm, den ich kenne. Brilliant besetzt und auf die typische Art und Weise Tarantinos erzählt, ist er absolut ansehbar. Von einem Meisterwerk ist er, wie für mich jeder Film des guten Mannes, aber doch weit entfernt, denn mitunter ist seine Erzählweise doch ermüdend (was ich jetzt aber nicht ausschließlich auf diesen Titel beziehe) und die Slapstik-Elemente, seine Sinnlos-Dialoge wie auch die hier mehr als überzogene Gewaltdarstellung hätten in meinen Augen nicht sein müssen.[...]

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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7.0Sehenswert

[...]High noon, alle raus aus dem Saloon, Tarantino hat einen Western gedreht! Einen Spaghetti Western! Oder eher einen Spaghetti Southern! Oder noch eher: einen Tarantino-Film.[...]Und obwohl (oder weil?) Tarantino sich weitenteils an den Grundformalien des Westerns ausrichtet und dabei natürlich wieder eine Unmenge an bemerkenswerten Szenen und Dialogen herausspringt, er ungewohnt geradeaus erzählt, die Schießeisen rauchen und die Pferde galoppieren lässt… er nailed das Ding diesmal einfach nicht. Da hat sich etwas verselbständigt zwischen hier und „Inglourious Basterds“, oder, keine Ahnung, vielleicht auch schon lange vorher: „Django Unchained“ ist wie eine Aufführung von Tarantino-Figuren, die (ob sich ihrer selbst bewusst oder nicht) einen Tarantino-Film nachspielen, voll in Kostüm und Maske. Welch eine idiosynkratische Paraphrase! Tarantino zusehen, wie er Tarantino beim Inszenieren eines Western inszeniert. Irgendwie lässig. Irgendwie reizvoll. Irgendwie… nichts. Klingt komisch oder unsinnig? Mag sein. Ist aber genau so. Wie gewohnt gibt es einige Szenen in „Django Unchained“ nur, weil Tarantino sie cool findet und ihm, ganz Fanboy, wahrscheinlich der Hosenknopf aufspringt, während er sie dreht. Wie zum Beispiel der Cameo-Auftritt des Original-Django Franco Nero. »‘jango. The ‘D’ is silent« »I know.« Ist Tarantinos Spaghetti Western, pardon, Southern also nicht mehr, als das 160minütige Manifest der Aufgabe vor dem eigenen Kult?[...]

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Vic Mackey

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Ich hab nie einen Kommentar zu "Django" geschrieben, da ich nie wirklich ausdrücken konnte, was mich am Film stört. Du hast es voll getroffen, toller Kommentar.


ChristiansFoyer

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Freut mich und danke ;)


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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6.0Ganz gut

Am Ende brennt alles nieder. Wieder einmal. Nachdem im finalen Inferno der INGLOURIOUS BASTERDS die Hitler-Entourage verheizt wurde, darf in Tarantinos neustem Streich nun die Sklavenhaltermentalität der Südstaaten von den Flammen vernichtet werden. Der Brand als Reinigungsprozess. Diese Schlusseinstellungen, das Ergebnis eines abgeschlossenen Reifungsprozesses als Regisseur? Wohl kaum.

Quentin Tarantino scheint im Alter Gefallen an diesen großen Gesten, am Vertrauen auf die Kraft des Kinos und die Beschwörung dieser "alles ist möglich"-Mentalität gefunden haben, aber hinter jenen ikonischen Einstellungen fällt es schwer, etwas über den bloßen Selbstzweck hinaus zu finden. DJANGO UNCHAINED ist natürlich weniger schwarze Emanzipationsphantasie, als schlicht ein launig verfilmter Groschenroman aus der Feder von Mister PulpFiction geworden, der mit dem Label einstiger Genrehelden hausieren geht. Niemand scheint sich dessen mehr bewusst zu sein, als Tarantino selbst, der den Tonfall seines Werks munter zwischen Albernheit und Zynismus hin und her schwanken lässt, und es im letzten Drittel überdeutlich als exploitationhafte Vendetta zu erkennen gibt. Wieder einmal.

Der neu interpretierte DJANGO bietet bei alledem ein paar Kabinettstückchen, die alleine das Ansehen rechtfertigen; aber er kämpft wie so oft auch gegen die ihm immanente Bedeutungslosigkeit an: Ein weiterer Flickenteppich der Filmgeschichte; ein Western aus postmoderner Perspektive von einem Regisseur, der seit über zwei Jahrzehnten Western-Elemente und Kino-Historie zusammenklöppelt. Stillstand auf hohem Niveau, wieder einmal.

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Kubrick_obscura

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Auf den Punkt! :)


der cineast

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Bemerkenswert: DJANGO UNCHAINED hat weniger mit einem (Italo)-Western zu tun, als jeder seiner anderen Filme.


Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

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9.0Herausragend

[...] Dieser Kraftakt steht am Ende einer größtenteils linear erzählten Geschichte – ebenfalls fast ein Novum für Quentin Tarantino. Bisher zeichnete sich der Aufbau seiner Filme als kreative Konstruktion verschiedener Episoden beziehungsweise Szenerien aus. 'Inglourious Basterds' bestand beispielsweise nur aus fünf großen Akten, die alle ihre eigene Atmosphäre entwickelten. 'Django Unchained' eröffnet die mannigfaltigen Möglichkeiten des ortsgebundenen Szenarios erst mit der Ankunft in Candyland. Wo zuvor gelegentlich die Stringenz fehlte und die vielen glorreichen Momente teilweise an Stückwerk krankten, zieht Quentin Tarantino spätestens in diesem letzten Kapitel sämtliche Register seines Könnens. Im einfallsreichen, packenden und unterhaltsamen Dialogfeuerwerk läuft das Ensemble zu ungeahnten Höchstformen auf und eine brillante Pointe jagt die nächste. Am Ende hat Quentin Tarantino also nicht nur einen referenziellen Italo-Western gedreht, sondern die universale Kinomagie mit einfallsreichen Mitteln auf Zelluloid gebannt und – ganz zu schweigen von übrigen Raffinessen – seine erste mitreißende Liebesgeschichte erzählt.

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

vannorden

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Ihr nehmt doch Drogen. Nirgends ein Wort von To. Ihr und eure Phantasiewelten :P


Beeblebrox

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Alles, was ich schreibe, ist ehrlich. Zumindest meistens. Aber im Fall von Tarantino immer. Vielleicht ist es ein Missverständnis, dass der obige Text unparteiisch sein soll – immerhin geht es mir darum, meine Begeisterung für den Film in Worte zu fassen. In diesem Sinne nehme ich dein „poetisch“ als Kompliment auf und versichere dir gleichzeitig, dass ich – zumindest imho – ebenso in der Lage bin, Werke wie Once Upon A Time In The West derartig zu beschrieben, wie man sogar an dieser Stelle (http://www.moviepilot.de/news/7-openings-die-matthias-in-filme-katapultieren-118898) nachlesen kann:
„Nervenaufreibende Anspannung am Eisenbahngleis – Ein fast verlassener Eisenbahnhof wird von tödlicher Stille dominiert. Jede Regung und Bewegung sorgt für Aufmerksamkeit. Genau in dem Moment, als drei bewaffnete Männer mit langen Mänteln die knarzenden Bretter am Bahngleis betreten, bleibt selbst das unscheinbare Summen einer Fliege nicht unbemerkt und sorgt für langsam aufkommende Schweißperlen auf den Gesichtern der Anwesenden. Ein Zug durchbricht die angespannte Atmosphäre und nachdem die eiserne Dampflokomotive schnaubend im monotonen Staub der Prärie verschwindet, ist von der anderen Seite des Gleises der zitternde Klang einer Mundharmonika zu hören. Wenig später greift das ganze Orchester das Main Theme von Ennio Morricone auf und zum Höhepunkt fallen Schüsse wie Peitschenhiebe, bis am Ende nur noch das Knarzen eines drehenden Rades im wehenden Wind für unangenehme Stimmung sorgt: Spiel mir das Lied vom Tod.“


Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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4.5Uninteressant

You can't take the Tarantino out of Quentin - und der zeigt sich hier mal wieder von seiner geekig-unangenehmsten Seite: Mindestens 100min zu lang, Waltz nervt schon nach 10, meine Oma bewegt sich weitaus schneller von der Stelle als der maximal aufgepumpte Minimalplot und die Actionszenen mit ihren kindischen Rumgespritze kommen rüber wie diese Pro 7-Filmveralberungen. Und wie wichtig sich der Film nimmt bzw. wie QT hier krampfhaft versucht vor allem im letzten Drittel einen neuen schwarzen Mythos aufzubauen ist schlichtweg zum unterm Tisch schämen.

Positiv: Sehr gute, aber total verschenkte Besetzung. DiCaprio so entspannt wie nie, bester Jackson-Auftritt der letzten 20 Jahre, Goggins so Redneck wie immer (kann er halt), Johnson ebenfalls erfreulich etc. etc. und etc. - alles umsonst, denn das schlappe, unfokusierte, zerfaserte, total gestelzte Drehbuch lässt sie die meiste Zeit schmählich im Stich. Da QT auch auf Regie-Ebene kaum was einfällt, entsteht stellenweise der Eindruck (vor allem bei der Endlos-Schwafel-Orgie auf dem Candyland-Anwesen) man guckt Schauspielern bei den Proben zu.

Das mit Tarantino wird langsam aber sicher ne regelrechte hit-and-miss-Angelegenheit: Im Prinzip müsste der Nächste ja wieder total geil werden.

P.S.: Die "Nigger"-Diskussion ist total überflüssig: DER Film hat 1000 andere Probleme.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

MurmelTV

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Gerade die "Endlos-Schwafel-Orgie auf dem Candyland-Anwesen" ist dank DiCaprio doch so grandios. Immerhin liefert er hier die beste Leistung seiner Karriere ab!
Kann die Kritik aber durchaus nachvollziehen, abgesehen vom Waltz, den ich mal wieder großartig fand in der Kutsche mit dem Wackelzahn. Viel Witz hat der Film jawohl, das musste ihm doch wenigstens lassen, wenn dir der Rest schon nicht gefällt! ;D


Oekolampad

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Waltz ist der Einzige, der diesen Film sehenswert macht...


Dr. Borstel

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8.0Ausgezeichnet

Tarantino bricht alle Konventionen, bloß nicht die selbstgesetzten. Spielt es eine Rolle? Womöglich nicht. Django Unchained ist ein durch und durch (gewollt) cooler Streifen, ohne die Frische und Genialität eines Pulp Fiction, aber dafür mit ausnehmend guter Unterhaltung und dem wahrscheinlich einzigen legitimen Einsatz von Rap-Musik in der Geschichte des Westerns.

