Eine dunkle Begierde - Kritik

CA/DE/GB 2011 Laufzeit 100 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 10.11.2011

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Kritiken (26) — Film: Eine dunkle Begierde

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Zweifelsohne passt Eine dunkle Begierde nicht unbedingt in das Œuvre des Regisseurs David Cronenberg, der mitunter als Mitbegründer des Body Horror gilt, wenngleich er sich schon mit seinen letzten Filmen mehr und mehr aus diesem Sujet entfernt hat. Dennoch erscheint es durchaus plausibel, dass viele seiner alteingesessenen Fans sich gerade bei diesem dialoglastigen Werk vor den Kopf gestoßen fühlen. Diese Fokussierung auf das gesprochene Wort rührt natürlich zuvorderst daher, dass es sich um die Adaption des Theaterstückes Die Methode von Christopher Hampton handelt, der hier wiederum als Drehbuchautor verantwortlich zeichnet und sich seinerseits von dem Sachbuch Eine gefährliche Methode von John Kerr inspirieren ließ. So kommt es auch, dass trotz wechselnder und teils imposanter Schauplätze der Film in weiten Teilen wie ein Kammerspiel wirkt, dem einige Außenaufnahmen spendiert worden sind. Und dennoch liegt darin auch die Stärke dieses von vielen meiner Meinung nach zu Unrecht gescholtenen Werkes des renommierten Regisseurs. [...]

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_Garfield: Blogbusters

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5.0Geht so

„A Dangerous Method“ hat ein großes Problem: Er ist ein Film. Denn man wird das Gefühl nicht los, dass Cronenberg in diesem Fall auf der Theaterbühne besser aufgehoben wäre. Die statische Inszenierung, die endlose Aneinanderreihung von (spannenden) Dialogszenen, das Fehlen jedweder filmischer Dynamik – Cronenberg schnürt seinem neuesten Projekt ein unsinniges formales Korsett. Ein Umstand, der in jeder Szene zu spüren ist. Wenn der Kanadier mit angestrengtem Schnitt und ständigem Kulissenwechsel versucht eine Dynamik zu generieren, die auf der Bühne unter dem Zusammenspiel von geschriebenem Dialog und den glänzend agierenden Darstellern von völlig alleine entstanden wäre zum Beispiel. So bleibt gut besetztes, staubtrockenes Dialog-Kino ohne jeden inszenatorischen Einfall. Langweilig ist mir aber trotzdem nicht geworden.

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SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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3.0Schwach

Mein Gott David! Was war denn das für eine katastrophale Bauchlandung? Sexualität, Psychoanalyse und Verhaltensforschung. Das sind doch ansprechende Themen, denen du locker gewachsen bist. Sigmund Freud, Carl Gustav Jung, Sabina Spielrein. Das sind doch hochinteressante Charaktere, aus denen man richtig viel rausholen kann! In Verbindung würde das doch ein vielschichtiges Thema ergeben und doch lässt du hier alles ohne Halt gegen die Wand fahren. Michael Fassbender, Viggo Mortensen und Vincent Cassel verkaufen sich unter Wert und Keira Knightley bewirbt sich für den nächsten Teil vom Exorzisten. Man kann sich leicht über den Film lustig machen, er lädt quasi dazu ein, doch es fällt schwer, gerade wenn man den Namen Cronenberg auf dem Cover sieht, der doch all die Jahre für großartige und einzigartige Filme stand. Vor allem waren sie eine Sache nie: Oberflächlich. "Eine dunkle Begierde" ist das jedoch durchgehend und die tiefgehenden Aspekte werden nur zaghaft angedeutet. Wie kann man den normalsten und doch zerstörerischsten Trieb steuern? Wie ist der richtige Umgang mit dieser unbändigen Begierde? Sollen wir uns ihr hingehen, uns lustvoll fallen lassen, oder sollen wir sie verleugnen, sie schmerzhaft verdrängen und uns bestmöglich verstellen? Und was hat dieser „dunkle“ und „abgründige“ Trieben überhaupt zu bedeuten? Wo liegt sein Ursprung und wie entsteht er? Fragen über Fragen und keinerlei Antworten, höchstens ab und an mal eine seichte Antwortmöglichkeit, die allerdings niemandem weiterhilft und die Fragen einfach weiterhin einsam im Raum stehenlässt.

Der psychische Bereich ist allerdings nicht der einzige, der hier unendliche Fragen aufwirft, denn die Charaktere selbst werden ebenfalls nicht weiter ausgeleuchtet. Carl Jung beschäftigt sich damit, dass das Unbewusste einen großen Einfluss auf die bewusste Wahrnehmung hat. Gut und schön. Und weiter? Wer ist dieser Mann überhaupt und wo ist sein Standpunkt in der Geschichte? Auf der anderen Seite Sigmund Freud, der Inbegriff der Psychoanalyse. Die Psychoanalyse hier zu erklären, würde jeden Rahmen sprengen und zu weit führen. Das dachte sich Cronenberg wohl auch und erläutert wird dieses Thema trostlos einfältig. Patienten werden beobachtet und auf direktem Wege behandelt. Ahja, das soll alles sein? Mit welchen inneren Konflikten Freud sich auseinandersetzte, wird zu keiner Sekunde beleuchtet. Ebenso wie seine wirklichen Sichtweisen auf die Dinge. Von Sabina Spielrein, die sich durch die Behandlung von Jung selber zur Psychiaterin mausert, ganz zu schweigen. Die Affäre zwischen dem verheiratet Jung mit Spielrein, wird so emotionslos und reizlos dargestellt, dass sie völlig uninteressant auf den Zuschauer wirkt. Auch die Verbindung und darauffolgende Zerrüttung von Jung und Freud ist einfach nur plump angeschnitten und schwimmt an der Oberfläche ohne Halt in Richtung Belanglosigkeit. Was Otto Gross in dem ganzen Treiben hier zu suchen hatte, ist auch äußerst fragwürdig, er rät Jung lediglich sich seinen Trieben hinzugeben und verschwindet dann auch schon über der nächsten Mauer.

