Die Ankunft der Roten Armee im erbittert umkämpften Stalingrad, ist beeindruckend in Szene gesetzt – die Überquerung der von Angst gepeinigten russischen Soldaten über die Wolga, unter ständigem Granatbeschuss und herabstürzenden Stukas, immer den Tod vor Augen.
Und dann das anschließende völlig aussichtslose Himmelfahrtskommando – zwei Mann, ein Gewehr, fünf Patronen, unter dem Motto: Sieg oder Tod, wer flieht, wird erschossen!
Der anschließende Aufstieg des Scharfschützen Vassili Zaitsev, der das Duell mit seinem Gegenpart auf deutscher Seite zur Folge hat, ist nicht durchweg spannend erzählt, zumal die aufkeimende Liebesgeschichte zunehmend Raum einnimmt.
Im Filmabspann wird noch erklärt, dass Vassili Zaitsev zu weiteren Ruhm gekommen ist, indem er zum Volkshelden der Sowjetunion ernannt wurde; somit versucht man dem Ganzen nachträglich Authentizität zu verleihen.
Wie hoch der tatsächliche Wahrheitsgehalt angesiedelt ist, vermag jeder selbst zu beurteilen.
Dennoch ist und bleibt "Duell – Enemy at the gates“ ein sehenswerter Kriegsfilm, der sich im Vergleich zu seinen Genre-Brüdern im gehobenen Mittelmaß bewegt.
Sehr unrealistischer und langweiliger Kriegsfilm. Der Krieg scheint sich hier nach Arbeitszeit zu richten und SPOILER deutsche Soldaten zu erschiessen ist in etwa wie bei Moorhuhn. Dazu die überflüssige Lovestory und die Intrige des russischen Offiziers. Einziger Lichtblick war Ed Harris und die Anfangssequenz. Nein, diesen Film tue ich mir kein zweites Mal an.
Schaurige Kriegsatmosphäre wird gut rübergebracht, technisch auf einem guten Niveau, gute Story.......erstklassiger SOUND!!!!!!!!! Wirklich empfehlenswert auch für NICHT-FREUNDE von Kriegsfilmen.....ich bin auch eigentlich kein Freund von diesen und mir hat der Film wirklich gut gefallen!
Historisch unkorrekter Kriegsfilm, der bei näherer Betrachtung kein Kriegsfilm, sondern eher ein Thriller vor dem Hintergrund der blutigsten Schlacht der Geschichte ist. Kann man sich anschauen, wenn man nicht so sehr auf Details steht ...
Das Duell selbst mag nie statgefunden haben, aber wie du am Link siehst, gab es den Scharfschützen tatsächlich!
Überhaupt kam den Scharfschützen im 2. Weltkrieg eine wesentlich größere Bedeutung zu, als man es die Historiker wahrhaben wollen.
Ein Scharfschütze konnte ohne weiteres ein ganzes Regiment lange genug aufhalten, um frische Kräfte herbei zu führen, ja unbestritten sogar einem gefecht eine ganz andere Wendung geben.
Eben. Wassili Saizew war Held der Sowjetunion und einer der bekanntesten Sniper des russischen Heeres.
Ob nun wirklich ein Duell vor allen Dingen mit einem deutschen Offizier, der dann auch noch einen kleinen Jungen erhängt! wirklich stattgefunden hat, mag ich nicht zu beurteilen.
Fakt ist, daß dieser Scharfschütze existiert hat und der Film neben "Stalingrad" zu einem der besten Kriegsfilme über den östlichen Kriegsschauplatz zählt.
Dass es den Scharfschützen Wassili Saizew tatsächlich gab, wusste ich auch ohne den Veweis auf Wikipedia. Der Film ist trozdem historisch inkorrekt, da dies die einzige Tatsache ist, die geschichtlich übereinstimmt.
Die Karte am Anfang des Films mit der Expansion des Dritten Reiches, ist nicht korrekt.
Im Film wird die sowjetische Hymne gespielt - diese wurde aber erst seit 1944 verwendet. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Wehrmachtssoldaten mehr in Stalingrad.
Das Verhalten der Soldaten nach der Schlacht ist ebenfalls aus der Luft gegriffen. In dieser Schlacht hatten die Soldaten nach einer Kampfhandlung nur zwei Sorgen - etwas essen und etwas schlafen. Da war keinem nach Musik, Tanz und Gesang zumute.
Das sind nur einige geschichtliche Abweichungen. Die Liste ist aber erheblich länger.
Endlich mal ein 2. Weltkriegsfilm, der mal die russische Seele zeigt. Jude Law und Ed Harris als Kontrahenten, die sich nichts schenken. Spannend aufgebaut mit einer glaubwürdigen Szenerie. Ach ja, Vassilij Zaitsev gab es wirklich!! Keine fade Geschichte also. Auch war die Soundkulisse klasse und die dichte Atmosphäre
Es wurde mal Zeit, dass einer dem russischen Bären das Fell krault.
Zu Beginn taucht man ruppig und betont nüchtern ins Geschehen auf dem blutigsten Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkrieges ein. Eine kalte Draufsicht und Dauerdetonationen erzeugen aber kein Mitgefühl sondern nur Kopfschmerzen, deswegen müssen Einzelschicksale her.
Umklammert von der Parabel “Wassili und der Wolf“, erzählt Annaud, wie immer meisterhaft, von einer anrührenden Kriegsromanze zwischen den Rotarmisten Wassili und Tanya. Eine Liebe, die sich zwischen Leben und Sterben wohl nichts stärker herbeiwünscht als das Ende des Krieges.
