Ein andalusischer Hund

Un chien andalou (1929), FR
Laufzeit 18 Minuten, FSK 18, Fantasyfilm

7.9 Kritiker
19 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
904 Bewertungen
39 Kommentare
Ein andalusischer Hund - Bild 4463315
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Luis Buñuel, mit Simone Mareuil und Pierre Batcheff

Am Anfang von Luis Buñuels “Der andalusische Hund” steht eine der berühmtesten Schocksequenzen der Filmgeschichte: Ein Rasiermesser schneidet durch das Auge einer jungen Frau. Später sieht man eine von Ameisen wimmelnde Menschenhand, Priesterseminaristen, die an Glockenseilen baumeln, und den Kadaver eines Esels, der aus einem Pianoflügel quillt. Einige Szenen sind bewusst als anarchische Provokation gedacht, andere lassen sich als poetische Metaphern deuten – insgesamt attackieren die vieldeutigen Bilder nachhaltig die herkömmlichen Vorstellungen von Ratio und Normalität. An deren Stelle tritt die Logik des Traums, die auflösende Kraft der Fantasie. “Der andalusische Hund” ist ein formal hervorragender Experimental-Stummfilm der surrealistischen Avantgarde, den der damals 28-jährige Luis Buñuel gemeinsam mit dem Maler Salvador Dalí inszenierte. Der Film, der bei seiner Pariser Uraufführung einen Skandal auslöste, ist heute konsumierbar geworden. Der gleitende Übergang zwischen äußerer Realität und der Realität des Bewusstseins sowie der respektlose Blick auf die Werte der bürgerlichen Kultur finden sich auch in den späteren Werken Buñuels wieder.

  • 37795279001_1033026741001_45948-thumb-square
  • Ein andalusischer Hund - Bild 45948
  • Ein andalusischer Hund - Bild 45949
  • Ein andalusischer Hund - Bild 45950
  • Ein andalusischer Hund - Bild 45951

Mehr Bilder und Videos zu Ein andalusischer Hund


Cast & Crew


Kommentare (39) — Film: Ein andalusischer Hund

Kommentar schreiben
Sortierung

hollygolightly1

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ich mag Surrealismus und Schwarz-Weiß-Filme und Luis Bunuel. Man sollte auch bedenken, dass der Film aus dem Jahre 1929 stammt und daher als etwas Besonderes, wenn auch Bizarres, galt. Ich war irgendwie fasziniert von den Aufnahmen und fand diese 16 Minuten sehr interessant.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SpiceWeasel

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hat mir auf jeden Fall das Auge für den surrealistischen Film geöffnet! ^_^

Bei Buñuel und Dalí zusammen kann man genauso wenig falsch machen wie bei nem Frischkäsebrötchen mit Marmelade!

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BattlemasterIZ

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Surrealismus pur > Diese Phantasien, "Traumerlebnisse" mit der Orchester-musik sind schon sehr Kunstvoll. Das halt Kunst einer mag es, der andere nicht.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

THE_JUDGE

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Jetzt kommt es hart auf hart, denn mich würde mal interessieren, wie man für so einen Quark überhaupt Punkte vergeben kann, ich rede vorallem von Punktzahlen oberhalb der 5! Ärgerlich trifft es für mich ganz gut, aber der ein oder andere scheint ja hier schwer begesitert zu sein von den paar Minuten dieses Leinwandkrepierers. Wären wenigstens die Bilder irgendwie ansehnlich, könnte ich ja eventuell, aber eher unwahrscheinlich, verstehen warum diese Kurzfilm-Mißgeburt tollgefunden werden muß. Mir scheint es so, als wäre dies wieder einer der klassischen "Bei solch großen Namen will ich mich nicht blamieren und obwohl der Film weder Inhalt noch etwas fürs Auge bietet, gebe ich ordentlich Punkte und impliziere damit gleichzeitig noch wie gebildet ich doch bin und wie weit mein Horizont recht." Das ist so etwas was mir bei vielen "Klassikern" auffällt. Versteht mich nicht falsch, ich stehe selber auf "Klassiker" bzw. Filme aus der ferneren Vergangenheit, aber vieles hat seinen Status einfach zu unrecht. Alt ist nicht immer gleich "GUT!" und große Namen sind ebenfalls nicht immer gleich "GUT!".
Bleibt noch zu erwähnen, dass auf der DVD von "Un chien andalou" zusätzlich noch "L'Âge d'or", "Das Goldene Zeitalter" enthalten war und ich muß sagen, es geht doch wenn man will. Viel erträglicher! Bessere, aussagekräftigere Bilder, eine gewisse Handlung und trotz alledem eine gute Portion Surrealismus die das Hirn nicht überfordert, sondern für seinen Zwecke einspannt und einen irgendwie teilhaben läßt, statt einem die "Guck uns an, wir sind KUNST!!!"-Keule ins Maul zu hauen. Prosit!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

