Im Bett

En la Cama (2005), CL/DE
Laufzeit 88 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 25.10.2007

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6.3 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Matías Bize, mit Blanca Lewin und Gonzalo Valenzuela

Santiago de Chile, Hotel Valdivia, zwei Fremde: Daniela (Blanca Lewin) und Bruno (Gonzalo Valenzuela) lernen sich auf einer Party kennen und verbringen die Nacht miteinander. Eine spontane Sympathie und Vertrautheit entwickelt sich zwischen ihnen im Verlauf dieser einen Nacht. Voller Wucht und Leidenschaft nähren sich Erinnerungen und Träume, Ängste, Wünsche, Ehrlichkeit, Liebe und Hass. Bis zum Morgengrauen werden zwei Fremde zu Seelenverwandten – aber was bleibt von der Intimität am nächsten Tag über?

Handlung
Zu Beginn des Films wühlt sich die Kamera durch weißen Stoff, es raschelt und knistert, aus dem Off hört man das Keuchen einer Frau und das Stöhnen eines Mannes. Ab und zu fliegt etwas Haut vorbei, schließlich Körperteile. Als die Kamera aus den Bettlaken auftaucht, wird die Szenerie klar: Ein Hotelbett, darin liegen Daniela (Blanca Lewin) und Bruno (Gonzalo Valenzuela), die sich gerade erst auf einer Party in Santiago de Chile kennengelernt haben, und lieben sich.

Der Film zeigt ihre erste gemeinsame Nacht, Kamera und Darsteller verlassen dabei den Raum nicht (einige Szenen spielen aber im Bad des Hotelzimmers). Im Mittelpunkt stehen die Gespräche zwischen Daniela und Bruno, welche nach dem ersten Sex merken, dass sie nicht einmal ihre Namen kennen. Daniela steht kurz vor ihrer Hochzeit, scheint aber noch immer Zweifel an der Wahl ihres zukünftigen Gatten zu haben. Bruno hingegen will bald nach Belgien gehen, um dort zu promovieren. Er hat sich von seiner Freundin getrennt, die mehrmals versucht ihn zu erreichen. Die zunächst belanglosen, dann immer intimer und vertrauter werdenden Gespräche werden immer wieder durch Sex unterbrochen. Schließlich vertrauen sich die beiden ihre tiefsten Geheimnisse an, von denen sie nie zuvor erzählt haben.

Danielas zukünftiger Gatte schlägt sie ab und zu, was sie nicht von ihren Heiratsplänen abhält. Brunos Bruder ist als Kind im Gewühl eines Kaufhauses verschwunden. Während seine Mutter und das Kaufhauspersonal bereits auf der Suche nach dem verschwundenen Kind waren, hat Bruno seinen Bruder im Gewühl des Geschäfts gesehen, aber niemandem etwas davon gesagt. Sein Bruder ist nie wieder aufgetaucht.

Wissenswertes
En la cama wurde auf zahlreichen internationalen Festivals in Cuba, Chile, Ecuador, Frankreich, Portugal und Spanien mehrfach mit Kritiker- und Publikumspreisen ausgezeichnet. Unter anderem gewann der Frilm bei den Rencontres Cinémas d’Amérique Latine in Toulouse den Publikumspreis und den 1. Preis bei der Semana Internacional de Cine de Valladolid. Außerdem war En la cama der chilenische Oscar-Beitrag im Rennen um eine Nominierung in der Kategorie “Bester nicht-englischsprachiger Film”. Ebenso wurde En la cama vorgeschlagen für den spanischen Filmpreis Goya.

Regisseur Matías Bize interpretiert seinem Film so: “Wenn ein Paar seine Grenzen erreicht, verschwindet das Universum. Das ist die Geschichte von En la cama: Das Fehlen des Universums innerhalb der Grenzen eines Betts.”

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Im Bett

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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3.5Schwach

Dabei hakt es in erster Linie am Drehbuch, das nur so strotzt vor belanglosen, banalen Dialogen über Bedeutungen von Namen, Hygiene im Hotel, persönliche Vorlieben im Kino oder Reflektionen darüber, wie viele Kalorien wohl Schokoladeneis hat. Wenig überzeugend aber auch die Schauspieler, Gonzalo Valenzuela und Blanca Lewin, denen man ihre Behauptungen, vor allem ihr sexuelles Begehren nicht immer abnimmt.
Nur ein einziges Mal schafft es der Regisseur für wenige Momente, sein Klima der Langeweile zu durchbrechen, als ein Riss im Kondom grundsätzliche Fragen heraufbeschwört. Was nun, wenn Daniela schwanger würde – eine Abtreibung?
(BR Online)

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.5Ganz gut

Zwischen dem Sex findet statt, was man gemeinhin Beziehung nennt. In einem Hotelzimmer in Santiago de Chile beschränken sich zwei Fremde noch aufs Drumherum. Daniela (Blanca Lewin) und Bruno (Gonzalo Valenzuela) entblößen zuerst ihre Körper und dann die Seele: Aus oberflächlichem Smalltalk wird ein intimes Gespräch, man entdeckt nach und nach immer mehr vom Leben des Anderen und beginnt, an den eigenen brüchigen Lebensentwürfen zu zweifeln.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

Ein Bett, eine Nacht, einen Mann und eine Frau - mehr braucht Matias Bize nicht, um das abgewrackteste Hotelzimmer in den interessantesten Ort der Welt zu verwandeln. So gibt es ab und an einen dieser Filme, die so ungekünzelt und natürlich daherkommen, dass ihre Protagonisten wirken, als würden sie in der nächsten Sekunde von der Leinwand zu uns hinabsteigen. Bize breitet auf engstem Raum kammerspielartig und unglaublich spannend eine ganze Beziehung in nur 85 Minuten wie ein Laken aus, auf dem sich der sehr erotisch und intim inszenierte Sex von Bruno und Daniela fast in Liebe zu verwandeln scheint...

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Kommentare (3) — Film: Im Bett

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Kikie

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Bewertung0.5Schmerzhaft

langweilig. widerlich. ohne Sinn.

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annaberlin

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Bewertung6.0Ganz gut

Interessantes erotisches Kammerspiel, das durchaus zu würdigen ist, aber mich persönlich auf die Dauer dann doch gelangweilt hat. Das Schauspiel war sehr intensiv, die Idee auch wirklich fazinierend, nur schaffen es Kammerspiele mit nur 2 Akteuren selten, einen ganzen Spielfilm zu tragen.

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father911

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Bewertung7.5Sehenswert

wer in einen film mit einem solchen titel geht, weiss natürlich, was ihn erwartet. und er wird in diesem falle auch nicht enttäuscht. 2 menschen auf engem raum, die ausser sex zu haben noch mal kurz duschen oder fernsehen. ein sehr kleiner film. ich fand ihn "dicht". wir haben ihn zu dritt gesehen und ziemlich kontrovers diskutiert - aber ich hatte nicht viel auszusetzen. gut, die spontane gesangseinlage der protagonistin - war nicht so ganz schlüssig eingebaut, aber auch im wahren leben ist das verhalten von menschen nicht immer schlüssig. interessant fand ich, den wandel im sex-verhalten der beiden zu sehen. als sie sich, einander noch völlig unbekannt, am filmanfang liebten, was das ziemlich hemmungslos und laut. gegen filmende - also einige (real)stunden später und einander geistig viel näher gekommen, war der sex ein völlig anderer: viel ruhiger und weniger "zielbezogen". interessante ansicht.

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