Ein weiterer hieb- und stichfester Beweis dafür, dass es Kevin Smith wie kein Zweiter versteht, an gutem Geschmack und vorallem an meinem persönlichen Humorzentrum gezielt vorbei zu navigieren. "Dogma" genießt landauf-landab den Ruf einer gelungenen Satire, einer grotesken Abrechnung mit Glauben, Moral und der kirchlichen Definition von beiden. Während der zweistündigen Selbstkasteiung, sowie innerhalb der Zeit, die seitdem vergangen ist, frage ich mich stetig: Wo soll sie sein, die Satire?
Ist sie versteckt in den nonexistenten Engelsgenitalien? Verbirgt sie sich hinter den zwei eklig-peinlichen Nerdvisagen? Ist sie in der Metaebene der ganzen schlimmen und total-trendy-gewagten Schimpftiraden verborgen? Klemmt sie im Lauf der Desert Eagle des gefallenen Engels fest, und wartet auf den nächsten Headshot?
Die Liste an filmischen Schmutz liese sich weiter fortführen, einzig es fehlt mir die Muse dazu, es zu tun. "Dogma"…
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Ein weiterer hieb- und stichfester Beweis dafür, dass es Kevin Smith wie kein Zweiter versteht, an gutem Geschmack und vorallem an meinem persönlichen Humorzentrum gezielt vorbei zu navigieren.
"Dogma" genießt landauf-landab den Ruf einer gelungenen Satire, einer grotesken Abrechnung mit Glauben, Moral und der kirchlichen Definition von beiden. Während der zweistündigen Selbstkasteiung, sowie innerhalb der Zeit, die seitdem vergangen ist, frage ich mich stetig: Wo soll sie sein, die Satire?
Ist sie versteckt in den nonexistenten Engelsgenitalien?
Verbirgt sie sich hinter den zwei eklig-peinlichen Nerdvisagen?
Ist sie in der Metaebene der ganzen schlimmen und total-trendy-gewagten Schimpftiraden verborgen?
Klemmt sie im Lauf der Desert Eagle des gefallenen Engels fest, und wartet auf den nächsten Headshot?
Die Liste an filmischen Schmutz liese sich weiter fortführen, einzig es fehlt mir die Muse dazu, es zu tun. "Dogma" ist in vielerlei Hinsicht die konsequente Weiterentwicklung dessen, was mit "Clerks" seinen unheilvollen Anfang nahm: Ein nervtötender Reigen aus Zoten und platten Popkulturverweisen, legitimiert unter dem Deckmantel des dehnbaren Begriffs der Satire. Außerdem: Hey, es geht gegen die Kirche - da braucht es ja nicht viel um für selbstgerechtes Schenkelklopfen zu sorgen.
Smith will in "Dogma" keine Missstände kritisieren, letztendlich will er seinen Zuschauern überhaupt nichts sagen - sein Thema ist wie die Mehrzahl seiner Pointen Kalkül, keine Profession. Er zelebriert uralte Klischees, er erfreut sich an jedem vermeintlichen Tabubruch, ganz gleich wie nutzlos und irrelevant er auch sein mag. Dabei ist "Dogma" selten schonungslos, dafür umso öfter einfach niveau- und witzlos.
Fast möchte man Smith und seinem Cast dafür danken, dass sie bei der Kritik keine Zugeständnisse zulassen, sondern den inadäquaten inhaltlichen Unzulänglichkeiten auch noch einen gehörigen Batzen an handwerklichem Unvermögen beimischen: Sämtliche Spezialeffekte (mit denen der Film trotz offensichtlicher Defizite nicht geizt) sind grottig; unter den Darstellern weiß einzig Rickman mit seiner sichtlich gelangweilten Darstellung der göttlichen Gegensprechanlage Metatron halbwegs zu überzeugen. Der Rest schlafwandelt durch das smith´sche Paralleluniversum und manövriert sich von einem Drehbuchloch ins nächste.
Das Schlimme an "Dogma" ist in letzter Konsequenz, dass er die meisten Cineasten mehr aufregen dürfte, als etwaige Glaubensfanatiker. Smith´Film spaltet sein Auditorium - anders als die Pythons - nicht wegen verletzer Glaubensüberzeugungen oder Moralvorstellungen, sondern mit der Frage, ob man bereit ist, sich pubertäre Plattpointen als intellektuelle Scheinentthronung verkaufen zu lassen.
"Dogma" wird sein Publikum unter frustrierten Agnostikern und Kirchengegnern, die unreflektiert alles goutieren, was aus der vermeitlich aufgeklärten Ecke kommt, finden, daran besteht kein Zweifel. Aber fernab dieser Zielgruppenstreichelei liefert Smith einen weiteren Nagel zu seinem Sarg ab.
[...] Wenn Smith die gängigen Vorstellungen des Christentums nicht gerade demonstrativ ins genaue Gegenteil verkehrt, bietet er in „Dogma“ eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit dem Thema Religion, stets begleitet von viel Ironie und brillant geschliffenen Dialogen, wo wie immer kein Blatt vor den Mund genommen wird. Inhaltlich ist der Film so kontrovers, dass sich eine Analyse gar nicht erst lohnt. Es sei lediglich gesagt, dass „Dogma“ – darin liegt die Eleganz – sowohl die Grundhaltung treuer Kirchgänger als auch die Grundhaltung erklärter Atheisten weder bedienen noch angreifen will. Das letzte Wort hat jedenfalls immer Regisseur und Autor Kevin Smith selbst, da er im Vor- und Abspann ausdrücklich erwähnt, dass es sich um reine komödiantische, nicht ernstzunehmende Fiktion handelt und weil er schlicht und ergreifend selbst ein gläubiger Christ ist. [...]
Auch der vierte Film von Kevin Smith ist eine perfekte Komödie mit einem kräftigen Schuss Selbstironie, der selbst die etwas ernsthafteren Szenen zur besten Unterhaltung werden lassen.
Muss man eigentlich jede Filmkritik zu diesem Film damit beginnen, dass er sich über die Form lustig macht, wie der Glaube heutzutage ausgeübt wird? Eigentlich nicht. Doch er macht sich über Form lustig, wie der Glaube heutzutage ausgeübt wird - und trifft dabei immer wieder ins Schwarze. Loki war für Soddom und Gommorah, die Plagen und die Sintflut verantwortlich (“Mit Streichhölzern ein Feuer machen kann jeder. Aber Schwefel regnen zu lassen, das ist ein ganz anderes Kaliber!”), Rufus wurde aus der Bibel ausgelassen, weil er schwarz ist, Gott geht gerne Minigolfen und ist eine Frau - und außerdem Alanis Morissette. Dazu ist Bethanin die Groß-groß-groß-[...]-groß-Nichte von Jesus - da gehören schon einige kranke Gedanken zu, und davon sind in dem Film einige vorhanden.
