Eat the Rich

Eat the Rich (1988), GB Laufzeit 85 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Komödie, Kriminalfilm, Kinostart 28.04.1988

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Kritiker
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7.0
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76 Bewertungen
9 Kommentare
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von Peter Richardson, mit Kevin Allen und Ronald Allen

Kellner Alex arbeitet im Nobelrestaurant “Bastards”. Doch sein Glück währt nicht lange und er landet auf der Straße. Von allen verlassen scharrt er ein paar Looser-Typen um sich und sie machen sich, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, auf zum “Bastards”. Keiner soll entkommen! Ab jetzt heißt der Laden “Eat the Rich” und der Name ist Programm. Die Reichen kommen in Scharen und verspeisen nichtsahnend ihresgleichen oder landen gar selbst in der Pfanne. Erst als der faschistische Innenminister Nosher Powell das Restaurant betritt, ist das Chaos perfekt.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (9) — Film: Eat the Rich


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Freidenker

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Bewertung6.5Ganz gut

"Eat the Rich" ist selbst für britische Verhältnisse enorm skurril wobei der Film ohne Frage seinen Unterhaltungswert hat.
Die Geschichte handelt vom schwule,schwarze Kellner Alex der im Nobelrestaurant „Bastards“ die dekadente Londoner High Society bedienen muss.
Doch sein Glück währt nicht lange und er landet auf der Straße,wo er einige Freaks um sich schart um eine Revolution gegen das System zu führen.
Schließlich stürmt er das Nobelrestaurant „Bastards“ und tötet alle ehemaligen Mitarbeiter und Gäste und verarbeitet sie zu Hackfleisch um die neuen Gäste zu verköstigen.
Diese Geschichte hört sich nicht nur total abgedreht an sie ist es auch und Leute die Logik benötigen um einen Film gut zu finden sind hier auch sicher falsch.
Für alle die dagegen auf tiefschwarzem britischem Humor stehen kann der Film eine ganz nette Unterhaltung sein,alleine schon wegen den spielfreudigen Darstellern und der ordentlichen Portion Sozialkritik.

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jacker

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Läuft auch Motörhead?
'Come On Baby, eat the rich! Put the bite on the son of a bitch!'
Müsste etwa aus der Zeit sein das Lied!


Freidenker

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Ja,Lemmy Kilmister spielt sogar mit und die Band selbst hat einen Gastauftritt im Film.


craax

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Bewertung7.0Sehenswert

Anarcho-Film a la Blues Brothers. Wenn Sie all die Typen auch nicht mögen, die dort ihr Fett wegbekommen, und dagegen solche, die auch auf Monthy Python’s Favoritenliste stehen, sind Sie hier richtig.

Worum geht’s? Fadenscheinig erzählt wird die hanebüchene Story eines in einem Nobelrestaurant von jedermann (meint hier Chef, Kundschaft, Kollegenpersonal etc = eben alle) mißhandelten Kellners, der die soziale Hierarchie-Hackordnungs-Stufenleiter bis ganz unten herabsteigen muß, um sich zum militanten Revolutionär zu wandeln des bitter notwendigen Endes der Geschichte. Paul McCartney, Bill Wyman, Lemmy, und und und tauchen auch mal auf. Denken Sie, das passiert einfach so? Was geht hier also wirklich vor sich?

Ganz einfach: Hätte Diogenes in der Tonne einen wirklich schrägen Humor gehabt, hätte er womöglich- nach ein paar geharzten Weinen zuviel – in einem tagnächtlichen Delirium ein paar Wunschhalluzinationen wie diese visionieren können. Wie Sie wissen, war Diogenes‘ skurrile Art, Stellung zum alltäglichen, auch politischen Geschäft seiner Zeitgenossenschaft zu nehmen, eher sprichwörtlich geartet – man denke an seine erhellende Laternenwanderschaft, mit der er nach >guten Menschen< suchte, oder andere dagegen mied, die ihm in der Sonne standen,- oder sein unkonventioneller öffentlicher Umgang in Liebesdingen. Öffentlich: trifft stichwörtlich auch zu in diesem Film. Allerdings hier geht es um öffentliche Dinge – und zwar flamboyant.

