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Eins, zwei, drei

One, Two, Three (1961), US Laufzeit 115 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 18.12.1961


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8.5
Kritiker
29 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.0
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1407 Bewertungen
54 Kommentare
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von Billy Wilder, mit Pamela Tiffin und Karl Lieffen

Billy Wilders Komödie Eins, zwei, drei zeigt Gangster-Ikone James Cagney als cholerischen Coca-Cola-Manager, der in Westberlin gegen den kommunistischen Freund seiner Tochter sturmläuft.

C.R. MacNamara (James Cagney), ein amerikanischer Top-Manager in West-Berlin, soll auf die Tochter seines Chefs aufpassen, während sie in der Stadt Urlaub macht. Doch 24 Stunden bevor ihre Eltern kommen, um sie wieder abzuholen, findet MacNamara heraus, dass Scarlet heimlich einen feurigen Kommunisten aus Ost-Berlin geheiratet hat. Was nun? Klare Sache: Wenn er seine Karriere nicht ruinieren will, muss Mac im Eiltempo einen wilden Kulturbolschewiken in einen vorzeigbaren Schwiegersohn verwandeln. Und bevor man ‘Eins, zwei, drei’ sagen kann, droht sein furioser Plan schwere internationale Konflikte auszulösen; mit den Russen, den Deutschen und – am schlimmsten – mit seiner eifersüchtigen Frau!

Vollständige Handlung zu Eins, Zwei, Drei
C.R. MacNamara ist Leiter der West-Berliner Filiale des Coca-Cola-Konzerns und nimmt seine Arbeit sehr ernst. Der ambitionierte Amerikaner möchte in der Konzern-Hierarchie aufsteigen und plant daher nicht weniger, als die Vermarktung des koffeinhaltigen Getränkes bis weit hinter den Eisernen Vorhang. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit nicht nur von seiner charmant-aufreizenden Sekretärin Ingeborg (Liselotte Pulver), sondern auch von seinem Assistenten Schlemmer (Hanns Lothar) und einer Schar demokratie-unerfahrener Büroangestellten.

Und es sieht ganz so aus, als ob er mit seinen Plänen Erfolg haben könnte, denn er steht bereits in Verhandlungen mit den Herren Peripetchikoff (Leon Askin), Mischkin (Peter Capell) und Borodenko (Ralf Wolter) von der russischen Handelskommission, die nicht nur Interesse an der Brause sondern insbesondere auch an der reizenden Sekretärin des Direktors bekunden.

Der Karrieresprung scheint schon fast geschafft, als MacNamara die Nachricht ins Haus flattert, dass die junge Tochter seines Chefs in Atlanta wegen ihrer Männergeschichten auf Zwangsurlaub nach Europa geschickt werden soll. Für MacNamara ist es eine Ehrensache, dass er das junge Töchterchen des Vorgesetzten bei sich in Berlin aufnimmt, und so kommt es, dass wenig später die ungebändigte und mannstolle junge Scarlett (Pamela Tiffin) das Leben der gesamten Belegschaft auf den Kopf stellt.

Denn das verzogene Mädchen lernt schon bald das aufregende Leben in der Metropole zu schätzen. War sie anfangs gar nicht begeistert, von ihren Eltern in die Ferne geschickt worden zu sein, so ändert sie ihre Meinung schnell. Alle sind begeistert von der Entwicklung der jungen Frau.
Bis sie eines Tages ihre Gastfamilie mit der Nachricht konfrontiert, dass sie heimlich ihren Freund Otto (Horst Buchholz), einen ostdeutschen überzeugten Jungkommunisten, geheiratet hat.

Als sich nun auch noch Scarletts Eltern für einen Besuch ankündigen, muß MacNamara sich schnell etwas einfallen lassen. Er sinnt auf eine List, wie er die Ehe der beiden annullieren lassen kann. Kurzerhand fädelt er eine Intrige ein, die zur Verhaftung des jungen Mannes in Ostberlin führt. Dem Empfang seines Chefs scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Doch Scarlett ist nicht nur untröstlich über den Verbleib ihres Ehemannes, es stellt sich zudem heraus, dass sie ein Kind von ihm erwartet.

