Auch wenn die Geschichte hier und da ihre Schwächen hat, gelingen Regisseur Bernd Böhlich und seinem fantastischen Ensemble bestürzend berührende Szenen. Allen voran der Moment, als Axel Prahl zuerst brüchig, dann immer selbstbewusster einen alten Roy-Black-Schlager namens "Du bist nicht allein" anstimmt. Und damit nicht nur der Angebeteten sein Herz zu Füßen legt, sondern gleichzeitig den Einbruch von Sehnsucht und Romantik in seine Dreiraumwohnung feiert.
Einmal mehr eine Geschichte aus der ebenso liebevollen wie trostlosen Welt der Plattenbauten. Originell ist das nicht unbedingt und weit entfernt von "Sommer vorm Balkon", aber viele originelle Details und bestens aufgelegte Darsteller sorgen trotzdem für ein charmant-vergnügliches Kinoerlebnis.
Ein unglaublich guter Film über Liebe, Hoffnungen, Würde und auch die Zyniken des (Arbeits-)lebens. Katharina Thalbach und Axel Prahl spielen so eindringlich, das man das Gefühl hat, diese Geschichte passiert direkt nebenan. Der Höhepunkt der Geschichte ist für mich, als K. Thalbach, nach all ihren Schulungen und Demütigungen beim Amt und anderen Wichtigtuern entdeckt, was sie eigentlich bewacht. Großartige Metapher!
Deprimierend, berührend, großartig gespielt. Wenn man wirklich berührt wird von einem Film, es einen nachdenklich macht, dann ist es oft schwer zu beurteilen, ob es a) an der großen Qualität des Filmes und seiner Akteure oder b) an der Tatsache liegt, dass man vielleicht in einer ähnlichen Situation ist oder war oder vor ihr Angst hat.
Was mich hier nun berührt hat, bleibt also unklar, aber kalt lässt der Film sicher nur wenige. Kleiner Film - Großes Kino! (und tolle Musik)
Axel Prahl und Herbert Knaup sind echte Könner, keine Frage, aber wie sie diesen Film tragen in dem ihre beiden Charaktere neben den alltäglichen Problemen noch um ihre Würde kämpfen: Respekt! Ein hervorragend zusammengestelltes Ensemble spielt sich durch diesen Film den leider niemand zu kennen scheint... ;)
Dass Prahl und Thalbach dem Film erst das gewisse Etwas verleihen ist schon klar, aber auch wirklich gut. Ansonsten ist der Film eben keine einfache Wiederholung von Plattenbautristessefilmen sondern gute Beobachtung von Einsamkeiten in Beziehungen und der Bedeutung die Arbeit für das persönliche Selbstwertgefühl hat.
Du bist nicht allein - Kritik
DE 2007 Laufzeit 90 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 19.07.2007
Kritiken (2) — Film: Du bist nicht allein
S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenAuch wenn die Geschichte hier und da ihre Schwächen hat, gelingen Regisseur Bernd Böhlich und seinem fantastischen Ensemble bestürzend berührende Szenen. Allen voran der Moment, als Axel Prahl zuerst brüchig, dann immer selbstbewusster einen alten Roy-Black-Schlager namens "Du bist nicht allein" anstimmt. Und damit nicht nur der Angebeteten sein Herz zu Füßen legt, sondern gleichzeitig den Einbruch von Sehnsucht und Romantik in seine Dreiraumwohnung feiert.
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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...
Kommentar löschenEinmal mehr eine Geschichte aus der ebenso liebevollen wie trostlosen Welt der Plattenbauten. Originell ist das nicht unbedingt und weit entfernt von "Sommer vorm Balkon", aber viele originelle Details und bestens aufgelegte Darsteller sorgen trotzdem für ein charmant-vergnügliches Kinoerlebnis.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (6) — Film: Du bist nicht allein
Kommentar schreibenjan morrow 2011/04/04 17:19:49
Kommentar löschenEin unglaublich guter Film über Liebe, Hoffnungen, Würde und auch die Zyniken des (Arbeits-)lebens. Katharina Thalbach und Axel Prahl spielen so eindringlich, das man das Gefühl hat, diese Geschichte passiert direkt nebenan. Der Höhepunkt der Geschichte ist für mich, als K. Thalbach, nach all ihren Schulungen und Demütigungen beim Amt und anderen Wichtigtuern entdeckt, was sie eigentlich bewacht. Großartige Metapher!
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rkuehne 2011/02/06 08:54:39
Kommentar löschenDeprimierend, berührend, großartig gespielt. Wenn man wirklich berührt wird von einem Film, es einen nachdenklich macht, dann ist es oft schwer zu beurteilen, ob es a) an der großen Qualität des Filmes und seiner Akteure oder b) an der Tatsache liegt, dass man vielleicht in einer ähnlichen Situation ist oder war oder vor ihr Angst hat.
Was mich hier nun berührt hat, bleibt also unklar, aber kalt lässt der Film sicher nur wenige. Kleiner Film - Großes Kino! (und tolle Musik)
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annaberlin 2008/09/17 16:22:08
Kommentar löschenBrillante Hauptdarsteller in einem brillanten Berlin-Kleine-Leute-Film. Absolut sehenswert.
Kommentar gefällt mir 1 Antworten
rkuehne 2011/02/06 08:47:07
Antwort löschensagt doch nicht immer "kleine leute" - das ist mein Unwort des Jahres
oasisUK 2008/09/12 15:27:17
Kommentar löschenAxel Prahl und Herbert Knaup sind echte Könner, keine Frage, aber wie sie diesen Film tragen in dem ihre beiden Charaktere neben den alltäglichen Problemen noch um ihre Würde kämpfen: Respekt! Ein hervorragend zusammengestelltes Ensemble spielt sich durch diesen Film den leider niemand zu kennen scheint... ;)
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alter.native 2008/01/10 09:42:49
Kommentar löschenDass Prahl und Thalbach dem Film erst das gewisse Etwas verleihen ist schon klar, aber auch wirklich gut. Ansonsten ist der Film eben keine einfache Wiederholung von Plattenbautristessefilmen sondern gute Beobachtung von Einsamkeiten in Beziehungen und der Bedeutung die Arbeit für das persönliche Selbstwertgefühl hat.
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tom-01 2007/12/21 15:11:20
Kommentar löschenGuter Film über Deutschland in Zeiten von Hartz IV. Vorsicht kann leicht depressiv machen! Prahl und Thalbach wie immer top!
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