Das ‚Bastards‘ ist dabei der Einstieg in die Metapher. Wie der Name schon sagt, trifft sich hier die haute volee mit derjenigen der cuisine. Das (zahlende) Publikum ist laut, ordinär, geschmacklos und ungezogen. Das (dienende) dagegen ist wirklich ein Witz: unbeachtet, verachtet, mißhandelt, eine Art bezahlte Clownerie-Staffage mit Blitzableiter-Funktion für jede Art niederträchtigen, menschenverachtenden, gröhlendem Neandertaler-Amüsierinstinkten. Die Reichen, die hier völlen und gebratenen Baby-Panda bestellen („ist der auch in Honig eingelegt?“), sind wahrhaft widerlich: eingebildete Laffen, die alles in sich versammeln, was einem den Appetit an der Menschheit verderben könnte. Gewissenlos überstrapazierte Egos in Neureich- durch Ellenbogentum, das sich selbst für die Krone und alle(s) andere(n) für Abschaum hält und nur zu Fußabtreter-Zwecken benutzt : krasser Egoismus, der für ein Leiden unter seinen Zumutungen nur ein Hohnlachen übrig hat.
In ähnliche Kategorie gehört auch der kandidierende Innenminister : ein Selfmade-Schlägertyp, der vom Bildschirm herunter den Arbeitslosen ihr nichtsnütziges Schmarotzertum vorhält und ankündigt, die Krise dadurch zu lösen, „ ein paar weitere Krankenhäuser zu schließen, um mit dem freigewordenen Geld mehr Raketen zu bauen basta!“ – unter dem begeisterten Zuspruch des Stammkneipen-Publikums, das derart Reden begeistert lauscht und applaudiert. Der Mann packt zu und ist kompetent – und damit offensichtlich einigen Leuten („im Kreml“?) ein Dorn im Auge. Alsbald schon tut sich im Verborgenen Dunkles – aus mafiosen Quellen waffentechnisch gut versorgt, macht sich ein Selbstmordattentats-Kommando auf den noch nicht erkennbaren Weg – wie sich herausstellt, der beabsichtigten Demontage des Innenministers, der jedoch auf seine unnachahmlich treffende Art die Krise meistert und löst („-hier halten Sie das mal !!“) und flux noch stärker in der johlenden kreischenden Publikumsgunst bejaht dasteht als zuvor. Nichts scheint ihn aufhalten zu können, nicht einmal der geballte Energieinhalts-Verlust unkontrolliert öffentlich verschleuderten Spermas,- welches doch sonst das Garaus jeden halbherzigen Politikers ausmacht – dieser Prä-Neocortex geht aus derartiger Anfechtung gestärkt in der Publikumsgunst hervor, die ein solches Kraft-Sprüche-Meiertum anbetet. Hier kriegt die nicht-nur Medienhörigkeit dem Starken Mann gegenüber wahrlich originell ihr Paßfett weg. Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg! Wie stehen wir alle doch darauf,- hinterherzuhecheln- und zu –hechten! Wie gebannt lassen wir uns amüsieren und gaffen den attraktiven Illustrationen der Macht zu! Wie akklamiert gaffend, schweigend, regungslos wenn es wieder soweit ist, „-Action!-“ die Menge, symbolisiert zuerst auch in jener der Reporter‘,- dem Innenminister zu jeder neuen Kapriole, die von ihm erwartet wird, er noch übertrifft und damit auf bestem Weg ist, zum Superstar zu avancieren – dargestellt von xxx, Boxer & , der sich damit, finally british, genugsam selbst persifliert und liebenswert macht.

Bald kommt auch Licht in die Intrige: denn das Selbstmordkommando war genügend initiiert von dunklen Machenschaften der undurchschaubaren Geheimdienst-Szenerie,- welche im geheimen Einvernehmen mit dem „Kreml“ steht, um den womöglich systemimplodierenden Innenminister am weiteren Aufstieg zu verhindern – schließlich geht es um den Selbsterhalt der kritischen Status Quo des Systems selbst, in dem sich alle, die profitieren und schmarotzen, einig sind, egal, auf welcher Seite sie scheinbar (in der Rolle) zu agieren haben. Beispielhaft dafür das interne Fest bei Madame Matrone – der junge längst „gekaufte“ (durch Priviligien überzeugte) Gewerkschaftsführer feiert im bestem Einvernehmen mit dem Bischof, der weder glaubt, noch der KGB-General und der (‚befeindetee‘) Gegengeheimdienstkollege (der für denselben Mentor arbeitet),- Premiers- und Innenministers Fettleib-Verwitwete im perfinden Geifersgefecht um Bedeutungs-Dominanz inmitten von Callgirls, sie alle formulieren es so: „Egal was passiert - Ich will doch alle diese PersönlichenVorteile nur nicht verlieren !!“ Herrlich gefährlich, wie der Innenminister endlich die endlose Nahost-Krise (in Diogenes‘ Filmwahntraum) patentlöst.

