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Don't Come Knocking
Don't Come Knocking (2005), DE/FR Laufzeit 123 Minuten, FSK 6, Drama, Western, Kinostart 25.08.2005
6.2
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Moviemaster:Movie
von Wim Wenders, mit Sam Shepard und Jessica Lange
Während der Dreharbeiten eines zweitklassigen Westernstreifens sucht der alternde Hauptdarsteller Howard Spence plötzlich das Weite – ganz klassisch auf dem Rücken eines Pferdes. In einer öden Kleinstadt besucht er nach 30 Jahren erstmals wieder seine Mutter und erfährt, dass er Vater ist. Howard beginnt einen Roadtrip in die Vergangenheit, zu seinen Kindern von verschiedenen Frauen und der einstigen Geliebten. Am Ende steht er vor den Scherben seiner Existenz und muss erkennen, dass sich versäumtes Leben nicht nachholen lässt.
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Cast & Crew
Drehbuch
Filmdetails Don't Come Knocking
- Genre
- Drama, Western
- Ort
- Hollywood, Nevada, Wüste
- Handlung
- Affäre, Alkohol, Cowboy, Drogen, Familie, Familienzusammenführung, Filmcrew, Filmset, Handschellen, Heimat, Heimatlosigkeit, Jugendliebe, Kellnerin, Liebe, Mutter-Sohn-Beziehung, Pferd, Ruhm, Schauspieler, Selbsterkenntnis, Sinn des Lebens, Suche, Vater-Sohn-Beziehung, Vater-Tochter-Beziehung, Vergebung, Versicherung, Versicherungsagent, Versicherungsbetrug, Versöhnung, Westernheld
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst
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- Don't Come Knocking: critic.de

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Kritiken (6) — Film: Don't Come Knocking
ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte
Kommentar löschenVielleicht verliert Wenders an der einen oder anderen Stelle die verschiedenen Handlungsstränge etwas aus den Augen, besonders die von Sky und Sutter. Und natürlich sehen viele Einstellungen aus wie ein Gemälde von Edward Hopper, oder wie aus Wenders eigenem Fotoband "Written in the West" von 1987. Aber das stört nur in wenigen Momenten und tut der Schönheit der Bilder keinen Abbruch. Zumal die Zitate und Selbstzitate humorvoll abgefedert sind, und der ganze Film eine heitere Gelassenheit ausstrahlt, ohne dass er deshalb gleich als Alterswerk einzuordnen wäre.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenOptisch ist "Don't Come Knocking" ein Meisterwerk mit teils traumhaften landschaftlichen Tableaus und Kompositionen, die in ihrer Einsamkeit an die Bilder des US-amerikanischen Malers Edward Hopper erinnern.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenEinfache Handlung mit guten Dialogen, gesprochen von tollen Schauspielern im unvergleichlichen Wim-Wenders-Style. Howdie!
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenDer jüngste Film von Wim Wenders erzählt, ähnlich wie schon Paris, Texas (1984), in wunderschönen Bildern die Geschichte eines Mannes, der den Weg zu seinem Sohn zurückfinden will.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen[Regisseur Wim Wenders] hat sich vom ganzen Botschaftenwust und dem Gutmenschenkino seiner letzten Filme befreit. Und einen wunderlich schönen, wunderlich leichten Film gedreht.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenTypischer desillusionierter Post-Western von Wenders - dabei so spannend und interessant wie ein Thumbleweed in der Wüste in Zeitlupenaufnahme.
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Kommentare (13) — Film: Don't Come Knocking
Cayopei Fri, 22 Mar 2013 14:13:47 -0000
Kommentar löschenWenders schwelgt sich wieder in einer ruhigen Geschichte durch sein Amerika. Das ist schön bebildert, plätschert aber irgendwie dahin. Mehr als Roth und Shepard braucht es kaum für einen guten Film. Das der Filmsohn aber so überzogen austickt, weil sein Vater nach 20+ Jahren auftaucht, bleibt Unsinn. Naja, der ist halt Künstler, wa?!...
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craax Mon, 19 Nov 2012 18:43:37 -0000
Kommentar löschenDas ist keine Cowboy-Geschichte, nicht einmal eine des amerikanischen Westens.
