Gibt es etwas Schlimmeres, als sein eigenes Kind bei einem Unfall zu verlieren? Was sind die Folgen für die Angehörigen? Was die Folgen für den oder die Täter? Wie steht es mit Gerechtigkeit, Schuld, Sühne und Hass? Alle diese Fragen beleuchtet der neue Film des Hotel Ruanda-Regisseurs Terry George mit Joaquin Phoenix als trauernden Vater.
Der Roman von Schwartz beeindruckt dadurch, dass jedes Kapitel sich abwechselnd auf das Innenleben von Ethan, Grace und Dwight beschränkt, ihr Innenleben reflektiert und so die Handlung vorangetrieben wird. Dabei ist sich Dwight seiner Schuld durchaus bewusst und er plant letztlich sein Geständnis bei der Polizei, will zuvor aber noch etwas Zeit mit seinem eigenen zehnjährigen Sohn verbringen, der bei Dwights Ex-Ehefrau Ruth lebt. Während sich Ethan und Dwight im Roman nie begegnen, veränderte George das Drehbuch an diesem Punkt.
"Reservation Road" beginnt dramatisch und einfühlsam. Der tragische Verlust, die versteckte Trauer und offene Wut zeigt George nachvollziehbar auf. Leider driftet der Film im dritten Akt unnötigerweise ins Thriller-Genre ab. Die Leiden der trauernden Familienmitgliedern werden fortan ignoriert und Phoenix spielt den rachesinnenden Bronson. Im finalen Showdown mangelt es dem Skript dann auch noch an der nötigen Konsequenz um diesen fehlgeleiteten Genre-Brückenschlag zu bewältigen. So geht die letzte Glaubwürdigkeit der männlichen Protagonisten flöten. Trotz des dramaturgischen Abflachens in der letzten halben Stunde lohnt der Film allein wegen Phoenix brillianter schauspielerischer Leistung. Auf der anderen Seite zeigt der mimisch äußert begrenzt agierende Ruffalo einmal mehr, dass er bei seiner Berufswahl gehörig daneben gegriffen hat.
Nach Terry Georges exzellentem Film ‚Hotel Ruanda' schafft es der Regisseur diesmal nicht ein ähnlich dramatisches Ereignis packend umzusetzen. Die Inszenierung um den Unfalltod eines kleinen Jungen und Fahrerflucht des Täters - das leider nicht seltene Hit & Run -Szenario - nutzt nicht das gesamte zur Verfügung stehende Schauspielerpotential und verliert sich in einer schleppend vorgetragenen Dramaturgie mit nur mäßig überzeugenden Einfällen.
Den Vergleich mit "21 Gramm" muss sich dieser Film dank seiner Parallen gefallen lassen und steht dadurch in einem schlechten Licht. Machte einfach den Eindruck eines schlechten Abklatsches bei dem der Tiefgang fehlte. Bei den vielen Heulszenen, müssten dem Zuschauer eigentlich die Taschentücher ausgehen - aber bei mir regte sich nichts...
Ein einziger Augenblick genügt, um dein gesamtes Leben aus der Bahn zu werfen und diese Sekunden können dich zu einem anderen Menschen machen. Zu einem Menschen, der du vorher nicht warst und der du selbst vielleicht nie sein wolltest.
Das ist das Grundkonzept von „Reservation Road“ (hierzulande: „Ein einziger Augenblick“). Der Professor Ethan Learner (Joaquin Phoenix) ist ein glücklicher Familienvater, er hat eine Tochter (Elle Fanning), seinen Sohn Josh (Sean Curley) und führt mit seiner Frau Grace (Jennifer Connelly) eine warme, wohltuende Beziehung.
Auf der anderen Seite steht Dwight Arno (Mark Ruffalo). Er ist geschieden, sieht seinen Sohn (Eddie Alderson) nur am Wochenende und wenn er einmal mit ihm ein paar gemeinsame Minuten verbringen kann, sitzt ihm schon seine Ex-Frau (Mira Sorvino) im Nacken.
