Effi Briest
Effi Briest (2009), DE Laufzeit 118 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 12.02.2009
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20 Kommentare
Keine
von Hermine Huntgeburth, mit Julia Jentsch und Sebastian Koch
“Effi Briest” spielt in der nach strengen Konventionen lebenden besseren Gesellschaft im Preußen des späten 19. Jahrhunderts. Die erst 17jährige, lebenslustige Effi wird von ihren Eltern dazu gedrängt, den viel älteren Baron von Instetten zu heiraten. Die Verbindung ist unglücklich und Effi flüchtet sich in eine Affäre mit dem leichtlebigen Charmeur Major Crampas. Als von Instetten Jahre später von dem Betrug seiner Frau erfährt, tötet er den Widersacher im Duell, verstößt Effi und verbietet ihr den Umgang mit der gemeinsamen Tochter.
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Cast & Crew
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Hermine Huntgeburth
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Julia Jentsch
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Sebastian Koch
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Juliane Köhler
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Barbara Auer
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Misel Maticevic
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Margarita Broich
Regie
Schauspieler
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Rüdiger Vogler
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Thomas Thieme
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André Hennicke
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Mirko Lang
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Arndt Schwering-Sohnrey
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Volker Einrauch
- Genre
- Drama
- Handlung
- Arrangierte Ehe, Duell, Ehefrau, Roman, Seitensprung, Untreue, Vernachlässigung in der Ehe
- Stimmung
- Berührend, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Effi Briest
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Kritiken (4) — Film: Effi Briest
Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online
Kommentar löschenEtwas Heutiges, Modernes im Gewand des Gestrigen, des Tradierten zu erzählen, das schien auch Hermine Huntgeburths Ansatz bei "Effi Briest" zu sein. Das ist, bei aller etwas schwerfällig und schweratmig daherkommenden Szenerie, größenteils geglückt.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenFür die Verhältnisse der (preußischen) Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert scheinen Regisseurin Huntgeburth und Drehbuchautor Einrauch freilich kein Gespür zu haben. Die neue Verfilmung trifft ebenso wenig den vielgelobten "Plauderton" des Romanautors, den er zwar in seinem Altersroman "Der Stechlin" perfektionierte, der aber bereits "Effi Briest" prägt. Trotz oder gerade wegen seines Modernisierungsversuchs fällt Huntgeburths Film arg beliebig aus.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenDie kühl-taxierende Erzählweise Fontanes verliert sich im Dickicht der großen Bilder und noch größeren Gefühle. Subtil ist hier kaum etwas, alles atmet die kalkulierte Wucht einer aufwändigen Inszenierung, die modern, frisch und neuartig sein will. Ein Unternehmen, das zwar durchaus gelingt, das zugleich aber das Spezifische der Vorlage zu sehr in den Hintergrund drängt. Ein Anlass zu einer neuerlichen Lektüre jedoch bietet der Film allemal. Und sei es nur deshalb, um die vielfältigen Neuerungen und Modernisierungen mit der wunderbaren Prosa Theodor Fontanes zu vergleichen und festzustellen, dass dieses Buch auch heute noch einiges zu erzählen hat.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Effi Briest» ist eine fruchtbare Auseinandersetzung mit der Vorlage, von der sich das sorgfältig ausgestattete Drama trotz etlichen Freiheiten nie allzu weit entfernt.
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Kommentare (16) — Film: Effi Briest
Kommentar schreibenMartinAusBerlin 2012/05/21 22:32:41
Kommentar löschenviel besser als die ursprüngliche Verfilmung.