THE_JUDGE

Antwort löschen

Da sag ich natürlich danke, aber ich glaub wir schauen und bewerten Filme einfach anders um es mal kurz und knapp zu formulieren ;)


THE_JUDGE

Antwort löschen

Ach ja, und Hassfilm ist natürlich schon übertrieben, vorallem wenn ich mir mal meine andere Hassfilme so anschaue. Reine Provokation :)


fkfilmkritik

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Surreal, surreal, surreal. Ganz genau. Wechselt seine Orte und Zeitsprünge frei nach Wahl und entfacht ein unglaublich effektives Wirr-Warr, was auf seine eigene Weise provozierend, emotional, unterhaltend, spannend, effektiv und einfach wirkungsvoll ist. Die Musik und die Inszenierung sind einfach großartig. Kurzer, bedrückender und wichtiger Stumm-Film. Schaue ich bald noch mal.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Le Samourai

Antwort löschen

Auf jeden Fall der wichtigste Film der surrealen Avantgarde. Und was für ein Debütwerk!!! Unfassbar...


Dos Corazones

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

7 Punkte hören sich jetzt vielleicht nach einem guten Film an, es geht mir aber hauptsächlich um das Prädikat "Sehenswert", das mit der Wertung einhergeht. Denn das ist der Film auf jeden Fall - gut oder schlecht? Diese Frage stellt sich meiner Meinung nach gar nicht. Obs gefällt - das muss jeder für sich entscheiden. Nachdem man "Un chien andalou" gesehen hat, was übrigens ganz legal kostenlos im Internet geht.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

L.M.S.

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Öhm, ich hab zwar keine Ahnung, was ich da grad gesehen hab, aber es gefiel mir... denk ich mal... o.O

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lorion42

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Ich möchte diesen Film hassen. Er beinhaltet alle Merkmale, die ich an einem Film abscheulich finde:
- keinen roten Faden
- Gewalt
- sinnloser Hass
- Ekel
- miserable Charaktereinführung
- keine emotionale Bindung
- witzlose Handlung
- Provokation zum Selbstzweck
- Kunst ohne aufklärerischem Charakter

Aber ich kann den Film nicht hassen. Dalí sagte selbst: "Ich hätte gern gesehen, daß der Zuschauer ohnmächtig würde bei den ersten Bilderfolgen." Der Film reißt dem Zuschauer die Augen heraus. Er zeigt ihnen einen Spiegel und sagt "Das bin ich". Der Zuschauer muss kämpfen, um den Film zu überstehen. Und am Ende bleibt er mit dem Film zusammen stecken. Ich erkenne die Ähnlichkeit zu einem Klavierspieler der ein Konzert gibt, sich setzt und dann eine Stunde lang keine Note spielt. Die Musik ist der Klang der Leute, die nicht wissen, was sie erwarten sollen. Die in sich selbst nach der Antwort suchen. Der Film ist das, was im Kopf passiert und so ist die Wirklichkeit.

