Es ist unerheblich, ob Roehler der schwierigen, eigentlich unverfilmbaren, Vorlage gerecht wird. Entscheidend ist, ob "Elementarteilchen - der Film" als Film funktioniert oder nicht. Und das tut er auf eine sehr berührende, ehrliche Art. Wir erleben, wie zwei Menschen fast krampfhaft nach dem ihnen eigentlich doch zustehenden Stück Glück suchen, und es, wenn es ihnen dann tatsächlich in Gestalt einer Frau einmal erscheint, aus tiefsten unverarbeiteten Verlustängsten regelrecht einzementieren wollen.
Heiß und Eiskalt ergibt lauwarm, und allenfalls lauwarm ist dieser Film. Man könnte konstatieren: Roehler war noch nie so human, wie hier. Man könnte sagen: ein sanfter Film, ein Film, der an das Glück und an die Liebe glaubt, und der darüber trauert, dass beides so selten ist. Man muss aber auch feststellen: Dieser Roehler-Film ist nicht nur Houellebecq ohne Houellebecq, er ist Roehler ohne Roehler. Ihm fehlt alles für Roehler Typische, Wichtige, und was dann noch übrig bleib, ist banal. Männerweinerlichkeit vor allem, Spießigkeit, die sich ernst nimmt auch und insgesamt eine seltsam artifizielle Welt.
Das Duo hat aus dem Stoff einen Film mit Tempo und Witz gemacht und ist weder über des Autors verbale Erbarmungslosigkeit gestolpert noch über dessen Hang zum Pornografischen. Aus dem Drama um zwei verquere Halbbrüder sind zwei ungewöhnliche Liebesgeschichten geworden, einfühlsam und mit seltener Offenheit erzählt.
Das fleischliche Verlangen, die traurigen Versuche, ihm auf Sex-Camps oder auf Swinger-Abenden zu genügen, werden recht brav, fast bieder ins Bild gesetzt. Jedenfalls mit einer Zurückhaltung, wie man sie von einem Oskar Roehler durchaus nicht gewohnt ist.
Hängen Sex und Gewalt, Liebe und Kriege eigentlich zusammen? Es waren die offenen Tabubrüche des umstrittenen Autors Michel Houellebecq, die dafür Sorge trugen, dass sich die 1998 erschienene Gesellschaftsgroteske "Les particules élémentaires" - vielleicht das Skandalbuch des ausgehenden 20. Jahrhunderts - weit über Frankreich hinaus so sensationell verkauft hat. Nun kommt der "ultimative Film nach einem Wahnsinnsroman" ins Kino. Soweit jedenfalls die (Selbst-)einschätzung von Regisseur Roehler.
Eine Geschichte zum einschlafen und an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Die paar Punkte gibts für die tollen Schauspieler, die ihre Sache doch sehr gut gemacht haben.
Schräger, interessanter Film mit einigen sehr guten, intensiven Szenen. Jedoch hat der Film bei mir zuviele Fremdschamgefühle erweckt, was ich nicht so mag. Ein paar Szenen sind auch etwas ins lächerliche geraten. Insgesamt aber sehenswert.
Das Buch ist ganz, ganz großartig, weil Michel einfach so unglaublich viel zu sagen hat. Wie auch Ausweitung der Kampfzone, wenn auch in geringerem Ausmaß, lebt es m. M. n. weniger von der Story per se als von den philosophisch-naturwissenschaftlichen Gedanken, die auf zahlreichen Seiten formuliert werden; das macht es sicher sehr schwierig, den Roman zu verfilmen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass viele Szenen gar keinen Sinn ergeben, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Auch was hier jemand über die Darstellung von Brunos Sexualleben schreibt, ist sehr gut nachvollziehbar; im Buch wie auch im Film ist es sehr detailliert, aber im Roman wird sehr auf Gründe und Ursachen eingegangen, das macht die These des Autors begreifbar, die im Film m. E. kaum zu verstehen ist. Die Szene mit Bruno und dem Mädchen aus der ersten Reihe im Klassenraum ist im Buch sehr ergreifend und dort ergibt sie auch Sinn, es wird Bezug genommen auf Brunos Kindheit und Jugend, auf eine ähnliche Situation, die ihm in seiner Vergangenheit widerfahren ist. Auch dass Bruno sich in der kurzen Zeit so extrem an Christiane bindet, die er ja noch kaum zu kennen scheint, auch sein späteres Zögern würde ich wahrscheinlich sehr unlogisch finden, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte.