Im Film geht es zwar um Sex, doch wer hier jetzt Freizügigkeit und nackte Körper erwartet, der täuscht sich nochmals. Maximal eine freie Brust von Keira Knightley und ein wiederholendes Hintern versohlen gibt es. Der Sex an sich, spielt sich wie das Verlangen, nur in den Köpfen der Zuschauer ab. Der Film will sich um die damit verbundene Analysierung und Auswirkung der Psyche kümmern. Schafft dies aber wirklich zu keinem Zeitpunkt. Dazu kommt es, dass man als Zuschauer ständig das Gefühl hat, das sich Cronenberg hier zum Ziel gemacht hat, möglichst schnell und hektisch die wichtigsten Ereignisse abzuarbeiten. Zwar vergisst er sie nicht, aber er geht auch kein Stück näher auf sie ein. Ein ständiges kratzen an der äußeren Schale.

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SoulReaver

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@Samourai Cosmopolis kenn ich noch nicht, denke aber, der wird mindestens 6 Punkte abstauben.
@Jacko Ja, visuell und handwerklich sind Cronenbergs Filme immer ganz oben mit dabei, aber in den anderen Bereichen hat ers hier versaut, selbst die Darsteller haben hier nichts mehr gerissen aus meiner Sicht. Ich mein, der Kerl hat Fassbender und Mortensen zur Verfügung, aus denen man nun wirklich extrem viel rausholen kann.


Le Samourai

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Dachte ich auch... Wurden dann gerade so 6.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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3.5Schwach

Trotz guter Darsteller lasch und steif erzählt sowie für Cronenberg Verhältnisse seltsamerweise überaus reizlos inszeniert. "Eine dunkle Begierde" weckte nur selten mein Interesse an seiner Geschichte und seinen Figuren und hinterließ bei mir nicht mehr als ein Schulterzucken und das (ebenfalls für Cronenberg ungewöhnliche) Gefühl der Gleichgültigkeit.

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JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

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4.5Uninteressant

Ein Topregisseur, drei (männliche) Darsteller aus der A-Liga und eine wunderbare Ausstattung. Dazu noch ein Thema, das für David Cronenberg wie geschaffen scheint. Das klingt alles reizvoll und ernüchtert deshalb um so mehr. Erstaunlicher Weise wird daraus ein komplett oberflächlicher Film. Cronenberg, sonst ein Fachmann für interessante Figuren und das Erschaffen für deren Tiefe, gelingt das ausgerechnet bei diesem Film so gar nicht.

Reichlich psychologisches Geschwafel, wenig Handlung, im Endeffekt viel heiße bzw. eher lauwarme Luft, da gerne über Psychologie gesprochen, sie letztendlich aber kaum angewendet wird. Die Figuren werden einem kaum nahe gebracht, alles scheint zu steril. Eine gelungene Figuren- und Beziehungszeichnung gelingt nicht. Weder in der Beziehung zwischen Jung und Freud, noch in der zwischen Jung und Spielrein (bis auf ein bißchen Popo-Klaps-Spielchen, eher etwas lächerlich). Da wären wir auch gleich bei Cronenbergs größten Fehlgriff, Keira Knightley. Ihre Art, Hysterie darzustellen ist Overacting der schlimmsten Sorte, furchtbar anzuschauen. Unterkieferakrobatik, die jedem Nussknacker Konkurrenz macht.

Es ist ja nicht alles daneben. Fassbender, Mortensen und Cassell (der leider viel zu kurz) leisten wie gewohnt gute, wenn nicht sogar bestechende Arbeit und es sieht auch alles durchaus gut aus. Von einem schlechten Film kann man kaum reden, aber von einem enttäuschenden, der sein riesiges Potenzial erschreckend liegen lässt. Schade.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

Le Samourai

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:D


Le Samourai

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Nicht nur fast. Es IST unfreiwillig komisch. ;)


BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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5.0Geht so

Also gut – die Bärte sitzen, die Hüte passen und Peter Suschitzky verpackt die schön ausgeleuchteten Sets in wunderbare Bilder.
Wesentlich besser als viele andere Historienschinken ist dieser allerdings nicht.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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5.5Geht so