Wir waren beim fehlgegangenen Selbstmordkommando: nun wissen wir endlich Bescheid: es geht um öffentliche Demontage, das große Spiel – und den kleinen Mann inmitten, der schreitet zwischen dessen Riesenbeinen,- und umherschaut‘ nach einem schnöden Grab (in der Übersetzung von A.W. Schlegel). Der Kleine Mann ist Kellner und arbeitet in jenem Freßtrog für abschreckend destruktiv-unkultivierte Super- und Einflußreiche, eben „Bastards“ genannt, und verschränkt nun seine Geschicke mit jenem großen Spiel. Noch einige wenige Streiche, bis er „ganz unten“ ist, um auf dem Sozialamt, seine „Stütze“ zu holen, („Hören Sie, ich habe doch seit zwei Tagen nichts gegessen“) seine sadistische Sachbearbeiterin (die gerade mit aufgeteilter Tresenschicht dran ist, während die andere am Schreibtisch-Liegestuhl sich derweil Rotlicht-Bräunen darf) (und während der Auszahl-Beamte seine Spielchen mit dem um sein Geld bettelnden Bedürftigen treibt „Sie würden es doch nur wieder verspielen, oder?!“) – kurz also, bis er, der an sich so liebenswürdig-harmlose Kellner (auch noch mit dem fördernden Außenseiter-Stigma der ‚Schwuchtel‘ behaftet),- die Pistole zückt und sie über den Haufen schießt – und mit dem simultan überzeugten Kumpan, Kern der Bande („Schnapp dir das Geld!!“) – entflieht. Die RAF (F) ist geboren, aus Gerechtigkeit.

Bis hierhin wird der Film erzählt. Den Rest bitte ich selbst anzugucken. Es lohnt sich. Die wahre Geschichte glaubt einem keiner. Je unglaubhafter sie daher kommt,- desto näher spielt sie an der Wirklichkeit. Anarchisten können sich hier gut amüsieren. Wer noch an den großen guten Sinn, der öffentlichen Angelegenheiten glaubt,- wie an den Weihnachtsmann,- hat hier nichts zu suchen.- Dies hier ist der Amüsierkurs für fortgeschritten-Resignierte, nicht der Sachkunde-Einführungskurs für Anfänger. Hier geht es nur ums Wiedererkennen- und nicht Er-kennen, - um Rückübersetzung und nicht um Premieren-Bekanntschaft. Wer hier lachen können muß, muß schon so absurd vom Klamauk überzeugt sein, das für ihn /oder sie der Ernst des Lebens längst in unerreichbare Ferne gerückt ist. Wer hier lacht, lacht das hoffnungsresistente Gelächter der Resignierten, das nichts Besseres mehr zu erwarten ist,- nicht das tatendurstige des Eulenspiegels ; lacht längst über die vollendete Lächerlichkeit des Menschengeschlechtes, von dem er sich gleichwohl (aus Solidarität oder Bequemlichkeit?) nicht trennen mag. Trotzdem ist es ein gesundes Lachen; wer so über sich selber zu lachen (trotz allem) nicht verlernt hat,- muß (immer noch) nicht verzweifeln. Vielleicht muß man in seiner Jugend ‚A Hard Days Night‘ gedreht haben, um in seinem (Mittel)Alter an diesen Dreharbeiten teilnehmen zu können. Laßt uns Mitglied der Band werden, sein oder bleiben; Les Jeux sont faites ; Faites votre jeux..