Jemand schreibt hier, es sei unerheblich, ob der Film dem Roman entspricht; entscheidend sei, ob der Film per se funktioniert. Das mag sein, ja, aber die Kommentare derer, die vieles nicht verstanden haben, bestätigen leider meinen Eindruck: Der Film per se ergibt kaum Sinn.
Ich bin mir sehr sicher, dass ich diesen Film zu hoch bewerte, einfach weil das Buch aus Michels Feder stammt. Die einzige Verfilmung seiner Romane, die mir noch fehlt, ist Die Möglichkeit einer Insel, die auch sehr schlechte Kritiken bekommt. Das enttäuscht. Vielleicht lässt man in Zukunft einfach die Finger von ihm.
Ich finde auch das der Film sehr langatmig ist und mit einigem Ballast aufgebläht wurde. Ich bin kein Fan von Moritz Bleibtreu, aber in diesem Film war er okay. Trotz wirrer Story und der oben genannten Kritik ist es kein absoluter Reinfall.
Man fragt sich am Anfang des Films: "Was soll das jetzt?". Man fragt es sich in der Mitte. Und man fragt es sich am Ende. Manche Stellen im Film sind einfach sinnlos und unschlüssig. Vielleicht versteht man sie, wenn man das Buch gelesen hat. Insgesamt lässt der Film einen verstört zurück und man weiß nicht, ob dies gewollt ist oder nicht..
Den ganzen Film ueber hab ich mich gefragt was mir die Macher mit der detailierten Aufzaehlung und Darstellung von Bruno Sexleben sagen wollten...hatte das relevanz fuer die Handlung oder wurde einfach nach einem Vorwand gesucht Nackte Haut zu zeigen?? RTL2 laesst gruessen...sehr schwache Leistung..Die Hauptdarsteller find ich gut.. nur leider bringt uns das hier auch nicht weiter
Ein schönes Filmerlebnis, sinnlicher in der cinematographischen Umsetzung, sprich Bebilderung als das Buch. Der Film insgesamt gesehen sogar besser als das Buch, da es jeglichen Zynismus meidet aber nichts gegen tragikomische Szenen einzuwenden hat. Angenehm Bleibtreu mal nicht als Kumpel zu sehen. So finde ich ihn wirklich viel besser, wenn er auch mal verletzlich ist und nicht den mit Humor behafteten Helden geben muss. Roehler erzählt die Geschichte und zergeht sich nicht in Details. Es wäre auch schade, wenn man sich an diesen weiden würde. Ein bisschen zu viel Geklimper im Soundtrack. Die Optik der 70iger ganz hervvorragend, die Farben so extrem überbetont, aber nicht zu weichzeichnerisch. Sehr gut gelungen. Bravo.
Die Schauspieler (bis auf Ochsenknecht) machen ihren Job gut... sehr gut sogar. Im Vordergrund stehen natürlich Ulmen und Bleibtreu, welche ihre Rollen sehr gut füllen. Besonders Letzerer sorgt durch sein Schauspiel ein ums andere Mal für einen überraschten, aber auch anerkennenden Gesichtsausdruck.
Glücklicherweise wurde die teilweise zu extreme Romanvorlage deutlich abgeschwächt dargestellt und so lässt sich der Film (fast) ohne Ekel und Abscheu ertragen.
Da die Protagonisten allerdings sowohl in Buch alsauch Film viel zu außergewöhnliche Charaktere sind, kann man sich mit diesen nicht wirklich identifizieren und so sind ihre Geschichten und Probleme einfach zu fremd, um sie auf die eigenen projizieren zu können.