Zwischen Sieg und Niederlage werden hier Einzeltragödien halb aus dem russischen Blickwinkel geschildert und bei aller Kritik, an der sowjetischen Kriegsführung und der Propagandamaschinerie, bleibt eine mehr als berechtigte Heroisierung der Rotgardisten nicht aus. Und wenn man mich fragt, sollte Jude Law ruhig öfters Rotgardisten spielen, denn glaubwürdiger fand ich ihn nie.
Die Abartigkeit der Schlacht um Stalingrad, die wohl ein Schlüsselmoment der Weltgeschichte ist, wird kein Film jemals authentisch schildern können. Wer dem Wahnsinn näher kommen will, sollte Wassili Grossmans "Leben und Schicksal" lesen. Trotzdem ist es lachhaft, Annaud Verharmlosung vorzuwerfen. Was hat man erwartet wenn man sich ins Kino begibt um 74 Millionen US-Dollar durch den Projektor flimmern zu sehen? „Geh und Sieh“ -Teil 2? So wie Stalingrad bin auch ich dicht am Wasser gebaut. Für mich ist „Enemys at the Gates“ ein anrührender und bewegender Film.
Sehr heroisch gestalteter Kriegsfilm über einen erstklassigen Scharfschützen. Finde allerdings die Story etwas zu einseitig, vor allem im Bezug auf das Duell der beiden Scharfschützen. Hierbei sehnt man sich nach dem viertem Versuch endlich mal ein Ende herbei; die Kernhandlung des Films ist eindeutig zu langatmig und zudem noch sehr vorhersebar. Die Kulisse ist dafür sehr gut ausgearbeitet und überzeugt; außerdem überzeugen die Schauspieler weitgehend, auch wenn ich Rachel Weisz die Rolle irgentwie nicht abnehme.
Da ist Licht und Schatten. Die Bilder sind beeindruckend und die Pyrotechniker leisten ganze Arbeit. Man sieht viel Prominenz, auch ungewöhnlich viele deutsche Schauspieler. Und alle geben ihr Bestes. Mehr gibt das Drehbuch nun mal nicht her trotz zusätzlich eingestreuter jüdischer Familientupfer. Die unterlegten Choralgesänge und die Blechmusik stören etwas. Ob das Duell wirklich stattgefunden hat, ist irrelevant. Eine andere Frage ist, ob man das Massensterben von vielen Hunderttausenden auf ein Duell von zwei Männern (Ed Harris und Jude Law) reduzieren soll. Und der Ort der Handlung ist nun mal Stalingrad - auch wenn er nicht im Titel auftaucht. An sich könnte das Duell auch irgendwo anders stattfinden: in Irland, Spanien oder Kuba, aber auch da müsste jeweils das Ambiente stimmen. Aber die Krone des Zugeständnisses an den Mainstream ist das Happy End. So eine Wiederauferstehung hat es zuletzt vor 2000 Jahren gegeben. An die muss man aber glauben, hier wird’s Edelkitsch.
Schon die Anfangssequenz zeigte wofür der Hauptprotagonist steht und wo er herkommt.
Aus armen Verhältnissen stammend, als Propagandamittel benutzt und trotzdem nur ein Soldat unter vielen.
Diese bodenständige Bursche legt sich also mit dem großen, hochdekorierten Deutschen Mayor an. Besser gesagt, die Deutschen wollen den Russen einen dicken Fausthieb versetzen und setzen diesen ihren besten Scharfschützen vor.
Dies verspricht Spannung und packendes Kino wurde es auch.
Es war auch weniger ein Kriegsfilm. Eher wurde in die "Hauptstadt des Krieges" (wie Darnilov Stalingrad bezeichnet) ein Katz- und Mausspiel reingesetzt.
Jetzt darf man nur mal über die Logik eines solchen Zweikampfes nachdenken.
Hätten die Deutschen wirklich ihren besten Scharfschützen, der wie der Führer persönlich kutschiert wird, ins heiß umkämpfte, fast aussichtslose Stalingrad geschickt nur um einen Bauernjungen zu besiegen, der von der Sowjetpropaganda als großer Volksheld verehrt wird ?
Als Deutscher Führer hätte ich wohl anders gehandelt und ihn anderswo eingesetzt.
Die Deutschen werden durch die Geschichte um den toten Sasha mal wieder als herzlos und durchtrieben dargestellt. Leute, wir wissens was unsere Vorfahren schreckliches betrieben haben. Das muss man dann nicht anhand so einer klischee beladenen Figur, wie die des Mayors noch so weiter ausführen.
Am Ende probierte es der Regisseur, dem Herrn Mayor noch einen Hintergrund für diese Reise zu geben indem er den Sohn (oder wars der Bruder) für tot zu erklären zu lassen.
Um diese unsinnige Reise verstehen zu können, wars zu spät.
Und warum dann der Mayor trotz anderen Auftrages von den deutschen Oberen da blieb um das Duell zu einem Ende zu bringen, bleibt wohl sein Geheimnis. Vielleicht hatte er einfach große Lust aufs Duellieren mit einem Sowjet. Merkwürdig und vor allem unglaubwürdig war dieses Ende allemal.
Zu diesem Unglaubwürdigen Zustand, bei dem der Sieger auch schon klar stand bevor die letzte Kugel flog (liebe Leute, Ihr,die den Film noch nicht gesehen habt, denkt euch mal wer da gewinnt......der herzlose, böse Deutsche oder der große Held der Russen ?), gesellte sich dann noch eine Liebesgeschichte auf die man vollkommen hätte verzichten können. Ebenso auf die emotionalen Auswüchse des Darnilov, der erst der ganzen Welt berichtet- vor Eifersucht tobend- was für ein schlechter Soldat Zaitsev in Wirklichkeit ist, um später ihm den Kopf zu retten und das Leben seiner ehemals Angebetenen, die ihn aber nicht hat haben wollen. Allein der Nebenplot um die für die Front viel zu intelligente Tania war schon vollkommen unnötig und nichtssagend.