Dies ist auch an einem Sonntag der Fall. Das Baseballspiel, welches sich Dwight und sein Kind ansehen, zieht sich unerwartet in die Länge, er hätte seinen Sohn schon längst zu Hause bei seiner Mutter abliefern müssen. In den selben Minuten fahren Ethan und seine Familie von einem Konzert in Richtung Heimat und machen noch einmal kurz Halt an einer Tankstelle. Dabei geht Ethans Sohn Josh unachtsam auf die Straße und wird von einem Auto erfasst. Und in diesem Fahrzeug sitzt Dwight, der zu schnell fuhr und für einen kurzen Augenblick nicht bei der Sache war. Daraufhin begeht er Fahrerflucht...
Man wird sehr schnell in diese erschreckende Situation geworfen, die gleichzeitig auch den Kern der Handlung ausmacht. Es vergehen nur wenige Minuten und schon sieht das Publikum die Leiche des kleinen Joshs am Straßenrand liegen. Danach folgen höchst emotionale Darbietungen, die die Verzweiflung, die Trauer und die Ausweglosigkeit beleuchten. Das Besondere: „Reservation Road“ richtet die Augen nicht nur auf die Eltern des Unfallopfers, sondern zeigt auch Dwight, der sich in einem Teufelskreis befindet und nicht weiß, was er machen soll. Er will seinen Sohn nicht verlieren. Nicht schon wieder. Aber kann er mit seinem Gewissen leben? Kann er damit umgehen, dass er ein anderes Kind getötet hat?
Mark Ruffalo spielt diese Rolle absolut überzeugend, ehrlich und mit der entsprechenden Glaubwürdigkeit, was in diesem Streifen dementsprechend wichtig ist.
Doch Joaquin Phoenix läuft als betroffener und betäubter Vater zur absoluten Hochform auf und spielt sämtliche Kollegen an die Wand – überragende Leistung. Dabei stellt sich die Frage, wie weit man gehen darf, um den Mörder seines Sohnes zu finden. Eine heikle Angelegenheit, die gegen Ende auch indirekt beantwortet wird, aber Raum für eigene Interpretationen lässt.
Da kann man es dem Werk verzeihen, dass sich manchmal einige Ungereimtheiten einschleichen und im Endeffekt zu viele Zufälle anwesend sind. Aber angesichts der mitreißenden Handlung, bin ich in diesem Punkt nicht zu streng, weil spannend und atmosphärisch war's die gesamte Laufzeit, da verzeihe ich einzelne Drehbuchschwächen.
Etwas misslungen ist das Ende selbst, denn das lässt den Zuschauer ziemlich unbefriedigt zurück. Zwar ist es melancholisch und einfühlsam, die letzten Sätze sorgen für einen klaren Standpunkt, aber etwas mehr Kreativität hätte sich angeboten und wäre in keinem Fall verkehrt gewesen.
Dennoch bleibt „Ein einziger Augenblick“ sehr empfehlenswert und stellt eine überzeugende Mischung aus Drama und Thriller da.
„Manchmal passieren Dinge, die man nicht beeinflussen kann und man sucht jemanden, dem man die Schuld dafür gibt. Und in solchen Momenten ist es wirklich wichtig, seinen Mann zu stehen.“
Sag doch, dass du wie "Ein einziger Augenblick" meinst, denn der Titel sagt mir auf jeden Fall was, auch wenn ich bisher gehört habe, dass der nicht so gut sein soll, aber mal sehen mein Lieber, wenn du den gut findest kann der nicht SO durchschnittlich sein:)
Ein absolut langweiliger Film, der keine Sekunde lang Spannung aufbaut. Die Story ist sehr durchschaubar, die Schauspieler glänzen auch nicht mit Meisterleistungen und das Rumgeschreie nervt total. Kein Stück sehenswert und irgendwie fällt mir nichts ein, was ich positiv bewerten könnte! Zum Einschlafen vielleicht das Passende...
Eine dramatische Story, die einem sehr nahe geht. Der Zuschauer wird sehr stark mit Mitleid, Hass und dem Bedürfnis ins Geschehen eingreifen zu wollen, beschenkt. Sehr gut umgesetzt, tolle Schauspieler, die beeindruckende Leistung erbringen. Gänsehautfaktor - ein Spitzenfilm!
