Drachenläufer - Kritik

US 2007 Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 17.01.2008

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Kritiken (8) — Film: Drachenläufer

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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8.5Ausgezeichnet

Forster zeigt nicht nur Diskriminierung, sondern auch, wie es selbst den Wohlmeinendsten nicht gelingt, unsichtbare gesellschaftliche Schwellen zu überwinden - was selbst für die Exilanten in den USA noch gilt. Er legt offen, wie einer, der Schuld auf sich geladen hat, sein Unwohlsein auf das Opfer projiziert. Und er setzt einen humanistischen Bildungsbürger aus Afghanistan in Szene, der in einer Situation auf Leben und Tod seltene Zivilcourage an den Tag legt.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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6.5Ganz gut

Die Kämpfe der Drachen am Himmel Afghanistans werden unvergesslich bleiben. Forsters geflügelte Kamera, die uns schon in „Finding Neverland“ beeindruckt hat, sorgt für reinstes Kino der Kinetik. Doch es bleibt die Geschichte die „Drachenläufer“ so fesselnd macht und auch Forster weiß das. Von Anfang an unterwirft er sich dem Stoff und versucht ihn so gut wie es geht auf die Leinwand zu übertragen. Das gelingt ihm hervorragend, vor allem durch den sehr guten Cast, der einfach aus guten Schauspielern, jenseits der Hollywood-Stars, besteht. Einziges Manko bleibt der etwas lasche Zug in der Handlung. Die reine Gegenüberstellung des alten und neuen Kabuls hätte ausgereicht. Im Mittelteil dagegen verliert die Handlung den Schwung. Auch das Ende hätte zwei Szenen früher einsetzen können.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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5.0Geht so

Poetisch, sensibel und plastisch ist der erste Teil des Films, die lange Rückblende in die Kindheit umgesetzt, in satten Farben. Gerade im Vergleich dazu wirkt Amirs Leben als Erwachsener in San Francisco ein wenig blass [...] Es fehlt im Film die Zeit, alle Beziehungen, Ereignisse, Verflechtungen in epischer Breite zu erzählen.

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alviesinger: bummelkino

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5.5Geht so

Forster schafft die perfekte Umsetzung des massenkompatiblen Erfolgromans/Drehbuchs. Emotionen werden geweckt, die Gier nach kultureller Exotik wird bedient und nun weiß auch Klein-Lieschen das die Afghanen eigentlich ganz nette Leute sind und es in Kabul auch mal schöne Ecken gab. Eben genannte Ecken gibt es im Film indes nicht. Der ist faltenfrei glatt gebügelt und formschön konsumierbar.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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4.0Uninteressant

"Drachenläufer" ist ein Hollywoodprodukt, trotz seiner afghanischen und iranischen Darsteller/innen. Dass eine Verfilmung der Komplexität der Buchvorlage niemals gerecht werden kann, ist nicht das Problem. Vielmehr erkennt man schon an ihrem typischen dramaturgischen Dreisatz Schuld-Scham-Erlösung beziehungsweise Vergebung, für welchen Markt sie geschrieben wurde. Hier braucht sich Forster nur zu bedienen und tut dies leider mit zum Teil recht eindimensionalen Charakteren und einer Riesenportion Sentimentalität.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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6.0Ganz gut

Es spricht für den deutschen Regisseur, hier nicht permanent auf die Tränendrüsen zu drücken. Umso deutlicher treten dafür die Schwachstellen des Originals auf, die ein wenig vorhersehbare Dramaturgie mit ihren "überraschenden" Wendungen und Wiederbegegnungen, die man als Rezipient längst erahnt.

