Elling - Nicht ohne meine Mutter

Mors Elling (2003), NO
Laufzeit 78 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 06.05.2004

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5.8 Kritiker
5 Bewertungen
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von Eva Isaksen, mit Helge Reiss und Per Schaaning

Obwohl Elling deutlich über dreissig Jahre alt ist, lebt er noch immer bei der Mutter. Die gemeinsame Wohnung verläßt der Stubenhocker nur zum Einkaufen – und auch das nicht aus eigenem Antrieb und nie alleine. Eines Tages wird er von der Mama mit Flugtickets nach Mallorca überrascht. Sie möchte, daß ihr Junge endlich andere Menschen kennen und auf eigenen Beinen stehen lernt. Für den etwas seltsamen Sohn ist diese Reise jedoch eine Zumutung. Er weist das Angebot der Mutter brüsk zurück, besinnt sich aber nach einigem Nachdenken auf die möglichen Annehmlichkeiten einer solchen Abwechslung. Also spielt er den lieben Sohn und bietet der Mutter gönnerhaft an, sie trotz seiner Bedenken “zu ihrem eigenen Schutz” zu begleiten. Aber wie von dem notorischen Schwarzseher vorausgeahnt, ist schon die Anreise eine Tortur. Der Blutfluß aus einer Rasier-Wunde läßt sich nicht stillen. Mitreisende setzen sich ungebeten an ihren Tisch. Wildfremde Menschen reden auf ihn ein. In der Passkontrolle wiederum will ihm keiner zuhören. Beim Check-In nach der Bordkarte gefragt, weiß er nicht, wovon die Rede ist. Auch den Sicherheitsgurt im Flugzeug kann er nicht ohne fremde Hilfe schließen. Immerhin landet er sicher auf der Insel. Doch auf Mallorca ergeht es ihm noch schlimmer. Erst verweigert ihm die Reiseleitung einen eigenen Zimmerschlüssel. Dann gerät er ins Visier eines besoffenen Touristen. Dessen Frau verwirrt ihn mit ihren üppigen Formen. Und als er endlich am sonnigen Strand liegt, findet er sich umzingelt von Urlauberinnen mit nackten Brüsten. Panisch stellt er fest, daß selbst die kühlen Wellen des Mittelmeers gegen die unübersehbaren Folgen in seiner Badehose nicht helfen. Als er schließlich in dem mit der Mutter zu teilenden Hotelzimmer nur ein Doppelbett vorfindet, ist er endgültig fertig mit der Welt.

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Kritiken (1) — Film: Elling - Nicht ohne meine Mutter

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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6.5Ganz gut

[Der Film ist] weitaus pessimistischer, denn Elling ist psychotisch noch gestörter und lebensuntüchtiger als Tanguy. Was er auch anpackt, alles führt zu Komplikationen. Sein seltsames Verhalten wirkt jedoch nicht abstoßend, sondern bemitleidenswert. Es sensibilisiert die Zuschauenden für die Schwierigkeiten und Probleme, die mit der Abnabelung vom Elternhaus verbunden sind.

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Kommentare (7) — Film: Elling - Nicht ohne meine Mutter

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Brigittes Helm

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Bewertung7.0Sehenswert

Vielleicht habe ich eine etwas andere Sicht auf den Film, weil ich ihn vor dem Ur-Elling gesehen habe. Also war für mich dieser Elling hier lange Zeit DER Elling und nicht der aus dem ersten Erfolgsfilm, den ich viel später gesehen haben. Das prägt natürlich die Sicht. Mir gefällt dieser Film wesentlich besser und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es fehlt ihm dieser unerträgliche typisch skandinavische Sozialarbeiterkitsch-Touch, der den ersten Elling-Film so penetrant auszeichnet. Auf eine sehr entspannte Weise und ohne erhobenen Zeigefinger zeigt dieser Elling- Film - übrigens von einer Frau gedreht - , was passiert, wenn eine alleinerziehende Mutter ihren kleinen Sohn zum Mittelpunkt ihres Universums macht und der Welt den Rücken kehren lässt. Rührend und etwas irritierend für alle Hobby-Pädagogen daran mag sein, dass die alte Dame kein Mutter-Monster, sondern eine sehr liebenswerte Lady ist. Und tragisch, dass sie erst, als sie ihr Ende nahen fühlt, das Ruder im letzten Moment herumreißen und auf einer Mallorca-Reise Elling auf die Selbstständigkeit vorbereiten will. Natürlich ist das viel zu spät, Ödipus hat inzwischen ganze Arbeit geleistet und die nette und sehr verständnisvolle Vaterfigur, die ihm in Gestalt des charmanten alten Offiziers begegnet, hätte rund 30 Jahre früher den Weg von Mutter und Sohn kreuzen müssen. Schlichtes Fazit des insgesamt sehr charmanten Films: Elling fehlte einfach der Vater.

Herrlich kurios sind die fein und nie aufdringlich gesetzten Seitenhiebe auf das alles andere als poskartenromantische Mallorca der Pauschaltouristen in all seiner Erbärmlichkeit, das Elling als weiser tumber Tor verblüffend klarsichtig erkennt und auf den Punkt bringt. Auch Ellings kuriose Begegnungen mit dem anderen Geschlecht - er ist ja durchaus nicht weiblichen Reizen abgeneigt, im Gegenteil - sorgen für gute Laune ebenso wie diverse versteckte Spitzen gegen die norwegische Gesellschaft und Politik. Jedenfalls kann ich diesen schwarzhumorigen, warmherzigen und charmanten kleinen Film nur empfehlen - wenn man den direkten Vergleich mit dem von vielen hochgeschätzten Ur-Elling vermeidet und den Film einfach für sich stehend genießt.