Vielleicht habe ich gerade meine emotionalen Tage und lasse mich dadurch von Filmen mehr beeindrucken.
Vielleicht sehe ich auch gerade einfach gute Filme. Filme wie "Ein einziger Augenblick".
Das Schauspiel von Mark Ruffalo, Jennifer Connelly und dem großartigen Joaquin Phoenix war sehr überzeugend. Zwei Väter, die beide an einem kurzen Augenblick zerbrechen. Der Augenblick, in dem Dwight (Ruffalo) Ethans (Phoenix) Sohn Josh anfährt und Fahrerflucht begeht. Josh stirbt und Ethan sucht fortan den Mörder seines Sohnes. Dwight versucht mit seiner großen Schuld zu leben und gleichzeitig seinem eigenen Sohn ein guter Vater zu sein. Doch plötzlich steht Ethan vor seiner Tür....
Besonders Joaquin Phoenix hat mich in diesem Drama überzeugt. Seine Hilflosigkeit, seine Trauer und dass nur noch ein Gedanke sein Leben bestimmt, sehr stark gespielt. Der Film lässt mich mit einem beklommenden Gefühl zurück.
Der "Hotel Ruanda" Regisseur Terry George versucht sich an einer Rachegeschichte, wobei diese Bezeichnung den Film nur grob umreißt. Es geht um mehr, angefangen von Trauer über Angst bis hin zum Hass und alles wird wirklich sehr sorgsam vorbereitet für das Finale, was sich in seiner dramatischen Konsequenz klar von anderen Filme des gleichen Themas abhebt. Doch bis dahin läuft der Film zu oft auf der Stelle. Denn während die Entwicklungen der beiden Hauptfiguren Dwight und Ethan viel zu regressiv und erzählerisch unmotivierend bleibt, versucht der Film hin und wieder auch kleine kriminalistische Genreelemente einzufügen die aber nicht stark genug sind die emotionale Geschichte zu festigen. Der Film ist aber keineswegs misslungen, er bietet Emotionen auf hohem Niveau, er verliert sich aber all zu oft in seiner eigenen Inszenierung.
Ich fand besonders die Schauspieler in diesem Film gut.
Alle 3 Hauptcharaktere haben mich mehr als überzeugt.
Klar ist die Handlung sehr vorhersehbar und auch nicht überragend einfallsreich, aber eben die Leistung der Schauspieler macht diesen Film aus.
Ich mag die 3 Hauptdarsteller (vor allem Jennifer Connelly liebe ich seit Jahren). Ich finde es ist im Kern eine gute Geschichte. Und es ist auch ein ganz guter Film. Aber ... Trotzdem fehlt dem Film ein bisschen was. Ich kann nicht genau erklären woran es liegt, vielleicht daran dass obwohl Phoenix und Ruffalo gut spielen ihre Charakterzeichnung nicht derartig zum hineinfühlen ist wie es die Geschichte eigentlich verlangt hätte um den Film wirklich richtig gut zu machen.
Und obwohl ich den Film dennoch "Ganz gut" finde (ich wiederhole mich) würde ich statt diesem eher den deutschen Film "Wolfsburg" empfehlen. Der eine sehr ähnliche Geschichte beschreibt und den ich dann doch um einiges besser finde.
