Eine Familie
En Familie (2010), DK Laufzeit 104 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 03.03.2011
12 Bewertungen
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89 Bewertungen
19 Kommentare
Keine
von Pernille Fischer Christensen und Pernille Fischer Christensen, mit Jesper Christensen und Johan Philip Asbæk
Eine Familie gibt einem Halt und Geborgenheit, fordert einem aber manchmal auch viel ab. Das muss auch Ditte in Eine Familie erfahren. Ditte (Lene Maria Christensen) hegt einen Traum: Zwar führt sie schon seit längerem eine erfolgreiche Galerie in Kopenhagen, doch nun ruft auch New York mit einem anspruchsvollen und gut bezahlten Job. Eigentlich ist somit für sie und ihren Freund Peter (Johan Philip Asbæk) alles klar. Aber dann erhält Ditte die Nachricht, dass ihr Vater Rikard (Jesper Christensen), erfolgreicher Großbäcker, im Sterben liegt. Sie liebt ihren Vater innig, doch was er von ihr verlangt, stellt Ditte vor ein Dilemma: Soll sie ihren Lebenstraum verfolgen oder die Leitung der traditionsreichen Bäckerei übernehmen? Ist Blut wirklich dicker als Wasser?
Das Familien-Drama Eine Familie kam sehr gut beim Publikum der Berlinale 2010 an. Eine Familie ist nach Eine Soap und Dancers erst der dritte Film der dänischen Regisseurin Pernille Fischer Christensen, hat aber mit den Hauptdarstellern Lene Maria Christensen (bekannt aus der gleichnamigen Brothers -Vorlage Brothers – Zwischen Brüdern) und Jesper Christensen (Die Dolmetscherin, James Bond 007 – Ein Quantum Trost) hervorragende und international renommierte Schauspieler gefunden. (EM)
Mehr Bilder (7) und Videos (1) zu Eine Familie
Cast & Crew
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Pernille Fischer Christensen
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Pernille Fischer Christensen
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Johan Philip Asbæk
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Jesper Christensen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rikard Rheinwald
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Lene Maria Christensen
-
Anne Louise Hassing
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Coco Hjardemaal
-
Gustav Fischer Kjærulff
Regie
Schauspieler
-
Line Kruse
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Chrisser
-
Pernille Fischer Christensen
- Genre
- Familiendrama
- Zeit
- Zukunft
- Ort
- Kopenhagen, New York (State!)
- Handlung
- Ausstellung, Beziehung, Bäckerei, Chance, Entscheidung, Familienbetrieb, Familientradition, Freund, Galerist, Krankheit, Pfleger, Sterben und Tod, Todkrank, Umzug, Unheilbare Krankheit, Vater-Tochter-Beziehung, Vergänglichkeit
- Stimmung
- Berührend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Eine Familie
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- Eine Familie: critic.de
- Eine Familie: film-zeit.de

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Kritiken (12) — Film: Eine Familie
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDie realistische, auf Authentizität zielende Inszenierung mit ausgiebigem Gebrauch der Handkamera an realen Drehorten, einem leicht elliptischen Schnitt und den warmen, hellen, natürlichen Farben erinnert an frühere dänische Filme, insbesondere an Susanne Biers „Nach der Hochzeit“. In der bereits erwähnten Präsentation führte Pernille Fischer Christensen dies auf den Stil der „Dänischen Schule“ zurück. Schließlich hätten Susanne Bier, Thomas Vinterberg und sie selbst an der „National Film School of Denmark“ zusammen studiert.
Unter der Oberfläche einer leichtfüßigen, von der beschwingten Filmmusik unterstützten Inszenierung entwickelt sich „Eine Familie“ nach und nach zu einem Drama: Die Farbgebung wird dunkler, die Musik von Sebastian Öberg melancholischer. Das Drama gipfelt in einem quälend langen Sterbevorgang, der so realistisch beschrieben wird wie in kaum einem Spielfilm, der sich an ein allgemeines Publikum richtet. Die intensiv inszenierte Szene mit der gesamten, um das Bett des Patriarchen versammelten Familie im minutelangen Schweigen prägt sich dem Zuschauer tief ins Gedächtnis. Auch die Tragik einer Abtreibung, die zunächst irritierend leicht genommen zu sein scheint, bricht sich an zwei Stellen Bahn. Auf leise, unaufdringliche Art erzählt „Eine Familie“ von den Schicksalsschlägen, die eine Familie trifft. Mehr mit Gesten als mit Worten werden die Reaktionen der Betroffenen verdeutlicht. Klug widersteht die Regisseurin der Versuchung, alles erklären zu müssen. So etwa, als sich Sanne energisch weigert, Rikard im Hause zu pflegen... und sie in der darauffolgenden Szene an der Haustür Rikards Ankunft aus dem Krankenhaus erwartet. „Eine Familie“ fügt der im Film häufig thematisierten Entscheidung zwischen Familie und Beruf, zwischen Selbstverwirklichung und Familientreue neue Aspekte hinzu.