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Filmkenner77 2012/04/10 16:04:15
Kommentar löschenTheodor Fontane schuf Ende des 19. Jahrhunderts mit "Effi Briest" die "Anna Karenina" der deutschen Literatur. Ein Werk des poetischen Realismus, das mittlerweile als Schullektüre geliebt oder gehasst wird und längst in den Literaturkanon Einzug gehalten hat. Regisseur Hermine Huntgeburth versucht in der jüngsten Verfilmung des Stoffes, das Werk von seiner Patina zu befreien und eine zeitgemäße Adaption des Literaturklassikers aufzubereiten. Die Schauspieler, allen voran die grandiose Julia Jentsch als Effi und Sebastian Koch als Geert Freiherr von Innstetten, liefern eine starke schauspielerische Vorstellung ab. Ohnehin sind es nicht die Schauspieler, die diese Verfilmung nur zu einem recht zwiespältigen Vergnügen machen. Vielmehr ist es die beinahe schon zwanghafte Vorstellung der Regisseurin, dem Roman auf Biegen und Brechen ein modernes Antlitz verpassen zu wollen. Sie verleiht der Protagonistin stark emanzipatorische Züge und verfälscht auf diese Weise vollkommen die Romanfigur, die eher als kindlich naiv beschrieben wird und sich ganz konservativ nach existenzieller Sicherheit sehnt. Die Hoffnung, dass ihr Verhalten ohne Konsequenzen bleiben wird, ist ihrem jugendlichen Alter geschuldet. Sie möchte zweifellos der Einsamkeit entfliehen. Dennoch darf sie nicht durch ihr Verhältnis zu Major Crampas als selbstbestimmte Frau fehlinterpretiert werden. Effi ist beileibe kein revolutionärer Charakter, sondern fügt sich mehr oder minder in ihr Schicksal. Mag sie zwar in naiven Gedankenspielen Innstetten für Major Crampas verlassen wollen, so ist sie sich doch im gleichen Augenblick sicher, dass sie dies niemals in die Tat umzusetzen gedenkt.
Manifestiert wird diese im Film angedichtete Selbstbestimmung u. a. durch den "ersten Orgasmus" Effis, Sinnbild für eine Frau, die sich nimmt, wonach sie verlangt. Subtilität sucht man folglich an dieser Stelle des Films vergeblich. Während im Roman eher das ungeschriebene Wort dominiert und dem Leser Freiraum für seine eigene Interpretation der Dinge gegeben wird, wird im Film plakativ postuliert:“ Seht her, eine moderne Frau, die dem Manne nicht mehr Untertan ist, sondern die die Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse offensiv und selbstbewusst mit der Aufforderung "Noch einmal" unterstreicht.“ Insbesondere das Ende stellt eine deutliche Abkehr vom Roman da und soll den Aufbruch der Frau in die moderne, neue Zeit symbolisieren. Das Scheitern der Figur an den gesellschaftlichen Konventionen, die im Kern die Tragik der gesamten Person ausmacht, wird zu Gunsten eines beinahe banal anmutenden Endes aufgegeben. Innstetten wirkt am Ende wie ein Relikt aus der Vergangenheit, ein Gescheiterter, was sich aber nicht so recht aus den vorherigen Geschehnissen und dem Charakter erklären lässt.
Inszenatorisch kann "Effi Briest" ebenso wie ausstattungsmäßig überzeugen. Die Schauplätze sind sorgsam gewählt und passen sich der Stimmung des Gesellschaftsromans an. Leider werden für meinen Geschmack wichtige Kernthemen wie die Unterdrückung der Frau im patriarchalischen System der Jahrhundertwende oder die Divergenz zwischen aufoktroyiertem Pflichtbewusstsein und persönlicher Neigung zu sehr an den Rand gedrängt und damit ihrer Bedeutung beraubt. „Effi Briest“ bietet durch seine massenkompatible Aufbereitung auch einem jüngeren Publikum Projektionsfläche an. Mit der Intension Fontanes hat die Neuverfilmung indes nicht mehr viel am Hut.
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Rukus 2012/04/10 16:44:01
Antwort löschenInteressant. Ich wusste garnicht, dass Effi wieder verfilmt wurde. Ist aber offenbar auch kein Verlust, diese Version nicht zu kennen.
Filmkenner77 2012/04/10 16:48:07
Antwort löschenLief Karfreitag im ZDF.
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Rukus 2012/04/10 16:51:53
Antwort löschenDas sagt über den Film nicht viel aus. ;)
Filmkenner77 2012/04/10 19:26:34
Antwort löschenDas nicht. Aber ein Blick in die Programmzeitschrift hätte die Info gebracht, dass eine Neuverfilmung existiert. ;-)
karoworldx3 2012/02/15 20:31:54
Kommentar löschenIm Nachhinein muss ich sagen, dass Fontanes "Effi Briest" leider während meiner Schullaufbahn nicht an mir vorbei gegangen ist und nun kann ich mich während meines finalen Jahres noch damit herumplagen.
Obwohl die Verfilmung von 2009 stark von der Literaturvorlage abweicht, ist sie für mich doch um einiges interessanter gestaltet als die Verfilmung von 1968, die sich sehr stark nach Fontanes Werk richtet. Trotzdem sie also mein wohl schon an moderne Inszenierungen gewöhntes Gemüt eher anspircht, ist sie auf keinen Fall gut oder gar empfehlenswert. Werde zukünftig versuchen, um Steffi Biest - oh pardon, um Effi Briest einen großen Bogen zu machen.