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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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7.0Sehenswert

Das unaufdringliche Setdesign, die Landschaftsaufnahmen und dezent animierten Bilder vom Drachenflugwettbewerb sind ein Genuss. Wer allerdings tiefere Einsichten in die afghanische Kultur, Hintergrundwissen zur politischen Entwicklung zwischen den siebziger Jahren und dem Jahrtausendwechsel vom Film erwartet, wird bitter enttäuscht.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.0Sehenswert

Ohne sich wirklich von der Buchvorlage emanzipieren zu können, inszeniert Marc Forster („Wenn Träume fliegen lernen“) diese anschmiegsame Geschichte um eine Freundschaft mit Konsequenzen als bewegendes und vor allem zum Schluss auch packendes Drama. Dabei gelingt es dem in der Schweiz aufgewachsenen Regisseur, die von Hosseini in seinem Roman skizzierten Figuren erstaunlich lebendig werden zu lassen, was nicht zuletzt den weithin unbekannten, dennoch ganz großartigen (Nachwuchs)darstellern zu verdanken ist. Dies verbindet Forster mit dem unverhohlenen Appell, diesem geschundenen Land mit seinen eingeschüchterten Bewohnern möglichst schnell auf die Beine zu helfen, damit es endlich wieder an eine Zeit anknüpfen kann, in der es nicht der Schlagzeilenlieferant unser täglichen Abendnachrichten war.

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Kommentare (31) — Film: Drachenläufer


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Kamell

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Bewertung7.5Sehenswert

"Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen" lautet ein Buchtitel von Siba Shakib, die mehrere Jahre als Beraterin der UN-Friedenstruppe ISAF, für dort eingesetzte NATO-Truppen und auch für die Bundeswehr tätig war. Bisher habe ich es weder übers Herz gebracht, das zu lesen noch die Romanvorlage für den Film. Was ich aber aus anderer Literatur am Rande erfahren habe, ist genug, um mich hinreichend bestürzt über die wenigen Eindrücke in diesem Film sein zu lassen.

Die erste Hälfte von "Drachenläufer" zieht sich etwas, eine beschauliche Schilderung der Höhen und Tiefen einer Freundschaft zwischen zwei Jungen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten sowie das Drama der Vertreibung und des Neuanfangs bilden den Bodensatz der Geschichte, sind teilweise aber etwas langatmig. Die zweite Hälfte bringt dann viel Bewegung und eine knappe, skizzenhafte Schilderung der gesellschaftlichen, menschlichen Katastrophe, die über Afghanistan hereingebrochen ist. Und darin sehe ich die große Stärke des Films, deshalb ist er sehenswert.

Der Rest - Festhalten an und Wiedergewinn von Werten, Wiedergutmachung einer moralischen Fehlleistung - macht die Tragik einem westlichen Publikum filmisch genehm, da er zu einer Heldenreise in einer guten Geschichte gehört wie das Amen zum Gebet. Der versöhnliche Schluss kann die Tragödie nicht verdecken, mich bewegte nach dem Sehen die Überlegung, dass diejenigen, die dort bleiben mussten/müssen (wie die Kinder im "Waisenhaus"), einem Terror ausgesetzt sind, der trotz internationaler Hilfe nicht beendet ist. Das rechtfertigt auch die auf der DVD vorgeschaltete Ansprache Hosseinis, der darauf aufmerksam macht - zurecht.

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craax

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Bewertung7.5Sehenswert

Natürlich ist das ein amerikanischer -, oder sollte man sagen, ein westlicher – Film, der seine Erzählweise, so weit es dieserarts möglich ist, aus einer anderen Kulturtradition hernimmt. Vielleicht wird er für „uns“ durch diese Bahn übermittelbar; man sollte ihm also nicht vor-werfen, das er ein amerikanischer Film in asiatischer Verkleidung ist. So verhält es sich nicht: es ist keine Verkleidung,- schon gar nicht eine Kostümierung.
Der Film nach einem Buch. Das Buch von einem Menschen gebürtig aus Afghanistan, nach Amerika vertrieben: einem nunmehr Bewohner zweier Welten, der sich beiden erklären muß. So etwas passiert nicht oft: es ist ein Angebot, das einem selten unterbreitet wird, da die we-nigsten Menschen je den Ort,- geschweige denn die Herkunft ihrer Geburt verlassen. Pilger,- Erdbewohner gibt es nicht viele; begegnet man einem, und bietet sich die Möglichkeit zu ei-nem Austausch,- und mag man sie nutzen, hat man eine phantastische Möglichkeit, sich be-reichern zu lassen.

