Drei Farben - Rot
Trois couleurs: Rouge (1994), PL/CH/FR Laufzeit 99 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 08.09.1994
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von Krzysztof Kieślowski und Krzysztof Kieslowski, mit Irène Jacob und Jean-Louis Trintignant
Als Valentine mit ihrem Auto den Hund eines pensionierten Richters anfährt, will sie ihn zu ihrem Besitzer zurückbringen. Der scheint aber vielmehr an seiner Nachbarschaft, die er mit allen zechnischen Möglichkeiten überwacht, als an seinem Haustier interessiert zu sein. Valentine will zunächst so schnell wie möglich das Haus verlassen, fühlt sich dann aber doch zu dem alten Herrn hingezogen.
Handlung
Valentine (Irène Jacob), eine 23-jährige Studentin in Genf, die als Fotomodel ihr Geld verdient, steckt gerade in einer Beziehungskrise. Auf dem Heimweg von einem Fototermin fährt sie den Schäferhund eines pensionierten Richters (Jean-Louis Trintignant) an. Als sie den Besitzer des verletzten Tieres ausfindig zu machen versucht, findet sie diesen in dem alten, zynischen Mann, Richter Joseph Kern, der sich scheinbar aus der Welt zurückgezogen hat. Seinen Kontakt zur Außenwelt wahrt er sich nur noch über das Abhören, Mitschneiden und Manipulieren der Telefonate seiner Nachbarn.
Als Valentine das bemerkt, ist sie zunächst entsetzt. Schon bald aber überwiegt die Faszination, die der selbst ernannte Schicksalslenker auf sie ausstrahlt. Es beginnt eine sonderbare Beziehung zwischen den ihnen, welche die Grenzen zwischen Zufall und Schicksal verschwimmen lässt.
In Valentines Nachbarschaft wohnt Auguste (Jean-Pierre Lorit), der gerade sein Jurastudium beendet hat und mitten im Examen steckt. Die Wege der beiden kreuzen sich fast täglich, dennoch haben sie einander nie gesehen. Erst auf einer Reise nach England bringt sie das Schicksal zusammen: Ein gewaltiges Unwetter über dem Kanal verursacht eine tödliche Katastrophe, bei dem Fährunglück gibt es nur sieben Überlebende…
In diesem Finale begegnet man den Protagonisten der Trilogie wieder. Unter den sieben Geretteten sind neben Valentine und Auguste (Drei Farben: Rot), Karol und Dominique (Drei Farben: Weiß) sowie Julie und Olivier (Drei Farben: Blau).
Weiterführende Informationen
Erläuterungen zu Drei Farben Rot
Hintergründe der Trilogie
Mehr Filme aus Polen
Weitere Informationen im Internet
Quellen und Literatur
Wach, Margarete: Krzysztof Kieślowski – Kino der moralischen Unruhe.Köln, 2000.
Maurer, Monika: Krzysztof Kieślowski. Harpenden, 2000.
Stok, Danusia: Kieślowski on Kieślowski. London, 1993.
Insdorf, Annette: Double lives, second chances: the cinema of Krzysztof Kieślowski. New York, 1999.
