Django Unchained - Kritik

US 2012 Laufzeit 165 Minuten, FSK 16, Drama, Western, Actionfilm, Kinostart 17.01.2013

Kommentare zu Django Unchained

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    R.Worschech: epd Film 29.10.2014, 16:54

    Quentin Tarantino hat einen waschechten Western gedreht: die Rache eines ehemaligen Sklaven. Und er hat nicht nur den Geist und die Ästhetik des Genres kongenial in Szene gesetzt, sondern seinen Film auch mit den typischen Ingredienzen seines Stils gewürzt: lange Dialoge, coole Sprüche und eine extreme Brutalität. Damit schildert er vor allem auch die Machenschaften der Sklavenhändler

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      weedos262 24.10.2014, 19:41

      Zitat : ,,man sollte dich am besten an die le quin tiki bergbaugesellschaft verkaufen. dort nimmt man dir deinen namen, du bekommst eine nummer und ein vorschlaghammer. Ein widerwort und sie schneiden dir die zunge raus ohne das du verblutest. darin sind die gut. Und wenn du nicht mehr arbeiten willst schlagen sie dir mit nem hammer auf den kopf und ab ins ni**a loch mit dir. "

      Film 10 von 10

      für jeden ist hier was dabei action,drama,liebe + coole sprüche von tarantino die sowieso standart in jedem seiner filme sind.

      • 10
        MartinS. 20.10.2014, 00:20

        Ein Meisterwerk...einer meiner Lieblingsfilme...Top 3 - 2012

        • 10
          GrafJoster 18.10.2014, 20:45

          Hier hat sich Tarantino sebst übertroffen, es stimmt alles, von blutig- brutale Action über nachdenklich machende Menschenverachtung und Sklaverei bis hin zur Selbstironie und Witz. Schauspielerische
          Spitzenleistung der Prodagonisten, allen vorran Walz und DiCaprio. Absolut genial, muß man gesehen
          haben. Hochverdiente 10.0.

          • 10
            norden1hsv 12.10.2014, 21:11

            Der Film ist genial! Mit Western-Filmen kenne ich mich nicht so gut aus, aber dieser Film müsste der Maßstab sein. Die Story ist richtig gut. Was mir auch sehr gut gefällt, ist die Musik und an welchen Stellen sie eingesetzt wird. Richtig passend. Action und Brutalität kommen nicht zu kurz und machen diesen Film richtig sehenswert. Manchmal ist das mit Absicht so überzogen, dass es schon wieder witzig ist. Grundsätzlich finde ich aber, dass der Film durchaus realistisch ist und die damaligen Zustände gut beschreibt.
            Richtig genial fand ich wieder mal die Schauspielleistung von Leonardo DiCaprio. Fast allein schon wegen ihm lohnt sich dieser Film.

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              punkrockloveboy 12.10.2014, 01:00

              Botschaft ... Story ... Musik ... Darsteller... dieser Tarantino-Ausflug ins Western-Genre ist einfach genial... meisterhaft zeigt uns der Regisseur welche unglaublichen Greueltaten sich andersfarbige gefallen lassen mussten, und wie normal das in der damaligen Zeit war.... für mich ist es unvorstellbar, es will einfach nicht in mein Gehirn, daß es Menschen gab oder gibt, die in solch engstirnigen und rassistischen Bahnen denken++++++ Django ist zugleich ein filmisches Meisterwerk und ein Appell für die Freiheit und Gleichheit des Menschen.... einfach großartig------ Christoph Waltz muß man hier eigentlich noch herausheben... er spielt schlichtweg grandios

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                Val Vega 10.10.2014, 22:12

                Quentin Tarantinos bislang letzter Film spaltete die Zuschauerschaft in zwei Lager: in die einen, die den Film für eine weitere Ansammlung von genialen Zitaten, kultigen Sprüchen und perfekt inszenierter Action halten, und die, die meinten, dass die Luft aus Tarantino nach 8 Filmen raus sei.
                Ich persönlich halte den Film hingegen für ein arg unterschätztes Meisterwerk.
                Denn es geht Tarantino auch hier nicht nur darum ein geballtes Feuerwerk, darum geht es ihm immer nur in zweiter Linie, eigentlich geht es in Tarantino in „Django Unchained“ vor allem um eines: nämlich um die Freiheit des Menschen.

                In „Django Unchained“ wird porträtiert wie es von der Befreiung des Geknechteten bis zu dessen Eigenständigkeit und somit voller Freiheit kommt. Dabei zeichnet Tarantino konsequent eine beachtliche Entwicklung von Django. Besonders genau sehen wir das daran, wie Django mit der Zeit zur Sprache findet. Im Verlauf der Handlung entwickelt sich Django von einem beinahe stummen, wortlosen Sklaven zu einem Revolutionär, der einen coolen Spruch nach dem anderen von den Lippen fliegen lässt.

                Doch generell ist „Django Unchained“ ein, wenn auch unkonventioneller, grandioser filmischer Beitrag zum Thema der Sklaverei, der tief in die Materie geht, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht so scheint – insbesondere das Verhältnis von Stephen und Calvin Candie demonstriert auf eine absurde und besonders humorvolle Art und Weise wie dieses System funktioniert und wieso sich die Sklaven nicht von selbst befreien konnten, wieso es einen Befreier in Gestalt von Dr. King Schultz braucht. Beide, Herr und Knecht, ziehen ihr Selbstbewusstsein aus einander. Der eine daraus, dass er vom anderen gebraucht wird, der andere daraus, anerkannt zu werden.

