Eine dunkle Begierde - Kritik

CA/DE/GB 2011 Laufzeit 100 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 10.11.2011

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Kritiken (24) — Film: Eine dunkle Begierde

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Zweifelsohne passt Eine dunkle Begierde nicht unbedingt in das Œuvre des Regisseurs David Cronenberg, der mitunter als Mitbegründer des Body Horror gilt, wenngleich er sich schon mit seinen letzten Filmen mehr und mehr aus diesem Sujet entfernt hat. Dennoch erscheint es durchaus plausibel, dass viele seiner alteingesessenen Fans sich gerade bei diesem dialoglastigen Werk vor den Kopf gestoßen fühlen. Diese Fokussierung auf das gesprochene Wort rührt natürlich zuvorderst daher, dass es sich um die Adaption des Theaterstückes Die Methode von Christopher Hampton handelt, der hier wiederum als Drehbuchautor verantwortlich zeichnet und sich seinerseits von dem Sachbuch Eine gefährliche Methode von John Kerr inspirieren ließ. So kommt es auch, dass trotz wechselnder und teils imposanter Schauplätze der Film in weiten Teilen wie ein Kammerspiel wirkt, dem einige Außenaufnahmen spendiert worden sind. Und dennoch liegt darin auch die Stärke dieses von vielen meiner Meinung nach zu Unrecht gescholtenen Werkes des renommierten Regisseurs. [...]

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_Garfield: Blogbusters

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5.0Geht so

„A Dangerous Method“ hat ein großes Problem: Er ist ein Film. Denn man wird das Gefühl nicht los, dass Cronenberg in diesem Fall auf der Theaterbühne besser aufgehoben wäre. Die statische Inszenierung, die endlose Aneinanderreihung von (spannenden) Dialogszenen, das Fehlen jedweder filmischer Dynamik – Cronenberg schnürt seinem neuesten Projekt ein unsinniges formales Korsett. Ein Umstand, der in jeder Szene zu spüren ist. Wenn der Kanadier mit angestrengtem Schnitt und ständigem Kulissenwechsel versucht eine Dynamik zu generieren, die auf der Bühne unter dem Zusammenspiel von geschriebenem Dialog und den glänzend agierenden Darstellern von völlig alleine entstanden wäre zum Beispiel. So bleibt gut besetztes, staubtrockenes Dialog-Kino ohne jeden inszenatorischen Einfall. Langweilig ist mir aber trotzdem nicht geworden.

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SoulReaver: CinemaForever

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3.0Schwach

Mein Gott David! Was war denn das für eine katastrophale Bauchlandung? Sexualität, Psychoanalyse und Verhaltensforschung. Das sind doch ansprechende Themen, denen du locker gewachsen bist. Sigmund Freud, Carl Gustav Jung, Sabina Spielrein. Das sind doch hochinteressante Charaktere, aus denen man richtig viel rausholen kann! In Verbindung würde das doch ein vielschichtiges Thema ergeben und doch lässt du hier alles ohne Halt gegen die Wand fahren. Michael Fassbender, Viggo Mortensen und Vincent Cassel verkaufen sich unter Wert und Keira Knightley bewirbt sich für den nächsten Teil vom Exorzisten. Man kann sich leicht über den Film lustig machen, er lädt quasi dazu ein, doch es fällt schwer, gerade wenn man den Namen Cronenberg auf dem Cover sieht, der doch all die Jahre für großartige und einzigartige Filme stand. Vor allem waren sie eine Sache nie: Oberflächlich. "Eine dunkle Begierde" ist das jedoch durchgehend und die tiefgehenden Aspekte werden nur zaghaft angedeutet. Wie…

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

SoulReaver

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@Samourai Cosmopolis kenn ich noch nicht, denke aber, der wird mindestens 6 Punkte abstauben.
@Jacko Ja, visuell und handwerklich sind Cronenbergs Filme immer ganz oben mit dabei, aber in den anderen Bereichen hat ers hier versaut, selbst die Darsteller haben hier nichts mehr gerissen aus meiner Sicht. Ich mein, der Kerl hat Fassbender und Mortensen zur Verfügung, aus denen man nun wirklich extrem viel rausholen kann.


Le Samourai

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Dachte ich auch... Wurden dann gerade so 6.


BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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5.0Geht so

Also gut – die Bärte sitzen, die Hüte passen und Peter Suschitzky verpackt die schön ausgeleuchteten Sets in wunderbare Bilder.
Wesentlich besser als viele andere Historienschinken ist dieser allerdings nicht.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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5.5Geht so

Fazit: Enttäuschend. Vielleicht waren aber auch meine Erwartungen an das Thema, getragen von einem generellen Interesse an der Psychoanalyse einfach zu hoch. In meinen Augen konnte der Film sich nicht entscheiden, ob er die erotische Beziehung zwischen Sabina Spielrein und Jung oder doch lieber das Mentor-Schüler Verhältnis zwischen Jung und Freud unter die Lupe nehmen wollte. Im Endeffekt kommt beides ein bißchen zu kurz. Die den Konflikten zu Grunde liegenden Emotionen werden nicht in ihrer Komplexität dargestellt, so dass man als Zuschauer mit einem Fragezeichen ob der Reaktionen der Charaktere verbleibt. Zu viele Dialoge gegenüber zu wenig Handlung nehmen die Spannung einer Geschichte, die meiner Meinung nach sehr viel ergreifender hätte inszeniert werden können. Schade! Viggo Mortensen, so sehr ich ihn auch schätze, konnte mich als Freud nicht überzeugen. Ihm fehlte vollkommen das Charisma, was vermutlich nicht ihm, sondern dem Casting-Direktor anzukreiden ist. Keira Knightley ging mir weniger auf die Nerven als befürchtet, konnte mich aber mit ihrem vorgeschobenen, pseudo-hysterischen Unterkiefer ebenso wenig überzeugen. Michael Fassbender tut sein Bestes, kann aber auf Grund der dramaturgischen Mängel leider nicht sein volles Potential ausschöpfen. Einzig Vincent Cassel als polgymer Irrer wirkte auf mich vollkommen überzeugend. Da sieht man, dass es manchmal nicht schadet, einfach einen Typdarsteller zu besetzen.

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Sigrun

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Sieht gut aus, dein Kudo unter SchnabelPowers Kritik :D
Hatte ja auch deine eigene Kritik zum Film seinerzeit gelesen! Also ich hatte ein Aha-Erlebnis nach dem anderen und fand ihn insgesamt toll gemacht - andere sehen das halt anders, auch wenn es dann ein wenig schade um eure Zeit im Kino war.


Sigmund

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An sich finde ich es schön, dass den Urvätern der Psychoanalyse überhaupt ein großer Kinofilm gewidmet wird. Vielleicht kann das ein bisschen dazu beitragen, dass die Materie (wieder) mehr ins öffentliche Interesse dringt. Ich habe sowieso noch nie verstanden, warum sich so viele Menschen mit ihrem seelischen Analphabetismus begnügen – wo man doch annehmen darf, dass in der Introspektive einige der wichtigsten Antworten unseres Daseins zu finden sind...


A. Eckhardt: Echo Online A. Eckhardt: Echo Online

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7.5Sehenswert

Der Film ist ein kluger Exkurs in die Welt der Psychoanalyse. Denn in der Figurenkonstellation nimmt er die Weiterentwicklung der Theorie vorweg.

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Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

[...] Dabei werden Fragen über Fragen aufgeworfen, die nur ungenügend bis gar nicht beantwortet werden. Die Besonderheit der Jung-Spielrein-Beziehung wird kaum bis gar nicht herausgearbeitet. Die Intelligenz bzw. Verrückheit der Psychologen wird zwar angedeutet, aber auch nicht weiter thematisiert. Stattdessen ergibt sich Cronenberg gänzlich dem Mainstream. Der Humor ist gewöhnlich, die Dialoge weder nachdenklich machend, noch provokant oder diskussionswürdig. Was letzten Endes bleibt, ist der Gedanke, gerade eben einen "interessanten" Film gesehen zu haben. Das verhält sich allerdings wie in einem Restaurant. Eine interessante Speisekarte, schön und gut, aber schmecken muss das Essen deswegen noch lange nicht.

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JohnnyKee

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Das will ich nicht wahr haben!...^^


Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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6.0Ganz gut

Lag die Stärke von Cronenbergs durchgeknallten Science-Fictions und Psychothrillern stets in einer Vermischung der Wahrnehmungsebenen, fehlt diesmal das filmische Unbewusste, die zweite und dritte Ebene seines Kinos, jene schleichende Verunsicherung durch eine immer überspannte, beunruhigende Bildästhetik.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Die Gefahr, dass Cronenberg mit diesem natürlich völlig Action- und Effektefreien Kammerspiel ein paar langjährige Fans verscheucht, ist sicher gegeben, doch wird er das im Tausch gegen einen Teil des Arthouse-Publikums verkraften können. Auch für dieses gilt aber: Obacht und Konzentration, denn es ist kein einfacher sondern ein mitunter recht anstrengender Film, der sich auch fleißig beim Fachvokabular der Wissenschaftler bedient. Kein Meisterwerk, aber allemal ein sehr interessanter Blick in die menschliche Psyche und auf die immer wieder neu auftretenden Fragen nach Moral und Integrität, angesichts - nun ja - „dunkler Begierden“.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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6.0Ganz gut