Dies ist kein >amerikanischer< Film, wie ich mißwollend gelesen habe; dies ist ein Film zwi-schen den Welten. Dieser Film bedient auf ebendiese Weise keine Hollywood-Klischees; ein Klischee ist eine falschgewordene Plattitüde, in der eine Fahne anstelle der Wahrheit ge-schwungen oder, da das zuviel Elan erfordert, einfach nur unbeteiligt vorgezeigt wird; wer aber nach dem Erlebnis dieses Films mit dem Gefühl der Vorführraum verläßt, das der Autor – oder auch Regisseur – es nicht ernst –also unwahrhaft – gemeint hat -,- betrogen worden zu sein,- der müßte, vermutlich, schon ein etwas dickeres Fell als üblich,- und vielleicht auch gut für ihn wäre,- haben.

Sicher ist die Welt der hier dargestellten Wahrheit nicht kompliziert; es sind elementare Ge-fühle und Haltungen, die um Ausdruck ringen. Elementar wie Ehre, ein westliches Unwort mittlerweile (aus gutem Grund), Treue, Freundschaft, Feigheit. Ein Nicht-Unwort im Westen , ein Wort mit gutem Klang, wäre zum Beispiel Zivilcourage,- auch Schriftsteller; aber was ist mit ‚Drachenläufer‘ ? – ein poetisches Wort.

Tatsächlich kulminiert im Film die Szene, als ganz Kabul während des Vorfrühlings zum Drachenfest sich auf die Straße begibt, zur Schlüsselszene einer lebenswerten,- wenn auch dem Westen äußerlich unähnlichen Welt; ein Klischee mag das für die sein, denen die indivi-dualistische Kultur Amerikas zur eigenen, Kraft ihrer Kindheit gewordenen ist, werden muß-te, bin versucht zu sagen; denn in, ich wage es zu sagen, den meisten gesellschaften unseres Planeten ist es nicht so und gleicht Kindheitr eher dem Gemeinschaftserlebnis, wie es hier geschildert wird. Ja, ich denke es ist so: die meisten Menschen wachsen in einem ideelen Ge-meinschaftsverbund auf. Damit ist nicht gesagt, daser gut oder besser als die Alternative wäre; es sagt nur, das traditionelle verwurzelungen des Einzelnen immer noch eine große Macht auf diesem Planeten darstellen. Der Westen, kraft eines geschichtsungewohnten Wohlstandes, leistet sich vielfach die Haltung, diese Verwurzelung als rückschrittlich etwas von über die hohe Schulte herab anzusehen, weil Traditionen in der Regel wohl etwas verwickelt -, viel-leicht auch sinnentleert,- aber nicht kompliziert sind; sie können dies letzte nicht sein, weil Menschen in der Regel einfach sind und zur Einhaltung Traditionen erfordern, die ihnen ent-sprechen und umgekehrt. Religionen sind der einfachste gemeinsame Nenner von Vielen; die meisten allgemeinverbindlichen Vorstellungs-Verpflichtungen ebenfalls. Wo zum Beispiel von Ehre zur Sprache gelangt, geschieht zweierlei ; ein schlichtes Gemüt spricht; und es ist ihm ernst. Ehre ist nicht kompliziert ; und mit Ehre spaßt man nicht, weil menschen für Wahrheit töten, und es viele Wahrheit gibt: komplizierte – und einfache. Wir sagten es: einfa-che Menschen verfügen über einfache Wahrheiten. Der westliche mensch, in sei ner besten Kulturtradition, fühlt sich in der Regel als Gralshüter des komplizierten Anteils ihrer,- und dünkt sich damit gleich etwas besser; es ist Hochmut. Die meisten Menschen funktionieren simpel; und es ist gut, wenn sie gut funktionieren,- denn eine schlechte Funktion ist die eines Wilden,- im Sinne eines Barbaren -, eines Haltlosen, eines Sittenlosen, eines Egoisten, eines Verbrechers, eines Täters, der andere zu Opfern macht,- wie immer man es nennen will: DAS (zum Letzten gemacht werden) will keiner: und da sind Kulturen sich einig, kompliziert, oder eher simpel: Unrecht – verhindern.

