Elf Uhr nachts - Kritik

IT/FR 1965
Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Road Movie, Kinostart 17.12.1965

Kommentare (13) — Film: Elf Uhr nachts

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a_krueger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser Film hat alles, was ein guter Actionfilm braucht. Und ist gleichzeitig einer der größten Anti-Actionfilme überhaupt. Intellektuelle Top-Unterhaltung für Menschen mit Sitzfleisch.

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Puni

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Bewertung9.0Herausragend

Tiefsinniger, experimenteller und toll inszenierter Film mit einem meiner Lieblings-Godard-Girls Anna Karina. Die Inszenierung sucht seinesgleichen und verlangt dem Zuschauer die volle Aufmerksamkeit ab, damit man auch wirklich jeden Wortfetzen mitkriegt. Die Gespräche sind wirklich teilweise schon richtig philosophisch, trotzdem ist es kein reiner "Laberfilm" sondern auch abseits der Zweisamkeit von Belmondo und Karina passiert so einiges. Das Ende stellt dann wohl alles in den Schatten und ist so der Hammer, dass es einem die Schuhe auszieht - erinnerte mich schon etwas an Antonionis "Zabriskie Point". "Elf Uhr nachts" reiht sich auf jeden Fall in meine Godard Top3 ein. Toller Film.

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Oceanic6

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Bewertung9.0Herausragend

Vier Namen, nur folgende vier Namen und ihr könnt euch gewiss sein, dass es sich um ein Meisterwerk handeln muss. Aus der Zusammenarbeit von Regisseur Jean-Luc Godard, Kameramann Raoul Coutard und den beiden Protagonisten Jean-Paul Belmondo und Anna Karina entstand eine farbenfrohe Mixtur aus Crime Story, Musical, Melodrama und grotesker Komik, hinter deren Fassade sich die eigentliche Handlung abspielt. Narrheiten der Gesellschaft, das unabdingbare Scheitern der Liebe, die Suche nach dem Glück, Romantik und Existenzialismus sind die Hauptthemen, denen dieses Kunstwerk auf den Grund geht. Dabei schuf Godard ein Zitat, welches als eine der berühmtesten Hommage an das Kino gilt: "Der Film ist wie ein Schlachtfeld. Liebe, Hass, Action, Gewalt, Tod. In einem Wort: Emotionen."

Ich muss euch warnen. Die meisten werden zu 'Pierrot le Fou' wohl keinen Zugang finden. Nicht enden wollende Kameraeinstellungen. Poesie, wohin das Auge reicht. Eine nonlineare Erzählweise, irgendwo zwischen Improvisation, Experimentierfreude und Verrücktheit. Entweder man liebt den Film nach ein paar Minuten oder man wird sich wohl niemals damit anfreunden können.

Ich persönlich habe mich in diese Art des Erzählens verliebt. Anna Karina ist traumhaft, und das meine ich nicht nur auf das Aussehen bezogen. Und dann natürlich Belmondo, der jeder seiner Mimiken gleichermaßen Tragik und Komik verleiht. Die Aufnahmen von Coutard gehören zum Besten, was das Kino hervorgebracht hat. Und die musikalische Untermalung ist ebenso legendär, wie die zahlreichen Zitate.

Bei Sätzen wie "deine Brüste und deine Beine sind so rührend" kommen mir die Tränen. Was soll ich also anderes schlussfolgern, als dass 'Pierrot le Fou' für mich ein zeitloses Monument der Nouvelle Vague darstellt.

"It's a good thing I don't like spinach, because if I did I'd have to eat it, and I can't stand the stuff. It's the same with you, only backwards."

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Oceanic6

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Sagt wer? :D


der cineast

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Mutti.


Nutella?!!

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Dynamik des Films, seine abwechslungsreiche Frische oder einfach seine gedrungene Andersartigkeit -die vor allem durch die Kompromisslosigkeit der von Belmondo, in seiner vielleicht groeßten Rolle, gespielten Figur Ferdinand oder besser "Pierrot" -erzeugt wird, kann man als positiv(st)e Seite dieses Werkes Godards sehen, aber leider auch als aeußerst anstrengend empfinden.
Wie ich, diesen Film als Einstieg in das etwas kuriose, aber dadurch um so spannender werdende und neugierig machende Panoptikum Jean-Luc Godards zu waehlen.. ist eventuell nicht der beste, da einfachste oder verstaendlichste Weg. Fans des Regisseurs (von denen ich hier mehr erwartet haette -los zeigt euch!), koennten sicherlich einen "besseren" beschreiben.

Allein der Originaltitel ("Pierrot le Fou") -den ich fuer wesentlich passender und markanter halte als den deutschen, umgibt einen irgendwie und war durch z.b. Musiktitel schon laenger im Hinterkopf, ohne den Film an sich ueberhaupt zu kennen.
Was dann letztendlich mein Fass der Neugierde zum Ueberlaufen brachte war die kuerzliche Ehrung von Jean-Paul Belmondo in Cannes (Lebenswerk). Demnach nahm ich an, der Film sei deutlich "bekannter" um nicht zu sagen Kult und haette mehr Kritiken von "Kennern".. aber dem ist scheinbar zu meiner Irritation nicht so.