Fazit: Enttäuschend. Vielleicht waren aber auch meine Erwartungen an das Thema, getragen von einem generellen Interesse an der Psychoanalyse einfach zu hoch. In meinen Augen konnte der Film sich nicht entscheiden, ob er die erotische Beziehung zwischen Sabina Spielrein und Jung oder doch lieber das Mentor-Schüler Verhältnis zwischen Jung und Freud unter die Lupe nehmen wollte. Im Endeffekt kommt beides ein bißchen zu kurz. Die den Konflikten zu Grunde liegenden Emotionen werden nicht in ihrer Komplexität dargestellt, so dass man als Zuschauer mit einem Fragezeichen ob der Reaktionen der Charaktere verbleibt. Zu viele Dialoge gegenüber zu wenig Handlung nehmen die Spannung einer Geschichte, die meiner Meinung nach sehr viel ergreifender hätte inszeniert werden können. Schade! Viggo Mortensen, so sehr ich ihn auch schätze, konnte mich als Freud nicht überzeugen. Ihm fehlte vollkommen das Charisma, was vermutlich nicht ihm, sondern dem Casting-Direktor anzukreiden ist. Keira Knightley ging mir weniger auf die Nerven als befürchtet, konnte mich aber mit ihrem vorgeschobenen, pseudo-hysterischen Unterkiefer ebenso wenig überzeugen. Michael Fassbender tut sein Bestes, kann aber auf Grund der dramaturgischen Mängel leider nicht sein volles Potential ausschöpfen. Einzig Vincent Cassel als polgymer Irrer wirkte auf mich vollkommen überzeugend. Da sieht man, dass es manchmal nicht schadet, einfach einen Typdarsteller zu besetzen.

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Sigrun

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Sieht gut aus, dein Kudo unter SchnabelPowers Kritik :D
Hatte ja auch deine eigene Kritik zum Film seinerzeit gelesen! Also ich hatte ein Aha-Erlebnis nach dem anderen und fand ihn insgesamt toll gemacht - andere sehen das halt anders, auch wenn es dann ein wenig schade um eure Zeit im Kino war.


Sigmund

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An sich finde ich es schön, dass den Urvätern der Psychoanalyse überhaupt ein großer Kinofilm gewidmet wird. Vielleicht kann das ein bisschen dazu beitragen, dass die Materie (wieder) mehr ins öffentliche Interesse dringt. Ich habe sowieso noch nie verstanden, warum sich so viele Menschen mit ihrem seelischen Analphabetismus begnügen – wo man doch annehmen darf, dass in der Introspektive einige der wichtigsten Antworten unseres Daseins zu finden sind...


A. Eckhardt: Echo Online A. Eckhardt: Echo Online

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7.5Sehenswert

Der Film ist ein kluger Exkurs in die Welt der Psychoanalyse. Denn in der Figurenkonstellation nimmt er die Weiterentwicklung der Theorie vorweg.

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Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

[...] Dabei werden Fragen über Fragen aufgeworfen, die nur ungenügend bis gar nicht beantwortet werden. Die Besonderheit der Jung-Spielrein-Beziehung wird kaum bis gar nicht herausgearbeitet. Die Intelligenz bzw. Verrückheit der Psychologen wird zwar angedeutet, aber auch nicht weiter thematisiert. Stattdessen ergibt sich Cronenberg gänzlich dem Mainstream. Der Humor ist gewöhnlich, die Dialoge weder nachdenklich machend, noch provokant oder diskussionswürdig. Was letzten Endes bleibt, ist der Gedanke, gerade eben einen "interessanten" Film gesehen zu haben. Das verhält sich allerdings wie in einem Restaurant. Eine interessante Speisekarte, schön und gut, aber schmecken muss das Essen deswegen noch lange nicht.

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JohnnyKee

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Das will ich nicht wahr haben!...^^


Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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6.0Ganz gut

Lag die Stärke von Cronenbergs durchgeknallten Science-Fictions und Psychothrillern stets in einer Vermischung der Wahrnehmungsebenen, fehlt diesmal das filmische Unbewusste, die zweite und dritte Ebene seines Kinos, jene schleichende Verunsicherung durch eine immer überspannte, beunruhigende Bildästhetik.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Die Gefahr, dass Cronenberg mit diesem natürlich völlig Action- und Effektefreien Kammerspiel ein paar langjährige Fans verscheucht, ist sicher gegeben, doch wird er das im Tausch gegen einen Teil des Arthouse-Publikums verkraften können. Auch für dieses gilt aber: Obacht und Konzentration, denn es ist kein einfacher sondern ein mitunter recht anstrengender Film, der sich auch fleißig beim Fachvokabular der Wissenschaftler bedient. Kein Meisterwerk, aber allemal ein sehr interessanter Blick in die menschliche Psyche und auf die immer wieder neu auftretenden Fragen nach Moral und Integrität, angesichts - nun ja - „dunkler Begierden“.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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6.0Ganz gut

Ein hübsches Ausstattungsstück mit einigen tollen Einfällen, aber ohne prägende Handschrift. Cronenberg ist immer gut darin gewesen, seine Ideen in konkreten Metaphern zu erzählen. In "Eine dunkle Begierde" wird geredet und geredet. Theaterkino. Das Zeigen, die einfachste Übung des Kinos, hat er darüber schlicht vergessen.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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7.5Sehenswert

In Eine dunkle Begierde könnte sich manch eingefleischter Cronenberg-Fan mitunter im falschen Film wähnen, doch auch wenn sich der Meister hier offensichtlich aufs rein psychische Geschehen zu kaprizieren scheint, bleibt er sich im Grunde treu und lässt seine Charaktere Gratwanderungen durchlaufen, die zu ausgewachsenen Zerreißproben werden. Verzicht übt er dabei auf die sonst übliche (äußere) Gewaltkomponente, die in seinen anderen Filmen die innere Wandlung kennzeichnete.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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6.5Ganz gut

Kein einfacher, sondern ein sich auf ein Theaterstück stützender, dialoglastiger, zahlreiche Theorien verkündender Film. Trotzdem nicht uninteressant, die Epoche gut aufgreifend, das arztgeschichtliche Verhältnis zwischen Freud und Jung analysierend und von David Cronenberg routiniert inszeniert.

