Durchgeknallt
Bottle Rocket (1996), US Laufzeit 88 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Komödie, Abenteuerfilm
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6 Kommentare
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von Wes Anderson, mit Luke Wilson und Owen Wilson
Dignan ist der Boss und er hat die wildesten Pläne, wie man an Geld kommt. Klar, seine Kumpels Bob und Anthony machen mit. Oberstes Ziel: die Mitgliedschaft in der als Gärtnerei getarnten Einbruchsorganisation von Mr. Henry! Als Beweis ihres Könnens überfallen die Freunde erst mal eine Buchhandlung. Doch nichts funktioniert, sie stehen sich ständig selbst im Weg, es gibt Zank und eins auf die Nase. Aber dann bietet sich die letzte Chance zum großen Coup.
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Cast & Crew
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Wes Anderson
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Luke Wilson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anthony Adams
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Owen Wilson
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Ned Dowd
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Nichols
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Shea Fowler
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Haley Miller
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Robert Musgrave
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Mapplethorpe
Regie
Schauspieler
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Andrew Wilson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) John Mapplethorpe
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Brian Tenenbaum
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) H. Clay Murchison
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Jenni Tooley
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Stacy Sinclair
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Temple Nash
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Dipak Pallana
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Darryl Cox
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Stephen Dignan
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Lumi Cavazos
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Wes Anderson
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Owen Wilson
- Genre
- Romanze, Kriminalfilm, Komödie, Drama, Abenteuerfilm
Drehbuch
Filmdetails Durchgeknallt
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Kommentare (6) — Film: Durchgeknallt
Kommentar schreibenLe Samourai 2011/11/06 22:12:48
Kommentar löschenWes Andersons mehr als gelungenes Spielfilmdebüt BOTTLE ROCKET - mit dem unfassbar sinnlosen deutschen Titel "Durchgeknallt" - ist ein lakonisch erzähltes, unaufgeregtes Roadmovie über Liebe und Freundschaft. Klingt abgedroschen, ist es aber nicht, denn schon hier sieht man deutlich Andersons Gespür für subtilen Humor mit Tiefgang und skurrile Charaktere in einem liebevoll gestalteten Mikrokosmos aus Absurdität und Lakonie.
Für Anderson-Fans Pflicht, für Freunde von unaufgeregtem Independentkino definitiv empfehlenswert, denn schon hier spürt man deutlich Andersons Ausnahmetalent, welches er nur zwei Jahre später mit seinem Meisterwerk RUSHMORE eindrucksvoll unter Beweis stellte.
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der cineast 2011/11/14 22:07:46
Antwort löschenSeit dem Fuchs hat der sowieso unendlich Credit bei mir.
hallidalli 2011/10/16 20:09:02
Kommentar löschender Film zieht mich nicht in seinen Bann und mit den Witzen wurde auch reichlich gespart.
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TobiasSD 2009/09/28 22:17:00
Kommentar löschenÜberzeugendes aber definitiv nicht großartiges Debüt von Wes Anderson, das an seine späteren Meisterwerke (Rushmore, Royal Tenenbaums, ...) leider nicht heranreichen kann.
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strangelet 2009/05/16 17:26:15
Kommentar löschenIch bin ein großer Fan von Wes Anderson und den Wilson-Brüdern, aber diesen Film kann man sich, ehrlich gesagt, sparen. Es sei denn, man sieht ihn sich aus kunstgeschichtlichen Gründen an; denn wie Anderson und Owen Wilson nur zwei Jahre vor dem Geniestreich "Rushmore" noch derartigen Murks abliefern konnten, ist schon faszinierend.
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SteveZissou 2009/02/23 00:27:42
Kommentar löschenAls Erstlingswerk von Wes Anderson genießt der Film sicherlich eine Art Welpenschutz. Man erkennt seine Handschrift, einige Kameraeinstellungen sind gut und auch manche Dialoge sind Anderson typisch, allerdings schleichen sich immer wieder einige Längen ein. Unterm Strich bleibt 'Bottle Rocket' ein solider Anderson Film, allerdings auch sein schlechtester.
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herr.moebius 2008/06/26 13:36:57
Kommentar löschenAnthony (Luke Wilson) verläßt zu Beginn des Filmes das Sanatorium. In jenes hat er sich selbst, wie man später erfahren wird, eingewiesen, da er eines Tages, als er mit Freunden am Strand lag, nicht auf die Frage antworten konnte (und wollte), ob er nun weiter am Strand liegen oder ob er Wasserski fahren möchte. Eigentlich hat er sich also eingewiesen, weil er merkte, dass er erwachsen wird, weil Dinge nun plötzlich eine große Bedeutung bekommen, weil er nicht einfach mehr gedankenlos mit Leuten Zeit verbringen konnte ohne sich dessen bewusst zu sein, was da gerade passiert, weil er begann sich mit Menschen auseinander zu setzen, ernsthaft auseinander zu setzen. Er wird von der Irrenanstalt von seinem besten Freund Dignan (Luke Wilson leibhaftiger Bruder Owen) abgeholt und es wird sofort klar, dass dieser Dignan ein besonderer Mensch ist, weil Anthony für ihn per Betttuch aus dem Fenster klettert, da Dignan nicht ganz verstand, dass er sich freiwillig eingewiesen hat, also jeder Zeit wieder gehen kann, und Dignan auf diese inszinierte Flucht besteht. Im Bus nach Hause dann überreicht Dignan seinem Freund ein Schulheft, in dem mit ordentlicher Kinderschrift ein 50-Jahres Plan erstellt ist, also für die nächsten 50 Jahre die Station notiert sind, die passiert werden müssen.
