Dieser Film hat alles, was ein guter Actionfilm braucht. Und ist gleichzeitig einer der größten Anti-Actionfilme überhaupt. Intellektuelle Top-Unterhaltung für Menschen mit Sitzfleisch.
Tiefsinniger, experimenteller und toll inszenierter Film mit einem meiner Lieblings-Godard-Girls Anna Karina. Die Inszenierung sucht seinesgleichen und verlangt dem Zuschauer die volle Aufmerksamkeit ab, damit man auch wirklich jeden Wortfetzen mitkriegt. Die Gespräche sind wirklich teilweise schon richtig philosophisch, trotzdem ist es kein reiner "Laberfilm" sondern auch abseits der Zweisamkeit von Belmondo und Karina passiert so einiges. Das Ende stellt dann wohl alles in den Schatten und ist so der Hammer, dass es einem die Schuhe auszieht - erinnerte mich schon etwas an Antonionis "Zabriskie Point". "Elf Uhr nachts" reiht sich auf jeden Fall in meine Godard Top3 ein. Toller Film.
Vier Namen, nur folgende vier Namen und ihr könnt euch gewiss sein, dass es sich um ein Meisterwerk handeln muss. Aus der Zusammenarbeit von Regisseur Jean-Luc Godard, Kameramann Raoul Coutard und den beiden Protagonisten Jean-Paul Belmondo und Anna Karina entstand eine farbenfrohe Mixtur aus Crime Story, Musical, Melodrama und grotesker Komik, hinter deren Fassade sich die eigentliche Handlung abspielt. Narrheiten der Gesellschaft, das unabdingbare Scheitern der Liebe, die Suche nach dem Glück, Romantik und Existenzialismus sind die Hauptthemen, denen dieses Kunstwerk auf den Grund geht. Dabei schuf Godard ein Zitat, welches als eine der berühmtesten Hommage an das Kino gilt: "Der Film ist wie ein Schlachtfeld. Liebe, Hass, Action, Gewalt, Tod. In einem Wort: Emotionen."
Ich muss euch warnen. Die meisten werden zu 'Pierrot le Fou' wohl keinen Zugang finden. Nicht enden wollende Kameraeinstellungen. Poesie, wohin das Auge reicht. Eine nonlineare Erzählweise, irgendwo zwischen Improvisation, Experimentierfreude und Verrücktheit. Entweder man liebt den Film nach ein paar Minuten oder man wird sich wohl niemals damit anfreunden können.
Ich persönlich habe mich in diese Art des Erzählens verliebt. Anna Karina ist traumhaft, und das meine ich nicht nur auf das Aussehen bezogen. Und dann natürlich Belmondo, der jeder seiner Mimiken gleichermaßen Tragik und Komik verleiht. Die Aufnahmen von Coutard gehören zum Besten, was das Kino hervorgebracht hat. Und die musikalische Untermalung ist ebenso legendär, wie die zahlreichen Zitate.
Bei Sätzen wie "deine Brüste und deine Beine sind so rührend" kommen mir die Tränen. Was soll ich also anderes schlussfolgern, als dass 'Pierrot le Fou' für mich ein zeitloses Monument der Nouvelle Vague darstellt.
"It's a good thing I don't like spinach, because if I did I'd have to eat it, and I can't stand the stuff. It's the same with you, only backwards."
Die Dynamik des Films, seine abwechslungsreiche Frische oder einfach seine gedrungene Andersartigkeit -die vor allem durch die Kompromisslosigkeit der von Belmondo, in seiner vielleicht groeßten Rolle, gespielten Figur Ferdinand oder besser "Pierrot" -erzeugt wird, kann man als positiv(st)e Seite dieses Werkes Godards sehen, aber leider auch als aeußerst anstrengend empfinden.
Wie ich, diesen Film als Einstieg in das etwas kuriose, aber dadurch um so spannender werdende und neugierig machende Panoptikum Jean-Luc Godards zu waehlen.. ist eventuell nicht der beste, da einfachste oder verstaendlichste Weg. Fans des Regisseurs (von denen ich hier mehr erwartet haette -los zeigt euch!), koennten sicherlich einen "besseren" beschreiben.
