Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya
Dolpo Tulku (2010), DE Laufzeit 101 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 07.01.2010
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von Martin Hoffmann,
Das Dolpo im Nordwesten Nepals an der Grenze zu Tibet gehört zu den abgeschiedensten Gegenden der Welt. Umgeben von den Gebirgsketten des Himalaya hat sich im Dolpo eine archaische buddhistische Kultur erhalten: Ohne Elektrizität, ohne moderne Kommunikationsmittel und ohne chinesische oder indische Assimilation ist es heute weit tibetischer als Tibet selbst. Sherap Sangpo war ein gewöhnlicher Hirtenjunge im Dolpo. Als Zehnjähriger – nach einer Begegnung mit dem Dalai Lama – beschließt er, Mönch zu werden. Er geht in ein Kloster nach Kathmandu. Dort verändert sich sein Leben dramatisch: Er wird als Reinkarnation eines hochstehenden Lamas, eines Dolpo Tulku erkannt und für 16 Jahre zur Ausbildung ins Exil nach Südindien geschickt. Trotz hartem Klosteralltag ist es für ihn eine glückliche Zeit. Heute doziert er dort selbst – führt ein nahezu weltliches und auf den ersten Blick auch westliches Leben mit Laptop und Mobiltelefon. Aber er ist berufen: Er muss zurück, als Dolpo Tulku in der fremd gewordene Heimat den zutiefst religiösen Menschen als Oberhaupt vorstehen. Der Dokumentarfilm begleitet ihn bei seiner dort sehnlichst erwarteten Rückkehr. Es dauert Wochen: das Dolpo ist ausschließlich zu Fuß erreichbar, mehrere über 5.000 Meter hohe Pässe müssen überwunden werden. Es wird ein Triumphzug. Dolpo Tulku ist überwältigt von der Zuneigung und dem Respekt, mit dem ihm die Menschen begegnen. Es wird von ihm erwartet, hier in der extremen Höhe und Kargheit sowie der im Winter extremen Kälte den Bewohnern nicht nur spirituell zur Seite zu stehen. Das Dolpo braucht Schulen, Krankenhäuser, Altersheime. Wie soll ein 27-Jähriger das leisten?
HandlungDas Dolpo im Nordwesten Nepals an der Grenze zu Tibet gehört zu den abgeschiedensten Gegenden der Welt. Eingeschlossen von den gewaltigen Gebirgsketten des Himalaya, weitgehend ohne Elektrizität und moderne Kommunikationsmittel, ohne chinesischen oder indischen Assimilationsdruck hat sich dort eine uralte buddhistische Kultur erhalten.
Vor über 16 Jahren wurde der Hirtenjunge Sherap Sangpo als Reinkarnation eines hochstehenden Lama, des Dolpo Tulku, erkannt und zur Ausbildung ins Exilkloster nach Südindien geschickt. 2008 kehrt er zum ersten Mal wieder in die Berge Nepals zurück, um sein Amt als geistliches Oberhaupt der tief religiösen Menschen des Dolpo anzutreten.
Die Menschen erwarten den Dolpo Tulku mit großer Zuneigung – und Erwartungen: Er soll den Bewohnern nicht nur spirituell zur Seite stehen: Das Dolpo braucht Schulen, Krankenhäuser, Kommunikation.
In faszinierenden Bildern der nepalesischen Bergwelt, in ruhigen, dichten Beobachtungen der Kultur und der Menschen des Dolpo, erzählt der Film von der spannungsgeladenen Begegnung von Tradition und Moderne, von der Spiritualität eines tief verwurzelten Buddhismus und der praktischen Aufgabe, der bitteren Armut entgegenzuwirken. Durch seine Ausbildung ebenso vertraut mit buddhistischer Selbstüberwindung wie mit dem Laptop, stellt sich der junge Dolpo den großen Erwartungen – nicht frei von Selbstzweifeln, aber mit großer Hingabe, überraschendem Humor und tief empfundener Liebe.
Weiterführende Informationen
Dolpo Tulku – Filmkritik auf KultHit.de
Dolpo Tulku Pressespiegel auf film-zeit.de
Dolpo Tulku Trailer auf film-zeit.de
Dolpo Tulku – Heimkehr in den Himalaya auf moviepilot.de
Cast & Crew
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Martin Hoffmann
Regie
Schauspieler
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Daniela Hartmann
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Martin Hoffmann
- Genre
- Sozialstudie
- Ort
- Nepal
- Handlung
- Armut, Buddhismus, Buddhistisches Kloster, Dritte Welt, Geldnot, Himalaya
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Drehbuch
Filmdetails Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya
Trailer zum Film Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya













Kritiken (1) — Film: Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya
Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst
Kommentar löschenDie Bilder von unerschlossenen Berglandschaften sind atemberaubend, man vermisst nicht einmal die Sonne - umso schöner, als sie schließlich doch einmal durch die Wolken bricht und Klostergebäude im weiten, saftigen Grün erleuchtet. Ohne Kommentar steht der Mönch Dolpo Tulku, ein zierlicher, fast schüchterner junger Mann im Mittelpunkt. Vor der Kamera artikuliert er deutlich Zweifel und Selbstzweifel. Das setzt den Film ab von ähnlichen Projekten über den Buddhismus, die maßgefertigt sind für die Zielgruppe der Buddhisten und am Buddhismus Interessierten im Westen [...]
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Kommentar — Film: Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya
Kommentar schreibenannaberlin 2010/01/10 11:54:49
Kommentar löschenWunderschöne Bilder eines abgeschiedenen buddhistischen Lebens, des Himalayas und der tibetanischen Lebensweise. Als Doku für diejenigen spannend, die sich für Buddhismus, Tibet, Nepal und den Himalaya begeistern.
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