Mit viel Aufwand und der Hilfe seiner betörenden Sekretärin gelingt es MacNamara, den ungeliebten Gatten aus der ostdeutschen Gefangenschaft zu befreien, um aus ihm einen vorzeigbaren Kapitalisten zu machen. Doch die Zeit drängt, denn die Ankunft von Scarletts Eltern ist nicht mehr weit. Zudem weigert sich der von den kommunistischen Idealen überzeugte junge Mann mit Händen und Füßen gegen die aufgezwungenen Maßnahmen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (3) — Film: Eins, zwei, drei

kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.5Ausgezeichnet

Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen... Teil 1
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[Vorwort]
Heute beginnen in Berlin die Sommerferien. Und so hat mein MP-Buddy lieber_tee beschlossen, in den Urlaub zu fahren. Filmisch. Natürlich nicht allein, das wäre ja langweilig. Und auch wenn ick kein Bear-Leaner bin und bei uns in Bayern die Sommerferien erst beginnen, wenn die in Berlin schon wieder enden, so hab ich mich doch dazu entschlossen, ebenfalls mit Hilfe von Filmen zu verreisen und darüber zu berichten. Denn mehr Personen = mehr Spaß.
Eins vorneweg: dieses filmische Reisetagebuch ist so nie passiert. Es verbindet verschiedenste Zeiten, Personen und Abenteuer, die so nie zusammen aufgetreten sind. Entfernungen und Reisezeiten, Historie und was weiß ich noch alles stimmen vorne und hinten nicht. Es sind fiktionale, fast surreale Texte und ich will keinerlei Statements abgeben zu irgendwelchen brisanten (politischen oder sonst was) Themen. Wenn es doch mal passiert: hey, es ist ein Tagebuch, privat und obendrein eben noch fiktional. Und es könnte immer wieder mal nen kleinen Spoiler geben (versteht sich bei einem Tagebuch von selbst), auch gerne mal rückblickend auf einen der vorherigen Kommentare. Wollte es nur mal gesagt haben, falls wieder so ein penibler Pfennigfuchser kommt und sich wegen fehlender Spoilerwarnungen beklagt ;) Er wird dann nur auf diesen ersten Kommentar verwiesen.
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Liebes Tagebuch,

was waren die letzten Tage verrückt. Ein Chaos sag ich dir. Zwar irre witzig, aber auch chaotisch ohne Ende.

Du weißt ja, ich arbeite in meinem Ferienjob als Vertreter des Sekretärs des Chefs bei der deutschen CocaCola-Niederlassung in West-Berlin. James Cagney heißt der Mann. Und ich hab dir ja auch schon gesagt, dass die Tochter des Ober-Cola-Chefs für ein paar Wochen bei meinem Chef zu Gast ist. Eigentlich ein ganz hübsches Mädel, ein bisschen naiv vielleicht. Naja, zumindest wollte sie ihr Vater nun abholen und dafür extra nach Berlin kommen. Aber sie war verschwunden! Einfach weg! Alle waren in Aufruhr. Und nachdem Chef Cagney alle Hebel in Bewegung gesetzt hat und quasi die halbe CoCoCo (Coca Cola Company) auf der Suche nach ihr war, da steht sie plötzlich vor ihm, verheiratet mit einem jungen Kommunisten aus Ost-Berlin. Otto. Oder Horst. Ach nein, ich weiß seinen Namen einfach nicht mehr, aber auf jeden Fall war er extrem antikapitalistisch eingestellt und damit sowohl meinem Chef und bestimmt auch dem Ober-Cola-Chef als Ehemann seiner lieben Frau Tochter ein Dorn im Auge. Als mein Chef gerufen hat „Zum Teufel mit Chruschtschow“ antwortet er nur „Zum Teufel mit Frank Sinatra“. Frank Sinatra! Der spinnt doch! So geht’s ja dann doch nicht!

Und gemeinsam wollen sie nach Moskau gehen, der Horst-Otto und die süße Kleine. Und das, wo sich doch der ChefChef, ihr Vater, angekündigt hat! Cagney wollte das natürlich verhindern. Mit einem Trick hat er (ich hab natürlich mithelfen müssen) den jungen Buchholz als Spion verhaften lassen, die Ehe sollte annulliert werden.
Es schien, als wäre die verrückte Geschichte gelöst, keiner hätte etwas zu befürchten. Und da? Das Mädchen Scarlett war schwanger! Von diesem Kommunisten! Das geht ja erst recht nicht. Ihr Vater würde ausflippen und meinen Chef rauswerfen! Also muss der Mann wieder her. Und der Befreiungsplan, bei dem ich natürlich wieder unfreiwillig involviert war, war noch lange nicht das Ende vom Lied, es ging da erst richtig los! Wahnsinn, was für ein Tohuwabohu, was für ein Chaos, ich kann dir gar nicht sagen, was das alles war! Nur so viel: Wir haben versucht, einen überzeugten und unangepassten Kommunisten in einen kapitalistischen und kulturell gebildeten Adeligen zu verwandeln.