Es ist ein Film, der intelligenten Menschen gefallen wird. Diejenigen, für die das Kino ein weiteres Mittel der Flucht vor sich selbst in eine Unterhaltungsmaschinerie ist, werden sich vermutlich weniger damit anfreunden können.
Sam Sheppard, der die Geschichte schrieb, spielt auch die Hauptrolle, die, hier stimmt die äußere Metaphorik dann, diejenige eines leidlich berühmt-bekannten Western-Darstellers ist, der eines Tages, „als es genug ist“,- spontan und ungeplant, stante pede, mit seinem Film-Outfit am Leibe, den Drehort verläßt und sich für seine bisherige Welt „wie in Luft auflöst“, sich wahrhaft „aus dem Staube macht“, direkt auf dem Film-Pferd, in die Westernlandschaft hinein. Dabei gelingen Wenders schon die ersten wunderbaren und unwirklichen,- als „schön“ identifizierbaren artifiziellen Bilder. Spätestens hier wird klar (wer mit Wenders Auffassung des filmischen Handwerkszeugs nicht vertraut ist) : hier wird keine übliche Story in sich ab-gespult (im Sinne von bieder hererzählt,- hier soll sich „Kunst“ ereignen. Die Impressionen sind erkennbar mehrdeutig, frachtbeladen,- hintersinnig: Der Regisseur und die Entwicklungs-Stufen sind oft durchdacht, rekapituliert, absichtsvoll, ausgesucht – und jede Menge „Natürli-ches“ ist weggelassen. Wenn wir hier etwas zu sehen kriegen, so erfüllt es eine bereitgestellte Funktion: wie z.B. wenn, im letzten Drittel des Films, der Hauptdarsteller in einer verlassenen Straße, seiner Flamme vergeblich folgend, sich umkehrt, resigniert an einen hohen Laternen-pfahl an einer Straßenecke lehnt – und so unversehens eines der berühmtesten Gemälde von Edward Hopper (dessen Ausdrucks-Befindlichkeit in diesem Film allüberall spürbar ist) nach-stellt (ohne das darüber en Wort verloren wird, ja, vielen Zuschauern dieses Gemälde kaum bekannt sein dürfte).
Sam Sheppard ist der halbberühmte Cowboy-Darsteller, der den Set verläßt. Warum tut er das? Die ersten Szenen des Films dienen dazu, die Daseins- und Sinn-Leere zu illustrieren, der er entflieht. Er hat , unter anderem, ein Alkohol-Problem; aber das ist nur der Deckmantel für das gähnende schwarze Loch, das sich in dieser Existenz erstreckt, welches damit zuge-deckt werden soll, wie allesamt Party-Gelage mit leichten Mädchen, Drogen, Affären, Be-kanntheit, und alle anderen Dinge, die mit leichtem und schnellem, mühelosen Geld zu kaufen sind,- hierzu dienen. Sam-Howard hält die nicht mehr betäubbare, zudeckbare Sinnlosigkeit dieser haltlosen Existenz nicht mehr aus. Er flieht, aber wohin? Er weiß es selbst nicht, kaum warum. Und verwischt trotzdem seine Spuren. Er braucht Zeit. Wie schön, das pures Leben gerade das bietet: nur Zeit, sonst nichts. Und das, was ist.
Nun sind wir im Film angekommen, der sich an eine Nachforschung daran macht, was einem Menschen Halt verleiht,- was ihn mit Sinn bestückt, was ihn sich nicht leer vorkommen läßt. Etwas sehr, sehr Allgemeines also. Kann ein Kunstwerk hier wagen, eine Antwort anzubie-ten?- Natürlich,... auch das. Fragen wird ja erlaubt sein. Antwort kriegen wird man sehen.