Das alles muss man aber akzeptieren, und solange man kein all zu streng gläubiger und spaßbefreiter Katholik ist, macht der Film dann auch richtig Spaß. Er macht sich im Übrigen ja auch gar…
Muss man eigentlich jede Filmkritik zu diesem Film damit beginnen, dass er sich über die Form lustig macht, wie der Glaube heutzutage ausgeübt wird? Eigentlich nicht. Doch er macht sich über Form lustig, wie der Glaube heutzutage ausgeübt wird - und trifft dabei immer wieder ins Schwarze. Loki war für Soddom und Gommorah, die Plagen und die Sintflut verantwortlich (“Mit Streichhölzern ein Feuer machen kann jeder. Aber Schwefel regnen zu lassen, das ist ein ganz anderes Kaliber!”), Rufus wurde aus der Bibel ausgelassen, weil er schwarz ist, Gott geht gerne Minigolfen und ist eine Frau - und außerdem Alanis Morissette. Dazu ist Bethanin die Groß-groß-groß-[...]-groß-Nichte von Jesus - da gehören schon einige kranke Gedanken zu, und davon sind in dem Film einige vorhanden.
Das alles muss man aber akzeptieren, und solange man kein all zu streng gläubiger und spaßbefreiter Katholik ist, macht der Film dann auch richtig Spaß. Er macht sich im Übrigen ja auch gar nicht über den Glauben oder Gott lustig, sondern über den Glauben heute - es sollte nicht etwas sein, wovor man Angst haben sollte, sondern etwas, dass einem Freude macht - und das versucht einem Kevin Smith mit diesem Film (und mit Unterstützung von “Kumpel Christus”) klar zu machen. Also nichts, worüber man sich aufregen müsste.
Leider übertreibt es “Dogma” dann ab und zu mit der christlichen Belehrung. Ok, Belehrung ist das falsche Wort, wirklich was lernen kann man hier nicht. Doch wenn über die gesamte Laufzeit im Grunde nur über Gott geredet wird (Jesus war übrigens auch schwarz), dann kann einem das schon ein wenig auf die Nerven gehen. Aber nur ein wenig. Die Schauspieler agieren von ganz ok (Ben Afflek, Alanis Morissette, Salma Hayek) bis gut (Matt Damon) und sehr gut (Alan Rickman) und hinterlassen so ein solides Gesamtbild und der Witz ist größtenteils auch auf einem guten Niveau - wenn man von dem “Scheiß-Dämon aus Golgatha” mal absieht, aber seine Entstehungsgeschichte ist wiederum recht lustig. Auch lustig: Beschwert sich Metraton am Anfang noch, dass sich niemand auskennt, wenn es nicht um Filme geht, scheint er am Schluss nur noch in Filmzitaten zu sprechen. Hier ist fröhliches Mitraten angesagt, mein Lieblingsspruch: “Es ist ganz einfach: Auftragen - und polieren!” (und, welcher Film?). Aber seht selbst.
“Dogma” funktioniert als Komödie mit letztendlich dann doch vorhandener, wenn auch durchgeknallter Handlung, sehr gut und macht Spaß. Doch in die Kirche geh ich erst wieder, wenn Kumpel Christus dort auf mich wartet.
Kevin Smith hat bei einer Demonstration religiöser Dogma-Gegner vor einem US-Kino ein Schild getragen, auf dem stand: "Dogma is Dogshit!", er selbst streitet das bis heute ab.
Sagt wikipedia.de.
Aha.
Ich habe eigentlich nie ein Problem mit Filmen, die sich selbst lieben.
Dogma liebt sich selbst sehr. Dogma findet sich selbst ganz aussergewöhnlich und ziemlich provokant.
Im Endeffekt ist Alan Rickman ein Garant für anständiges Schauspiel und charakterstarke Rolleninterpretation, die "Protagonisten" überzeugen nicht grundsätzlich, scheinen aber irgendwie Spaß am Dreh gehabt zu haben, wodurch auch das Zuschauen irgendwie wieder Spaß macht. Viele Ideen sind ein bisschen unausgegoren,der Film krankt daran, dass er einfach zu viel sagen will, er überflutet sich selbst mit Ideen und scheitert an der klaren Umsetzung.
Dogma ist keine Satire, Satire ist nämlich feingeistig und schneidet wie ein feines Messer ins Fleisch des Zeitgeistes. Dogma ist nicht das Messer, sondern der Schnitzelklopfer.
Aber auch ein Schnitzeklopfer ist ein nützliches Küchenwerkzeug.
Was nicht heisst, dass dieser Film nicht unwahrscheinlich spaßig ist.
Man darf halt nicht erwarten, mit viel - na ja - Feingeist unterhalten zu werden.
Ist ja auch egal - ich persönlich wurde unterhalten, dafür braucht man nicht immer feingeistig zu sein =)
Noch einer für die Ikonoklasten oder Hollywood-Spinner und für alle anderen ist das sone Art Baby-Nahrung. Aber immerhin tanzt Salma Hayek (wieder) auf einem Tisch und der Alan Rickman spielt mit.
nach das leben des brian auch mal ein moderner kultklassiker, wenn es darum geht, dem ollen schmöker mal ein paar humorvolle töne zu entlocken. auf der basis des besten - nämlich des schwazen - humors natürlich. und ich kenne viele streng religiöse in meinem umfeld, die den film einfach nur hammermäßig finden, weil er ziemlich gezielt auf und vor allem exakt auf viele aspekte des christlichen glaubens abzielt und sie ad absurdum führt. meiner meinung daher ein nicht nur witziger, sondern auch notwendiger film. nur das ende hat mich etwas enttäuscht, weil der film da den pfad der satire zt inkonsequenter weise verlässt und etwas ins supernatural artige effektkino überwechselt, daher der kleine aber feine abzug.
Ich habe sage und schreibe 4 Anläufe gebraucht, um den Film ganz zu sehen. Jedes mal im TV habe ich nach irgendeiner Werbung abgeschaltet, weil ich den Anfang zum Gähnene fand. Aber als ich dann das erste Mal die erste halbe Stunde überstanden habe, konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, was das vormalige Abschalten sollte.
Der Film bietet wirklich schöne Unterhaltung und äußert nebenbei mir nichts dir nichts etwas seichte und berechtigte Kirchenkritik. Das Herausragen Allan Rickmanns hier, was immer wieder betont wird kann auch ich nur bestätigen, ebenso wie die gefallenen Engel, die Witze sowie das Showdown. Schön gemacht :)
Ganz netter Film, der sicherlich Spaß machen kann. Doch auch ein Film der ziemlich nerven und auch kaum ernstgenommen werden kann. Es ist für viele sehr verschieden die den Film versuchen zu bewerten, was aber auch kein Wunder ist bei der Handlung. Es wird auch sicher Menschen geben, die das ganze einfach geschmacklos fanden. Das ist es vielleicht auch, doch man sollte es nicht allzu ernst nehmen. Es soll in erster Linie nur unterhalten. Trotzdem fehlt dem Film eine gewisse brisanz. Die Logiklöcher sind auch ziemlich nervtötend. Der Anfang bis zum Anfang der Mitte macht einem Mut auf mehr, macht auch großen Spaß, vorallem mit den beiden sehr gut ausgewählten Schauspielern wie Matt Damon und Ben Affleck. Jedoch verliert der Film seine guten Szenen dann auch irgendwann ab Mitte und wird auch immer schlechter, bis man ihn irgendwann gar nicht mehr ernst nimmt. Eins muss man jedoch wirklich loben. Die Besetzungen sind wirklich 1A. Von Affleck zu Hayek, bis zu Chris Rock. Sie machen ihre Sache wirklich gut. Bis auf "Gott", in dem Film wohlgemerkt.
Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr erhofft. Der Film beginnt sehr stark und schon der Vorspann bringt zum Lachen, schürt aber auch falsche Hoffnungen. Ich hätte mir den Film satirischer und bissiger vorgestellt. Stattdesen ist er eine nette Komödie mit wirklich witzigen Dialogen und netten Charakteren. Besonders gut hat mir das Duo Ben und Matt gefallen . Zum Ende hin wird der Film dann leider etwas trashig und zieht sich. Ingesamt aber ein netter Film mit einigen kultverdächtigen Zitaten , wer aber viel Religionskritik und Satire erwartet wird enttäuscht.
Hmm.. Schwierig, dem Ganzen eine Wertung zu geben...
Der Film erinnerte mich an den Witz:
Jurij Gagarin, der erste Mensch im Weltall, hat ein Treffen mit Staats- und Parteichef Chruschtschow. "Hast du da oben Gott gesehen?", fragt Chruschtschow. "Ja, das habe ich.", meint Gagarin. "Das habe ich mir gedacht - hier hast du 10.000 Dollar, und kein Mensch erfährt davon!" Später hat Gagarin eine Audienz bei Papst Johannes XXIII. "Hast du da oben Gott gesehen?", fragt der Papst. "Nein", meint Gagarin. "Das habe ich mir gedacht - hier hast du 10.000 Dollar, und kein Mensch erfährt davon!" Schließlich hat Gagarin ein Meeting mit dem Präsidenten der USA, Kennedy. "Hast du da oben Gott gesehen?", fragt Kennedy. "Ja", meint Gagarin. "Nun, letztlich ist mir das ja egal. Ich habe genauso viele Atheisten wie Theisten unter meinen Wählern." "Sie ist schwarz..."
Also zurück zum Film, der in meinen Augen blasphemisch und ganz bestimmt weniger harmlos ist, als zum Beispiel "Das Leben des Bryan". Doch in allem was ich bei Dogma sah, fühlt man trotzdem den Glauben (der Macher), die Existenz Gottes wird nie in Frage gestellt, aber seine Erscheinung und die Details seines Wirkens. Es wird (im Gegensatz zu dem "Bryan") nicht die Absurdität des Glaubens in den Vordergrund gerückt oder sich über die Gläubigen lustig gemacht, sondern vielmehr über die Ungläubigen, die in dieser Konstellation (dass heißt, dass es im Film Gott gibt) stellenweise noch versuchen, ihre Coolness zu bewahren :-)
Der Humor ist teils gut gelungen, teils schmerzhaft.
Es werden zwischendurch schwierige theologische Fragen zum Nachdenken reingeworfen. Einige tiefsinnige Anspielungen sind auch dabei.
Alles in einem: kontrovers, provokant, aber letztenendes ein interessantes und sehenswertes Werk.
„I give you: the buddy Christ.“Hat mir insgesamt ganz gut gefallen, allerdings muss ich schon sagen, dass der Witz und der Funfaktor in der zweiten Filmhälfte weniger wurden. Für mich waren während den 2 Stunden zu viele Erklärteile dabei, wo ausführlichst (natürlich, woher soll man das alles erraten können) erklärt wurde wer jetzt wer ist und um was es geht, was mit der Zeit etwas ermüdend wirkte. War insgesamt aber eine interessant Idee, ernst nehmen darf man den Film nicht, hin und da waren ein paar ernstzunehmene Punkte drin, sonst aber doch einfach eine fantastische Geschichte über 2 Racheengel (sehr gefallen hat mir Matt Damon, wenig Ben Affleck), die sich den Weg in den Himmel zurück erschleichen wollen. Die Auserwählte Bethany (Linda Fiorentino hat mir kaum gefallen, wenig Ausstrahlung, ich sage: Fehlbesetzung trotz Hauptrolle – Affleck war besser) wurde auf ihre Mission geschickt. Nichts Besonderes, aber weitgehend gut besetzt, neben den beiden Bösen die gute Szenen hatten, ham mir auch Jay + Silent Bob gefallen, Alan Rickman ist eh cool (“I’m as anatomically impaired as a Ken doll“), Chris Rock war etwas quasselig, aber ganz okay, so ging es gut dahin. Ach ja: Es wurde mächtig viel geflucht, ständig „fucks“ in allen Sätzen, musste wohl der gesamte Cast zur Beichte gehen – außer Silent Bob, der hat nichts gesagt. :D Am Ende wartete zwar keine Überraschung, bin dennoch zufrieden wie man hier vorging.
Nervtötender, polemischer nach dem Wort "Provokant (!)" bettelnder Unfug. Selbst ich - als jemand der sehr gerne über Witze mit Religion lacht - fand das überhaupt nicht witzig. Im Gegensatz zu "Life of Brian" wird daraus kein Gagfeuerwerk, sondern ein zum größten Teil durch komplett infantile Witzchen sich profilierender Blödsinn. Dazu ist Kevin Smith nie in der Lage kritische Aspekte einzusetzen oder etwas satirisch darzustellen. Schrecklich!
"Bettelnd", "nicht witzig", "infantil", "Blödsinn", "schrecklich" - vorbidlich die Worte gefunden, die Kevin Smiths gesamtes Werk zusammenfassend charakterisieren. Chapeau.
1979 zeigten Monty Python mit ihrem Leben des Brian, wie fantastisch und inspiriert eine Glaubenssatire ausschauen kann. 1999 zeigte Kevin Smith, wie albern und idiotisch eine solche sein kann. DOGMA ist ein ärgerlicher Versuch, sich über Religion, besonders den Katholizismus, lustig zu machen; zudem verpackt in einem üblichen US-Comedy-Stil inklusive viel Sexhumor und im wahrsten Sinne des Wortes Scheißwitzen.
Zwei Punkte für Alan Rickman und dem einigermaßen spannend gestalteten Storyverlauf.
Ich würde den Film deutlich höher bewerten, aber wenn man eine ätzende Heulboje wie die widerliche Morissette als Gott präsentiert, kann ich jede Ablehnung verstehen...
Ist es das Gespann Jay&Silent Bob oder doch Affleck&Damon das diesen Film so interessant macht ??!!
Tja es ist eben von beiden etwas, was diesen Film so Kultmäßig macht.
Für Katholiken mag das lustig sein, mir als Atheisten geht das am Arsch vorbei. Matt Damon + sein Kumpel Ben Affleck sowieso. Brüller-Po-Inte!
Alanis Morrisette als Gott ist natürlich klasse. Besonders wie sie da Handstand am Baum macht und ihre Buxe unterm Raffkleid zeigt.