Während zu Beginn des Films noch viel Neues und Unterhaltsames geschieht, zieht sich das Ende und nimmt dem Film etwas an Qualität. Nichtsdestotrotz: 7,5 Punkte!
Also dieses Drama, wie ich es nennen würde trifft mal nicht so ganz meinen Geschmack. Die Schauspieler spielen zwar überzeugend, aber mit der Story und dem Erzählstil kann ich mich irgendwie nicht so ganz anfreunden. War dann doch ganz froh als der Film dann vorbei war.
Mit Abstand einer der langweiligsten, farblosesten Identitätsfilme des deutschen Kinos. Es gibt einige witzige Momente im Film, die ihn kurzzeitig aus der Schublade herausholen, aber unter dem Strich bleibe ich gelangweilt.
Ich kenn das Buch nicht ...aber ich fand den Film ganz gut!
Klasse fand ich das bekannte Schauspieler mal aus der Rolle fielen.
Ich mein wann bekommt man sonst schon einen widerlichen Bleibtreu und einen ernsthaften Ulmen zu sehen?!
Musste man sich zwar erst dran gewöhnen aber doch!
Sowas finde ich mutig und gut!
Also, ich habe das erste Buch von diesem Schriftsteller gelesen. Doch das Buch ist sehr gut geschrieben und ich bin mir sicher, dass er den "Nerv der Zeit" getroffen hat. Und es trifft sicherlich zu, so sehe ich das aus heutiger Sicht. Jetzt nicht bei allen, aber bei vielen, die genau diesen Typ verkörpern. Den Film Elementarteilchen (das 2. Buch) habe ich dann gesehen und auch der Film ist kameratechnisch, schauspielerisch sowie regietechnisch durchaus gut gemacht, also diese Einstellungen, ein Traum (nein, das war etwas spitz ausgedrückt, ist durchaus richtig für diesen Film). Man sollte den Film jedoch als Fiktion sehen erst mal. Jedoch falls dieser Film auf Gerüchte beruht, die eventuell einer Person schaden, sozial und arbeitstechnisch und in jedem Sinne, denn das würde er, ist das natürlich äusserst ungünstig für diese Person und auch alle beteiligten Personen. Sollte diese Person jetzt von diesen Gerüchten gar nichts wissen, da sie das Gezeigte doch gar nicht kennt, ist das gleich noch ungünstiger, da dann das Ganze auf Lügen basiert und diese Person nun dementsprechend behandelt wird, obwohl sie davon ja gar nichts weiß. Was sich nochmal äusserst ungünstig auswirkt. Ich würde sagen, das sich das dann potenziert. Ich meine die Einstellungen der Kamera, ein Traum, genau das muss man doch sagen im Jargon der Filmkritiker... Also müssen kurz zusammenfassen: Diese Person weiß von gar nichts: Nun gehen aber alle anderen davon aus, dass diese Person das so erzählt und erlebt hat, was aber nicht stimmt. Also WER ist die LEIDTRAGENDE?????? Sehr gut: diese Person, wir kommen schon noch gemeinsam drauf. Aber wer sollte eigentlich zur Verantwortung gezogen werden? Sehr gut: diejenigen, die solche Sachen in dem Namen dieser Person erzählen und lügen. Und was machen wir mit diesen Personen?? Na ja, wie gesagt, diese Einstellungen der Kamera ein Traum. Nein, der Film ist, wenn man ihn neutral betrachtet gut. Jedoch ist es weit unangenehmer, wenn diese Geschichten über jemanden erzählt werden und ihn damit schaden will.
@Hitmanski: Könnte etwas von Gedankendrängen oder Ideenflucht haben, etwas zerfahren wirkt es auch... allerdings stehen Hobbypsychologen bestimmt auch auf ihrer Todesliste ;)
(wobei man in der anonymen Welt des Internets aufgrund Fällen wie diesen immer häufiger auf dieses Halbwissen angewiesen ist...)
