Er

El (1953), MX
Laufzeit 91 Minuten, Drama

9.5 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7 Community
19 Bewertungen
3 Kommentare
Er - Bild 958670
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von Luis Buñuel, mit Arturo de Córdova und Delia Garcés

Der wohlhabende Junggeselle Francisco sieht in der Kirche die schöne Gloria und verliebt sich sofort in sie. Obwohl Gloria verlobt ist, gelingt es ihm, sie für sich zu gewinnen und zu heiraten. Francisco entwickelt eine rasende Eifersucht und macht dadurch seiner Frau das Eheleben zur Hölle. Gloria findet keine Hilfe, weil ihre Mutter und der Beichtvater ihre Verzweiflung als Laune abtun. Schließlich verlässt Gloria ihren Mann. Francisco zieht sich in ein Kloster zurück und findet in der Religion Trost und Heilung. Doch als Gloria und ihr zweiter Mann, der ehemalige Verlobte, ihn besuchen, sehen sie, dass Francisco noch immer von seinen Wahnvorstellungen besessen ist.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Er

Ulrich Behrens

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10.0Herausragend

Wenn Buñuel die Grenzenlosigkeit dieses Besitzanspruch zeigt, so doch zugleich die psychopathologische "Übertreibung" durch seine Hauptfigur. Dadurch erst wird deutlich, dass sich diese Grenzenlosigkeit keiner Regellosigkeit bedienen darf, um erfolgreich zu sein und sich selbst als Konstruktionsprinzip von Gesellschaft zu perpetuieren. Der elitäre Blick Franciscos vom Glockenturm auf seine verachteten Mitmenschen erweist sich zwar als Ausdruck des elitären Verhaltens einer herrschenden Schicht – aber eben bei ihm auch als über die Regeln einer solchen Gesellschaft überschießendes Moment psychopathologischen Scheiterns. Francisco ist insofern mehr Opfer als alle anderen Personen in diesem Film.

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Kommentare (2) — Film: Er

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Squidward

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Bewertung3.0Schwach

Ein Ehedrama, dessen Thematik fast zeitlos ist. Gefällt mir besser als die inhaltlich ähnlichen Fernando-Rey-liebt-jüngere-Frau-Filme von Buñuel. Die Dramaturgie ist aber mal wieder, um es milde auszudrücken, für heutige Verhältnisse ungewohnt.

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Stefan Ishii

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Er" gefällt mir von den Mexico-Filmen des spanischen Regiemeisters Luis Buñuel am besten. Das Werk enthält fast alles, was seine Filme so toll macht: Sexuelle Besessenheit und Wahnsinn, kritische Betrachtung des Religionsthemas sowie der bürgerlichen Moralvorstellung, die Hass-Liebe-Beziehung zwischen Menschen. Stark spürt man Buñuels Ansichten zu diesen Themen. Dazu ist "Er" gespickt mit einigen surrealistisch anmutenden Sequenzen. Der Film macht einfach Spass, ist spannend und interessant, hat gute Schauspieler und ist wunderschön gefilmt.

Dass "Er" mit Filmen von Alfred Hitchcock verglichen wird, kann ich durchaus nachvollziehen. Thematisch und formell erinnert der Film von 1952 an Hitchcock-Meisterwerke wie "Vertigo" (1958). Es gibt sogar eine Szene in einem Kirchturm, wie sie in Hitchcocks Film ebenfalls zu finden ist.

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