                „I spent my whole life here right here in Candyland, surrounded by black faces. And seeing them every day, day in day out, I only had one question. Why don't they kill us? Now right out there on that porch three times a week for fifty years, old Ben here would shave my daddy with a straight razor. Now if I was old Ben, I would have cut my daddy's goddamn throat, and it wouldn't have taken me no fifty years to do it neither.“

                Diese absolut bewundernswerte Art von Tarantino seine so komplex durchdachte Geschichte in ein Gewand aus Filmzitaten, dass auch bei einem Mainstreampublikum so großen Anklang findet.

                Es lässt sich hier noch weiter schwärmen. Alleine für mich als großen Italowesternfan ist dieser Film ein so großes Sammelsurium von Kuriositäten. Alleine der geniale Score, erbitterlich zusammengewichst aus Hip Hop, Motown Soul und Ennio fuckin‘ Morricone lässt nicht nur das Musikliebhaber-Herz in mir höher schlagen, doch auch der Fan von Corbucci, Leone, Solima und co. in mir fühlt sich bestens bedient. Wenn dann noch das Soundtrack Glanzstück „Ancora Qui“ angestimmt wird, ist es um mich geschehen.

                Nach 6 Sichtungen binnen der letzten 18 Monate habe ich nun beschlossen auch diesem Film mein Herz zu geben – gehabt hat er es wohl schon immer, doch nun teile ich es.

                Durch diesen Film habe ich erst den Italowestern in mein Herz geschlossen,
                ich habe durch diesen Film mit Jamie Foxx einen Lieblingsdarsteller dazu gewonnen, den ich nie so recht auf dem Schirm hatte.
                Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio sollten mittlerweile nun über jede Kritik erhaben sein und auch Sam Jackson hat wieder einmal bewiesen, dass er mehr als den coolen Franchise-Schwarzen spielen kann.

                Dieser Film hat mein Herz gewonnen.

                He’s the top of the west,
                always cool, he’s the best
                he keeps alive with his cold forty-five

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                • 8 .5
                  BenjaminMagdziak 09.10.2014, 12:01

                  richtig guter film mit toller besetzung. der film hat zwar ein paar langatmige hänger ist aber dennoch spannend und auf eine übertriebene art witzig. der soundtrack ist bis auf den rap scheiss mehr als gelungen.vorallem die letzte szene hat mir den tag versüsst.wer musste da nicht an bud spencer und terence hill denken?^^ aus leo dicaprio,der übrigens wieder brilliant spielt,hätte man villt noch mehr machen können.alles in allem ein toller film mit villt etwas zuviel blut gespritze^^

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                  • 8 .5
                    Nebular65 07.10.2014, 20:22

                    Am Anfang fand ich den Film ok. Dann hab ich ihn mir nochmal angeschaut. Und nochmal. Und nochmal. Und... naja. Am ende habe ich mich gefragt: Kann ein "OK-Film" es schaffen, dass ich ihn über zehn mal sehe? Nein. Nur Tarantino kriegt das mit seinen Filmen bei mir hin. Der Film bietet alles was man an Unterhaltung braucht. VORSICHT SPOILER! Am besten fand ich die Szene gegen ende, als Django Miss Laura erschießt. Es ist so was von unlogisch, dass sie dann fünf Meter nach hinten fliegt. Ich glaube aber, das macht der Film absichtlich. Zu erwähnen ist auch die wie immer megagute Christoph Waltz Schauspielleistung.
                    Alle die ein bisschen mehr Blut im Film vertragen, sollten sich Django Unchained ansehen.

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                      Chriz85 06.10.2014, 21:02

                      Bis zur "Handschlagszene" zwischen Waltz und DiCaprio ein super Film getragen von überzeugenden Schauspieler, Charakteren und Story, danach leider ziemlich dämlicher pseudo cooler B Movie Trash. Selten einen solchen Qualitätsabfall in einem Film gesehen. Was sich Tarantino nur dabei gedacht hat? Das hat vllt in einigen seiner älteren Filme funktioniert, hier mMn definitiv nicht! Das kostet Abzüge in der Wertung.

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                        Niho 04.10.2014, 22:10

                        Tarantino liefert mit "Django Unchained" einen absoluten Kracher ab und beweist, dass er sich wirklich jedem Genre annehmen kann und dementsprechend auch weiß, wie man es inszeniert. In diesem Fall passt wirklich alles: Kostüme, Schauspieler, Kamera, Effekte.
                        Vorallem am Anfang wird man sofort in die abgedrehte Geschichte hineingezogen. Dabei bleibt der Film trotz viel gutem Humor trotzdem spannend.
                        Allerdings gibt es trotzdem 1,5 Punkte Abzug wegen einen langatmigen Stücken in der Mitte, die den Film generell nicht wirklich vorangebracht haben. Und manchmal fand ich, wurde dann auch etwas übertrieben, wie z.B wenn es um Rap - Musik in einem Western oder diese nervenden heranzoomenden Kamerafahrten geht.

                        Fazit: Insgesamt hatte ich trotz der hohen Wertung trotzdem mehr erwartet. Aber ein starker Film bleibt "Django Unchained" trotzdem.