Was ich letztendlich als Godard-Einstieg und Interessenbefriedigung bekam war ein ziemlich wirrer, bunter und sehr spontaner Trip zweier ziemlich schraeger Figuren, was Verstaendnis oder Empathie doch recht erschwerte. Nur Szenen wie der Beweis der persoenlichen Freiheit und Spontanitaet auf der Straße (Wasserlandung) machen den Film neben all den zu schwer zu entwirrenden Verstrickungen -die ihn ab einem gewissen Grad leider langweilig werden ließen, zu einer willkommenen, wenn auch ziemlich verschluesselten Abwechslung, die mehr mit Poesie, Sturm und Drang -Gefuehlen und womoeglich beneidenswerter (nur recht problematischer), Spontanitaet punktet als mit Komik oder Spannender Story.

-So und nun ist schon 10 nach halb 12.

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Nutella?!!

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-und das ist Kommentar Nr. 11 :D


Jack_Torrance

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Bewertung9.5Herausragend

Wieder einmal eine cineastische Bereicherung von Jean- Luc Godard, der sich mit seinem Lieblingsthema auseinandersetzt: die Verlorenheit in der Gesellschaft.
Zwei Individuen, die anfangs von bourgeoisen Zwängen gezeichnet sind: Feste, Unterhaltungen, Liebkosungen usw. Plötzlich aber der Gedanke: "Weg hier !" und unsere beiden Helden verschwinden tatsächlich. Sie verschwinden in der Gesellschaft und verleben danach ein wirres Leben. Von da an widmet sich Godard einem absurden Einfall nach dem andern. Sie lesen Bücher, sie lieben sich, sie hassen sich, sie irren durch die Gegend, sie singen, sie werfen mit (pseudo-)intellektuellen Phrasen um sich... Das alles nur um Glück zu finden. Glück aber finden sie nur in der Unendlichkeit... und an der Stelle beruhigt sich Godard wieder.

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SgoTscH

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Großartig zusammengefasst. Bin sehr gespannt wie der Film das jetzt erzählen wird. :P


Jack_Torrance

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Danke schön ! Lass dich von Godards Erzähltechnik überraschen !


Benni-THE-KING

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich finde da wäre irgendwie mehr drin gewesen. Belmondo/Seberg war einfach das coolere Paar.
Trotzdem ist der Film auf seine etwas gewöhnungsbedürftige Weise grandios. Ich denke nach dem 2-3 mal dürfte meine Wertung steigen.

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lynch86

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meiner Meinung nach einer der besten Filme !
"Love, hate, Action, violance and Death !!!

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Pygar

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Bewertung9.5Herausragend

Melancholische Schwärmereien von entlassener Form und Struktur weiden sich an einer verschwenderischen Zergliederung von Farbe, Ton und angeordneter Unordnung. Keine lebenden Figuren, nur überwältigende Künstlichkeit. Kein Leben, nur die versuchte Analyse desselben. Eine Abhandlung über Leben im Kino, wie Kino im Leben, und der aufgezeichnete Versuch, Anwesendes nicht nur zu suchen, sondern zum Leben zu erwecken, fern von Nachahmung, Werbung, und den Ideen anderer. Doch die wahre Bereicherung offenbart sich in der erlösenden Abkehr von Gängigem, denn die mühsam ausgesteckten Grenzen drohen zu zerbersten und versprechen Raum für losgelöste Neuorientierung, die nur noch scheinbar um Bekanntes kreist. Nicht nur eine Idee vom zauberhaften Spiel mit der Zerpflückung und der Wiederherstellung von den Abschnitten des Lebens. Eine aufgezeigte Auseinandersetzung mit Form, Sinn und Inhalt, bis zur geistigen Verunstaltung und ihrem befreienden wie alles verschlingenden Knall.

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Vincent_Vega

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Bewertung9.0Herausragend

Film is like a battleground: love, hate, action, violence, death. In one word: emotion.

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hätte nicht gedacht, dass so ein rationaler Regisseur wie Godard einen guten Film über die Irrationalität des Lebens drehen kann.
Die Beiden flüchten, suchen, aber was eigentlich? Geld, Ruhm, Glück, Liebe??? Ferdinand verkriecht sich in seine Bücher, bleibt aber ein Narr.
Marianne will garnichts und doch alles, am Ende will sie jemand anderen, aber dann?
Der Film ist ungelenk und das will er sein. Godards Bonny-und-Clyde-Paar sucht nach dem Sinn des Lebens und fährt gehörig gegen die Wand. Selbst der Selbstmord ist eine gescheiterte Sinngebung.
Raoul Coutard, den ich langsam als den Kameragott schlechthin begreife, erschuf beeindruckende Kompositionen, goldene Käfige für die Sinn-suchenden Protagonisten, diese Narren!

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christof.s

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Bewertung9.0Herausragend

Durchgeknallter Film über durchgeknallte Leute, mit einem durchgeknallten Ende. Wunderbar.

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haraldo2000

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Bewertung10.0Herausragend

Wild romantisch und einfach fantastisch!

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Tobias

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eines der schönsten Roadmovies überhaupt. And a beautiful girl with a gun.

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