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jTscherb

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Schließlich ist es ja ganz egal, was QT macht, es ist immer geil!(Auch wenn es denn Müll ist)


CINEMAN.ch

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10.0Lieblingsfilm

"Django Unchained" war kaum in den US-Kinos angelaufen, da lief die Skandalmaschine schon heiß. Angefeuert hatte sie nicht zuletzt Spike Lee, der befand: Die traumatische Erfahrung der Sklaverei tauge nicht zum Spaghetti-Western. In der Tat ist es so, dass Tarantino von der Sklaverei erzählt und sich dabei einmal mehr vor den B-Movies der Vergangenheit verneigt. Das zeigt schon der Titel, der auf Sergio Corbuccis "Django" aus dem Jahre 1965 anspielt. Inhaltlich allerdings geht Tarantino eigene Wege.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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6.5Ganz gut

Auch ein eher schlechter Tarantino ist noch ein brauchbarer Film. Aber da hat der gute Mann schon so viele bessere Filme gedreht. Eine Variation der Variation der Variation. Es regnet nicht nur genre- sondern auch tarantinotypische Versatzstücke aus Gesten, Songs, Kamerafahrten und Figuren. Und trotz der guten Leistung von Waltz weiß man gleichzeitig: ein viertes Mal funktioniert das nicht. Nicht frei von Schwächen und Längen - aber dennoch ein guter Film. Eher Reservoir Dogs und Death Proof als Kill Bill, Inglourious Basterds und Jackie Brown. Aber vielleicht hat sich Tarantino auch einfach gefunden und DJANGO ist der Film, wie er Filme drehen kann und will.

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kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

"It's a German story. There's always a mountain."
.
Tja, das war er nun, der lang erwartete Spaghetti-Western von Quentin Tarantino. Einem meiner Lieblingsregisseure. Aber war es jetzt das Meisterwerk, was wir alle erwartet haben, was ich erwartet habe? Nunja, das sicher nicht. Für mich zählt er auch eher zu den schlechteren Filmen von QT. Zumindest nach zweimaligem schauen (einmal auf Deutsch, einmal auf Englisch). Aber das ist natürlich auch nicht besonders schwer, bedenkt man doch, dass Tarantino so viele überragende Filme gemacht hat und noch keine richtige Pflaume dabei war (sogar Death Proof ist in seiner originalen Grindhouse-Version noch sehenswert).
Okay, aber hier soll es nun um Django Unchained gehen. Also der Reihe nach, als erstes zu den Schauspielern.
Jamie Foxx, den ich eigentlich nicht besonders mag, macht seine Sache eigentlich ganz gut. Cool isser zumindest.
Leonardo DiCaprio, den ich im Gegensatz zu Foxx wirklich sehr mag, spielt schon deutlich besser. Herrlich überdreht.
Bei Christoph Waltz kann man meiner Meinung nach nicht von einer guten schauspielerischen Leistung sprechen, da er einfach nicht schauspielern musste. Der Typ hat sich nicht verstellen müssen. Er hat einfach ganz normal seine Zeilen aufsagen müssen und sich dabei so verhalten wie immer. Wenn einem der Charakter also gefällt, dann ist es hier also wie ich finde die hervorragend geschriebene Rolle von Tarantino, nicht aber unbedingt das gute Spiel von Waltz. Also, sein Charakter war trotzdem hervorragend. Aber es ist auf keinen Fall eine oscarwürdige Schauspielleistung. Es war keine Schauspielerei. Es war Waltz, wie ich glaube, dass er auch privat ist.
Kerry Washingtons Charakter war mir etwas zu blass. Hübsches Beiwerk, mehr nicht.
Aber einer übertrifft alle, und das ist Samuel L. Jackson. Er bringt alle Facetten überragend rüber. Egal ob nun etwas verwirrt-trottelig, hasserfüllt, nach Macht strebend, bösartig, lustig. Alles bringt er mit einer Natürlichkeit rüber, unterstützt durch hervorragende Körpersprache, dass ich für IHN einen Oscar fordere. Nicht für Waltz.
Natürlich sah man auch hier wieder Gesichter, die man aus dem Universum von QT kennt. Tom Savini, Michael Parks, Michael Bowen und Zoe Bell. Und auch der Regisseur selbst hat einen bombigen Kurzauftritt
.
Die Story, das Drehbuch, die Charaktertiefe: einfach hervorragend. Tarantino schreibt hier so viele kleine Details hinein, erweckt diese Welt zum Leben. Dazu kommt die zu Kunst erhöhte, übertriebene und groteske Gewalt. Blut, Gliedmaßen, Fleisch spritzt, verstümmelte Leiber fliegen durch die Luft. Allerdings hat er noch viel mehr Gewaltformen parat, unter anderem den absolut brutalen, weil extrem realistischen Sklavenkampf und verschiedene Formen psychischer Gewalt. Allerdings finde ich, dass man als Zuseher durchaus in der Lage ist, die Gewalt im Film von der Realität zu unterscheiden (und das ist auch gleichzeitig mein Statement zur Diskussion um die Gewalt in Tarantino-Filmen). Dies alles kombiniert mit einem Spiel aus Licht und Schatten, Zeitlupen und einem tollen Score. Und natürlich sind da noch die Dialoge. Allein schon die Szene mit dem Ku-Klux-Klan… mit Abstand der lustigste Tarantino.
.
ABER
Eben dieser Humor ist es auch, der dem Film phasenweise zum Verhängnis wird. Manchmal überschreitet Tarantino die Grenze, wann es genug mit Humor ist. Da kann er sich wohl selbst nicht mehr zurückhalten, findet einfach nicht die Notbremse.
Ähnlich verhält es sich mit der Gewalt. Auch hier gibt es Stellen, da ist es einfach nicht mehr schön anzusehen, einfach über den Punkt.
Spannung ist eigentlich gar keine vorhanden. Man weiß von vornherein, wie es ausgehen wird. Was Tarantino aber erfolgreich schafft: Der Weg dorthin, die kleinen Details, die sind nahezu unvorhersehbar, was den Film, wenn schon nicht spannend, zumindest abwechslungsreich macht.
Naja, und als letzter Kritikpunkt: Die letzte gute halbe Stunde kann auch in Punkto Unterhaltung nicht mehr mit dem ersten Teil mithalten.
Und auch beim Erzählen von tollen Geschichten, eigentlich eine seiner Stärken, zeigt Tarantino erstaunlich wenig Kreativität.
.
Auch wenn diese Kritikpunkte "Django Unchained" für mich zu einem der "schlechteren" Filme, oder ich sollte besser sagen nicht ganz so ausgezeichneten Filme macht, so bleibt dennoch ein wirklich starker Film, der im O-Ton noch mal deutlich besser wirkt als im Deutschen (habe beide Versionen gesehen), mit Sicherheit so viele Lacher hervorbringt, wie kein anderer Tarantino-Film zuvor, aber leider auch nicht an Pulp Fiction, Reservoir Dogs und den „Halb-Western“ Inglourious Basterds herankommt.

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Eponine07

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Der Punkt über Christoph Waltz gefällt mir! Finde du hast damit absolut recht!


kobbi88

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Dankeschön. Ja, allein, wie er sich in Interviews immer gibt, dann erkenne ich keinen Unterschied zu seinem Spiel hier. :) Vielleicht spielt er natürlich auch sonst in der Öffentlichkeit eine Rolle, dann ist es natürlich schon toll ;)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

Zuerst die Namen. Gigantisch werden sie über die gesamte Breite des Bildes gezogen. Quentin Tarantino. Jamie Foxx. Christoph Waltz. Leonardo DiCaprio. Samuel L. Jackson. Sie wirken wie die Riesenpflanzen, die aus dem Boden geschossen kommen und vollständig ausgewachsen sind. Wir sehen diese Namen, können nicht wegschauen, wir werden gezwungen sie zu sehen, weil vom Restbild nichts mehr übrig bleibt, das es zusätzlich zu sehen gibt, so erhaben, so überzeichnet schmiegt es sich der dahintreibenden Landschaft im Hintergrund an. Nicht die Landschaft verschluckt. Die Schrift schluckt die Landschaft.

Das kreischende Django-Theme glorifiziert unterdessen den Einstiegsmoment eines Liebhabers, der bereits mit Hilfe der Schriftzüge seine Liebe zum Kino und dessen heroische Draufgänger und schillernde Champions kinematografisch bekundet, und der auch in "Django Unchained" zum zweiten Mal innbrünstig von der gefährlichen Dimension der Liebe erzählt. Seine Adjutanten, seine Helfershelfer, diese überdimensionierten Namen, wirken wie Götter, die sich im Western zufällig verirrt haben. Und wir werden diesen Göttern folgen. Und notfalls mit ihnen quatschen.

In "Django Unchained" geht es fortwährend viel um Liebe. Nach "Jackie Brown", Tarantinos wahrhaftigem Liebesgedicht an Pam Grier und dem schwarzen weiblichen Kino, schreibt er nun in "Django Unchained" ein wahrhaftiges Liebesgedicht an Django, dem kultigen Kopfgeldjäger, füllt aber auch die Adresszeile des Briefempfängers auf: Die schwarze Bevölkerung per se ist um einen Brief gefragt, der nur aus Liebe besteht. Wie ähnlich sich "Jackie Brown" und "Django Unchained" nicht nur von der Hautfarbe, sondern vielmehr aufgrund der Eigentümlichkeit einer elegischen Liebeserklärung sind, reflektiert Tarantino bereits in der Einführung des jeweiligen titelgebenden Antihelden, indem er sie formal spiegelt.

Sowohl Pam Grier als auch Jamie Foxx werden in langsamen Schwenks von der Seite gezeigt, wohingegen die Zeit an ihnen vorbei zu schwimmen scheint. Grier auf Rolltreppen, Foxx gefesselt, beide sehen müde aus, innerlich ausgemergelt, und beiden eröffnet sich eine Existenzperspektive eines besseren, erfüllenden Lebens. Beide sind jedoch moralisch zweideutig zu lesen, weil sie, um ihr Ziel zu erreichen, eben moralisch differenzierter handeln müssen, damit eine innerfilmische Liebesbeziehung zustande kommt, die schlussendlich ihre Erfüllung in der (eskapistischen) Flucht mit der Liebe im Herzen findet, wenn der Film endet: Grier im Auto, lächelnd; Foxx auf dem Pferd, glücklich. Herausgekommen ist Tarantinos zweiter afroamerikanischster Liebesbeweis an das schwarze männliche Kino, märchenhafte, lediglich semipolitische (im Grunde gleicht die angerissene Sklavenkritik mehr einem MacGuffin), nur bedingt westernspezifische Poesie über Menschen von der Sorte, dass der gewinnt, der zunächst alles verloren glaubte.