Ein hübsches Ausstattungsstück mit einigen tollen Einfällen, aber ohne prägende Handschrift. Cronenberg ist immer gut darin gewesen, seine Ideen in konkreten Metaphern zu erzählen. In "Eine dunkle Begierde" wird geredet und geredet. Theaterkino. Das Zeigen, die einfachste Übung des Kinos, hat er darüber schlicht vergessen.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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7.5Sehenswert

In Eine dunkle Begierde könnte sich manch eingefleischter Cronenberg-Fan mitunter im falschen Film wähnen, doch auch wenn sich der Meister hier offensichtlich aufs rein psychische Geschehen zu kaprizieren scheint, bleibt er sich im Grunde treu und lässt seine Charaktere Gratwanderungen durchlaufen, die zu ausgewachsenen Zerreißproben werden. Verzicht übt er dabei auf die sonst übliche (äußere) Gewaltkomponente, die in seinen anderen Filmen die innere Wandlung kennzeichnete.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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6.5Ganz gut

Kein einfacher, sondern ein sich auf ein Theaterstück stützender, dialoglastiger, zahlreiche Theorien verkündender Film. Trotzdem nicht uninteressant, die Epoche gut aufgreifend, das arztgeschichtliche Verhältnis zwischen Freud und Jung analysierend und von David Cronenberg routiniert inszeniert.

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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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7.0Sehenswert

Interessant ist wiederum der historische Aspekt - bedenkt man, dass die Psychoanalyse einen Meilenstein in der Geschichte der Psychologie darstellt. Hier hätte der Film noch etwas mehr in die Tiefe gehen können. Die leidenschaftliche Lovestory zwischen Jung und Spielrein scheint zudem zeitweise etwas aufgesetzt. Doch alles in allem bleibt A Dangerous Method ein stimmiges Erlebnis und versetzt die Zuschauer in die Geburtsjahre der modernen Psychologie, so dass sie beinahe das Gefühl haben, selbst mit dabei gewesen zu sein.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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6.5Ganz gut

Exquisite Ausstattung, viel Zeitkolorit und die Kamera von Peter Suschitzky, die eine Atmosphäre der Irritation vermittelt und das Theaterhafte unterstreicht, machen den Film optisch zu einer runden Sache. Das Drama funktioniert vor allem über Dialoge, im Mittelpunkt stehen geschliffene Gespräche und der tiefgründige Briefaustausch der beiden Psycho-Experten. Keira Knightley gerät manchmal an die Grenze zum Overacting und darüber hinaus, was aber aufgefangen wird von Viggo Mortensen als wohl temperiertem Freud und einem sensationell agierenden Michael Fassbender, der an den eigenen Widersprüchen und Ansprüchen scheitert. Ein mehr intellektuelles als sinnliches Vergnügen.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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7.5Sehenswert

Komplett ohne die staubigen Altlasten einer Kostümfilm-Biographie beschreitet Eine dunkle Begierde den dornigen Pfad psycho-sexueller Themen und stellt Fragen der ärztlichen Ethik mit einer Unverblümtheit, die vollkommen der Gegenwart entsprungen ist.

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David Gritten: Daily Telegraph David Gritten: Daily Telegraph

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6.0Ganz gut

Die Hauptdarsteller spielen allesamt gut und Fassbender darf durch eine ruhige Fassade hindurch brodelnde Gefühle transportieren. Doch es ist Keira Knightley, die sowohl Stärke als auch Zerrissenheit zeigen darf und damit dem Zuschauer im Gedächtnis bleibt.

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Edward Douglas: ComingSoon.net Edward Douglas: ComingSoon.net

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7.5Sehenswert

Eine dunkle Begierde ist kein Film für Jedermann und Cronenbergs Fans, die einen weiteren Genre-Film erwarten, könnten von dem prestigeträchtigen Kostümfilm etwas enttäuscht werden.

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Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

David Cronenberg goes Mainstream: Der radikale Filmemacher versucht sich an einem recht konventionellen Biopic und bleibt damit hinter seinen großartigen letzten beiden Filmen zurück. Der Stil des Films passt nicht so recht zu den Fähigkeiten des Regisseurs und alles in allem wirkt Eine dunkle Begierde schon fast zu glatt und bieder. Aber trotz seinen Schwächen ist der Film durchaus sehenswert. Das liegt vor allem an den guten Darstellern (lediglich Keira Knightley wird mit ihrem anfänglichen Overacting das Publikum spalten) und den großartigen Dialogen. Ein richtiger Cronenberg Film ist es zwar nicht, aber ein gutes Historien-Drama ist schlussendlich dennoch herausgekommen.