Allein der Originaltitel ("Pierrot le Fou") -den ich fuer wesentlich passender und markanter halte als den deutschen, umgibt einen irgendwie und war durch z.b. Musiktitel schon laenger im Hinterkopf, ohne den Film an sich ueberhaupt zu kennen.
Was dann letztendlich mein Fass der Neugierde zum Ueberlaufen brachte war die kuerzliche Ehrung von Jean-Paul Belmondo in Cannes (Lebenswerk). Demnach nahm ich an, der Film sei deutlich "bekannter" um nicht zu sagen Kult und haette mehr Kritiken von "Kennern".. aber dem ist scheinbar zu meiner Irritation nicht so.
Was ich letztendlich als Godard-Einstieg und Interessenbefriedigung bekam war ein ziemlich wirrer, bunter und sehr spontaner Trip zweier ziemlich schraeger Figuren, was Verstaendnis oder Empathie doch recht erschwerte. Nur Szenen wie der Beweis der persoenlichen Freiheit und Spontanitaet auf der Straße (Wasserlandung) machen den Film neben all den zu schwer zu entwirrenden Verstrickungen -die ihn ab einem gewissen Grad leider langweilig werden ließen, zu einer willkommenen, wenn auch ziemlich verschluesselten Abwechslung, die mehr mit Poesie, Sturm und Drang -Gefuehlen und womoeglich beneidenswerter (nur recht problematischer), Spontanitaet punktet als mit Komik oder Spannender Story.
Wieder einmal eine cineastische Bereicherung von Jean- Luc Godard, der sich mit seinem Lieblingsthema auseinandersetzt: die Verlorenheit in der Gesellschaft.
Zwei Individuen, die anfangs von bourgeoisen Zwängen gezeichnet sind: Feste, Unterhaltungen, Liebkosungen usw. Plötzlich aber der Gedanke: "Weg hier !" und unsere beiden Helden verschwinden tatsächlich. Sie verschwinden in der Gesellschaft und verleben danach ein wirres Leben. Von da an widmet sich Godard einem absurden Einfall nach dem andern. Sie lesen Bücher, sie lieben sich, sie hassen sich, sie irren durch die Gegend, sie singen, sie werfen mit (pseudo-)intellektuellen Phrasen um sich... Das alles nur um Glück zu finden. Glück aber finden sie nur in der Unendlichkeit... und an der Stelle beruhigt sich Godard wieder.
Ich finde da wäre irgendwie mehr drin gewesen. Belmondo/Seberg war einfach das coolere Paar.
Trotzdem ist der Film auf seine etwas gewöhnungsbedürftige Weise grandios. Ich denke nach dem 2-3 mal dürfte meine Wertung steigen.
Melancholische Schwärmereien von entlassener Form und Struktur weiden sich an einer verschwenderischen Zergliederung von Farbe, Ton und angeordneter Unordnung. Keine lebenden Figuren, nur überwältigende Künstlichkeit. Kein Leben, nur die versuchte Analyse desselben. Eine Abhandlung über Leben im Kino, wie Kino im Leben, und der aufgezeichnete Versuch, Anwesendes nicht nur zu suchen, sondern zum Leben zu erwecken, fern von Nachahmung, Werbung, und den Ideen anderer. Doch die wahre Bereicherung offenbart sich in der erlösenden Abkehr von Gängigem, denn die mühsam ausgesteckten Grenzen drohen zu zerbersten und versprechen Raum für losgelöste Neuorientierung, die nur noch scheinbar um Bekanntes kreist. Nicht nur eine Idee vom zauberhaften Spiel mit der Zerpflückung und der Wiederherstellung von den Abschnitten des Lebens. Eine aufgezeigte Auseinandersetzung mit Form, Sinn und Inhalt, bis zur geistigen Verunstaltung und ihrem befreienden wie alles verschlingenden Knall.
Ich hätte nicht gedacht, dass so ein rationaler Regisseur wie Godard einen guten Film über die Irrationalität des Lebens drehen kann.
Die Beiden flüchten, suchen, aber was eigentlich? Geld, Ruhm, Glück, Liebe??? Ferdinand verkriecht sich in seine Bücher, bleibt aber ein Narr.