Wenn man aber mal über diese Schwächen hinwegsieht und über das Zustandekommen des ganzen Duells, dann sah man spannendes Kino mit einem guten Szenenbild, guten Darstellern und der Erkenntnis das Stalingrad nicht nur die "Hauptstadt" des Krieges war. Nein, Stalingrad war das Spiegelbild des größten Auswuchses menschlichem Größenwahns. Chapeau Herr Annaud, die Szene mit den Zivilisten, die am Ende an den Schiffen warteten, war wirklich gut in Szene gesetzt.
Letztendlich wars ein netter, spannender Zweikampf ohne irgendeiner großen Aussagekraft, außer das wir Deutschen halt alle böse waren damals.
Stellenweise ist es schon recht amüsant, zu sehen wie sich Hollywood oder manch ein Filmemacher mitunter den Zweiten Weltkrieg vorstellt.
Spannung ist da, und schlecht gespielt ist das auch nicht, aber mal im Ernst, was soll dieser Film eigentlich zeigen?
Dass der arme tapfere Bauer über den bourgeoisen und im Luxus schwelgenden Deutschen gewinnt? Ein deutscher Soldat, der in so einem Maße hoffiert wird? Nicht mal Galland hatte in der Luftwaffe solche Mätzchen drauf (siehe die Speisewagenszene).
Das klingt nach platterer Propaganda als Eisenstein, Goebbels und John Wayne sie je hätten aufbringen können.
Und überhaupt, wer hat sich das Rollenbild des Major König eigentlich ausgedacht?
Der Oberscharfschütze der Nazis, der im eigenen Speisewagen herangekarrt wird und sogar Kinder als Köder aufhängt. Jetzt macht aber mal einen Punkt!
Und was sollen die quasi Partyszenen am Abend? Ein Soldat, der sich den ganzen Tag über irgendwo verschanzt und dann auch noch beschossen wird, hat abends wohl kaum Lust auf ein Tänzchen, der will essen, schlafen und am liebsten nach Hause, oder aufwachen und feststellen, dass der Krieg, in dem er beschossen wird und seine Kameraden fallen, nur ein Traum war.
Besonders schlimm ist, dass man in allerliebster Michael Bay Manier auch noch eine unheimlich klischeebefrachtete Liebesgeschichte eingebaut hat.
Ich mag Rachel Weisz, aber hier hätte sie nach Lesen des Drehbuchs wohl besser verzichtet, in einer solchen Rolle kann man sich nur zur Witzfigur machen.
Die Logiklöcher tun ihr übriges...
Ist auf der strategische Karte zu Beginn wirklich die Schweiz als von Deutschland besetzt eingezeichnet?? Hat da jemand in Geschichte und Geographie gefehlt?
Annaud hätte sich das nicht unbedingt antun sollen.
Die noch recht gnädige Bewertung verdankt der Film den Darstellern, besonders Harris und der gute Ron Perlman sammeln hier Bonuspunkte, der stellenweise überzeugend vermittelten Spannung und den gut dargestellten Kulissen.
Der Rest ist mitunter allerdings wirklich dilletantisch.
Also vielleicht lieg ich hier falsch aber irgendwie kann ich Sniperszenen beim besten willen keine Spannung abgewinnen - die liegen doch bloß da und alle Jubeljahre fällt mal ein Schuss - WOW. Wer sich ansonsten vom ausgelutschten 2WW Setting nicht ermüdet fühlt kann ihn sich ruhig anschauen. Es empfiehlt sich jedoch viel Kaffee um so manche Szenen zu überbrücken.
Ach, die Klischees. Ich hatte keinen Opa in Stalingrad, aber ich bin mir sicher, zwei Drittel der deutschen Soldaten dort waren genauso eingezogen worden wie mein Opa und wollten dort vor allem weg. Wie schön, dass es da immer wieder Filme gibt, die sie als abgestumpfte, alte (!), unsympathische Typen darstellen. Dieser Film ist da keine Ausnahme und machte mich manchmal recht sauer.
Der film kommt relativ realistisch rüber. Wäre er historisch korrekt könnte man verstehen warum so viele soldaten sinnlos geopfert wurden.
Aber es geht nicht um aufarbeitung. Ein bisschen wahrheit und drum herum ein amerikanischer western. Halt ein packender baller film. Gut gemacht.
Aber ich stehe nicht auf solche details wie : sowjetische hymne erklingt vor ihrer entstehung, und eine nachkriegslog und der T 34 den gab es 42/43 noch nicht ebenso wenig wie das M60 auf dem panzer. Und auf der Karte am anfang wurde sogar die schweitz besetz.... ne ne.
War von denen keiner in der armee?
Na ja aber mit requisiten nimmt es wohl keiner so genau.
Davon abgesehen spannend und zeigt hoffentlich die sinnlosigkeit von krieg.
Ein amerikanischer Film über den Krieg der Roten Armee gegen die Deutschen in einer Stadt in der nie ein Amerikaner Fuss setzte. Aus der Sicht eines englischen Spions hätte noch gefehlt.
Die Scharfschützen Division Stalingrad verkommt dann wie zu erwarten auch schnell zu einem Haufen Rotarmisten mit enormer Integrität. Da sich auch Frauen unter das Soldatenvolk mischen kommt es in Kombination zu manch bedeutungloser Gefühlsduselei wie "..die Leute auf die ich schieße haben Gesichter, und die kommen im Schlaf zurück!" In der Romantik des Krieges schicken die Deutschen aus Verzweifelung über sinkende Moral die Dude Law zu danken ist, Ed Harris um aufzuräumen im Kiez. Der Kampf zwischen Schwarz und Weiß hat begonnen und wird mit einer Menge lächerlichen Tricks geführt die einem echten Sniper wahrscheinlich Lachtränen bescheren würden.