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NIck Schager: Slant Magazine NIck Schager: Slant Magazine

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8.0Ausgezeichnet

So exakt und anregend seine thematische Bearbeitung auch sein mag, letztendlich verläßt sich A dangerous Method auf die schauspielerischen Leistungen und gelingt dadurch: Fassbender zeigt die Tiefgründigkeit und Nachdenklichkeit eines beeinflußbaren Jung, der mit sich selbst und Freud in Konflikt steht, und der mit Nasenprothese geschmückte Mortensen wirkt einschüchternd als autoritärer Freud.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Der Film ist elegant und cool, zugleich zurückhaltend, wie selbstsicher. [...] Obwohl dieser Film keine akademische Übung ist, und kein Dokumentarfilm, gelingt es Cronenberg besonders gut, das Charisma Freuds einzufangen. [...] Zwar hat der Kanadier ein Historiendrama gedreht, und eine wichtige Episode der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts erzählt. Zugleich aber liegt der Gedanke nahe, dass die friedlichen Jahre von denen der Film erzählt, unserer eigenen Gegenwart nicht unähnlich sind.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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6.5Ganz gut

„Eine gefährliche Methode" ist vielleicht zu sehr schönes Kopfkino, um die Herzen zu packen. So leidet der handwerklich hervorragende und nicht uninteressante Film an der gleichen Verwandlung von Lust in Kreativität, die auch Jung zur tragischen Gestalt macht.

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Herbert Spaich: SWR Herbert Spaich: SWR

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7.5Sehenswert

Akribisch folgt der Regisseur dem historisch von allen Beteiligten dokumentierten Beziehungs-Chaos zwischen Jung, Freud und Spielrein. Das Ergebnis: Ein elegant inszeniertes Kammerspiel über Menschen im Grenzbereich zwischen dem Pathologischen und dem sogenannten Normalen. [...] Den Zuschauer von A Dangerous Method erwartet ein atmosphärisch ungemein dichter dokumentarischer Spielfilm über die Anfänge der Psychoanalyse, der ohne exaltierte Momente auskommt.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Mit „A Dangerous Method“ liefert Cronenberg nicht somit nicht nur ein spannungsvolles, von den drei Hauptdarstellern Viggo Mortensen, Michael Fassbender und Keira Knightley hervorragend gespieltes Dreiecks-Drama, sondern indirekt auch eine überaus kluge und vielschichtige Zeit-Diagnose.

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Ba. Schweizerhof: EPD-Film Ba. Schweizerhof: EPD-Film

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6.0Ganz gut

Cronenbergs Film zieht diese Prozesse nun eben vor allem in Dialogsequenzen nach, was dem Ganzen etwas Blutleeres verleiht. Allerdings sind die beiden männlichen Hauptdarsteller hervorragend [...] Der Film erscheint als Ganzes eher scholastisch als „abgedreht“, mehr um die normale „menschliche Dimension“ bemüht als um das, was jenseits dessen sein Unwesen treibt. Tatsächlich ganz anders, als man es von Cronenberg erwartet hätte.

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Kommentare (72) — Film: Eine dunkle Begierde


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joseph_tura

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Bewertung6.5Ganz gut

Wie enttäuschend ein Film von Cronenberg sein darf, will ich nicht kommentieren. Was mich interessiert: Was ist an der Darstellung von Keira Knightley auszusetzen? Wird hier immer behauptet, aber nie begründet. Das wäre den Herren Jung und Freud nicht passiert.

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Happiness

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich kann es kaum fassen, dass Keira Knightley für diese Darbietung für den Oscar nominiert war. Selten hat mich eine Schauspielerin in einem Film so genervt...aber alles in allem lag es nicht an ihr, dass mir der Film nicht im geringsten gefallen hat. Ich konnte mich einfach mit dem Film nicht anfreunden. Der Film zieht sich ewig in die Länge, die Liebesgeschichte zwischen Jung und Spielrein hat mich wenig berührt und wurde auch nicht ausgereizt und der Bruch zwischen Jung und Freud wird unglaublich fade dargestellt. An der Darstellung der beiden kann man nichts aussetzen, Mortensen und Fassbender sind brilliant in ihren Rollen. Der Film ist meiner Meinung nach wirklich nur für Leute empfehlenswert, die sich sehr für Psychoanalyse und Freud/Jung interessieren und sich auch schon mit der Thematik beschäftigt haben, wobei man dieses interessante Thema wirklich hätte spannender gestalten können. Typisch Cronenberg? Keine Spur.

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heikschn

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Bewertung5.5Geht so

Ich finde die Ereignisse rund um die Entstehung der analytischen Psychologie und ihrer Abgrenzung zur Psychoanalyse durchaus interessant. Die Beziehung Jung/Freud ist faszinierend. Leider hat der Film nicht viel mehr zu bieten, da die Beziehung Jung/Spielrein, auch wenn sie Jung sicher stark beeinflust hat, aus meiner Sicht weit weniger interessant ist. Cronenberg versucht dies noch etwas aufzupeppen, indem er der Beziehung sado-masochistische Züge andichtet. Insgesamt ist das alles aber zu wenig interessanter Stoff für einen Spielfilm.