@1000maria, keine Angst, das mit dem Halbwissen habe ich auf mich selbst bezogen ;)
Elementarteilchen gibt Einblick in das Leben zweier Halbbrüder die unterschiedlicher nicht sein könnten. Er beleuchtet dabei den Zusammenhang zwischen Liebe, Sex und Fortpflanzung und wirft die Frage auf in wie weit diese 3 Themen überhaupt noch als zusammenhängendes Thema Beziehung in unsere Zeit passen.
Das Staraufgebot sorgt für authentische Dialoge und gibt den Charaktären eine gewisse Tiefe.
Einer der besten deutschen Filme, die ich bisher sehen durfte.
Wer vorausgesagt hatte, dass der Roman von Houellebecq nur sehr schwer zu verfilmen sei, liegt nun vollkommen daneben. Eine interessante mit vielen Stars besetzte Handlung nimmt den Zuschauer von Anfang an gefangen und hält ihn nicht unbeeindruckt bis zum Ende fest. Durch die Sozialkritik auf die Hippies und Aussteiger der siebziger Jahre bekommt das Ganze auch noch eine humorvolle Seite. Das größte aber ist der Schluss, der so genial optisch umgesetzt worden ist, dass er - obwohl eigentlich tragisch - uns versöhnlich zurücklässt. Das ist besser gelungen als im Roman, der diese Möglichkeiten nicht hatte. Vor allem Moritz Bleibtreu und Martina Gedeck in ihrer schärfsten Rolle spielen besonders ergreifend. Gelungen und gekonnt gemacht.
Schwere Kost ... doch gute Kost.
Sicherlich kein Film, der die breite Masse ansprechen wird, aber ich wurde wirklich davon überzeugt. Nicht nur von den Schauspielern, sondern auch von der Thematik.
Und ich bin sehr froh, dass ich den Film gesehen habe, denn ... in einer Psychologie-Prüfung über psychische Störungen vor zwei Jahren kam eigentlich haargenau die Geschichte des Charakters von Moritz Bleibtreu dran ;-)
Im Grunde genommen ist "Elementarteilchen" der Wink mit dem ganzen Zaun, der zeigen soll das wir von Huxleys "Brave New World" garnicht so weit weg sind. Der Film hat mich tief berührt und zum Denken angeregt. Ist es sinnvoll Sex und Fortpflanzung strickt zu trennen?
Vieles im Film habe ich nicht verstanden. Aber das ist gut. Das wird dafürsorgen, das mir das Drama eine Weile in Gedanken bleibt und mich zum Nachdenken zwingt. Im Buch soll die Geschichte wohl anders enden und ich muss sagen das mir das Buchende weit besser gefällt und besser zu "Brave new World" passt. Ich muss weiter darüber nachdenken...