Diese Geschichte aus dem feinen, wohlgenährten weißen Connecticut, ist im Grunde vorhersehbar. Warum also ansehen? Weil es sich hier lohnt, Joaquin Phoenix und Mark Ruffalo als glaubwürdige Charaktere und zwei ganz unterschiedliche Daddys zu beobachten, die sich begegnen, der eine auf der Flucht vor sich selbst, der andere auf dem Rachefeldzug. Und auch wenn sich die Zufälle fast schon bedenklich ineinandergreifen, bleibt man selbst gespannt auf das Ende. Es ist eher ein Kammerspiel, könnte auch auf einer Bühne stattfinden. Mein Fazit nach dem Film: Würde dieses Unglück hier in Deutschland stattfinden, die wenigsten würden derart Selbstjsutiz üben und... leider würden auch die wenigsten so leiden wie der Täter. "Was hat der Junge da auch zu suchen, das Auto hat mich geblendet, das war halt ein dummer Zufall," wären die Ausflüchte und Ausreden des Fahrers/der Fahrerin und ein auf Einigung bedachter Richter würde ein Bewährung verhängen, wenn ein guter Verteidiger die Fahrerflucht als Schockreaktion glaubhaft rechtfertigen könnte. Ich staune übrigens immer wieder, wie eilig die jungdynamischen Muttis mit ihrem Van mit zwei Kindersitzen auf der Rückbank durch die Stadt jagen, ohne sich bewußt zu machen, daß sie sich selbst gerne über Raserei empören und nur durch Glück solch einen Augenblick nie... verschulden!
Ein absolut großartiges Drama. Jennifer Connely, Joaquín Phoenix und Dwight Amo sorgen für einen spektakulär intensiven Film. Tolle Photografien, schlüssiges und sehr aufreibendes Script mit der moralischen Frage im Subtext: Wie sehr treibt das menschlich-ethisch-gesteuerte Gewissen zur Wahrheit, wieviel Verantwortung will man übernehmen, um seinen eigenen Kontext zu verlassen und aufzugeben. Äußerst berührend und extrem spannend inszeniert.
A mustsee.
Das Talent der Schauspieler verpufft leider, da das Drehbuch zu schwach ist. Klar, es ist schlimm, ein Kind zu verlieren, kann sich jeder vorstellen. Aber dass der Vater dann den Täter in Selbstjustiz richten will, dass er ihn überhaupt ausmachen kann, wirkt ziemlich aufgesetzt. Der Trauerprozess ist von Anfang an nicht nah genug an den Personen dran, die unterschiedlichen Verarbeitungsprozesse zwischen Mutter und Vater Lerner sind nicht deutlich. Alles in allem hätte man mehr aus dem Thema - und vor allem mit so großartigen Schauspielern wie Mark Ruffalo und Joaquin Phoenix - machen können.
Es dauert sage und schreibe geschlagene 70 Minuten bis zum ersten Spannungspunkt (die Wiedererkennung des Täters). Die 70 Minuten sind ja durchaus nachvollziehbar aber das ist trocknende Farbe an der Wand auch. Danach passiert auch nichts Entscheidendes.
Meine Pünktchen gibt es ausschließlich für die Schauspieler ohne deren Güte dieser Film komplett für die Tonne wäre. Trotz des ernsten Themas ist dieser Streifen völlig unnötig, denn auch der mieseste Streifen der untersten Kategorie schafft es ab und an zu unterhalten ... dieser Streifen nicht. Fazit: verschwendete Lebenszeit!
Ein einziger Augenblick - Kritik
US 2007 Laufzeit 102 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 19.06.2008
Kritiken (5) — Film: Ein einziger Augenblick
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenGibt es etwas Schlimmeres, als sein eigenes Kind bei einem Unfall zu verlieren? Was sind die Folgen für die Angehörigen? Was die Folgen für den oder die Täter? Wie steht es mit Gerechtigkeit, Schuld, Sühne und Hass? Alle diese Fragen beleuchtet der neue Film des Hotel Ruanda-Regisseurs Terry George mit Joaquin Phoenix als trauernden Vater.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenDer Roman von Schwartz beeindruckt dadurch, dass jedes Kapitel sich abwechselnd auf das Innenleben von Ethan, Grace und Dwight beschränkt, ihr Innenleben reflektiert und so die Handlung vorangetrieben wird. Dabei ist sich Dwight seiner Schuld durchaus bewusst und er plant letztlich sein Geständnis bei der Polizei, will zuvor aber noch etwas Zeit mit seinem eigenen zehnjährigen Sohn verbringen, der bei Dwights Ex-Ehefrau Ruth lebt. Während sich Ethan und Dwight im Roman nie begegnen, veränderte George das Drehbuch an diesem Punkt.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschen"Reservation Road" beginnt dramatisch und einfühlsam. Der tragische Verlust, die versteckte Trauer und offene Wut zeigt George nachvollziehbar auf. Leider driftet der Film im dritten Akt unnötigerweise ins Thriller-Genre ab. Die Leiden der trauernden Familienmitgliedern werden fortan ignoriert und Phoenix spielt den rachesinnenden Bronson. Im finalen Showdown mangelt es dem Skript dann auch noch an der nötigen Konsequenz um diesen fehlgeleiteten Genre-Brückenschlag zu bewältigen. So geht die letzte Glaubwürdigkeit der männlichen Protagonisten flöten. Trotz des dramaturgischen Abflachens in der letzten halben Stunde lohnt der Film allein wegen Phoenix brillianter schauspielerischer Leistung. Auf der anderen Seite zeigt der mimisch äußert begrenzt agierende Ruffalo einmal mehr, dass er bei seiner Berufswahl gehörig daneben gegriffen hat.
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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de
Kommentar löschenNach Terry Georges exzellentem Film ‚Hotel Ruanda' schafft es der Regisseur diesmal nicht ein ähnlich dramatisches Ereignis packend umzusetzen. Die Inszenierung um den Unfalltod eines kleinen Jungen und Fahrerflucht des Täters - das leider nicht seltene Hit & Run -Szenario - nutzt nicht das gesamte zur Verfügung stehende Schauspielerpotential und verliert sich in einer schleppend vorgetragenen Dramaturgie mit nur mäßig überzeugenden Einfällen.
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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenSolche Konstruktionsschwächen sind weniger ärgerlich als die unbedingte Konventionalität, mit der Terry George zu Werke geht.
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Kommentare (14) — Film: Ein einziger Augenblick
Kommentar schreibenKaisu 2012/05/15 08:53:51
Kommentar löschenDen Vergleich mit "21 Gramm" muss sich dieser Film dank seiner Parallen gefallen lassen und steht dadurch in einem schlechten Licht. Machte einfach den Eindruck eines schlechten Abklatsches bei dem der Tiefgang fehlte. Bei den vielen Heulszenen, müssten dem Zuschauer eigentlich die Taschentücher ausgehen - aber bei mir regte sich nichts...
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Isolation 2011/07/26 20:07:24
Kommentar löschenEin einziger Augenblick genügt, um dein gesamtes Leben aus der Bahn zu werfen und diese Sekunden können dich zu einem anderen Menschen machen. Zu einem Menschen, der du vorher nicht warst und der du selbst vielleicht nie sein wolltest.
Das ist das Grundkonzept von „Reservation Road“ (hierzulande: „Ein einziger Augenblick“). Der Professor Ethan Learner (Joaquin Phoenix) ist ein glücklicher Familienvater, er hat eine Tochter (Elle Fanning), seinen Sohn Josh (Sean Curley) und führt mit seiner Frau Grace (Jennifer Connelly) eine warme, wohltuende Beziehung.
Auf der anderen Seite steht Dwight Arno (Mark Ruffalo). Er ist geschieden, sieht seinen Sohn (Eddie Alderson) nur am Wochenende und wenn er einmal mit ihm ein paar gemeinsame Minuten verbringen kann, sitzt ihm schon seine Ex-Frau (Mira Sorvino) im Nacken.
Dies ist auch an einem Sonntag der Fall. Das Baseballspiel, welches sich Dwight und sein Kind ansehen, zieht sich unerwartet in die Länge, er hätte seinen Sohn schon längst zu Hause bei seiner Mutter abliefern müssen. In den selben Minuten fahren Ethan und seine Familie von einem Konzert in Richtung Heimat und machen noch einmal kurz Halt an einer Tankstelle. Dabei geht Ethans Sohn Josh unachtsam auf die Straße und wird von einem Auto erfasst. Und in diesem Fahrzeug sitzt Dwight, der zu schnell fuhr und für einen kurzen Augenblick nicht bei der Sache war. Daraufhin begeht er Fahrerflucht...