"Django Unchained" schließt überdies an die visuelle Erdung "Jackie Browns" an. Die stilistische Ausnahme im letztgenannten Film dürfte die dreifach getaktete Shopping-Sequenz sein. "Django Unchained" wiederum bricht mit der überkochenden, orgiastischen Ausdrucksenergie eines Quentin Tarantino dort, wo er an einer Stelle eine anachronistische Texttafel einblendet, die über das weitere Geschehen aufklärt. Sonst mäandert der Film innerhalb eines abgesteckten dramaturgischen Rahmens durchaus subtil in der naturalistischen Bilderstürmerei des Westerns (Lagerfeuer und unzählige Bergketten gehören dazu).

Vorrangig durch wabernde Blutsäfte sowie spritzende Blutstreifen (das grotesk rot gestrichene Zimmer), Schnee, donnernden Rock und ironische Trotteleien widerspricht der Film trotzdem dem Topoi einer genreimmanenten Zweierfreundschaft wenn nicht äußerlich vollständig, so doch teilweise. Das Schöne daran ist, dass es Tarantino wieder schafft, über bloße postmoderne Eierschaukelei, über den bloßen unabänderlichen Eindruck des Moments, hinaus zu gelangen, hin zu einer Ebene, die das für sich allein stehende Abfertigen von Seheindrücken und cinephilen Erfahrungen einen singulären Formwillen in einem eigenen tobenden, ungestümen Universum generiert, der nahezu einmalig alles mit allem mehrdeutig collagiert.

Zu bedenken wäre allein schon diese assoziative Intertextualität! Irgendwann tuckern die Kutsche und ihr Gespann den Weg entlang. Hip-Hop verfremdet die Situation. Ausgerechnet Hip-Hop, das keinen Bezug herstellen mag und jenem Selbstzweck untergeschoben scheint, den eigenen unorthodoxen Musikgeschmack zu bestätigen und letztlich abzufeiern. Doch wo es im Hip-Hop, im Rap neben sozialkritischen Inhalten auch um das Thema der Straße geht, um ihre tödliche Beschaffenheit und deren Gefahr, immer wieder zu ebendieser zurückzukehren, ergibt es Sinn, dass die Kutsche und ihr Gespann auf dem Weg, auf der Straße vor allem, einer Musik entgegenfahren, die meist von (amerikanischen) Künstlern interpretiert wird, deren oberflächliche, ausgestellte Merkmale wie ihr Gold- oder Silberschmuck und schnelle Autos gern als Maskerade forciert werden – in diesem Film ist es dann die Kutsche, die sich völlig unbefangen und sehr, sehr stolz zum Zeigeobjekt eigener Schaumschlägerei in den Weiten des Raums affirmativ darstellt. Mustergültig codiert.

Als wäre das nicht genug, jongliert Tarantino gewohnt mit den Qualitäten mythologischer Versatzstücke (nordische Erzählungen, der Walkürenritt), putzigen Kurzauftritten (Tarantino, Franco Nero) und teutonischer Spitzbübigkeit (zwischen Deutschland und dem Nachbarn Österreich), die er oft karikiert und in den Dienst stellt, nicht vordergründig aus der Popkultur zu schöpfen, sondern ebenso die Kulturgeschichte zu plündern, um dahin zu gelangen, eine der Trivialität enthobene Verweissprache zeitlich auszuweiten, die selbstständig und ohne Hilfe die eindrücklichen Bilder erschafft: Der wackelnde Zahn etwa. Django (Foxx) setzt sich in einer anderen Szene vor der Explosion die Sonnenbrille auf oder ist dann wieder kurz davor, eine Träne zu verdrücken. Wir wissen, das ist cool oder traurig, aber es ist auch eine ganz besondere persönliche Ästhetik, ein postmoderner Heldenmythos, aus dem thematisch Zusammengesetzten davor.

Obgleich "Django Unchained" erzählerisch einem Novum ähnelt – Tarantino erzählt auf seine unkonventionelle Weise in gleichmäßigen chronologischen Schritten –, ist nicht zuletzt die Ablöse Sally Menkes im Schnitt verantwortlich, dass Tarantino genauso in der Zeit voranspringt, wie er dies seit "Reservoir Dogs" zu tun gedenkt: Der Schnitt Fred Askins wirkt unsauber, holprig und ist kaum am eleganten Übergang zweier Einstellungen interessiert. Er wirkt ruppig und rabiat, aber auch dem grimmigen Westernsujet angemessen. Etwas Authentisches und Reines hat das, und es ist schwer zu leugnen, dass der sprunghafte Schnitt wieder einmal die an und für sich stringente Geschichte in viele kleinere und größere, wichtigere und unwichtigere Einzelsegmente zersplittert, in raffinierte Kurzgeschichten und dem Sinn der nächstfolgenden Situation entgegenlaufende Abschweifungen (der Kapuzengag), was in aller Konsequenz schließlich dem Showdown eine zerstörerische Kraft verleiht, die nach dem eigentlichen Höhepunkt einen weiteren und noch einen weiteren blindlings anhängt.

Dort werden die Erzählbrüche wahrscheinlich am deutlichsten. Der minutiöse Szenenaufbau vom debattierenden Dialog (beim "Totenschädel-Dinner"), der durch sein psychologisches Gewicht vor latenter Anspannung nahezu explodiert, zum kaltschnäuzigen Dialog, dessen Wörter diesmal aus Waffen abgefeuert werden, erinnert bewusst an die Kneipenszene oder die breitgetretene Kinosequenz aus "Inglourious Basterds" und an so viele markante Tarantino-Situationen aus den unterschiedlichsten Filmen, dass das in drei Akte eingeteilte Antiklimax-Finale in "Django Unchained" keine Drehbuchschwäche bedeutet, sondern mit Hilfe des Schnitts eine Zerfaserung und Zerdehnung ins Unendliche erfährt, die sich, entgegen aller Tarantino-Vorgängerwerke, noch einmal steigert und fast in die Abstraktion kippt.

Infolge der Besetzung hat Tarantino insbesondere mit dem hemmungslos chargierenden, gegen den Strich gecasteten Leonardo DiCaprio einen Coup gelandet. Denn dieser Leonardo DiCaprio schmückt als einziger den Kontrast eines süffisanten Bösewichts, der kein Bösewicht ist – er heißt "Candie" und ist immer süß und sauer, aber nie tödlich scharf. Er ist ein Plantagenbesitzer, versinkt jedoch mit jeder weiteren Minute in eine bockige Haltung, die einem Kleinkind zugemutet wird, das angesichts eines verlorenen Schnullers die Tränen wasserfallartig fließen lässt. Dieser Candie braucht nicht bedrohlich zu sein, um bedrohlich zu handeln; er braucht nur bedrohlich zu gucken, um zu wissen, dass sich dahinter nur ein verkniffener Ausdruck von gezwungener Autorität verbirgt. Dazu passt es auch, dass die angesteckte Blume, ausgerechnet etwas Süßes und Unschuldiges, seinen Abgang besiegelt.

Tarantino komplettiert seinen Film mit einem sardonischen Christoph Waltz, der der Prestigerolle Hans Landas Facetten hinzufügt, die aus einem quirligen Quatschkopf einen kultivierten Kunstversteher in der Prärie machen, ohne diesmal allzu dick aufzutragen, wohingegen Jamie Foxx einen melancholisch-passiven Django verkörpert, der sich seine Coolness erst Stück für Stück erarbeiten muss. Zusammen mit einem (wirklich!) bedrohlichen Samuel L. Jackson in einer furiosen Paraderolle wurde im Kino lange nicht mehr so realistisch und kinetisch gestorben und erschossen. Es scheint, als ob sich Tarantino jedes Mal neu entdeckt und die postmoderne Kinotranszendenz für sich gepachtet hat. Das ist der Unterschied, und das ist Magie, die mit sich selbst und dem Zuschauer euphorisch tanzt.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Eins Zwo Drei

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ein begriff der kritikern fremd sein sollte


Eins Zwo Drei

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nichts desto trotz wunderbar geschrieben!


Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Dass der Film dabei dennoch über weite Strecken großartig unterhält ist Tarantinos Liebe zu seinen Charakteren, den Schauspielern, die diese zum Leben bringen, seinen großen Bildern und seiner Montage zu verdanken. Mühelos variiert er die Genres, pendelt zwischen schwarzer Komödie, typischer Western Ikonografie und trashigem Blaxploitationkino. Sein gewohnt stilsicher kombinierter Musikcocktail tut sein Übriges. Da verzeiht man dann auch, wenn sich gerade zum Ende nach dem als eigentlich ausgemachten Finale das richtige noch etwas hinauszögert, bis es schließlich von einer Musiknummer nach der nächsten begleitend ausgeführt wird.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.5Ausgezeichnet

Die Doppeldeutigkeiten fangen bereits beim nach Sergio Corbuccis Italo-Western benannten Titelhelden an und der Blaxploitation-Klassiker schlechthin steht genauso namentlich Pate wie Bürgerrechtler Martin Luther King und die Nibelungensage. Während der 165 Minuten entwickelt sich eine auffallend linear erzählte Story um den schwarzen Siegfried, die Quentin Tarantino mit kultigen Charakteren, grandiosen Dialogen, Ennio-Morricone-Kompositionen auf HipHop-Beats, zwei furiosen Showdowns und der für ihn typischen Rachefantasie vergilt.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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6.5Ganz gut

Mit Italowestern hat das alles entgegen landlaeufiger Meinung absolut nichts zu tun - und wenn, dann eher mit Ulknudeln wie "Beichtet Freunde, Halleluja kommt" als mit Django. Eine ausgesprochen alberne Komoedie ist das geworden - Tiefpunkt die quaelend lange Ku Klux Klan-Szene - in der Waltz' dauerironischer Tonfall in seinen Monologen alsbald anzustrengen beginnt. Der froehliche Schwank wurde von Tarantino erstaunlich uninspiriert, mitunter sogar richtiggehend langweilig in Szene gesetzt und erfreut als Nummernrevue mal mehr und mal weniger. Di Caprio ist grossartig, Jackson war nie besser, aber trotz vergnueglicher Momente verhaelt es sich alles wie mit den Cameos: Manche inspiriert (Dern, Parks), manche erwartbar (Nero), manche ueberfluessig (Savini, Jonah Hill, Zoe Bell). Nach langen drei Stunden mit viel, viel Gesabbel bleibt die Frage: Was solls?

Der kluge Weisse schult den dummen Bimbo: Die Schwarzen machen in diesem Film vor allem grosse Augen, ausser Foxx und Jackson müssen alle fein die Schnauze halten.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Le Samourai

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Na dann scheinst du ebenfalls nicht das Geringste begriffen zu haben...


Fazit:

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Ich will das Detail nennen. Es geht um die "Löcher in meiner Kaputze" Szene. Nicht um den Szenenplot als ganzes.

Sei es drumm...für mich ist das viel zu durchschaubar und langweilig...man erwartet es und bekommt es...