Elementarteilchen - Kritik
DE 2006 Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Drama, Horrorfilm, Kinostart 23.02.2006
Kritiken (5) — Film: Elementarteilchen
Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenEs ist unerheblich, ob Roehler der schwierigen, eigentlich unverfilmbaren, Vorlage gerecht wird. Entscheidend ist, ob "Elementarteilchen - der Film" als Film funktioniert oder nicht. Und das tut er auf eine sehr berührende, ehrliche Art. Wir erleben, wie zwei Menschen fast krampfhaft nach dem ihnen eigentlich doch zustehenden Stück Glück suchen, und es, wenn es ihnen dann tatsächlich in Gestalt einer Frau einmal erscheint, aus tiefsten unverarbeiteten Verlustängsten regelrecht einzementieren wollen.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenHeiß und Eiskalt ergibt lauwarm, und allenfalls lauwarm ist dieser Film. Man könnte konstatieren: Roehler war noch nie so human, wie hier. Man könnte sagen: ein sanfter Film, ein Film, der an das Glück und an die Liebe glaubt, und der darüber trauert, dass beides so selten ist. Man muss aber auch feststellen: Dieser Roehler-Film ist nicht nur Houellebecq ohne Houellebecq, er ist Roehler ohne Roehler. Ihm fehlt alles für Roehler Typische, Wichtige, und was dann noch übrig bleib, ist banal. Männerweinerlichkeit vor allem, Spießigkeit, die sich ernst nimmt auch und insgesamt eine seltsam artifizielle Welt.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenDas Duo hat aus dem Stoff einen Film mit Tempo und Witz gemacht und ist weder über des Autors verbale Erbarmungslosigkeit gestolpert noch über dessen Hang zum Pornografischen. Aus dem Drama um zwei verquere Halbbrüder sind zwei ungewöhnliche Liebesgeschichten geworden, einfühlsam und mit seltener Offenheit erzählt.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDas fleischliche Verlangen, die traurigen Versuche, ihm auf Sex-Camps oder auf Swinger-Abenden zu genügen, werden recht brav, fast bieder ins Bild gesetzt. Jedenfalls mit einer Zurückhaltung, wie man sie von einem Oskar Roehler durchaus nicht gewohnt ist.
Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenHängen Sex und Gewalt, Liebe und Kriege eigentlich zusammen? Es waren die offenen Tabubrüche des umstrittenen Autors Michel Houellebecq, die dafür Sorge trugen, dass sich die 1998 erschienene Gesellschaftsgroteske "Les particules élémentaires" - vielleicht das Skandalbuch des ausgehenden 20. Jahrhunderts - weit über Frankreich hinaus so sensationell verkauft hat. Nun kommt der "ultimative Film nach einem Wahnsinnsroman" ins Kino. Soweit jedenfalls die (Selbst-)einschätzung von Regisseur Roehler.
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Kommentare (40) — Film: Elementarteilchen
Kommentar schreibenalgenflo 2011/11/12 10:41:23
Kommentar löschenEine Geschichte zum einschlafen und an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Die paar Punkte gibts für die tollen Schauspieler, die ihre Sache doch sehr gut gemacht haben.
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Hauserfritz 2011/09/13 20:49:06
Kommentar löschenSchräger, interessanter Film mit einigen sehr guten, intensiven Szenen. Jedoch hat der Film bei mir zuviele Fremdschamgefühle erweckt, was ich nicht so mag. Ein paar Szenen sind auch etwas ins lächerliche geraten. Insgesamt aber sehenswert.
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perpetuum mobile 2011/07/13 10:31:16
Kommentar löschenMoritz Bleibtreu und Christian Ulmen in einem Film? Das kann ja nur ein Meisterwerk werden!
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Narcissa 2011/07/07 14:27:42
Kommentar löschenDas Buch ist ganz, ganz großartig, weil Michel einfach so unglaublich viel zu sagen hat. Wie auch Ausweitung der Kampfzone, wenn auch in geringerem Ausmaß, lebt es m. M. n. weniger von der Story per se als von den philosophisch-naturwissenschaftlichen Gedanken, die auf zahlreichen Seiten formuliert werden; das macht es sicher sehr schwierig, den Roman zu verfilmen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass viele Szenen gar keinen Sinn ergeben, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Auch was hier jemand über die Darstellung von Brunos Sexualleben schreibt, ist sehr gut nachvollziehbar; im Buch wie auch im Film ist es sehr detailliert, aber im Roman wird sehr auf Gründe und Ursachen eingegangen, das macht die These des Autors begreifbar, die im Film m. E. kaum zu verstehen ist. Die Szene mit Bruno und dem Mädchen aus der ersten Reihe im Klassenraum ist im Buch sehr ergreifend und dort ergibt sie auch Sinn, es wird Bezug genommen auf Brunos Kindheit und Jugend, auf eine ähnliche Situation, die ihm in seiner Vergangenheit widerfahren ist. Auch dass Bruno sich in der kurzen Zeit so extrem an Christiane bindet, die er ja noch kaum zu kennen scheint, auch sein späteres Zögern würde ich wahrscheinlich sehr unlogisch finden, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte.
