Edelweißpiraten
Edelweißpiraten (2004), CH/LU/NL/DE Laufzeit 111 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 10.11.2005
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
63 Bewertungen
8 Kommentare
Keine
von Niko Brücher, mit Ivan Stebunov und Bela B. Felsenheimer
Fiktives Drama über die Edelweißpiraten in Köln, lose organisierte Jugendgruppen aus dem Arbeitermilieu, die während der NS-Zeit auf Distanz zum Regime gingen, sich mit der HJ anlegten und Anti-Nazi-Parolen an die Wände malten. Als zwei Brüder auf einen entflohenen KZ-Sträfling stoßen, nimmt ihr spielerischer Widerstand organisiertere Formen an. Der Film räumt mit der Diskreditierung der Edelweißpiraten als Kleinkriminelle auf und setzt dem proletarischen Widerstand ein Denkmal. Inszenatorisch eher durchwachsen, überzeugen die mäandernden Episoden durch ihre bedrängende Alltagsrealität einer zerbombten und ausgehungerten Stadt.
Cast & Crew
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Niko Brücher
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Ivan Stebunov
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karl Ripke
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Bela B. Felsenheimer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hans Steinbrück
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Jochen Nickel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Josef Hoegen
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Anna Thalbach
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cilly Serve
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Jan Decleir
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ferdinand Kütter
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Simon Taal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Peter Ripke
Regie
Schauspieler
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Jean Jülich
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alter Karl
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Florian Wilken
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Franz "Bubbes" Rheinberger
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Dominik Bromma
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Günther Schwarz
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Johannes Schaller
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Barthel Schink
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Kiki von Glasow
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Niko Brücher
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Edelweißpiraten
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Kritiken (4) — Film: Edelweißpiraten
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenGlaubwürdig, packend und ohne falsches Heldenpathos vermittelt Regisseur von Glasow einen verstörenden Einblick in den Alltag der Nazidiktatur. Gleichwohl geht es nicht nur um historische Fakten, erst die menschlichen Tragödien und Konflikte lassen die Ereignisse unter die Haut gehen [...] Ein bedrückendes Kammerspiel, das zugleich ein beklemmendes Stück Zeitgeschichte ist.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenGegen das im deutschen Gegenwartskino sonst vorherrschende, überaus cleane Widerstandsbild, in dem Widerstand - siehe SOPHIE SCHOLL - immer etwas Bürgerliches, Moralisches, geradezu Heiliges ist, zeigt Glasow einen Widerstand, der aus dem Bauch kommt: körperlich, leidenschaftlich, unreflektiert und romantisch. Und seine Nazis haben keine Argumente, reden überhaupt nicht, sondern schlagen gleich zu. Aber auch diese lange vernachlässigten Aspekte gehören zum vollständigen Bild von Naziterror und Widerstand.
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenWas bleibt, ist eine weitere Geschichte von Opfern. Mit extra langen Folterszenen. Aber ohne historischen Kontext. Zur Erinnerung an eine Gruppe, über die die Deutschen kaum etwas wissen, ist das zu wenig.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDer Münchner Studenten-Geheimbund "Die Weiße Rose" ist dank Marc Rothemund und seiner mit zwei "Deutschen Filmpreisen" ausgezeichneten "Sophie Scholl" wieder in aller Munde. Dabei waren es bei weitem nicht nur Intellektuelle oder Adlige wie die Gruppe um Graf Stauffenberg, welche sich früher oder später gegen das braune Regime zur Wehr setzten - wie es uns der Schulunterricht vielleicht Glauben machen mag.