Linear hast das Zauberwort...

Für Tarantino einmal ein Fremdwort...


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Bei seiner mittlerweile achten Regiearbeit legt Tarantino mit Django Unchained ein gleichermaßen überzeugendes Werk vor, das wie gewohnt gespickt ist mit allerlei Reminiszenzen in Wort, Bild und Ton. Ich werde mich hüten, mir anzumaßen, auch nur die Hälfte der Anspielungen bemerkt und angemessen gewürdigt zu haben, doch funktionieren seine Filme ja Gott sei Dank stets nicht nur auf der Meta-Ebene, sondern wissen auch inszenatorisch zu überzeugen. Im Grunde ist sein neuestes Werk eine weitere Variation des Rache-Themas, das es ihm in den vergangenen Jahren merklich angetan hat, doch findet er dennoch wieder einmal einen eigenen Stil und ihm Redundanz vorzuwerfen würde an Polemik grenzen, auch wenn es mir gleichermaßen fern liegt, den Herrn in den Himmel zu loben, wie mancher Fanboy es ein ums andere Mal gerne tut. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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9.0Herausragend

Unglaublicher, auf mehreren Ebenen unterhaltsamer, Derwisch von Film. Gewiss als Kommentar, bzw. Statement zur Skalverei etwas arg zusammenkonzipiert, aber mal ehrlich, was soll's? "Django Unchained" läuft wie eine gute geölte Dampflok, vermischt effektiv und erinnerungswürdig Stile, Fakten und Fiktion und macht einfach nur Spaß. Zugegeben, die Entertainment-Lok gerät in den letzten 20-30 Minuten schon etwas ins stocken, im Gesamtbild ist das aber nur ein kleiner weißer Bereich, auf einer blutbeschmierten Weste.

38 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

dustyOn3

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Sehr schön auf den Punkt gebracht.


Kill_Diether

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Ja genau so. Kerry Washington aka Broomhilda und das Ende, da lässt die Lock Dampf ab.


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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8.5Ausgezeichnet

Alles in allem ist “Django Unchained” ein extrem gelungener Film und eine unbedingte Empfehlung für alle Freunde der guten alten Western Filme.

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Eins Zwo Drei

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Aboslutes Nein, Fan für alte Western Filme? Ich bitte dich!


Mr.Film: City of Cinema

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7.5Sehenswert

Über 3 Jährchen ist es schon wieder her, das Tarantino uns mit einem seiner Werke erfreut hat. "Inglourious Basterds" war es damals, 2009. "I think this just might be my Masterpiece", hat Lt. Aldo Raine dort mal gesagt und auch wenn er damit nicht direkt den Film an sich angesprochen hat, so muss ich zugeben, dass der Film ein Erlebniss war, wie man es von Tarantino gewohnt ist. Meine Lieblinge, die noch weiter vorne stehen, sind aber "Kill Bill" und "Reservoir Dogs". Kann sich jetzt, 2013, "Django Unchained" vielleicht an den beiden vorbeischlängeln?

Ich meine, die Sterne standen gut dafür. Der Western wuchs mir sowieso immer mehr ans Herz, der Cast quillte über von tollen Menschen und auch sonst sah das alles verdammt schick aus. Und dann war es auch endlich soweit, der Film lief und bereits nach wenigen Sekunden wurden Django (Jamie Foxx) und Dr. King Schultz (Christoph Waltz) vereint. Dann die ersten Worte, mitunter von Waltz. "Überragend!". Das war der erste Gedanke den ich (mal wieder) zu diesem Herren hatte. Und diese Meinung änderte sich (mal wieder) kein einziges Mal. Wenn die Welt gerecht zugehen würde, würde er dieses Jahr noch einen Oscar als bester Nebendarsteller bekommen. Gespannt war ich außerdem auch auf Leonardo DiCaprios Auftritt. Leider muss man knapp 1 Stunde auf den Herren warten, aber dann, dann ist er vollkommen da und buhlt mit Waltz um die Krone des besten Schauspieler des Films.

"Gentleman, you had my curiosity, but now you have my attention."

Ich möchte mich gar nicht drauf festlegen, wer denn nun besser war, die beiden waren einfach so fesselnd und gottgleich (ja, ich hab's gesagt!), dass man sich da nicht unbedingt ein Urteil erlauben sollte. Anders ist das für mich bei Foxx, er stand ganz klar im Schatten der Zwei und war für mich auch mit die uninteressanteste Figur. Was natürlich schade ist, der Film handelt nunmal über ihn. Da war ich dann auch etwas enttäuscht, Django war in meinen Augen eine Tarantinountypische Figur, bzw. war jeder andere Protagonist aus seinen Filmen einnehmender und nicht so blass. (Haha, 'blass', der Witz wäre früher bestimmt auch gut angekommen).

Aber Django an sich war ehrlich gesagt nicht die einzige Enttäuschung. Der Film musste auch einige Abstriche machen. Vor allem zum Ende hin. Wo mich die erste Stunde dermaßen gefesselt hat, und wo ich mir nur gedacht habe, dass wenn der so weiter geht wir hier ein außergewöhnliches Meisterwerk haben, wirkte der Rest stufenweise immer etwas schwächer. Versteht mich nicht falsch, der Film driftet nie in ein schlechtes Niveau ab, doch war der Qualitätsunterschied ziemlich stark zu merken. Das Ende an sich ist auch nicht das, was ich mir von einem Tarantino erwarte. Erinnert ihr euch an "Kill Bill"'s Ende? DAS ist ein Finale wie man es von dem Meister sehen möchte. Da werden nochmal alle Emotionen, die man den Film über gesammelt hat durchgeschüttelt und hochgekocht. Das, was ich hier vermisst habe.

"Oh, and on the off chance there are any astronomy aficionados amongst you, the North Star is THAT one."

"Django Unchained" ist aber sicherlich nicht das, was man einen schlechten Film nennt. Wäre man von Tarantino nicht durch seine Vorgänger bereits so beeinflusst worden, würde dieser Film sicherlich auch bei den Schlechtrednern viel besser ankommen. Und auch die Diskussion, ob das nun ein Western sei oder nicht, finde ich ehrlich gesagt etwas lächerlich. Für mich, als nicht Genreaffinen, hat es sich genauso angefühlt wie einen, und selbst der werte Regisseur sagt das mehr als deutlich. Und zeigt es natürlich. "Django Unchained" ist ein Tarantino, dem eine geringere Laufzeit besser gestanden hätte, denn auch wenn es hier viel zu erzählen gab, so war sicherlich nicht alles von Bedeutung oder gar interessant.

Doch kann man den Quentin mal wieder nur für seine Detailverliebheit lieben, die wird wohl nie wieder verlieren. Was auch gut so ist. Und auch das Händchen für erstklassige Schauspieler hat er noch in seinem Besitz. Ein anderer als DiCaprio hätte die Szene, in der er ausversehen auf eine Glasscherbe schlägt, wohl sofort abgebrochen. Er jedoch schafft somit einen wahrlich ikonischen Moment. (Man muss mal auf seine Mimik achten, daran merkt man dass das kein bisschen geplant war).

Verpassen sollte man Tarantino's neueste Schöpfung auf keinen Fall, die Offenheit das Thema der Sklaverei, die damals ja absolut normal war, so direkt anzugehen, ist einfach einen, achwas, mehrere Blicke wert. Und auch hier bin ich mir sicher, dass man bei jedem weiteren Male, wenn man den Film in den Player wirft, immer wieder etwas neues entdeckt.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

alex023

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Hatte bei dem Kommentar eine schlechtere Bewertung erwartet (hab das auf deinem Blog gelesen, daher hab ich die erst am Ende gesehen). Insgesamt kommt das hin, ich konnte aber drüber hinweg sehen. ;)


Mr.Film

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Ach nö, 7 hätte es alleine für die erste Stunde schon gegeben :) Werde ich beim nächsten mal vielleicht auch, denn Django wird sicherlich öfters geschaut. Wie (fast) jeder Tarantino.


goodspeed: ANIch

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7.5Sehenswert

Lange ließ er auf sich warten, Quentin Tarantinos Spaghetti-Traum. In Anbetracht dessen, schmeckt seine Django-Pasta nun überraschend weichgekocht. An Napoli fehlt es nicht, aber an der gewissen Würze. Fast möchte man glauben, der Regisseur wäre nicht nur äusserlich weich geworden. So romantisch und für seine Verhältnisse versöhnlich wie er sich dieses Mal gibt, sah man den Cineasten noch nie.

Franco Neros Auftritt ehrt den Film, trotzdem erweist sich Django Unchained als erklärte Spaghettiwestern Hommage als bei weitem nicht so treffsicher wie sein Protagonist. Als souveräne aber schlichte Zusammenstellung lieb gewonnener Tarantino-Stilmittel hat Django dagegen mehr Glück. True Grit als Reinterpretation eines Klassikers und Abgesang an den alten American Western wusste in dieser Hinsicht weniger gekünstelt mehr zu überzeugen als Tarantinos Version des Mannes mit dem stummen "D".

Die größte Leistung gelingt Tarantino damit, Jerry Goldsmith, Ennio Morricone und Luis Bacalov unter einem Filmdach zu vereinen - auf eine Weise. wie es nur Tarantino darf ohne dafür geteert und gefedert zu werden.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] Vergleichsweise mutig stellt sich „Django Unchained“ einem der dunkelsten Kapitel US-amerikanischer Geschichte – der Sklaverei, geschickt aufgepeppt durch eine überraschende Liebesgeschichte. So manche Szenen über die menschenverachtenden Verhältnisse damals gehen an die Nieren, da, wo sie hinsollen, doch zerfällt dieser ernsthafte Blick, wenn er mit völlig überzogenen, blubbernden Blutgelagen bei Schießereien gepaart wird. Beides hat seinen Reiz, nur fehlt der gemeinsame Nenner. Homogener wirkt da schon die hervorragende Kameraarbeit, die Retro-Reißzooms, moderne Steadicam-Standards und Tarantinos persönliche Vorlieben (Vogelperspektiven, Kreisfahrten, wenige Nahaufnahmen) zu einem spannenden Stil vereint. [...]