Die erste Station des Versuchs, den Freien Fall aufzuhalten, in dem sich *Howard befindet, ist seine Mutter. Die hat er, manche Zuschauer bemängeln es, seit dreißig Jahren nicht gehört oder gesehen. Ja, wenn man es für ungeschminkte Realität nehmen wollte! (obwohl solche Fälle vorkommen). Aber das hier ist keine Realität, sondern Kunst,- was nichts Schlechteres bedeuten muß. Howard schneit also bei seiner Mutter herein,- und hier, in dieser künstlerisch sehr komplizierten Situation, zeigt sich schon auch die ganze komplexe Qualität des Films,- und das die Mittel den Absichten durchaus gewachsen sind: die erste ungeheuer starke Frau-enfigur des Films taucht auf,- bekommt vielmehr Gelegenheit zur Bewährung, zu zeigen, wes Geistes-Kindskaliber dieses Kunstwerk ist: aus einer schwierig,- ja fast unmöglichen Dar-stellungs-Aufforderung holen die beiden heraus, was herauszuholen ist,- ohne das es kitschig, völlig erlogen, unnatürlich und lasterhaft klingt und sich anfühlt: die ganze unwahrscheinliche Situation „wird abgekauft“, ja könnte sich gerade darum, weil es so unwahrscheinlich ist, in Wirklichkeit so abgespielt haben. Die momentane Wahrheit „stimmt“,- erfüllt ihre Zuträger-Funktion innerhalb der Story-Entwicklung,- ohne das es merkbar wäre,- die Zuschauer in der momentanen Absicht aus der Hand des Regisseurs oder Schauspielers oder der Erzählung fallen. Sie bleiben geborgen,- innerhalb des ganz unmöglichen Konstrukts. Also bravissimo, die Geschichte funktioniert,- alles, was ihr dienen und in ihr, sie zu errichten, beihelfen muß, trägt. Beruhigt und mit gewachsenem Vertrauen folgen wir weiter.
Von seiner grandiosen Muttergestalt beschützt und behütet (Polizisten nach einer durch-sumpften Sohnes-Sauftour-Randale-Nacht besänftigend und einlullend,- oder instinktiv sicher nachstellende Spürhunde irreleitend), macht er sich, in der Begegnung mit ihr auch eine ge-nauere Richtung seiner Suche erhaschend, an den nächsten Schritt seiner mühsamen Identifi-kation (dessen, was einem Menschen, vielleicht, Sinn verleiht) (wenn er selbst, und alles, was man sich selbst gewähren kann,- nicht genügt).
Denn sie hat ihm gesagt, das er vermutlich, vor einer Ewigkeit vor dreißig Jahren, bei Drehar-beiten zu seinem ersten großen Film ein Kind gezeugt hat, dessen Mutter einmal sich bei ihr gemeldet hätte, beim Versuch, ihn zu erreichen. Er hat keine Ahnung. Mutters überläßt ihm sang- und klanglos das wunderschöne Oldsmobile seines verstorbenen Vaters und das Road-Movie nimmt seinen Fortgang. Der coole genasführte Versicherungsagent probiert vergeblich versöhnlich zu spät einen von Mamis wunderbaren Keksen („einer kann nicht ... schaden“).
Und weiter geht’s: oben, in einem gottverlassenen Kaff in irgendeinem Montana, werden die Handlungsstränge zu einer endlichen Schlinge, in der sich Howard fangen soll, verknüpft: das mysteriöse blonde Mädchen, Schillers Reinheitsdenkem entsprungen, mit der blauen Urne (aus photogenen Gründen) der Asche seiner Mutter stets unterm Arm,- mustert bereits munter den in die Landbar eintretenden Cowboy,- während die Barfrau seine verflossene Flamme ist („wo, zum Teufel, hast du all die Zeit gesteckt?!“) – das darf man nicht witzig und unwahr-scheinlich nehmen, weil es für die Erzählung der Geschichte völlig belanglos ist. In Wirklich-keit würde man natürlich etwas mehr Aufwand der Ermittlung zu treiben haben, - mit demsel-ben Ergebnis. Also sei‘s drum, wir bekommen bloß den Kleinkram erspart (hier würde Goe-the zucken),- und wer da auf der Bühne steht und (gar nicht schlecht einmal) singt, ist der Sohn,- denn wo wir die ganze Zeit dachten, er wäre eine sie, handelt es sich um Earl-„y“, der gar nicht davon erbaut ist,- plötzlich einem Mann, der sein Vater ist, gegenüberzustehen. Eine Szene folgt der nächsten.