Jemand schreibt hier, es sei unerheblich, ob der Film dem Roman entspricht; entscheidend sei, ob der Film per se funktioniert. Das mag sein, ja, aber die Kommentare derer, die vieles nicht verstanden haben, bestätigen leider meinen Eindruck: Der Film per se ergibt kaum Sinn.
Ich bin mir sehr sicher, dass ich diesen Film zu hoch bewerte, einfach weil das Buch aus Michels Feder stammt. Die einzige Verfilmung seiner Romane, die mir noch fehlt, ist Die Möglichkeit einer Insel, die auch sehr schlechte Kritiken bekommt. Das enttäuscht. Vielleicht lässt man in Zukunft einfach die Finger von ihm.
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vuvuzela 2011/02/28 21:47:48
Kommentar löschenIch finde auch das der Film sehr langatmig ist und mit einigem Ballast aufgebläht wurde. Ich bin kein Fan von Moritz Bleibtreu, aber in diesem Film war er okay. Trotz wirrer Story und der oben genannten Kritik ist es kein absoluter Reinfall.
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MartinAusBerlin 2011/02/13 23:37:03
Kommentar löschenMan fragt sich am Anfang des Films: "Was soll das jetzt?". Man fragt es sich in der Mitte. Und man fragt es sich am Ende. Manche Stellen im Film sind einfach sinnlos und unschlüssig. Vielleicht versteht man sie, wenn man das Buch gelesen hat. Insgesamt lässt der Film einen verstört zurück und man weiß nicht, ob dies gewollt ist oder nicht..
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Quhefner 2011/01/09 06:59:55
Kommentar löschenDen ganzen Film ueber hab ich mich gefragt was mir die Macher mit der detailierten Aufzaehlung und Darstellung von Bruno Sexleben sagen wollten...hatte das relevanz fuer die Handlung oder wurde einfach nach einem Vorwand gesucht Nackte Haut zu zeigen?? RTL2 laesst gruessen...sehr schwache Leistung..Die Hauptdarsteller find ich gut.. nur leider bringt uns das hier auch nicht weiter
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statist 2011/01/06 23:27:58
Kommentar löschenEin schönes Filmerlebnis, sinnlicher in der cinematographischen Umsetzung, sprich Bebilderung als das Buch. Der Film insgesamt gesehen sogar besser als das Buch, da es jeglichen Zynismus meidet aber nichts gegen tragikomische Szenen einzuwenden hat. Angenehm Bleibtreu mal nicht als Kumpel zu sehen. So finde ich ihn wirklich viel besser, wenn er auch mal verletzlich ist und nicht den mit Humor behafteten Helden geben muss. Roehler erzählt die Geschichte und zergeht sich nicht in Details. Es wäre auch schade, wenn man sich an diesen weiden würde. Ein bisschen zu viel Geklimper im Soundtrack. Die Optik der 70iger ganz hervvorragend, die Farben so extrem überbetont, aber nicht zu weichzeichnerisch. Sehr gut gelungen. Bravo.
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Zurbinjo 2010/12/23 20:41:34
Kommentar löschenDie Schauspieler (bis auf Ochsenknecht) machen ihren Job gut... sehr gut sogar. Im Vordergrund stehen natürlich Ulmen und Bleibtreu, welche ihre Rollen sehr gut füllen. Besonders Letzerer sorgt durch sein Schauspiel ein ums andere Mal für einen überraschten, aber auch anerkennenden Gesichtsausdruck.
Glücklicherweise wurde die teilweise zu extreme Romanvorlage deutlich abgeschwächt dargestellt und so lässt sich der Film (fast) ohne Ekel und Abscheu ertragen.
Da die Protagonisten allerdings sowohl in Buch alsauch Film viel zu außergewöhnliche Charaktere sind, kann man sich mit diesen nicht wirklich identifizieren und so sind ihre Geschichten und Probleme einfach zu fremd, um sie auf die eigenen projizieren zu können.