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

[...] Als letzte Gratwanderung lässt sich die Gewaltdarstellung aufführen. Kritiker des Regisseurs regen sich gerne darüber auf und wenn sie es wollten, gäbe es hier oberflächlich wieder genug Brennstoff. Wer genau hinsieht dürfte jedoch erkennen, dass Tarantino sehr wohl weiß, wann und wie er trennen muss. Genau damit dürfte er Kritikern eigentlich das Wasser abgraben. Augenscheinlich dreht er hier vollkommen am Rad: Bei jeder Schusswunde spritzt die Blutsuppe wie nach einem Hieb mit dem Vorschlaghammer auf einen Sack überreifer Fleischtomaten. Absurd und gnadenlos überzeichnet. Aber: In diesen Momenten trifft es immer nur die Schurken. Wie in einem Comic, in einem Splatterfilm, nie ernstzunehmen oder bösartig. Es gibt zwei Momente, in denen die Gewalt jedoch viel grausamer wirkt und Tarantino sich deutlich zurücknimmt. Dann, wenn es die Sklaven trifft. Hier gibt es keinen Sprühregen aus Blut, es wird nicht das johlende Publikum bedient. Das ist ernsthaft inszeniert, durch seinen Realismus viel grausamer, aber genau dadurch nicht voyeuristisch oder respektlos. Jetzt weiß jeder im Kinosaal, der Spaß ist vorbei. Tarantino stellt damit unter Beweis, dass ihm sehr wohl bewusst ist, wann Gewalt als groteske Unterhaltung dienen kann und wann sie verschrecken soll. [...]

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Hornblower

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@Jacko: Gestern gesehen - ich kann fast alles unterschreiben, was Du in Deinem (mal wieder tollen) Ausgangskommentar sagst.


JackoXL

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@Horni: Gestern war wohl offizieller Django-Tag, mein Dashboard ist voll von Bewertungen. ;) Vielen Dank!


Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]
Heiteres Zitateraten wechselt sich mit brachialer Gewalt ab: Tarantinos “Django Unchained” ist eine linear erzählte Hommage an den Western, die aber mit zunehmender Laufzeit so ihre Längen hat. Eine grandiose One-Man-Show von Christoph Waltz, blutige Schießereien und ein erinnerungswürdiger, filmischer Abgang von Tarantinos Cameo: Dieser Django ist einer der guten!

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Xander8112

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Ich wollte immer schon mal jemanden kennenlernen, der über weltweiten Kinoeinnahmen täglich auf dem Laufenden ist. Und dann ist das gleichzeitig noch der größte Sergio Leone UND Charlie Chaplin Fan aller Zeiten, das berührt mich doch sehr.
(Und das auch nur, weil dein Kommentar, wie meiner, in Deutsch verfasst ist).
Ansonsten fällt mir zu deinem Kommentar doch herzlich wenig ein, schade.


_Garfield: Blogbusters

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6.0Ganz gut

„Django Unchained“ macht Spaß, keine Frage. Er ist stark inszeniert, überraschend witzig und Waltz rockt tatsächlich auch den zweiten Tarantino in Folge. Gerade während des ersten Drittels legt Tarantino ein ungeheures Maß an Tempo vor und differenziert auch überaus passend zwischen zwei Formen der visuellen Gewalt. Anschließend macht sich vor allem die immense Laufzeit von 160 Minuten, als auch diverse, ungewohnt schwache Drehbuch-Entscheidungen bemerkbar. Darunter hat in erster Linie DiCaprio's seltsam gehemmt geschriebener Antagonist zu leiden, der selten dem Anspruch einer echten Bedrohung gerecht wird und gerade in den Szenen mit Waltz mehr oder weniger deutlich den kürzeren zieht. Dieser ist sowieso eine Sensation für sich und weiß der immer-präsenten Landa-Figur einige neue Facetten hinzuzufügen.

Der Sklaverei als dunkles, historisches Kapitel weiß Tarantino meistens mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu begegnen. Die Auseinandersetzung bleibt zwar über die gesamte Laufzeit hinweg oberflächlicher Natur, doch gerade in den richtigen Momenten nimmt sich Tarantino's überbordende Inszenierung im richtigen Maße zurück. Die Gewalt an Sklaven ist hier nüchtern und bitter, während ihre Peiniger (eine von vielen Parallelen zu „Inglourious Basterds“) blutige Vergeltung erfahren. In gewisser Weise ist es aber auch ein etwas billiges Vergnügen; Tarantino schürt gezielt Empathie für die Opfer, baut klare Feindbilder auf und gibt uns schließlich genau das, was wir sehen wollen. Der Zuschauer bleibt unangetastet und Tarantino macht es ihm (zu) leicht, sich vom hier gezeigten Rassismus zu distanzieren. Aber vielleicht ist genau das sein Weg und solche Ansprüche bei dem hier gezeigten Fun-Splatter unangebracht.

Unter der Orientierungslosigkeit des ungewohnt schwammig geschriebenen Skripts hat schließlich auch das wunderbar harmonierende Duo Waltz/Foxx zu leiden. Tarantino scheint nie so wirklich zu wissen, wohin die Reise denn nun eigentlich gehen soll, verbaut befremdliche Cameos, spult nur noch seinen größtenteils fantastischen Soundtrack zu redundanten Splatter-Orgien ab und weiß das fast vollkommene Fehlen einer wirklichen Bedrohung nie wirklich zu kompensieren. „Django Unchained“ gerät zum Klischee, hakt nur noch Stationen ab und mündet schließlich in einem ebenso vorhersehbaren, wie gut zwanzig Minuten zu spät kommenden Showdown. Doch keine Sorge: Es bleibt dennoch ein guter Film - aber eben auch „nur“ ein mittelmäßiger Tarantino.

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Norriz

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Uneingeschränkte Zustimmung. Ein guter Film, aber ein schwacher Tarrantino.


CineKie: CineKie.de

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7.0Sehenswert

“Django Unchained” ist ein guter Film, aber beileibe nicht das, was aus ihm hätte werden können. Der Beginn ist grandios, doch im Mittelteil baut der Film stark ab und wirkt zuweilen arg langatmig, was ich so von Quentin Tarantino nicht erwartet hätte. Egal, alleine Christoph Waltz und Samuel L. Jackson sind das Eintrittsgeld wert. Und Quentin-Tarantino-Fans schauen sich ohnehin jedes Werk des Meisters an. Insofern: Viel Spaß im Kino!

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Cristina Nord: taz Cristina Nord: taz

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5.5Geht so

An diesem Spektakel kann sich nur der erfreuen, dem die Kapuze so verrutscht ist, dass er blind für die abgrundtiefen Widersprüchlichkeiten des Sujets geworden ist.

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audio

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Ja klar, ich dachte schon, du meintest das, was Cristina Nord geschrieben hat ^^


Apophis

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Ich meinte das. Aber die Frage von dir @audio ist schon gerechtfertigt.


Simon Spiegel: NZZ Simon Spiegel: NZZ

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7.0Sehenswert

Obwohl Tarantino mit 'Django Unchained' gleichsam zu den Urquellen seines Kinos findet, ist der jüngste Film des Meisters nicht sein bester. Das hat mehrere Gründe, einer davon ist sein schon früher beobachtbarer Hang, Szenen bis zum Extrem auszudehnen und gleichzeitig den Plot immer mehr zu reduzieren. Tarantino ist ein mit vielen Talenten gesegneter Regisseur; vom Dialog über die Schauspielerführung, die Musikauswahl, das Rhythmusgefühl und das visuelle Erzählen bis zur rohen cineastischen Wucht [...]. Doch das Bauen eines Plots, eines grossen erzählerischen Bogens, gehört nicht zu seinen Stärken, was sich nicht zuletzt an seiner Vorliebe zeigt, die Filme in Kapitel zu zergliedern [...]. Oft fällt dieses Manko nicht weiter auf, da die einzelnen Szenen mehr als genug Energie besitzen, um den jeweiligen Film vorwärtszutreiben.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Endlich wieder ein rundum gelungener Tarantino. Während Death Proof bis auf wenige Momente ziemlich lahmte und mich auch Inglorious Basterds nicht völlig überzeugen konnte (alle Szenen zwischen Brühl/Laurent bremsten den Film gnadenlos aus), ist Django, trotz spürbarer Überlänge, enorm unterhaltsam und mitreissend.

Sein Spaghettie-Southern (wie er es selbst nennt) bietet alles um selbst Westernverächter zu begeistern, denn er bringt endlich wieder das im Überfluss, was in seinen letzten beiden Filmen nur partiell enthalten war: Brillante, groovende, witzige Dialoge, die an keiner Stelle langweilen oder in einfaches Gelaber abdriften, wie es leider in Death Proof mehrfach passierte und auch bei den Basterds, wenn Waltz gerade nicht dabei war.

So genial Waltz Rolle als Landa auch war, hier darf er nochmal eine Schippe drauflegen und beweisen, dass er als (zwar ambivalenter) aber dennoch positiver Charakter genauso faszinierend sein kann, wie als Schurke. Sein, in Anlehnung an Martin Luther King Dr. King Schultz getaufter, Kopfgeldjäger ist der treibende Motor, der den Film souverän durch seine mäandernde Story dirigiert. Dabei überrascht zwar nicht der Wortwitz, aber die Menge an Humor die Tarantino dem Film gegönnt hat. Denn bei aller Ernsthaftigkeit die hinter den Bildern rund um das Thema Sklaverei zu spüren ist, ist Django Unchained unverschämt witzig. Ja er scheut nicht davor zurück selbst an Monty Python gemahnende Szenen einzubauen, in denen kreuzdämliche KuKluxKlan-Anwärter über das für und wider von Kapuzen diskutieren.

Diese Szene mit Jonah Hill irritiert zwar, weil sie stimmungsmäßig so völlig anders ist als der restliche Film, sie wirkt wie ein Einschub, ein Nachsatz - aber sie ist gerade in ihrer übertriebenen Länge so absurd komisch, dass man ihr nachsieht den Erzählfluss zu unterbrechen.

Es erstaunt aber sowieso, wieviel man dem Film nachsieht, der gar nicht versucht es optisch mit Leone und Co. aufzunehmen und dessen Vistas zwar zweckmässig gefilmt, aber nicht legendär beeindruckend daherkommen. Tarantino filmt und inszeniert souverän, slick und gut anschaubar ohne dabei den Stil eines klassischen Spaghettie-Westerns nachzuäffen. Wo bei Grindhouse noch die Imitation überwog, ist er hier selbstsicher genug seinen Western ganz eigenständig und ohne Retrolook zu drehen - ohne dabei was Szenen und Musik angeht (das Original-Django-Theme ist dankenswerter Weise dabei und auch der Rest des Soundtracks ist gewohnt eigenwillig eingängig) auf Referenzen zu verzichten.

Fast wirkt es, als wäre Tarantino erwachsener geworden und würde entspannter erzählen. Klar, er findet nicht recht zu einem Ende und hier und da hätte gekürzt werden können, aber es gibt keine Stelle, auf die man den Finger legen möchte und denkt "Die hätte rausgemusst". Djangos Annäherung an Schultz, der Exkurs in deutscher Sagenkunde, die Lehrzeit, die ersten Abenteuer sind ebenso spannend, wie der eigentliche Hauptgang, wenn es nach Candyland geht um Djangos Frau aus dem Besitz von Calvin Candie zu befreien.