Nun kommt doch noch ein bißchen Kleinkram: dekorativ-diffuses Gezoffe, Gekeife, Gezerre, selbst fast-Tätlich werden die beiden Manns-Gestalten,- jung und alt,- um ein weniges Haar, das dem anderen aufs Ei genau gleicht. Gelegenheit für viele schwere bedeutungsschwangere Sprüche ( er ist genau wie ich u.ä. ). Herausgehoben muß aber doch die grandiose Szene auf offener Straße, wo Doreen ihrem Howard die Meinung geigt,- und zwar nach Strich und Fa-den, und ihm die unliebsame Wahrheit ins Gesicht schlägt, das er nach dreißig Jahren unter-kriechen will,- um von Frauenwärme „beschützt“ zu werden. Das alles hört sich gut an, und lohnt sich auch, und ist gar nicht so absurd, wie es auf den ersten Blick klingt. Wie gesagt,- hier handelt es sich nicht um Realität,- sondern um eine Auffassung, ein Bild, eine Rekapitu-lation von Realität: eine künstlerische Absicht und Verklausulierung. Dafür, das es so ab-schreckend sich anhört,- ist es gar nicht einmal übel anzusehen,- ja, gib es ruhig zu: ist es so-gar ein Genuß. Denn man unterhält sich nicht oft ungestraft mit einer nicht unbedeutendem Ansicht über die tiefere Bedeutung des Lebens.
Schließlich kommen wir zum, zu Unrecht von Vielen als dürftig, und hinkend, empfundenen Schluß: dem ich stimme ich in dieser Hinsicht nicht zu (das er hinkt).
Was soll Wenders machen, um in seiner Geschichte zu bleiben, ohne in Kitsch abzurutschen? Die Autonomie seiner Figuren (ihr glaubwürdiges Bisher im Leben) muß doch gewahrt blei-ben! – Oder soll er sie einfach in Bute niedersetteln,- und am heimischen Familientisch fürder einzig Truthahn verzehren lassen? – Das wär – schrecklich! alles umsonst gewesen! – Nein – der Clou kann nicht sein, aus dem lonesome cowboy, der dreißig Jahre nichts außer sich selbst und seinem eigenen i-diotischen Gesetz kannte,- über Nacht einen fürsorglichen Familiendad-dy zu machen, der seinen (erwachsenen) Liebsten abends einen Gute-Nacht-Kuß vor dem Einschlafen aufdrückt. Wo sind wir denn hier? Etwa nicht im realen Leben? So einfach funk-tioniert das nicht.
Die sonstigen vertraglichen Bindungen, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens eingeht, holen ‘Cowboy, wie sollte es sein, schließlich doch erfolgreich wieder ein. Aber zwischen-durch ist Entscheidendes passiert: er hat seine Tochter in den Arm genommen,- als sie auf einen Wink von ihrem wartete („gibt es, hast du ein Geheimnis, für mich? Verrätst du es-, verrätst du dich - mir?“) – und sich mit seinem Sohn herumgestoßen – und seine Doreen hat ihm, nachdem sie ihn zusammengebrüllt hat,- einen leidenschaftlich verzweifelten Kuß auf-gedrückt – und die Figuren haben sich füreinander, nach all den zugefügten, durch ihre bloße Konstellation zueinander entwickelten Schmerzen (dazu mußte niemand etwas Besonderes tun,- außer geboren werden oder am Leben zu sein),- geöffnet,- und ihren Bezug aufeinander offenbart. Sie sind nicht allein,- mit dem Loch in sich,- das „nicht zu stopfen“ war (der Sohn, der seinen „Fall“ beschreibt). Sie werden verstehbar, auffindbar, identifizierbar füreinander: sie erkennen sich, indem, was geht, und was nicht. Sie „verzeihen“ einander : „verstehen“,- sehen sich, nehmen sich wahr,- ist besser.
Der Agent nimmt (an sinnbildlichen Handschellen) Howard wieder gefangen und führt ihn mit sich fort ; die Zwänge des Lebens sind so. Doch zuvor, bevor er entschwindet, wirft ihm Earl, - Howard den Schlüssel („von deinem Großvater!“) zu – zum prachtvollen Buick, mit dem, vermutlich, am Ende, das kleine nachgewachsene Trio – zu ihm, Howard be-suchen?- unterwegs ist,- und verschwindet auf dem fernen Asphalt einer Wüstenstraße,- einem unbe-kannten, doch gefühltem Ziel (dem Drehort?) entgegen, vorbei an einem stillen, bleibenden Straßenschild (‚ Divide 1 (mile) Wisdom 52 ‘). Niemand weist auf dieses Hinweis-schild hin, es steht einfach so da. Es ist nicht anzunehmen, das die meisten Zuschauer die of-fenkundige Bedeutung dieses simplen Bildes übersehen- und überlesen hätten.