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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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7.0Sehenswert

Interessant ist wiederum der historische Aspekt - bedenkt man, dass die Psychoanalyse einen Meilenstein in der Geschichte der Psychologie darstellt. Hier hätte der Film noch etwas mehr in die Tiefe gehen können. Die leidenschaftliche Lovestory zwischen Jung und Spielrein scheint zudem zeitweise etwas aufgesetzt. Doch alles in allem bleibt A Dangerous Method ein stimmiges Erlebnis und versetzt die Zuschauer in die Geburtsjahre der modernen Psychologie, so dass sie beinahe das Gefühl haben, selbst mit dabei gewesen zu sein.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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6.5Ganz gut

Exquisite Ausstattung, viel Zeitkolorit und die Kamera von Peter Suschitzky, die eine Atmosphäre der Irritation vermittelt und das Theaterhafte unterstreicht, machen den Film optisch zu einer runden Sache. Das Drama funktioniert vor allem über Dialoge, im Mittelpunkt stehen geschliffene Gespräche und der tiefgründige Briefaustausch der beiden Psycho-Experten. Keira Knightley gerät manchmal an die Grenze zum Overacting und darüber hinaus, was aber aufgefangen wird von Viggo Mortensen als wohl temperiertem Freud und einem sensationell agierenden Michael Fassbender, der an den eigenen Widersprüchen und Ansprüchen scheitert. Ein mehr intellektuelles als sinnliches Vergnügen.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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7.5Sehenswert

Komplett ohne die staubigen Altlasten einer Kostümfilm-Biographie beschreitet Eine dunkle Begierde den dornigen Pfad psycho-sexueller Themen und stellt Fragen der ärztlichen Ethik mit einer Unverblümtheit, die vollkommen der Gegenwart entsprungen ist.

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David Gritten: Daily Telegraph David Gritten: Daily Telegraph

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6.0Ganz gut

Die Hauptdarsteller spielen allesamt gut und Fassbender darf durch eine ruhige Fassade hindurch brodelnde Gefühle transportieren. Doch es ist Keira Knightley, die sowohl Stärke als auch Zerrissenheit zeigen darf und damit dem Zuschauer im Gedächtnis bleibt.

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Edward Douglas: ComingSoon.net Edward Douglas: ComingSoon.net

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7.5Sehenswert

Eine dunkle Begierde ist kein Film für Jedermann und Cronenbergs Fans, die einen weiteren Genre-Film erwarten, könnten von dem prestigeträchtigen Kostümfilm etwas enttäuscht werden.

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Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

David Cronenberg goes Mainstream: Der radikale Filmemacher versucht sich an einem recht konventionellen Biopic und bleibt damit hinter seinen großartigen letzten beiden Filmen zurück. Der Stil des Films passt nicht so recht zu den Fähigkeiten des Regisseurs und alles in allem wirkt Eine dunkle Begierde schon fast zu glatt und bieder. Aber trotz seinen Schwächen ist der Film durchaus sehenswert. Das liegt vor allem an den guten Darstellern (lediglich Keira Knightley wird mit ihrem anfänglichen Overacting das Publikum spalten) und den großartigen Dialogen. Ein richtiger Cronenberg Film ist es zwar nicht, aber ein gutes Historien-Drama ist schlussendlich dennoch herausgekommen.

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Nick Schager: Village Voice, Slant Magazine Nick Schager: Village Voice, Slant Magazine

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8.0Ausgezeichnet

So exakt und anregend seine thematische Bearbeitung auch sein mag, letztendlich verläßt sich A dangerous Method auf die schauspielerischen Leistungen und gelingt dadurch: Fassbender zeigt die Tiefgründigkeit und Nachdenklichkeit eines beeinflußbaren Jung, der mit sich selbst und Freud in Konflikt steht, und der mit Nasenprothese geschmückte Mortensen wirkt einschüchternd als autoritärer Freud.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Der Film ist elegant und cool, zugleich zurückhaltend, wie selbstsicher. [...] Obwohl dieser Film keine akademische Übung ist, und kein Dokumentarfilm, gelingt es Cronenberg besonders gut, das Charisma Freuds einzufangen. [...] Zwar hat der Kanadier ein Historiendrama gedreht, und eine wichtige Episode der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts erzählt. Zugleich aber liegt der Gedanke nahe, dass die friedlichen Jahre von denen der Film erzählt, unserer eigenen Gegenwart nicht unähnlich sind.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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6.5Ganz gut

„Eine gefährliche Methode" ist vielleicht zu sehr schönes Kopfkino, um die Herzen zu packen. So leidet der handwerklich hervorragende und nicht uninteressante Film an der gleichen Verwandlung von Lust in Kreativität, die auch Jung zur tragischen Gestalt macht.