Es gibt einfache und komplizierte Wahrheiten. In diesem Film ist, was uns eher selten im Film anmutet, von den einfachen die Rede. Das geht nur gut, wenn Ehrlichkeit spürbar ist: denn ein Armer im Geiste kann nur Sympathien beanspruchen, wenn spürbar ist, das es ihm ernst ist; Authentizität könnte man auch sagen.
Ich denke, diesem Film kann Authentizität nicht abgeleugnet werden; die Bilder sind einfach aber kraftvoll,- wie die Geschichte. Sie ist glaubhaft, wobei individuelle Genese entscheidet, was für den Einzelnen glaubhaft ist. Ich wünsche, das möglichst vielen Menschen, die diesen Film sehen, sie glaubhaft vorkommt, obwohl sie so einfach erscheint; denn diese Glaubhaf-tigkeit gerät anderes herum leicht zu einem Wort für Unverdorbenheit, wie sie ein Großteil der Welt noch empfinden kann,- und darauf angewiesen ist, sie zu ihrem Empfinden-Können vorfinden zu müssen ; ich rate den Pseudo-Intelektuellen, die sich hier Dicke tun, darüber nachzudenken, wann sie zuletzt einmal einer ganz simplen und unverblümten Tatsache, einer nackten Wahrheit, gegenübergestanden haben : um sich zu erinnern, das Wahrheit, wie ver-steckt und erahnbar nur sie manchmal auch sich eher verbergen als zeigen mag,- doch manchmal auch ganz schlicht und stark erscheint; vielleicht sogar oft. Nur erkennt man sie dann nicht leicht: weil sie, hier, stets in Gesellschaft einer Menge laut und unangenehm ran-dalierend auftretender Rüpel vereinzelt werden muß, weil Unwahrheit: bevorzugt schreihalsig und aufdringlich daherrempelt. Die Unwahrheit benutzt am liebsten immer noch Ellenbogen,- im Umgang mit der groben Masse; aber auch für diese muß es Wahrheit geben,- wenn auch stets schlicht,- niemals laut.

Also kein übermäßig lauter Film; ein schlichter, ja ; und am besten da, wo er am schlichtesten ist, nämlich im Erscheinen eines Khabuls vor der Invasion; auch dort der mensch, wie er im-mer ist; aber auch eine Welt, die mit dem Menschen, der sie bewohnt, zusammenpaßt; und, Gottseidank, - oder anders kann es nicht sein, ohne das sie mitgerissen würde -: das Böse vermag auf Dauer nicht die Oberhand zu behalten: denn dann wäre die Welt fort. Die Welt erhält sich, weil die Menschen in der Summe immer noch gut sind und die Bösen die macht-volle Ausnahme ; so einfach ist das. Würde sich das je ändern: wird es bald kein Bedauern mehr geben, das diese Tatsache trauernd bezeugen würde können. Indem wir das Böse bekla-gen: zeigen wir immer noch, das es nicht gesiegt hat,- auch wenn das Siegen schwerfallen mag.

Dies ist ein einfacher Film von einfachen Dingen; wer ist vor allem ehrlich,- eine Rarität und spürbar seltene edle Perle; ich wünschte, möglichst viele Menschen wären sich nicht zu scha-de – oder zu kompliziert – für seine so schlichte wie grandiose Wahrheit,- eines seltenen Gu-ten.
Die komplizierte Wahrheit wird dadurch nicht beschädigt: es mag vielleicht, eines tages, ge-lingen, die komplizierte und die einfache Wahrheit beizugesellen und aneinanderzufügen; aber es ist nicht nötig, das sie sich hassen oder aus dem Wege gehen. Das sollte man nur dem Unrecht tun: denn dies würde sich zu gern mit allem Möglichen paaren. Findet man den Ge-neral zu knöchern und reaktionär paternalistisch : reaktionär ist allein, eine „Promiskuitive“ zu steinigen (und wohlgemerkt, ihn nicht). Ein General mag Dreck am Stecken haben: viel-leicht gibt es keine ehrenwerte Generale; aber dann gilt dies für amerikanische ebenso. Ein Zwölfjähriger mag keine Perlengeschichten kennen,- oder schreiben? – hören Sie mal: das ist das Menschenalter dafür, emporgereift und unverdorben genug; ab zwanzig geht es moralisch abwärts, denn (spätestens) dann werden wir des Privilegs der Kindheit, ohne Mittäterschaft doch ernährt zu werden,- entrissen,- und in die Mündigkeit: das heißt das Mitschuldig-Werden (-Müssen),- entlassen : die geschlossene Räuberbande der Erwachsenen, die diesen Planeten plündernd marodierend überzieht, vor den angstvollen und stierenden Augen der Kinder, die alt genug wurden bereits zu verstehen und doch unschuldig zu bleiben wünschen und hoffen,- ohne das es mehr als Wenigen je gelingt.
Die Zahl der Wenigen zu vermehren ist unsere Aufgabe; und unser einziger Rückhalt zu fin-den dafür der Pool derjenigen, die einfach und doch wahr zu sein stets ehrlich bemüht sind.