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                          Vitellone 04.10.2014, 01:47

                          Als "Django Unchained" Anfang letzten Jahres in die deutschen Kinos kam, wurde er schnell zum Publikumsliebling. Nicht verwunderlich, denn der Name Quentin Tarantino findet mittlerweile auch bei den Menschen, die sich nicht sonderlich für Filme und das Kino interessieren Anklang. So zog es fast 4,5 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos, einer der erfolgreichsten Filme des Jahres...und das bei einem Western, einem Genre das seine Glanzzeit schon erreicht hat und heutzutage viele Zuschauer eher abschreckt als anlockt. Doch Tarantino gilt ja bekanntermaßen bei vielen als eigenes Genre. "Naja...Western mag ich eigentlich gar nicht, aber was Tarantino daraus macht will ich mir schon ansehen". Einen ähnlichen Satz wie diesen habe ich schon öfters gehört/gelesen. Und siehe da, nach dem Kinobesuch wurde der Film dann euphorisch gefeiert. Für viele handelt es sich bei "Django Unchained" um einen der besten Filme von Tarantino. Für mich ist es leider einer seiner schlechtesten. Da ich jedoch bekennender Fanboy bin, muss man die Aussage "einer seiner schlechtesten" in Relation setzen. Denn unterm Strich ist "Django Unchained" trotz einiger Schwächen ein sehr guter Film. Das Hauptproblem ist für mich wahrscheinlich die Länge, ein paar Kürzungen in der Mitte des 2. Aktes und ein leicht überarbeiteter Schluss würden hier jedoch schon Abhilfe schaffen. Dann müsste man nur noch die stellenweise extrem unpassende Musik weglassen und es wären 1-2 Punkte mehr drin. Denn abgesehen von diesen zwei Schwächen liefert der Film alles, was man sich von einem Tarantino verspricht. Viel Gewalt, viel Blut und coole Charaktere mit noch cooleren Dialogen. Dazu schafft es Tarantino Themen wie Rassismus und Sklaverei so locker und humoristisch anzugehen, wie es wohl nicht viele Regisseure schaffen. Von den weiteren Stärken des Film sollte sich jeder, der es noch nicht getan hat, selbst überzeugen.

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                            The Photograph 30.09.2014, 00:23

                            Ich sag nur: CHRISTOPH WALTZ

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                              BenAffenleck 28.09.2014, 19:52

                              Warum soll ich zu DJANGO - UNCHAINED noch groß die Zeit für einen Kommentar verschwenden? Einige meiner geliebten Buddies haben das schon sehr ausführlich und teils hervorragend gemacht. Also das Schreiben, nicht das Zeit verschwenden ;-)

                              Im Kino fand ich DJANGO ganz okay, allerdings ging mir die "Verhandlung" gegen Ende sehr auf die Nerven, da ich sie als viel zu lang empfand (und immer noch empfinde). Im Heimkino hat der Film allerdings so derbe an Punkten zugelegt, das er definitiv noch mal irgendwann als Lieblingsfilm enden könnte.

                              Hier stimmt bis auf die Länge des Films wirklich alles. Seien es die Schauspieler, der unfassbar geile OST, die Bilder, die Sets, der Witz, die Gewalt, die Dialoge. Eine total irre Mischung die Tarantino hier abgeliefert hat. Hiermit beweist er, das er vielleicht nicht zu den Besten, aber definitiv zu den unterhaltsamsten Regisseuren aller Zeiten gehört.

                              Fazit: Ein Film der Superlativen. Ein Meisterwerk!

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                                Filmanalyst 25.09.2014, 23:13

                                Der beste Tarantino-Film mit einem genialen Christoph Waltz in seiner besten Rolle!
                                Aber auch Jamie Foxx, Don Johnson, Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson und nicht zuletzt Quentin Tarantino himself... Einfach BOOM! :D

                                Mein legendärer Lieblings-Western! ;-)

                                "Hey, hör auf so mit ihm zu reden!" - "Wie denn so?" - "Na so."

                                "Mein guter Mann, schlagen sie einfach etwas über die Stränge mit ihrer dramatischen Geste oder ist ihre Waffe mit tödlicher Absicht auf mich gerichtet?"

                                "Wenn sie ihr Gezeter auf ein Minimum beschränken könnten, ich würde jetzt gern die Befragung des jungen Django fortführen."

                                "Marshal Tatum, darf ich ihnen und ihren Hilfsmarshals und den versammelten Einwohnern von Daughtrey die Hintergründe dieses Vorfalls erklären?" - "Ich höre." - "Mein Name ist Dr. King Schultz und wie sie selbst, Marshall, stehe auch ich im Dienste des Gesetzes. Der Mann der da tot im Staub liegt und den die braven Bürger von Daughtrey für geeignet hielten ihn zum Sheriff zu wählen, bekannt unter dem Namen Bill Sharp, ist eigentlich ein gesuchter Gesetzloser mit dem Namen Willard Peck mit einem Kopfgeld in Höhe von 200 Dollar. Wohlgemerkt 200 Dollar tot oder lebendig." - "Du kannst viel erzählen." - "Ich bin mir bewusst, dass das vermutlich verstörende Neuigkeiten sind. Aber ich möchte darauf wetten, der Mann wurde hier Sheriff irgendwann im Lauf der letzten zwei Jahre? Ich weiss es deswegen, weil vor drei Jahren stahl er Rinder von der B.C. Corrigan Cattle Company in Lubbock, Texas. Und dies hier ist ein Haftbefehl, ausgestellt vom Bezirksgerichtsrichter Henry Allen Laudermilk in Austin, Texas. Ich rege an ihn zu kabeln. Er wird bestätigen, wer ich bin und wer ihr lieber verblichener Sheriff war. Mit anderen Worten, Marshal: Sie schulden mir 200 Dollar." - "Leck mich am Arsch."

