Don Jon

Don Jon's Addiction (2013), US Laufzeit 90 Minuten, Komödie, Kinostart 07.11.2013

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6.8
Kritiker
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von Joseph Gordon-Levitt, mit Joseph Gordon-Levitt und Scarlett Johansson

In Joseph Gordon-Levitts Spielfilm-Regiedebüt Don Jon spielt er selbst einen modernen Don Juan, dessen Leben sich nach der Begegnung mit zwei Frauen verändert.

Handlung von Don Jon
Jon Martello (Joseph Gordon-Levitt) macht seinem Spitznamen ‘Don Juan’ alle Ehre. Er ist ein typischer Playboy, der mit allen Mitteln der Verführung versucht, so viele Frauen wie möglich ins Bett zu kriegen und gleichzeitig seine Sucht nach Internet-Pornos zu stillen. Seine Glückssträhne bei Frauen endet allerdings, als er die hübsche Barbra (Scarlett Johansson) kennenlernt. Bei ihr stößt er das erste Mal auf Widerstand. Barbra sucht nämlich keineswegs nur einen One-Night-Stand, sondern die große Liebe. Trotzdem gibt Jon nicht auf und verdrängt die offensichtlichen Unterschiede zwischen ihm und Barbra. Jons Leben nimmt eine weitere Wendung, als er Esther (Julianne Moore) begegnet. Denn Esther versteht ihn und sein Verhalten und blickt hinter die Fassade.

Hintergrund & Infos zu Don Jon
Seine ersten Gehversuche als Regisseur sammelte Joseph Gordon-Levitt (Inception, The Dark Knight Rises) mit seinem 24-minütigen Film ‘Sparks’, einer Adaption der Kurzgeschichte von Elmore Leonard. Für den Film konnte er die Schauspieler Eric Stoltz und Carla Gugino begeistern. Mit der Komödie Don Jon (AT: Don Jon’s Addiction) gab Levitt sein lang erwartetes Spielfilm-Regiedebüt und eröffnet damit die Panorama-Reihe der 63. Berlinale im Jahr 2013. Neben Levitt selbst, Julianne Moore und Scarlett Johansson sind in Nebenrollen auch Brie Larson, Tony Danza und Rob Brown zu sehen.

Produziert wurde Don Jon von Ram Bergman und Nicolas Chartier. Letzterer hat bereits den Oscar-prämierten Film Tödliches Kommando – The Hurt Locker von Kathryn Bigelow produziert. Allerdings durfte er an der Veranstaltung selbst nicht teilnehmen, da er vorher eine Massen-E-Mail an die Mitglieder der Academy geschickt und diese aufgefordert hatte, für The Hurt Locker anstatt für Avatar – Aufbruch nach Pandora in der Kategorie ‘Bester Film’ zu stimmen. (LM)

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Don Jon

Oceanic6: CinemaForever

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7.0Sehenswert

Nachdem Michael Fassbender im extrem depressiven, aber nicht minder grandiosen Sexdrama "Shame" den unter Hypersexualität leidenden Bürohocker geben durfte, schlägt Joseph Gordon-Levitt mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm in die komplette entgegengesetzte Kerbe. Als zuweilen zum totlachen erzählte Tragikomödie geht es darin um den Pornographiesüchtigen Jon, der zwar ohne große Probleme jede Frau ins Bett kriegt, dennoch der Pornographie mehr als dem richtigen Geschlechtsverkehr abgewinnen kann. In Sachen Inszenierung wird Gordon-Levitt dabei sicher keinen Oscar gewinnen, denn "Don Jon's Addiction" überzeugt in einem ganz anderen Bereich. Die feine Charakterzeichnung - durch Scarlett Johansson, Julianne Moore und Joseph Gordon-Levitt selbst bis ins kleinste Detail wunderbar vor der Kamera umgesetzt - und die unterhaltsamen Dialoge sorgen für kurzweilige Unterhaltung auf höchstem Niveau. Wie hier die wöchentliche Routine des Don Jon - Arbeiten, Fitness, Party, Sex, Porno, Kirche, Beichte und sonntagliches Familienessen - geschildert werden, ist fantastisch. Und auch wenn der spätere Übergang ins Ernstere nicht gänzlich überzeugt, so ist "Don Jon's Addiction" dennoch eine positive Überraschung, die sich in Zeiten, in denen nur noch selten etwas komplett andersartiges den Weg in die Kinos findet, äußerst angenehm von der Masse an Romantikkomödien abhebt.

