Dr. Mabuse, der Spieler - Ein Bild der Zeit
Dr. Mabuse, der Spieler (1922), DE Laufzeit 242 Minuten, FSK 6, Thriller, Kriminalfilm
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von Fritz Lang, mit Rudolf Klein-Rogge und Aud Egede Nissen
Dr. Mabuse ist ein Mann mit vielen Gesichtern und unterschiedlichen Identitäten. Er lässt Geheimpapiere rauben und manipuliert den Verlauf der Börse. Er tritt in der Berliner Philharmonie als Wissenschaftler auf und spricht über Psychoanalyse. Er setzt seine Geliebte, die Tänzerin Cara Carozza, auf den jungen Millionär Hull an, setzt ihn unter Hypnose und nimmt ihm so beim Glücksspiel ein Vermögen ab. Durch Hull kommt Staatsanwalt von Wenk auf Mabuses Spur. In einem illegalen Spielclub lernt der Staatsanwalt die abenteuerlustige Gräfin Dusy Told kennen. Auf der Suche nach dem Verbrechen sitzt von Wenk am Spieltisch ahnungslos Mabuse gegenüber; es gelingt ihm, sich den hypnotischen Kräften des Spielers zu widersetzen; wenig später entkommt er knapp einem Anschlag Mabuses. Ein Großeinsatz der Polizei gegen Mabuse im “Casino Petit” bleibt erfolglos. Von Wenk lässt Cara Carozza festnehmen, aber sie ist nicht bereit, gegen Mabuse auszusagen. Mabuse zwingt Graf Told mit Hypnose zum Falschspiel und nützt den folgenden Eklat, um die Gräfin in seine Gewalt zu bringen.
Teil 1: Der grosse Spieler – Ein Bild der ZeitDr. Mabuse (Klein-Rogge) ist ein angesehener Psychater. Allerdings führt er ein Doppelleben in dem er als Bandenchef fungiert: die mafiöse Bande ist mit Geldfälschung, Schmuggel, Betrug, Glücksspiel und sogar Manipulation von Börsenkursen beschäftigt.
In einem der Spielsalons lernt er die Gräfin Dusy Told (Gertrude Welcker) kennen, die er für seine Geschäfte gewinnen kann.
Mabuse wählt dabei immer andere Identitäten und tritt mal als Hotelchef, Psychater, Zauberer oder mal als Spieler auf. In jedem Fall ist er auf dem Höhepunkt seiner Macht und kann viele Menschen dank seines “magischen Auges”, der Hypnosefähigkeit, manipulieren und steuern.
Teil 2: Inferno – Menschen der ZeitDie Gräfin Told soll Mabuses schöne Komplizin Cara Carozza (Aud Egede Nissen) aushorchen und folgt dieser schließlich ins Gefängnis. Carozza aber liebt Dr. Mabuse und nimmt sich aus Verzweiflung ihr Leben.
Mabuse, der im zweiten Teil des Films oft als Zauberer auftritt, interessiert sich jedoch nicht für Carozza, sondern begehrt die Gräfin. Aus diesem Grund entführt er sie und erniedrigt ihren Mann und bringt ihn unter Hypnose zum Selbstmord.
Mabuses Untergang beginnt sich anzubahnen…
Bewertungen
Doktor Mabuse war von vornherein nicht nur als glänzender Thriller, sondern als zeitgeschichtlicher Kommentar konzipiert, in dem der Meister der Verkleidung und geniale Verbrecher die wahren Übel seiner Zeit verkörpert.1
Wissenswertes
Der Film basiert auf der Romanvorlage von Norbert Jacques.
1932 erschien Langs erster Tonfilm Das Testament des Dr. Mabuse
1961 produzierte Lang das High-Tech-Überwachungsdrama Die 1000 Augen des Dr. Mabuse
Weiterführende Informationen
Mehr Informationen zu Regisseur Fritz Lang
Weitere Informationen im Internet
Filmbeschreibung bei der Murnau-Stiftung (dt.)
Quellen
Schneider. 1001 Filme. Zürich: Edition Olms, 2004. S. 43
Dr. Mabuse, der Spieler bei der Wikipedia (dt.)