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demonsrun

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Bewertung5.0Geht so

Die einzigen Rollen, die Keira Knightley wahrscheinlich stehen, sind die "Elizabeths" (aus Pirates of the Carabbean und Stolz und Vorurteil). Sie spielt zu viel und doch gibts immer nur den gleichen Gesichtsausdruck zu sehen. Generell schien alles nicht recht zusammenzupassen. Der Trailer war spannender als der Film und so wurde er nach kurzem schon langweilig.

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Lichtlady

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Bewertung2.0Ärgerlich

Habe mir eigentlich einiges von dem Film versprochen. Die Besetzungsliste (mit Ausnahme von Keira) klang sehr vielversprechend, aber die Hauptdarstellerin ist noch das geringste Problem. Cronenberg will zu viel und schafft zu wenig.

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Dr. Life

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Entgegen meiner VorrednerInnen empfand ich den Film als sehr unterhaltsam und kurzweilig. Eine schöne Inszenierung durch den Regisseur und anregende Dialoge zwischen Jung und Freud und den anderen, die durch einen behutsamen Tiefgang sehr gekonnt in ihr Denken einführen und die wichtigen Kontraste andeuten.
Der Film schafft es hervorragend, verpackt in der spannend dargestellten unglücklichen Liebe zwischen Jung und Spielrein, die Welt der Psychoanalyse für den Zuschauer schmackhaft zu machen. Für den richtigen Tiefgang sollte man dann auch lieber in die Werke der jeweiligen Damen und Herren schauen, dafür sollte der Film nicht gedreht werden. Aber er kann den Appetit auf die verschiedenen Richtungen toll anregen. Gerade wenn man schon kleine Vorkenntnisse in der Welt der PA besitzt, können einige Dialoge zum Nachdenken beflügeln. Die schauspielerischen Leistungen fand ich durchweg gut. Auch auf die hier geteilten Angriffe auf Knightleys "miese" Darstellungen kann ich überhaupt nicht einstimmen - ich fand ihr Hysterien echt interessant interpretiert.
Top Film.

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fabel

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Bewertung4.0Uninteressant

Äh...
Hä?
Nä!
So nicht, David. Und Keira, such' dir 'nen neuen Job.

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DerDude_

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Damit ist alles gesagt !


SoulReaver

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:D


worstcase

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Bewertung3.0Schwach

K. Knightley macht den Film noch schlechter, verschwendete Zeit....

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LynchFan1706

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Bewertung3.0Schwach

Ein nichtssagender Michael Fassbender als Jung und ein auf mysteriös getrimmter Viggo Mortensen als Freud sind sich nicht ganz einig, ob der Penis Schuld an allen Problemen der Menschheit ist.
Diese, wie ich hoffte spannenden Zusammentreffen verliefen auf eine sehr spröde, oberflächliche Art und Weise, aber da konnte ich noch ein Auge zudrücken.
Der Auftritt von Keira Knightley hingegen war mein Todesstoß mit stumpfer Klinge. Knightley, die hier mit all ihrer zur Verfügung stehenden Mimikakrobatik versucht, eine gequälte Frau darzustellen, gibt sich der absoluten Lächerlichkeit Preis und versaut den Film im Alleingang zur unterirdischen Posse.
Ich will es nicht glauben, dass Cronenberg nicht irgendwann mal : "Stop, Schluss, Keira, das REEIICCHHT!" geschrien hat, um diesem peinlichen Theater ein Ende zu machen.
Der Film empfiehlt sich auch nicht gerade mit sprühenden Dialogen, obwohl ich das von Jung vs. Freud eigentlich erwartet hätte. Fassbender und Mortensen wirken ausdruckslos und deplaziert. Irgendwie, als wäre es ihnen unbehaglich. Wahrscheinlich ist das Knightleys krampfhafter Laientheaterdarstellung zu verdanken. Alle Konstellationen bleiben blass und unzugänglich.
Wenn Cronenberg Knightleys absurdes Spiel so gewollt hat, dann Halleluja, denn es ruiniert den sowieso schon eher mittelmäßigen Film vollends und dafür gehört ihr wirklich der Hintern versohlt! ;-) - Cronenberg allerdings auch!