Leonardo Dicaprio spielt diesen bubihaften Sklaventreiber mit diabolischer Freude und angemessenem Overacting, das hier aber perfekt passt. Genauso wie Samuel L. Jacksons Stephen - einer extrem smarten und ebenso bösartig-gefährlichen Figur. Stephen wird zum eigentlichen Gegner Djangos, während Schultz sich an Candie abarbeiten darf und damit eine stimmige Dualität erzeugt.

Lediglich Kerry Washington als Brunhilde/Broomhilda bleibt unterfordert, denn die Damsel in Distress die ihr Tarantino geschrieben hat, bleibt eben passiv und demütig. Was für ihre Figur passt, ihr aber nicht viel Interpretationsraum und Chancen zum Glänzen lässt.

Was auch einer der wenigen Kritikpunkte ist, die man an den Hauptfiguren anbringen könnte: Jamie Foxx Django ist optisch dank eindrucksvoller Maske und Frisur viel besser als erwartet, wird aber dennoch von der kraftvollen Figur des Dr. King Schultz gnadenlos in den Schatten gestellt. Ja die Figur ist so übermächtig, dass Tarantino sie selbst aus dem Film entfernen muss, um Django endlich Raum zum Atmen zu geben und zu beweisen, dass er der Titelheld des Films ist.

Foxx ist nämlich durchaus okay. Ich hatte viel Schlimmeres befürchtet nach den ersten Trailern. Er macht seine Sache ganz gut, aber er ist bei aller Sympathie kein BadMofo, kein Clint Eastwood, kein Franco Nero (auch wenn er mit ebendem eine sehr schöne Cameo-Szene teilt). Seine Stimme ist zu sanft, zu weich. Man nimmt ihm ohne Probleme die Liebe zu seiner Frau ab und dass er alles für sie tut, was man ihm nicht so ganz glaubt ist die obercoole Sau die "I like the way you die, Boy!" ausspuckt. Insofern wirkt das Ende, dass ihm einige sehr stylishe Posen gönnt, wie Tarantinos Art der Wiedergutmachung dafür, dass Django gerade in der ersten Hälfte des Films nur der Sidekick von Schultz ist.

Dabei ist die Machtverschiebung die sich mit dem Handlungswechsel nach Candyland andeutet durchaus geschickt inszeniert, denn je mehr sich Schultz und Django in Candys Reich wagen, desto unsicherer wird sich Schultz, desto mehr schwindet seine Überlegenheit und desto aktiver wird Django der zu allem entschlossen ist, um seine Frau zu retten. Das ist klug und schlüssig gedacht, leidet aber doch immer noch daran, dass Django selbst in Candyland wieder und wieder in den Hintergrund tritt und Samuel L. Jackson, DiCaprio und Waltz die Leinwand dominieren.

Das ist schade, weil damit die Chance verschenkt wird, Django schon mit diesem Film zu einem ähnlich legendären Helden, wie seinerzeit den alten Sargschlepper Franco Nero zu machen. Und ob ein nach dem Ende durchaus vorstellbares Sequel je Realität wird, darf bei Tarantino durchaus bezweifelt werden.

Unterm Strich bleibt trotz allem ein grandioser, wortgewaltiger, witziger und auch überraschend anrührender, ja fast erwachsener Tarantinofilm, der trotz seiner over-the-top Gewaltexzesse nie ins sadistische abgleitet und ganz beiläufig mehr Denkanstösse zur Sklaverei-Vergangenheit der USA liefert, als dies Spielbergs-Lincoln-Epos mit seiner Heldenverklärung schafft.

Django. Ansehen.

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HulktopF

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naja batz bei kill bill 2 wars schon spührbar


Prechtl

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Laurent war einfach nur lästig.


Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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7.0Sehenswert

'Django Unchained ist eine sehr anschauliche Geschichtsstunde mit Humor, Grässlichkeit und einem furiosen Finale in mehreren Akten. Tarantino mag als Lehrer nicht immer den richtigen Ton treffen. Als Erzähler hat er jedenfalls eine versöhnliche Lektion parat: Der Held wird nicht von Rache getrieben, sondern von der Liebe.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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8.5Ausgezeichnet

Django Unchained reiht sich ein neben 'Kill Bill', 'Death Proof' und 'Inglourious Basterds' als neues Schlachtfest für Tarantino-Fans und Freunde des ebenso durchgestylten wie durchgeknallten Genrekinos.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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8.5Ausgezeichnet

Quentin Tarantino [spielt] mit opernhaften Überhöhungen, mit Großaufnahmen und harten Schnitten. Lustvoll inszeniert er brutale Schießereien mit übertriebenen Blutfontänen, jagt ganze Anwesen mit Dynamit in die Luft. [...] Trotz aller Grausamkeiten, [...] gelingt Tarantino die waghalsige Gratwanderung zwischen Unterhaltungskino und Amerika-Kommentar.

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Dramaturgisch fällt bei „Django unchained“ insbesondere seine chronologische Erzählstruktur auf. Hatten seine früheren Filme „Pulp Fiction“ (1994) und „Kill Bill“ (2003-2004) verschiedene Zeitebenen miteinander vermischt, so entwickelt sich die Handlung seines aktuellen Filmes bis auf einige Rückblenden, in denen die Liebe zwischen Django und Broomhilda beschrieben wird, erstaunlich linear. Außerdem sind solche Liebesgeschichten bei Tarantino äußerst selten. Auch die Männerfreundschaft zwischen Dr. Schultz und Django mag zwar für den Western genretypisch sein. In der Tarantino-Welt sucht sie dennoch ihresgleichen. Im Gegensatz zu seinem letzten Film „Inglourious Basterds“, der eine im Nazideutschland angesiedelte reine Märchenphantasie war, nimmt offenbar Regisseur Tarantino in „Django unchained“ Bezug auf die reale Geschichte der Sklaverei in den Vereinigten Staaten.

Bei der deutschen Filmpremiere in Berlin führte der Regisseur selbst dazu aus: Die Handlung seines Filmes „sollte vor dem Hintergrund der Sklaverei spielen, damit man die Brutalität wirklich sieht, mit der Amerikaner ihre schwarzen Sklaven behandelt haben“. Auf die Frage, ob die Sklaverei in Amerika mit dem Holocaust verglichen werden könne, antwortete Tarantino: „Amerika ist für zwei Holocausts in seinem Land verantwortlich: für die Ausrottung der indianischen Ureinwohner und für die Versklavung von Afrikanern, Jamaikanern und Westindern in der Zeit des Sklavenhandels. Das wird Ihnen als Deutsche seltsam vorkommen. Sie sind alle gezwungen worden, sich bis zur Bewusstlosigkeit immer und immer und immer wieder mit der Schuld Ihres Volkes auseinanderzusetzen. Den Amerikanern ist es gelungen, irgendwie darüber hinwegzugleiten.“

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass in „Django unchained“ die Gewalt realistischer dargestellt wird als in früheren Tarantino-Filmen. Zwar gibt es auch sozusagen „verspielte“ Blutexzesse – wenn sich etwa Baumwollblüten rot färben. Aber in seinem neuen Film wirkt die Gewalt auch wirklichkeitsnäher, und dies bereits bei der Eingangssequenz, als die Narben der Peitschenhiebe auf den Rücken der angeketteten Sklaven überdeutlich ins Bild gerückt werden. „Django unchained“ ist schließlich aber auch ein Schauspielerfilm: Nicht nur Christoph Waltz stellt sein nuancenreiches Spiel unter Beweis. Je länger die Handlung voranschreitet, desto deutlicher erspielt sich Jamie Foxx die Hauptrolle. Aber auch Leonardo DiCaprio genießt sichtlich seine Rolle als allherrschendes Scheusal. Nicht zu vergessen Samuel L. Jackson, der als Haussklave mit seinem Herrn um die Rolle des Oberfieslings wetteifert.

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styx.canomo

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aber warum nur 6,5 punkte? deine kritik klingt mindestens nach 8-9.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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5.0Geht so

[...] Die Geschichte um den Kopfgeldjäger Dr. King Schultz und dem Sklaven Django, die sich zusammen durch die Welt schlagen und nach Broomhilda, der Frau von Django, suchen, ist grundsätzlich eine reizvolle, die Umsetzung hingegen ist jedoch bis in die kleinsten Winkel konstruiert, sprich, wer hier Überraschungen erwartet, der befindet sich auf dem Holzweg. Tarantinos einst ungehemmter Mikrokosmos ist nicht mehr der filmische Spielplatz für brillante Dialoge, vorgetragen von herausragenden, immer kultverdächtigen Charakteren, eingefangen in einer Welt, in der nichts heilig ist - außer die Filme selbst. Hier erfahren wir über weite Strecken die andere Seite des verehrten Regisseurs. Während Christoph Waltz seine Sache erneut sehr gut macht, Jamie Foxx die meiste Zeit damit zu tun hat, möglichst cool in die Kamera zu blicken und Samuel L. Jackson als Onkel Tom-Verschnitt endlich wieder eine gute Leistung zeigt, hängt Leonardo DiCaprio als Calvin Candie zumeist in den Seilen. Schlecht ist er nicht, nur die Rolle steht ihm einfach nicht und egal was DiCaprio unternimmt, ob er zügellos schreit oder charmant grinst, ob er an seinem Strohhalm schlürft oder seine Schwester abknutscht, man kauft es ihm nie wirklich ab. [...]

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Super8951

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http://www.youtube.com/watch?v=ojTKkfgvwvU


Fazit:

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@ SoulReaver: CinemaForever

100% Agree


Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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9.5Herausragend

In "Django" ist Tarantino ein freier Mann und schaffte einen gut verständlichen, faszinierenden, provozierenden, entsetzlichen, urkomischen, erheiternden, verletzenden und völlig unterhaltsamen Film.

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Nathan Rabin: The Onion (A.V. Club) Nathan Rabin: The Onion (A.V. Club)

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7.5Sehenswert

Die schmutzigen und leicht erregbaren Fingerabdrücke von Tarantino finden sich in jedem Bild von Django Unchained wieder.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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5.0Geht so

Ab der zwei-Stunden-Grenze ging für mich Django Unchained die Puste aus und der Spaß war dahin. Er ist einfach sehr lang, oder fühlt sich zumindest lang an.

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Rex Reed: The New York Observer Rex Reed: The New York Observer

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9.5Herausragend

Django Unchained ist genau das, was man vom Pulp Fiction-Regisseur Quentin Tarantino erwartet hat. Er ist lang, schockierend, vulgär, hart, übertrieben und so politisch unkorrekt, dass man eine neue Definition des Wortes braucht, doch gleichzeitig ist er ebenso mutig, originell, hypnotisierend, stilvoll und einfach nur gute Unterhaltung.