Der Film bekam nicht besonders gute Kritiken; er ist aber besonders gut. Tut mir leid für euch, die ihr zeigt, das ihr noch nicht soweit seid ; ihr müßt noch halt bissel mehr Dada lernen. Normale haben in diesem Film nichts zu suchen; für euch ist der Pub. Da steht auch ein Fernseher. Und viele Nachrichten, denen man (gemeinsam) lauschen kann.
Dieser Film bietet nicht den Luxus, den Geschichtslosen eine Geschichte zu erzählen, ihnen eine vorzumachen, ihnen eine zu schenken. Wer hier mit Gewinn herausgeht,- hat seine (fertige) Geschichte bereits mit hineingebracht, und geht mit einer doppelten heraus. Wer ohne hineingeht, kommt leer hervor; wer sie mit einer betritt, verläßt sie bereichert mit zwei-en. Das ist das Geheimnis.
Also sei vorsichtig mit dem Bekenntnis, das du das alles blöd,- oder so la la fandest. Ist es nicht; es ist ziemlich witzig, gelungen und perfide durchdacht. Und so übertrieben und auf die Spitze gebracht,- das es einem kein( Ungläubig)er mehr glaubt – das es so ist,- so und nicht anders. Ist es. Es ist so. Fragen Sie den Innenminister. Den Premier können Sie nicht mehr; „den haben sie ja gefressen“). In der Tat: Sie haben ihn gefressen, oder sind dabei, es zu tun : wenn Sie hier von Herzen nicht lachen, weil Sie den Doppelsinn nicht verstehen : dann haben Sie die Ansicht, die Perspektive des Premierministers in sich,- sind Ihm (und es ist nicht Der,- es ist das Premierminister-Prinzip-!) auf den Leim gegangen. Dann sind Sie nur noch Anarchist nicht genug. Bleiben Sie dran ; arbeiten Sie ; bis Sie hier (oder wie bei Monthy Pythons u.ä.) lachen können. Sie schaffen es, dann geht es Ihnen besser, versprochen.

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Kris

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Bewertung7.0Sehenswert

"Was ist die Spezialität heute?" – "Fleisch."

Oh je, wie soll man dieses Werk nur kommentieren?! Die offensichtlichen technischen Defizite werden durch Besetzung und Spielfreude beinahe ausgeglichen und der Soundtrack rockt. "Sehenswert" auf jeden Fall – und so schön sozialkritisch. Allerdings auch ein chaotisches, zweifelhaftes Vergnügen.

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mikkean

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Bewertung7.5Sehenswert

"Willkommen im Eat The Rich, ihr reichen Drecksschweine. Hier könnt ihr euch nach Lust und Laune bespucken und beleidigen lassen. Ganz so, wie ihr es verdient. Und als besonderes Schmankerl setzen wir euch auch noch auf die Speisekarte!!!"

Mal ehrlich, Kannibalen-Filme, das ist ein reichlich ausgelutschtes Genre. Ob im Dschungel mit gefrässigen Ur-Völkern, verrückten Man-Eatern oder sonstigem Stuss. Die Vorstellung vom Verzehr menschlichen Fleisches auf der Leinwand wirkt eher einschläfernd bis maßlos auf eklig getrimmt. Ich geb's gerne zu: Ein Fan dieses Genre war ich nie. Bei Romero's Untoten ging das noch in Ordnung, aber bei Psychopathen oder vermeintlich blutrünstigen Indianer-Stämmen? Da braucht es schon mehr, um mich zum Reinschauen zu überreden ...

So was wie "Eat The Rich", eine der schwärzesten Brit-Comedys überhaupt. Und ein Film, um den das deutsche Fernsehen seit Jahren einen großen Bogen macht. Warum eigentlich?

Ist doch alles dabei: Überzeichnete Anarcho-Sozial-Kritik, fieses Klassen-Bashing, krasser Fleisch-Verzehr und eine gehörige Ladung Krach, dank the man himself, Lemmy. Der sich natürlich nicht lumpen ließ und neben einer der besten Rollen auch gleich mit Motörhead den Soundtrack veredelte. Eines gleich vorweg: "Eat The Rich" wird nie ganz dem Kannibalen-Genre gerecht und das liegt auch gar nicht in seiner Absicht. Viel mehr wurde hier die Idee vom widerlichen Menschen-Fressen in eine gnadenlos überzeichnete Story eingebaut.

Denn eigentlich ist dies ein irres Kino-Abenteuer der Comedy-Truppe aus der wenig bekannten Reihe "The Comic Strip Presents....". Genüsslich ziehen die hier die Sozial-Dramen, Revoluzzer-Kampf, Agenten-Bullshit oder das verkorkste politische Klima von damals durch den Kakao.