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horro

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Bewertung5.0Geht so

Die ganze Geschichte um die Anfänge der Psychoanalyse wird hier etwas ins Lächerliche gezogen - vielleicht ist sie ja auch lächerlich, heute weiss man ja viel mehr über diese Zusammenhänge und Freud hatte definitiv einen Hang zur analen Überinterpretation. Die ganze Forschungskiste dann aber noch mit einem wirren wilden Konkurrenzkampf zwischen zwei ehrgeizigen und scheinbar dauergeilen Psychiatern zu vermischen, zwischen denen eine eben so dauergeile masochistische Durchgeknallte steht, grenzt fast an einen Mashup-Roman. Das hat durchaus seinen Unterhaltungswert und ist dank Cronenberg natürlich ausgezeichnet inszeniert, wird wohl aber nicht Filmgeschichte schreiben.

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horro

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@all: bin ich wohl etwas zu freundlich gewesen in meiner Formulierung und gelobe Besserung ... Vorsatz für 2013: die harten Verrisse wo nötig und die grenzenlose Schwärmerei wenns passt :)


ShayaNova

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danke für diese rezensions.


angelmoonsoul

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Bewertung3.5Schwach

Dachte wirklich der Film wäre besser.
Jetzt bin ich froh, dass ich mir den Film doch nicht auf DVD gekauft habe!
Der ganze Film ist so schwach.

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Aldo_Valletti

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Bewertung1.0Ärgerlich

baah, ist Keira Knightley schlecht.
An alle Cronenberg Fans, verschwendet nicht eure Zeit mit diesem Mist.

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meliT

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Bewertung3.5Schwach

Einfach nur unglaublich laaaahm!

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amiga-del-sol.de

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Bewertung5.5Geht so

David Cronenbergs („Videodrome”) neuer Film hat mich richtig enttäuscht. Zwar geht es in „Eine dunkle Begierde“ um das höchst spannende Thema „Psychoanalyse“ mit seinen Begründern Freud und Jung, doch die Umsetzung wollte Cronenberg nicht wirklich gelingen. Der Film ist dröge, anstrengend und konzentriert sich eher auf die weibliche Figur in dem Drama, die von Keira Knightley verkörpert wird. Knightley agiert dabei viel zu overacting und übertrieben, sodass der Film noch anstrengender wird und man meinen könnte, man sieht sich gerade ein Theaterstück an. Im Gegensatz dazu ist der Trailer äußerst spannend und verspricht eine völlig andere Inszenierung.

Langweilliger, untypischer Cronenberg, der leider sein Potential verschenkt hat. Gääähn.

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David "Noodles" Aaronson

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Bewertung7.0Sehenswert

Wir wissen Freud hatte sein Mojo und Jung seine Mana. Das was beide gebraucht hätten heißt Orgonenergie! Hat mich trotzdem ganz gut unterhalten - sozusagen der Spielberg unter den Cronenbergfilmen.

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aleandra22

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Bewertung2.0Ärgerlich

Schrecklicher Film. Langsam und zäh mit einer dauernervenden Keira Knightley, einem enttäuschenden Michael Fassbender und einem Drehbuch, dass auch ein zweijähriger hätte schreiben können.

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DerDude_

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Bewertung4.0Uninteressant

My Cronenberg, my Cronenberg, what have ye done ?
Ich errinere mich noch als der Film in die Kinos kam. Eigentlich wollte ich reingehen doch die schlechten Kritiken hielten mich davon ab. Und obwohl die Erwartungen über die Monate immer weiter sanken bin ich immernoch enttäuscht. "Eine dunkle Begierde" hätte so groß sein können doch ist erschreckend belanglos und enorm bedeutungslos.
Das geht damit los das sich der Film nicht mit der Psychanalyse befasst sondern es die ganze Zeit nur darum geht Knightley den Arsch zu versohlen oder Jung und Freud rumzicken. Lieblos hingerotzte Inszenierung, langweilige Dialoge inklusive.
Im Schauspielensemble findet sich Vincent Cassel als Höhepunkt und Keira Knightley als Tiefpunkt. Cassel ist leider nur sehr kurz zu sehen aber seine Szenen gehörten zu den Highlights. Knightley ist abartig schlecht. Klar darf man bei so einer Rolle auch mal etwas Overacten aber dieses Mimenspiel gehört wohl zum schlechtesten was in den letzten Jahren zu sehen war. Für mich ein Manifest dafür das diese Frau auf der Leinwand nichts verloren hat. Ansonsten fand ich Michael Fassbender, der sonst eigentlich episch ist, erschreckend blass. Viggo Mortinsen wirkte eher wie Don Corleone als wie Sigmund Freud.
Am Ende bleibt verschenktes Potenzial und ein verdammt unbefriedigendes Ende. Nach dem belanglosem "Tödliches Versprechen" ein weiterer Tiefpunkt für Cronenberg. Hätte er nicht danach den grandiosen "Cosmopolis" abgeliefert würde ich wegen ihm nicht mehr ins Kino gehen.