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Herbert Spaich: SWR Herbert Spaich: SWR

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7.5Sehenswert

Akribisch folgt der Regisseur dem historisch von allen Beteiligten dokumentierten Beziehungs-Chaos zwischen Jung, Freud und Spielrein. Das Ergebnis: Ein elegant inszeniertes Kammerspiel über Menschen im Grenzbereich zwischen dem Pathologischen und dem sogenannten Normalen. [...] Den Zuschauer von A Dangerous Method erwartet ein atmosphärisch ungemein dichter dokumentarischer Spielfilm über die Anfänge der Psychoanalyse, der ohne exaltierte Momente auskommt.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Mit „A Dangerous Method“ liefert Cronenberg nicht somit nicht nur ein spannungsvolles, von den drei Hauptdarstellern Viggo Mortensen, Michael Fassbender und Keira Knightley hervorragend gespieltes Dreiecks-Drama, sondern indirekt auch eine überaus kluge und vielschichtige Zeit-Diagnose.

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Ba. Schweizerhof: taz, epd Film Ba. Schweizerhof: taz, epd Film

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6.0Ganz gut

Cronenbergs Film zieht diese Prozesse nun eben vor allem in Dialogsequenzen nach, was dem Ganzen etwas Blutleeres verleiht. Allerdings sind die beiden männlichen Hauptdarsteller hervorragend [...] Der Film erscheint als Ganzes eher scholastisch als „abgedreht“, mehr um die normale „menschliche Dimension“ bemüht als um das, was jenseits dessen sein Unwesen treibt. Tatsächlich ganz anders, als man es von Cronenberg erwartet hätte.

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Kommentare (84) — Film: Eine dunkle Begierde


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Sinister Kid

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Bewertung5.0Geht so

Keira Knightley hat hier fast so genervt wie Claire Danes in Homeland. "Schieb die Kauleiste nach vorn!", scheint Cronenberg sie angewiesen zu haben. Das kommt dabei heraus, wenn man psychologische Theorie mainstreamtauglich zurechtstutzt. *gähn*

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rainewardo

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Name Cronenberg stand früher für skandalträchtige Filme, die stets die Schmerzgrenze nach oben korrigierten. Doch seine neueren Filme sind anders. Doch bedeutet anders auch schlechter? Definitiv nicht! Dafür ist Cronenberg ein viel zu guter Handwerker und Geschichtenerzähler. Das es auch ohne voyeuristische Gewaltexzesse geht beweist "Eine dunkle Begierde", der auf den ersten Blick so gar nichts gemein hat mit seiner übrigen Vita.

Doch der Schein trügt, da Cronenberg sich stets mit der Psyche seiner Charakteren auseinander gesetzt hat, auf ausgefeilte Psychologie gesetzt hat und daraus resultierend ist ein Film über die Anfänge der Psychoanalyse scheinbar nur eine logische Konsequenz. Eines vorab: sollte man sich in keinster Weise je mit dem Thema befasst haben oder sich dafür in irgendeiner Hinsicht nicht für das Thema der Psychoanalyse interessieren, sollte man einen großen Bogen um den Film machen!

Die Erzählweise des Films ist sehr gemächlich, hat ja fast schon einen dokumentarischen Charakter, weswegen man eine anziehende Spannungskurve vergeblich sucht. Es geht um die Anfänge der Psychoanalyse oder besser darum, wie Jung und Freud unterschiedliche Wege gingen, obwohl sie demselben Teilbereich der Psychologie entstammen. Über den Film hinweg ist alles sehr ruhig, es gibt keine Action oder ähnliches - es ist Erzähl- und Dialogkino in Reinkultur.

Dies ungewohnt ruhige Tempo macht den Film jedoch nicht schwer erträglich, es ist heutzutage nur sehr ungewohnt neben dem ganzen Bombast, den düsteren Thrillern und hochemotionalen Dramen. Es ist auf jeden Fall Cronenberg zuzuschreiben, dass der Film dennoch interessant bleibt, auch wenn sich hin- und wieder einige Längen einschleichen.

Sich selbst übertrifft Cronenberg immer, wenn er Jung und Freud aufeinander prallen lässt, denn hier entfaltet sich das gesamte schauspielerische Potential. Fassbender meistert die Hauptrolle des Carl Gustav Jung problemlos, er ist charismatisch und zeigt die Probleme auf, die sich ergeben können, wenn man Arbeit und Privates nicht strikt trennen kann. Knightley zeigt hingegen richtig, was sie kann. Eine ungewohnte, herausragende Leistung, wenn man sie nur als kreischende Goveneurs-Tochter aus "Fluch der Karibik" oder aus Actionern wie "Domino" kennt. Ihre hysterisch-manische Spielrein mit Neurosen ist packend dargestellt - von Anfang bis Ende.

Der größte Pluspunkt ist jedoch Viggo Mortensen als Sigmund Freud, der dem mystischen "Vater der Psychoanalyse" glaubhaftes Leben einhaucht. Freuds Beharren, nur seiner Theorie nachzugehen und alles andere zu ignorieren ist recht realitätsnah und obwohl Freud stets sexuellen Charakter in den Psychosen der Patienten sah, gelingt es Mortensen, ihn als glaubhaften, überlegenen Psychologen darzustellen, so wie man sich Freud einfach vorstellt.
Zwar sollte zunächst Christoph Waltz Freud darstellen, doch viel besser hätte dieser den Job auch nicht machen können - zudem wirkt Mortensen, nachdem er sich aus dem Schatten einer übergroßen Rolle des Aragorn längst befreit hat, deutlich natürlicher und nicht so "aufgespielt", wie Waltz oscarprämierte Rollen es tun.

Fazit: Interessantes Erzählkino mit herausragenden, darstellerischen Leistungen, dass jedoch äußerst ruhig und gemächlich ist und ohne Interesse oder Kenntnisse sehr schnell langweilen könnte.