Bunny-Faktor: 4 (es gibt hier nur ein Bunny: Jason Lee; für Kevin Smith setzt es Punkteabzug; okay okay, in seiner letzten Szene sieht auch Ben Arschleck sexy aus)
Das grosse Problem bei "Dogma" ist, dass er sich selbst witziger und provokativer findet, als er tatsächlich ist. Die meiste Zeit unterhält er ja ganz gut, zieht dann aber doch zu oft den Schwanz ein, genügt sich in seiner Coolness und verliert sich in Pseudo-kritischem Gelaber. Könnte einem ja alles Egal sein, aber der Film hat immer wieder richtig gute Ansätze, will dann aber auch niemand wirklich vor den Kopf stossen und wird dadurch beliebig, zum Ende hin dann sogar etwas Langweilig. "Dogma" verliert auch auch auffällig stark mit jeder Sichtung, da die Faszination für das Thema schwindet und die Hoffnung auf einen irgendwie gearteten Paukenschlag schon begraben wurde.
Ansonsten ist alles sehr solide an dem Film, das mag man jetzt Werten wie man will. Mir wäre etwas mehr "Fuck you" lieber gewesen, als ein Star-Ensemble und ein handwerklich gut gemachter Film.
Das Silent Bob der mit Abstand witzigste Charakter in diesem Film ist, sagt eigentlich schon einiges aus!
Für nen regnerischen Sonntag Nachmittag....
"Gott hat Sinn für Humor. Man muss sich nur einmal das Schnabeltier ansehen." Dogma ist eine sehr sehr schwarze und teils blasphemische Komödie. Das mit der Balsphemie stört mich aber eher weniger. Im Gegenteil, ich als Atheist finde die Vorstellung das Jesus ein schwarzer war äußerst amüsant. Gut gefallen hat mir auch der spezielle Cast bestehend aus Kevin Smith´s Figuren Jay und Silent Bob, Ben Affleck, Matt Damon, Chris Rock und noch einigen anderen. Im großen und ganzen ist Dogma eine überaus gelungen Satire und eine Filmempfehlung für alle UNGLÄUBIGEN ; )
Im Grunde ist Dogma genau das was er den Zuschauern zu Beginn verschriftlicht mitteilt.
Chris Rock und Alan Rickman spielen stark, andere Schauspieler scheinen ihre Rolle jedoch genauso wenig ernst zu nehmen wie den Film, was dann wirklich mehr als laienhaft wirkt. Die Figuren führen zwar spritzige Dialoge, meist bleibt es aber dabei, da hier alles tot gelabert wird, anstatt mal in Handlung zu treten (Mit Ausnahme von Silent Bob vielleicht). An den Punkten wo seltsame Dinge passieren oder auftreten folgen dann kurzerhand ellenlange Erläuterungen, was kein wirklich gutes Licht auf das Drehbuch wirft. Dennoch macht der Film aber irgendwie Spaß und sorgt für kurzzeitige Unterhaltung.
"Auch Gott hat Sinn für Humor. Man muss sich nur einmal das Schnabeltier anschauen!" Schon mit dem Text vor dem Film kann Dogma die ersten Lacher einfahren und vor allem viel Sympathie gewinnen. Da wird erst erklärt, dass der Film eine phantastische Komödie ist, was dadurch begründet wird, dass man seinen Arsch retten will, gefolgt vom Schnabeltier, worauf eine Entschuldigung bei allen Schnabeltierfans folgt. Man merkt schon da: der Film nimmt sich selbst nicht Ernst. Und das kann man auch als Zuschauer tun, ihn nicht Ernst nehmen. Jedoch würde man dem Film da Unrecht tun. Denn Dogma ist zu großen Teilen irgendwie quatschig und klamaukig, im Kern steckt jedoch eine bitterböse Abrechnung mit der Kirche und ihren Werten.
Die Gesamtgeschichte ist recht umfangreich und man hat stellenweise Mühe, komplett durchzusteigen und alle Figuren mental zuzuordnen. Es geht primär um zwei gefallene Engel, die wieder in den Himmel wollen. Dies geht durch einen generellen Ablass, den eine Kirche in New Jersey zum 100. jährigen Geburtstag anbietet. Dadurch wäre Gott aber fehlbar und die Menschheit würde vernichtet werden. (Die Details habe ich nicht verstanden, bin aber auch ein Atheist) Um die zwei zu stoppen wählt Metatron, die Stimme Gottes, Bethany aus, die irgendwie mit Jesus Christus verwandt ist. Gott selbst kann nicht sprechen und ist irgendwie grad verhindert. Bethany zur Seite stehen die Propheten Jay und Silent Bob, der 13. Apostel und die Muse. Dann gibt es neben den Engeln noch einen weiteren Gegenspieler, Azrael, der nicht mehr in die Hölle will, oder so.
Es ist also wirklich viel Inhalt der dem Zuschauer hier aufgetischt wird und man muss sich wirklich konzentrieren, wenn man alles verstehen will. Ich persönlich dachte zwischendrin: Ja, okay, reicht jetzt auch. Ich brauch nicht noch eine neue Handlungebene und noch einen neuen Charakter. Weniger wäre für mich in diesem Fall mehr, da natürlich die Geschichte der Figuren auch immer erzählt werden musste und so teilweise zu viel erzählt wurde. Ich hätte mir lieber noch mehr abgedrehte Situationen gewünscht.
Es ist aber nicht so, dass Dogma dadurch arg verliert und man kann die sehr tiefe Handlung sicher auch gut finden. Auf jeden Fall ist der Humor nur selten zu sehr unter der Gürtellinie sondern meist sehr intelligent. Und es macht einfach tierisch Spaß dabei zuzuschauen, wie alles, wofür die Kirche steht, durch den Kakao gezogen wird. Es gibt zwar immer mal wieder kleine Durchhänger, insgesamt sind das Niveau und die Gagdichte aber sehr hoch.
Schauspielerisch war ich doch relativ überrascht. Denn auch wenn ich zum Beispiel Matt Damon nicht besonders toll finde und auch Salma Hayek und Chris Rock nicht sonderlich mag, passt der Cast doch wirklich gut zusammen. Jay und Silent Bob spielen ihre gewohnte Rolle in einem komplett anderen Kontext, was zu vielen lustigen Momenten führt. Highlight im Cast ist aber ganz klar Alan Rickman. Ich kann mir im Moment keine bessere Stimme Gottes vorstellen. Außerdem ist die Art, wie er seine Rolle spielt, zu jeder Zeit ein Vergnügen.
Neben ihm ist der Auftritt von Gott am Ende ein weiteres Highlight. Überhaupt setzt das Ende einen wirklich gelungen Schlusspunkt und treibt die Quatschquote noch mal gründlich in die Höhe.
Was auch noch positiv zu bemerken ist, sind die vielen Anspielungen auf Filme, direkt oder indirekt. Dies sind nicht nur Zitate, wie aus Karate Kid, sondern auch direkte Anspielungen, zum Beispiel auf John Hughes. Da freut sich vor allem der Cineast.