Anfangs geht es eigentlich nur um den tuntigen Kellner Alex, der sich im "Bastards" scheiße behandeln lassen muss von diesem reichen Pack. Darunter übrigens auch Robbie "Fitz" oder "Hagrid" Coltrane. Den Job schmeißt unser Alex nur zu gern, aber auf dem Arbeitsamt sonnen sich die miesen Schweinehund nur und wedeln vor den Bedürftigen mit Geld herum, das sie eh nicht rausrücken. Was kann unser Alex da nur machen? Ganz klar, er greift zur Knarre und startet einen Feldzug gegen dieses lumpige System!!! Nach dem ersten Amoklauf vor dem Schalter des Amts flieht Alex und stellt schon bald eine kleine Truppe Gleichgesinnter zusammen. Im ehemaligen "Bastards" eröffnen sie ein neues Lokal, das bald zum hippen Treffpunkt der reichen Sau-Bande wird. Ganz reales Straßen-Flair herrscht von nun an, die Leute lassen sich nur zu gern beschimpfen und handgreiflich abfertigen. Das Essen ist zum Kotzen und unverschämt überteuert. Dafür besteht es aber auch aus ehemaligen Angestellten und unglücklichen Gästen.

Was hier schon reichlich "geschmacklos" und derbe klingt, ist tatsächlich noch der wesentliche Hauptstrang des Films. Daneben darf Lemmy Kilmister als ober-cooler Spider heimlich gegen den amtierenden Innenminister intrigieren und operieren. Der nämlich, ein prolliger Ass-Kicker namens Nosher, tja, tritt Ärsche und lädt das Volk mit voll-dummer Ignoranz und Proleten-Schwachsinn. Dummerweise gehört aber auch seine schwangere Ex-Geliebte zum Rudel von Alex. Das kann ja alles sehr heiter werden.

Jetzt bloß das Hirn ausschalten und sich einen großen Happen geballten Irrsinns gönnen!!!
"Eat The Rich" ist eine dieser Brit-Leistungen, für die wir Deutschen uns noch einige Generationen Eier wachsen lassen müssen - damit's vielleicht mehr als eine Underground-Produktion wird. Und eine, für die die Amis irgendwann in den Achtzigern das richtige Gespür
verloren haben. Es ist eine fette Sause, voller Blödel-Gags, trefflichster Gags, toller Gast-Auftritte (wie den von Paul McCartney!!!) und vieler fieser Einfälle. Sprichwörtliche Anarchie gegen den guten Geschmack. Und alles andere als blödes Fast Food. Da kann man sich noch so wehren, "Eat The Rich" ist mit seinen Seitenhieben, bissigen Attacken gegen die Konvention der filmischen Unterhaltung und eben seinem Hang zur gewollten Krassheit ein
Muster-Kandidat fürs Etikett KULT. Mehrmaliges Abhandeln der Speisekarte wird
dringend empfohlen.

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crab1973

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das sechzehnte Türchen des ungeheuerlichen Adventskalenders ist ein Glücksfall! Das Wochenende beginnt und die meisten betrieblichen Weihnachtsfeiern sind abgehakt. Da könnt ihr euch auch mal zurücklehnen, einen genehmigen und euer Partytürchen genießen. Denn heute wird gerockt Baby! „Eat the Rich“

Soziale Kälte, gierige Investmentbanker, Politiker, die nur an ihren Ruf denken und Jobs, die man schneller verliert als diese blöden Einkaufswagenchips. Aber was dagegen tun? Mehr staatliche Kontrolle über die Banken? Einen gültigen Mindestlohn und Kündigungsschutz für Geringverdiener? Ein moralischer Ehrenkodex für Politiker?

Ach was! Abschlachten und auffressen die ganze Bande!

Herzlich willkommen zur abgedrehtesten Poltit Satire der 80er. Wer hier subtilen Humor und eine gut geschriebene Parodie auf das England der Thatcher Ära erwartet, der kann gleich sich gleich einen anderen Film suchen.
Hier kommt britischer Brachialhumor der heftigsten Art und wer seine Freude an der Kotzszene in „The Meaning of Life“ hatte wird hier seinen heiligen Gral finden.
Komplett überzogen, zu keiner Sekunde ernstzunehmen breitet hier die Comedy Truppe "Comic Strip" eine Handlung aus die... ach, weiß ich auch nicht. Man muss es echt gesehen haben, um es zu glauben.
Da werden Elemente des kalten Krieges, politischer Ereignisse der 80er und Soap Elemente a la „Coronation Street“ mit ein bisschen Splatter zusammengerührt, dass es eine wahre Freude ist.
Dazu gesellen sich noch eine sehr große Anzahl an Gastauftritten von bekannten Schauspielern und Musikern und das Lemmy von motörhead eine tragende Rolle spielt dürfte hinreichend bekannt.
Überraschend ist aber schon, dass Lemmy die normalste Rolle spielt und im kompletten Chaos immer kühlen Kopf behält. Okay, das kann er. Braucht er nicht spielen.
Gut gefallen hat mir auch Miranda Richardson als arbeitsscheue und arrogante Sozialamtstussi, die auch gleich das kriegt was sie verdient.
Größte positive Überraschung war für mich aber Nosher Powell als karrieregeiler Politiker, der aber auch jedes Fettnäpfchen in das er tritt für seine Zwecke umdrehen kann und sich immer wieder rauswindet.
Ähnlichkeiten zu real existierenden Politikern sind durchaus gewollt und leider auch immer noch aktuell.

