Ein ruhiges Leben
Una vita tranquilla (2010), DE/FR/IT Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 24.05.2012
11 Bewertungen
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28 Bewertungen
8 Kommentare
Keine
von Claudio Cupellini, mit Toni Servillo und Marco D'Amore
Rosario Russo hat sich ein beschauliches Leben eingerichtet: Mit seiner Frau Renate und seinem neunjährigen Sohn Matthias lebt er im Umland von Wiesbaden. In der ländlichen Gegend betreibt der etwa 50-Jährige ein eigenes Hotel und steht als Koch in seinem Restaurant. Als eines Abends zwei junge Italiener in seinem Hotel auftauchen, ist es mit der Ruhe vorbei. Die Schatten der Vergangenheit holen Rosario ein. Schnell stellt sich heraus, dass einer der beiden jungen Männer – Diego – Rosarios erster Sohn ist. Begleitet wird er von Edoardo, dem Sohn eines einflussreichen Mafia-Bosses. Mit wachsender Unruhe beobachtet Rosario die Zwei, voller Sorge, sein dunkles Geheimnis könnte entdeckt werden. Ein ruhiges Leben ist vorüber, der Kampf um seine Familie hat begonnen. Rosario muss eine Entscheidung treffen…
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Kriminalfilm, Familiendrama, Mafiafilm
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Hessen
- Handlung
- Auftragskiller, Geheime Identität, Koch, Kochen, Mafia, Mafiosi, Neuanfang, Neue Identität, Neues Leben, Restaurant, Restaurantbesitzer, Vater-Sohn-Beziehung, Verdrängte Vergangenheit, Versteck, Vorgetäuschter Mord
- Stimmung
- Ernst, Spannend























Kritiken (8) — Film: Ein ruhiges Leben
F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de
Kommentar löschenMehr von der zwischenmenschlichen Spannung der sorgfältig konturierten Figuren als von äußerer Action zehrend, entfaltet sich der Film als stiller Thriller um ein "Kainsmal" der Gewalt, das sich nicht abschütteln lässt. Suggestiv in der Bildsprache, getragen von vorzüglichen Darstellern, spielt er geschickt mit Ungewissheiten.
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Jörn Hetebrügge: fluter Jörn Hetebrügge: fluter
Kommentar löschenDem Aufeinanderprallen der Lebenswelten und Mentalitäten entlockt Claudio Cupellini kaum mehr als ein paar Klischees. Was bleibt, ist eine Vater-Sohn-Geschichte, die trotz des dramaturgischen Ballasts, den sie mit sich schleppt, nur wenig Kraft entwickelt.
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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro
Kommentar löschenDie Killer im eigenen Haus stellen eine spannende Ausgangsposition für diese deutsch-italienische Koproduktion dar, die in einen familiären Konflikt mündet, der von soliden schauspielerischen Leistungen getragen wird.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenDoppelleben, Mafiamorde, illegale Müllverschiebung, Zerstörung eines Familienlebens. Daraus machten die Autoren und der Regisseur einen spannenden Krimi, durchaus mit einem moralischen Hintergedanken.
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Lena Serov: Schnitt Lena Serov: Schnitt
Kommentar löschenDer Regisseur, der mit diesem Film seine zweite Regiearbeit abliefert, erweist sich jedoch darin als überaus gekonnter Drehbuchautor und Dramaturg.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenToni Servillo, der in Deutschland insbesondere mit „Gomorrha... Reise in das Reich der Camorra“ (siehe Filmarchiv) bekannt wurde, gestaltet seinen Rosario Russo mit vielen Nuancen, wofür er als bester Schauspieler im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals Rom 2010 ausgezeichnet wurde. Erscheint er zunächst als der Inbegriff des zufriedenen Bürgers, der sich in der ländlichen Gegend eingerichtet hat und dessen Leidenschaft immer neue Menükreationen sind, mit denen er seinen Küchenchef in den Wahnsinn treibt, so schleichen sich in diese Idylle bald Misstöne ein, so etwa als Rosario vergisst, seinen Sohn zum Schwimmen zu fahren oder aber als der Hotelbesitzer in Bäume rostige Nägel treibt – gesunde Bäume dürfe er nicht fällen, und er möchte die Terrasse seines Restaurants doch gerne erweitern, erklärt er dazu. Diese andere, aus seiner Vergangenheit stammende Seite seiner Persönlichkeit, die zu seiner anfänglichen Heiterkeit kontrastiert, gewinnt immer mehr die Oberhand, je größer und unmittelbarer Rosario die Gefahr wahrnimmt, die sein hart erarbeitetes, „ruhiges Leben“ zum Einstürzen bringen kann. Mehr als die ihn einholende Vergangenheit ist es ein existenzialistischer Pessimismus („Gott interessiert sich nicht für die Menschen“), der Rosario zu einem Getriebenen macht, der das unheilvolle Schicksal nicht abwenden zu können glaubt. Dadurch stellt „Ein ruhiges Leben“ seine Hauptfigur, ohne jedoch den moralischen Zeigefinger zu erheben, vor grundlegende Entscheidungen. „Ein ruhiges Leben“ erhielt beim Brüsseler Filmfest 2011 den „Cineuropa“-Preis.
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Tim Slagman: spiegel online, fluter Tim Slagman: spiegel online, fluter
Kommentar löschenIm bewussten Bruch mit den epischen Genre-Konventionen steckt ein sehr intelligentes Kalkül, das aufgeht, gerade weil es um die Standards des Mafia-Films weiß und darauf setzt, dass die Zuschauer dies ebenso tun
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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschenMit kühlen Bildern und ruhig, bisweilen etwas langatmig erzählt steuert "Ein ruhiges Leben" unausweichlich auf ein tragisches Ende zu.
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