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Simone Fischer: Stuttgarter Zeitung Simone Fischer: Stuttgarter Zeitung
Kommentar löschenDie Regisseurin Pernille Fischer Christensen inszeniert Eine Familie unaufdringlich, die zurückhaltend gespielten Gefühlsreaktionen der Protagonisten meint man nur mit großem Einfühlungsvermögen erkennen und deuten zu können.
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Sigmund 2011/04/14 18:22:35
Antwort löschenGenau! Großartig & konsequent wie selten.
Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online
Kommentar löschenKein Pathos, keine Spur von Kitsch, ein fast dokumentarisches Kleben an den Figuren ohne Voyeurismus sehen wir hier: Alles wirkt echt. Jeder, der schon einmal jemanden verloren hat, wird sich in Eine Familie wiederfinden können. Es ist ein trauriges, tief bewegendes Stück Kino über die Unmöglichkeit, mit dem Tod zu leben. Tränen treibend, ehrlich, wunderschön.
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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de
Kommentar löschenObwohl Eine Familie längst kein reiner Dogmafilm mehr ist, prägen ihn noch die positiven Spuren der ästhetischen Keuschheitsregeln dieser Erneuerungsbewegung. So dominieren streckenweise bewegliche Handkameraaufnahmen mit vielen Unschärfen, gedreht wird fast ausschließlich an Originalschauplätzen, Musik wird weitgehend ausgeblendet. Nicht zuletzt damit vermeidet diese Hommage an eine moderne Familie jedoch peinlich sentimentalen Sozialkitsch.
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Christoph Egger: Neue Zürcher Zeitung Christoph Egger: Neue Zürcher Zeitung
Kommentar löschenVielleicht doch etwas vage bleibt Ein Familie dort, wo er wie eine Theorie zu entwickeln versucht. Rheinwalds auf praktischer Erfahrung gründende Lehre vom Sauren und vom Süssen, die sich im richtigen Mass zueinander zu verhalten hätten, soll das Backwerk gelingen, ist ganz offensichtlich als Theorie der Backkunst angelegt und somit – vor dem Hintergrund dieser Familie – des Lebens. Da hätte der Film wohl etwas spezifischer, «handwerklicher» werden müssen, um dies jenseits der Leerformel zu veranschaulichen. Fraglos aber löst er ein, was der Vater als sein Vermächtnis ansieht und worüber er seiner Lieblingstochter anstelle eines Pfarrers bei seinem Tod zu sprechen aufträgt: Qualität.
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Jörn Seidel: Die Zeit Jörn Seidel: Die Zeit
Kommentar löschenDass Eine Familie zu fesseln vermag und über weite Strecken überzeugen kann, liegt zum Gutteil daran, dass auch Erwartungen an einen dänischen Familienfilm erfüllt werden. Der steht häufig für eine radikale Demontage scheinheiliger Fassaden wie in Thomas Vinterbergs Dogma-Film Das Fest. Auch die Regisseurin Christensen nutzt einige Elemente des Dogma-95-Stils: das Drehen mit einer Handkamera (wenn auch Cinemascope), an realen Drehorten, unter meist natürlichem Licht und ohne künstliche Dramatik. Das sorgt für Natürlichkeit und lenkt die Konzentration auf das innere Drama – und damit auf die Schauspieler.
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Julian Hanich: Der Tagesspiegel Julian Hanich: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenEine Familie ist ein ruhiger, meist sogar sehr stiller Film. Ein anrührender, manchmal auch ergreifender Film. Ein Film über das langsame Sterben. Über den kurzen Moment des Todes. Und am Ende auch: über das Leben, wie es weitergeht und dem Tod und der Trauer trotzt.
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Elmar Krekeler: Die Welt Elmar Krekeler: Die Welt
Kommentar löschenDitte geht unter. Das hat sie nicht verdient. Den ganzen Film haben eigentlich die fabelhaften Darsteller Lene Maria (Ditte) und Jesper Christensen (Rikard) nicht verdient. Es ist am Ende, bei aller schöner Empathie, bei aller feinbeobachteten Menschenumkreisung, die Pernille Fischer Christensen auch in Eine Familie beweist, doch ein ziemlich saures Brot, an dem man hier kauen muss.
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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de
Kommentar löschenEinmal mehr erweist sich die Regisseurin Pernille Fischer Christensen in Eine Familie als sensible Gestalterin eines Melodrams, das ohne Kitsch und falsche Töne das fragile soziale Gebilde „Familie“ auf seine Tauglichkeit innerhalb der westlichen Gesellschaft abtastet.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenDas scheinbar Provisorische gibt dem leisen Drama Eine Familie einen ganz speziellen Touch. Tod und Trauer, bis hin zur ausgedehnten Totenwäsche – nichts wird ausgespart. Und irgendwann fließen beim Betrachten dieser emotional aufgeladenen Geschichte einer Großfamilie zwischen Tradition und Moderne, Generationenkonflikt, Selbstverwirklichung und Verantwortung befreiende Tränen.