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Kamell

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Etwas langer, aber schöner/guter Kommentar.


Sinthu

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Bewertung6.0Ganz gut

Wenn man das Buch gelesen hat dann tut der Film einfach nur wehh :'(
Ich hätte jedem, der das Buch gelesen hat, vom Film abgeraten aber viele Leser haben den Film trotzdem gut bewertet und von daher....

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JackoXL

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Marc Forster inszeniert ein eindringliches Drama über Freundschaft, Schuld und Sühne, das zudem das erschreckende Resultat zeigt, was die sowjetische Invasion und das daraus folgende Schreckensregime der Taliban aus Afghanistan gemacht haben. Realistisch, bewegend und sensibel umgesetzt. Ein oft leiser, an manchen Stellen aber auch schwer bedrückender Film. Kurz und knapp: Sehr zu empfehlen.

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WarrenAnname

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Bewertung6.5Ganz gut

Handwerklich voller Schwächen, punktet der Film objektiv durch sein Bekenntnis zur Freiheit - die meisten Zuschauer werden schlauer wieder herauskommen, als sie hineingegangen sind, was über nicht viele Filme sich aufrichtig sagen lässt.

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satura82

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film erreicht leider nicht den Tiefgang den das Buch vorlegt. Zum Glück kannte ich die Romanvorlage und konnte so dem Film besser folgen. Ohne diese Vorkenntnisse wären mir die Handlungen der Protagonisten wahrscheinlich äußerst seltsam vorgekommen. Nichts desto trotz hatte ich am Ende einen kleinen Kloß im Hals und ne Träne im Knopfloch. Romane zu verfilmen ist eben ganz große Kunst und bisher, meiner Meinung nach, nur bei "The green Mile" gut gelungen.

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8martin

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Bewertung9.0Herausragend

Eine gelungene Literaturverfilmung, auch wenn die Leser des Romans viele Details vermissen. Das Filmskript musste offenbar raffen und das ist im Großen und Ganzen gelungen. Die Grundidee kommt eindrucksvoll rüber. Zwei Jugendfreunde (Amir und Hassan) erfahren, dass sie Stiefbrüder sind. Also eine afghanische Familiesaga vor dem Hintergrund wechselnder Besatzungsmächte, die eine Gesellschaft, die liberal und westlich orientiert war in die Steinzeit zurückkatapultieren. „Die Mullahs wollen unsere Seelen kontrollieren und die Kommunisten sagen wir haben keine.“ Doch der Stolz und die Ehre der Afghanen sowie die Liebe zu ihrer Heimat machen es den Besatzern schwer. Ungeachtet der jeweiligen politischen Verhältnisse vor Ort bleiben schmerzvolle Erfahrungen und jugendliche Beschuldigungen unvergessen und ungesühnt und ziehen den Zuschauer mit in den Strudel der Ereignisse, die zwischen der Heimat der Akteure und den USA hin und herpendeln. Erschreckend sind die Grausamkeiten der Taliban. Dagegen findet Amir tatsächlich eine kämpferische Lösung, die der Familienehre keinen Abbruch tut, den Zuschauer aber nicht ungerührt lässt. Ganz schön spannungsgeladenes Kino, das noch auf lange Zeit aktuell bleiben wird.

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Kamell

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... sie sind Halb-, nicht Stiefbrüder - und bitte *Spoiler* drüberschreiben, das ist nämlich ein wichtiger Moment, wenn man das Buch noch nicht gelesen hat ... :-)


cptpugwash

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist nicht schlecht, aber erreicht nicht die Ausdruckskraft des Buches, d.h. lieber das Buch lesen...