So im Nachhinein war die Geschichte natürlich mehr als skurril. Alle haben ihr Fett weggekriegt. Deutsche, Sowjets, Amis, deutsche demokratische Russki-Republikaner, sowjetische Kapital-Kommunisten, amerikanische Naivlingstöchter, alte vaterlandstreue deutsche Militaristen. Einfach alle sind hier mehr oder weniger ins Fettnäpfchen getreten. Ich natürlich auch. Und wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Cagneys Ehefrau einen so grandiosen Humor besitzt und einen trockenen Spruch nach dem anderen raushaut. Die hat sich glaub ich prächtig amüsiert. Und auch ich bin mir fast schon vorgekommen wie in einer Filmkomödie! Turbulent, hektisch, satirisch! Kapitalismus und Kommunismus sind bei dieser Geschichte auf den Arm genommen worden. Und wenn ich nicht selbst beteiligt gewesen wäre, ich denke ich wäre aus dem Grinsen nicht mehr herausgekommen.

Mensch, liebes Tagebuch, so viel Trubel halte ich auf Dauer nicht aus. Und da mein Chef jetzt wieder nach Atlanta zurückgeht, hab ich bis zum Start der Uni nichts zu tun. Jetzt brauch ich erst mal ein bisschen Zeit für mich. Die ist wirklich bitter nötig. Ich brauch Ferien. Irgendwo hin, wo ich meine Ruhe habe. Weg aus Berlin, weg aus Deutschland, einfach in die weite Welt. Ich denke, ich werde zuerst nach Paris reisen und meinen Freund Francois besuchen. Dort melde ich mich wieder, bis dahin!

Dein Kobbi

PS: Meine bisherige Route: http://www.moviepilot.de/liste/mein-filmisches-reisetagebuch-kobbi88

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Lichtlady

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Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.


kobbi88

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:)
Witzig, denn ausgerechnet diesem Kommentar hab ich noch so viel "hinzugefügt" ;)


Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

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8.5Ausgezeichnet

"Any world that can produce the Taj Mahal, William Shakespeare, and Stripe toothpaste can’t be all bad."

Mit Schirm, Charme und Melone entwirft Regisseur und Autor Billy Wilder im historischen Kontext des Kalten Krieges eine schlagfertige Real-Satire und aristophanische Polit-Karikatur. So ist der gebürtige Österreicher zwar nie auch nur annähernd wertungsfrei, doch werden gleichermaßen Ost wie West, Links wie Rechts auf die hinterfragende Schippe genommen – Wilder wütet mit komödiantischem Geschick und niemand ist vor seinen bissigen Hieben sicher. Mit sichtlicher Freude demontiert er politische Ideale und Lebensstile, rechnet auf humoristische Art mit Korruption und Mitläufertum des deutschen Volkes ab, ohne sich allerdings mit erhobenem Zeigefinger über sie zu stellen.

Vor allem – aber nicht nur – aus damaliger Sicht dürfte EINS, ZWEI, DREI für ein mulmiges Bauchgefühl gesorgt haben, als der damals 55-Jährige gleichermaßen das kapitalistische Patriarchiat wie auch die Doppelmoral der Kommunisten ad absurdum führt, im dialogischen Zusammentreffen beider Gegensätze wortspielerische Glanzleistungen und wohl pointierte Leichtfüßigkeit kombiniert und somit fein- wie auch hintersinnige Komik kreiert. Das ungleiche junge Liebespaar fungiert als burleske Metapher für das Poussieren mit dem [ideologischen] Feind und die Blindheit der Liebe, die anfänglich alle Grenzen und Gesetze außer Kraft zu setzen weiß – bis der Blick durch die rosarote Brille allmählich aufklart und sich eine der beiden Seiten entscheiden muss. Mit einem rasanten Crash-Kurs in Sachen Kapitalismus endet der 1961 produzierte Film schließlich und präsentiert sich bis in die letzte Kamera-Einstellung als das, was er im Grunde ist: Ein wohl akzentuierter, mit einem perfekten Drehbuch ausgestatter Witz, ein skurriles Zeitgeist-Portrait der DDR, bei dem wohl jeder Zuschauer zum Wenigsten ein paar verschmitzte Backpfeifen kassieren dürfte. Billy Wilder, der charmante Karikaturist.