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Tom_Thompson 2012/02/05 00:17:37
Kommentar löschenHäufig finde ich Eigeninterpretationen von Regisseuren gut. Hier hatte ich das Gefühl, dass der Regisseur das Buch nicht einmal gelesen hat. Das Ende ist total daneben und so ziemlich auf unser heutiges Verständnis zwischen Mann und Frau zugeschnitten. Effi zieht ihr eigenes Ding durch und lebt fortan ohne ihre Eltern und ihren Exmann immanzipiert in der Gesellschaft des 19 Jahrhunderts. Dies wäre überhaupt nicht möglich.
Hinzu kommt, dass die Lektüre ein Drama ist, was der Film letztlich überhaupt nicht ist.
In welche Kathegorie lässt sich dieser Film jetzt einordnen ? Das ist mir völlig unklar.
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Pardus 2011/07/20 23:38:38
Kommentar löschenna ja, nicht der wahnsinn, aber ich liebe effi und fontane. und deshalb gibts dafür gibt es die 5 punkte...
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DeDavid 2011/04/13 17:07:17
Kommentar löschenJaja, Fontanes Roman "Effi Briest" hat mir, konträr der Meinungen meines Deutsch-Leistungskurses, trotz seiner Längen, die allerdings zum Detailreichtum dienen, sehr gut gefallen. Umso empörter war ich über die Neuverfilmung Huntgeburths, die sich mehr als deutlich von der Romanvorlage unterscheidet.
So an sich habe ich nichts gegen freie Interpretationen eines Buches. (Dafür gibt es ja die Rezeptionsästhetik) Dennoch ist es ein Sakrileg, den Hauptkonflikt anders enden zu lassen, als beabsichtigt. Effis gesellschaftliche Seite fehlt beinahe komplett, dabei ist diese ein essentieller Bestandteil ihrer Persönlichkeit. Stattdessen gelingt Effi die volle Emanzipation, indem sie die Schuld für die ausgeuferten Ereignisse einzig und allein im Kollektiv sucht. Ich war wirklich überrascht, als sich die Gute plötzlich beim Endgespräch mit ihren Eltern eine Fluppe angezündet hat. Gerade das Aufsässige lässt sicht nämlich nicht an ihr ausmachen. Diese Deutung ist zwar ziemlich mutig, schafft es aber nicht, bei mir Zustimmung zu finden.
Schwerwiegender fallen für mich allerdings die eindimensionalen Charaktere aus. Hier wird es dem Betrachter nicht gelingen, Empathie aufzubringen, welche jedoch nötig ist, um die Umstände bzw. die Tranchen des Kontingents zu begreifen.
Unnachahmbar plakativ gestalten sich die Geschlechtsaktszenen, die dem Werk schon einen pornorösen Anklang geben und Effis Alpträume über den verstorbenen Chinesen, die mit ihrer Affinität zu Horrorfilmen einfach nur fehl am Platz sind.
Zum Glück habe ich dann doch noch ein paar Pluspunkte zu verteilen, zum einen für den geschmackvollen Score, der sehr treffend mit dem Setting verschmilzt und die kulminierte Duellszenerie mitsamt dem Vorgesprächs Innstetten/Wöllersdorf, die sich dann doch nahe an der Buchvorlage orientieren.
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doctorgonzo 2011/04/13 17:38:39
Antwort löschenEffi Briest, the most uninteresting story I never read!
Fernschreiber 2011/04/13 17:39:58
Antwort löschenGenau das dachte ich auch. Kenne auch niemanden, außer David, der das Buch auch nur minimal interessant oder spannend fand.
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DeDavid 2011/04/13 17:41:53
Antwort löschenDa geht es schon wieder los. :)
Tom_Thompson 2012/02/05 00:24:08
Antwort löschenIch schließe mich euch an, Obwohl es schon sehr lange her ist, dass ich im Deutsch Leistungskurs dieses Buch gelesen habe. Aber meine Erinnerungen an die Qual werden wohl nie verschwinden.
Hendrik 2011/01/12 01:13:49
Kommentar löschenFilm nie gesehen, Buch nie gelesen, aber ich hatte gerade Lust diesen alten Witz aus meiner Schulzeit aus der Mottenkiste zu holen:
"Effi Briest? Ist das nicht die Schwester von Judas?"