Insgesamt ist Dogma eine sehenswerte Komödie, die sich vor allem Glaubensskeptiker nicht entgehen lassen sollten. Selten wurde so charmant und doch bitterböse mit der Kirche abgerechnet.
Dogma - Kritik
US 1999 Laufzeit 130 Minuten, FSK 16, Komödie, Fantasyfilm, Kinostart 20.04.2000
Kritiken (5) — Film: Dogma
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
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"Dogma" genießt landauf-landab den Ruf einer gelungenen Satire, einer grotesken Abrechnung mit Glauben, Moral und der kirchlichen Definition von beiden. Während der zweistündigen Selbstkasteiung, sowie innerhalb der Zeit, die seitdem vergangen ist, frage ich mich stetig: Wo soll sie sein, die Satire?
Ist sie versteckt in den nonexistenten Engelsgenitalien?
Verbirgt sie sich hinter den zwei eklig-peinlichen Nerdvisagen?
Ist sie in der Metaebene der ganzen schlimmen und total-trendy-gewagten Schimpftiraden verborgen?
Klemmt sie im Lauf der Desert Eagle des gefallenen Engels fest, und wartet auf den nächsten Headshot?
Die Liste an filmischen Schmutz liese sich weiter fortführen, einzig es fehlt mir die Muse dazu, es zu tun. "Dogma"…
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alviesinger 2010/10/10 21:17:51
Antwort löschenAuch wenn ich nicht alles von Smith ablehnen - "Dogma" ist aber wirklich mal überschätzter Käse.
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Wenn Smith die gängigen Vorstellungen des Christentums nicht gerade demonstrativ ins genaue Gegenteil verkehrt, bietet er in „Dogma“ eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit dem Thema Religion, stets begleitet von viel Ironie und brillant geschliffenen Dialogen, wo wie immer kein Blatt vor den Mund genommen wird. Inhaltlich ist der Film so kontrovers, dass sich eine Analyse gar nicht erst lohnt. Es sei lediglich gesagt, dass „Dogma“ – darin liegt die Eleganz – sowohl die Grundhaltung treuer Kirchgänger als auch die Grundhaltung erklärter Atheisten weder bedienen noch angreifen will. Das letzte Wort hat jedenfalls immer Regisseur und Autor Kevin Smith selbst, da er im Vor- und Abspann ausdrücklich erwähnt, dass es sich um reine komödiantische, nicht ernstzunehmende Fiktion handelt und weil er schlicht und ergreifend selbst ein gläubiger Christ ist. [...]
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenAuch der vierte Film von Kevin Smith ist eine perfekte Komödie mit einem kräftigen Schuss Selbstironie, der selbst die etwas ernsthafteren Szenen zur besten Unterhaltung werden lassen.
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschenMuss man eigentlich jede Filmkritik zu diesem Film damit beginnen, dass er sich über die Form lustig macht, wie der Glaube heutzutage ausgeübt wird? Eigentlich nicht. Doch er macht sich über Form lustig, wie der Glaube heutzutage ausgeübt wird - und trifft dabei immer wieder ins Schwarze. Loki war für Soddom und Gommorah, die Plagen und die Sintflut verantwortlich (“Mit Streichhölzern ein Feuer machen kann jeder. Aber Schwefel regnen zu lassen, das ist ein ganz anderes Kaliber!”), Rufus wurde aus der Bibel ausgelassen, weil er schwarz ist, Gott geht gerne Minigolfen und ist eine Frau - und außerdem Alanis Morissette. Dazu ist Bethanin die Groß-groß-groß-[...]-groß-Nichte von Jesus - da gehören schon einige kranke Gedanken zu, und davon sind in dem Film einige vorhanden.
Das alles muss man aber akzeptieren, und solange man kein all zu streng gläubiger und spaßbefreiter Katholik ist, macht der Film dann auch richtig Spaß. Er macht sich im Übrigen ja auch gar…
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschennimmt kein Dogma vor den Mund ;)
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Kommentare (97) — Film: Dogma
Kommentar schreibenIznogoud 2012/01/31 14:34:52
Kommentar löschenKevin Smith hat bei einer Demonstration religiöser Dogma-Gegner vor einem US-Kino ein Schild getragen, auf dem stand: "Dogma is Dogshit!", er selbst streitet das bis heute ab.
Sagt wikipedia.de.
Aha.
Ich habe eigentlich nie ein Problem mit Filmen, die sich selbst lieben.
Dogma liebt sich selbst sehr. Dogma findet sich selbst ganz aussergewöhnlich und ziemlich provokant.
Im Endeffekt ist Alan Rickman ein Garant für anständiges Schauspiel und charakterstarke Rolleninterpretation, die "Protagonisten" überzeugen nicht grundsätzlich, scheinen aber irgendwie Spaß am Dreh gehabt zu haben, wodurch auch das Zuschauen irgendwie wieder Spaß macht. Viele Ideen sind ein bisschen unausgegoren,der Film krankt daran, dass er einfach zu viel sagen will, er überflutet sich selbst mit Ideen und scheitert an der klaren Umsetzung.
Dogma ist keine Satire, Satire ist nämlich feingeistig und schneidet wie ein feines Messer ins Fleisch des Zeitgeistes. Dogma ist nicht das Messer, sondern der Schnitzelklopfer.
Aber auch ein Schnitzeklopfer ist ein nützliches Küchenwerkzeug.
Was nicht heisst, dass dieser Film nicht unwahrscheinlich spaßig ist.
Man darf halt nicht erwarten, mit viel - na ja - Feingeist unterhalten zu werden.
Ist ja auch egal - ich persönlich wurde unterhalten, dafür braucht man nicht immer feingeistig zu sein =)
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BlueSquirrel 2012/01/14 19:47:39
Kommentar löschenNoch einer für die Ikonoklasten oder Hollywood-Spinner und für alle anderen ist das sone Art Baby-Nahrung. Aber immerhin tanzt Salma Hayek (wieder) auf einem Tisch und der Alan Rickman spielt mit.
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kahaujiko 2011/12/19 16:51:03
Kommentar löschennach das leben des brian auch mal ein moderner kultklassiker, wenn es darum geht, dem ollen schmöker mal ein paar humorvolle töne zu entlocken. auf der basis des besten - nämlich des schwazen - humors natürlich. und ich kenne viele streng religiöse in meinem umfeld, die den film einfach nur hammermäßig finden, weil er ziemlich gezielt auf und vor allem exakt auf viele aspekte des christlichen glaubens abzielt und sie ad absurdum führt. meiner meinung daher ein nicht nur witziger, sondern auch notwendiger film. nur das ende hat mich etwas enttäuscht, weil der film da den pfad der satire zt inkonsequenter weise verlässt und etwas ins supernatural artige effektkino überwechselt, daher der kleine aber feine abzug.
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Neokraid 2011/11/25 22:49:20
Kommentar löschenIch habe sage und schreibe 4 Anläufe gebraucht, um den Film ganz zu sehen. Jedes mal im TV habe ich nach irgendeiner Werbung abgeschaltet, weil ich den Anfang zum Gähnene fand. Aber als ich dann das erste Mal die erste halbe Stunde überstanden habe, konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, was das vormalige Abschalten sollte.