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Perry Simm

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10.0Herausragend

Ich weiß, man ist ziemlich allein, wenn man "Some Like It Hot" nicht für die beste Billy Wilder-Komödie oder gar die beste Komödie aller Zeiten hält. Und der Film hat ja auch seine Qualitäten. Aber mich persönlich haben andere Wilder-Filme mehr beeindruckt. Wenn es um seine Komödien geht, heißt mein Liebling "One, Two, Three" – eine wahre Hochgeschwindigkeits-Satire, mit einem geradezu im Sekundentakt feuernden Witzarsenal, mit dem man locker drei Komödien hätte füllen können und in der wirklich alles auf die Schaufel genommen wird: amerikanisch-kapitalistischer Größenwahn, kommunistische Ideale, bürgerliche Plattitüden, "deutsche" Tugenden, Geilheit, schlechte Musik, jugendliche Naivität, altvaterliche Überheblichkeit. Dazu gibt es ein herrliches Ensemble, bis in die Nebenrollen großartig, im Mittelpunkt Mr. Grapefruit James Cagney als Boss der Berliner Filiale des Coca Cola-Konzerns – eine perfekte Rolle für den alten Gangster.

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Kommentare (51) — Film: Eins, zwei, drei


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carlos.pohl

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Super Film!
Selten so gelacht!!
Immer wieder schön!!!
Und dann noch Berlin WUNDERBAR

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Mr. Pink

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kapitalistische Kommunisten, Kalter Krieg und Koka Kola. Extrem temporeiche Komödie voll schneidender Situationskomik. Bei den messerscharfen Dialogen der Geschwindigkeit eines russischen Sturmgewehrs kommt der gute James Cagney am Ende fast schon außer Puste, macht seine Sache aber ganz hervorragend, und der aufmerksame Zuschauer darf sogar die ein oder andere Anspielung auf frühere Filme des Schauspielers erhaschen.

"Okay, so you guys may be the first to shoot a man to the moon, but if he wants a Coke on the way, you'll have to come to us."

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Lichtlady

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Bewertung9.5Herausragend

Der Lieblingsfilm von meinem alten Herrn.

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Einar

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Bewertung6.5Ganz gut

James Cagney in einem Billy Wilder Film: Das ist doch was für mich… war es aber leider nur teilweise. Vielleicht auch, weil ich Pepsi-Trinker bin und nicht Coca.
Es wird zwar mit viel Wortwitz und Aktionskomik gearbeitet, aber der letzte Pepp bleibt aus. In diesem Kultur-Kampf der Ideologien folgt ein Volksklischee aufs andere, aber nach einer Weile ist auch das nicht mehr lustig, wenn alle Deutschen salutieren, die Russen finster drein blicken und die Amerikaner den Großkapitalisten herauskehren.
Die für mich beste Szene war dann eine Cagney-Parodie durch Cagney, als er jemanden eine Grapefruit ins Gesicht drücken will (na, wer kennt`s?).
Letztendlich ordentlich, aber die Kohlensäure ist schon ein wenig weg und die Cola schal geworden.
---
Ach ja: Lilo Pulver war HEISS - auch schwarz-weiß!!! :D

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MaP

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ihr habt wohl nicht die mauer in berlin kennengelernt ? - da geht natürlch eine menge situationskomik aus der damalgen zeit an euch vorbei


cpt. chaos

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@MaP: Ich fand den von der Aufmachung her einfach nur mächtig anstrengend, aber ich habe auch keine beachtlichen 6,5 Punkte vergeben.


WendhartCreutzdorf

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Bewertung9.0Herausragend

Grandiose Unterhaltung!

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Zwiebel88

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich würde lügen, wenn ich "Eins, zwei, drei" als einen Film bezeichen würden, bei dem ich mich gekugelt habe vor lachen. Aber ich würde ebenso lügen, wenn ich behaupten würde, mich nicht während das ganzen Films super amüsiert zu haben. Geniale (!) Dialoge, eine unglaubliche Hektik (die manch einer als "nervig" und manch anderer als "virtuos und temporeich" bezeichnen wird) und ein glänzend aufgelelgter James Cagney. Das hat schon verdammt viel Spaß gemacht, ist lustig und gelacht hab ich auch, nur eben nicht das Tränen-in-den-Augen-und-unkoordiniert-herumgröhlen-Lachen. Ist ja auch gar nicht schlimm, das ist für mich nicht ein unbedingt notwendiges Kriterium einer guten Komödie. Das mach ich dann halt bei Monty Python. Billy Wilders Filme machen mir einfach super Laune und lassen mich staunen, welch gute Drehbücher dahinter stehen. Das macht für mich auch eine gute Komödie aus.