Man sollte „Eat the Rich“ aber nun auch nicht als reine Polit Satire ansehen. Dazu ist das alles dann doch zu sehr im totalen Chaos angesiedelt. Es ist aber trotzdem schön einige Elemente zu finden die beweisen, dass sich die Drehbuchautoren doch einige Gedanken gemacht haben.
Klappt aber auch ohne nachdenken, denn der Film bringt vor allen Dingen eins:
Spaß, Spaß, Spaß!!!

http://www.youtube.com/watch?v=Xy_03IB1nw0&feature=related

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lieber_tee

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Was sollte denn auch diskutiert werden, da du nicht deutlich machst was du überhaupt kritisierst. Crab schreibt doch (du benutzt das Zitat ja selbst) das der Film beide Teile (einen politisch-satirischen und unterhaltsamen-Spaßanteil) hat. Verwirrend? Ja du.


Brentano

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Ja gut ein bisschen "Provokation" mag darin enthalten sein, passend zum Thema, oder?

Naja und "nachdenken" sollte man auch bei derartigen "Spass-Filmrn" oder? Zumindest damit man/frau/mensch dann besser versteht, worin der Spass überhaupt begründet sein könnte, ..?

Und das diese politischen Verhältnisse immer noch so sind, wie dort beschrieben und das darin (im Film) ein zumindest interessanter Lösungsansatz dazu beschrieben wird, ist ja auch nicht nur beiläufig unterhaltsam, .. eben. aber wie du meinst, ... jedem seine Weltsicht, so lange sie nicht "realpolitisch" ausartet, .. .


Lichtspieler

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Bewertung3.0Schwach

Natürlich ist der Film schlecht. Kann man gar nicht anders sagen. 3 Punkte gibt es für die Musik, die ist nämlich super. Die DVD lohnt sich wegen dem Motörhead-Special. Der Film sollte bestimmt auch nicht super sein. Die Leute wollten einfach nur Ihren Spaß haben, Drogen nehmen und mit Lemmy abhängen. Ist ja auch in Ordnung so. Bis auf die Sache mit den Drogen auch zu verstehen.

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Brentano

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Und den sozialkritisch-korrosiven, quasi gesellschaftsschädigendenden, jedoch befreienden Ansatz darin, in diesem Film (dessen Kernaussage) den haben sie also übersehen, oder?


Gentleman Jack

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Bewertung9.0Herausragend

Nur 14 Bewertungen??? VIERZEHN??? Deutschland, Land der Kulturbanausen! ;) Da ist Lemmy Kilmister mit drin! Das alleine müsste doch wohl schon reichen! Und dafür gibts auch mal die "Pommesgabel" in einem Kommentar ... auch wenns total stillos ist: hier isse \m/ ..

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moepmoep

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Lemmy ist ein verdammter Gott!

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moepmoep

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Verdammt, Du hast recht!


moepmoep

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"Verdammt ist ein Kollaboalbum der Hip-Hop-Musiker Basstard und DJ Korx. Es erschien am 16. Februar 2007 über das Independent-Label Horrorkore Entertainment. Die Produktion des Tonträgers wurde vollständig von DJ Korx übernommen." http://de.wikipedia.org/wiki/Verdammt
Man beachte die Titelliste des verdammten Albums...


doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zum Brüllen! Ein cooler Cast, vor allem die Nebenrollen und Gäste, darunter Lemmy und der legendäre Jools Holland, sowie Paul McCartney und Miranda Richardson.
Eine echt abgedrehte Idee, die sicher zu Werken wie Last Supper oder Dänische Delikatessen inspiriert hat begeistert ebenso wie die interessanten Charaktere oder der wieder mal großartige Robbie Coltrane.
Nicht ohne Schwächen, aber ein Werk wie gemacht für die verbliebenen Freunde des wirklich schwarzen Humors...

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