Ein Mann sucht sich selbst
Five Easy Pieces (1970), US Laufzeit 98 Minuten, FSK 16, Drama, Musikfilm, Kinostart 25.03.1971
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10 Kommentare
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von Bob Rafelson, mit Jack Nicholson und Karen Black
Im vierfach Oscar-nominierten Ein Mann sucht sich selbst befindet sich Jack Nicholson auf Sinnsuche und muss sich mit seiner familiären Vergangenheit auseinander setzen, als sein Vater im Sterben liegt.
Robert Dupea (Jack Nicholson), ein hochbegabter klassischer Pianist aus einer reichen Intellektuellenfamilie, hat es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, sich von Job zu Job und von Frau zu Frau treiben zu lassen. Derzeit arbeitet er auf einem Ölfeld und verbringt den Großteil seiner Freizeit damit, sich um den Verstand zu trinken, Poker zu spielen und seiner verführerischen, wenn auch nicht besonders hellen Freundin Rayette (Karen Black) gegenüber sämtlichen Verpflichtungen aus dem Wege zu gehen. Als er jedoch an das Totenbett seines Vaters gerufen wird, kehrt Dupea mit Rayette in sein Elternhaus zurück, wo er eine kultivierte Frau kennen und lieben lernt. Zwischen zwei Welten gefangen, muß Dupea sich plötzlich mit Fragen auseinandersetzen, die sein Leben für immer verändern.
Hintergrund & Infos Ein Mann sucht sich selbst
Mit Ein Mann sucht sich selbst (OT: Five Easy Pieces) lieferte Regisseur Bob Rafelson seinen ganz eigenen Beitrag zum Kino des New Hollywood und wurde gleich für seinen zweiten Film nach Head reichlich prämiert; allein vier Oscar-Nominierungen gab es (u.a. für den Besten Film). Jack Nicholson (Oscar-nominiert in Ein Mann sucht sich selbst) sollte auch bei späteren Filmen von Bob Rafelson immer wieder involviert sein, so auch im skandalträchtigen Wenn der Postmann zweimal klingelt.
Karen Black (Der Tag der Heuschrecke) wurde für ihre Rolle als brünettes Naivchen in Ein Mann sucht sich selbst für den Oscar als Beste Nebendarstellerin nominiert und gewann den Golden Globe in gleicher Kategorie.
Cast & Crew
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Kommentare (10) — Film: Ein Mann sucht sich selbst
faulmaus Fri, 12 Oct 2012 16:36:21 -0000
Kommentar löschenKlassische Sinnsuche der 70er - heute gesehen: eine Zeitreise und dazu sehr modern!
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8martin Fri, 12 Oct 2012 14:32:08 -0000
Kommentar löschenWie man diesen Film in fünf ‘leichte‘ Teilstücke unterteilen kann, erschließt sich mir nicht. Da ist der deutsche Untertitel schon hilfreicher, denn Robert (Jack Nicholson) macht sich auf, um sich selbst zu finden. Ein Neuanfang also. Da ist zunächst seine Freundin Rayette (Karn Black gibt das blonde Dummchen grandios) wie ein Mühlstein. Aber er driftet gefühlsmäßig nach Hause, wo er mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Hier ist sein Vater im Rollstuhl und seine Geschwister, die alle – wie er – als Instrumentalisten (Klavier, Geige) unterwegs sind / waren. Seine Freundin Rayette quatscht sich um Kopf und Kragen und vergrößert so die Distanz zu Robert noch. Die Freundin seines Bruder Catherine (Susan Anspach) weist ihn ab, macht ihm aber trotz eines gemeinsamen Saftaustausches klar, dass er ein Mann ohne Liebe ist. Eine leicht ironisierte Diskussion unter Möchte-Gern-Intellektuellen und ein Gespräch mit dem stummen Vater (ein Monolog) geben Robert den entscheidenden Impuls. Hierher gehört er nicht und seine Freundin nervt. Sein Leben liegt vor ihm, wie die Straße. Und so findet Regisseur Rafelson ohne viele Worte eine geniale Lösung als Ende.
Der junge Jack Nicholson zeigt hier bereits 1970, welche Wandlungsfähigkeit in ihm steckt: ein intelligentes, sensibles Raubein. Stimmungsmäßig bringen es die Songs von Tammy Wynette voll.
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uncut123 Fri, 12 Oct 2012 00:49:58 -0000
Kommentar löschenhatt mir sehr gefallen..mir gefielen die beiden anhalterinnen und am schluss im truck was jack da dreimal wiederholt...echt guter film.
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Markbln Tue, 03 Apr 2012 09:33:38 -0000
Kommentar löschenMan sollte die deutschen Übersetzer für den Titel einsperren.
Jack Nicholson in einer seiner schönsten Rollen und weit entfernt von dem flachen Zeug, das er heute leider so oft dreht.