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                                  Mr.Magoo 23.09.2014, 13:16

                                  Ob die Darsteller nun Dunkle Sonnenbrillen und Krawatten, Stahlhelme, gelbe Jogginganzüge oder Cowboystiefel tragen, immer das Gleiche: Licht aus, Gewalt an.
                                  Ich bins einfach leid! Das war der letzte QT, den ich mir angesehen habe, zumal ich als
                                  Italowestern-Fan jetzt wirklich geärgert bin, dass QT sich hier auch noch frech des Namens bedient.

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                                    BobbyStankovic: www.meinungsimperialismus.de 19.09.2014, 19:28

                                    [...] Der Vergleich zu “Inglourious Basterds” drängt sich auf, in beiden Filmen nutzt Tarantino reale geschichtliche Unmenschlichkeiten als Antagonisten für ein furioses Actionfeuerwerk und in beiden Filmen huldigt er dabei persönliche Lieblingsfime, ja er setzt sie sogar neu auf. Während “Inglourious Basterds” allerdings trotz leichter Abzüge durch die Präsenz von Schweiger und Kruger bestens funktioniert und eine verschachtelte, multilinguale Orgie aufbietet, die konsquent aufs große Finale zusteuert, ist “Django Unchained” leider in allen Bereichen eine glatte Kante schwächer als der Nazislasherfilm und findet darüberhinaus nie zu einem vernünftigen Erzähltempo. [...]

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                                      EreBos_85 17.09.2014, 14:48

                                      Er hat es wieder getan !!! .... Quentin Tarantino ist zweifelsohne ein Ausnahmetalent im Regiestuhl und einer der besten Regisseure die es momentan gibt! Durch die explizite aber dennoch sich im Rahmen gehaltene Gewaltdarstellung verpasst er seinen Filmen einen Charme der unvergleichlich ist. Selbst wenn man von dem Streifen vorher nichts gehört und bis zur Veröffentlichung über den Regisseur geschwiegen hätte, wären zahlreichen Fans und Anhängern spätestens nach den ersten Dialogen ein Licht aufgegangen. :)
                                      Zudem beweist dieser Film mal wieder das NICHT nur die Hauptdarsteller Weltklasse Qualität besitzen .. Nein .. sondern vielmehr die Nebendarsteller heben sich, zumindest aus meiner Sicht, ganz klar in den Schauspielolymp. Leonardo Di Caprio als knallharter und kompromissloser Sklavenhändler und selbstverständlich Christoph Waltz als Deutscher Zahnarzt aus "Düsseldorf". Beide leisten hier unvorstellbare Arbeit und zeigen einmal mehr das Sie zu den besten Schauspielern der Welt gehören !!!!!

                                      Ein absoluter Pflichttitel für alle Tarantino als auch Action Fans. Das darf man nicht verpassen !!! :)

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                                        mulledulle01 16.09.2014, 16:55

                                        Einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe. Tarantino hat sich selbst übertroffen. Man sieht Django von einer ganz anderen Seite. Vor allem Leonardo di Caprio als Bösewicht hinzustellen war eine sehr gute Idee. Einfach nur gut.

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                                          SkitFilms 12.09.2014, 23:33

                                          Ich finde es zwar etwas zu doll, Christoph Waltz 2 mal für die praktisch selbe, zynische Rolle, zwischen gut und Böse mit einem Oskar auszuzeichnen, aber Hey: Er kann es einfach. Eigentlich gibt es nicht mehr so viel zu schreiben: Die Handlung, ist nicht so originell wie bei Inglorious Bastards, aber der Film unterhält, wie man es von Tarantino erwartet. Sobald wir von Tarantino sprechen, finden wir uns eh, in einer filmisch höheren und aus den üblichen Durchschnitts-Gewalt-Ballereien stechenden Liga wieder und die wenigen Kritikpunkte sind nur für die größeren Cineasten oder Comicstilhasser sichtbar.

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                                            Codebreaker 11.09.2014, 19:38

                                            QUENTIN TARANTINO #8 - DJANGO UNCHAINED

                                            Die erste Sichtung erfolgte im Kino und bracht 8,5 Punkte mit sich. Bei der zweiten Sichtung änderte sich punktemäßig nichts und nun, nun kann ich einfach nicht anders. Nach der dritten Sichtung und somit dem ersten Mal im Originalton, muss ich diesen Film einfach zum Lieblingsfilm ernennen. Damit ist DJANGO UNCHAINED nun nach RESERVOIR DOGS und INGLOURIOUS BASTERDS mein dritter Lieblingsfilm von Quentin Tarantino. Und leider endet diese Werkschau von ihm nun auch mit diesem Film hier. Wie bei INGLOURIOUS BASTERDS, gilt auch hier: SPOILER!

                                            Es fällt mir echt etwas schwer einen geeigneten Einstieg zu DJANGO UNCHAINED zu finden, denn irgendwie kann man so viel über diesen Film sagen und gleichermaßen bedarf der Film eigentlich auch nur weniger Worte. Diese Ode an den Western, diese Geschichte über die Sklaverei, dieser Rachefilm, diese, wiedereinmal, gelungene Satire, dieser Film, ist einfach wieder unglaublich genial. Sowohl was den Aspekt "Unterhaltung" angeht, wie auch vielen anderen Punkten die hier drin stecken: tolle Schauspieler, grandiose Dialoge, viele bunte Figuren, eine wunderschöne Landschaft bzw. Setting, ein extrem cooler Score, die Bilder stimmen und natürlich ist auch die Geschichte in ihrem gesamten Ausmaß spitze.