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ElMagico

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Bewertung5.5Geht so

Nach dem Überraschungserfolg von "Elling" wurde 2 Jahre später "Mors Elling" nachgeschoben und es liegt in der Natur der Dinge, dass dieser an seinem Vorgänger gemessen wird. Und um es gleich Vorweg zu nehmen: Diesen Vergleich hält "Mors Elling" zu keinem Zeitpunkt stand.
Viel von dem, was "Elling" ausmachte ging verloren und dieses Gefühl das sich einstellte, es will sich hier einfach nicht zeigen. Seltsamerweise ist das einem schon nach 5 Minuten des Films bewusst. Irgendwie weiss man schon was einen erwartet, man merkt das sich viele kleine Details verändert haben, teilweise kaum wahrnehmbar, aber von so hohem emotionalem Wert, dass "Mors Elling" einen ziemlich Kalt lässt.
Auch inhaltlich ist der Film meilenweit von dem ruhigen erzählerischen Fluß entfernt, den "Elling" inne hatte. Vieles hier wirkt wie Stückwerk, aneinandergereihte Situationen, die einem humanistische Botschaften vermitteln wollen, aber einen doch nur eigenartig Leer zurücklassen. Was sich im ersten Teil echt anfühlte, scheint hier gewollt zu sein. Schon allein dieser Clash zwischen der Figur Elling und dem mediterranen Urlaubsumfeld wirkt so gewollt witzig, ist dann aber völlig unspektakulär umgesetzt...teilweise sogar recht langweilig. Es fehlt einfach an Wärme, Charme und Liebe. Grosse Worte, aber wenn man beide Teile an einem Tag gesehen hat, springt einem das geradezu ins Auge.
Was mich allerdings am kapitalsten stört: Mir schien Elling hier ein anderer zu sein. Er ist oft nicht wiederzuerkennen. Das ist ein anderer. Viele seiner Verhaltensweisen gehen mit Elling aus "Elling" (hehehe) nicht konform. Er war ja dort schon, wie im Kommentar dazu schon beschrieben, nicht immer sympathisch. Aber hier ist er oft so gemein und fies...ein richtiges Ekel. Sehr schade.
Schlussendlich eine typische, blutleere Fortsetzung, die zwar nicht richtig mies ist, aber bei der man auch nicht sagen könnte, dass die Welt eine schlechtere wäre ohne sie. Noch dazu hatte der Film, in meinen Augen, ein richtig doofes (und angekündigtes) Ende...so dass man sich am Schluss fragen musste: Was sollte das ganze eigentlich nun? Und ich fühl mich grad fast etwas Leer, weil "Mors Elling" alles rausgeklaut hat aus mir, was mir "Elling" gegeben hat.

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MartinAusBerlin

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Bewertung5.0Geht so

Leider ist "Elling - Nicht ohne meine Mutter" in weiten Teilen etwas langweilig. Erst nach mitte des Films kommt er so richtig in Fahrt. Schade.
Wenn man noch keinen "Elling"-Film gesehen hat, also lieber erst mal Teil 1 sehen.

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kristallrainer

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Bewertung6.5Ganz gut

Zwischenzeitlich plätschert 'Elling - Nicht ohne meine Mutter' etwas vor sich hin, aber als Fan des skandinavischen Humor kommt man hier definitiv auf seine Kosten. Elling, weit über dreißig Jahre alt lebt immer noch im Haus Mama, ist als leicht psychisch labil zu bezeichnen und alles,aber kein Menschenfreund. Ohne, dass Elling Bescheid weiss bucht seine Mutter eine gemeinsame Pauschalreise nach Mallorca, damit ihr Sohn mal endlich vor die Tür kommt. Fortan ergeben sich einige lustige Situationen auf der Reise und auch nach dem Einchecken. Nach einigen Auszeiten kommt es zu einem typisch skandinavischen Ende, das kommen musste.

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kristallrainer

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Jo, mach das ;) Nur wie man liest soll der erste Teil noch stärker sein... Den hab ich wiederrum noch nicht gesehen.


JimiHendrix

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achso das is der zweite teil?...ich dachte es gäbe nur einen elling^^


lyogen

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Bewertung7.0Sehenswert

Der erste Elling ist ein Film der die Tragik, durch Situationskomik auflockert und die Thematik auflockert.
Diesmal versucht der Film das schwere Verhältnis aufzuzeigen, zwar auch mit feinem Humor, doch wesentlich dramatischer und schwerer.
Trotzdem sehenswert.

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Mr.Floppy

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Bewertung7.5Sehenswert

Der erste Elling gefiel mir besser. Dafür ist es in diesem Teil manchmal kaum auszuhalten, was sich zwischen Elling und seiner Mutter abspielt. In jedem Fall sehenswert.

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holgerd

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Bewertung4.5Uninteressant

Der erste "Elling", den ich gesehen habe. Es tut etwas weh zu sehen wie ehr sich und seiner Mutter das Leben schwer macht und die Handlung kommt nur schleppend voran. Ein bisschen langweilig.

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