Erbsen auf Halb 6
DE 2004
- Genre
- Schicksalsdrama, Road Movie
- Inhalt
Bevor Jakob sein Augenlicht verliert, ist der ehrgeizige und erfolgreiche Theaterregisseur blind für die Gefühle seiner Mitmenschen. Natürlich ist er nicht bereit, sich mit seinem Schicksal abzufinden und treibt nun seinen Zynismus erst recht auf die Spitze. Ein schwerer Fall für die junge Therapeutin Lilly Walter. Sie ist von Geburt an blind und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Licht ins Leben ihrer Leidensgenossen zu bringen.
- Cast
- Harald Schrott, Hilmir Snær Guðnason, Fritzi Haberlandt, Tina Engel, Jenny Gröllmann, Alice Dwyer, Max Mauff — Mehr
- Regisseure
- Lars Büchel
- Autoren
- Lars Büchel, Ruth Toma
- Laufzeit
- 111 Minuten
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Hamburg, Russland
- Handlung
- Autounfall, Blindheit, Liebe, Mann-Frau-Beziehung, Mutter-Sohn-Beziehung, Reise, Selbsterkenntnis, Selbstmordversuch, Sinn des Lebens, Theaterregisseur, Therapeut, Trainer, Verlieben, Verzweiflung
- Stimmung
- Berührend
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Kritiker — Geht so 5.8
Der Film Erbsen auf Halb 6 wurde von 8 Kritikern bewertet.
Kommentare — Ganz gut 6.8
Der Film Erbsen auf Halb 6 wurde von 479 Mitgliedern bewertet.
Tekl 2009/10/25 22:34:53
Der Titel das Films deutet ja schon an, dass Til Schweiger seine Finger im Spiel hatte. Die unnötigen scheinbar witzigen Einlagen der beiden pubertierenden Nebendarsteller, verstärken den Eindruck. Denn hat der Film auch ein paar wenige echt amüsante Momente. Die vielen Logikfehler und der irgendwie nicht überzeugenden Hauptdarsteller haben mir allerdings den Spaß verdorben.
Das ist so ein klischeehaft typisch deutscher Film, welche für Deutschfilm-Verweigerer eine schöne Bestätigung ist, weiter deutsche Filme zu meiden.
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spyron 2009/05/14 20:27:16
Die Geschichte um die beiden Protagonisten ist sehr ansprechend gestaltet und dargestellt. Das Drumherum eher nicht so. Die Einführung der Charaktere und der Geschichte kommt eher recht klischeehaft daher und nervt eher. Die Nebengeschichte, mit der Mutter und dem Mann, soll als komödialer Kontrast zur Hauptstory stehen und wirkt deutlich fehl am Platz. Trotz einiger Schwächen eine tragisch-komische Unterhaltung für zwischendurch.
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LKK 2009/04/10 19:31:58
Das einzig witzige an diesem Film mit zwei blinden Hauptcharakteren, in dem also Blindheit eine zentrale Rolle spielt, ist, dass er niemals von einem Blinden gesehen werden wird - und dies keinen Verlust für die lieben Sinneseingeschränkten Brüder und Schwestern darstellt.
In diesem Sinne kann der Film natürlich als wegweiser zu einer positive Bewältigungsstrategie verstanden werden, aber dafür müsste man ihn sehen. Setzen 6.
Zum Inhalt gibt es nichts weiter zu sagen, als dass es scheinbar ein Märchen sein soll - ich hab mich mehrfach gefragt in was für einer Welt dieser Film denn nun spielen soll und vor allem wann! Da sind auf der einen Seite die verspiegelten Glasfronten der Stadt, Handys etc. und auf der anderen Seite eine zurückgebliebene Landbevölkerung mit Zubehör welches schon in der DDR antik gewesen sein muss (Spielt in Berlin und Umland).
Ach ja, diesen Film niemals mit Russen anschauen oder einem Russen empfehlen (es sei denn er ist blind;-), er dürfte sich diskriminiert fühlen. Der Teil des Films der in Russland spielt präsentiert dieses als ein merkwürdiges aber total verlottertes und zerschrottetes Land in dem sich so einige Charaktere rumtreiben die scheinbar aus einem der unzähligen MadMax-Streifen entkommen sind und sich ein schönes Chaos-Anarcho-Plätzchen in der Kälte aufgebaut haben. Dabei sind alle Russen aber total herzlich und lieb in ihrem verosteten Land der kaputten Maschinen, aber auch natürlich irgendwie vor allem doof. Dann miten in diesem Sowjetschrottplatz lebt die Krebskranke Mutter in ihrem kleinen skandinavischen Strandabschnitt und bastelt zugegeben sehr nette Kunstwerke(Pluspunkt für die Kunstwerke)und wartet bewacht von einer hübschen Krankenschwester mit Häubchen und allem auf den Tod, während die anderen Russen sich in ihrem rostigen Schrott vergnügen.
Kurz gesagt es passt nicht zusammen in diesem Film und es ist auch kein Märchen, weil es den Zuschauer nicht in seine eigene Welt hineinziehen kann. Optisch weist der Film eine große Nähe zur Werbung auf, wenn es regnet -und es regnet oft in diesem Film- dann regnet es so wie nur in der Werbung Regnet oder in doofen kitschigen Filmen, riesige (mehr als erbsengroße) Tropfen die sofort alles durchnässen prasseln auf die Schauspieler ein, die sich andauernd nassregnen lassen müssen weil sie blind sind traurig oder verliebt - hauptsache der Regisseur kann seinen Rasensprenger einsetzen.
Also ein Film von Blinden für Blinde -
und falls einer von denen dann zufällig nicht sehen kann braucht er sich nur noch die Ohren zuhalten und ist glücklich.
Fazit: Kategorie Trash, der einem aber von vielen Leuten als ach so toll empfohlen wird, weshalb man sich dann nach dem Film wieder als geistige Elite seines Bekanntenkreises fühlen darf.
Ein Film der Kategorie einmal und nie wieder (um mitreden zu können).
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Der Himmel weint, doch der Betrachter findet im Tränengewässer keinen Ankerplatz, und so überquert er es wie weiland der Heiland: unberührt. [...] Büchel hat offenkundig versucht, Blinden das gleiche Recht auf Komik zuzugestehen, ohne sie lächerlich zu machen, und ist dabei mit deutscher Gründlichkeit gescheitert.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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