                                            Doch langsam, wo fangen wir nun an? In DJANGO UNCHAINED geht es, wer hätte es anders gedacht, um Django. Der Sklaven, der "Gefesselten", der Nigger ohne Freiheit. Doch dann wird er befreit, durch die Hilfe des deutschen Kopfgeldjägers Dr. King Schultz. Beide tun sich zusammen, werden Freunde und wollen gemeinsam Broomhilda befreien, Djangos Geliebte. Dabei kann man den Film als vieles bezeichnen, als Buddy-Movie, als Road-Movie, natürlich als Western, in erster Linie ist es aber die Geschichte eines Mannes, der in Ketten ist und sich dieser befreien will. Django, anfangs sind die Ketten noch sichtbar, Schultz befreit ihn davon, doch ist er danach wirklich frei? Eigentlich nicht, er ist immer noch unscheinbar, steht im Schatten seines "Meisters", ist auf ihn angewiesen. Wirklich glänzen kann er nicht, lediglich ab und an schafft er es mal selbst etwas beizutragen. Natürlich sind Schultz und er "Freunde", natürlich ist Django augenscheinlich frei, aber irgendwie wirkt er die ganze Zeit über als ein eher farbloser Charakter, der im Hintergrund agiert. Die ganze Zeit über wirkt Schultz wie die Hauptfigur. Erst als dieser dann stirbt, als er sozusagen die Bühne räumt, kann Django glänzen, erst dann kann er sich entfalten, erst dann ist er wirklich "unchained". Erst dann räumt er auf, metzelt vor sich hin und schafft es letztendlich auch seine Broomhilda zu befreien. Und eines ist sicher, dann legt er richtig los. Hier sieht man ersteinmal, wie klasse diese Figur, die im Großteil des Filmes so unscheinbar wirkt, eigentlich ist.

                                            "Seventy-six years, Stephen. How many niggers you think you seen come and go? Seven thousand? Eight thousand? Nine thousand? Nine thousand nine hundred and ninety nine? Every single word that came out of Calvin Candie's mouth was nothing but horseshit, but he was right about one thing: I am that one nigger in ten thousand."

                                            Und das hat Jamie Foxx auch toll rüber gebracht, erst unsicher, zurückhaltend und beeinflusst, durch Schultz geprägt und als dieser dann weg ist explodiert er förmlich. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Django bis zu diesem Punkt "schwach" war, was mich direkt zum Thema bringt: diese ganze Rassismus-Seite.

                                            Wie schon bei INGLOURIOUS BASTERDS, da waren es die Nazis, wird auch dieses Thema von verschiedenen Seiten betrachtet. Natürlich, wir sehen hier wie die Schwarzen verachtet werden, was sie ertragen müssen, wie hart ihr Leben ist. So hart, dass sie sogar gegeneinander kämpfen, wobei sie vielleicht nur eine Woche länger überleben. Wir sehen wie erstaunt die Menschen sind, sobald sie einen "Nigger" auf einem Pferd sehen. Wir sehen den Ku-Klux-Klan. ABER wir sehen auch, dass Rassismus nicht unbedingt von Weißen gehen aus bzw. dass es oft auch einfach eine Sache der Macht ist. Wie man damit umgeht, wenn man welche hat. Am besten dargestellt durch die Figur "Stephen", auch Django zählt hier mit rein.

                                            "You niggas gon' understand something about me! I'm worse than any of these white men here! You get the molasses out your ass, and you keep your goddamn eyeballs off me!"

                                            Mal zu den Figuren: wieder mal haben wir hier eine Vielzahl grandioser Figuren. Zu Django habe ich bereits alles gesagt. Dr. King Schultz wirkt stellenweise leider wie ein "Schatten" von Hans Landa, obwohl er eigentlich etwas anderes ist. Das hier ist kein Opportunist, keiner der nur an sich denkt und das tut was für IHN das Beste ist, sonder das hier ist ein guter Mensch. Einer, der einem Gefangenen, einem Sklaven in die Freiheit verhilft. Dann haben wir dieses unheimliche, diabolische, furchteinflößende Gespann aus Calvin Candie und Stephen. Ich finde die Beiden müssen zusammen sein, allein sind Beide nicht der Rede wert. Candie scheint teilweise nicht sonderlich klug, er überstürzt vieles, er denkt oft nicht nach und scheint auch, wie gesagt, nicht der Hellste (wie man bspw. bei dem Gespräch über Alexandre Dumas merkt). Er ist ein Sadist, einer der gerne spielt, vor allem mit seinem Opfer, aber nicht mehr. Stephen hingegen ist ein, von Macht zerfressener, schlauer und furchteinflößender Kerl. Was will er aber machen? Er ist im Endeffekt auch nur ein "Nigger". Er ist der Verstand des Duos und Calvin ist dann der, der das ausführt. Gemeinsam sind die Beiden unglaublich geniale Bösewichte.

                                            Im Übrigen sind die Schauspieler dabei auch klasse. Die Rolle mag auf Waltz zugeschnitten sein, deshalb hätte der Oscar vielleicht auch nicht unbedingt sein müssen (wenn ich mich auch für ihn gefreut habe), viel mehr hätte diesen Samuel Jackson bekommen sollen, denn was der hier als Stephen abliefert ist aller erste Sahne! So furchteinflößend, so abgedreht, so überzeugend. Auch Leonardo DiCaprio beweist wieder, was für ein toller Schauspieler er ist.