=!SPOILER!=
Mit dem Schuss in die kahle Birne von Harris, der das verdient hatte weil er vorher Kinder mit Schockolade lockte und sie dann aufhängt als sone Art Mausefalle, ist der Krieg beendet. Denn Stalingrad ist das letzte Bollwerk gegen die teutonische Flut. Dude Law ist die letzte Linie der Verteidigung. Ed Harris der letzte Feind mit Skill und Rachel Weisz die erste unsterbliche Liebe.
.....alter Schwede! Und das ganze macht sogar ein bischen Spaß! So im Stil von "Interceptor – Phantom der Ewigkeit " Hätte sich der Film parodiert wäre er ganz groß.
Och weißt du wie auch in meinem Text erwähnt hab ich mich nicht gelangweilt. Aber wir haben ja nur 10 Punkte zu verschenken. Wenn der mal im Fernsehen läuft an einem lausigen Tag würd ich nicht abschalten. Ausleihen oder Kino würd ich von abraten. Das ist immer das Problem bei solchen Bewertungen. Alle Leute haben ein anderes Motiv.
,,wird mit einer Menge lächerlichen Tricks geführt die einem echten Sniper wahrscheinlich Lachtränen bescheren würden''
Abgesehen von den ewigen Headshots und unglaublicher Zielsicherheit der Scharfschützen ist ihre Kampfweise gut dargestellt. Im Gegensatz jetzt zu Beispiel zu Shooter.
Außerdem gab es beide wirklich sowie ihren Kampf. Und die Deutschen haben lediglich irgendeinen Scharfschützen angefordert. Der Major König ging aber persönlich da sein Sohn von Seizev erschossen wurde (zumindenst glaubte er das, es gibt nicht genug Belege dafür und es wird im Film ja auch nicht erwähnt).
,,kommt es in Kombination zu manch bedeutungloser Gefühlsduselei ''
Diese ,bedeutungslose Gefühlsduselei' ist der Grund weswegen echte Scharfschützen nach ernsthaften Einsätzen oft nicht ohne Hilfe und Beistand wieder ins normale Leben zurückfinden. Es ist halt nicht ein Männchen das irgendwo umfällt. Schließlich wird der zu erschießende Mensch eine ganze Weile beobachtet.
Jeder kann den Film ja finden wie er will aber ich finde deinen Kommentar zu der Thematik des Films ein bisschen zu ,lustig'. Ist aber natürlich nur meine Meinung ;)
Also wenn du sagst du findest den Text lustig hast du mir wirklich eine Freude gemacht. Das war das Wichtigste.
Was du an meinem Beitrag kritisierst basiert auf einem komplett anderen Erlebnis und ich muss glaub' ich nicht alles wiederlegen. Aber was du ansprichst sind ehr Komponenten von ernsten und kritischen Kriegsfilmen wie "Der Schmale Grad" oder "Platoon". Das hier ist ein Unterhaltungsfilm der mit der Realität nichts zu tun hat.
Ed Harris rettet den Film durch sein Können. Ansonsten ein durchaus spannender Streifen, der manchmal jedoch unglaubwürdig wirkt und zu viel Kitsch beherbergt. Hätte man konsequent ein Psychogramm der Kontrahenten gezeichnet, wäre dies vermutlich besser gewesen...
Wer nicht auf die historische Richtigkeit bei diesem Film achtet, hat einen sehr spannenden Film vor sich.
Die Background ist sehr düster gestaltet.[Was zu erwarten war :) ]
Alles wirkt sehr befremdlich. Und die Lage des Protagonisten wird die ganze Zeit sehr verzweifelt dargestellt.
Die Deutschen wirken fast schon erhaben über die gesamte Situation. Was natürlich die Sympathien für unseren russischen Helden steigert.
Trotz das sich der Film kurzweilig etwas in die Länge zieht.
Wird er nie langweilig und ich kann ihn nur empfehlen!
Duell - Enemy at the Gates - Kritik
IE/DE/GB/US/FR 2001 Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Thriller, Historienfilm, Drama, Kinostart 15.03.2001
Kommentare (33) — Film: Duell - Enemy at the Gates
Kommentar schreibennerdkiller 2012/02/07 04:18:07
Kommentar löschenMal ein Film aus der Sicht eines sowjetischen Soldaten, hat mir gut gefallen.
Kommentar gefällt mir Antworten
Oberlaender 2012/01/18 16:49:12
Kommentar löschenWas für ein pathetischer Trailer. Ohje...
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
duffy 2012/01/18 16:55:52
Antwort löschenAber ein guter Film.
Dumikan 2012/01/18 17:13:08
Antwort löschenwenn man Gewalt-Fan ist .. bestimmt
cpt. chaos 2011/09/29 10:59:26
Kommentar löschenDie Ankunft der Roten Armee im erbittert umkämpften Stalingrad, ist beeindruckend in Szene gesetzt – die Überquerung der von Angst gepeinigten russischen Soldaten über die Wolga, unter ständigem Granatbeschuss und herabstürzenden Stukas, immer den Tod vor Augen.
Und dann das anschließende völlig aussichtslose Himmelfahrtskommando – zwei Mann, ein Gewehr, fünf Patronen, unter dem Motto: Sieg oder Tod, wer flieht, wird erschossen!
Der anschließende Aufstieg des Scharfschützen Vassili Zaitsev, der das Duell mit seinem Gegenpart auf deutscher Seite zur Folge hat, ist nicht durchweg spannend erzählt, zumal die aufkeimende Liebesgeschichte zunehmend Raum einnimmt.
Im Filmabspann wird noch erklärt, dass Vassili Zaitsev zu weiteren Ruhm gekommen ist, indem er zum Volkshelden der Sowjetunion ernannt wurde; somit versucht man dem Ganzen nachträglich Authentizität zu verleihen.