Hat dieser Film es verdient, ein Meisterwerk zu sein? Nein.
Ist der Film eine totale Katastrophe? Niemals.
Warum gebe ich ihm doch die 0-Wertung? Vielleicht ist es Provokation, vielleicht ein kurzes Gieren nach Aufmerksamkeit. Vielleicht ist es Selbstzweck und ganz eventuell ist es eine Aufforderung sich den Film niemals eines Blickes zu würdigen... und vielleicht ist es etwas vollkommen anderes...

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Petunientopf42

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein Albtraum von einem Film - allerdings nicht, weil er so schlecht ist, sondern wortwörtlich.
Dalí und Buñuel haben zwei der Szenen geträumt und in diesem Film umgesetzt.
Und auch der Rest des Filmes wirkt wie ein seltsamer Traum, irrational und zusammenhanglos. Wer schon mal versucht hat, sich einen Traum selber auszudenken, wird wissen, wie schwer das ist.
Wirklich sehr verstörend.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

dumas

Kommentar löschen

Man sieht Verstörendes und Irritierendes (in dieser Reihenfolge). Der Film entwickelt eine eigene Nicht-Logik, verweigert jede Aussage. Nach welchen Kriterien soll man einen solchen Film bewerten? Sollte man ihn überhaupt bewerten? Wohl kaum. Aber eines sollte man: Ihn gesehen haben.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

zelluloid-junkie

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Film-Kunst - regt noch lange nach dem Abspann zu langen Diskussionen an

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Wurfmaul

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Es fällt mir schwer einen film wie diesen zu bewerten. bevor ich ihn mir das erste mal ansah, was nun schon einige jahre zurückliegt, war salvador dali mein persönlicher lieblingskünstler (neben magritte) und mein damaliger kunstlehrer borgte mir seine vhs. ich konnte parallelen zwischen dalis werken und diesem streifen feststellen und szenen wie die des skapell durch´s auge blieben mir lange zeit in erinnerung (die vorstellung, das sehorgan durchgeschnitten zu bekommen, während man mit selbigem gerade einen film anschaut, ist genial-brutal...). trotz allem fehlt, meiner meinung nach etwas. vor allem wäre es in dieser zeitepoche möglich gewesen mit technischen mitteln noch stärkere surreale bilder zu schaffen. anschaun lohnt sich auf jedenfall mal und wems nicht gefällt, der herr dali hat eine ganze reihe wunderbarer bilder geschaffen!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KlapTrap