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LuckyPunk 2011/01/11 22:11:39
Kommentar löschenDa mag ja Frau Huntgeburth einen interessanten Gedanken gehabt haben. Moderne Adaptionen eines bekannten Stoffes liegen ja im Trend und man kann nun auch nicht leugnen, dass Emanzipationsgedanken zumindest in Ansätzen in der Romanvorlage vorhanden sind...die Ausführung ist aber dermaßen stümperhaft...ein ziemliches Trauerspiel.
Man hätte diesen Film auch "Effi Briest für Dummies" nennen können. Das, was die Romanvorlage ausmacht, nämlich die komplexen Charaktere und ihre innen Konflikte bzw. die Authenzität der Figuren und ihrer Problematik, wird hier komplett über Bord geworfen...das ist nun wirklich schon fast beleidigende Schwarz-Weiß-Malerei, die hier in Reinform betrieben wird. Die Schauspieler wirken blass, die Dialoge wurden auf GZSZ-Niveau runtergeschraubt, die gesamte Intention allein auf stumpf präsentierte Emanzipation reduziert und damit auch jeder Horst versteht, worum es gerade geht, wird am Ende des Films die Deutung des Dargestellten dem Publikum noch einmal vorgekaut.
Auch der neue Fokus auf Effis Sexualleben mag auf den ersten Blick frisch und interessant wirken. Allerdings wurden eben diese Szenen äußerst unglücklich in den Film hineingequetscht, sodass man sich die meiste Zeit vor Fremdschämen auf dem Sofa krümmt.
Die bekannten Darsteller bleiben alle blass und werden sich in einigen Jahren hoffentlich dafür schämen, bei so einem Totalausfall mitgewirkt zu haben.
Die musikalische Untermalung fügt sich in dieses Bild perfekt ein...nervtötend schrebbeln ständig Streichinstrumente im Hintergrund, reiben dem Zuschauer Dramatik und Verzweiflung derart aufdringlich in den Gehörgang, dass man bei Zeiten mit dem Gedanken spielt, den Ton doch einfach komplett abzustellen.
Fazit: Subjektive Interpretationen bzw. neuartige Deutungen sind tendenziell immer interessant...deswegen gibts auch einen Punkt...Wenn dabei aber eine dermaßen vereinfachte und billige Adaption dabei herauskommt, die sich selbst viel zu ernst nimmt und der Vorlage nicht mal im Ansatz gerecht wird, teilweise sogar Fontanes (vermutliche) Intention ins Gegenteilige verdreht, dann beschleicht sich mir eher der Gedanke, dass Frau Huntgeburth die Romanvorlage nicht ganz verstanden hat...ein komplettes Fiasko!
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Marie Krolock 2010/12/09 09:27:28
Kommentar löschenMit gar keinen Erwartungen habe ich mir gestern Abend Effi Briest angesehen. Die Roman-Vorlage kenne ich nicht (ja ja... ), wusste wirklich nur, dass es um ein Mädel namens Effi geht, die mit einem älteren Mann verheiratet wird, den sie nicht wirklich liebt. Um so erstaunter war ich, als mir der Film immer mehr gefiel. Sebastian Koch ist eh ein toller Schauspieler und Julia Jentsch hat mir auch sehr gut gefallen! Sebastian Koch kam mir allerdings gar nicht so lieblos vor, wie alle immer behauptet haben. Er hat sich zwischendurch doch auch recht nett um Effi bemüht.
Zusammengefasst: Ich war begeistert von den Schauspielern und fühlte mich von der Geschichte unterhalten. Was will frau mehr? :)
Allerdings bleibt eine Frage: Was war mit diesem Chinesen? Ich meine, es kam mehrmals zur Sprache, aber ich kann mich an keine Auflösung erinnern. Bitte um Hilfe :)
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kinogaengerin 2010/12/09 19:58:30
Antwort löschen"Die Roman-Vorlage kenne ich nicht (ja ja... )..." :D
Ich habs in der Schule lesen müssen und der Film hält sich ziemlich gut daran, bis auf das Ende, aber das ist ja oft so. Gab es keine Auflösung für den Chinesen? Ohje, der Film ist auch schon wieder 2 Jahre her... ;)
Marie Krolock 2010/12/09 20:00:12
Antwort löschenHmm.. das ist es ja eben, ich kann mich nicht erinnern! Merkwürdig..