Wie hoch der tatsächliche Wahrheitsgehalt angesiedelt ist, vermag jeder selbst zu beurteilen.
Dennoch ist und bleibt "Duell – Enemy at the gates“ ein sehenswerter Kriegsfilm, der sich im Vergleich zu seinen Genre-Brüdern im gehobenen Mittelmaß bewegt.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
7Stinson7 2011/08/09 20:07:39
Kommentar löschenSehr unrealistischer und langweiliger Kriegsfilm. Der Krieg scheint sich hier nach Arbeitszeit zu richten und SPOILER deutsche Soldaten zu erschiessen ist in etwa wie bei Moorhuhn. Dazu die überflüssige Lovestory und die Intrige des russischen Offiziers. Einziger Lichtblick war Ed Harris und die Anfangssequenz. Nein, diesen Film tue ich mir kein zweites Mal an.
Kommentar gefällt mir Antworten
Destroyer21 2011/05/03 17:09:43
Kommentar löschenSchaurige Kriegsatmosphäre wird gut rübergebracht, technisch auf einem guten Niveau, gute Story.......erstklassiger SOUND!!!!!!!!! Wirklich empfehlenswert auch für NICHT-FREUNDE von Kriegsfilmen.....ich bin auch eigentlich kein Freund von diesen und mir hat der Film wirklich gut gefallen!
Kommentar gefällt mir Antworten
novexx 2011/05/03 13:44:51
Kommentar löschenGuter Film, wer auf Scharfschützen steht wird gut bedient. Atmosphäre passt und Film ist insgesamt Stimmig.
Kommentar gefällt mir Antworten
Master of Desaster 2011/02/13 11:58:18
Kommentar löschenHistorisch unkorrekter Kriegsfilm, der bei näherer Betrachtung kein Kriegsfilm, sondern eher ein Thriller vor dem Hintergrund der blutigsten Schlacht der Geschichte ist. Kann man sich anschauen, wenn man nicht so sehr auf Details steht ...
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Kampfwichtel 2011/05/27 16:57:53
Antwort löschenHistorisch unkorrekt? http://de.wikipedia.org/wiki/Wassili_Grigorjewitsch_Saizew
Das Duell selbst mag nie statgefunden haben, aber wie du am Link siehst, gab es den Scharfschützen tatsächlich!
Überhaupt kam den Scharfschützen im 2. Weltkrieg eine wesentlich größere Bedeutung zu, als man es die Historiker wahrhaben wollen.
Ein Scharfschütze konnte ohne weiteres ein ganzes Regiment lange genug aufhalten, um frische Kräfte herbei zu führen, ja unbestritten sogar einem gefecht eine ganz andere Wendung geben.
Alle 3 Antworten zeigen
Lukin1971 2011/06/27 15:44:25
Antwort löschenEben. Wassili Saizew war Held der Sowjetunion und einer der bekanntesten Sniper des russischen Heeres.
Ob nun wirklich ein Duell vor allen Dingen mit einem deutschen Offizier, der dann auch noch einen kleinen Jungen erhängt! wirklich stattgefunden hat, mag ich nicht zu beurteilen.
Fakt ist, daß dieser Scharfschütze existiert hat und der Film neben "Stalingrad" zu einem der besten Kriegsfilme über den östlichen Kriegsschauplatz zählt.
Master of Desaster 2011/07/28 00:44:36
Antwort löschen2 Kampfwichtel
Dass es den Scharfschützen Wassili Saizew tatsächlich gab, wusste ich auch ohne den Veweis auf Wikipedia. Der Film ist trozdem historisch inkorrekt, da dies die einzige Tatsache ist, die geschichtlich übereinstimmt.
Die Karte am Anfang des Films mit der Expansion des Dritten Reiches, ist nicht korrekt.
Im Film wird die sowjetische Hymne gespielt - diese wurde aber erst seit 1944 verwendet. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Wehrmachtssoldaten mehr in Stalingrad.
Das Verhalten der Soldaten nach der Schlacht ist ebenfalls aus der Luft gegriffen. In dieser Schlacht hatten die Soldaten nach einer Kampfhandlung nur zwei Sorgen - etwas essen und etwas schlafen. Da war keinem nach Musik, Tanz und Gesang zumute.
Das sind nur einige geschichtliche Abweichungen. Die Liste ist aber erheblich länger.
Filmkenner77 2010/10/04 13:45:46
Kommentar löschenKriegsfilm der besseren Sorte, aber leider auch nicht der erhoffte große Wurf.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Oskar Gleit 2010/09/21 15:21:56
Kommentar löschenEndlich mal ein 2. Weltkriegsfilm, der mal die russische Seele zeigt. Jude Law und Ed Harris als Kontrahenten, die sich nichts schenken. Spannend aufgebaut mit einer glaubwürdigen Szenerie. Ach ja, Vassilij Zaitsev gab es wirklich!! Keine fade Geschichte also. Auch war die Soundkulisse klasse und die dichte Atmosphäre
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Abronsius 2010/09/20 16:47:51
Kommentar löschenEs wurde mal Zeit, dass einer dem russischen Bären das Fell krault.
Zu Beginn taucht man ruppig und betont nüchtern ins Geschehen auf dem blutigsten Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkrieges ein. Eine kalte Draufsicht und Dauerdetonationen erzeugen aber kein Mitgefühl sondern nur Kopfschmerzen, deswegen müssen Einzelschicksale her.
Umklammert von der Parabel “Wassili und der Wolf“, erzählt Annaud, wie immer meisterhaft, von einer anrührenden Kriegsromanze zwischen den Rotarmisten Wassili und Tanya. Eine Liebe, die sich zwischen Leben und Sterben wohl nichts stärker herbeiwünscht als das Ende des Krieges.