Marianne will garnichts und doch alles, am Ende will sie jemand anderen, aber dann?
Der Film ist ungelenk und das will er sein. Godards Bonny-und-Clyde-Paar sucht nach dem Sinn des Lebens und fährt gehörig gegen die Wand. Selbst der Selbstmord ist eine gescheiterte Sinngebung.
Raoul Coutard, den ich langsam als den Kameragott schlechthin begreife, erschuf beeindruckende Kompositionen, goldene Käfige für die Sinn-suchenden Protagonisten, diese Narren!
Elf Uhr nachts - Kritik
IT/FR 1965 Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Road Movie, Kinostart 17.12.1965
Kommentare (13) — Film: Elf Uhr nachts
Kommentar schreibena_krueger 2011/10/03 16:38:11
Kommentar löschenDieser Film hat alles, was ein guter Actionfilm braucht. Und ist gleichzeitig einer der größten Anti-Actionfilme überhaupt. Intellektuelle Top-Unterhaltung für Menschen mit Sitzfleisch.
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Puni 2011/09/22 12:07:18
Kommentar löschenTiefsinniger, experimenteller und toll inszenierter Film mit einem meiner Lieblings-Godard-Girls Anna Karina. Die Inszenierung sucht seinesgleichen und verlangt dem Zuschauer die volle Aufmerksamkeit ab, damit man auch wirklich jeden Wortfetzen mitkriegt. Die Gespräche sind wirklich teilweise schon richtig philosophisch, trotzdem ist es kein reiner "Laberfilm" sondern auch abseits der Zweisamkeit von Belmondo und Karina passiert so einiges. Das Ende stellt dann wohl alles in den Schatten und ist so der Hammer, dass es einem die Schuhe auszieht - erinnerte mich schon etwas an Antonionis "Zabriskie Point". "Elf Uhr nachts" reiht sich auf jeden Fall in meine Godard Top3 ein. Toller Film.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Oceanic6 2011/08/07 23:19:28
Kommentar löschenVier Namen, nur folgende vier Namen und ihr könnt euch gewiss sein, dass es sich um ein Meisterwerk handeln muss. Aus der Zusammenarbeit von Regisseur Jean-Luc Godard, Kameramann Raoul Coutard und den beiden Protagonisten Jean-Paul Belmondo und Anna Karina entstand eine farbenfrohe Mixtur aus Crime Story, Musical, Melodrama und grotesker Komik, hinter deren Fassade sich die eigentliche Handlung abspielt. Narrheiten der Gesellschaft, das unabdingbare Scheitern der Liebe, die Suche nach dem Glück, Romantik und Existenzialismus sind die Hauptthemen, denen dieses Kunstwerk auf den Grund geht. Dabei schuf Godard ein Zitat, welches als eine der berühmtesten Hommage an das Kino gilt: "Der Film ist wie ein Schlachtfeld. Liebe, Hass, Action, Gewalt, Tod. In einem Wort: Emotionen."
Ich muss euch warnen. Die meisten werden zu 'Pierrot le Fou' wohl keinen Zugang finden. Nicht enden wollende Kameraeinstellungen. Poesie, wohin das Auge reicht. Eine nonlineare Erzählweise, irgendwo zwischen Improvisation, Experimentierfreude und Verrücktheit. Entweder man liebt den Film nach ein paar Minuten oder man wird sich wohl niemals damit anfreunden können.
Ich persönlich habe mich in diese Art des Erzählens verliebt. Anna Karina ist traumhaft, und das meine ich nicht nur auf das Aussehen bezogen. Und dann natürlich Belmondo, der jeder seiner Mimiken gleichermaßen Tragik und Komik verleiht. Die Aufnahmen von Coutard gehören zum Besten, was das Kino hervorgebracht hat. Und die musikalische Untermalung ist ebenso legendär, wie die zahlreichen Zitate.
Bei Sätzen wie "deine Brüste und deine Beine sind so rührend" kommen mir die Tränen. Was soll ich also anderes schlussfolgern, als dass 'Pierrot le Fou' für mich ein zeitloses Monument der Nouvelle Vague darstellt.