                                            Was mich bisher bei jeder Sichtung etwas gestört hat, war dieser abrupte Bruch gegen Ende des Filmes. Wir haben einen Showdown, Schultz und Candie sterben und Django räumt schon etwas auf, dann wird aber die Luft rausgelassen und Django scheint besiegt. Irgendwie wirkte das immer unglaubwürdig und unnötig, als wolle man den Film nur strecken. Aber so ist es nicht. Diese Sequenz MUSS da sein, dann das ist der Moment, in dem Django selbst glänzen kann, in dem er eben entfesselt ist. Hier agiert er nun vollkommen allein. Man merkt, dass Tarantino hier viel rausschneiden musste, mit mehr Zeit wäre das vielleicht etwas glaubhafter gewesen, aber so wie es gemacht wurde, war es schon gut.

                                            Bevor ich hier noch weiter ausufere: DJANGO UNCHAINED ist ein genialer Film, der vieles aussagt, der tolle Figuren hat und super unterhält. Und bestimmt ist er auch der Lustigste Tarantino. Ich kann wie gesagt nicht anders, ich habe diesen Film nun drei Mal gesehen und könnte ihn sofort wieder sehen. Wenn ein Film so etwas schafft, dann muss das etwas bedeuten. Toller Film, wieder Mal und der Beweis, dass Tarantino, für mich, einfach einer meiner liebsten Regisseure ist.

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                                              JonnyvsSherlock 08.09.2014, 23:01

                                              Dr. King Schultz: "I wish to parlez with you."
                                              Dicky Speck: "Speak English."
                                              Dr. King Schultz: "Oh, I'm sorry, please forgive me. it is a second language."