Der Film bietet wirklich schöne Unterhaltung und äußert nebenbei mir nichts dir nichts etwas seichte und berechtigte Kirchenkritik. Das Herausragen Allan Rickmanns hier, was immer wieder betont wird kann auch ich nur bestätigen, ebenso wie die gefallenen Engel, die Witze sowie das Showdown. Schön gemacht :)
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Göksel Algan 2011/11/25 14:33:27
Kommentar löschenGanz netter Film, der sicherlich Spaß machen kann. Doch auch ein Film der ziemlich nerven und auch kaum ernstgenommen werden kann. Es ist für viele sehr verschieden die den Film versuchen zu bewerten, was aber auch kein Wunder ist bei der Handlung. Es wird auch sicher Menschen geben, die das ganze einfach geschmacklos fanden. Das ist es vielleicht auch, doch man sollte es nicht allzu ernst nehmen. Es soll in erster Linie nur unterhalten. Trotzdem fehlt dem Film eine gewisse brisanz. Die Logiklöcher sind auch ziemlich nervtötend. Der Anfang bis zum Anfang der Mitte macht einem Mut auf mehr, macht auch großen Spaß, vorallem mit den beiden sehr gut ausgewählten Schauspielern wie Matt Damon und Ben Affleck. Jedoch verliert der Film seine guten Szenen dann auch irgendwann ab Mitte und wird auch immer schlechter, bis man ihn irgendwann gar nicht mehr ernst nimmt. Eins muss man jedoch wirklich loben. Die Besetzungen sind wirklich 1A. Von Affleck zu Hayek, bis zu Chris Rock. Sie machen ihre Sache wirklich gut. Bis auf "Gott", in dem Film wohlgemerkt.
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alexandrasmovie 2011/11/01 19:36:19
Kommentar löschenIch hatte mir ehrlich gesagt mehr erhofft. Der Film beginnt sehr stark und schon der Vorspann bringt zum Lachen, schürt aber auch falsche Hoffnungen. Ich hätte mir den Film satirischer und bissiger vorgestellt. Stattdesen ist er eine nette Komödie mit wirklich witzigen Dialogen und netten Charakteren. Besonders gut hat mir das Duo Ben und Matt gefallen . Zum Ende hin wird der Film dann leider etwas trashig und zieht sich. Ingesamt aber ein netter Film mit einigen kultverdächtigen Zitaten , wer aber viel Religionskritik und Satire erwartet wird enttäuscht.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tachitalili 2011/10/30 18:54:39
Kommentar löschenHmm.. Schwierig, dem Ganzen eine Wertung zu geben...
Der Film erinnerte mich an den Witz:
Jurij Gagarin, der erste Mensch im Weltall, hat ein Treffen mit Staats- und Parteichef Chruschtschow. "Hast du da oben Gott gesehen?", fragt Chruschtschow. "Ja, das habe ich.", meint Gagarin. "Das habe ich mir gedacht - hier hast du 10.000 Dollar, und kein Mensch erfährt davon!" Später hat Gagarin eine Audienz bei Papst Johannes XXIII. "Hast du da oben Gott gesehen?", fragt der Papst. "Nein", meint Gagarin. "Das habe ich mir gedacht - hier hast du 10.000 Dollar, und kein Mensch erfährt davon!" Schließlich hat Gagarin ein Meeting mit dem Präsidenten der USA, Kennedy. "Hast du da oben Gott gesehen?", fragt Kennedy. "Ja", meint Gagarin. "Nun, letztlich ist mir das ja egal. Ich habe genauso viele Atheisten wie Theisten unter meinen Wählern." "Sie ist schwarz..."
Also zurück zum Film, der in meinen Augen blasphemisch und ganz bestimmt weniger harmlos ist, als zum Beispiel "Das Leben des Bryan". Doch in allem was ich bei Dogma sah, fühlt man trotzdem den Glauben (der Macher), die Existenz Gottes wird nie in Frage gestellt, aber seine Erscheinung und die Details seines Wirkens. Es wird (im Gegensatz zu dem "Bryan") nicht die Absurdität des Glaubens in den Vordergrund gerückt oder sich über die Gläubigen lustig gemacht, sondern vielmehr über die Ungläubigen, die in dieser Konstellation (dass heißt, dass es im Film Gott gibt) stellenweise noch versuchen, ihre Coolness zu bewahren :-)
Der Humor ist teils gut gelungen, teils schmerzhaft.
Es werden zwischendurch schwierige theologische Fragen zum Nachdenken reingeworfen. Einige tiefsinnige Anspielungen sind auch dabei.
Alles in einem: kontrovers, provokant, aber letztenendes ein interessantes und sehenswertes Werk.
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fkfilmkritik 2011/11/22 20:45:18
Antwort löschenWas ist das für ein Film? Dieser "Bryan"?
razcal 2011/11/27 23:09:04
Antwort löschenoh my fucking god sie hat sich verschrieben , sie ist eine hexe verbrennt sie ....
Weltensegler 2011/10/29 00:11:32
Kommentar löschen„I give you: the buddy Christ.“Hat mir insgesamt ganz gut gefallen, allerdings muss ich schon sagen, dass der Witz und der Funfaktor in der zweiten Filmhälfte weniger wurden. Für mich waren während den 2 Stunden zu viele Erklärteile dabei, wo ausführlichst (natürlich, woher soll man das alles erraten können) erklärt wurde wer jetzt wer ist und um was es geht, was mit der Zeit etwas ermüdend wirkte. War insgesamt aber eine interessant Idee, ernst nehmen darf man den Film nicht, hin und da waren ein paar ernstzunehmene Punkte drin, sonst aber doch einfach eine fantastische Geschichte über 2 Racheengel (sehr gefallen hat mir Matt Damon, wenig Ben Affleck), die sich den Weg in den Himmel zurück erschleichen wollen. Die Auserwählte Bethany (Linda Fiorentino hat mir kaum gefallen, wenig Ausstrahlung, ich sage: Fehlbesetzung trotz Hauptrolle – Affleck war besser) wurde auf ihre Mission geschickt. Nichts Besonderes, aber weitgehend gut besetzt, neben den beiden Bösen die gute Szenen hatten, ham mir auch Jay + Silent Bob gefallen, Alan Rickman ist eh cool (“I’m as anatomically impaired as a Ken doll“), Chris Rock war etwas quasselig, aber ganz okay, so ging es gut dahin. Ach ja: Es wurde mächtig viel geflucht, ständig „fucks“ in allen Sätzen, musste wohl der gesamte Cast zur Beichte gehen – außer Silent Bob, der hat nichts gesagt. :D Am Ende wartete zwar keine Überraschung, bin dennoch zufrieden wie man hier vorging.
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M4x1k1ng 2011/10/25 22:17:17
Kommentar löschenBlasphemie und Humor werden in diesem Film wunderbar vereint. Er stellt seine eigene Ideologie auf und dafür liebe ich ihn.