Man wird sehr schnell in diese erschreckende Situation geworfen, die gleichzeitig auch den Kern der Handlung ausmacht. Es vergehen nur wenige Minuten und schon sieht das Publikum die Leiche des kleinen Joshs am Straßenrand liegen. Danach folgen höchst emotionale Darbietungen, die die Verzweiflung, die Trauer und die Ausweglosigkeit beleuchten. Das Besondere: „Reservation Road“ richtet die Augen nicht nur auf die Eltern des Unfallopfers, sondern zeigt auch Dwight, der sich in einem Teufelskreis befindet und nicht weiß, was er machen soll. Er will seinen Sohn nicht verlieren. Nicht schon wieder. Aber kann er mit seinem Gewissen leben? Kann er damit umgehen, dass er ein anderes Kind getötet hat?
Mark Ruffalo spielt diese Rolle absolut überzeugend, ehrlich und mit der entsprechenden Glaubwürdigkeit, was in diesem Streifen dementsprechend wichtig ist.
Doch Joaquin Phoenix läuft als betroffener und betäubter Vater zur absoluten Hochform auf und spielt sämtliche Kollegen an die Wand – überragende Leistung. Dabei stellt sich die Frage, wie weit man gehen darf, um den Mörder seines Sohnes zu finden. Eine heikle Angelegenheit, die gegen Ende auch indirekt beantwortet wird, aber Raum für eigene Interpretationen lässt.
Da kann man es dem Werk verzeihen, dass sich manchmal einige Ungereimtheiten einschleichen und im Endeffekt zu viele Zufälle anwesend sind. Aber angesichts der mitreißenden Handlung, bin ich in diesem Punkt nicht zu streng, weil spannend und atmosphärisch war's die gesamte Laufzeit, da verzeihe ich einzelne Drehbuchschwächen.
Etwas misslungen ist das Ende selbst, denn das lässt den Zuschauer ziemlich unbefriedigt zurück. Zwar ist es melancholisch und einfühlsam, die letzten Sätze sorgen für einen klaren Standpunkt, aber etwas mehr Kreativität hätte sich angeboten und wäre in keinem Fall verkehrt gewesen.
Dennoch bleibt „Ein einziger Augenblick“ sehr empfehlenswert und stellt eine überzeugende Mischung aus Drama und Thriller da.
„Manchmal passieren Dinge, die man nicht beeinflussen kann und man sucht jemanden, dem man die Schuld dafür gibt. Und in solchen Momenten ist es wirklich wichtig, seinen Mann zu stehen.“
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hoffman587 2011/07/26 20:12:53
Antwort löschenSag doch, dass du wie "Ein einziger Augenblick" meinst, denn der Titel sagt mir auf jeden Fall was, auch wenn ich bisher gehört habe, dass der nicht so gut sein soll, aber mal sehen mein Lieber, wenn du den gut findest kann der nicht SO durchschnittlich sein:)
Isolation 2011/07/26 20:25:58
Antwort löschenNa genau. :)
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SoulReaver 2011/07/26 21:18:34
Antwort löschenAu ja, ich glaub der kommt bald auf sky, wenn ich mich nicht verlesen hab. Da werd ich ihn mir mal ansehen :)
Isolation 2011/07/26 21:37:23
Antwort löschenDann schau ihn Dir unbedingt an. Wenn Du 'nen Fan von Phoenix bist sowieso! Hoffe, er gefällt Dir auch so sehr. :-)
TinaCocaine 2011/01/06 15:52:31
Kommentar löschenEin absolut langweiliger Film, der keine Sekunde lang Spannung aufbaut. Die Story ist sehr durchschaubar, die Schauspieler glänzen auch nicht mit Meisterleistungen und das Rumgeschreie nervt total. Kein Stück sehenswert und irgendwie fällt mir nichts ein, was ich positiv bewerten könnte! Zum Einschlafen vielleicht das Passende...
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Nerwus 2010/10/11 15:09:37
Kommentar löschenEine dramatische Story, die einem sehr nahe geht. Der Zuschauer wird sehr stark mit Mitleid, Hass und dem Bedürfnis ins Geschehen eingreifen zu wollen, beschenkt. Sehr gut umgesetzt, tolle Schauspieler, die beeindruckende Leistung erbringen. Gänsehautfaktor - ein Spitzenfilm!