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dangro: Critic.de dangro: Critic.de

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8.0Ausgezeichnet

Geschichte ist Filmgeschichte, und die Koordinaten sind längst abgesteckt. Tarantino tobt im eigenen Universum.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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7.0Sehenswert

Genau wie Inglourious Basterds ist Django Unchained auf verrückte Weise unterhaltsam, ein bisschen unverantwortlich und wiederum ethisch so ernsthaft, sodass er mit seiner Verspieltheit völlig im Einklang ist.

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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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8.5Ausgezeichnet

Django Unchained ist ein Tarantino, der sich durch die Attribute auszeichnet, die die meisten seiner Filme prägen: starke Dialoge mit makabrem Humor, stimmig eingesetzte Musik, zahlreiche Referenzen, comichaft überzeichnete Brutalität und natürlich exzellente Schauspieler.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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8.5Ausgezeichnet

"Die Kunst des Zitierens hat Q&T noch immer nicht verloren – doch das ist nicht alles, was seinen Frontalangriff auf den Italowestern so unwiderstehlich macht: Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder die Schauspieler, die der Kultregisseur mit seinen knackigen Dialogen erneut zum Äußersten treibt. Christoph Waltz ist herausragend wie eh und je, Foxx findet zu alter Stärke zurück und Leonardo diCaprio glänzt in seiner ungewöhnlichen Rolle als fieser Sklaventreiber. Für Anhänger der früheren Genrewerke gibt es einen markanten Gastauftritt von Original-”Django” Franco Nero und Klänge von u.a. Riz Ortolani und Ennio Morricone. Was aber noch viel wichtiger ist: Im Gegensatz zum streckenweise arg zähen Inglourious Basterds macht dieser “Tarantino” einfach wieder verdammt viel Spaß!"

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Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly

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6.0Ganz gut

Die erste Stunde ist etwas... einfach. Es gibt eine lustige, possenhafte Szene mit einer frühen Version des Klans (der Witz ist, dass sie nicht außerhalb ihrer Kapuzen gucken können), aber Django bringt es nicht zu vollem Tarantino-Fieber bis es in das große Haus des Calvin Candie (Leonardi DiCaprio) geht, einem verschlagenen Plantagen-Besitzer.

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LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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8.5Ausgezeichnet

Django Unchained ist eine Liebeserklärung - an ein längst untergegangenes Genre, an die 35 Millimeter-Projektion, ans Kino an sich und natürlich auch ans postmoderne Tarantino-Universum. Aber so charismatisch und stilsicher, dass der Cineast selbst bei zelebrierter Langsamkeit schwerlich widerstehen kann.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

Oceanic6

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Dann solltest du das auch schreiben, wenn du das Sub-Genre meinst. Denn das Genre ist nun mal der Western. :)


LuGr

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Steht doch auch geschrieben, wenn man denn mal die "Kritik im Original" liest ;).


Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

[...] Wer gehofft hatte, dass “Django Unchained“ der wahr gewordene Traum eines jeden Western-Fans werden würde, dem dürften spätestens dann die Nerven durchbrennen, sobald der Rap-Song “100 Black Coffins“ einsetzt. Das ist weder eine Liebeserklärung an den Spaghetti-Western noch eine gelungene Redefinition, sondern eine Schändung.

Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 39 Antworten

Jenny von T

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Willkommen im deutschen Mitläufertum.


julius.hibert

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Die letzten beiden Kommentare heben sich dann wohl gegenseitig auf.


Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Quentin Tarantino läuft zwar weiterhin seinem nächsten Meisterwerk hinterher, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass auch Django Unchained ein höchst unterhaltsamer und stilsicherer Film geworden ist, der seine Fans mit Sicherheit zufrieden stellen wird. Der Blaxploitation-Spaghetti-Western mischt Komödie, brutales Sklavendrama, Rachethriller und garniert all dies mit einer Vielzahl an wunderbaren Charakteren, tollem Soundtrack, großartigen Bildern und vor allem einem umwerfenden Cast. Jamie Foxx trägt souverän durch den Film, zum Showstealer werden aber vor allem die Nebendarsteller rund um den überragenden Christoph Waltz. Lediglich im letzten Drittel geht der simplen Story etwas die Luft aus und es ist schade, dass es Tarantino nicht gelingt die Figur von Kerry Washington interessanter zu charakterisieren. Doch trotz den kleinen Problemchen ist Django Unchained ein ausgezeichneter Unterhaltungsfilm, der die Tarantino-Fans mit Sicherheit glücklich machen wird.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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7.5Sehenswert

Teilweise eher ähnlich wie Der wilde wilde Westen als mit den verbissenen und derben Qualitäten versehen, die viele ernsthafte Western haben, bricht Django Unchained von Anfang an mit einer gedanklichen Brillianz hervor, die nie wirklich zu ihrer unbeholfenen Handlung passt. Trotzdem ist es ein Schwindel erregender Ritt.

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Peter Debruge: Variety Peter Debruge: Variety

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9.0Herausragend

Der Virtuose Tarantino hat zwei Dinge perfektioniert: die Inszenierung von Mexican Standoffs und schwindelerregende Dialoge mit verzögerter Genugtuung. Beides können wir in Django Unchained erleben. [...] Wunderbar eingefangen von Robert Richardson... Django Unchained zollt nicht nur den vielen cinematischen Einflüssen Tarantinos Respekt, sondern auch dem Land selbst, das einen Weg aus der Sklaverei finden musste. Atemberaubend!

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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8.0Ausgezeichnet

Quentin Tarantino schreibt Geschichte mal wieder neu - was er mit Inglourious Basterds den Nazis antat, tut er nun mit Django Unchained den Sklavenbesitzern an. [...] Doch das größte Problem des Films ist, dass sein Hauptcharakter etwas untergeht neben den Charakteren Schultz, Candie und Stephen, die einfach auffälliger sind.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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9.0Herausragend

Django Unchained ist ein beglückender Rausch, unerhört unterhaltsam und, verdammt, einfach nur unglaublich.

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Kommentare (863) — Film: Django Unchained


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Bleecher

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein farbiger Sklave wird von einem Zahnarzt (Christoph Waltz, brilliant!) befreit und wendet sich - wie der Arzt selbst - der Kopfgeldjägerei zu. So wird von ihm nach ein paar moralischen Zweifeln und angestachelt vom Zahnarzt, ein Vater vor seinem Sohn erschossen.
Und damit wäre ich schon bei einem Kritikpunkt, der wohl die meisten, wenn nicht alle Tarantino-Filme betrifft.
Was sollen diese teils höchst brutalen Gewaltausbrüche? Auch die Andeutungen von Gewalt wie (Achtung Spoiler) das fastabschneiden der Weichteile von Django (dem Sklaven) fand ich widerwärtig und abstoßend. Wenn es wirklich geschehen wäre, hätte ich wegschauen müssen.
Das hat weniger mit Tarantino zu tun als damit, das Hollywood immer mehr Ekel in den Filmen zuläßt.
Zugegeben. Bei Django Unchained passte das alles wenigsten noch sinnvoll in den Film hinein. Und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Und doch hinterläßt dieser Film nicht wirklich etwas in mir.
Der Showdown hat es in sich. Und ist schlussendlich in meinen Augen doch nichts anderes als Gewaltverherrlichung, auch wenn das "Gute" obsiegt.
Ich bezweifle, das ich mir diesen Streifen noch einmal geben werde. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn ich ihn wieder vergessen habe.
Ehrlicherweise hatte ich schon vor dieser Bewertung die Hälfte vergessen und mußte alles noch einmal aus meiner Erinnerung zusammenkratzen.
Kein Film, den ich unter die ganz großen einreihe.

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Berlin42

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Django Unchained" war bereits lang vor seiner Kinopremiere in aller Munde. Ein Western von Wunderkind Tarantino, das versprach ein absoluter Kassenschlager zu werden. Wer Tarantinos Karriere bereits seit längerer Zeit verfolgt hat, sieht das mit Sicherheit eher skeptisch. Große Werbeplakate und Ankündigungen kennt man von Hollywoodproduktionen, aber Tarantino war doch eher etwas für Kenner?! Dennoch hat der Regisseur wieder großartige Arbeit geleistet und den nächsten großen Film geschaffen. Nicht zuletzt sein goldenes Händchen für die richtige Besetzung lässt alle Zweifler schnell verstummen. Herausragend sind hierbei die Darsteller Christoph Waltz, der vollkommen zu Recht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, und Jamie Foxx, der genau den richtigen Flow für einen Tarantino-Film findet. Immer wieder muss der Zuschauer trotz des bitterernsten Themas über den ein oder anderen Dialog schmunzeln, auch die Gewaltdarstellungen sind, nennen wir es mal, äußerst detailliert dargestellt. Der Film endet in einem brachialen Showdown, der genau nach dem Geschmack eingefleischter Tarantino-Fans sein dürfte. Ich kam jedenfalls voll auf meine Kosten. Gemessen an dem Hype, der vor der Erscheinung des Film entstand, muss ich jedoch ganz ehrlich sagen: Irgendetwas hat mir noch zum großen Wurf gefehlt. Wenn Tarantino sich an einen Western heranwagt, dann hätte ich eher ein Meisterwerk á la Sergio Leone erwartet. Auch wenn diese Hoffnung sich nicht erfüllt hat, ist "Django Unchained" immer noch absolut großes Kino.

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BigH

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Bewertung5.0Geht so

Bis zur Mitte des Films ist "Django Unchained" grandios. Das ist hauptsächlich dem durchweg großartigen Christoph Waltz zu verdanken, dessen Figur, der Kopfgeldjäger Dr. King Schultz, von der ersten Szene an durch sein Auftreten und seinen Duktus alle Sympathien auf seiner Seite hat. Im Grunde stiehlt er der eigentlichen Hauptfigur fortwährend die Show. Durch die pointierten Dialoge und den gelungenen Aufbau der Handlung hätte "Django Unchained" durchaus das Zeug gehabt, in einem Atemzug mit "Pulp Fiction" genannt zu werden.
Und plötzlich kippt der Film.
Ab dem Moment, in dem Django und Schultz auf Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) treffen, verliert der Film einerseits gewaltig an Fahrt, weil er - ein ständiges Tarantino-Problem - einfach zu geschwätzig wird und sich selbst zu gut gefällt im verbalen Schlagabtausch, andererseits verliert er sich, wenn gerade nicht geredet wird, in teilweise regelrecht zelebrierten Gewaltausbrüchen; schon in der ersten Hälfte ist "Django Unchained" kein Kind von Traurigkeit, aber irgendwie passt die Gewalt da zu den Figuren und zur Handlung. Später aber rutscht die Gewalt zu sehr zum Selbstzweck ab, wirkt aufgesetzt und störend. Somit unterscheidet sich der Film eigentlich nur in Details von "Kill Bill" oder "Inglourious Basterds", und dementsprechend ist "Django Unchained" letztlich auch nichts anderes als ein weiterer typischer Tarantino-Film. Und das ist nicht als Kompliment gemeint!