                                              Tarantino macht seine zweite Abhandlung eines weltgeschichtlichen Themas. Diesmal in Form eines blutigen Westerns, durchtränkt mit unzähligen anderen Genreversatzstücken.
                                              Erzählt wird die Geschichte eines Sklaven, der den Aufstieg vom Kopfgeldjäger zum heldenhaften Rächer macht. Die Story sieht sich selbst als Variante der klassischen Heldensage. Die Anspielung auf die Nibelungen Saga ist kein Zufall. Django ist der Retter, der Rächer, das Symbol der Freiheit. Besonders in epischen Momenten, wenn beispielsweise eine Kamerafahrt auf Django, begleitet von heroischer Musik, ankündigt, dass er gleich einen grausamen Sklavenpeiniger erschießt. Mit den Worten: "I like the way you die, boy." auf den Lippen sieht er dem Übeltäter beim Sterben zu. Aufgeweckte, freudige, frenetische Blicke heften sich auf Django. Hier wird klar, dass es eindeutig das erwähnte Material als Genrekonstrukt abseits des Westerns verwendet. Interessant ist, wie widerstrebend Dr. Schultz's Version der Nibelungen Saga ist. Hier stellt er Brunhilde als typische Damsel in Distress dar. Dabei ist sie doch in so vielen Versionen genau das Gegenteil. Eher eine Kriegerin. Diese Abweichung entspricht ganz und gar der Broomhilda im Film. Überhaupt kann man ihre so seltsam in den antifeministischen Hintergrund gerückte Rolle sowieso nicht als groben Schnitzer verurteilen. Broomhilda lässt sich ständig retten, schreit vor Angst und fällt bei Djangos Anblick in Ohnmacht. Es ist viel zu offensichtlich und eindeutig beabsichtigt. Wie in jeder deutschen Sage halt ein Berg vorkommen muss, muss es in einem Western eine Frau zu retten geben. All dies dient dem Sagenhaften, ist nichts weiter als ein weiterer Genreseitenhieb seitens Tarantino. Und man muss schon verdammt oft darüber nachdenken, um es so zu verstehen. (Trotzdem bleibt die fehlende Präsenz der Frau ein winziger Wermutstropfen. Immerhin sieht man als kleine grinsende Anspielung ganz am Ende, wie Broomhilda beim Wegreiten ein Gewehr zieht)
                                              Überhaupt wird im Film sehr gerne mit falschen Informationen gespielt. Dr. Schultz erwähnt gegenüber Calvin Candy, Alexandre Dumas sei schwarz gewesen. Der aufmerksame Zuhörer wird wissen, dass das bloß eine kleine Lüge war, um Candy außer Fassung zu bringen. Dumas war nicht schwarz. Aber er war mit einer schwarzen Sklavin zusammen und hatte 4 Kinder mit ihr. Sie und die Kinder wurden später als Sklaven verkauft. Alexandres jüngerer Bruder war sogar Plantagenbesitzer.
                                              Mit solchen genialen Verfremdungen spinnt Tarantino sein eigenes Universum. Und wieder schafft er es, eine Zeit greifbar zu machen. Auf den zweiten oder dritten Blick fällt sogar auf, dass es im Prinzip die gleiche Herangehensweise wie in "Inglourious Basterds" ist. Der schwarze Rächer wandert gegen Ende auf dem schmalen Grat zum Rassisten, wie die Basterds beinahe faschistisch vorgehen. Wieder sehen wir die Grausamkeiten von einer unheimlich durchdachten Metaperspektive aus. Dass der Film für solch eine Wucht von einer Botschaft "nur" 159 Minuten benötigt, ist schon beinahe ein Wunder.
                                              "Django Unchained" ist ein unglaublich komplexes Werk, dass so unfassbar unterhaltsam verpackt ist, dass man mal wieder völlig unmerklich zum Nachdenken angeregt wird. Das beginnt bei einer Inszenierung, die man so von keinem anderen hätte sehen können. Zooms und Kamerafahrten spielen auf alte Westernfilme an und jedes Bild hat eine Bedeutung, einen Sinn im Film. Wenn man Dr. Schultz und Django das erste Mal durch die Stadt reiten sieht, reitet Django so an einem Galgen vorbei, dass sein Kopf für einen Moment lang genau in der Schlinge ist. Eine geniale Methode diese Absurdität einzufangen. Dass, was die Leute am meisten erstaunt ist der "Nigger on a horse.." und nicht der riesige Zahn auf der Kutsche.
                                              Wenn es zu den Schießereien kommt, die hauptsächlich im Töten von Verbrechern und Djangos Racheakten bestehen, dann gibt es comichaften Splatter, reißerisch stilisierte Gewalt. Richtet sich die Grausamkeit allerdings gegen die Sklaven und Unterdrückten, wird abstoßend realistisch draufgehalten. Gerade was das angeht, wird hier unglaublich viel mit kleinen Flashbacks gearbeitet. Das verleiht der für Tarantino ungewöhnlichen Stringenz der Handlung ein wenig Abwechslung und ist zudem genial eingebettet. Broomhildas Auspeitschung und ihr gemeinsamer Fluchtversuch mit Django, unterlegt mit dem Song "Freedom" ist ein packender Gänsehautmoment. Die Auswahl der Musik ist in diesem Film wieder Tarantino typisch mutig und absolut umwerfend. Sogar die umstrittenen Rap Einlagen ergeben eine mitreißende Komposition mit den Bildern. Der Ku-Klux-Klan reitet in einem unvergesslichen Bild zu Verdis Requiem einen nächtlichen Hügel hinunter. Django und Dr. Schultz werden zu Jim Croce's "I Got a name" zu Partnern. Nicaragua von Jerry Goldsmith begleitet bedrohlich den Weg zur Candyland Farm, nachdem ein Sklave von Hunden zerfleischt wurde. Ennio Morricones geniale Soundtracks durchziehen natürlich den ganzen Film und auch das originale Django Theme darf nicht unerwähnt bleiben. Die Musik in "Django Unchained" ist in allen Belangen einfach perfekt.
                                              Um wieder zur Grundlage des Films zurückzukommen, muss ich mal wieder die unglaublichen Charaktere loben. Der nun schon mehr als oft genug erwähnte Django weckt ungemeine Sympathie im Zuschauer. Als irgendwie Unwissender entwickelt er sich zum Lernenden und schließlich zum Urteilenden, erlebt die Reise des Helden. Jamie Foxx kann den erstaunlich farblosen Charakter mit einer absolut gekonnten Coolness darstellen. Sein Mentor stellt sich als eine der unvergesslichsten Filmfiguren überhaupt heraus. Dr. King Schultz, der deutsche Kopfgeldjäger, der sich als Zahnarzt ausgibt. Mit einem wahnsinnigen Wortwitz und einer lässigen Brillanz beflügelt er jede Sekunde des Films, hat aber trotzdem seine Macken, was sich besonders in der zweiten Hälfte des Films bemerkbar macht. Christoph Waltz spielt die Rolle, die für ihn geschrieben wurde. Er übertrifft sich selbst und hat den Oscar in meinen Augen völlig zu Recht bekommen. Jede Nuance des Mannes zeigt sich in seiner Gestik und in seiner Mimik und besonders sprachlich klappt einem bei diesem Schauspiel gerne mal die Kinnlade herunter. Womit man gleich zu DiCaprio übergehen kann, der sich hier einen Südstaatenakzent antrainiert hat und überhaupt absolut ungewohnt spielt. In einer so fiesen Rolle hat man ihn wohl noch nie gesehen. Aber Leo liefert hier wieder eine Glanzleistung ab. Besonders während seinem Vortrag über Rassenlehre hätte ich ihm am liebsten den Kopf abgehackt, um zu beweisen, dass ihm die Schädelkerben für menschliches Mitgefühl fehlen.
                                              Schön ist es, mal wieder Samuel L. Jackson sehen zu können. Und der hat mal wieder einen genialen Charakter zu mimen. Stephen, der rassistische, schwarze Butler. Manchmal hab ich mich weggeschmissen vor Lachen, manchmal nur freudig gestaunt über die Kreativität hinter dieser Figur. Jackson spielt klasse. Sein Blick, als die Neuankömmlinge in Candyland auftauchen, beweist, dass Make-Up für einen Schauspieler wie ihn im Grunde überflüssig ist.
                                              Natürlich ist Tarantinos neuester Film wieder ein Zitatfeuerwerk geworden. Und was für eins! Alleine die Sätze, die aus dem Mund des kultigen Kofgeldjägers Schultz kommen, können nur aus einer Feder stammen. In diesem Fall wird das Verbalscharmützel erstaunlich kurz auf den Punkt gebracht. Das hat aber keinen Qualitätsunterschied zur Folge. Ganz im Gegenteil:
                                              Stephen: "I count six shots, nigger."
                                              Django: "I count two guns, nigger."

                                              "Django Unchained" ist unvergleichlich. So locker leicht und unterhaltsam. Und doch so vielsagend und schwer durchschaubar. Das Konzentrat eines Drehbuchs, auf die Leinwand gezaubert wie ein sprechendes Plakat. Ein unvergessliches Blutbad, das von jedem Mal aufs Neue begeistert.