Gerade Dignans Lebensentwurf läuft darauf hinaus, in der organisierter Kriminalität zu enden. Dies hat er vordergründig nicht vor, da er viel Geld und Ruhm möchte, sondern hauptsächlich, weil er sich das damit verbundene Lebensgefühl sehr cool findet. Für ihn, und eigentlich auch seine beiden Freunde, ist einfach nur unglaublich aufregende, eine Waffe in der Hand zu halten, einen detailierten Raubplan zu planen und jenen natürlich auch mit kindlicher Freude durchzuführen. Dem ganzen haftet eine unglaubliche Ernsthaftigkeit an, aber eher eine kindlichen Ernsthaftigkeit. Es ist eigentlich eher so, als ob Kinder Verbrecher spielen. Kinder, die sich Abenteuer, Coolness und des Weiteren wünschen, also ein bestimmtes Lebensgefühl.
Anthony und Dignan brechen also sofort nach Ankunft in der Heimatstadt in Anthony's Elternhaus ein, reiner Probezweck, versteht sich, und gehen danach Schritt für Schritt den Einbruch durch, denken über gutgelaufenes wie auch misslungenes nach. Kurz darauf treffen sie sich mit ihrem dritten Freund, Bob, und überfallen eine kleine Buchhandlung. Mit dem Geld fliehen die drei Leute aus der Stadt und steigen in einem kleinen Motel ab. Der Sinn der Flucht mündet in einem älteren Herren namens Abe Henry (James Caan), der ein Dieb ist und als Tarnung eine Landschaftsgärnterei betreibt.
Wes Andersons tragisch-komisches Debut, welches er mit Owen Wilson zusammen schrieb, kommt schon gleich in der gewohnten Anderson Art daher. Der Humor, wenn auch hier noch "normaler", die besonderen Schnitte, die Detailverliebtheit und das Auge für Besonderes, und natürlich auch die Familie. Als Anthony am Anfang, bevor er den Raubzug antritt, noch einmal seine kleine Schwester an deren Schule besucht und sie ihn fragt, wann er denn nach Hause kommt, antwortet er nur: "I'm an adult. I can't come home".
Dieses Bewusstsein, nun Erwachsen zu sein, kommt auch bei Dignan des öfteren durch, wenn er zum Beispiel seinen Freund Bob aufs Maul hauen möchte, da der eine Planung vereitelt hat, ihn Anthony aber davon abzuhalten versucht und Dignan sowas sagt wie: Er ist ein großer Junge, ich bins auch, so läuft das nun mal in der realen Welt. Dabei wird durchweg klar, dass die drei alles andere als erwachsene Menschen sind. Sie sind naiv, begeisterungsfähig und vollkommen überdimensional selbstbewussst, wie es nur Jugendliche und Kinder sein können. Dennoch ist da der stetige Wunsch, endlich Erwachsen zu sein, der so jedoch nie in Erfüllung gehen wird, da die kindliche Freude und Aufrichtigkeit, mit der dieser Wunsch formuliert, ebenjenes vereitelt. Dann ist da noch dieser Wunsch nach einem Kollkektiv, dass für einander da ist, da ist auch wie bei "A life aquatic" die Uniformierung als Ausdruck einer Familie, oder einem Familie-ähnlichen Kollektiv; da ist die Schutzfunktion und der Zusammenhalt, wenn sie sich später Abe Henry anschließen und gleichzeitig das Wissen, das man die Erfüllung doch nie in Kollektiven finden wird, wenn man ein eigenständiger Mensch sein will, ein Mensch also, der gerade nicht in Kollektiven zu finden ist. Und auch wenn deswegen natürlich am Ende alles Scheitern muss, wird es doch nie dramatisch, da ein viel zu großer Hunger nach Leben da ist, der nie eine Situation verteufeln kann, da sie ja zum Leben gehört und somit auch gestaltet werden kann.
Auch dieser Film endet, wie glaube ich alle Wes Anderson Filme, mit einer Zeitlupe, einer Zeitlupe, die auch zwischendurch öfters eingesetzt wird, um Situationen eine Wichtigkeit einzugestehen, vielleicht einen Schnittpunkt, nachdem sich das Leben in eine andere Richtung bewegt. Aber nicht in so eine, die im Erwachsenen-Sein endet. Das kann man sich nun wirklich im Andersonschen Universum nicht vorstellen. Erwachsen sind immer nur die Bösen.
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