Endlich
Endlich (2011), Laufzeit 80 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 03.11.2011
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6 Bewertungen
4 Kommentare
Keine
von Christiane Voss und Katja Dringenberg,
Endlich – Was geschieht mit uns nach unserem Tod? Durch wessen Hände gehen unsere Körper, bis sie endgültig aus dieser Welt verschwunden sind?
Endlich macht sich auf die Suche nach den geheimnisvollen Orten der Toten. In diesem Schattenreich regieren die Todesdienstleister, die Tröster und Entsorger. Der Zuschauer wird mit auf den Weg genommen: vom Krematorium Berlin bis zu einer Grabrednerin, die ein letztes lebendiges Bild von Verstorbenen ohne Hinterbliebene entstehen lässt, das zu ihnen passt. Eine Grabrede in leerer Kirche, die außer dem Zuschauer nur noch die Tote zu hören scheint und sich dem Vergessen widersetzt. Wie wir im Leben Kontakt mit den Toten aufnehmen können, zeigt Endlich zum einen höchst emotional im Rahmen einer Familienaufstellung, zum anderen macht ein wiederholt auftretender Chor auf poetisch-verstörende Weise die Stimmen der Toten für uns hörbar. Dem Tod auf der Spur zeigt Endlich dem Zuschauer ungesehene Orte und entführt in eine faszinierende und bislang verborgene Welt.
Hintergrund & Infos zu Endlich
Endlich ist ein Dokumentarfilm von Christiane Voss und Katja Dringenberg über Menschen, die über ihre Arbeit tagtäglich mit dem Tod, den Toten in Berührung kommen.
Mehr Bilder (11) und Videos (1) zu Endlich
Cast & Crew
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Christiane Voss
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Katja Dringenberg
Regie
Schauspieler
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Christiane Voss
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Katja Dringenberg
- Genre
- Dokumentarfilm
- Handlung
- Angst vor dem Tod, Bestattungsunternehmen, Bestattungsunternehmer, Christ, Grab, Krematorium, Lebensmut, Lebenswille, Leichenbeschauer, Leichenbestatter, Leichenwagen, Mausoleum, Sarg, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Sterblichkeit, Trauerfeier, Verwesung
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Traurig
- Mitmachen
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Kritiken (4) — Film: Endlich
Robert Cherkowski: Schnitt Robert Cherkowski: Schnitt
Kommentar löschenLeider wird das bissige Potential nicht genutzt und Endlich verkommt zu einer hilflosen Kuriositäten-Revue, in der ein beliebiger Ausschnitt kommentarlos neben dem nächsten steht. Wie bei einem betretenen Leichenschmaus, bei dem ein jeder in sich hineinbrabbelt, ohne dem Anderen zuzuhören, fühlt man sich als Zuschauer nicht nur wenig erhellt, sondern rundum genervt und wartet ungeduldig auf das Ende des Totenzeremoniells.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenObwohl „Endlich“ mit einer Off-Stimme beginnt, wird in Dringenbergs und Voss’ Film wenig geredet. Im Gegensatz zu einer Fernsehreportage, die alles mit Worten zu erklären sucht, vertrauen die Dokumentarfilmerinnen auf die Kraft der Bilder, die zusammen mit wohl dosierter Musik erzählerisch wirken. Ästhetisch ansprechende Bilder entstehen im vom Stararchitekten Axel Schultes in Berlin, Baumschulenweg erbauten Krematorium, wo hochtechnisierte Roboter die Abläufe der Totenbehandlung regeln. Wie die „Übergabe der Toten ans Jenseits unter Bedingungen der Menschenwürde“ erlernt wird, verdeutlichen die Aufnahmen auf dem europaweit einzigen Lernfriedhof Münnerstadt.
Zwar beschäftigt sich „Endlich“ mit dem geschäftsmäßigen Umgang mit den Toten. Die Frage nach dem „Danach“ blendet er jedoch nicht aus. Obwohl ein Bestattungsangestellter lapidar erklärt: „Für mich ist Klappe zu und aus“, lässt der Dokumentarfilm die evangelische Pfarrerin Michaela Fröhling, den Vorsitzenden deutschsprachiger Muslime Mohammed Herzog, den Rabbiner Andreas Nachama sowie Matthias Eckert aus dem Buddhistischen Haus Berlin ihre Jenseitsvorstellungen erläutern, wobei die Pfarrerin mit ihren zeitgeistgemäßen Antworten besonders enttäuscht. Seine betörende Wirkung entfaltet „Endlich“ dank schön komponierter, teils poetischer Bilder, die die Frage nach dem Danach offen lassen.
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Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de
Kommentar löschen„Endlich“ nähert sich seinem Themenfeld mit beeindruckendem Facettenreichtum. Im Zentrum steht die würdige Behandlung der Toten.
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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...
Kommentar löschenDie Erkenntnis der Dokumentation ist ebenso schlicht wie bedeutsam. Der Sterbevorgang verliert an Schrecken, je offener man ihm begegnet. Auf anrührende, doch niemals trübsinnige Weise trägt Endlich dazu bei.
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