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                                                vega_vincent 08.09.2014, 07:35

                                                Tja, was soll ich sagen? Den Hype um diesen Film kann ich nicht nachvollziehen. Der Film ist sehenswert, keine Frage – gute Darsteller, schräge Charaktere, noch schrägere Dialoge, Tarantino-typisches Gesplatter, tolle Aufnahmen, tolle Regie, tolle Kamera … Von einem Mr. Tarantino erwarte ich persönlich aber (deutlich) mehr. Enttäuschenderweise fand ich die Musik nur mässig gut. Ein Übergang zwischen zwei direkt aufeinander folgenden Stücken war so grob, dass ich sogar gestutzt habe. Die Stücke waren zu plump gewählt. Kein Vergleich zur Szene in Jackie Brown, wo alle zum Kaufhaus unterwegs sind! Die Geschichte war viel zu gewöhnlich (für Tarantino-Verhältnisse) und zu ernst. Kein wahnwitziger Trip, sondern eine schnöde Liebes-/Rache-/Buddy-Geschichte. Klar, ist ja witzig, dass Tarantino seine eigene Version der Nibelungen-Saga abliefert, aber so witzig dann auch wieder nicht. Der Nigger on a horse-Running Gag war auch nur beim ersten Mal halbwegs witzig. Fazit: Sehenswert, aber nicht auf gewohntem Tarantino-Niveau.

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                                                  B.Snyder 03.09.2014, 01:14

                                                  Ein Film mit einer Länge von 2 Stunden 40 Minuten und ich hab mich nicht eine Sekunde gelangweilt. Tarantino bringt hier einen großartigen Western auf die Leinwand, der vorallem durch seine Darsteller punktet. Mein persönlicher MVP ist Christoph Waltz, der durch seinen Charakter immer für ein Schmunzeln gut ist. Aber auch Foxx (den ich nochmal hervorheben will, einfach großartig), DiCaprio und Jackson machen ihren Job große Klasse. Die Story hat mir sehr gefallen und den Soundtrack fand ich ebenfalls super. Auch toll wie hier ein Mix aus unglaublicher Brutalität und Ernsthaftigkeit auf der einen Seite und Humor auf der anderen Seite geschaffen wird. Am Ende ein Film für den ich eine klare Empfehlung aussprechen kann.

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                                                    wertikaner 31.08.2014, 22:43

                                                    -Spoilerfrei-

                                                    Django Unchained,wie Tarrantino anfängt sich selbst zu kopieren.

                                                    Ein über Jahre hinweg von Medien gezüchteter Diskussion`s und Marketing-Hype um jeden neuen Tarrantino Film zwingt die Ikone förmlich dazu sich selbst zu kopieren und dass Bedürfnis der Masse zu befriedigen.

                                                    Jeder neue Tarrantino Film wird im Vorfeld bereits in Hysterie artiger Atmosphäre analisiert,gehypte und mit Fakten zu Hintergründen erschlagen. Dies begann für mich bereits mit Kill Bill wo ich Tarrantino schon nicht mehr ganz zu folgen vermochte.

                                                    Django Unchained ist so etwas wie ein Pflichtgang einer potenten Zielgruppe der Mittzwanziger und Dreißiger. Wir sind mit Tarrantino Filmen groß geworden und würden Kritik wenn überhaupt nur im stillen äußern. Über einen Tarrantino Film schlecht zu sprechen ist schon vergleichbar geworden mit "dass macht man einfach nicht" so scheint es.

                                                    Die berühmte Tarrantino -Ironie überstrahlt in beinahe jeder Scene dass eigentliche Geschehen.Witze ersticken in vorhersehbarer Tarrantino Logik und lassen die Geschichte gekünzelt wirken.Teilweise war der Film unfreiwillig komisch und hatte mehrere Längen. Abgesehen vom unmittelbaren Unterhaltungswert sind aber jegliche Innovativen Muster in der erzählten Geschichte eines Tarrantino verschwunden. Die überzeichnete Gewalt und Ironie kann für mich nur mäßig den realen Handlungsstrang der Sklaverei überdecken,mit diesem Wissen macht der Film gleich weniger Spaß. Dass war in früheren fiktiven Geschichten Tarrantinos leichter zu schlucken. Als Hintergrund für einen Action Film war dies die denkbar schlechteste Thematik. Die HipHop Elemente waren fast störend wobei dessen Hintergrund natürlich klar ist. Dass man bei Tarrantino nicht unbedingt faktische Realität zu sehen bekommt weiß man,dennoch störten mich in diesem Umfeld dass mischen von Fakten und Vermutungen vor diesem Hintergrund. Ja Tarrantino versucht nicht die Geschichte aufzuarbeiten sondern eine gute Geschichte zu erzählen nur dies ist ihm für mich dass erste mal nicht gelungen,so ist es leider.

                                                    Dem entgegen wirken tolle Schauspieler,Fantastische Sets,wendige Dialoge,gute Kameraführung ,wenig Spezialeffekte, die Einbindung einer Deutschen Heldensage und ein wie immer grandioser Soundtrack.

                                                    Dies dürfte allen ewigen Tarrantinos Fans "wie mich selbst" reichen um in jeden neuen Streifen zu gehen und der Rest wird von dem Hype angezogen. Alle sind glücklich bis auf einige wenige wie ich es einer bin der meint dass der Meister Erzähler Tarrantino anfängt sich selbst zu kopieren. Dass hoffe ich war eine Eintagsfliege.

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