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Icytower

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Bewertung6.0Ganz gut

David Cronenberg, der im Zuge einer kleinen Werkschau immer mehr zu einem meiner absoluten Lieblingsregisseure wird, enttäuscht mich hier zum ersten Mal - auch wenn ich aufgrund mäßiger Kritiken schon kein Meisterwerk erwartet habe.
"Eine dunkle Begierde" ist (fast) ausschließlich hervorragend besetzt und souverän gespielt, krankt aber an einer etwas biederen Inszenierung und, man glaubt es bei Cronenberg kaum, vor allem an seiner Oberflächlichkeit. Erwartungsgemäß ist der Film sehr dialogstark. Es werden auch häufig Thesen und Konzepte in den Raum geworfen, aber kaum ausgeführt, was zugegebenermaßen in einem Spielfilm auch schwierig wäre. Dennoch hätte ich mir bei dieser Thematik einfach etwas mehr Tiefe und weniger Keira Knightley gewünscht. Daran anknüpfend nimmt die langweilige, wenig bewegende Affäre von Jung und Spielrein weit mehr Raum ein als etwa die Entwicklung des komplexen Verhältnisses und der letztliche Bruch zwischen Freud und Jung. Gerade anhand dieser Konstellation hätte man aber die beiden Ansätze, ihre Berührungspunkte, ihre Differenzen und die letztliche Bedeutung für die noch in den Kinderschuhen steckende Psychologie rausarbeiten können. Und was genau sollte eigentlich Vincent Cassels Otto Groß, außer dass er Jung dazu bringt, sich auf die Sexgeschichte einzulassen und uns so auf ein paar geradezu lächerliche Spanking-Sequenzen und Busenblitzer vorzubereiten?
So entstand bei mir insgesamt der Eindruck, dass alles Wesentliche an Begriffen, Ideen und Fakten, egal wie, untergebracht werden sollte, ohne die dem Trailer nach so skandalöse, Shades-of-Grey-artige Affäre zu vernachlässigen. Herausgekommen ist dabei ein weitgehend handelsübliches Biopic mit einem ordentlichen Schuss "Eine verhängnisvolle Affäre". Aufgrund der Thematik und der Professionalität (fast) aller Beteiligten vordergründig unterhaltsam, bei dem Thema und dem Regisseur wäre aber einfach weitaus mehr drin gewesen.
In Erinnerung bleiben wird mir aber wohl vor allem Keira Knightley, die mir erst gestern in "Abbitte" mit einer reifen Leistung ausgesprochen gut gefallen hat, hier aber komplett außer Rand und Band zu sein schien und regelmäßig für unfreiwillige Lacher sorgt. Groteske Grimassen und Zuckungen, wildeste Kieferakrobatik, nervige Schreiorgien und ein russischer Akzent, der mal da ist, mal wieder doch nicht. Ein denkwürdiges Beispiel für unangebrachtes Overacting und komplette Überforderung. So nicht, junge Dame!

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Miami Twice

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Bewertung6.0Ganz gut

Gestern beim zappen im TV zufällig hängen geblieben als bei einer Szene am Anfang was von "Zürich Burghölzli" stand, wovon ich gar nicht so weit weg wohne. :) Zum Film; irgendwie habe ich lange einen Bogen drum gemacht da mich damals der Trailer null angespochen hat. Die Thematik war dann doch interessant umgesetzt, leider mit vielen in die länge gezogenen Dialoge.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Regisseur Cronenberg strapaziert die Zuschauer mit langen Fachsimpeleien. Aber was kann man schon beim Thema Freud - C.G. Jung erwarten. Wenn sich zwei Koryphäen dem Thema der Psychoanalyse von verschiedenen Seiten nähern, geht es um ‘Übertragung‘, ‘Unterdrückung der Lust‘ oder um die Behandlung von sexuellen Zwangsneurosen. Dieser Gedankenaustausch findet hier nun mal in Dialogen statt. Damit es nicht gar zu theoretisch wird, ist noch Jungs Privatleben mit Ehefrau Emma (Sarah Gadon) und der Geliebten, Fräulein Spielrein (Keira Knightley) eingebaut, die hier ihre reifste schauspielerische Leistung abliefert. Die Darstellung ihrer Zwangsneurose geht bis an die Schmerzgrenze. So einen verzerrten Gesichtsausdruck kennt man von ihr sonst nicht. Als Kontrast dazu ist Emma ständig schwanger und ungewöhnlich liberal.
Neben Traumdeutungen geht es in den Gesprächen mit Siegmund Freud (Viggo Mortensen) auch um den Zusammenhang von Sexualtrieb und Todestrieb. Der Heilungsprozess von Fräulein Spielrein zur ebenbürtigen Kollegin von C.G. Jung ist nicht leicht nachvollziehbar. Es wird der Eindruck erweckt, als ob der Psychoanalytiker den Rat des Kollegen Groß (Vincent Cassel) beherzigt hätte ‘Gehe nie an einer Oase vorbei, ohne zu trinken.‘ Alle Neurosen seien sexuellen Ursprungs bzw. deren Unterdrückung. Kein Wunder also, dass Fräulein Spielrein von C.G. Jung (Michael Fassbender ) geheilt wird, weil er die Matratzen-Praxis anwendet. Später promoviert sie sogar darüber und bleibt zeit Lebens seine einzige große Liebe.
Die Psychoanalyse bleibt hier ein oberflächliches Konstrukt bezüglich ‘einer dunklen Begierde‘. Der Originaltitel spricht von einer ‘gefährlichen Methode‘. Davon spürt man wenig. Hier fährt der Zug eher in Richtung ‘Lourdes‘.