"It's a good thing I don't like spinach, because if I did I'd have to eat it, and I can't stand the stuff. It's the same with you, only backwards."
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten
Le Samourai 2011/08/07 23:58:55
Antwort löschenSehr schön! In der Tat ein Meisterwerk!!
der cineast 2011/08/08 00:02:02
Antwort löschenLief der nicht letztens?
Oceanic6 2011/08/08 08:26:45
Antwort löschenGlaube ja, nur ist es absoluter Käse einen Godard mit Synchro anzuschauen...
Le Samourai 2011/08/08 10:08:21
Antwort löschenIch glaub ich hab seit 6 Jahren keinen einzigen Film mehr im Fernsehen geschaut ;)
Oceanic6 2011/08/08 10:12:35
Antwort löschenBoah nicht schlecht. Naja ab und zu schon, aber ist bei mir schon auch sehr selten... ;)
der cineast 2011/08/08 14:22:33
Antwort löschenMal wieder Geltungssucht? <3
Alle 8 Antworten zeigen
Oceanic6 2011/08/08 14:40:32
Antwort löschenSagt wer? :D
der cineast 2011/08/13 12:10:15
Antwort löschenMutti.
Nutella?!! 2011/06/13 23:43:35
Kommentar löschenDie Dynamik des Films, seine abwechslungsreiche Frische oder einfach seine gedrungene Andersartigkeit -die vor allem durch die Kompromisslosigkeit der von Belmondo, in seiner vielleicht groeßten Rolle, gespielten Figur Ferdinand oder besser "Pierrot" -erzeugt wird, kann man als positiv(st)e Seite dieses Werkes Godards sehen, aber leider auch als aeußerst anstrengend empfinden.
Wie ich, diesen Film als Einstieg in das etwas kuriose, aber dadurch um so spannender werdende und neugierig machende Panoptikum Jean-Luc Godards zu waehlen.. ist eventuell nicht der beste, da einfachste oder verstaendlichste Weg. Fans des Regisseurs (von denen ich hier mehr erwartet haette -los zeigt euch!), koennten sicherlich einen "besseren" beschreiben.
Allein der Originaltitel ("Pierrot le Fou") -den ich fuer wesentlich passender und markanter halte als den deutschen, umgibt einen irgendwie und war durch z.b. Musiktitel schon laenger im Hinterkopf, ohne den Film an sich ueberhaupt zu kennen.
Was dann letztendlich mein Fass der Neugierde zum Ueberlaufen brachte war die kuerzliche Ehrung von Jean-Paul Belmondo in Cannes (Lebenswerk). Demnach nahm ich an, der Film sei deutlich "bekannter" um nicht zu sagen Kult und haette mehr Kritiken von "Kennern".. aber dem ist scheinbar zu meiner Irritation nicht so.
Was ich letztendlich als Godard-Einstieg und Interessenbefriedigung bekam war ein ziemlich wirrer, bunter und sehr spontaner Trip zweier ziemlich schraeger Figuren, was Verstaendnis oder Empathie doch recht erschwerte. Nur Szenen wie der Beweis der persoenlichen Freiheit und Spontanitaet auf der Straße (Wasserlandung) machen den Film neben all den zu schwer zu entwirrenden Verstrickungen -die ihn ab einem gewissen Grad leider langweilig werden ließen, zu einer willkommenen, wenn auch ziemlich verschluesselten Abwechslung, die mehr mit Poesie, Sturm und Drang -Gefuehlen und womoeglich beneidenswerter (nur recht problematischer), Spontanitaet punktet als mit Komik oder Spannender Story.
-So und nun ist schon 10 nach halb 12.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Nutella?!! 2011/06/13 23:50:26
Antwort löschen-und das ist Kommentar Nr. 11 :D
Jack_Torrance 2011/05/08 12:40:59
Kommentar löschenWieder einmal eine cineastische Bereicherung von Jean- Luc Godard, der sich mit seinem Lieblingsthema auseinandersetzt: die Verlorenheit in der Gesellschaft.