Hellbilly 2010/09/27 16:59:28
Kommentar löschenNachdem ich mich durchs Buch gequält hatte (wie kann man nur so langweilig schreiben???) hatte ich eigentlich gar keine Lust, die Geschichte nochmals als Film anzuschaun - aber was soll man machen, wenn die Lehrerin drauf besteht und man nicht einfach aus der Klasse rennen kann.
Ich war dann positiv überrascht, dass der Film gar nicht so trocken ist, wie befürchtet - er ist selbstverständlich nicht grade ein Meisterwerk, aber wie soll man bei einer solchen Vorlage auch mehr rausholen.
Am Ende war ich froh, dass wir diese 2-3 Schulstunden mit dem Film und nicht irgendwelchen, noch langweiligeren Gedichten gefüllt hatten.
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NH-92 2010/06/12 21:38:28
Kommentar löschenDas Buch ist ja schonmal eine jähe Qual- Wenn was wichtiges passiert, wird dies in 5 Zeilen beschrieben und der rest is langweiliges drumrumgelabere! Ich weiß, etwas zum kritisieren zu finden is immer leicht, aber mal im Ernst- wie kann man sowas nur verfilmen? Da können die Schauspieler noch so gut sein, aber trotzdem is der ( und überhaupt diese Art von Filmen) überhaupt nicht mein Fall. Anstatt sich diese bedrückende Stimmung zu geben, sollte man lieber ne folge two and a half men anschaun, da gibts wenigstens was zu lachen- denn Probleme hat man im realen Leben schon genug, da muss diese pessimistische Atmosphäre in meiner Freizeit einfach nicht sein. Sorry, aber es is einfach meine Meinung.
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bored Oli 2010/05/20 13:26:28
Kommentar löschenDer Stoff ist ordentlich aufgearbeitet und die Atmosphäre gut dargestellt. Ich finde auch, das Effis etwas kalte Art, die einem anfangs eher irritiert, letztendlich sehr charmant ist und sie noch menschlicher macht.
Es ist kein Meisterwerk und kommt an Fontanes Roman bei weitem nicht ran, aber für eine Buchverfilmung finde ich es ziemlich gut.
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m. 2010/03/07 02:54:56
Kommentar löschenDas Buch fand ich persönlich gut, welches ich auch gern in meiner Freizeit gelesen habe - aber der Film war ein Griff ins Klo.
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King_Alpa 2009/07/02 14:23:51
Kommentar löschengute Interpretation eines langweiligen Buches
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DeDavid 2011/04/13 16:41:24
Antwort löschenWohl eher umgekehrt, nich?
frau_jemine 2011/04/16 23:34:26
Antwort löschenKann ich nur unterschreiben.
Muuvy 2009/03/18 23:54:55
Kommentar löschenDiese Verfilmung des Romans von Theodor Fontane steht in einer Reihe von vergangenen Film-Adaptionen, zu denen immmerhin Regisseure wie Gründgens und Fassbinder ihr Talent hergegeben haben. Dabei ist die Hamburgerin Hermine Hundgeburth die erste, die sich traut, das Ende nicht Fontane-gemäß zu inszenieren. Darüber mag man nun denken, was man will - ich persönlich halte bei einer Romanübernahme von ca. 8/9 der Vorlage eine Abänderung des Endes für riskant, aber nun gut ... - Tatsache ist, dass es der Freude an diesem Film wenig Abbruch tut. Die Schaupieler/innen agieren überzeugend, die Dünenlandschaft Polens erweist sich in ihrer freien Weite als wunderbarer Kontrast zur Enge der Innstettischen Wohn-Gefängnisse und einige der Symbole Fontanes werden angemessen in Szene gesetzt.
Dass ich über 7 Punkte nicht hinausgehe liegt daran, dass ich dem Film doch weniger Gediegenheit und ein wenig mehr Originalität gewünscht hätte.
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davidpm 2009/02/10 09:30:10
Kommentar löschenMir hat diese Version von Effi Briest sehr gut gefallen. Es ist eine Weiterentwicklung der Hauptcharaktere gelungen, die zunächst gewöhnungsbedürftig erscheint, weil man eigentlich doch eine klassische Literaturadaption erwartet. Der Film nimmt sich aber viele Freiheiten und passt die Charaktere und auch die Sprache fast so an, als seien sie gegenwärtig. Daraus folgt dann fast zwingend, dass die Geschichte anders verläuft als im Roman. Das ist spannend zu verfolgen und wirkt am Ende für alle Charaktere stimmig. Was Fontane wohl auch seiner Zeit geschuldet ausließ, wird hier gezeigt.
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