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fkfilmkritik 2011/10/25 01:14:55
Kommentar löschenNervtötender, polemischer nach dem Wort "Provokant (!)" bettelnder Unfug. Selbst ich - als jemand der sehr gerne über Witze mit Religion lacht - fand das überhaupt nicht witzig. Im Gegensatz zu "Life of Brian" wird daraus kein Gagfeuerwerk, sondern ein zum größten Teil durch komplett infantile Witzchen sich profilierender Blödsinn. Dazu ist Kevin Smith nie in der Lage kritische Aspekte einzusetzen oder etwas satirisch darzustellen. Schrecklich!
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duffy 2011/10/25 01:49:10
Antwort löschenIst mittlerweile schon die gefühlte 20. Kritik von dir, bei der ich mich frage, wo unsere 81(!)% herkommen.^^
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:18:09
Antwort löschen"Bettelnd", "nicht witzig", "infantil", "Blödsinn", "schrecklich" - vorbidlich die Worte gefunden, die Kevin Smiths gesamtes Werk zusammenfassend charakterisieren. Chapeau.
duffy 2011/10/25 03:22:34
Antwort löschenDAS wundert mich jetzt nicht. Aber immerhin haben wir bei 29% angefangen und sind jetzt auf 39. Einer von uns Beiden steigert sich. :>
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:24:17
Antwort löschenDass Du Dir sowas merkst! Gefühlt sind's ja eigentlich nur 2%.
duffy 2011/10/25 03:26:13
Antwort löschenDu warst halt lange Zeit der, mit dem ich die größte Differenz hatte. War geil zum Angeben. :D
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:26:46
Antwort löschenMasochist.
duffy 2011/10/25 03:27:52
Antwort löschenDurchaus.
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:28:14
Antwort löschenGute Nacht.
duffy 2011/10/25 03:29:08
Antwort löschenDie hatte ich, danke. :)
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:29:27
Antwort löschenAsi.
duffy 2011/10/25 03:32:53
Antwort löschenKein beef, Vinnie. Alles gut.
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:35:11
Antwort löschenBeef? Finde eigentlich eher, dass ich schon wieder viel zu nett zu Dir bin. :D
duffy 2011/10/25 03:36:41
Antwort löschenDas würde erklären, warum ich nicht schlafen kann.
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:37:51
Antwort löschenEigentlich bist Du ja ganz okay, wenn man nicht gerade von Deinem schrecklichen Filmgeschmack auf die Palme gebracht wird.
duffy 2011/10/25 03:40:44
Antwort löschenIch glaube, noch nie in meinem Leben konnte ich ein Kompliment derart aufrichtig wiedergeben. :D
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:41:50
Antwort löschenHilfe, Konsens. Muss an der Uhrzeit liegen!
duffy 2011/10/25 03:42:40
Antwort löschenIch tippe auf den Pegel.
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:45:19
Antwort löschenAlki.
duffy 2011/10/25 03:47:52
Antwort löschenNow we're talking.
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:48:44
Antwort löschen(insert blöden Spruch á la das erklärt einiges)
duffy 2011/10/25 03:51:38
Antwort löschenDabei will ich doch nur zufrieden einpennen....
Mr Vincent Vega 2011/10/25 03:52:06
Antwort löschenIch auch. Na gut, duffy. Nur heute mal: <3
duffy 2011/10/25 03:55:12
Antwort löschenDas halte ich mir als Screenshot fest! Als Desktophintergrund. :)
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Joe Gillis 2011/10/25 08:02:06
Antwort löschenIst ja fast so romantisch wie bei »Bauer sucht Frau«.
der cineast 2011/10/25 11:32:03
Antwort löschenFast.
Hooded Justice 2011/10/08 16:47:25
Kommentar löschen1979 zeigten Monty Python mit ihrem Leben des Brian, wie fantastisch und inspiriert eine Glaubenssatire ausschauen kann. 1999 zeigte Kevin Smith, wie albern und idiotisch eine solche sein kann. DOGMA ist ein ärgerlicher Versuch, sich über Religion, besonders den Katholizismus, lustig zu machen; zudem verpackt in einem üblichen US-Comedy-Stil inklusive viel Sexhumor und im wahrsten Sinne des Wortes Scheißwitzen.
Zwei Punkte für Alan Rickman und dem einigermaßen spannend gestalteten Storyverlauf.
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doctorgonzo 2011/10/09 00:06:39
Antwort löschenIch würde den Film deutlich höher bewerten, aber wenn man eine ätzende Heulboje wie die widerliche Morissette als Gott präsentiert, kann ich jede Ablehnung verstehen...
Hooded Justice 2011/10/09 11:47:36
Antwort löschenEine der Sängerinnen, die denken, auch schauspielen zu müssen bzw. in diesem Fall sogar zu können.
Tyler Durden 80 2011/09/15 01:28:41
Kommentar löschenIst es das Gespann Jay&Silent Bob oder doch Affleck&Damon das diesen Film so interessant macht ??!!
Tja es ist eben von beiden etwas, was diesen Film so Kultmäßig macht.
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Janus Winter 2011/07/09 03:30:35
Kommentar löschenFür Katholiken mag das lustig sein, mir als Atheisten geht das am Arsch vorbei. Matt Damon + sein Kumpel Ben Affleck sowieso. Brüller-Po-Inte!
Alanis Morrisette als Gott ist natürlich klasse. Besonders wie sie da Handstand am Baum macht und ihre Buxe unterm Raffkleid zeigt.
Bunny-Faktor: 4 (es gibt hier nur ein Bunny: Jason Lee; für Kevin Smith setzt es Punkteabzug; okay okay, in seiner letzten Szene sieht auch Ben Arschleck sexy aus)
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pufaxx 2011/07/09 09:46:55
Antwort löschenIch schätze mal, für Katholiken ist der Film ganz und gar nicht lustig :)
Janus Winter 2011/07/09 13:34:30
Antwort löschenOffiziell nicht. Aber heimlich hat sogar der Papst gelacht.
ElMagico 2011/05/26 18:42:32
Kommentar löschenDas grosse Problem bei "Dogma" ist, dass er sich selbst witziger und provokativer findet, als er tatsächlich ist. Die meiste Zeit unterhält er ja ganz gut, zieht dann aber doch zu oft den Schwanz ein, genügt sich in seiner Coolness und verliert sich in Pseudo-kritischem Gelaber. Könnte einem ja alles Egal sein, aber der Film hat immer wieder richtig gute Ansätze, will dann aber auch niemand wirklich vor den Kopf stossen und wird dadurch beliebig, zum Ende hin dann sogar etwas Langweilig. "Dogma" verliert auch auch auffällig stark mit jeder Sichtung, da die Faszination für das Thema schwindet und die Hoffnung auf einen irgendwie gearteten Paukenschlag schon begraben wurde.
Ansonsten ist alles sehr solide an dem Film, das mag man jetzt Werten wie man will. Mir wäre etwas mehr "Fuck you" lieber gewesen, als ein Star-Ensemble und ein handwerklich gut gemachter Film.
Das Silent Bob der mit Abstand witzigste Charakter in diesem Film ist, sagt eigentlich schon einiges aus!