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SilentAccount

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Bewertung5.0Geht so

Durchweg durchschnittliche bis uninspirierte Schauspielleistung und eine etwas müde Handlung schafften in mir die dunkle Begierde, einzuschlafen.

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LiaMiller

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich frage mich wieso hier so viele etwas an Keira oder den Dialogen auszusetzen haben und das ganze als langweilig oder übertrieben bezeichnen. Was erwartet ihr denn, wenn man liest, dass es von Psychoanalyse, Therapie und Verhaltensforschung handelt?

Ich hingegen mag lange und komplizierte Dialoge, die anderen zu anstrengend erscheinen. Ebenfalls angetan bin ich von den hellen und dunklen Seiten eines Menschen.
Fand den Film daher sehr ansprechend. Kostüme und Szenen haben mir auch oft gefallen.

Würde den Film durchaus nicht jedem empfehlen!

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vanilla

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Bewertung3.0Schwach

Nach genialen Filmen wie "Die Fliege", "eXistenZ", "A History of Violence" und "Eastern Promises", zeigt uns der gute Herr Cronenberg auch mal seine dunkle Begierde und somit seine Schattenseite.
Denn dieser Film ist trotz genialer Schauspieler, die ich allesamt sehr gerne sehe, beinahe schon eine Farce.
Die Geschichte ist eher witzig (Popoklatschen ohne Ende;-)).
Ich weiß ehrlich gar nicht wo und wie ich diesen Film einordenen soll.
Nur eins ist gewiss, gefallen hat er mir überhaupt nicht.
Diese endlosen Gespräche..........ermüdend.
Diese ständigen sexuelle Triebe..........nervend.
Diese Schauspieler...........Trostpflaster auf der großen Wunde.
Für mich persönlich nichtssagend und langweilig, deshalb auch trotz dieser Mega-Schauspieler meilenweit weg von Gut, aber nahe an dem Bösen.

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Juttali

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Bewertung3.5Schwach

Dieser Gesichts-Günther Keira ist einfach unerträglich!

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jp@movies

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Bewertung6.5Ganz gut

Allein der Gesichtsausdruck von Viggo Mortensen alias Freud, als er im schwankenden Segelboot von CG Jung sitzt bringt die Essenz des Films auf den Punkt, was die Beziehung dieser beiden Männer angeht.

Und was die Beziehung von Jung, seiner Frau, sowie der berühmten Patientin angeht, ist in der Szene mit der Hautwiderstandsmessungs-Szene alles gesagt, was man wissen muss. Außerdem spürt man dort einen Hauch Cronenberg, der über diese solide Auftragsregiearbeit hinaus geht, und man wünscht sich fast ein bisschen, eine Alptraum-Fantasie wie in seinem Frühwerk zu sehen, in der diese Apparatur mit dem analysierenden Mann verschmilzt... dann käme auch ein bisschen Leben in die Bude! Kein Wunder, dass Vincent Cassel (alias Otto Gross) hier recht schnell wieder das Weite sucht :)

So bleibt nur die Vermutung, dass eine Mini-Serie dieser Geschichte wohl eher gerecht geworden wäre, als dieser insgeheim auf zu viel Vorwissen bauende Film, der daher für manche Zuschauer flacher wirken muss, als er tatsächlich ist. Schade.

Sehr schade sogar.

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Aoewir

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Bewertung4.5Uninteressant

laaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig

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Pia Ledwig

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Bewertung7.0Sehenswert

Im Gegensatz zu den meisten hat mir das "Overacting" von Knightley gut gefallen. Allerdings empfand ich den Bruch zur therapierten, völlig normalen Studentin Spielrein zu schnell und zu hart. Jung und Freud blieben leider weitesgehend farblos, was nicht an den Schauspielern sondern am Drehbuch lag. Insgesammt hatte ich auf viel tiefergehende Charakterstudien gehofft.
Positiv bleibt die Musik zu erwähnen, die Kostüme und die teils sehr schön in Szene gesetzen Bilder.
Daher noch eine 7,0 - durchaus nette, leichte Unterhaltung, wenn man diesem Film nicht mit zu hohen Erwartungen begegnet.

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102milo

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Bewertung4.0Uninteressant

Quark.

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MadameBluebear

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Bewertung3.5Schwach

Der Film zog sich in die Länge und Keiras lächerliche "Anfälle" machten es auch nicht besser.

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Eiri

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Bewertung6.5Ganz gut

Schlecht war er nicht, jedoch nicht annähernd so tiefgründig, wie ich es mir anhand der beiden männlichen Protagonisten erhofft hatte. Dennoch war es eine nette, streckenweise recht interesante Unterhaltung. Für mich war allerdings die Filmmusikalische Annäherung an Wagners Rheingold der Grund von angedachten 5.5 auf 6.5 zu gehen, ein besseres musikalisches Thema hätte es für die Thematik des Filmes nicht geben können. Schade, dass die inhaltlichen Parallelen zu Wagners Ring nicht etwas deutlicher gemacht wurden.