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Marie Krolock 2010/09/30 21:07:11
Kommentar löschenVielleicht habe ich gerade meine emotionalen Tage und lasse mich dadurch von Filmen mehr beeindrucken.
Vielleicht sehe ich auch gerade einfach gute Filme. Filme wie "Ein einziger Augenblick".
Das Schauspiel von Mark Ruffalo, Jennifer Connelly und dem großartigen Joaquin Phoenix war sehr überzeugend. Zwei Väter, die beide an einem kurzen Augenblick zerbrechen. Der Augenblick, in dem Dwight (Ruffalo) Ethans (Phoenix) Sohn Josh anfährt und Fahrerflucht begeht. Josh stirbt und Ethan sucht fortan den Mörder seines Sohnes. Dwight versucht mit seiner großen Schuld zu leben und gleichzeitig seinem eigenen Sohn ein guter Vater zu sein. Doch plötzlich steht Ethan vor seiner Tür....
Besonders Joaquin Phoenix hat mich in diesem Drama überzeugt. Seine Hilflosigkeit, seine Trauer und dass nur noch ein Gedanke sein Leben bestimmt, sehr stark gespielt. Der Film lässt mich mit einem beklommenden Gefühl zurück.
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Zitrone 2010/10/03 00:00:47
Antwort löschenDas klingt nach einem guten Film, muss ich mir demnächst mal anschauen. :-)
Marie Krolock 2010/10/03 00:18:25
Antwort löschenkann ich nur empfehlen! :)
stuforcedyou 2010/08/25 11:16:58
Kommentar löschenDer "Hotel Ruanda" Regisseur Terry George versucht sich an einer Rachegeschichte, wobei diese Bezeichnung den Film nur grob umreißt. Es geht um mehr, angefangen von Trauer über Angst bis hin zum Hass und alles wird wirklich sehr sorgsam vorbereitet für das Finale, was sich in seiner dramatischen Konsequenz klar von anderen Filme des gleichen Themas abhebt. Doch bis dahin läuft der Film zu oft auf der Stelle. Denn während die Entwicklungen der beiden Hauptfiguren Dwight und Ethan viel zu regressiv und erzählerisch unmotivierend bleibt, versucht der Film hin und wieder auch kleine kriminalistische Genreelemente einzufügen die aber nicht stark genug sind die emotionale Geschichte zu festigen. Der Film ist aber keineswegs misslungen, er bietet Emotionen auf hohem Niveau, er verliert sich aber all zu oft in seiner eigenen Inszenierung.
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Claudia :) 2010/05/09 15:07:05
Kommentar löschenIch fand besonders die Schauspieler in diesem Film gut.
Alle 3 Hauptcharaktere haben mich mehr als überzeugt.
Klar ist die Handlung sehr vorhersehbar und auch nicht überragend einfallsreich, aber eben die Leistung der Schauspieler macht diesen Film aus.
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BobbyIII 2010/03/15 17:58:57
Kommentar löschenIch mag die 3 Hauptdarsteller (vor allem Jennifer Connelly liebe ich seit Jahren). Ich finde es ist im Kern eine gute Geschichte. Und es ist auch ein ganz guter Film. Aber ... Trotzdem fehlt dem Film ein bisschen was. Ich kann nicht genau erklären woran es liegt, vielleicht daran dass obwohl Phoenix und Ruffalo gut spielen ihre Charakterzeichnung nicht derartig zum hineinfühlen ist wie es die Geschichte eigentlich verlangt hätte um den Film wirklich richtig gut zu machen.
Und obwohl ich den Film dennoch "Ganz gut" finde (ich wiederhole mich) würde ich statt diesem eher den deutschen Film "Wolfsburg" empfehlen. Der eine sehr ähnliche Geschichte beschreibt und den ich dann doch um einiges besser finde.
