Eine Schwalbe macht den Sommer

Une hirondelle a fait le printemps (2001), FR
Laufzeit 103 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 01.08.2002

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von Christian Carion, mit Michel Serrault und Mathilde Seigner

Sandrine (Mathilde Seigner) ist 30, erfolgreich und trotzdem unzufrieden. Genervt von Job, Freund und Großstadt entschließt sie sich aufs Land zu ziehen. Nach einem Schnellkurs in Landwirtschaft kauft sie den Bauernhof des eigensinnigen Adrien (Michel Serrault). Der alte Bauer will das Feld jedoch im wahrsten Sinne des Wortes nicht räumen. Mit allerlei Tricks versucht er, der Großstadtpflanze das Leben schwer zu machen. Doch Sandrine kämpft unermüdlich um ihren Traum und die Freundschaft des alten Mannes…

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Kommentar — Film: Eine Schwalbe macht den Sommer

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8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine äußerst sensible, realitätsnahe Handlung, in der sich der alte, mürrische Bauer (ganz toll Michel Serrault) und die junge Agrarökonomin (Mathilde Seigner, nie war sie besser!) auf einander zu bewegen. Außer dem Gegensatz zwischen Stadt und Land, zwischen Computern und konventioneller Tierhaltung, alt-erprobten Anbaumethoden und neuen Formen, wie ’Urlaub auf dem Bauernhof’, besticht vor allem, eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, der beeindruckende menschliche Faktor bei der Begegnung der Generationen. Der Zuschauer kann das Ausmaß der überzeugenden Charmeoffensive an der eigenen Betroffenheit ablesen, wenn er plötzlich mit einem Todesfall konfrontiert wird. Und im Laufe der Zeit balanciert das Geschehen trotz des Altersunterschiedes auf dem schmalen Grat zwischen echter Zuneigung, vielleicht Liebe möglicherweise und Respekt. Die gekonnte Überblendung am Anfang z.B. und der mutige Schluss belegen die Klasse dieses Films.
In Abänderung des Sprichwortes ist hier ja wohl die Botschaft: ein Versuch lohnt sich immer!

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