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jacker

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Da bist du nicht der erste von dem ich das höre!
Sobald der auf BluRay kommt wird er ganz oben auf der Prioritätsliste angesiedelt!

"Tödliche Versprechen" fand ich übrigens noch ein gutes Stück stärker als diesen hier (ist aber auch lang her und ich hab ihn nur 1 mal gesehen).


Mr. Pink

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Wegen TV-Bashing gibt's kein like. Ansonsten hast du aber vollkommen Recht. :)


Pyro 91

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Bewertung5.0Geht so

Hm, ja, also, ähm, es ist ziemlich schwierig dieses Biopic/Drama angemessen zu bewerten.

Zu Beginn war ich noch stark ins Geschehen involviert, vor allem Keira Knightleys Mut zur hässlichen Selbstdarstellung hat mich ziemlich beeindruckt, und auch Jungs Assoziationstest, den er an seiner Frau testete, war aus psychologischer Sicht höchst interessant. Die Mentor-Schüler-Beziehung zwischen Jung und Spielrein hat sich auch eingermaßen natürlich entwickelt und ich hatte Sympathie für beide.

Doch die darauffolgenden Zeitsprünge verhindern, dass man an der Entwicklung der Charaktere beteiligt ist und so entsteht eine gewisse Distanz zum Geschehen, was okay wäre, wenn das Ganze eine Art Doku über die Geburt der Psychoanalyse sein sollte.
Doch was bleibt dann noch übrig?

Richtig! Eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Fachttermini und -theorien, die Jung und Freud von sich geben. Bis zu einem gewissen Punkt ist die Beziehung der beiden auch interessant, denn Fassbender und Mortensen harmonieren hervorragend miteinander, was schon deshalb bemerkenswert ist, da beide bis zur Unkenntlichkeit verkleidet sind und mir beim ersten Blick ein dickes Grinsen entlocken konnten.
Cronenberg schafft es leicht, die Unterschiede zwischen den beiden was ihre Ansichten über Psychoanalyse sowie ihre sozial-politische und finanzielle Stellung angeht, treffend hervorzuheben.

Mehr Charakterentwicklung bekommen wir leider nicht.
Wenn Jung am Ende des Films sein Herz öffnet und Spielrein seine Liebe gesteht, dann kommt das doch ziemlich überraschend, da die beiden bis auf ihre SM-Spielchen keine Szenen zusammen hatten, in denen wir sehen, dass er wirklich Liebe für sie empfindet. Zwar könnte man argumentieren, dass Jung durch das "Freilassen" seiner Sexualität und durch das Dominieren von Spielrein - was im Gegensatz zu seiner eher zurückhaltenden Haltung was Sex angeht steht- sich in sie verliebt hat, doch auch das bleibt nur eine reine Gedankenspielerei.

Ich bin mir immer noch im Unklaren, was Cronenberg mit diesen Film aussagen wollte. Ich habe auch nach Subtext gesucht, doch keinen gefunden. Vielleicht wollte er wirklich nur ein Biopic drehen, dass die wichtigsten Stationen für die Geburt der Psychoanalyse aufzeigt und eine rein intelllektuelle Auseinandersetzung darstellt, was ungewohnt ist, da man Cronenbergs Stoff auch immer auf einer physischen Ebene gespürt hat. Man denke nur an den Sauna-Kampf in "Eastern Promises" oder den Videoslot in James Woods´Bauch in "Videodrome".

Tja, Zweitsichtung folgt, vielleicht ändert sich dann doch noch was.

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Parz1val

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Lieder bietet der Film nicht einmal eine Auseinandersetzung mit den Positionen der Psychoanalyse. Gut, ich bin als Psychologiestudent in dem Bereich bewandert, allerdings habe ich nur ein paar eher zufällige Bruchstücke und Fachtermini gesehen. Keine umfassende Erörterung, Erklärung oder gar Kritik. Ich erwarte hier vom Film auch keine tiefgreifende Erklärung, das dürfte nicht all zu spannend sein. Aber hier ist halt fast gar nichts.