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SchneezyOne

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Bewertung7.5Sehenswert

Buch > Film,dennoch sehenswert!

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wailer-greg

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine Geschichte, die einem vorzeigt, wie dumm und grausam die Menschheit sein kann (gerade wenn sie von religiösen, ungebildeten Machos beherrscht wird). Wer sich an der zaghaften und scheinbar mutlosen Hauptfigur stört, sollte bedenken, dass der Film gerade dadurch ehrlich wirkt, ohne sich beim Zuschauer anzubiedern. Das macht ihn natürlich aber auch etwas schwerer verdaulich.

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brigerbaerger

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Bewertung7.0Sehenswert

Die erste Stunde war mir etwas zu langatmig, aber die zweite Stunde war dann sehr spannend und berührend - Wow!

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vanilla

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

,,Du kannst deinen Fehler wieder gut machen,"
WOW, ein Film über Freundschaft, Mut, Enttäuschung und Verlust, der einen tief berührt. Wirklich hervorragender Film. Kleines Manko, dass er zu Beginn etwas langatmig wirkt, wird aber zum Ende hin umso besser.

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BeniJean

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Bewertung9.5Herausragend

Eine Geschichte mit viel Gefühl, Spannung & Liebe. Ich hätte dem Film gerne 10 Punkte gegeben, doch dieses schnelle erwachsen werden hat mich ein wenig gestört. Auch die 15 Minuten danach bis zum nächsten Höhepunkt waren ein bisschen abgeflacht. Aber im grossen & ganzen einer der besten Filme die ich bis dato gesehen habe. :)

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JimiHendrix

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein hollywoodtypisches Werk, was sich vergeblich versucht unter dem Deckmantel Afghanistans als wertvoller Independentfilm auszugeben.

Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit geschenkt bekommen, aber hatte nie sonderlich viel Muse es zu lesen und so guckte ich mir diese Verfilmung wieder mal an, ohne vorher das Buch gelesen zu haben. Deshalb kann ich auch nur über den filmischen Inhalt von "Drachenläufer" urteiln.

Mein erster Eindruck vom Film ist eher enttäuschend, da ich mir unter diesem Film etwas anderes vorgestellt hatte. Mir kamen viele Handlungsstränge so kommerziell und bekannt vor, dass man eigentlich gegen Ende nurnoch gespannt war, ob der Film vielleicht doch eine unerwartete Wendung nehmen würde, oder ob er sich seine 7.0 Punkte verspielt, indem es ein glattes und unkompliziertes Ende gäbe.
Nun leider ärgerte mich der Film ab der Mitte doch erheblich mit seinem erwachsen gewordenen Hauptprotagonisten, mit dem ich einfach nicht warm werden konnte und Mitleid sollte und wollte man nicht empfinden.

(Achtung jetzt folgen Informationen, die dazu geeignet sind, den Genuss Dritter am Konsum eines Mediums zu verderben)
Aber auch so gab es viele Kritikpunkte, die mir einfach die Freude am schauen nahmen. Zum einen fand ich relativ unrealistisch, dass ein pubertierender Junge einen Jüngeren dadurch erniedrigt, dass dieser ihm sein Glied in den Arnus rammt. Also wir haben uns "früher" anders gegenseitig fertig gemacht.
Des Weiteren fand ich es völlig unverständlich, wie man heiraten kann, nachdem man vorher gerade zwei mal miteinander Worte gewechselt hat und der mann war ja wohl westlich geprägt, also an der Mentalität lag es wohl kaum.
Noch ein Punkt welcher irgendwie öde daher kam, war der, dass der böse frühreife analfetischistisch ausgerichtete Assef, natürlich auch im späteren Verlauf als böse Erscheinung auftaucht und nochmal eine Rolle spielen darf nur um einen "Aha!"-Effekt zu provozieren.
Was aber am bezeichnensten für ein glattes und sauberes Werk wie diesem war, ist der Verlauf der Story. Amir, welcher mit seiner Frau keine Kinder bekommen kann, hat natürlich das unendliche Glück für sich und sein schlechtes Gewissen, dass sein alter Freund Hassan einen Sohn bekommen hat und dann samt seiner Frau erschossen wurde, sodass der junge als Weise aufzuwachsen drohte. Und siehe da, das erfährt Amir und schon nutz er die Chance um endlich sein Gewissen zu reinigen und rettet Hassans Sohn aus den Fängen der Taliban. Selbstverständlich hat seine Frau auch nichts dagegen und wird auch garnicht erst gefragt.
All diese Punkte machten es mir extrem schwer, diesen Film als authentisch und lehrreich zu betrachten.