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MemoriAria11

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein typischer Tarantino ... schöner Western mit tollen Darstellern ...

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lennardB.

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Bewertung9.5Herausragend

Der beste Western aller Zeiten.

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Bleecher

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Richtig. Garantiert nicht!


diddi.helvetia

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Doch ist er!


basti.blaich

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Bewertung9.0Herausragend

Django Unchained hat mich einfach super Unterhalten und das zum 4. mal ! Ich liebe die Dialoge die Schauspieler selbst die letzte Stunde wo richtig auf die Kacke gehauen wird hat mich bestens Unterhalten. Leider geht die Hauptperson vom Film ziemlich unter es ist nicht so das Jamie Foxx schlecht spielt die anderen spielen einfach ihre Rolle viel besser. Vor allem bin ich von Samuel L. Jackson überrascht klar kitzelt Tarantino bei jeden seiner Darsteller Höchstleistungen heraus. Doch gerade Jackson der seit Jahren auf Autopilot ist und damit mir langsam echt aufn Sack geht spielt seine Rolle wirklich sehr gut. Hoffe das es nicht sein letzter Film mit Tarantino ist. Und auch die Leistung von Leo ist wirklich gut und in diesem Film finde ich sieht er mal nicht aus wie 25 ;D Die Kirsche auf der Torte ist ganz klar Herr Waltz der in seiner Rolle brilliert ! Ich wurde mich über eine 4 Stunden Fassung freuen die es ja anscheinend geben soll die noch mehr Szenen mit Leo hat hoffentlich haut Tarantino die noch raus ;D

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Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

"D-J-A-N-G-O.....The D ist silent"

Ein Tarantino üblicher Film, in einem für ihn ungewöhnlichen Genre. Diesmal gab er sich dem Italowestern hin.
Auch hier hat er wieder das richtige Händchen für einen sehr gelungenen Soundtrack, der zwischen cool ( wie der Song "unchained") bis hin zu gefühlvoll (die Verfolgungsjagd, unterlegt von "freedom").
Der Cast kann sich auch sehen lassen: Jamie Foxx als cooler Django. Christoph Waltz als deutscher King Schultz mit seinem Pferd Fritz. Leonardo DiCaprio als fieser Mr. Candy und Kerry Washington als große Liebe von Django.
Die Dialoge schwelgen zwischen lustig, cool und ernst und das ist genau das, was Tarantino´s Drehbücher auszeichnet. Die Sprüche variieren einfach immer und sind trotzdem grundsätzlich passend. Tarantino riskiert in seinen Dialogen viel, in dem Wissen, dass es auf jeden Fall funktionieren wird, denn wenn ein Witz mal nicht zünden sollte, ein Spruch daneben gehen sollte, dann würde er die ganze Szene zerreißen, zum Glück hat er jedoch genügend Selbstbewusstsein, um sich an solche Dialoge heranzutrauen.
Er geht es auch hier (vor allem wieder in der Endszene) sehr blutig an und Parallelen zu Inglourious Basterds und Kill Bill sind deutlich erkennbar. Alle drei Filme sind sehr gelungene und epische Rachefilme, die vor allem am Ende immer in einer Metzelei enden.
Zu erwähnen ist noch,dass es der ernsteste Tarantino ist. Er beschäftigt sich mit einem sehr ernsten und in Amerika bis heute kritischem Thema. Dabei schafft er es allerdings immer noch Humor mit einzubauen, ohne das Thema ins Lächerliche zu ziehen.

Django unchained beweißt mal wieder, was für ein grandioser Regisseur Tarantino doch ist, denn das Drehen eines Italowestern brachte er sich selbst bei und das in einer solch hohen Qualität. Tarantino hat es also nach all diesen Jahren noch immer drauf.

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Martin Oberndorf

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Du hast vergessen, zu erwähnen, dass es nebenbei auch sein Film mit ernstesterund wichtigster Thematik ist.
Da ist viel Spaß dabei, aber er regt auch sehr zum Nachdenken an.
Ansonsten sehr guter Kommim


Troublemaker69

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Stimmt....das werde gleich mal ergänzen.


Superschurke_95

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach klasse der Film. Story hat mir sehr gut gefallen und auch die Schauspieler sind klasse. Blutig wie man es ,so denke ich zumindest, von Tarantino erwartet und einige Lacher sind auch mit drin. Gehört zu meinen Favouriten

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chrissley

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Bewertung10.0Herausragend

Ein herausragender Film mit überaus grandiosen Schauspielern, von einem der besten Regisseure aller Zeiten. Wer jetzt denkt, dass das Ergebnis gar nicht schlecht sein kann, behält recht. Waltz und DiCaprio spielen hervorragend und auch Samuel L. Jackson und Jamie Foxx kann man nicht kritisieren. Im gesamten ein Film auf hohem Niveau, bereichert von einer spannenden und ideenreichen Story, mit der typischen Gewalt und Action, die man von Tarantino schon gewohnt ist.

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MisterSklave777

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr schön, wie Quentin Tarantino den Western neu erfunden hat. Leonnardo Di Caprio und Christoph Walz runden das Paket ab. Gute Ausstattung, tolle Dialoge und ein paar Szenen zum Totlachen. Daumen hoch!

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deregenerator

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Bewertung5.5Geht so

Manche Inquisitionen akquirieren eine Architektur des Exzesses der stereotypischen Selbst- und Fremdreferenz. Sowohl die Basen als auch die exegetischen Handlungsräume werdenin Formvollendung kontextualisiert. Die Vermeidung einfacher Handlungsräume publizieren in diesen Schattenspielen eine Struktur der Partizipation. Durchlässige Vor-Ort-Diskussionen überfrachten performative Alternationen und konzentrieren die Instrumentalisierung in endlosen Momenten des Stillstands. Die Stillstände werden sowohl empirisch aber auch morphologisch gedacht. In der Provokation der Bildsprache, welche zugleich einen semipermeablen Dialog einzelner Anstrengung zur Provokation spezifiziert, alteriert der Abdruck zwischen provisorisch und redundant. Deswegen spart diese Gleichstufigkeit eine medienübergreifende Thematik multipel aus.

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Bleecher

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Um diesen Comment zu verstehen, bräuchte ich ein Fremdwörterbuch und min. 5 h Stunden Zeit. Ich bin nämlich keiner von den Gelehrten. Hast du das absichtlich so geschrieben? Also ich fang´ erst gar nicht damit an, es verstehen zu wollen.


christopher.reichl.1

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Django Unchained ist mit sicherheit der beste Western der letzten 20 Jahre. Nicht zuletzt durch das hohe Aufgebot der Superstars Walz, Foxx, DiCaprio oder auch Samual L. Jackson, welche alle eine unglaublich tolle Leistungen brachten, einer Meiner Lieblingsfilme. Die Handlung ist einmalig, und selten hat ein Film über eine so lange Spieldauer, ich meine 3 Stunden sind doch beträchtlich, so gut unterhalten.

Dieser Film ist nicht zu unrecht einer meiner Lieblingsfilme, und für mich der beste Western aller Zeiten. Diesen Film muss ein jeder Filmliebhaber einfach gesehen haben.

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WNKino

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Bewertung6.5Ganz gut

Über eines braucht man sich nicht zu unterhalten: Django Unchained hat nur geniale schauspielerische Leistungen (vor allem von Waltz und Di Caprio) zu bieten und die Story und der Soundtrack (Morricone halt) sind ebenfalls sehr gut und keineswegs langweilig.
Eines hat mich aber an dem Film gewaltig gestört:
Die zwar für Tarantino typische aber doch einfach nur unnötige, sinnlose und unrealistische Blutspritzerei, die mich vor allem beim Finale den Kopf schütteln lies.
Das ist eben das große und leider im Kopf bleibende aber des Films, der hier sich eine 8+ Wertung dadurch verspielte.
Also: Wen das viele Blut an Decke und Grashalmen nicht stört sollt sich den Film auf jeden Fall angucken.

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Duke83

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Bewertung6.5Ganz gut

Kennst du einen, kennst du alle! Nichts neues aus dem hause Tarantino, aber trotzdem unterhaltsam.

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WalterODim

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Bewertung9.0Herausragend

Einfach ein guter Film, mit bestens aufgelegten Stars. Jamie Foxx spielt gut, geht aber zwischen den genialen Mimen Waltz und DiCaprio fast ein bisschen unter.

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jedi37

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Geiler Retrospaghettiwestern, Hut ab Mr. Tarantino, Du hast es immer noch drauf.

Si Caprio als ekeliger glatter Sklavenhalter, Jamie Foxx in seiner besten Rolle, Sam Jackson (hab ich erst kaum erkannt) als widerlicher speichelleckender Diener und ganz besonders erwähnenswert: Christoph Waltz, der sogar einen Stein spielend noch das beste aus der Rolle holen würde!

Macht einfach Spaß und ist sofort kult!

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J4KOB

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Jamie Foxx war schon deutlich besser.


AvonBarksdale

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Trotz der langen Laufzeit keine Sekunde langweilig.
Bin kein Western Fan, aber was Tarantino anfässt wird einfach immer hervorragend.
War gespannt wie Jonah Hill hier reinpassen würde, aber war klar das es sowas werden musste..

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expendable87

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Bewertung9.5Herausragend

ein wahrhafter 'tarantino'...ich liebe seine filme und seinen stil...und dabei bin ich absolut kein freund von western oder ähnlichen!
auch quentins zusammenarbeit mit christoph waltz trifft wie auch schon bei 'inglourious basterds' genau ins schwarze, ein traum team die zwei!
bei über 2,5 stunden filmlänge find ich 'django unchained' zu keinem zeitpunkt langatmig oder eintönig...story, darsteller, soundtracks...alles tadellos und einzigartig, ein erstklassiges meisterwerk!!!

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Popelspecht

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Bewertung6.5Ganz gut

Direkt zum Punkt geritten: Tarantino's schlechteste Leistung. Mit großem Abstand.

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Popelspecht

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Hui, ich seh' gerade, IG ist sogar einer Deiner Hassfilme... Also gut, wenn Du dem nochmal 'ne Chance geben solltest, werfe ich auch den Django nochmal rein. ;)


Popelspecht

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Hab' leider das Grindhouse-Dou verpasst und die Filme als Einzelwerke gesehen. In diesem Zusammenhang betrachtet kann "Death Proof" natürlich nur enttäuschen.
Mit Brad Pitt muss ich Dir recht geben, der (und seine Rolle) war wirklich etwas flach. Schweiger's Schnauzehalten hat das aber wieder gut gemacht (wegen dem hätte ich IB beinahe ausgelassen).


vicky1010101

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist top, aber an manchen Stellen doch einbisschen langatmig.

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