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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschenEs sind die scheinbar nebensächlichen Szenen, die sich ins Gedächtnis brennen, die "Eine Familie" zu einem Ereignis machen und ihn erden. Eine spontane Hochzeit mit ausgelassener Tanzeinlage im engsten Kreise etwa. [...] Diese Momente verleihen den Figuren Glaubwürdigkeit und nehmen dem Film, der sich auch mit dem Abschied nehmen und dem langsamen Sterben beschäftigt, die Schwere.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenUnspektakuläres dänisches Drama: Eine erwachsene Frau ist hin und her gerissen zwischen den Ansprüchen ihres krebskranken, jähzornigen Vaters und ihres egoistischen Freundes. „Eine Familie“ greift persönliche Fragen auf, streift sie, lässt sie fallen und wendet sich anderen Themen zu. Karriere oder Familie? Tradition, Lebenswerk oder Selbstbestimmung? Nach der stimmigen Eröffnungssequenz und einigen starken Szenen flacht der Film merklich ab. Offensichtliche Probleme tun sich auf: Dem Skript fehlt die Stringenz, den Figuren mangelt es an Tiefe. Da können die Schauspieler noch so überzeugend aufspielen. Gegen ein unausgegorenes Drehbuch ist nun mal kein Kraut gewachsen. Der als mitreißender Strom an Emotionen konzipierte Film ist nach dem quälend langen Ende bloß ein plätscherndes Gefühlsbächlein. Die wenigen wirklich überzeugenden Momente retten „Eine Familie“ somit nicht davor in der Masse der Durchschnittlichkeit unterzugehen. Wirklich schade.
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Kommentare (7) — Film: Eine Familie
Kommentar schreibenkeinohrhase20 2012/03/23 19:20:16
Kommentar löschenEn Familie ist ein Film über Entfremdung und Annäherung, versteckten Gefühlen und gefundenen Erkenntnisse. Ein Film über Leben und Tod, alles dazwischen und dem was danach kommt. Vor allem aber darum die richtige Entscheidung zu treffen wen davon das eigene bzw. das Glück oder wohl befinden von anderen in Mitleidenschaft gezogen wird.
Nicht angenehm, nicht immer unterhaltsam aber wunderbar ehrlich, authentisch, Konsequent und erstklassig gespielt und geschrieben. Fast schon ein bisschen Familiär so nahe geht einem der Film. Zum sterben schön , das Leben befürwortend. Abgesang und Loblied, Anfang und Ende, zu Herzen gehend und absolut sehenswert.
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based_god 2012/01/18 18:32:07
Kommentar löschen"En Familie" ist hochkarätiges Charakter-Schauspiel mit einem Hang zur Depression.
Gegen Ende wird es wirklich intensiv und man starrt nur noch so auf den Bildschirm. Vor allem Anfangs ist der Film etwas langsam bzw. zäh – Vom grandiosen Intro mal abgesehen. Die Musik ist klasse und die Schauspieler wie erwähnt auch.
Eine Empfehlung! Indie aber gut!
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Der Franzose 2011/07/30 10:53:26
Kommentar löschenWer "Das Fest" mag , wird auch diesen Film mögen, der Zuschauer wird quasi wieder ins Familiengeschehen reingezogen .
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Melcon 2011/05/13 12:25:10
Kommentar löschenNachdenkliches Familiendrama, dieses Werk ist zwar nicht so trostlos wie manch anderes Drama aus Nordlanden, dennoch gerade zu anfang muss man sich erst mal wieder auf unsympathischen Charakteren und den ein oder anderen unsympathischen Darsteller einlassen. Dennoch erarbeitet sich der Film ein Wirkliches "sehenswert".
Alles um die Frage;
Wie viel Nächstenliebe, wie weit sind Familienangehörige in einer Ausnahmesituation für ihre Liebsten da, oder obsiegen Ängste, oder sogar Egoismus?
Schade, der Schluss war wirklich besonders rührend, nur auf die letzte Szene, mit ihrem Hampelmann als Freund, hätte verzichtet werden können.
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Sigmund 2011/03/09 16:23:51
Kommentar löschenDiese Dänen. So ein Minivolk, aber neben Frankreich seit einiger Zeit die interessanteste Filmnation. Starke Autoren, Regisseure & Schauspieler, lebendige Figuren und Geschichten, einfach eine Menge Inspiration.
Dabei erzählt Eine Familie nun wirklich keine besonders ausgefallene Familiengeschichte. Entscheidend ist aber, WIE sie erzählt wird. Denn, um nur einen Aspekt herauszugreifen: Sämtliche Darsteller erreichen hier einen geradezu neuen Level an Natürlichkeit – sie forcieren zu keiner Sekunde auch nur im Mindesten ihre Empfindungen. Hier werden Gefühle weder verstärkt noch verlängert noch abgeschnitten. Das mag unter sehr guten Schauspielern klingen wie eine Selbstverständlichkeit, wird aber so gut wie nie konsequent durchgezogen. Hier schon.
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maigheach 2011/02/28 13:30:34
Kommentar löschenEin realitätsnahes Drama um eine dänische Bäckersfamilie, das bewegt und einen in vielen Momenten zu Tränen rührt.
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ellen_ripley 2010/02/19 12:04:36
Kommentar löschenDa wird aber ganz schön auf die Tränendrüse gedrückt. Hervorragendes Schauspiel.
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