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Sven - Friedrich Wiese

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Ich hatte mir auch viel mehr von dem Film erhofft. Und ehrlich gesagt habe ich Keira Knightley nicht als erstklassige Schauspielerin wahrgenommen - was sie vermutlich auch nicht ist. 6.5 Pkt. sind völlig angemessen!


Eiri

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Ja ich auch nicht wirklich...Michael Fassbender hingegen umso mehr, selbst wenn dies bei weitem nicht seine beste Darbietung war..


kaching3007

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Bewertung6.5Ganz gut

A bissl schnarchig.

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Jek-Hyde

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Bewertung7.0Sehenswert

Der liebe, gute Cronenberg ärgert uns doch manchmal gern, besonders, wenn er vom "guten" Horror ins Psychische vordringt und schließlich ins Dialogkino abrutscht. Eine dunkle Begierde (selten nervt mich eine schlechte Übersetzung, hier sogar neu Interpretation eines Titels so sehr), der Originaltitel trifft es viel besser. Ich finde Aragon macht einen super Freud, und man blick sogar sehr gut durch, wenn man sich mal oberflächlich mit Freud beschäftigt hat. Kira gefällt mir hier besonders. Ich mag ihr Overacting, wie wunderbar sie durchdreht und alles übertreibt. sie bringt ein wneig Schwung in dieses Theaterstück.
Auch Freuds Thesen finde ich sehr interessant, auch wenn sie ein paar Fehler aufweisen und weniger im Film darauf eingegangen wird. Sicherlich ist "eine dunkle Begierde" schon für die meisten enttäuschend, aber für mich nur ein wenig, wegen dem schwachen Ausgang der Situation, was aber nicht Cronenberg geschuldet ist, sondern der Realität selbst. Ich hatte mich ein bisschen darauf gefreut dass es zwischen Lehrer und Schüler doch etwas mehr Bief gibt wegen der guten Patientin...aber so war es wohl nicht :( Wie viel wirklich wahr ist, ist mir fast schon egal, natürlich gibt es garnicht so viel, was das Es mit diesem Film anfangen kann und das Kritische ich muss großteilig allein damit fertig werden (es ist sogar ein Film ausschließlich für das kritische ich)...und mein Überich will sowieso dass ich meinen Roman korrigiere...ach verdammt...jetzt habe ich den Faden verloren.

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Frankie Dunn

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Bewertung7.0Sehenswert

A Dangerous Method

Vollkommen unter Wert gehandelt, finde ich. Es wäre zwar auf jeden Fall mehr drin gewesen, Cronenberg hatte schon bessere Tage, aber im Vergleich zu den meisten anderen Filmen und Regisseuren spielt dieses Werk hier immer noch in der oberen Liga mit. "Sehenswert" trifft es ganz gut. Knightley fällt negativ auf in ihren Overacting-Szenen, fehlplatziert ist sie hingegen nicht. Fassbender und Cassel überzeugen, das hatte ich auch nicht anders erwartet, ein weiteres Mal positiv überrascht war ich jedoch von Viggo Mortensen. Ein wirklich großartiger Schauspieler, dem es gelingt Freud fesselnd und facettenreich zu verkörpern. Cronenbergs Bildsprache ist auch hier mindestens sehenswert. Mit etwas mehr Hintergrundwissen zu den Hauptfiguren und ihrem Werk kann man dem Ganzen sicher sogar noch mehr abgewinnen als ich es vermag. Für einen Laien bleibt zumindest ein kurzweiliger Film, der dazu anregt sich tiefergehend mit der Thematik zu beschäftigen.

7.0 - kurzweilig, interessant, unterhaltsam, sehenswert, aber nicht so brillant wie manch anderer Film des kanadischen Regie-Meisters

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joseph_tura

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Bewertung6.5Ganz gut

Wie enttäuschend ein Film von Cronenberg sein darf, will ich nicht kommentieren. Was mich interessiert: Was ist an der Darstellung von Keira Knightley auszusetzen? Wird hier immer behauptet, aber nie begründet. Das wäre den Herren Jung und Freud nicht passiert.

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Aldo_Valletti

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Ich empfehle mal ihren "Anfall" ab Minute 17 genauer zu betrachten. Hier fällt die fehlende Authentizität auf, man bermerkt ihr aufgesetztes Schauspiel. Wenn es Keiras Aufgabe gewesen were eine Magantin zu spielen wäre ihr das mit Bravour gelungen. Außerdem nervt ihr komisch wirkender Akzent, denn sie nie wirklich hinbekommt.


Happiness

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich kann es kaum fassen, dass Keira Knightley für diese Darbietung für den Oscar nominiert war. Selten hat mich eine Schauspielerin in einem Film so genervt...aber alles in allem lag es nicht an ihr, dass mir der Film nicht im geringsten gefallen hat. Ich konnte mich einfach mit dem Film nicht anfreunden. Der Film zieht sich ewig in die Länge, die Liebesgeschichte zwischen Jung und Spielrein hat mich wenig berührt und wurde auch nicht ausgereizt und der Bruch zwischen Jung und Freud wird unglaublich fade dargestellt. An der Darstellung der beiden kann man nichts aussetzen, Mortensen und Fassbender sind brilliant in ihren Rollen. Der Film ist meiner Meinung nach wirklich nur für Leute empfehlenswert, die sich sehr für Psychoanalyse und Freud/Jung interessieren und sich auch schon mit der Thematik beschäftigt haben, wobei man dieses interessante Thema wirklich hätte spannender gestalten können. Typisch Cronenberg? Keine Spur.

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