Elephants Dream

Elephants Dream (2006), NL
Laufzeit 11 Minuten, FSK 12, Historienfilm

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- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8 Community
67 Bewertungen
10 Kommentare
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von Bassam Kurdali und Samuel Fuller, mit William Engdahl und Lee Marvin

Der computergenerierte Kurzfilm, der hauptsächlich mit freier Software erstellt wurde, sorgt bereits seit einigen Wochen weltweit für großes Interesse und erfreut sich einer ständig wachsenden Fangemeinde: Proog (Tygo Gernandt) nimmt den jungen Emo (Cas Jansen) mit auf eine Reise in die Tiefen einer surrealen Maschinenwelt. Das ungleiche Paar schlägt sich durch zum scheinbar sichersten Platz in der ganzen Maschine, der jedoch ebenfalls einige Überraschungen bereithält.

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Kommentare (10) — Film: Elephants Dream

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LokisSon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Als Graphik-Demo konnte mich dieser schöne kleine Kurzfilm schon einmal gut unterhalten, was sicher zu einem großen Teil an der wundervollen Atmosphäre liegt, welche, wie hier schon des Öfteren angesprochen, sich sehr dem Steampunk verpflichtet und bei mir damit ohnehin noch einmal vermehrt Sympathiepunkte generieren kann.
Neben dieser schönen Form, hat allerdings auch der Inhalt etwas zu bieten. Diese greift Sprache als konstituierenden Faktor auf und spielt damit geschickt zwischen Realität und Fiktion.
Unbedingt mal reinschauen! "It is there..."

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Dead_Eye_Dodo

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Bewertung3.5Schwach

Mir unverständlich, wie sich dieser Film einer so großen Beliebtheit erfreuen kann. Zugegeben ist er aus grafischer Sicht nicht übel für ein Open Source Programm, dennoch gibt mir der kurze Trip in Fantasie und Vorstellungskraft nichts.

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reveal

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Elephants Dream funktioniert nicht nur als Grafik Demo, sondern auch als Kurzfilm mit Aha-Effekt.
Man bekommt gute Animationen und Effekte geboten. (Ich mochte die Glaseffekte am meisten.) Auch abseits der Grafik findet sich eine anfangs leicht verwirrende, aber sehr gute Geschichte, zu der ich erst kurz vor Ende ('Why can't you see?') einen wirklichen Bezug gefunden hab.
*Spoiler Warnung*
Meine Interpretation, kein Anspruch auf alleinige Richtigkeit. Elephants Dream ist eine Geschichte über einen verblendeten alten Mann, welcher versucht seinen Glauben Emo aufzuzwingen. Parallel zu den Geschichten und Überzeugungsversuchen des alten Mannes bekommt man seine Sicht auf die Welt visualisiert. Als sich Emo weigert, die Sichtweise des alten Mannes anzunehmen, wird dieser aggressiv und greift Emo an. Falls sich da jemand an gewisse Glaubensgemeinschaften erinnert fühlt, ist das bestimmt purer Zufall.

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ComicFan

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Bewertung0.0Hassfilm

Die anderen finden ihn zwar gut aber ich kann damit nichts anfangen...Die Figuren sehen schrecklich aus und 11 Minuten sind einfach viel zu kurz...Und das Ende ist ja wohl mehr als dumm...für mich ist das einzig positive dass man den Film kostenlos gucken kann...

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*frenzy_punk<3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

mit unglaublicher fantasie und origineller animation, schuf bassam kurdali ein kunstwerk der animationsfilme. die handlung ist einfach, dafür die bilder aber umso gigantischer und einfallsreicher. der soundtrack harmoniert hervorragend mit dem storygeschehen und steigert am ende die spannung enorm. durch zufall bin ich drauf gestoßen und ich muss sagen, dass "elephants dream" ein empfehlenswerter kurzfilm ist.