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ich frag mich ja immer noch, wo die ganzen Idioten herkommen !
Also die wo voll nicht richtig Deutsch sprechen tun können wollen und dann damit im Privatfernsehen hausieren tun gehen.
Und dann schau ich mir das Privatfernsehen eine Weile lang an, und frage mich - ob da nicht vielleicht ein Wechselspiel besteht.
Und was zuerst da war....
Und ob da eine Verbindung besteht.
Werden die herangezogenen Idioten später Programmdirektor, oder erzieht sich dort ein Medium seine Kunden, damit die später wiederstandslos all den Dreck fressen, der zwischen zwei Reality-Soap-Blöcken angekündigt wird.
Ist da gar eine riesengroße, orwellsche Verschwörungstheorie zu erkennen ?
"RTL2 is people !"
Oder : "RTL2 eats people" ?
Oder alles zu sehr an den Haaren herbeigezogen ?
Wurde da einfach eine interlektuelle Versorgungslücke geschlossen, die entsteht wenn die Frauen ihr lebenlang Trümmern, und die Väter das Fließband erfinden, und der Nachwuchs dann halt sehen muss, wo er sich den Most herholt ?
Stehen gar Aufschwung und Durchschnitts-IQ eines LAndes in Relation, und darf letzteres nie zu hoch werden, damit ersteres floriert ?
Und was würde das über die Denkkapazitäten unserer asiatischen Freunde aussagen ?
Würden dann Afrika nicht am laufenden Band neue Einsteins abwerfen ?
Ist dieser Gedankengang arrogant ?
Und sieht Arroganz wirklich nur von unten nach Niveau aus, oder sieht es von oben immernoch nach Arroganz aus ?
Und wo wäre dann oben - also ganz oben - wenn der Verstand doch das am gerechtesten verteilte Ding auf dieser Welt ist, weil jeder denkt er hat genug davon ?
Wann in diesem Text hätte der RTL2-Zuschauer weggezappt, und wann Hawkings angefangen diese Zeilen als Ameisenhaufen abzutun ?
Müssen mir diese Zeilen also gar peinlich sein, obwohl ich ja nicht rauskomme, aus der denkenden Haut, egal wie dünn diese Haut sein oder anderen erscheinen mag ?
Und wer hat Antworten auf diesen ganzen Mist ?
Also, empirische Antworten, keine subjektiven...Also keiner ?
Und kommt mir nicht mit Tabellen, und Zahlen und Kurven und ARTE und so - wird alles auch nur von Menschen gemacht.
Denn Menschen sehen was SIE sehen, also das was auf ihre Netzhaut fällt, und dann von ihren Synapsen umgesetzt wird, und setzen dann in Tabellen um was SIE gesehen haben.
So wie das Leben zu mir war, so sehe ich die Welt, quasi, ein Abgesang auf den Realitätsbegriff.
Im Menschen selbst sind also keine großen Antworten zu finden, und wie es außerhalb aussieht wissen wir nur bedingt, weil wir dann ersteinmal etwas anderes als Augen erfinden müssten.
Und dennoch versuchen wir das natürlich - täglich, stündlich, sekündlich.
Wo kommen all die Idioten her, und wer hat das da hingestellt, und wie passt das alles zusammen ?
Nun, es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, das nichts davon irgendwie zusammenpasst - aber für unser Gehirn ist das natürlich nur eine unzureichende Erkärung.
Wenn eins und eins gleich zwei ist, dann müssen sich auch all die Idioten und ihre Vorgänge rational erklären lassen.
Und für die Idioten selbst ist das wahrscheinlich auch so.
Aber weil unser eigener Sender da nunmal nicht reinpasst, können wir zwar Zahlen aufsetzen und addieren und veröffentlichen und dann wehklagen, aber dem Problem ist damit nicht geholfen.
Weder wird davon ein einziger Idiot dieser Welt Readers-Digest-Abonnent (was immerhin ein Fortschritt wäre !) noch schafft das irgendeine wirkliche Klarheit, oder ein Problem aus der Welt.
Unserem Gehirn wird dann nur vorgegaukelt, etwas verstanden zu haben, was im Grunde nicht zu versteh nicht ist.
Und das ist im Grunde folgendes :
GAnz am Anfang hat es aus dem Nichts heraus *peng* gemacht, also durch die Urteilchen und Zustände, die eigentlich gar nicht da waren, weil ja eigentlich nichts da war - aber die waren halt trotzdem schon irgendwie da - (logisch, oder ?) und Aufgrund dieser logischen Verwirrung sind dann die Affen von den Bäumen gefallen, und haben leuchtende EDEKA-Schilder in die Innenstadt gehängt.
Dazwischen wurde irgendwann der Buckdruck erfunden, der dazu führte, das jeder alles festhalten konnte, was er so sah.
Und da jeder etwas ganz anderes sah, wurde sich dann viel darüber gestritten, was nun wirklich da war, und warum überhaupt.
Und während also die Schreiberlinge mit ganz viel Schreiben und Streiten beschäftigt waren, war der restliche Teil mit ganz viel Lesen und Zuhören beschäftigt.
Und weil es nun wieder soviel verschiedene Bücher und Reden gab, da hörte jeder etwas anderes, und so erfand der eine den Weihnachtsbaum, und der andere die Klagemauer.
Undsoweiterundsofort und das alles weil wir eigentlich gar nicht hier sein dürften, und es trotzdem aber irgendwie sind !
Und es uns auch Niemand jemals gesagt hat - der wirklich Ahnung davon hätte - und wohl auch in nächster Zeit (so ca. 8567000 Jahre) nicht sagen wird.
Also sitzen wir da, in unserem Schlamassel - sperren die Augen auf und glotzen.
Auf der Suche nach Zusammenhängen, oder wenigstens einem Weltbild.
Und was nicht passt, wird passend gemacht - weil wir sonst nie wieder ruhig schlafen könnten.
Also sind alle Idioten einfach Idioten, und davon gibt es soundsoviele, und die behandelt man am besten mit ganz viel Ausgrenzen und Kants Imperativ dreimal am Tag.
Oder man setzt sie vor den Fernseher.
Am besten mit Programmen, die niemals Filme wie den ANDALUSISCHEN HUND zeigen.
Denn 1). verstehen die Idioten den sowieso nicht und 2). sehen wir den selber nicht so gerne.
Wer will schon daran erinnert werden, daß das meiste von dem was wir hier so treiben nur auf Impulsen beruht ?
Auf Weltbildern die nur so lange halten, bis wir erkennen, da wir eigentlich gar nicht exestieren dürften, und unser Realität nur aus dem Zwang unserers Gehirns besteht, alles was dort ankommt in schubladenartigen Kontext zu verzwirbeln.
Unser Leben ist nur eine Abfolge von Bildern, und den Gefühle dazu als Kitt, der das Ganze zu einer sinnvollen Fototapete zusammenkleistert.
Tragisch wird es erst, wenn eine Bildfolge daherkommt die sich jedem Kontext und jeder Sinnfrage entzieht.
Trauma nennt man das dann.
Häufig zu beobachten bei Kriegsopfern, weil zuviel gleichzeitig passiert, das in keinerlei Kontext zu passen scheint - oder aber auch : bei Neugeborenen !
Im Gegensatz zu den Kriegsopfern vergessen die aber später ihr Trauma.
Denn da hängen zum Glück einfach zuviel sinnstiftende Leuchtschilder in den Innenstädten herum.
Wenn das nicht surreal ist, was dann.......?