Der coole aseptische Versicherungsagent (welche Symbolik!) draf noch einmal die Lehre des Films rekapitulieren : „Radio?- Nein. Hab ich was dagegen! Die Berührung mit der Welt – Werbung Pest und Cholera – NICHTS hat sich geändert! – brauche ich nicht.“ Howard lä-chelt. Er hat soeben die Welt berührt, nachdem er lange, wie der Agent, aseptisch lebte – es ging nicht. Nun, in Handschellen, also nicht ganz freiwillig, kehrt er zurück an den gewohnten Set.
Nun darf endlich die zuvor gezierte Hauptdarstellerin-Kußszene stattfinden, die sich weigerte, dasselbe einem Double zu tun,- und er sich dekorativ mitsamt Pferd aufbäumen,- wogegen die Schar der Nachkommen samt Anhang für sich trällert, dem Horizont zu, munter die neue Be-deutung des „Howard-Songs“ : „hat er sich wieder verpißt, ist er wieder verschwunden, der Howard, hat wieder Schiß (gehabt), hat sich davon gemacht, gekniffen, der Ho-ward?-....“ – doch diesmal nicht mehr bitter-kraftlos-verzweifelt,- sondern ver-söhnt, be-töchtert. (Denn der blonde Engel war natürlich sein Töchterlein im Weiteren. Wir hatten also doch recht). Gute Reise, woauch-immer-hin, wasauch-immer-entgegen, wenn wir auch glauben: es wird der Set sein. Beachten Sie die wunderbare Farbharmonie des letzten Bildes. Sie stimmt herr-lich, wie bei vielen, zwischendurch. Deswegen.
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Reli Thu, 08 Nov 2012 19:52:02 -0000
Kommentar löschenAch ja Wim Wenders, so richtig warm geworden mit seinen Filmen war ich noch nie, als dieser Streifen aber als sein bis dahin bester angepriesen wurde, dachte ich mir: gut, gibst du ihm und dir eine Chance, vielleicht wird es eine neue Liebe... die wurde es nicht, dafür war der Film viel zu Substanzlos, unausgegoren und die Freundin seines plötzlichen Sohnes mit dem permanten Geschrei "Dein Vater is`n Bulle" machte es nicht besser. Schade das S. Polley so Randbesetzt blieb. Ehrlich gesagt: ich war von dem Film ähnlich gelangweilt, wie der Hauptproteganist von seinem Leben. Vom Ende will ich gar nicht erst anfangen. P.S: mit "Pina" hat mich Wenders dann doch noch überzeugen können :-)
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eisbaerdios Tue, 03 Jul 2012 18:38:32 -0000
Kommentar löschenIrgendwie sehr substanzlos. Bin wohl kein Wenders Fan. Hab es schon nicht geschafft Himmel über Berlin durchzuhalten. Den hier habe ich nur aus Prinzip zu Ende geschaut, um wenigstens einen Wenders gesehen zu haben.
War sicherlich mein Letzter.
Das Schauspiel bzw die Schauspielführung ist das Schlimmste was ich in letzter Zeit gesehen hab. Unglaubwürdig und überspielt, total theatralisch und überzogen. Einfach nur Theater. Da fehlt mir dann leider jegliche Empathie den Figuren gegenüber.
Ebenso die Kameraführung und Lichtsetzung hat mich immer wieder aus den Film gerissen.
Meine Güte, das kann jeder Hochschulschüler besser ausleuchten.
Vielleicht ist es sein Stil, den Zuschauer damit rauszuwerfen. Aber dann mag ich diesen Stil mal so gar nicht.
Oh genau. Die Dialoge. Puh.
Aber was mich wirklich am meisten ärgert. Die Kritik die ich anführe, ist in dem Sinne keine Schwäche des Films, denn es ist alles so gewollt. Es will anders sein, will vielleicht Kunst sein. Das ist echt zum kotzen. Denn es ist nicht so, dass in der Geschichte Potenzial gesteckt hat.
Es gab eine Szene, die es geschafft hat mich zu berühren. EINE.