Für nen regnerischen Sonntag Nachmittag....
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pufaxx 2011/05/26 19:22:54
Antwort löschenKleiner Widerspruch: Alanis Morisette ist am besten. "Dööt!"
ElMagico 2011/05/26 19:30:44
Antwort löschenim Vergleich zu Bob: total frigide die Frau :)
Dr. Lecter 2011/05/23 09:24:44
Kommentar löschen"Gott hat Sinn für Humor. Man muss sich nur einmal das Schnabeltier ansehen." Dogma ist eine sehr sehr schwarze und teils blasphemische Komödie. Das mit der Balsphemie stört mich aber eher weniger. Im Gegenteil, ich als Atheist finde die Vorstellung das Jesus ein schwarzer war äußerst amüsant. Gut gefallen hat mir auch der spezielle Cast bestehend aus Kevin Smith´s Figuren Jay und Silent Bob, Ben Affleck, Matt Damon, Chris Rock und noch einigen anderen. Im großen und ganzen ist Dogma eine überaus gelungen Satire und eine Filmempfehlung für alle UNGLÄUBIGEN ; )
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holden_copperfield 2011/05/03 14:12:44
Kommentar löschenGanz allein für den Shermer, Illinois Kommentar bekommt dieser Film von mir die 8. Jawoll.
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J!GS4W 2011/04/25 11:04:54
Kommentar löschenIm Grunde ist Dogma genau das was er den Zuschauern zu Beginn verschriftlicht mitteilt.
Chris Rock und Alan Rickman spielen stark, andere Schauspieler scheinen ihre Rolle jedoch genauso wenig ernst zu nehmen wie den Film, was dann wirklich mehr als laienhaft wirkt. Die Figuren führen zwar spritzige Dialoge, meist bleibt es aber dabei, da hier alles tot gelabert wird, anstatt mal in Handlung zu treten (Mit Ausnahme von Silent Bob vielleicht). An den Punkten wo seltsame Dinge passieren oder auftreten folgen dann kurzerhand ellenlange Erläuterungen, was kein wirklich gutes Licht auf das Drehbuch wirft. Dennoch macht der Film aber irgendwie Spaß und sorgt für kurzzeitige Unterhaltung.
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geheimer333 2011/04/16 22:21:18
Kommentar löschenEin Film voller Selbstironie
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Laura Eissenberger 2011/04/01 15:04:17
Kommentar löschenGanz schlimme Kifferkomödie. Wer über einen Dämon aus Kacke lachen kann, wird hier mit Scheißfilm nicht unter anderthalb Stunden bestraft.
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Fernschreiber 2011/03/10 13:07:51
Kommentar löschen"Auch Gott hat Sinn für Humor. Man muss sich nur einmal das Schnabeltier anschauen!" Schon mit dem Text vor dem Film kann Dogma die ersten Lacher einfahren und vor allem viel Sympathie gewinnen. Da wird erst erklärt, dass der Film eine phantastische Komödie ist, was dadurch begründet wird, dass man seinen Arsch retten will, gefolgt vom Schnabeltier, worauf eine Entschuldigung bei allen Schnabeltierfans folgt. Man merkt schon da: der Film nimmt sich selbst nicht Ernst. Und das kann man auch als Zuschauer tun, ihn nicht Ernst nehmen. Jedoch würde man dem Film da Unrecht tun. Denn Dogma ist zu großen Teilen irgendwie quatschig und klamaukig, im Kern steckt jedoch eine bitterböse Abrechnung mit der Kirche und ihren Werten.
Die Gesamtgeschichte ist recht umfangreich und man hat stellenweise Mühe, komplett durchzusteigen und alle Figuren mental zuzuordnen. Es geht primär um zwei gefallene Engel, die wieder in den Himmel wollen. Dies geht durch einen generellen Ablass, den eine Kirche in New Jersey zum 100. jährigen Geburtstag anbietet. Dadurch wäre Gott aber fehlbar und die Menschheit würde vernichtet werden. (Die Details habe ich nicht verstanden, bin aber auch ein Atheist) Um die zwei zu stoppen wählt Metatron, die Stimme Gottes, Bethany aus, die irgendwie mit Jesus Christus verwandt ist. Gott selbst kann nicht sprechen und ist irgendwie grad verhindert. Bethany zur Seite stehen die Propheten Jay und Silent Bob, der 13. Apostel und die Muse. Dann gibt es neben den Engeln noch einen weiteren Gegenspieler, Azrael, der nicht mehr in die Hölle will, oder so.
Es ist also wirklich viel Inhalt der dem Zuschauer hier aufgetischt wird und man muss sich wirklich konzentrieren, wenn man alles verstehen will. Ich persönlich dachte zwischendrin: Ja, okay, reicht jetzt auch. Ich brauch nicht noch eine neue Handlungebene und noch einen neuen Charakter. Weniger wäre für mich in diesem Fall mehr, da natürlich die Geschichte der Figuren auch immer erzählt werden musste und so teilweise zu viel erzählt wurde. Ich hätte mir lieber noch mehr abgedrehte Situationen gewünscht.
Es ist aber nicht so, dass Dogma dadurch arg verliert und man kann die sehr tiefe Handlung sicher auch gut finden. Auf jeden Fall ist der Humor nur selten zu sehr unter der Gürtellinie sondern meist sehr intelligent. Und es macht einfach tierisch Spaß dabei zuzuschauen, wie alles, wofür die Kirche steht, durch den Kakao gezogen wird. Es gibt zwar immer mal wieder kleine Durchhänger, insgesamt sind das Niveau und die Gagdichte aber sehr hoch.
Schauspielerisch war ich doch relativ überrascht. Denn auch wenn ich zum Beispiel Matt Damon nicht besonders toll finde und auch Salma Hayek und Chris Rock nicht sonderlich mag, passt der Cast doch wirklich gut zusammen. Jay und Silent Bob spielen ihre gewohnte Rolle in einem komplett anderen Kontext, was zu vielen lustigen Momenten führt. Highlight im Cast ist aber ganz klar Alan Rickman. Ich kann mir im Moment keine bessere Stimme Gottes vorstellen. Außerdem ist die Art, wie er seine Rolle spielt, zu jeder Zeit ein Vergnügen.
Neben ihm ist der Auftritt von Gott am Ende ein weiteres Highlight. Überhaupt setzt das Ende einen wirklich gelungen Schlusspunkt und treibt die Quatschquote noch mal gründlich in die Höhe.
Was auch noch positiv zu bemerken ist, sind die vielen Anspielungen auf Filme, direkt oder indirekt. Dies sind nicht nur Zitate, wie aus Karate Kid, sondern auch direkte Anspielungen, zum Beispiel auf John Hughes. Da freut sich vor allem der Cineast.
Insgesamt ist Dogma eine sehenswerte Komödie, die sich vor allem Glaubensskeptiker nicht entgehen lassen sollten. Selten wurde so charmant und doch bitterböse mit der Kirche abgerechnet.
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ralphiee 2011/05/14 15:34:28
Antwort löschendurch und durch perfekter kommentar!
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