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pellekraut007 2010/01/11 11:13:29
Kommentar löschenDiese Geschichte aus dem feinen, wohlgenährten weißen Connecticut, ist im Grunde vorhersehbar. Warum also ansehen? Weil es sich hier lohnt, Joaquin Phoenix und Mark Ruffalo als glaubwürdige Charaktere und zwei ganz unterschiedliche Daddys zu beobachten, die sich begegnen, der eine auf der Flucht vor sich selbst, der andere auf dem Rachefeldzug. Und auch wenn sich die Zufälle fast schon bedenklich ineinandergreifen, bleibt man selbst gespannt auf das Ende. Es ist eher ein Kammerspiel, könnte auch auf einer Bühne stattfinden. Mein Fazit nach dem Film: Würde dieses Unglück hier in Deutschland stattfinden, die wenigsten würden derart Selbstjsutiz üben und... leider würden auch die wenigsten so leiden wie der Täter. "Was hat der Junge da auch zu suchen, das Auto hat mich geblendet, das war halt ein dummer Zufall," wären die Ausflüchte und Ausreden des Fahrers/der Fahrerin und ein auf Einigung bedachter Richter würde ein Bewährung verhängen, wenn ein guter Verteidiger die Fahrerflucht als Schockreaktion glaubhaft rechtfertigen könnte. Ich staune übrigens immer wieder, wie eilig die jungdynamischen Muttis mit ihrem Van mit zwei Kindersitzen auf der Rückbank durch die Stadt jagen, ohne sich bewußt zu machen, daß sie sich selbst gerne über Raserei empören und nur durch Glück solch einen Augenblick nie... verschulden!
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Sanylein 2009/11/11 03:40:53
Kommentar löschenJa wie einige gesagt haben, der Film ist ganz schön durchschaubar. Von den Schauspielern bin ich nun auch nicht so begeistert.
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sikkmeidack 2009/10/17 12:47:50
Kommentar löschenEin absolut großartiges Drama. Jennifer Connely, Joaquín Phoenix und Dwight Amo sorgen für einen spektakulär intensiven Film. Tolle Photografien, schlüssiges und sehr aufreibendes Script mit der moralischen Frage im Subtext: Wie sehr treibt das menschlich-ethisch-gesteuerte Gewissen zur Wahrheit, wieviel Verantwortung will man übernehmen, um seinen eigenen Kontext zu verlassen und aufzugeben. Äußerst berührend und extrem spannend inszeniert.
A mustsee.
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annaberlin 2008/11/17 10:32:16
Kommentar löschenDas Talent der Schauspieler verpufft leider, da das Drehbuch zu schwach ist. Klar, es ist schlimm, ein Kind zu verlieren, kann sich jeder vorstellen. Aber dass der Vater dann den Täter in Selbstjustiz richten will, dass er ihn überhaupt ausmachen kann, wirkt ziemlich aufgesetzt. Der Trauerprozess ist von Anfang an nicht nah genug an den Personen dran, die unterschiedlichen Verarbeitungsprozesse zwischen Mutter und Vater Lerner sind nicht deutlich. Alles in allem hätte man mehr aus dem Thema - und vor allem mit so großartigen Schauspielern wie Mark Ruffalo und Joaquin Phoenix - machen können.
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spanky 2008/10/19 11:16:48
Kommentar löschenMark Ruffalo ist ganz groß! Ein angenehm beklemender Film...
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aikifreak 2008/06/19 01:22:06
Kommentar löschenEs dauert sage und schreibe geschlagene 70 Minuten bis zum ersten Spannungspunkt (die Wiedererkennung des Täters). Die 70 Minuten sind ja durchaus nachvollziehbar aber das ist trocknende Farbe an der Wand auch. Danach passiert auch nichts Entscheidendes.
Meine Pünktchen gibt es ausschließlich für die Schauspieler ohne deren Güte dieser Film komplett für die Tonne wäre. Trotz des ernsten Themas ist dieser Streifen völlig unnötig, denn auch der mieseste Streifen der untersten Kategorie schafft es ab und an zu unterhalten ... dieser Streifen nicht. Fazit: verschwendete Lebenszeit!
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