Karen Black und Country-Legende Tammy Wynette sorgen für Freude genauso wie Nicholsons rührende Drastellung eines rastlosen Mannes, der seinen Platz in der Welt sucht. Simple und stark.
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theONEinsane Sun, 09 Jan 2011 18:12:51 -0000
Kommentar löschensuper geil,endlich nen zweiten legendären nicholson gesehen.
immer wieder interessant, wie sich die alten geschichten um rebellion etc. aus der zeit so darstellen.eigentlich ist es der selbe charackter wie der aus easy rider,sogar exact.
ansonsten find ich die gespräche überaschend zeitlos und weiss zudem aus vertraulicher quelle das sich das leben in der rolle auch so eräußert und anfühlt.
das ganze leben ist und bleibt ein virtuelles theater stück mit immer wieder den selben archetypen die sich in jeder clique auf jeder arbeit zuhause und im uhrlaub zeigen.
wer nicht mehr mitspielt wird härter denje mit diesem theaterstück konfrontiert
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El_Chupa Sun, 12 Dec 2010 13:34:18 -0000
Kommentar löschenWieso gilt der als Musikfilm? Ist doch ganz einfach ein Drama...
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Filmkenner77 Fri, 01 Oct 2010 13:28:37 -0000
Kommentar löschenDie Geschichte eines gesellschaftlichen Außenseiters. Jack Nicholsen spielt gut, aber der Film wirkt manchmal ein wenig spröde.
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JimiHendrix Tue, 16 Feb 2010 15:54:48 -0000
Kommentar löschenStilles Drama, dass sich aber nicht übertrieben seinem Genre hergibt sondern langsam und ruhig seine Charakterstrukturen darlegt.
Wenn man die Geschichte einfach betrachtet ist sie öde und wenig ansprechend, aber bei genauerem Hinsehen zeigt sie sehr gut die Selbstzweifel ihres Hauptdarstellers. Man lenkt ganz bewusst nicht durch spannende geschichtliche Nebenstränge ab, sondern konzentriert sich auf die wesentliche Probleme, welche Jack Nicholson alias Robert Dupea hat.
Der junge Jack Nicholson spielt, wie sollte es anders sein, einfach großartig. Er alleine trägt den Film und lässt ihn nicht ins langweilige abdriften. Kaum ist seine göttliche Visage im Bild, wird man sofort in ihren Bann gezogen. Jack Nicholson als Ölarbeiter war ein genialer Einfall er schien wie geschaffen für diese Arbeit.
Die anderen Nebendarsteller waren ganz gut ausgesucht. Karen Black ging mir hier und dort mit ihrem dauerdümlichen Gesichtsausdruck auf die Nerven, obwohl das natürlich ihre Rolle beinhaltete.
Der magere Soundtrack unterstreicht nocheinmal die trostlosigkeit der Atmosphäre im Film, man wird mit den Bildern und Szenen alleine gelassen, ganz ohne ablenkende Elemente. Tammy Wynette steuerte ihren großen Hit "Stand by your Man" bei, welchen ich hier auch nicht als fehl am Platz empfand.
Letzten Endes ist der Film nicht mit Hochspannung vollgepumpt und lebt auch nicht von seiner Reinstory, sondern eher von seinen Charakteren, nichts für Filmeinschläfer.
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spanky Sun, 13 Dec 2009 21:35:31 -0000
Kommentar löschenSpagat zwischen White Trash Trailerpark-Romantik und pseudo-intellektuellem Bildungsbürgertum. Jack Nicholson glänzt hier durch eine feine Mixtur aus dosiertem Jähzorn und einfühlsamer Introvertiertheit. Einfach unfassbar, dieser Mann! Und die singende Karen Black gibt dazu die Kirsche auf einem leckeren Film-Sahnehäubchen.
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danchichi Mon, 14 Dec 2009 20:31:40 -0000
Antwort löschenhabe ich das white trash gelesen...wilderst du etwa in meinem trailer park?
spanky Tue, 15 Dec 2009 09:30:02 -0000
Antwort löschenHarr! Top Film. Kann ich Dir nur ans Herz legen. Gefällt Dir auch, 100pro!
Jack Noir Mon, 07 Apr 2008 21:12:11 -0000
Kommentar löschen"Five Easy Pieces" ist ein mitreißendes Drama, über einen Mann, auf der Flucht vor der spießigen, verlogenen Gesselschaft, aber vor allem vor dem eigenen Verantwortungsbewusstsein und den Ansprüchen seiner Familie an ihn.
Die Plots werden eher unterschwellig präsentiert, weshalb der Film von vielen unterschätzt und als langweilig empfunden wird. Davon sollte man sich aber nicht irritieren lassen, sondern dem Film die Aufmerksamkeit schenken, die er verdient hat- dann entfaltet sich vor einem ein frühes -leider oft vergessenes- Meisterwerk des "New Cinema".
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