Eine Stadt wird erpresst

Eine Stadt wird erpresst (2006), DE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Thriller

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- Kritiker
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von Dominik Graf, mit Uwe Kockisch und Misel Maticevic

Unbekannte erpressen die Stadt Leipzig: Ein Anschlag auf das Stromnetz und weitere Drohungen unterstreichen die Skrupellosigkeit der Erpresser. Eine kleine Sonderkommission leistet die erste Tatortarbeit und wird dadurch in den Fall hineingezogen. Mit großem technischem und logistischem Aufwand wird die Übergabe der geforderten wertvollen Diamanten überwacht. Aber die Erpresser haben eine ausgeklügelte Strategie entwickelt und überlisten den großen Polizeiapparat mit verblüffenden Tricks und können mit den Diamanten in der Kanalisation entkommen. Eine flächendeckende Suchaktion beginnt. Eine merkwürdige Hundespur führt die Sonderkommission in ein Dorf am Rande eines Braunkohleabbaugeländes, das dem Tagebau geopfert werden soll. Die meisten Einwohner haben ihre Häuser schon an die Bergbaugesellschaft verkauft. Wenige Alte und Junge kämpfen wehrhaft um den Erhalt ihres Dorfes. Die Polizeitruppe sieht sich mit einer geheimnisvollen, undurchsichtigen und abweisenden Dorfgemeinschaft konfrontiert. Bei ihren Ermittlungen deckt sie Strukturen und Verkettungen von sozialen und menschlichen Überlebenskämpfen auf, die sie selber nicht unberührt lassen.

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Kommentare (2) — Film: Eine Stadt wird erpresst

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Darbon

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein etwas anderer Beitrag zur gesamtdeutschen Wiedervereinigung, immerhin im Geiste von Schlingensiefs "Sie kamen als Freunde und wurden Wurst": Bei Dominik Grafs rasantem Thrillerdrama krepieren weitaus mehr Tontauben als Beteiligte. Und genau auf diesem kargen Feld hätte Klemmschwester Sönke Wortmann mal lernen können, wie ein Fußballspiel funktioniert. Chance verpasst.

Für passionierte Superillu-Leser und MDR/RTL-Gucker sicher etwas unzugänglich, ist Dominik Grafs exzellente Bestandsaufnahme deutschdeutscher Befindlichkeiten ein erneuter Beweis, dass das deutsche Kino dem deutschen Fernsehfilm (vergessen wir mal Schmonzettenmüll à la "Die Frau vom Checkpoint Charlie" oder Kino-Banalitäten wie "Sonnenallee" und jüngst "Friendship!") gerade in diesem Bereich noch immer nicht das Wasser reichen kann. Wenn hier gesächselt oder russisch parliert wird, ist jede Silbe kein bemühter Witz sondern ein Treffer. Recht so für die olle deutsche Kinolandschaft. Darauf ein Shosanna!

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lioznnep

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ich lese weder superillu noch schau ich rtl, und mdr nur gelegntlich, trotzdem ist der film mir total unzugänglich, liegt warscheinlich an der typisch deutschen krimimachart ala ard und zdf


Gustav

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein veritables Kabinettstückchen von einem Thriller, und das aus Deutschland. Nicht, dass es nicht hin und wieder schon mal einen passablen deutschen Krimi gegeben hätte: Aber so ein Zusammenwirken aus Kriminalgeschichte, Milieuschilderung, Spannung, Rätsel, interessanten Charakteren - und das alles noch gut gespielt und gut inszeniert! Nach diesem Film werde ich nie wieder sagen, nach "Winnetou I" sei in Deutschland kein sehenswerter Film mehr gedreht worden.

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