Zwischen Sieg und Niederlage werden hier Einzeltragödien halb aus dem russischen Blickwinkel geschildert und bei aller Kritik, an der sowjetischen Kriegsführung und der Propagandamaschinerie, bleibt eine mehr als berechtigte Heroisierung der Rotgardisten nicht aus. Und wenn man mich fragt, sollte Jude Law ruhig öfters Rotgardisten spielen, denn glaubwürdiger fand ich ihn nie.
Die Abartigkeit der Schlacht um Stalingrad, die wohl ein Schlüsselmoment der Weltgeschichte ist, wird kein Film jemals authentisch schildern können. Wer dem Wahnsinn näher kommen will, sollte Wassili Grossmans "Leben und Schicksal" lesen. Trotzdem ist es lachhaft, Annaud Verharmlosung vorzuwerfen. Was hat man erwartet wenn man sich ins Kino begibt um 74 Millionen US-Dollar durch den Projektor flimmern zu sehen? „Geh und Sieh“ -Teil 2? So wie Stalingrad bin auch ich dicht am Wasser gebaut. Für mich ist „Enemys at the Gates“ ein anrührender und bewegender Film.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Biersepp 2010/08/11 13:15:36
Kommentar löschenSehr heroisch gestalteter Kriegsfilm über einen erstklassigen Scharfschützen. Finde allerdings die Story etwas zu einseitig, vor allem im Bezug auf das Duell der beiden Scharfschützen. Hierbei sehnt man sich nach dem viertem Versuch endlich mal ein Ende herbei; die Kernhandlung des Films ist eindeutig zu langatmig und zudem noch sehr vorhersebar. Die Kulisse ist dafür sehr gut ausgearbeitet und überzeugt; außerdem überzeugen die Schauspieler weitgehend, auch wenn ich Rachel Weisz die Rolle irgentwie nicht abnehme.
Kommentar gefällt mir Antworten
8martin 2010/08/05 11:37:55
Kommentar löschenDa ist Licht und Schatten. Die Bilder sind beeindruckend und die Pyrotechniker leisten ganze Arbeit. Man sieht viel Prominenz, auch ungewöhnlich viele deutsche Schauspieler. Und alle geben ihr Bestes. Mehr gibt das Drehbuch nun mal nicht her trotz zusätzlich eingestreuter jüdischer Familientupfer. Die unterlegten Choralgesänge und die Blechmusik stören etwas. Ob das Duell wirklich stattgefunden hat, ist irrelevant. Eine andere Frage ist, ob man das Massensterben von vielen Hunderttausenden auf ein Duell von zwei Männern (Ed Harris und Jude Law) reduzieren soll. Und der Ort der Handlung ist nun mal Stalingrad - auch wenn er nicht im Titel auftaucht. An sich könnte das Duell auch irgendwo anders stattfinden: in Irland, Spanien oder Kuba, aber auch da müsste jeweils das Ambiente stimmen. Aber die Krone des Zugeständnisses an den Mainstream ist das Happy End. So eine Wiederauferstehung hat es zuletzt vor 2000 Jahren gegeben. An die muss man aber glauben, hier wird’s Edelkitsch.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
fabel 2010/08/05 11:31:30
Kommentar löschenSchon die Anfangssequenz zeigte wofür der Hauptprotagonist steht und wo er herkommt.
Aus armen Verhältnissen stammend, als Propagandamittel benutzt und trotzdem nur ein Soldat unter vielen.
Diese bodenständige Bursche legt sich also mit dem großen, hochdekorierten Deutschen Mayor an. Besser gesagt, die Deutschen wollen den Russen einen dicken Fausthieb versetzen und setzen diesen ihren besten Scharfschützen vor.
Dies verspricht Spannung und packendes Kino wurde es auch.
Es war auch weniger ein Kriegsfilm. Eher wurde in die "Hauptstadt des Krieges" (wie Darnilov Stalingrad bezeichnet) ein Katz- und Mausspiel reingesetzt.
Jetzt darf man nur mal über die Logik eines solchen Zweikampfes nachdenken.
Hätten die Deutschen wirklich ihren besten Scharfschützen, der wie der Führer persönlich kutschiert wird, ins heiß umkämpfte, fast aussichtslose Stalingrad geschickt nur um einen Bauernjungen zu besiegen, der von der Sowjetpropaganda als großer Volksheld verehrt wird ?
Als Deutscher Führer hätte ich wohl anders gehandelt und ihn anderswo eingesetzt.
Die Deutschen werden durch die Geschichte um den toten Sasha mal wieder als herzlos und durchtrieben dargestellt. Leute, wir wissens was unsere Vorfahren schreckliches betrieben haben. Das muss man dann nicht anhand so einer klischee beladenen Figur, wie die des Mayors noch so weiter ausführen.
Am Ende probierte es der Regisseur, dem Herrn Mayor noch einen Hintergrund für diese Reise zu geben indem er den Sohn (oder wars der Bruder) für tot zu erklären zu lassen.
Um diese unsinnige Reise verstehen zu können, wars zu spät.
Und warum dann der Mayor trotz anderen Auftrages von den deutschen Oberen da blieb um das Duell zu einem Ende zu bringen, bleibt wohl sein Geheimnis. Vielleicht hatte er einfach große Lust aufs Duellieren mit einem Sowjet. Merkwürdig und vor allem unglaubwürdig war dieses Ende allemal.