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ezemeze

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Rollt langsam an, nimmt kontinuerlich Geschwindigkeit auf und hat am Ende ein geniales Drehmoment! "Sitzen Machen!" Klack Klack !!!

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kidhan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich habe 115 Minuten lang durchgegrinst!

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MartinNolan

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Bewertung4.5Uninteressant

Turbulente Klamotte, die versucht mit einer zwar ambitionierten, dennoch missglückten Handlung und einem Heer an Klischees, die zeitgeschichtlichen Probleme (Kalter Krieg, Deutschlands nationalsozialistische Vergangenheit) ironisch aufzugreifen, jedoch sich mehr und mehr zu einer dümmlichen, hektischen Farce entwickelt. Definitiv ist „Eins, Zwei, Drei“ einer von Billy Wilders schwächeren Filmen, den man ohne schlechtes Gewissen vernachlässigen kann.

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TFX

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Nein! :(


MartinNolan

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Doch! :)


Audreyfan

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Bewertung9.0Herausragend

"Any world that can produce the Taj Mahal, William Shakespeare, and Stripe toothpaste can't be all bad."

Eins, zwei, drei, was für eine perfekte Komödie! In Zeiten, wo man oft genug nur den Kopf schütteln kann über sogenannte Komödien, mit zweideutigen Witzchen, flachen Storys, durchschnittlichen Wendungen und Endungen und lahmen Wortspielchen, tut es mehr als gut sich der anderen Sorte Komödie zuzuwenden. 
Und zwar der Sorte Komödie, die sich auch so nennen darf.
Die Komödien, die witzig sind und Spaß machen.
Die Komödien, die kritisieren, indem sich sich über alles lustig machen. 
Die Komödien, die sich den Klischees, Vorurteilen und Konventionen so geschickt bedienen, dass das Benutzen dieser etwas Positives wird.
Die Komödien, in denen ein Gag dem nächsten folgt wie ein riesiges Feuerwerk, ohne dass der Zuschauer müde wird, nur vielleicht etwas wund vom vielen Lachen.
Die Komödien, die nicht versuchen den Zuschauer davon zu überzeugen, dass die Protagonisten mit all ihren Fehlern, Stärken und Schwächen sympathisch sind, sondern schlicht und einfach Protagonisten haben, die mit all ihren Fehlern, Stärken und Schwächen sympathisch sind.
Die Komödien, die so schnell sind, weil ihre Protagonisten so schnell reden und nicht weil der Beat des Soundtracks so schnell ist.
Die Komödien, die gar keine poppigen Lieder brauchen, sondern einfach nur ein schönes Musikstück, das man zwar nicht kennt, das aber trotzdem zum Mitwippen einlädt. 
Die Komödien, die ihre Frauen auf dem Tisch tanzen lassen, ohne verurteilend zu wirken.
Die Komödien, in denen zwar alle ihre Rolle haben, aber in dieser so perfekt aufgehen, dass es gar keine Rolle mehr ist.
Die Komödien, die Product Placement, politische Situationen und eine Liebesgeschichte zu einer genialen Satire auf den Kapitalismus und Kommunismus verstricken.
Die Komödien, die mehr sind als Komödien, die tanzen und lachen und explodieren und schreien und so schrecklich viel Spaß machen, dass man sich wünscht sie würden nie enden. 
"Eins, zwei, drei" ist so eine Komödie

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longus69

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Bewertung9.5Herausragend

Großartiger Rundumschlag mit messerscharfen und raketenschnellen geschliffenen Dialogen und Pointen in bester Screwball-Manier bei dem alle Beteiligten des Kalten Krieges ihr Fett wegkriegen... Auch zu genießen ohne großartiges geschichtliches Hintergrundwissen ... aber viel besser ist mit... Zurecht nachhaltig zum Kultstatus gelangt...

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Wahnsinnig lustig, intelligent, eloquent...