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tom777

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Bewertung2.5Ärgerlich

Eine Grafikdemo die zwar aus der zur verfügung stehenden Open Source Technik nahezu das Maximum herausholt,als Film aber nicht überzeugen kann und auch visuell keine neuen Massstäbe setzt.

Der Nachfolger "Big Buck Bunny" hat zumindest ein wenig Witz sowie eine bessere Handlung,doch Elephants Dream wird nur Leuten gefallen die sich von aufwendige Grafikdemos beeindrucken lassen oder selbst mit Blender arbeiten.

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dbeutner

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Da schließt Du aber etwas arg von Dir auf andere. Ich selbst arbeite nicht mit Blender und auch wenn mir sehr gute Grafikdemos gefallen können, würde ich in einer Demo noch lange keinen guten Kurzfilm sehen. Auch die Frage, ob ED "als Film nicht überzeugen kann", ist wohl eher die, ob er "als Film DICH nicht überzeugen kann". Das sei Dir ungenommen.

Was der Film schafft, sind vor allem Atmosphäre (dazu gehört mehr als Grafik an sich), Tempo / Takt / Rhythmus, und Stoff zum Rätseln. Wer von Trier und Tarkovsky mag, wird ED kaum ernsthaft als "pure Demo" empfinden. Und /gerade/ da es in erster Linie - natürlich - zunächst eine Demo ist, bin ich sehr davon fasziniert, mit welcher Liebe über das Grafische hinaus hier vorgegangen wurde. Das ist es, was ED sehr besonders macht, und was ihn von jeder anderen Grafikdemo um Meilen trennt.


jollyroger

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Bewertung7.0Sehenswert

Was passiert, wenn ein Haufen Enthusiasten mit Open-Source Werkzeugen einen Film realisieren und den unter die Creative Commons Lizenz stellen?

Richtig, der Film findet zum Einen schnell eine Fan-Gemeinschaft (was nicht schlecht sein muss) zum Anderen weckt er in uns allen den Gutmenschen-Instinkt(schlecht), weil man sowas einfach gern haben muss und will.

Als Folge davon gibt man seinen Sinn für Kritik an der Garderobe ab und gibt dem Film dann doch gerne mal 4 - 5 Punkte mehr und legitimiert das Ganze mit Aussagen wie "vielschichtig" und "interessant".

Jetzt zur Realität:

Das Ganze ist eine Tech-Demo, und das merkt man auch.
Die ach-so-vielschichtige-Handlung, die sich einige zusammenfabulieren, gibt es nicht, weil - ich wiederhole - es eine Demo ist, die aufzeigen sollte, was Blender leisten kann. FERTIG.
Das Ganze ist durchaus professionell zu nennen, "fantastisch" ist aber was anderes.
Handlung ist im Prinzip nicht existent, gleiches gilt für die Dialoge.

Graphisch: 7 Punkte
Story: 0 Punkte

Wäre eigentlich eine 3.5, aber ich verdopple auf 7 aufgrund meines persönlichen Gutmenschenbonus.

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jollyroger

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@Potzkoten:
"Och menno! Nur weil's umsonst ist, muss es doch nicht gleich unwertbar sein!"
Diesen Zusammenhang behaupte ich nirgends?
"also erwarte da kein Epos, wie es Hollywood immer in 100 Minuten zusammenstampfen will."
Das hab ich nicht.
"Und dass die meisten es kaum bei erster Sichtung verstehen, spricht ja wohl für den Film, oder?"
Das sehe ich nicht so, eine unverständliche Handlung kann ja auch bedeuten, das es von Anfang an keine Handlung gab....:-)

Anyway, ich will keinen dem Spaß an ELEPHANTS DREAM nehmen, aber bei so vielen hohen Bewertungen scheint mir hier einfach eine gehörige Portion Idealismus-Bonus miteingefloßen zu sein.
Und schlußendlich hab ich ihn ja auch nicht schlecht bewertet.
In diesem Sinne....


nurleben

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der ersten Open-Source-Filme und mein liebster bisher. Wunderbare Steampunkumgebung, geniale Optik, rätselhafte ansprechende Story, interessante Charaktere, guter Rhytmus, ein wunderschöner Kurzfilm :) :) :).