Während zu Beginn des Films noch viel Neues und Unterhaltsames geschieht, zieht sich das Ende und nimmt dem Film etwas an Qualität. Nichtsdestotrotz: 7,5 Punkte!
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Scipio 2010/11/14 19:09:21
Kommentar löschenEin merkwürdig krasser Film.
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Filmkenner77 2010/10/07 12:50:21
Kommentar löschenSehr stark gespielt. Wenn man sich auf den Film einlässt, wird man belohnt und positiv überrascht sein.
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Bäda 2010/10/05 18:24:25
Kommentar löschenAlso dieses Drama, wie ich es nennen würde trifft mal nicht so ganz meinen Geschmack. Die Schauspieler spielen zwar überzeugend, aber mit der Story und dem Erzählstil kann ich mich irgendwie nicht so ganz anfreunden. War dann doch ganz froh als der Film dann vorbei war.
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filmtipp 2010/09/01 08:54:58
Kommentar löschenMit Abstand einer der langweiligsten, farblosesten Identitätsfilme des deutschen Kinos. Es gibt einige witzige Momente im Film, die ihn kurzzeitig aus der Schublade herausholen, aber unter dem Strich bleibe ich gelangweilt.
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micomahn 2010/08/27 00:03:46
Kommentar löschenIch kenn das Buch nicht ...aber ich fand den Film ganz gut!
Klasse fand ich das bekannte Schauspieler mal aus der Rolle fielen.
Ich mein wann bekommt man sonst schon einen widerlichen Bleibtreu und einen ernsthaften Ulmen zu sehen?!
Musste man sich zwar erst dran gewöhnen aber doch!
Sowas finde ich mutig und gut!
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1000maria 2010/07/10 13:48:15
Kommentar löschenAlso, ich habe das erste Buch von diesem Schriftsteller gelesen. Doch das Buch ist sehr gut geschrieben und ich bin mir sicher, dass er den "Nerv der Zeit" getroffen hat. Und es trifft sicherlich zu, so sehe ich das aus heutiger Sicht. Jetzt nicht bei allen, aber bei vielen, die genau diesen Typ verkörpern. Den Film Elementarteilchen (das 2. Buch) habe ich dann gesehen und auch der Film ist kameratechnisch, schauspielerisch sowie regietechnisch durchaus gut gemacht, also diese Einstellungen, ein Traum (nein, das war etwas spitz ausgedrückt, ist durchaus richtig für diesen Film). Man sollte den Film jedoch als Fiktion sehen erst mal. Jedoch falls dieser Film auf Gerüchte beruht, die eventuell einer Person schaden, sozial und arbeitstechnisch und in jedem Sinne, denn das würde er, ist das natürlich äusserst ungünstig für diese Person und auch alle beteiligten Personen. Sollte diese Person jetzt von diesen Gerüchten gar nichts wissen, da sie das Gezeigte doch gar nicht kennt, ist das gleich noch ungünstiger, da dann das Ganze auf Lügen basiert und diese Person nun dementsprechend behandelt wird, obwohl sie davon ja gar nichts weiß. Was sich nochmal äusserst ungünstig auswirkt. Ich würde sagen, das sich das dann potenziert. Ich meine die Einstellungen der Kamera, ein Traum, genau das muss man doch sagen im Jargon der Filmkritiker... Also müssen kurz zusammenfassen: Diese Person weiß von gar nichts: Nun gehen aber alle anderen davon aus, dass diese Person das so erzählt und erlebt hat, was aber nicht stimmt. Also WER ist die LEIDTRAGENDE?????? Sehr gut: diese Person, wir kommen schon noch gemeinsam drauf. Aber wer sollte eigentlich zur Verantwortung gezogen werden? Sehr gut: diejenigen, die solche Sachen in dem Namen dieser Person erzählen und lügen. Und was machen wir mit diesen Personen?? Na ja, wie gesagt, diese Einstellungen der Kamera ein Traum. Nein, der Film ist, wenn man ihn neutral betrachtet gut. Jedoch ist es weit unangenehmer, wenn diese Geschichten über jemanden erzählt werden und ihn damit schaden will.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Pepilotta 2010/10/03 13:28:24
Antwort löschen@Hitmanski: Könnte etwas von Gedankendrängen oder Ideenflucht haben, etwas zerfahren wirkt es auch... allerdings stehen Hobbypsychologen bestimmt auch auf ihrer Todesliste ;)
(wobei man in der anonymen Welt des Internets aufgrund Fällen wie diesen immer häufiger auf dieses Halbwissen angewiesen ist...)