Pyro 91

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Ich muss ehrlich ich sagen, dass ich mich kaum noch an den Film erinnern kann. Auf jeden Fall war ich danach nicht, wie bei den meisten Cronenberg-Filmen, damit beschäftigt über gewisse Themen nachzudenken. Die Bezeichnung "informativ" trifft es wohl am besten. Ich stimme dir zu. Ich bin auch sehr an Psychologie interessiert, "ADM" hat mich allerdings geistig nicht gefordert. Im Prinzip hörte ich während des Films ein paar Fachtermini und suchte mir dann die Definition davon aus meinen geistigen Schubladen heraus. Aber wirklich tiefgehend war das Ganze nicht. Wenn der gesamte Fil, so interessant gewesen wäre, wie Jungs Assoziationstest, dann wäre man als Zuschauer stärker miteinbezogen gewesen.
Eigentlich wäre die Geburt der Psychoanalyse genau Cronenbergs Ding gewesen. Vielleicht hätte er das Drehbuch schreiben sollen.


patcharisma

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Bewertung7.0Sehenswert

Irgendwie kaum zu glauben: Weicht ein (beliebter!) Regisseur mal von seinen gängigen Prinzipien (wie blutrünstige Schrägheiten) etwas ab, hagelt es auf der Amateur-Kritiker-Seite "Moviepilot" Verrisse ohne Ende. Dabei ist "A Dangerous Method" ein kluges geschichtliches Lehrstück geworden. Voller distinguierten Edel-Dialoge wird hier der anschwellende Konflikt der beiden Alpha-Tiere Sigmund Freud und C.G Jung akribisch seziert: Ist nun jede Neurose nur sexuell bedingt oder sind doch noch verborgene Parallelwelten der Psychoanalyse dienlich? Spätestens dann als Jung (top gespielt von Michael Fassbender) selbst seine monogamen Prinzipien über Bord wirft, wird die Theorie lebendig. Und obwohl der hellsichtige Mann in seinem Träumen den Nazi-Terror voraussah, war Cronenberg so klug, auf das Zeigen dieser Brutalitäten zu verzichten, er beschreibt sie lediglich in den End-Titles - das nenne ich der Mut zur Reduktion. Natürlich lässt sich über das aufgesetzte Schauspiel von Keira Knightley streiten, aber auch hier waren mir die Dialoge zum Erfassen des Puzzles schlussendlich ebenso wichtiger.

Toll Belle Epoque-mässig ausgestattet zudem. Wie man meinen Haussee - den Zürichsee - der von Bauschandtaten als Folge der Zersiedelung komplett verwüstet ist, so unbedarft "nachbauen" konnte, ist einfach grossartig und gebührt meinen ganzen Respekt. In Küsnacht am Ufer stehen zudem tatsächlich solche Häuser, wie man sie im Film sieht.

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Markbln

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Oh no, das überrascht mich.
Ich fand den film schrecklich banal. Wenn man bedenkt, was für eine Sprengkraft das Aufeinandertreffen dieser beiden Männer hatte, war die filmische Umsetzung doch recht schwach. Von Miss Knightley ganz zu schweigen. Die hat mir übrigens in deinem empfohlenen LONDON BOULEVARD aber gut gefallen.


patcharisma

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Mr. Pink

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Bewertung4.5Uninteressant

Dieser Cronenberg-Film hat mich sehr enttäuscht. Dabei geht es hier um Psychologie und Sexualität, also eigentlich genau seine Themen, aber wenn sein Name nicht draufgestanden hätte, hätte ich wohl überhaupt nicht an ihn gedacht. Viel zu zahm, zu eintönig und zu konventionell das Ganze. Hier war kein Cronenberg drin, den Film hätte genauso gut jeder andere inszenieren können. Nun muss ein konventioneller Film eines sonst eher unkonventionellen Regisseurs zwar nicht per se schlecht sein, hier passt aber leider gar nichts zusammen. Die Dialoge sind nichts weiter als viel heiße Luft um unbedeutsames nichts und bleiben so oberflächlich, dass einem die Psychoanalyse hier nicht einmal ansatzweise näher gebracht wird. Auch die thematisierte Freundschaft zwischen Freud und Jung, sowie deren Beziehung zu Sabina Spielrein bleiben inhaltslos und banal. Fassbender, Cassel und Mortensen spielen gewohnt souverän, aber Keira Knightley ist das absolute Grauen. Was sie hier abliefert ist einfach, wie man auf gut Deutsch sagt, unter aller Sau. Ihr grauenvolles, unkontrolliertes Overacting ist extrem nervig, anstrengend und lächerlich. Ich mag sie ja sowieso nicht besonders, empfinde sie trotzdessen aber oft, wenn ansonsten auch alles stimmt, als ganz okay, hier ruiniert sie den Film allerdings komplett. Schade, nee, hätte was sein können, aber so eher nicht.

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J!GS4W

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Also Viggo Mortensens Performance habe ich im Kino geradezu verschlungen. Wahnsinn wie toll er den Akzent im Original hinbekommen hat.


JackoXL

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Schön für ihn, an den männlichen Darstellern mache ich den Schiffbruch auch nicht fest. Aber: Cronenberg hat kein packendes Psychodrama (was mehr als drin gewesen wäre) sondern nur ein lauwarmens, zwar schick verpacktes, aber total substanzloses Psycho-Geschwafel erschaffen, das dünner ist als Buchstabensuppe ohne Konsonanten.



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