Hab damals sogar die DVD gekauft, um die Filmemacher zu unterstützen, obwohl es den Film zum kostenlosen Download gibt :). Apropos: Zeit, mir mal die HD-Version runterzuladen! *suchengeh* :)

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dbeutner

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Bewertung9.0Herausragend

Super-Kommentar von BiGBeN87, dem ich kaum etwas hinzuzufügen habe (außer, dass ich mit Brazil und Stalker großgeworden bin und Matrix (nur Teil 1) gut fand - und damit dürfte klar sein, dass mich Elephants Dream auf seine seltsame Art begeistert). Bloß nicht auf (kleinem) Röhrenfernseher sehen :-)

Eine Sache habe ich noch hinzuzufügen - den Film gibt es hier: http://orange.blender.org/download - und weitere Blender-Werke hier: http://www.blender.org/features-gallery/movies/

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BiGBeN87

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Bewertung10.0Herausragend

Elephant's Dream ist das erste Blender-Movie, erstellt von einer Hand voll Leute in enger Zusammenarbeit mit den Entwicklern des freien 3D-Renderers "Blender" und finanziert von der Blender Foundation.

Schon der Titel lässt Komplexes ahnen und der Film bleibt auch nicht hinter dieser Erwartung zurück. Elephant's Dream ist schräg und abgefahren in der Darstellung, tiefgründig und abgehoben in der Story. Daher versteht man diesen Streifen,beim ersten Sehen fast sicher nicht.

Eben diese Eigenschaft hat ihn für die Verwendung als unaufdringliche aber hübsch anzusehende Tech-Demo für großformatige Flachbildfernseher in den einschlägigen Elektronik-Märkten recht häufig Verwendung finden lassen. Ich hatte großen Spaß dabei, ihn immer wieder auf unterschiedlichen Displays zu sehen. Er eignete sich nämlich überaus gut dafür, das Sehen zu schulen und tatsächlich Unterschiede der Displays, Einstellungen und Übertragungsmethoden auszumachen.

"Listen!"

Wer beginnt, Elephants Dream zu verstehen, hat ihn wahrscheinlich mehr als drei Mal gesehen; am Anfang ist man doch sehr überfordert mit all den lustigen Ideen und der völlig frei drehenden Bildsprache. Doch wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat und sich darauf konzentrieren kann, die Grafik zu genießen und die Story zu analysieren, eröffnet sich in aller Kürze ein überaus dicht gesponnener Einblick in ziemlich grundlegende Konflikte vom modernen Menschen und seinen durch Technologie vergrößerten Fähigkeiten.

"And on the right you see: ... Nothing at all."

Elephants Dream ist kein sachlicher, kalter und technikverliebter Film, sondern zeigt einfühlsam die inneren Hürden mit denen "Emo" zu kämpfen hat. Sein kauziger Führer versucht ihn über das System aufzuklären, aber scheitert damit fatal. Emo zweifelt an, was man ihm lehrt und rebelliert gegen das ihn umgebende System aus Grenzen und Gesetzmäßigkeiten.

"Can't you see, Emo? It IS there!"

Elephants Dream ist sicher ein ziemliches Nerd-Filmchen. Wer ihn versteht und gut findet, der ist entweder mit "Matrix" oder "Brasil" aufgewachsen und will am liebsten in der der Zone aus "Stalker" leben und als Fremdenführer arbeiten. Die Welt ist völlig im Steam-Punk-Stil gehalten, was an sich schon ein Statement ist. Aber trotzdem das eigentlich Ziel des Projektes war, haben es die Filmemacher geschafft, das seltsame Setting und die aufwändige Inszenierung als Verpackung, für sehr richtige Ansätze nehmen, über das kleine Format hinauszuwachsen und ein kompaktes Produkt abzuliefern, dass sich nicht in technischen Details erschöpft.

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