@1000maria, keine Angst, das mit dem Halbwissen habe ich auf mich selbst bezogen ;)
cpt. chaos 2010/07/08 12:57:24
Kommentar löschenHat mich zwar nun nicht unbedingt vom Hocker gerissen, trotzdem hat diese Tragikkomödie etwas.
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p!vo 2010/02/06 14:06:23
Kommentar löschenElementarteilchen gibt Einblick in das Leben zweier Halbbrüder die unterschiedlicher nicht sein könnten. Er beleuchtet dabei den Zusammenhang zwischen Liebe, Sex und Fortpflanzung und wirft die Frage auf in wie weit diese 3 Themen überhaupt noch als zusammenhängendes Thema Beziehung in unsere Zeit passen.
Das Staraufgebot sorgt für authentische Dialoge und gibt den Charaktären eine gewisse Tiefe.
Einer der besten deutschen Filme, die ich bisher sehen durfte.
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8martin 2009/12/04 17:16:38
Kommentar löschenWer vorausgesagt hatte, dass der Roman von Houellebecq nur sehr schwer zu verfilmen sei, liegt nun vollkommen daneben. Eine interessante mit vielen Stars besetzte Handlung nimmt den Zuschauer von Anfang an gefangen und hält ihn nicht unbeeindruckt bis zum Ende fest. Durch die Sozialkritik auf die Hippies und Aussteiger der siebziger Jahre bekommt das Ganze auch noch eine humorvolle Seite. Das größte aber ist der Schluss, der so genial optisch umgesetzt worden ist, dass er - obwohl eigentlich tragisch - uns versöhnlich zurücklässt. Das ist besser gelungen als im Roman, der diese Möglichkeiten nicht hatte. Vor allem Moritz Bleibtreu und Martina Gedeck in ihrer schärfsten Rolle spielen besonders ergreifend. Gelungen und gekonnt gemacht.
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Telebaum 2012/01/29 23:57:01
Antwort löschenich lach mich tot
Dalia 2009/08/03 00:47:13
Kommentar löschenSchwere Kost ... doch gute Kost.
Sicherlich kein Film, der die breite Masse ansprechen wird, aber ich wurde wirklich davon überzeugt. Nicht nur von den Schauspielern, sondern auch von der Thematik.
Und ich bin sehr froh, dass ich den Film gesehen habe, denn ... in einer Psychologie-Prüfung über psychische Störungen vor zwei Jahren kam eigentlich haargenau die Geschichte des Charakters von Moritz Bleibtreu dran ;-)
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Chaosmacherin 2009/07/23 05:04:20
Kommentar löschenIm Grunde genommen ist "Elementarteilchen" der Wink mit dem ganzen Zaun, der zeigen soll das wir von Huxleys "Brave New World" garnicht so weit weg sind. Der Film hat mich tief berührt und zum Denken angeregt. Ist es sinnvoll Sex und Fortpflanzung strickt zu trennen?
Vieles im Film habe ich nicht verstanden. Aber das ist gut. Das wird dafürsorgen, das mir das Drama eine Weile in Gedanken bleibt und mich zum Nachdenken zwingt. Im Buch soll die Geschichte wohl anders enden und ich muss sagen das mir das Buchende weit besser gefällt und besser zu "Brave new World" passt. Ich muss weiter darüber nachdenken...
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