Zwei Individuen, die anfangs von bourgeoisen Zwängen gezeichnet sind: Feste, Unterhaltungen, Liebkosungen usw. Plötzlich aber der Gedanke: "Weg hier !" und unsere beiden Helden verschwinden tatsächlich. Sie verschwinden in der Gesellschaft und verleben danach ein wirres Leben. Von da an widmet sich Godard einem absurden Einfall nach dem andern. Sie lesen Bücher, sie lieben sich, sie hassen sich, sie irren durch die Gegend, sie singen, sie werfen mit (pseudo-)intellektuellen Phrasen um sich... Das alles nur um Glück zu finden. Glück aber finden sie nur in der Unendlichkeit... und an der Stelle beruhigt sich Godard wieder.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
SgoTscH 2011/05/09 00:01:11
Antwort löschenGroßartig zusammengefasst. Bin sehr gespannt wie der Film das jetzt erzählen wird. :P
Jack_Torrance 2011/05/09 19:40:40
Antwort löschenDanke schön ! Lass dich von Godards Erzähltechnik überraschen !
Benni-THE-KING 2011/03/10 22:38:02
Kommentar löschenIch finde da wäre irgendwie mehr drin gewesen. Belmondo/Seberg war einfach das coolere Paar.
Trotzdem ist der Film auf seine etwas gewöhnungsbedürftige Weise grandios. Ich denke nach dem 2-3 mal dürfte meine Wertung steigen.
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lynch86 2011/02/23 21:12:53
Kommentar löschenMeiner Meinung nach einer der besten Filme !
"Love, hate, Action, violance and Death !!!
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Pygar 2011/02/14 00:40:14
Kommentar löschenMelancholische Schwärmereien von entlassener Form und Struktur weiden sich an einer verschwenderischen Zergliederung von Farbe, Ton und angeordneter Unordnung. Keine lebenden Figuren, nur überwältigende Künstlichkeit. Kein Leben, nur die versuchte Analyse desselben. Eine Abhandlung über Leben im Kino, wie Kino im Leben, und der aufgezeichnete Versuch, Anwesendes nicht nur zu suchen, sondern zum Leben zu erwecken, fern von Nachahmung, Werbung, und den Ideen anderer. Doch die wahre Bereicherung offenbart sich in der erlösenden Abkehr von Gängigem, denn die mühsam ausgesteckten Grenzen drohen zu zerbersten und versprechen Raum für losgelöste Neuorientierung, die nur noch scheinbar um Bekanntes kreist. Nicht nur eine Idee vom zauberhaften Spiel mit der Zerpflückung und der Wiederherstellung von den Abschnitten des Lebens. Eine aufgezeigte Auseinandersetzung mit Form, Sinn und Inhalt, bis zur geistigen Verunstaltung und ihrem befreienden wie alles verschlingenden Knall.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Vincent_Vega 2010/05/14 21:40:37
Kommentar löschenFilm is like a battleground: love, hate, action, violence, death. In one word: emotion.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kubrick_obscura 2009/07/16 23:12:00
Kommentar löschenIch hätte nicht gedacht, dass so ein rationaler Regisseur wie Godard einen guten Film über die Irrationalität des Lebens drehen kann.
Die Beiden flüchten, suchen, aber was eigentlich? Geld, Ruhm, Glück, Liebe??? Ferdinand verkriecht sich in seine Bücher, bleibt aber ein Narr.
Marianne will garnichts und doch alles, am Ende will sie jemand anderen, aber dann?
Der Film ist ungelenk und das will er sein. Godards Bonny-und-Clyde-Paar sucht nach dem Sinn des Lebens und fährt gehörig gegen die Wand. Selbst der Selbstmord ist eine gescheiterte Sinngebung.
Raoul Coutard, den ich langsam als den Kameragott schlechthin begreife, erschuf beeindruckende Kompositionen, goldene Käfige für die Sinn-suchenden Protagonisten, diese Narren!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
christof.s 2007/11/09 16:24:18
Kommentar löschenDurchgeknallter Film über durchgeknallte Leute, mit einem durchgeknallten Ende. Wunderbar.
68 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
haraldo2000 2007/07/31 22:53:18
Kommentar löschenWild romantisch und einfach fantastisch!
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Tobias 2007/02/13 10:01:10
Kommentar löschenEines der schönsten Roadmovies überhaupt. And a beautiful girl with a gun.
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