1 Schneider. 1001 Filme. Zürich: Edition Olms, 2004. S. 43
Cast & Crew
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Fritz Lang
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Rudolf Klein-Rogge
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Aud Egede Nissen
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Gertrude Welcker
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Alfred Abel
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Alfred Abel
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Bernhard Goetzke
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Regie
Schauspieler
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Paul Richter
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Robert Forster-Larrinaga
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Hans Adalbert Schlettow
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Georg John
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Charles Puffy
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Grete Berger
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Julius Falkenstein
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Gottfried Huppertz
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Fritz Lang
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Thea von Harbou
- Genre
- Thriller, Kriminalfilm
- Zeit
- 1920er Jahre
- Ort
- Berlin, Zug
- Handlung
- Aktie, Anführer, Angst, Betrüger, Börsenmarkt, D-Mark, Diskothek, Dollar, Doppelleben, Doppelte Identität, Falschgeld, Fremdgesteuertes Handeln, Fälscher, Fälschung, Gang, Geheimbund, Geheime Identität, Geheime Zentrale, Geheimhalten, Geheimnis, Geheimorganisation, Hypnose, Identität, Inflation, Kasino, Klassiker, Korrupte Polizisten, Korruption, Kurier, Mafia, Mafiaboss, Mafiosi, Manipulation, Maske, Opfer, Panik, Persönlichkeitsstörung, Propaganda, Psychiatrie, Psychoanalyse, Psychose, Roman, Schrecken, Spionage, Verbrechen, Verbrecherisches Unternehmen, Verbrechernetz, Verkleidung, Versteck, Zauberer, Zugfahrt, Zylinder
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Drehbuch
Filmdetails Dr. Mabuse, der Spieler - Ein Bild der Zeit
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Kritiken (2) — Film: Dr. Mabuse, der Spieler - Ein Bild der Zeit
Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds
Kommentar löschen4,5 Stunden dauert Fritz Langs Epos, langweilig wird der Film aber zu keinem Zeitpunkt. Allerdings verliert sich Dr. Mabuse bisweilen in Belanglosem, anstatt die Handlung vorranzutreiben, sodass Spannung nur selten aufkommt. Gut ist dagegen die Grundidee und auch die Charaktere sind überzeugend, der titelgebende Bösewicht ist eine tolle Figur. Da Fritz Lang viele Impressionen des Lebens in der Weimarer Republik einfließen ließ, verleihte er dem Film aus heutiger Sicht einen dokumentarischen Charakter, der die Langatmigkeit teilweise ausgleicht. So ist Dr. Mabuse ein interessanter Film und bietet die Grundlage für den noch wesentlich besseren zweiten Teil.
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Ulrich Behrens
Kommentar löschenInspiriert durch einen in einer Berliner Zeitung veröffentlichten Fortsetzungsroman von Norbert Jacques schuf Fritz Lang mit diesem ersten Mabuse-Film, der 2001 in einem aufwändigen Verfahren auf Basis mehrerer noch vorhandener Filmkopien restauriert und mit neuer Musik bestückt wurde, im wahrsten Sinn des Wortes einen Meilenstein der Filmgeschichte – Vorbild für viele Filme seit seiner Entstehung. Aber nicht nur das. Der Film rekurriert in einer schier unglaublichen Weise auf die damalige Zeit nach dem ersten Weltkrieg – auf die Zerrissenheit eines Landes, das einen von ihm angezettelten Krieg verloren hatte, das durch den Versailler Vertrag unter harte finanzielle Bedingungen gestellt worden war und in dem vor allem die restaurativen, reaktionären und nationalistischen Kräfte daran gingen, ihre Vormachtstellung, die sie im Kaiserreich inne gehabt hatten, zu erneuern.
Mabuse – das ist der Scharlatan, der Verführer, der Trickbetrüger im großen Maßstab, der Blender, der psychologisch geschulte Manipulator, der deutlich formuliert, worum es ihm geht: Menschen und ihre Schicksale zu beherrschen, zu beeinflussen, als Werkzeug zu benutzen. Es mag sein, dass Lang mit diesem ersten Mabuse-Film den Anstreicher aus Braunau noch nicht im Visier hatte – wie auch, wenn Hitler zu diesem Zeitpunkt noch ein nicht sehr bekannter Politiker war. Doch das Gespür für den Volksverführer, der alle Register der Manipulation zieht, um seinen Allmachtsphantasien zum Durchbruch zu verhelfen und vor Mord nicht zurückschreckt, ist über die gesamte Handlung hin deutlich.
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Kommentar — Film: Dr. Mabuse, der Spieler - Ein Bild der Zeit
Kommentar schreibenalanger 2010/02/25 22:51:18
Kommentar löschengeh ich mit ...und will sehen.
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