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Thomas Groh: taz Thomas Groh: taz

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6.5Ganz gut

Am Ende nervt die didaktische Struktur, das simplizistische Ausspielen unterschiedlicher Lebensentwürfe [...]. Was nichts daran ändert, dass man sich in Julianne Moore in jedem Film aufs Neue verliebt.

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Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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6.5Ganz gut

'Don Jon's Addiction' mag kein Meisterwerk sein, aber ein durchaus gelungener Debütfilm, der ein mit viel Heuchelei belegtes gesellschaftliches Tabu komödiantisch-clever aufspießt.

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Peter Debruge: Variety Peter Debruge: Variety

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8.5Ausgezeichnet

Wahrscheinlich ist das erstaunlichste an Don Jon's Addiction, dass Joseph Gordon-Levitt auch eine pornofreie Liebesgeschichte hätte machen können, um es allen Zuschauern recht zu machen, aber stattdessen setzt er sich mit Porno auseinander, der zu einer richtigen Pandemie wächst und die Erwartungen von Männern an das andere Geschlecht bestimmt.

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Kommentare (9) — Film: Don Jon


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mark.venske.9

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Wie kann man was hier bewerten, wenn der Film erst noch anläuft oder meint ihr damit den Trailer?

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neongelbgruen

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Der lief im Februar auf der Berlinale und auch auf anderen Festivals. Einige haben ihn schon gesehen.


Rogatti

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Bewertung5.5Geht so

Der Konflikt Pornographie vs. Sexualität im "echten" Leben wird nur oberflächlich behandelt und der Film bleibt überwiegend auf der Ebene einer leichten Kommödie, die man schnell wieder vergisst. Lediglich den Namen des Internet-Pornoanbieters kann man kaum vergessen, so oft wird er gezeigt. Eigentlich fehlt da die Einblendung "Dauerwerbesendung".

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robertpires27

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Bewertung6.5Ganz gut

Man merkt natürlich, dass alle Charaktere stark überzeichnet sind und diverse Themen wie Pornos und Mann/Frau-Probleme der Neuzeit auf die Schippe genommen werden. Meiner Meinung nach kann sich der Film aber nicht entscheiden ob er Komödie oder Satire sein will.
Das Ende ist zu brav und hätte durchaus "bösartiger" gestaltet werden können.
Als Komödie funktioniert der Film dagegen und ist immer für Lacher gut. Herrlich wie sich Scarlett Johansson selbstironisch auf ihre optische Reize reduziert und die spießbürgerliche Ghettobitch gibt, Gordon Levitt überzeugt als Macho und Julianne Moore übernimmt glaubwürdig die Funktion der klassischen Beraterin...Mein persönliches Highlight war Tony Danza!
Achtung Spoiler !!! Mein alternatives Ende: Levitt klappt seinen Laptop wieder auf und schaut weiter Pornos, allein oder sogar zusammen mit Moore...Sein Verzicht darauf macht das Ende zu brav...

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Joseph Gordon-Levitt versucht sich als Regisseur. Und das gar nicht mal so schlecht. In seinem Debütfilm, der sich, wie ich finde, wirklich sehen lassen kann, serviert er die Comedy-Fassung von "Shame" gemischt mit ein bisschen "Jersey Shore". Gordon-Levitt besetzt sich selbst in der Titelrolle, zeigt eine Seite, die ich so von ihm noch nicht kannte und überzeugt als machomäßiger Proll, dem nicht nur seine Pornos, sondern z.B. auch die Kirche und seine Freunde extrem wichtig sind. Julianne Moore ist der ruhige Gegenpol dazu und versüßt die emotionalen Szenen, Tony Danza ist als White-Trash-Daddy fantastisch und auch Scarlett Johansson macht ihre Sache ganz gut. Dabei ist die Story fast schon klassisch aufgebaut und der Film geht nach bewährtem Prinzip vor. Der Humor hat mir jedoch sehr zugesagt und "Don Jon's Addiction" gewinnt zudem einen gewissen Reiz durch das Thema der Internetpornografie, seine interessanten Figuren und die gekonnte Inszenierung, die ein exzellentes Timing vorweist.

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AwesomeTotoro

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Wo hast du den denn gesehn? *_*


Mr. Pink

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Bei der Berlinale.