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Kommentare (4) — Film: Edelweißpiraten
Kommentar schreibenDonnos 2012/01/27 15:15:01
Kommentar löschenHistorisch leider unnötig abweichend (zB. diese komische halblustige Verfolgungsjagd gegen Ende) schwankt der Film irgendwie zwischen coolem Coming of Age during a bad system-Film und einem "normalen" Film mit Naziinhalt. Hat definitiv seine beklemmenden Szenen und verzichtet bis auf Bela B. und Anna Thalbach auf große Namen, was sich mMn nicht als Nachteil erwiesen hat, höchstens, was die Werbung für den Film angeht, der doch ziemlich unterging, obwohl er auf jeden Fall interessant und wirklich nicht schlecht gespielt ist für das augenfällig schmale Budget.
Die Filmmusik hat mich zudem ziemlich umgehauen, so leicht und tanzbar und doch melancholisch.
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BobbyIII 2011/08/27 02:30:19
Kommentar löschenAltbekannte "Nicht alle Deutschen waren Nazis" Geschichte, eingebettet in eine sichtlich günstige Produktion, welche weder großartig inszeniert ist oder mit besonderer darstellerischer Leistung seiner Laien-Darsteller aufwarten kann.
Seine Stärken hat der Film vor allem in den banalen Szenen des zweiten Weltkriegs, wie dem Feststecken kleiner Kinder unter Blindgängern, das Leben in halb-zerstörten Wohnhäusern und der Trümmerlandschaft im Allgemeinen.
Auch wenn die große Innovation am Ende des Films gefehlt hat, waren es dann doch die letzten 20 Minuten, die meiner Meinung nach, den Film in letzter Instanz vor einem ganz großen Reinfall gerettet haben. Leider war es aber dennoch nicht genug!
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Afrin Alburu 2008/12/24 01:38:05
Kommentar löschenTeils teils könnte man wohl so allgemein sagen.
Zur Zeit des zweiten Weltkriegs.
Es geht um die so genannten Edelweißpiraten, eine Anti-Nazi-Bewegung in Köln, bestehend aus Jugendlichen die sich gegen die HJ (Hitlerjugend) zur Wehr setzt und auch sonst ab und an etwas sabotiert. Hauptcharaktere sind 2 Brüder, deren Vater an der Front, deren großer Bruder in Russland gefangen und deren Mutter tot ist. Während der ältere der beiden den Edelweißpiraten angehört, ist der andere Mitglied der HJ. Nach kurzer Spielzeit finden die Edelweißpiraten einen verwundeten Häftling der gezwungenermaßen einem Sprengstoffkommande angehört hatte, sie retten diesen und damit nimmt die Geschichte dann ihren Lauf.
Teilweise sehr gute Stellen, die sehr ergreifend sind und den Zuschauer richtig gut mitnehmen und mitfühlen lassen, wie die Nazigegner im dritten Reich gefühlt haben und mit was für Problemen sie sich konfrontiert sahen, selbst wenn sie hier nur fiktiv waren. Leider aber auch teilweise unfreiwillig komisch und nicht immer ganz ernstzunehmen, weil einfach lächerlich dargestellt, beziehungsweise zu überzogen.
Größtenteils auch gut gespielt, nur tontechnisch nicht so gut gemacht. Sei es nun der ein oder andere Charakter, den man nur schwerlich versteht, da er so nuschelt/lispelt oder sich voel zu sehr in seinem Dialekt verirrt, oder seltsam nachvertonte Gesprächsteile.
In den 90 Minuten entwickelt sich die Story leider auch nur schleppend und immer nur in wenigen Schritten, die weit auseinander liegen. Das Ende entschädigt allerdings ganz gut, da es wirklich nochmal ziemlich unter die Haut geht.
Fazit: Teils teils, wie gesagt. Kann man sich durchaus mal anschauen und für die 6 € die ich bezahlt habe, war's auch nicht verkehrt. Mehr als in Ordnung, aber leider auch nicht.
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lyogen 2008/03/24 16:09:25
Kommentar löschenNoch mal das Thema: Nicht alle waren Mörder.
Hab ich mir trotzdem wesentlich lieber angesehen, als andere Produktionen.
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