Ein Pauker zum Verlieben

Le pion (1978), FR
Laufzeit 92 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 21.03.1980

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von Christian Gion, mit Henri Guybet und Claude Jade

Die Handlung dreht sich um einen jungen Lehrer aus der französischen Provinz, der von der Mutter eines seiner Schüler ermujtigt wird, seine ersten Gehversuche als Autor zu veröffentlichen. Es stellt sich heraus, daß er ein begabter Schriftsteller ist, und er verdient sich so den Respekt seiner Kollegen und anderer Menschen im Ort.

Handlung

Bertrand Barabi (Henri Guybet) ist ein gütiger Aushilfslehrer. Die Schüler mögen ihn, von Kollegen wird er belächelt. Seine Nachbarin Dominique Benech (Claude Jade), die verwitwete Mutter seines Schülers Michel (Mathieu Vermesh), erteilt Klavierunterricht. Die schüchterne junge Frau ist in Bertrand verliebt, doch der schwärmt für seine arrogante Kollegin, Mademoiselle Thuillier (Maureen Kerwin). Als Dominique das Manuskript seines Romans “Le jouer d’échecs” (Der Schachspieler) liest, ermutigt sie ihn, es als “Le Pion” (sowohl “Der Bauer im Schachspiel” als auch “Aushilfslehrer”) zu veröffentlichen. Bertrand tut es unter dem Pseudonym “Bergerac” und erhält den “Prix Goncourt”. In der Schule ahnt niemand, dass Bertrand der Autor ist. Er wird von Thuillier und Kollegen weiterhin ignoriert. Als die Schüler seine Identität lüften, schmeißt sich Thuillier an ihn heran. Bertrand jedoch hat sich inzwischen für Dominique entschieden.

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Henri Guybet, der jüdische Chauffeur des Antisemiten Pivert im "Rabbi Jacob", entstammt wie Dewaere und Miou-Miou dem Café de la gare. Nach etlichen Nebenrollen in Klamaukfilmen hat Guybet mit der Cyrano-Nase hier seine einzige romantische Hauptrolle, die sich das Pseudonym Bergerac zulegt.

Guybet im Selbstzweifel als romantischer Held ist so verklemmt, dass darüber selbst Claude Jade schüchtern wird. Über eine Beethovensonate nesteln und erröten die beiden immerfort so bezaubernd, dass einige Albernheiten (an Regenschirmen herabschwebende Katzen) verziehen seien. Der doofe deutsche Titel ist anbiedernder Nähe zu den deutschen Paukerfilmen geschuldet, denn "Le Pion = der Bauer im Schachspiel" ist trotz viel Klamauk eine kluge moralische Fabel mit gelungenen poetischen Momenten.

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