Zu diesem Unglaubwürdigen Zustand, bei dem der Sieger auch schon klar stand bevor die letzte Kugel flog (liebe Leute, Ihr,die den Film noch nicht gesehen habt, denkt euch mal wer da gewinnt......der herzlose, böse Deutsche oder der große Held der Russen ?), gesellte sich dann noch eine Liebesgeschichte auf die man vollkommen hätte verzichten können. Ebenso auf die emotionalen Auswüchse des Darnilov, der erst der ganzen Welt berichtet- vor Eifersucht tobend- was für ein schlechter Soldat Zaitsev in Wirklichkeit ist, um später ihm den Kopf zu retten und das Leben seiner ehemals Angebetenen, die ihn aber nicht hat haben wollen. Allein der Nebenplot um die für die Front viel zu intelligente Tania war schon vollkommen unnötig und nichtssagend.
Wenn man aber mal über diese Schwächen hinwegsieht und über das Zustandekommen des ganzen Duells, dann sah man spannendes Kino mit einem guten Szenenbild, guten Darstellern und der Erkenntnis das Stalingrad nicht nur die "Hauptstadt" des Krieges war. Nein, Stalingrad war das Spiegelbild des größten Auswuchses menschlichem Größenwahns. Chapeau Herr Annaud, die Szene mit den Zivilisten, die am Ende an den Schiffen warteten, war wirklich gut in Szene gesetzt.
Letztendlich wars ein netter, spannender Zweikampf ohne irgendeiner großen Aussagekraft, außer das wir Deutschen halt alle böse waren damals.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
doctorgonzo 2010/08/05 10:43:37
Kommentar löschenStellenweise ist es schon recht amüsant, zu sehen wie sich Hollywood oder manch ein Filmemacher mitunter den Zweiten Weltkrieg vorstellt.
Spannung ist da, und schlecht gespielt ist das auch nicht, aber mal im Ernst, was soll dieser Film eigentlich zeigen?
Dass der arme tapfere Bauer über den bourgeoisen und im Luxus schwelgenden Deutschen gewinnt? Ein deutscher Soldat, der in so einem Maße hoffiert wird? Nicht mal Galland hatte in der Luftwaffe solche Mätzchen drauf (siehe die Speisewagenszene).
Das klingt nach platterer Propaganda als Eisenstein, Goebbels und John Wayne sie je hätten aufbringen können.
Und überhaupt, wer hat sich das Rollenbild des Major König eigentlich ausgedacht?
Der Oberscharfschütze der Nazis, der im eigenen Speisewagen herangekarrt wird und sogar Kinder als Köder aufhängt. Jetzt macht aber mal einen Punkt!
Und was sollen die quasi Partyszenen am Abend? Ein Soldat, der sich den ganzen Tag über irgendwo verschanzt und dann auch noch beschossen wird, hat abends wohl kaum Lust auf ein Tänzchen, der will essen, schlafen und am liebsten nach Hause, oder aufwachen und feststellen, dass der Krieg, in dem er beschossen wird und seine Kameraden fallen, nur ein Traum war.
Besonders schlimm ist, dass man in allerliebster Michael Bay Manier auch noch eine unheimlich klischeebefrachtete Liebesgeschichte eingebaut hat.
Ich mag Rachel Weisz, aber hier hätte sie nach Lesen des Drehbuchs wohl besser verzichtet, in einer solchen Rolle kann man sich nur zur Witzfigur machen.
Die Logiklöcher tun ihr übriges...
Ist auf der strategische Karte zu Beginn wirklich die Schweiz als von Deutschland besetzt eingezeichnet?? Hat da jemand in Geschichte und Geographie gefehlt?
Annaud hätte sich das nicht unbedingt antun sollen.
Die noch recht gnädige Bewertung verdankt der Film den Darstellern, besonders Harris und der gute Ron Perlman sammeln hier Bonuspunkte, der stellenweise überzeugend vermittelten Spannung und den gut dargestellten Kulissen.
Der Rest ist mitunter allerdings wirklich dilletantisch.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Joe Gillis 2010/08/05 10:54:56
Antwort löschenEin »Oberscharfschütze der Nazis, der im eigenen Speisewagen herangekarrt wird«? Vielleicht sollte ich mir den Film doch mal ansehen! ;)
rav_bralor 2010/05/08 10:44:34
Kommentar löschenAlso vielleicht lieg ich hier falsch aber irgendwie kann ich Sniperszenen beim besten willen keine Spannung abgewinnen - die liegen doch bloß da und alle Jubeljahre fällt mal ein Schuss - WOW. Wer sich ansonsten vom ausgelutschten 2WW Setting nicht ermüdet fühlt kann ihn sich ruhig anschauen. Es empfiehlt sich jedoch viel Kaffee um so manche Szenen zu überbrücken.
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kawummbaby 2010/04/13 23:30:07
Kommentar löschenAch, die Klischees. Ich hatte keinen Opa in Stalingrad, aber ich bin mir sicher, zwei Drittel der deutschen Soldaten dort waren genauso eingezogen worden wie mein Opa und wollten dort vor allem weg. Wie schön, dass es da immer wieder Filme gibt, die sie als abgestumpfte, alte (!), unsympathische Typen darstellen. Dieser Film ist da keine Ausnahme und machte mich manchmal recht sauer.
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Lutz Schrön 2010/04/03 19:34:15
Kommentar löschenDer film kommt relativ realistisch rüber. Wäre er historisch korrekt könnte man verstehen warum so viele soldaten sinnlos geopfert wurden.
Aber es geht nicht um aufarbeitung. Ein bisschen wahrheit und drum herum ein amerikanischer western. Halt ein packender baller film. Gut gemacht.
Aber ich stehe nicht auf solche details wie : sowjetische hymne erklingt vor ihrer entstehung, und eine nachkriegslog und der T 34 den gab es 42/43 noch nicht ebenso wenig wie das M60 auf dem panzer. Und auf der Karte am anfang wurde sogar die schweitz besetz.... ne ne.
War von denen keiner in der armee?
Na ja aber mit requisiten nimmt es wohl keiner so genau.
Davon abgesehen spannend und zeigt hoffentlich die sinnlosigkeit von krieg.