Sinister Kid

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Bewertung9.5Herausragend

Don Jon's Addiction ist ein richtig witziger Film, der mir rundum gut gefallen hat. Joseph Gordon-Levitt spielt den pornosüchtigen Jon Martello, der die wahre sexuelle Befriedigung nur durch seine Filmchen bekommt. Als ihm Scarlett Johansson begegnet, meint er die Frau seines Lebens gefunden zu haben – und plötzlich Jon fängt an, unter seiner Sucht und ihrer Einseitigkeit zu leiden. Dann tritt auch noch Julianne Moore in Jons Leben und hält ihm den Spiegel vor...
Don Jon's Addiction nimmt auf eine neue Weise verschiedene Diskurse auf die Schippe: Männer und Pornos, Männer und Frauen, Männer und Sexismus usw. Klug erzählt und nebenbei noch klasse geschnitten. Die Musik macht's außerdem rund. Eine herrliche 9.5!

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Kill_Diether

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Komödie schreibt MP zum Genre. Ist das so? Hmm, bin mal gespannt <:)

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Kill_Diether

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o.k., danke für die Info


_Garfield

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Ja passt, meinte Levitt selbst.


Roco De Long

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Bewertung7.0Sehenswert

"Real pussy is fine - but not as good as porn"

Jon muss es wissen, denn er bekommt quasi jede. Und trotzdem ist der muskulöse, gut aussehende Vorzeigechecker süchtig nach Internetpornos.
Ungewohnt prollig macht Joseph Gordon-Levitt in seinem Regiedebüt auch hier eine gute Figur. Seine White Trash-Italo-Familie steht dem in nichts nach. Spätestens jedoch nach Scarlett Johanssons Auftritt als leicht bitchig angehauchte Prinzessin mit Spießerweltbild weiß man, dass man es mit sehr überzeichneten Charakteren zu tun hat. Dieser Umstand fördert vor allem die Komik, die gut getimet und mit einigen witzigen Einfällen garniert ist. Den Film vor der eigenen Belanglosigkeit rettet die wie immer tolle Julianne Moore. Ihre Figur bringt die notwendige Tiefe in die Story. Einige Szenen zwischen ihr und Joseph Gordon-Levitt sind dabei sehr intensiv und richtig gut.

Insgesamt ist "Don Jon's Addiction" kein herausragendes, aber ein sehr sehenswertes Debüt von Joseph Gordon-Levitt. Und eines kann er sich auf die Fahne schreiben: Er hat wahrscheinlich DEN Porno-Wichsfilm der Neuzeit gedreht :)

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Kickbox

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Nette Kritik, trifft auch meine Einschätzung. Habe den Film nur etwas besser bewertet, da mir Musik & Schnitt sehr gut gefallen haben.
Die Charaktere finde ich allerdings nicht zu überzeichnet, eher konsequent durchdacht. Es ist mMn nicht so, als würden diese Art Menschen nicht existieren.


Roco De Long

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Na klar existieren die! Mit Überzeichnung meine ich eher, dass man z.B. von Scarlett ausschließlich Tussi-Aktionen sieht und sie darauf reduziert wird, da ihre Rolle eben (nur) diese Funktion hat. Und auch so, wie ihre Kurven ständig inszeniert sind, kann man da denke ich schon von Überzeichnung sprechen :)


Pimbolina

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Bewertung9.0Herausragend

Ich durfte den Film gestern ,nach der Premiere am Freitag , auf der Berlinale sehen und war überrascht wie sich Joseph Gordon Levitt herausgeputzt hat.

Der Film erinnerte am Aufbau her irgendwie an 500 Days of Summer, ich weiß auch nicht wieso.
Vielleicht lag es an der Situation ,er verliebt sich , entliebt sich und findet eine andere.
Nur dass die Thematik viel anders war als bei dem soeben genannten Film.

Das Publikum war öfters amüsiert und auch ich hatte meinen Spaß an den vielen kuriosen Szenen.

*Spoiler* Kirche* Spoiler*

Alles in allem ein wirklich guter Film , hoffentlich gewinnt er den Publikumspreis.

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Kickbox

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*spoiler* er verliebt sich , entliebt sich und findet eine andere. *spoiler*


Endoxos

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich hatte gestern das große Glück, die Premiere auf der Berlinale zu sehen und es hat sich gelohnt. Selten habe ich den ganzen Kinosaal so oft lachen gehört.
Der Film hat sich geschickt mit dem Thema Porno auseinandergesetzt und brachte zudem viele Spitzen gegen die klassische Komödie aus Hollywood an.

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