23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

KlapTrap

Antwort löschen

Dankedanke - ich fürchte nur, diese Krankheit ist eine tödliche !


Brentano

Antwort löschen

Soll das jetzt ein Essay zum Film werden oder um was geht es, um Idioten? Gute Ansätze aber noch nicht wirklich zwingend durchformuliert und irgendwie geht es darin auch um RTL II, faszinierend!? Nicht alles im Leben sind "Bilder", du er-lebst wie andere das Leben du stehst mitten darin nur vielen entgeht das immer mehr, da die künstlichen visuell aufbereiteten, anderen Schein-Welten so zwingend und eindringlich werden. So wird etwa nicht von der Katastrophe von Fukoshima geredet, sondern von den Bildern dieses "Unfalls", als gäbe es überhaupt keine "Realität" mehr, oder als wäre diese nur noch Spielball derer, die darin ihren materiellen Profit suchen, wer weiß!?


Jack_Torrance

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Natürlich sollte man diesen Film gesehen haben. Dieser Film nämlich stellte das ganze Kino auf den Kopf und demonstrierte dem Zuschauer, dass Kino nicht nur auf Unterhaltung aus ist. Salvador Dali selbst sagte dazu: "Dieser Film machte pseudointelektuellen Nachkriegsavantgardismus zunichte !" Dem wäre zuzustimmen. Besonders hervorzuheben ist, dass dieser Film aus dem Jahre 1929 (!) heute immer noch aufs neueste schockiert und fasziniert.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dachsman

Kommentar löschen
kein Interesse

Ähnlicher Fall wie bei bspw. "Eye Myth", ich hab´s gesehen, aber, da stehe ich auch gerne zu: Ich hab nichts verstanden. Und damit meine ich auch weniger "Nichts verstanden" im Sinne von "Im Surrealismus gibt´s ja auch nichts zu verstehen", sondern im Sinne von "Mir fehlt das Fachwissen, um mich mit dem Ding näher auseinanderzusetzen und zu verstehen, warum das so ein populärer und hochgelobter Film ist".
Kein Interesse ist dann wahrscheinlich auch falsch gesagt, Interesse hätte ich schon, das zu ändern, aber ich wüsste nicht wie, demnach enthalte ich mich ganz gefliessentlich einer Wertung.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Dachsman

