Erklärt Pereira
Sostiene Pereira (1996), FR/IT/PT Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 19.11.1998
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von Roberto Faenza, mit Marcello Mastroianni und Joaquim De Almeida
Lissabon 1938: In Portugal herrschen die Faschisten unter Salazar, in Spanien tobt der Bürgerkrieg. Der alternde Pereira ist Redakteur der regimetreuen Zeitung “Lisboa”. Für Politik hat er sich noch nie so recht interessiert, er kümmert sich nur um seine Kulturseite. Als er einen Autor sucht, der für ihn die Nachrufe auf verstorbene Kulturgrößen “im Voraus” schreiben soll, lernt er den jungen Monteiro Rossi kennen, der in eine schöne Kommunistin verliebt ist. Pereira ist von dem aufrichtigen und begeisterungsfähigen jungen Mann sehr angetan. Aber der erste Artikel, den Rossi schreibt, ist eine Enttäuschung: Es ist kein Nachruf auf den italienischen Dichter Gabriele D’Annunzio, sondern ein politisches Pamphlet gegen diesen eitlen Künstler mit der fehlenden Distanz zu Mussolini. Aber anstatt sich von diesem Träumer zu trennen, entwickelt Pereira – ganz gegen seine Grundsätze – Sympathie für den jungen Mann. Und irgendwie beginnt sich Pereiras Leben zu ändern. Die Unterhaltung mit einer eleganten Jüdin während einer Zugfahrt wird zum Auslöser: Zum ersten Mal setzt sich Pereira mit dem Schicksal auseinander, das die Juden Europas erwartet. In dem jungen Arzt Dr. Cardoso findet er einen Gesprächspartner, aber die Treffen enden schon bald. Cardoso geht ins französische Exil. Die politischen Verhältnisse spitzen sich zu, und Pereira kann die Augen nicht mehr davor verschließen. Als Rossi in Pereiras Wohnung von der Geheimpolizei erschlagen wird, weiß auch Pereira, dass es Zeit ist zu handeln.
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Kritiken (1) — Film: Erklärt Pereira
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Kommentar löschenDer Abschied eines großartigen Schauspielers: Noch einmal kann man den genialen Marcello Mastroianni in allen Facetten bewundern. Mit Altersweisheit und seiner einmaligen, nuancierten Mischung aus kindlicher Spielfreude und ruhiger Melancholie trat der einstige Fellini-Star und Latin Lover hier noch ein weiteres, ein letztes Mal, vor seinem Tod im Dezember 1996 vor die Kamera. Schon deswegen sollte man ERKLÄRT PEREIRA nicht versäumen.
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