Was ich aber als wirklich positiv und entspannend empfand war die Tatsache, das alle Schauspieler unverbraucht und ungekünstelt daher kamen. Die ganzen Figuren zeigten allesamt eine sehr gute Leistung, da hätten andere bekannte Hollywoodverschnitte sicherlich ganz alt gegen ausgesehen.
Auch die Atmosphäre war ganz gut insziniert, solange der Film noch in der Jugend der beiden Jungs spielte.

Letztendlich kann ich sagen, dass ich diesen Film nur bedingten Personen zur Empfehlung freigeben würde, ich selber wurde stellenweise ganz gut unterhalten, aber es fehlte der nötige dramaturgische Biss

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Michael Fetsch

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aus welchem Grund siehst du ihn als westlich geprägt? Gerade die Darstellung der (Becksteinschen) Parallelkultur fand ich gut und nachvollziehbar. Das gleiche gilt für die Vergewaltigung. Die ist ja wohl vom Buch (hab ich nicht gelesen) 1:1 übernommen und entspringt vielleicht eher einer anderen Mentalität.
Dass dann der alte Rivale dann genau der Peiniger des Neffen ist war irgendwie dann doch zuviel des guten. Auch die Darstellung des unter dem Talibanregime leidenden Afghanistan fand ich in der Darstellung unrealistisch.


*frenzy_punk<3

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Bewertung6.5Ganz gut

"drachenläufer" ist ein ganz netter film über freundschaft und courage. die schauspieler sind gut gewählt und geben ihr bestes, um dem film leben einzuhauchen. hervoragend sind die szenen des drachensteigens und lassen den zuschauer eine gewisse faszination durchleben.

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manitu17

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Bewertung5.0Geht so

Ganz netter Film, aber ich hätte mir definitiv nicht vorher das Buch durchlesen sollen.
Der Film wirkt auf mich dadurch viel zu rasant. Der Film schaft es an keiner Stelle die Intensität der Gefühle der Personen wiederzugeben...
Bemängelnswert finde ich vor allem, dass die Gefühle Amirs viel zu kurz kommen. Diese Tiefe aber teilweise auch zwiespältige Freundschaft zwischen Amir und Hassan, und weswegen sie zerbricht wird im Film einfach nicht deutlich.

Also, vor allem an diese "Nichtleser", lest das Buch. Dieses Buch lässt einem beim Lesen stellenweise das Herz bluten... und das ist es, was ich beim Film so ein bisschen vermisse....
Als Tipp an die, die es gelesen haben: vergesst den Film. Behaltet eure Imaginationen ungetrübt, da ihr von dem Film echt maßlos enttäuscht sein werdet...

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paeko

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

sehr guter tiefgründiger film über ehre freundschaft sowie nächstenliebe

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dbeutner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein fast märchenhaftes, parabelartiges Drama, welches vor allem von den unbekannten, dafür aber umso besseren und authentischen SchauspielerInnen getragen wird.

Unbedingt im Original zu schauen - nicht nur, da die Synchro wohl (s. anderen Kommentare) einiges kaputt macht (wie Synchros meistens viel kaputt machen), sondern auch, da der Film mit Sprache etwas spielt.

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Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein herausragender Film, der die jüngste Geschichte Afghanistans an Hand einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählt. Die Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend, so dass man jede Minute mitfühlt und mitleidet.
Der Film regt zum Nachdenken an und man versteht die Afghanen besser. Sollte man sich auf jeden Fall anschauen.

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Jaspermusik

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Bewertung7.5Sehenswert

Kenne die Buchvorlage, ein guter Film der zum Nachdenken anregt, berührt und überrascht.

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