Antwort löschen

"Picnick at Hanging Rock, L'année dernière à Marienbad, viele Experimentalfilme, ... sind die schlecht oder nicht anschaubar, nur weil kein Mensch ihren Sinn deuten kann? "

Keines Falls, mein Problem ist nur, dass mir einfach (noch) das nötig Fachwissen fehlt, um solche Aspekte wirklich richtig zu deuten oder erkennen.
Ich schließe auch nicht aus, dass ich mir den Film nochmal ansehen werde (irgendwas muss ja dran sein, wie man so schön sagt.;) ), aber momentan halte ich eine Wertung schlicht für sinnlos, denn, was sollte ich bewerten?
(Manche Sachen sind mir ja auch aufgefallen [bspw. die Montage mit den Ameisen aus der Hand und den Menschen um die Hand], aber ich denke einfach, das bei meiner Sichtung viel zu viel unter den Tisch gefallen ist)


KlapTrap

Antwort löschen

Selbst Fachwissen kann einem in diesem Bereich nur bedingt weiterhelfen - das was DU beim Sehen fühlst (egal wie verquer oder sogar ablehnend das sein kann) DAS ist der einzige Schlüssel den du im ersten Schritt für Surrealismus brauchst.


Meister Qualle

Kommentar löschen

Ich bin superkritisch und hab einen Anspruch, der diesen FIlm übersteigt. Deswegen mag ich ihn nun nicht! Ich geb mal so ein "Nicht so gut", weil der Film war auch nich so gut. Nahm sich viel zu wichtig und die Handlung war garnich spannend. Wo ist da überhaupt der Ton geblieben?? Klomalerei ;(

Ääh....

Der Film war super, jeder Schnitt sollte studiert werden weil technisch einfach perfekt und so. Und alles gut. Super atmosphärisch und künsterlisch und wegblasend. Bester Film ever, wird heut noch studiert weil die Szene am Anfang so gut gemacht ist, kann man heute nich. Wie der Schnitt!!

Wieso is das Ding eigenltich auf Moviepilot? Es ist noch nichtmal ein Film. Es ist eine aneinanderreihung bildlicher Zerstörung der geistigen, damals (1929!) durch Gesellschaft verankererten Rationalität und dem Gewissen eines jeden, damals lebenden Menschen. Es gibt keine Handlung, es gibt nichts zu bemängeln - es ist Wissenschaft und Kunst - keine Unterhaltung. Die heutig anerkannten fünf Wege, das Denken des Menschen in damals komplett neue Denkweisen zu führen, ist hier einfach symbolisch und spielerisch dargestellt um den in dem damaligen Zuschauer neue Denkansätze für den Kopf zu geben. Das war revolutionär, hat nichts mit hype zu tun und jeder der den FIlm nun irgendwie vorwirft er sei überbewertet hat einfach wirklich keinen Ahnung. Wer meint Schnitt und sowas waren grandios, der ist vom gehype einfach total verwirrt.

Wer sich heutzutage darauf nich darauf einlässt, wird beim angucken auch nich für sich glücklich.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Meister Qualle

Antwort löschen

@DAJaro
Ich stell drei Meinungen auf. Als erstes den Kritiker/Anti-Hypesprecher, dann den Meinungslosen und gegen Ende meine Meinung. Das ganze ist getrennt durch Zeilenumbrüche. Hihi


Meister Qualle

Antwort löschen

kein Film übersteigt den Verstand, es kann lediglich eine Bildungsrichtung abverlangt werden, welche man nicht vorweisen kann.


JimiHendrix

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Der erste anerkannt surrealistische Film, macht ihn noch lange nicht zum Meisterwerk des Surrealismus.