Cast & Crew
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Krzysztof Kieślowski
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Krzysztof Kieslowski
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Irène Jacob
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Valentine Dussaut
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Jean-Louis Trintignant
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Frédérique Feder
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Jean-Pierre Lorit
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Auguste Bruner
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Samuel Le Bihan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Photograph
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Marion Stalens
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tierärztin
Regie
Schauspieler
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Juliette Binoche
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Julie Vignon (de Courcy)
-
Krzysztof Kieslowski
-
Krzysztof Piesiewicz
- Genre
- Schicksalsdrama, Drama
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- England, Frankreich, Genf, London
- Handlung
- Art House-Film, Beschattung, Bowling, Freund, Fähre, Geburtstag, Geld, Hund, Isolation, Kaugummi, Mann-Frau-Beziehung, Model, Nachbar, Rechtsanwalt, Reise, Richter, Rot, Schicksal, Schuld, Schuldgefühl, Spaziergang, Student, Telefonanruf, Tierarzt, Unfall, Verletzung, Verrat, Welpe, Zeitung, Zufall, Ärmelkanal, Überfahren
- Stimmung
- Berührend, Geistreich
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Drei Farben - Rot
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Kommentare (4) — Film: Drei Farben - Rot
Kommentar schreibenTyler__Durden 2011/07/04 21:24:24
Kommentar löschenIch hatte einen Traum. Es war Nacht. Ich lief eine Straße entlang nur erhellt durch einzelne Laternen. Wo sie hinführte wusste ich nicht, laufen wollte ich auch nicht, aber irgend woher kam der trieb mich zu bewegen, weiter zu laufen. Aber wohin lief ich? Was trieb mich? Alles war wie leer gefegt, keine Menschenseele ich Sicht, doch trotz dessen fühlte ich mich beobachtet. Irgendjemand war hier. Doch so wie ich anfing mich zu wundern prasselte wie aus dem nichts plötzlich eine Sturm über mir her. Es regnete in strömen und der Wind riss Bäume aus und brach Fenster auf. Meine Brust zog sich zu, ich hatte auf einmal so ein bedrückendes Gefühl in mir. Ich blieb stehen, der Sturm immer noch um mich herum. Die unsichtbaren Augen immer noch im Rücken, ich drehte mich um, hörte Schritte, der Lärm des Sturmes verdämmte, wie als drehte jemand den Regler am Radio leiser. Die Schritte kamen näher, hektisch drehte ich mich in jede Richtung um während das bedrückte Gefühl in meiner Brust sich mit stetiger Geschwindigkeit zuzog. Und auf einmal der Blick. Das Bild. Vor mir stand eine Frau. Der Sturm und alles um mich herum hüllte sich in Schweigen. Ein roter Schleier fiel um die Welt und ich starrte in die Augen welche nun sichtbar für mich waren. Auge so klar und echt das der erste Blickkontakt mit ihnen jegliche fesseln, welche in meiner Brust mein inneres zerdrückten, aufbrachen und alle Last auf einmal verschwand. Erst bei näherem betrachten fiel mir auf das dies dort vor mir kein Mensch war, es war ein Bild. Das Bild einer Frau, überlebensgroß, ein eingefrorener Moment dessen Blick sich auf mich bezog und dessen ich nicht entgehen konnte. Doch dann als ich meinen Fuß bewegte um einen Schritt, nur einen, auf sie zu zugehen, bahnte sich ein riesiger Riss durch ihr Gesicht und das Bild zerfetzte in tausend teile. Sowie mein Traum. Mein Traum...?
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Jack_Torrance 2011/01/13 18:24:21
Kommentar löschenLetzendlich ist das der beste Film von Kieslowskis Farben-Trilogie. Das ist neben Kieslowskis meisterhafter Regie (die Anfangsszene) und seiner psychologischen Tiefe auch Irene Jacob und Jean-Louis Trintignant zu verdanken. Jacob versetzt sich in ihre Rolle auf eine wunderbare Weise hinein und Trintignant spürt einfach den Charakter seines Protagonisten. Er ist meiner Meinung nach der Meister im Charakterfach.
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JimiHendrix 2009/03/11 00:57:14
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Aber der letzte teil war schonmal sehr anders und irgendwie etwas besonderes in seiner Stimmung und Atmosphärenbildung.
Was mich als alter "Italowesternsfan" ja besonders freute, war die Anwesenheit von Jean-Louis Trintignant, der ja schon in dem alten italowestern "Leichen pflastern seinen Weg" neben Klaus Kinski zu bestaunen war.
Auch hier überzeugt er durch seine klasse Mimik und Persönlickeit.
Die Bilder sind immermal wieder sehr intensiv und meistens, wie der Titel schon verrät etwas ins rötlich gehende oder Rot beinhaltend.
Die Story ist auch sehr interessant, weil es hier um die persönliche durchsetzung von gerechtigkeit geht, die manchmal durch eigene Gründe verschwommen wahrgenommen werden kann und so nicht mehr gerecht ist, oder das durch die Ausübung von Eigengerechtigkeit andere verletzt werden könnten.
Gutes Thema und ich werde mir natürlich die komplette Trilogie anschaun, nur andersrum.
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maslobojew 2008/07/08 20:25:03
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