Die Geschichte um den Cola-Verkäufer, der sich gleichzeitig um Familienprobleme, seine Beförderung und die Tochter seines Vorgesetzten kümmern muss braucht keine drei Minuten um Fahrt aufzunehmen. Gut gesetzte Slapstick-Einlagen und Wendungen lassen den Film über die volle Laufzeit hinweg spannend wirken. Und wenn es dann politisch wird, wird man über die Aufmerksamkeit, die man dem Geschichtslehrer geschenkt hat, danken. Was kommt ist eine Sammlung an irre witzigen Szenen und Anspielungen rund um den jungen Kalten Krieg...

Eins, Zwei, Drei ist ein familientauglicher Klassiker, der bei Jung und Alt für gute Laune sorgen sollte. Bevor Langeweile aufkommt sind die zwei Stunden schon vorbei. Ein seltenes Glück bei Klassikern...

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based_god

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Danke an dieser Stelle nochmals an meinen Wichtel Chrisetoph...^^


Le Samourai

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Bewertung9.0Herausragend

Wow. Wilder schuf mit "One, Two, Three" die ultimative Satire über den Kalten Krieg, eine rasante, unglaublich witzige Komödie mit durchgehend perfektem Timing und einem Gag-Feuerwerk nach dem anderen. Erstaunlich, wie offen und gleichzeitig feingeistig er mit der Thematik umging, wenn man bedenkt, dass der Film mitten im Kalten Krieg kurz vor dem Mauerbau entstanden ist. Einer der schönsten Berlin-Filme überhaupt.
Jeder Dialog ist pures Gold:

Peripetchikoff: We have emergency meeting with Swiss Trade Delegation. They send us twenty car-loads of cheese. Totally unacceptable... full of holes.
--
C.R. MacNamara: Just between us, Schlemmer, what did you do during the war?
Schlemmer: I was in der Untergrund: the underground.
C.R. MacNamara: Resistance fighter?
Schlemmer: No, motorman. In the underground, you know, the subway.
--
Otto Ludwig Piffl: Is everybody in this world corrupt?
Peripetchikoff: I don't know everybody.
--
C.R. MacNamara: Cigarette? Cigar?
Peripetchikoff: Here, take one of these.
C.R. Macnamara: Thanks. Hm, 'Made in Havana'.
Peripetchikoff: We have trade agreement with Cuba. They send us cigars, we send them rockets.
C.R. Macnamara: Good thinking.
...
C.R. MacNamara: You know something? You guys got cheated. This is a pretty crummy cigar.
Peripetchikoff: Do not worry. We send them pretty crummy rockets.
--
... ... ...

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Le Samourai

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Klaaar, endlich geguckt?? :)


Roco De Long

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Endlich, ja. Irgendwie dehne ich Billy Wilder-Filme über Jahre, damit es nicht so schnell vorbei ist...


Flunsi

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Bewertung5.0Geht so

Alright, dann bewerten wir mal:
Nicht lustig, dafür hektisch mit flacher Story. Das mag ich gar nicht. 5 Punkte für den historischen Wert.

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Flunsi

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hat nicht meinen humor getroffen. oder vielleicht war ich einfach nicht in stimmung. auf jeden fall war es hektisch und das mag ich nicht. ;)


Aronofsky

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ich fand ihn auch zu hektisch.


FilmFan92

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Bewertung9.0Herausragend

"Is everybody in this world corrupt?"
"I don't know everybody!"

Sehr witziger, satirischer Film über den Kapitalismus und über den Kommunismus und über Ost-Berlin, über West-Berlin und über Coca Cola.
Sollte man in der Schule für den Geschichts-Unterricht als Lehrfilm in den Lehrplan aufnehmen.
Absolutes Highlight: Hanns Lothar als "Hackenknallender" Assistent Schlemmer.

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fueco

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Ich denke nicht, dass das geeignetes Lehrmaterial wäre,
das damalige Frauenbild war doch etwas verquer und sollte so Kindern und jungen Erwachsenen vielleicht eher nicht beigebracht werden ;)

Schlemmer war auch mein absoluter Favorit!


FilmFan92

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Ja da hast du definitiv Recht. In der Oberstufe könnte der Film aber sicherlich gezeigt werden :)


Cellmorbasg

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Bewertung9.0Herausragend

Horst Buchholz, Liselotte Pulver in einer Komödie von Billy Wilder - herzallerliebst! Star des Films ist aber uneingeschränkt James Cagney. Seine hektische Leidenschaft bei der Organisation eines eigentlich zum Scheitern verurteilten Versuchs das Resultat eines Liebesabenteuers einer ihm anvertrauten jungen Frau wieder einzufangen, ist herrlich anzusehen. Auch die vielen anderen Charaktere tragen zu einer erfrischend komischen Handlung bei, seine Frau, sein Chauffeur, sein Sekretär, die drei Russen und viele mehr. Ebenfalls hervorzuheben ist die Sprache, denn sie erhält einen wichtigen Platz in dem Film. Das Kauderwelsch aus Englisch und Deutsch bringt so viele zitierfähige Sätze hervor, dass man gar nicht mehr mitkommt. So viel Witz und Tempo wie man sie in einer Komödie von Billy Wilder gewöhnt ist, dazu als Schauplatz das geteilte Berlin, so dass wohl so ziemlich jede der beteiligten Nationen auf die Schippe genommen wird.

Und so kann auch ich nicht widerstehen: Sitzen machen und angucken ;D

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Teezy123

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Bewertung1.0Ärgerlich

Ok, bin ich hier also wieder mal der Außenseiter, seis drum...
Aber bei diesem Film hatte ich wirklich Mühe, die Augen offen zu halten.
Palaver ohne Ende... hektisches Rumgelaufe á la Louis de Funes, nur nicht annähernd so gut... einen Punkt vergebe ich für die satirischen Querverweise auf Hitler und das ganze Gesocks...
Cagney war in unzähligen Rollen 1000 Mal besser als hier.
Das Drehbuch, wer mit wem und warum mag sonst zwar Wilders Spezialität sein.... hier hat er aber gründlich daneben gegriffen.
Fazit: Für mich... und bevor hier einige gleich wieder nen Herzinfarkt bekommen... ausschließlich nur für mich ist das einer der langweiligsten Komödien, die ich kenne.
Aber schaut sie Euch selbst an :-)

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RoosterCogburn

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Sorry, aber "Ahnung von Filme" oder "benötigte Intelligenz" dafür, ist in meinen Augen nicht der beste Ansatz. Die Beurteilung darüber, ob ein Film gut oder schlecht ist, ist doch etwas rein subjektives. Solange man im Kommentar seine Meinung äussert, ist das auch völlig in Ordnung so. Es geht doch hier schliesslich darum seinen eigenen Geschmack wieder zu geben und nicht sich dem der Masse anzupassen.
Also komm bitte nicht auf die Idee, dich im Vorfeld für deinen Filmgeschmack zu rechtfertigen.


Teezy123

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Tue ich sicher nicht, aber leider sehen das hier viele anders und sind nicht in der Lage mit einem normalen Umgangston zu akzeptieren, dass man anderer Meinung ist... und darum hab ich dann eben keine Ahnung oder was auch immer, ist mir doch eh latte :-)


Talamaur

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Bewertung6.0Ganz gut

Sowas von Hektisch... damals bestimmt nett aber heute... Oh je

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Markbln

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Bewertung10.0Herausragend

Ein aberwitziger Film mit aberwitzigem Tempo.
Intelligent, unterhaltsam und schnell. So muss eine perfekte Komödie sein.
Das verstehen die meisten deutschen Regisseure bis heute nicht.
Dass der Film bei seiner Uraufführung ein Flop war ist logisch - er spielte im geteilten Berlin kurz vor dem Mauerbau 1961. Zu der Zeit war die Sektorengrenze noch durchlässig, was entscheidend für die Handlung ist. Dass damals (besonders in Berlin) niemand über eine ironische Darstellung des sich abzeichnenden Kalten Kriegs lachen wollte, liegt auf der Hand. The critics were not amused! Die Bevölkerung noch weniger. Der Film floppte in Deutschland kolossal.
Als er 1985 wiederaufgeführt wurde, wurde er zum Publikumshit und gilt zurecht als einer der Besten von Billy Wilder. Diese Story an diesem Ort zu diesem Zeitpunkt so erzählen schafft nur ein Genie wie Billy Wilder.
Hotte Buchholz als Piffl ist einzigartig und Lilo Pulvers Säbeltanz unvergessen.
Eins,zwei,drei - ein Klassiker vor dem Herrn und einer der schönsten Berlinfilme überhaupt.

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Canis Majoris

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Bewertung10.0Herausragend

Cagney ist wirklich ein wunderbarer Schauspieler. Kann man hier begutachten.

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