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MMX Wed, 16 Feb 2011 17:06:34 -0000
Kommentar löschenMan muss schon ein wenig in die Bildgestaltung Von wender verliebt sein um diesen Film zu mögen. ich bin es jedenfalls
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spanky Tue, 08 Feb 2011 16:30:28 -0000
Kommentar löschenAuch wenn er hier zusammen mit Sam Shepard inhaltlich sein "Paris, Texas"-Gulasch wieder aufwärmt: Wenders komponiert wunderbar poetische Bilder aus Amerikas Nordwesten und erschafft das Gefühl eines romantischen Neowestern. Und wie immer ist Jessica Lange einfach eine Freude.
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baser Sun, 10 Oct 2010 11:14:26 -0000
Kommentar löschenEin eher schwacher Wenders. Alles was hier gezeigt wird, hat man in anderen Wenders Filmen schon einmal und besser gesehen.
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Nayuma Fri, 14 May 2010 08:46:07 -0000
Kommentar löschenVolle Punktzahl für einen Film, der es versteht mit Gegensätzen auf den Punkt genau umzugehen und einen klasse Soundtrack hat. Auf der einen Seite vermittelt der Film Ruhe und Einsamkeit, dann sieht man aber wieder Verwirrung und Zorn. "Don't Come Knocking" hat künstlerisch gesehen so viel Wertvolles zu bieten. Sowohl einige Dialoge als auch die ein oder andere Szene sind ja sowas von auf'n Punkt gebracht, z.B. das lange Nachdenken auf dem Sofa oder die Geschichte von der Tochter wie sie nach Ähnlichkeiten gesucht hat. Also naja, ich fand den sehr gut. Kann ich nur weiterempfehlen.
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doctorgonzo Wed, 23 Dec 2009 12:19:15 -0000
Kommentar löschenStiller und schöner Film, der mehr vom Spiel der Darsteller als von einer übermäßig kreativen Story lebt. Trotz (oder gerade wegen?!) des Verzichts auf beeindruckende Highlights erzählt der Film seine Geschichte sehr lebendig. Besonderes Lob verdient sich Tim Roth als Versicherungsermittler.
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der Suk Fri, 31 Jul 2009 22:49:16 -0000
Kommentar löschenFür Auge und Herz kann der Arzt mir ohne weiteres Wenders Filme verschreiben. -Don´t come knocking- ist derzeit mein Favorit, wenn es auch noch um Ausgeglichenheit gehen soll.
Wenders hat wieder malen lassen; eine kleine Geschichte, ganz groß. Als ich anfangs von der Handlung erfuhr, dachte ich: "Nanü, eine Alternativ-Version von Broken Flowers?"... doch weit gefehlt. Ein Western, ohne eine einzigen Schuß, der mitten ins Herz trifft. Kunstgriff, oh, Lonesome Cowboy...Jessica Lange und Sam Shepard spielen einfach erstklassig und die Trockenheit eines Tim Roth ließ des öfteren schon mal das Gesicht lächelnd einreissen. Hier hat Wenders echt noch mal bewiesen, dass er sich sehen lassen "Cannes".
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8martin Fri, 17 Oct 2008 17:31:03 -0000
Kommentar löschenUm sich selbst und seine Vergangenheit zu finden, verlässt der inzwischen weniger erfolgreiche Filmstar das Set. Er muss feststellen, dass er vor ungefähr 20 Jahren zwei Kinder in die Welt gesetzt hat. Deren Reaktionen fallen beim Wiedererkennen sehr unterschiedlich aus – und auch die der jeweils dazugehörenden Mütter. Mit viel Einfühlungsvermögen, wunderschönen Bildkompositionen und fabelhaften Hauptdarstellern ist Wim Wenders wieder einmal ein fantastischer Film gelungen. Die Kamera umkreist fast schmeichlerisch die Akteure, wenn sie ihre innersten Empfindungen und auch Verletzungen offenbaren. Und was für ein Schluss! Unbeschreiblich, man muss ihn einfach gesehen haben.
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Iwan Goratschin Tue, 10 Jun 2008 12:37:47 -0000
Kommentar löschenErstaunlich - ein Film der filmisch außer schönen Lanschaftsaufnahmen nicht viel zu bieten hat - und mich trotzdem gefesselt hat.
Ich finde eigentlich keine handfeste Erklärung dafür, dass mir der Film gefallen hat.
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Mr.Floppy Sat, 25 Aug 2007 18:29:35 -0000
Kommentar löschenBesser als mein Vorredner kann ich es nicht sagen. Einfach nur *gähn*
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