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BlueSquirrel 2010/03/06 15:13:51
Kommentar löschenEin amerikanischer Film über den Krieg der Roten Armee gegen die Deutschen in einer Stadt in der nie ein Amerikaner Fuss setzte. Aus der Sicht eines englischen Spions hätte noch gefehlt.
Die Scharfschützen Division Stalingrad verkommt dann wie zu erwarten auch schnell zu einem Haufen Rotarmisten mit enormer Integrität. Da sich auch Frauen unter das Soldatenvolk mischen kommt es in Kombination zu manch bedeutungloser Gefühlsduselei wie "..die Leute auf die ich schieße haben Gesichter, und die kommen im Schlaf zurück!" In der Romantik des Krieges schicken die Deutschen aus Verzweifelung über sinkende Moral die Dude Law zu danken ist, Ed Harris um aufzuräumen im Kiez. Der Kampf zwischen Schwarz und Weiß hat begonnen und wird mit einer Menge lächerlichen Tricks geführt die einem echten Sniper wahrscheinlich Lachtränen bescheren würden.
=!SPOILER!=
Mit dem Schuss in die kahle Birne von Harris, der das verdient hatte weil er vorher Kinder mit Schockolade lockte und sie dann aufhängt als sone Art Mausefalle, ist der Krieg beendet. Denn Stalingrad ist das letzte Bollwerk gegen die teutonische Flut. Dude Law ist die letzte Linie der Verteidigung. Ed Harris der letzte Feind mit Skill und Rachel Weisz die erste unsterbliche Liebe.
.....alter Schwede! Und das ganze macht sogar ein bischen Spaß! So im Stil von "Interceptor – Phantom der Ewigkeit " Hätte sich der Film parodiert wäre er ganz groß.
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Schlegel 2010/03/07 01:51:51
Antwort löschenIst aber auch so ein wundervolles B-Picture. Etwas zu teuer halt.
BlueSquirrel 2010/03/07 02:07:53
Antwort löschenOch weißt du wie auch in meinem Text erwähnt hab ich mich nicht gelangweilt. Aber wir haben ja nur 10 Punkte zu verschenken. Wenn der mal im Fernsehen läuft an einem lausigen Tag würd ich nicht abschalten. Ausleihen oder Kino würd ich von abraten. Das ist immer das Problem bei solchen Bewertungen. Alle Leute haben ein anderes Motiv.
SamRamJam 2010/03/12 00:09:12
Antwort löschen,,wird mit einer Menge lächerlichen Tricks geführt die einem echten Sniper wahrscheinlich Lachtränen bescheren würden''
Abgesehen von den ewigen Headshots und unglaublicher Zielsicherheit der Scharfschützen ist ihre Kampfweise gut dargestellt. Im Gegensatz jetzt zu Beispiel zu Shooter.
Außerdem gab es beide wirklich sowie ihren Kampf. Und die Deutschen haben lediglich irgendeinen Scharfschützen angefordert. Der Major König ging aber persönlich da sein Sohn von Seizev erschossen wurde (zumindenst glaubte er das, es gibt nicht genug Belege dafür und es wird im Film ja auch nicht erwähnt).
,,kommt es in Kombination zu manch bedeutungloser Gefühlsduselei ''
Diese ,bedeutungslose Gefühlsduselei' ist der Grund weswegen echte Scharfschützen nach ernsthaften Einsätzen oft nicht ohne Hilfe und Beistand wieder ins normale Leben zurückfinden. Es ist halt nicht ein Männchen das irgendwo umfällt. Schließlich wird der zu erschießende Mensch eine ganze Weile beobachtet.
Jeder kann den Film ja finden wie er will aber ich finde deinen Kommentar zu der Thematik des Films ein bisschen zu ,lustig'. Ist aber natürlich nur meine Meinung ;)
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BlueSquirrel 2010/03/12 01:13:58
Antwort löschenAlso wenn du sagst du findest den Text lustig hast du mir wirklich eine Freude gemacht. Das war das Wichtigste.
Was du an meinem Beitrag kritisierst basiert auf einem komplett anderen Erlebnis und ich muss glaub' ich nicht alles wiederlegen. Aber was du ansprichst sind ehr Komponenten von ernsten und kritischen Kriegsfilmen wie "Der Schmale Grad" oder "Platoon". Das hier ist ein Unterhaltungsfilm der mit der Realität nichts zu tun hat.
Danke für dein Interesse!
SamRamJam 2010/03/12 01:36:06
Antwort löschenWieso nichts mit der Realität zu tun?
Aber naja, ja ich habe noch extra den Smilie hinten angesetzt um nicht rummeckernd rüberzukommen ;)
Wollte nur anmercken dass ich die Sache anders sehe:)
Cheerz
guggenheim 2009/12/12 21:20:10
Kommentar löschenEd Harris rettet den Film durch sein Können. Ansonsten ein durchaus spannender Streifen, der manchmal jedoch unglaubwürdig wirkt und zu viel Kitsch beherbergt. Hätte man konsequent ein Psychogramm der Kontrahenten gezeichnet, wäre dies vermutlich besser gewesen...
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MoeJoey 2009/11/26 14:00:50
Kommentar löschenWer nicht auf die historische Richtigkeit bei diesem Film achtet, hat einen sehr spannenden Film vor sich.
Die Background ist sehr düster gestaltet.[Was zu erwarten war :) ]
Alles wirkt sehr befremdlich. Und die Lage des Protagonisten wird die ganze Zeit sehr verzweifelt dargestellt.
Die Deutschen wirken fast schon erhaben über die gesamte Situation. Was natürlich die Sympathien für unseren russischen Helden steigert.
Trotz das sich der Film kurzweilig etwas in die Länge zieht.
Wird er nie langweilig und ich kann ihn nur empfehlen!
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