Ich fand diesen Kurzfilm aus dem Jahre 1929 von Dali und Buñuel ein bisschen zu abgehoben und nichtssagend. Ich suchte vergebens Ösen, in die ich interpretationstechnisch einfädeln hätte können.

Man könnte ihm für die originelle Idee mit dem Kuhauge und wegen seines Alters einen kleinen Bous hinzukommen lassen, aber punkemäßige Almosen hat dieses Werk bestimmt nicht nötig, deswegen lassen wir das.

Als Fan des Surrealismus im zeitgenössischen Film sollte man sich einfach mal auf die 16 Minuten einlassen und selbst fühlen, ob sich beim Sehen dieser Bilder etwas Innerliches bewegt.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BigDi

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Ja-ja, die Geburt des surrealen Films und ein Meilenstein schlechthin und Provokation pur und ein Arschtritt für die Bourgeoisie und natürlich einer der Filme, den jeder gesehen haben sollte, am besten noch mehrfach und in Abschnitten von mehreren Jahren, um immer neue Ideen daraus schöpfen zu können und...ganz ehrlich? Bis auf die berüchtigte Anfangsszene und die Sequenz mit der abgeschnittenen Hand schlicht und einfach sinnlos, kontextlos, emotionslos, selbstzweckhaft und nervtötend. Schön für alle, die es schaffen, in dieses Gewirre etwas hineinzuinterpretieren, was über den reinen Zweck des Ganzen hinausgeht - ich schaue mir lieber 17 Minuten lang ein Bild vom guten alten Dalí an, da habe ich gedanklich sehr viel mehr von. Wenn man schon die Tür ins Surreale aufstößt, sollte sie keine Falltür ins Nichts sein, das ist dann nämlich nicht surreal, sondern nihilistisch.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Filmsuechtiger

Antwort löschen

Naja ein Nachfühlen zeitgenössischer Auffassung ist eh unmöglich. Das ist doch dann eher eine Kopfsache. Klar weiß man beispielweise um die Verdienste von Außer Atem, doch da Jump Cuts etc. heute normal sind kann man die Verwunderung vom damaligen Publikum doch gar nicht nachfühlen.


BigDi

Antwort löschen

@Pygar: Ich weiß, aber ich mag Surrealismus viel lieber mit einem halbwegs greifbaren Rahmen - "Letztes Jahr in Marienbad" bietet beispielsweise einen, während mich der "Hund" völlig allein gelassen hat und mir so gar nichts gab,woran ich mich festhalten könnte.

@janissl: Den filmhistorischen Kontext erwähne ich ja fairerweise - aber ich bewerte nunmal den Eindruck eines Films auf mich und nicht auf den Rest der Menschheit. "Martyrs" hat bei zahlreichen Menschen auch einen prägenden und revolutionären Eindruck hinterlassen, das ändert aber nichts daran, dass ich den Film zu 80 % einfach nur mies finde und genauso bewerte ich ihn auch. ;) Ich gebe gerne zu, dass "Der andalusische Hund" genial ist (da hat ja auch Dalí mit dran gearbeitet ^^, aber gefallen hat er mir dennoch nicht und ich will mich nicht dazu zwingen, ihn zu mögen.

Außerdem habe ich generell ein Problem mit surrealen Kurzfilmen, das war bei "Meshes of the Afternoon" und einem anderen mit einem seltsamen Titel auch nicht anders.


Benni-THE-KING

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Schon ziemlich intressant und dadurch das es nur 16 Minuten dauert auch nicht so anstrengend. 2 Stunden davon würden wohl einige dazu bringen sich selbst die Augen rauszuschneiden...
So richtig bewertbar ist das ganze aber nicht. 5 Punkte

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jomo

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Hab ihn 2x gesehen, beim 2. Mal nachdem ich mich vorher genauer informiert habe, aber er sagt mir nicht viel. Teilweise eklig und für die damalige Zeit sicherlich sehr provokativ, aber halt auch völlig sinnlos und - ich kann es nicht anders sagen - zumindest aus heutiger Sicht nicht besonders einfallsreich.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch