Eins, zwei, drei
One, Two, Three (1961), US Laufzeit 115 Minuten, FSK 6, Komödie, Historienfilm, Kinostart 18.12.1961
26 Bewertungen
Skala 0 bis 10
981 Bewertungen
37 Kommentare
Keine ?
von Billy Wilder, mit Horst Buchholz und Karl Lieffen
C.R. MacNamara, ein amerikanischer Top-Manager in West-Berlin, soll auf die Tochter seines Chefs aufpassen, während sie in der Stadt Urlaub macht. Doch 24 Stunden bevor ihre Eltern kommen, um sie wieder abzuholen, findet MacNamara heraus, dass Scarlet heimlich einen feurigen Kommunisten aus Ost-Berlin geheiratet hat. Was nun? Klare Sache: Wenn er seine Karriere nicht ruinieren will, muss Mac im Eiltempo einen wilden Kulturbolschewiken in einen vorzeigbaren Schwiegersohn verwandeln. Und bevor man “Eins, zwei, drei” sagen kann, droht sein furioser Plan schwere internationale Konflikte auszulösen; mit den Russen, den Deutschen und – am schlimmsten – mit seiner eifersüchtigen Frau!
Handlung
C.R. MacNamara (James Cagney) ist Leiter der West-Berliner Filiale des Coca-Cola-Konzerns und nimmt seine Arbeit sehr ernst. Der ambitionierte Amerikaner möchte in der Konzern-Hierarchie aufsteigen und plant daher nicht weniger, als die Vermarktung des koffeinhaltigen Getränkes bis weit hinter den Eisernen Vorhang. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit nicht nur von seiner charmant-aufreizenden Sekretärin Ingeborg (Liselotte Pulver), sondern auch von seinem Assistenten Schlemmer (Hanns Lothar) und einer Schar demokratie-unerfahrener Büroangestellten.
Und es sieht ganz so aus, als ob er mit seinen Plänen Erfolg haben könnte, denn er steht bereits in Verhandlungen mit den Herren Peripetchikoff (Leon Askin), Mischkin (Peter Capell) und Borodenko (Ralf Wolter) von der russischen Handelskommission, die nicht nur Interesse an der Brause sondern insbesondere auch an der reizenden Sekretärin des Direktors bekunden.
Der Karrieresprung scheint schon fast geschafft, als MacNamara die Nachricht ins Haus flattert, dass die junge Tochter seines Chefs in Atlanta wegen ihrer Männergeschichten auf Zwangsurlaub nach Europa geschickt werden soll. Für MacNamara ist es eine Ehrensache, dass er das junge Töchterchen des Vorgesetzten bei sich…
C.R. MacNamara, ein amerikanischer Top-Manager in West-Berlin, soll auf die Tochter seines Chefs aufpassen, während sie in der Stadt Urlaub macht. Doch 24 Stunden bevor ihre Eltern kommen, um sie wieder abzuholen, findet MacNamara heraus, dass Scarlet heimlich einen feurigen Kommunisten aus Ost-Berlin geheiratet hat. Was nun? Klare Sache: Wenn er seine Karriere nicht ruinieren will, muss Mac im Eiltempo einen wilden Kulturbolschewiken in einen vorzeigbaren Schwiegersohn verwandeln. Und bevor man “Eins, zwei, drei” sagen kann, droht sein furioser Plan schwere internationale Konflikte auszulösen; mit den Russen, den Deutschen und – am schlimmsten – mit seiner eifersüchtigen Frau!
Handlung
C.R. MacNamara (James Cagney) ist Leiter der West-Berliner Filiale des Coca-Cola-Konzerns und nimmt seine Arbeit sehr ernst. Der ambitionierte Amerikaner möchte in der Konzern-Hierarchie aufsteigen und plant daher nicht weniger, als die Vermarktung des koffeinhaltigen Getränkes bis weit hinter den Eisernen Vorhang. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit nicht nur von seiner charmant-aufreizenden Sekretärin Ingeborg (Liselotte Pulver), sondern auch von seinem Assistenten Schlemmer (Hanns Lothar) und einer Schar demokratie-unerfahrener Büroangestellten.
Und es sieht ganz so aus, als ob er mit seinen Plänen Erfolg haben könnte, denn er steht bereits in Verhandlungen mit den Herren Peripetchikoff (Leon Askin), Mischkin (Peter Capell) und Borodenko (Ralf Wolter) von der russischen Handelskommission, die nicht nur Interesse an der Brause sondern insbesondere auch an der reizenden Sekretärin des Direktors bekunden.
Der Karrieresprung scheint schon fast geschafft, als MacNamara die Nachricht ins Haus flattert, dass die junge Tochter seines Chefs in Atlanta wegen ihrer Männergeschichten auf Zwangsurlaub nach Europa geschickt werden soll. Für MacNamara ist es eine Ehrensache, dass er das junge Töchterchen des Vorgesetzten bei sich in Berlin aufnimmt, und so kommt es, dass wenig später die ungebändigte und mannstolle junge Scarlett (Pamela Tiffin) das Leben der gesamten Belegschaft auf den Kopf stellt.
Denn das verzogene Mädchen lernt schon bald das aufregende Leben in der Metropole zu schätzen. War sie anfangs gar nicht begeistert, von ihren Eltern in die Ferne geschickt worden zu sein, so ändert sie ihre Meinung schnell. Alle sind begeistert von der Entwicklung der jungen Frau.
Bis sie eines Tages ihre Gastfamilie mit der Nachricht konfrontiert, dass sie heimlich ihren Freund Otto (Horst Buchholz), einen ostdeutschen überzeugten Jungkommunisten, geheiratet hat.
Als sich nun auch noch Scarletts Eltern für einen Besuch ankündigen, muß MacNamara sich schnell etwas einfallen lassen. Er sinnt auf eine List, wie er die Ehe der beiden annullieren lassen kann. Kurzerhand fädelt er eine Intrige ein, die zur Verhaftung des jungen Mannes in Ostberlin führt. Dem Empfang seines Chefs scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Doch Scarlett ist nicht nur untröstlich über den Verbleib ihres Ehemannes, es stellt sich zudem heraus, dass sie ein Kind von ihm erwartet.
Mit viel Aufwand und der Hilfe seiner betörenden Sekretärin gelingt es MacNamara, den ungeliebten Gatten aus der ostdeutschen Gefangenschaft zu befreien, um aus ihm einen vorzeigbaren Kapitalisten zu machen. Doch die Zeit drängt, denn die Ankunft von Scarletts Eltern ist nicht mehr weit. Zudem weigert sich der von den kommunistischen Idealen überzeugte junge Mann mit Händen und Füßen gegen die aufgezwungenen Maßnahmen…
Weiterführende Informationen
Wissenswertes über den Film und das Drehbuch
Politische Hintergründe: Wie die Komödie von der Geschichte eingeholt wurde
Weitere Informationen im Internet
Welcher Adolf?, Filmbesprechung von Josef Joffe auf zeit.de
Ami am Rande des Nervenzusammenbruchs , Filmkommentar von Kirsten Schulz auf fluter.de
Kritiken-Übersicht auf rottentomatoes.com (engl.)
Quellen
One, Two, Three auf nobby.de
Eins, Zwei, Drei in der Wikipedia (dt.)
One, Two, Three in der Wikipedia (engl.)
Cast & Crew
-
Billy Wilder
-
Horst Buchholz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Otto Ludwig Piffl
-
Arlene Francis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Phyllis MacNamara
-
Pamela Tiffin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Scarlett Hazeltine
-
Leon Askin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Peripetchikoff
-
Karl Lieffen
-
Ralf Wolter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Borodenko
Regie
Schauspieler
-
Hanns Lothar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schlemmer
-
Howard St. John
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hazeltine
-
James Cagney
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) MacNamara
-
Liselotte Pulver
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fräulein Ingeborg
-
Friedrich Hollaender
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dirigent
-
Hubert von Meyerinck
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Count von Droste Schattenburg
-
Til Kiwe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reporter
-
I.A.L. Diamond
-
Billy Wilder
- Genre
- Politische Satire, Parodie, Historienfilm
- Zeit
- Eiserner Vorhang, Kalter Krieg, Ostblock
- Ort
- Atlanta, Berlin, Berlin-Ost, Europa, Gefängnis, Ost-Berlin, Russland, West-Berlin
- Handlung
- Adel, Adelstitel, Arzt, Büro, Coca-Cola, Deutsch-Deutsche Grenze, Direktor, Erste Liebe, Freiheitsentzug, Gefängnis, Grenze, Große Liebe, Handelskammer, Hauptquartier, Heimliche Hochzeit, Heimliche Liebe, Hochzeit, Hotel, Jugendlicher, Kapitalist, Karriere, Karriereleiter, Kommunismus, Kommunist, Konzern, Konzernzentrale, Kultfilm, Kuss, Liebe, Liebespaar, Liebeswirren, Ost - West, Romanze, Schwangerschaft, Schwiegereltern, Schwiegersohn, Schwiegervater, Sekretärin, Spion, Spionage, Stalinismus, Tochter, Toilette, Totalitäres Regime, US-Amerikaner, UdSSR, Vater-Tochter-Beziehung, Verlieben, Verliebt in den Feind, Verlust der Tochter, Weltanschauung, Witz
- Stimmung
- Eigenwillig, Entspannt, Gutgelaunt, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Eins, zwei, drei
Fans dieses Films gefiel auch
Das Appartement
US 1960
Zeugin der Anklage
US 1957
Sein oder Nichtsein
US 1942
Manche mögen's heiß
US 1959
Der unsichtbare Dritte
US 1959
Trailer zum Film Eins, zwei, drei
bedenklich? | Alle Trailer, Clips & Videos (3)










Kritiken (1) — Film: Eins, zwei, drei
Perry Simm
Kommentar löschenIch weiß, man ist ziemlich allein, wenn man "Some Like It Hot" nicht für die beste Billy Wilder-Komödie oder gar die beste Komödie aller Zeiten hält. Und der Film hat ja auch seine Qualitäten. Aber mich persönlich haben andere Wilder-Filme mehr beeindruckt. Wenn es um seine Komödien geht, heißt mein Liebling "One, Two, Three" – eine wahre Hochgeschwindigkeits-Satire, mit einem geradezu im Sekundentakt feuernden Witzarsenal, mit dem man locker drei Komödien hätte füllen können und in der wirklich alles auf die Schaufel genommen wird: amerikanisch-kapitalistischer Größenwahn, kommunistische Ideale, bürgerliche Plattitüden, "deutsche" Tugenden, Geilheit, schlechte Musik, jugendliche Naivität, altvaterliche Überheblichkeit. Dazu gibt es ein herrliches Ensemble, bis in die Nebenrollen großartig, im Mittelpunkt Mr. Grapefruit James Cagney als Boss der Berliner Filiale des Coca Cola-Konzerns – eine perfekte Rolle für den alten Gangster.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (36) — Film: Eins, zwei, drei
Kommentar schreibenCanis Majoris 2011/12/15 05:32:28
Kommentar löschenCagney ist wirklich ein wunderbarer Schauspieler. Kann man hier begutachten.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
cpt. chaos 2011/12/10 16:31:44
Kommentar löschenAuch wenn ich womöglich unzählige Schmährufe ernten werde, aber in die allgemeinen Lobeshymnen kann ich beim besten Willen nicht mit einsteigen.
Was von der anstrengend-überdrehten und daher eher unwitzigen Satire an grenzenloser Lustigkeit übrigbleibt, macht der bescheidene Ton bzw. die mäßige Synchronisation zunichte. Womöglich ist es aber auch ganz einfach die völlig übertriebene Hektik, die die Gags untergehen lassen.
Horst Buchholz und Pamela Tiffin machen jedenfalls mehr als deutlich, dass das Schauspiel eine Kunst ist, deren Gabe nicht jedem Menschen gegeben ist, weshalb es auch Eisverkäufer und unzählige andere ehrbare Berufe gibt…
Allen Eisverkäufern auf diesem Planeten sei gesagt: War nicht so gemeint, ihr macht nen geilen Job, weiter so!!! :o)
Okay, vielleicht einigen wir uns auch einfach darauf, dass dieser Film nicht so ganz mein Ding ist und ich rein gar nichts verstanden habe, damit sich die Unmutsbekundungen in Grenzen halten… ;o)))
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Filmkenner77 2011/12/10 20:47:09
Antwort löschenBin mit dem Film auch nie richtig warm geworden. Im Kino war der Film ein Flop. Wilder hat bessere Filme gemacht. Gott sei Dank.
cpt. chaos 2011/12/11 12:13:02
Antwort löschenJa, da gibt es wirklich weitaus bessere Billy Wilder-Werke!!!
hermia 2011/10/03 17:16:19
Kommentar löschengeniale Komödie, die den damaligen Zeitgeist wunderbar auf's Korn nimmt! ...und damals gab's auch schon Anglizismen :) Sitzen machen!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mimuschka 2011/09/21 23:38:46
Kommentar löschenleider kann ich die allgemeine euphorie nicht teilen und war als billy-wilder-fan geradezu enttäuscht. vielleicht muss man einfach in der stimmung dazu sein, aber mich hat diese nervenzerreissende hektik stark genervt. von subtilität keine spur mehr, alle charaktere sind laut rufende, wild gestikulierende stereotype, die sich im eigentlich eher theater-typischen overacting zu übertreffen versuchen. dies war anscheinend so gewollt, um nationale klischees zu dekonstruieren, schießt aber in meinen augen weit übers ziel hinaus.
das beste negativbeispiel ist wohl horst buchholz der mich mit seinem überragend schlechten schauspiel fast in den wahnsinn getrieben hat. in seinen sprechpausen bewegt er ständig lautlos seinen mund, als wenn er den text der anderen im geiste mitspricht um zu wissen wann er wieder "dran" ist und sonst ist außer böse gucken und rumschreien auch nicht viel drin bei ihm.
die schier endlos wirkenden szene wo er zum kapitalisten umgewandelt werden soll ist evtl 2 minuten lang witzig, aber nach jeder der außufernden beschwerden, dass dieses oder jenes kleidungsstück oder irgendeine der unzähligen hygienemaßnahmen das proletariat verweichlichen würde, etc. wurde es für mich unerträglicher.
es gab trotzdem ein paar nette gags, lilo pulver rolles hat mir gefallen und weitgehend wurde ich ganz gut unterhalten, daher noch knappe 6.5 punkte. bisher aber von allen wilder-filmen der schlechteste!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ash-williams 2011/09/13 10:43:38
Kommentar löschenEins, Zwei, Drei ist eine der besten Wilder Komödie und da Wilder die besten Komödien der Filmgeschichte gemacht hat somit auch eine der besten Komödien der Filmgeschichte. Es ist herrlich, Witze im Sekundentakt, gute Figuren, tolle Darsteller, alles was eine Komödie ausmacht. Eine Komödie, die bei über 1 1/2 Stunden mit maximal ein oder zwei klamaukartigen Witzen auskommt und ansonsten fast nur auf Dialogwitz ausgelegt ist kann man sich heute während des Niedergangs der Komödien gar nicht mehr vorstellen. Für jeden der gerne lacht ist dieser Film die richtige Adresse, für jeden der in Zeiten von Hangover als "beste Komödie des Jahrzehnts" sehen will wie Komödien sein können ist dieser Film eine Offenbarung, für jeden der sehen möchte wie ein Meister aus einem sehr ernsten Thema die Widersprüche und Stupidität herauskitzelt um daraus ein Musterbeispiel für alle Satiren zu machen ist dieser Film ein Pflichtprogramm. Herrlich Mr. Wilder!
bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
stevenwolff 2011/08/13 15:46:49
Kommentar löschenEIne wirklich gute Komödie.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Biersepp 2011/07/31 10:16:00
Kommentar löschenRasante Komödie mit geschichtsträchtigem Hintergrund...
Dieser Film ist das Paradebeispiel dafür, dass alte Filme nicht langsam und langweilig sein müssen. Der ganze Film ist zwar im Prinzip recht klassisch aufgebaut und man befürchtet anfangs auch, dass einem das ganze schnell zu Kopf steigt, doch dann gewinnt der Film an Fahrt. Ein wahres Gag-Feuerwerk wird gezündet und wenn man aufmerksam zuhört schwingt neben offensichtlicher Kritik auch jede Menge unterschwellige Kritik mit.
Gott sei Dank wird das ganze nie einseitig. Da moniert man sich nicht nur über den Kommunismus, sondern die amerikanische Besatzungsmacht bekommt auch ihr Fett weg. Und das gelingt ! Das Niveau bleibt hoch !
Jetzt bleibt nur noch zu erwähnen, dass das ganze den geschichtlichen Hintergrund gut integriert und ein eigentlich heikles Thema adäquat aufarbeitet. Was will man mehr ?
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ElMagico 2011/05/19 21:53:41
Kommentar löschenEhrlich gesagt hatte ich Anfangs etwas Angst, dass "One,two,three" eine sehr einseitige Angelegenheit wird. Denn zu Beginn war, zumindest mir, noch nicht gänzlich klar, ob hier schon überdrehter Sarkasmus waltet oder ob dies nicht ein als Komödie verkleideter Pro-Amerikanischer Film ist. Aber zum Glück ist Billy Wilder ein Guter und nach einer gewissen Zeit bekommen die Amerikaner genauso ihr Fett weg, wie Russen und Deutsche. Dabei verzichtet Wilder komplett auf irgendwelche Feinheiten oder Nuancen, die 3 Parteien sind als pures Klischee dargestellt, sprich Turbokapitalisten, Sozialisten und Ex-Nazis. Wer sich an sowas stört, der hat mit "One, two, three" sicherlich keine Freude.
Wer dies aber Beiseite lassen kann, denn erwartet eine Bilderbuch-Komödie. Der Film startet von 0 auf 100, behält über 100 Minuten ein irrwitziges Tempo bei und hat eine Dichte an Gags und Situationskomik, dass einem Schwindelig wird. Und das Grossartige ist: Es sind zumeist keine dummen Schoten, das alles ist wirklich Witzig und ist vorallem vollkommen Durchdacht. Gerade die gegenseitigen Fotzeleien zwischen Amerikanern und Russen, bzw. Ostdeutschen, zeugen von Intelligenz und machen einfach Spass.
Es sind ein Haufen bekannter Deutscher Akteure zu Sichten, wobei mir hier Ralf Wolter am besten gefielt. Prinzipiell gibt es Schauspielerisch keine Ausfälle und auch wenn hier, schon aufgrund des rasanten Tempos von "One, two, three", jeder Akteur aufspielt als sei er auf Speed, gibt es doch keinerei Overacting. Szenenapplaus hierfür!
Zu keinem Moment eine wirkliche Aufarbeitung des Kalten Krieges, aber wenn man sich auf eine übersprudelnde Komödie zu diesem Thema einlassen kann, die trotzdem ihre intelligenten Seitenhiebe hat, dann sehe ich rein gar nichts, dass man an diesem Film aussetzen könnte.
Heutzutage würden aus all den Ideen, Dialogen und Gags 4 oder 5 mittelmässige Komödien gedreht...also lieber die hier schauen...lohnt sich!
bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Joe Gillis 2011/05/19 22:37:18
Antwort löschenSchöner Kommentar, wobei ich ja sagen würde, daß »One, Two, Three« die einzige wirkliche Aufarbeitung des Kalten Krieges ist… ;)
ElMagico 2011/05/19 22:56:59
Antwort löschenVon der Seite der Lächerkeit her...ja da hast du Recht ;)
BigDi 2011/04/16 17:38:20
Kommentar löschenWo bleibt sie nur heute, die Satire, welche in alle Richtungen austeilt und dabei in keiner Sekunde bieder, aufgesetzt oder langweilig wird? Hier wird nichts und niemand verschont und der Kalte Krieg verkommt zu eben dem mit Parolen ausgetragenen Schwanzvergleich, den er seit je darstellte. "Soviet missiles - Venus! American missiles - Miami beach!" versus "Any world that can produce the Taj Mahal, William Shakespeare, and Stripe toothpaste can't be all bad." und als Schlachtfeld das Zentrum des Landes der sicherlich Unbeteiligten ("Adolf who?"), aber dennoch stets zum Kampf Bereiten ("General alarm, complete mobilization!" - "Ah, like the good old days, yes, sir!"). Höchtes Tempo, höchste Dialogkunst, höchster Biss - so und nicht anders muss Satire sein, die selbst angesichts der größten Misere keine Angst und keinen Skrupel hat, die Lächerlichkeit dieser auf Zelluloid zu bannen.
"We must overproduce the West! - "I hear they got a new plan now. Instead of one woman taking nine months have a baby they gonna put nine women to work on it and do it in one month."
"You're back in the SS - Smaller Salary!"
"Maybe we voted for the wrong man." - "That couldn't happen in Russia." - "They don't make mistakes?" - "They don't vote."
And the list could go on and on...
bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
SkyaTravers 2011/03/30 22:02:53
Kommentar löschenWirklich unterhaltsamer Film, von dem heutige Filme weit weit entfernt sind.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
luuuc 2010/11/10 17:37:12
Kommentar löschenwir haben den film heute in geschichte gesehn, weil wir gerade das thema im unterricht haben :D
ich fand ihn echt superlustig, hätte aber nie gedacht, dass der film allen aus unserer klasse so gut gefallen würde. sowas nennt man dann zeitlos?
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
moep0r 2010/08/29 18:04:34
Kommentar löschenKlasse Film, der genau wie Some like it hot zum Ende hin immer hektischer wird, aber dennoch nichts an Witzigkeit einbuesst!
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Marie Krolock 2010/07/13 01:57:55
Kommentar löschenEin wunderbarer, fetziger, zum Brüllen komischer, satirischer und spritziger Billy Wilder Film!
"Solange es noch Briefmarken mit Pfefferminzgeschmack gibt, ist die Welt nicht verloren!"
"Sitzen machen"
"Jawohl mein Führer"
Großartig! Es ist unglaublich, wieviel Witz in diesem Film steckt.
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
mikkean 2010/07/13 13:13:59
Antwort löschenAbsoluter Kultfilm und seiner Zeit sogar voraus.
Kill_Diether 2010/05/09 18:24:37
Kommentar löschenHabe den tatsächlich 1990 in einem Berliner
Kino gesehen. Bin kein Fan von alten Filmen,
aber das war ein Erlebnis, alles andere als
angestaubt. Frisch, frech, fetzig, sehr unterhaltsam
und mit Aha(hahaha)-Lerneffekt.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mmugi 2009/11/02 21:22:41
Kommentar löschenTemporeiche Komödie auf allerhöchstem Niveau.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Heiderditte 2009/10/22 10:29:11
Kommentar löschenSaulustig aber gegen Ende war er mir etwas zu hektisch!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
strangelet 2009/10/17 18:53:13
Kommentar löschenEigentlich ist das ja übelste kapitalistische Propaganda, aber mit Propagandisten wie Billy Wilder ist es immerhin kein Wunder, dass die Amis den kalten Krieg am Ende gewonnen haben. Ein Geniestreich!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Brentano 2010/10/16 23:15:08
Antwort löschenHerr strange, .. wer sagt denn, das "die Amis" den kalten Krieg "gewonnen" haben, ihre sehr oberflächliche und "mainstream" artige Einschätzung der politischen Verhältnisse ist doch wohl mehr als spärlich/dürftig und ging es darum, zu "gewinnen",..Der Film ist gut weil er schnell und brilliant besetzt ist, .. Coca Cola ist dazu ein Vorwand wie jeder andere auch, ..?
Deep Ford 2009/09/24 12:30:57
Kommentar löschenRichtig, richtig witziger intelligenter Humor, gepaart mit ein paar derben Schenkelklopfern und einer herrlichen Verarsche des Kapitalismus und Kommunismus gleichermaßen! So sieht filmische Anarchie aus.
Und Lilo ist Zucker.^^
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kris 2009/06/18 17:59:56
Kommentar löschen"Die Situation ist hoffnunglos - aber nicht ernst." - Einfach so lustig.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
John_Xisor 2009/05/24 21:24:54
Kommentar löschenBilly Wilders Geniestreich mit Späterfolg ist eine der besten Komödien aller Zeiten. Wer des Englischen mächtig ist sollte sich in jedem Fall das Original ansehen denn wie schon in Carol Reeds "Der dritte Mann" sprechen die Darsteller Deutsch und Englisch was zu einem herrlichen Kauderwelsch führt.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten