Erntedank. Ein Allgäukrimi

Erntedank. Ein Allgäukrimi (2009), DE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm

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von Rainer Kaufmann, mit Herbert Knaup und Michaela Caspar

Der Allgäuer Kriminalhauptkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht. Auf dem Mordopfer liegt sorgfältig drapiert eine tote Krähe. Im Verlauf der Ermittlungen kommt Kluftinger einem Täter auf die Spur, der nach Allgäuer Sagenmotiven mordet. Das erste Mordopfer ist Gernot Sutter: ein Kleinunternehmer von Kaffeefahrten. Er wird mit aufgeschlitzter Kehle bei einem Gedenkstein der Burg Rappenscheuchen aufgefunden. Dort lebte im Mittelalter ein Raubritter, der nach einer Allgäuer Sage von Rabenvögeln angegriffen wurde und so zu Tode kam. Bald gibt es eine zweite Leiche: eine Frauenärztin aus Memmingen wird mit einer auf der Stirn eingeritzten 11 tot an einem Fluss gefunden. Auch diesem Fall liegt eine Sage zugrunde. Immer tiefer taucht Kluftinger bei seinen Ermittlungen in die mystische Welt des Allgäu ein. Kluftinger ist ein liebenswert altmodischer Held wider Willen, einer, dem Größenwahn und Eitelkeit verhasst sind, ein eigenwilliger Traditionalist, der seine Heimat liebt und sie so erhalten wissen will, wie sie ist.


Cast & Crew


Kommentare (4) — Film: Erntedank. Ein Allgäukrimi

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FilmFreeza

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Bewertung6.5Ganz gut

Erntedank

Erntedank ist die Verfilmung des gleichnamigen Allgäu-Krimis aus der Feder von Volker Klüpfel und Michael Kobr, die generell die gesamte bereits erschienene und sehr erfolgreiche Reihe rund um den Kommissaren Kluftinger verfasst haben.

Als großer Anhänger dieser Bücher ist man natürlich immer äußerst gespannt, wie die Geschichten und Figuren die einem doch so ans Herz gewachsen sind, schlussendlich verfilmt werden. Erntedank ist so ein Film.
Ich denke jeder kennt das, diese von vornherein skeptische Einstellung, die Folge dieser Erwartungshaltung ist und das sofortige Resignieren, wenn irgendetwas nicht so ist, wie es sein sollte bzw. wenn irgendetwas nicht so ist, wie man es sich vorgestellt hat.
In Erntedank gibt es einige von diesen Situationen, bei denen ich mir die Haare raufte und dachte „ mein Gott, niemals stimmt das mit dem Buch überein, eine Schande, dass man das so gemacht hat!
„Aber am Ende, als der Film die Credits durchlaufen ließ musste ich mir eingestehen, dass es eigentlich doch eine ordentliche Verfilmung eines wunderbaren Buches war.

Das schöne, besinnliche und ländliche Allgäu ist Schauplatz einer Mordserie mit übel zugerichteten Opfern, die scheinbar auf Grundlage von Allgäu-Sagen basieren. Kluftingers sympathisches Team richten eine SOKO ein und ermitteln inmitten von wunderschönen, idyllischen Landschaften und einer trügerischen Stille, der man so Recht wohl doch nicht trauen kann.

Der Film wurde natürlich mit ziemlich limitiertem Budget gedreht, so dass kein großer Cast möglich war. Dennoch, die Darsteller die hier zum Vorschein kommen, machen ihre Sache mehr als gut. Herbert Knaup als Kluftinger übernimmt in dem Kriminalfilm die Hauptrolle und auch wenn er äußerlich nicht zu dem im Buch als dicken irgendwie trotteligen Hauptkommissar passt, so macht er es durch seine großartige Interpretation der Charaktereigenschaften und deren Umsetzung wett. Ansonsten, sind die Schauspieler allesamt austauschbar und nicht groß der Rede wert, wobei ich hier Johannes Allmayer ausnehmen muss, der die sympathische Figur des Ermittler Maiers auch würdig vertritt. Er bringt dabei alle Facetten zum Vorschein, die den Charakter auch im Buch ausmachen. Von seinen „innovativen“ Ermittlungsmethoden bis hin zu seinem Fetisch für Diktiergeräte wird alles in einem liebenswürdigen Dialekt abgespult.

Die Handlung bzw. der Fall an sich auch nicht uninteressant, jedoch ist er meiner Meinung nach nicht Mittelpunkt des Filmes, geht es doch viel mehr darum die Figuren in den Vordergrund zu stellen und die Mentalität bzw. die Sitten und Bräuche des Allgäus. Der Film wird für „Kluftinger-Neulinge“ viele Überraschungen parat haben, kommt er doch sehr mystisch daher.
Klar muss man den Allgäu – Dialekt „ertragen“, wenn man mit diesem nicht klarkommt bzw. diesen nicht leiden kann, aber nach einer gewissen Zeit fällt er gar nicht mehr so auf und im Gegenteil er sorgt dafür, dass die Geschichte und die Figuren noch authentischer wirken.

Unterm Strich bietet „Erntedank“ eine nette Kriminalgeschichte, die von liebenswürdigen und sympathischen Schauspielern und Figuren getragen wird und mit erschreckend wenig Budget auskommt. Für Tatort-Freunde, Naturliebhaber und Wertschätzer von schönen Landschaften, ist dieser Film genau das Richtige. Dennoch ist Erntedank, irgendwo auch ein Film für jedermann und ich denke nicht, dass es irgendjemand bereuen wird, diesen sich anzuschauen.

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Chris1981

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich habe bevor ich den Film gesehen habe, noch keines der Kluftinger-Bücher gelesen, wodurch ich vielen Zuschauern wohl "im Vorteil" war. Denn (vielleicht auch, weil ich noch gar nicht wußte, was auf mich zukam) war ich hellauf begeistert. Ich fand durchaus, dass Spannung und Mystik erzeugt wurden. Alleine schon durch die immer wieder eingelesenen Verse. Ein bisschen entäuscht hat die Auflösung. Aber sonst: Top! Wesentlich besser als so mancher Tatort... ...und das mag schon was heißen!

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m36

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Mir ging es genau so, schon allein weil ich eigentlich kein Krimifan bin. Gefiel mir echt gut!


MarkusVoll

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Bewertung5.0Geht so

Ich bin eigentlich ein großer Kluftinger-Fan, habe auch erst vor kurzem, den neuen Roman "Rauhnacht" gelesen und freute mich riesig auf den Film. Was man da aber zu sehen bekam, war leider mehr als enttäuschend und nur ein durchschnittlich guter Krimi. Nervend der Charakter Mayer, der mir im Buch sehr gut gefiel, aber hier durch seinen Akzent wirklich nur nervte. Kluftinger selbst gefiel mir ganz gut. Die MOrde waren gut arangiert, aber der Humor der Serie fehlte eigentlich. Vor allem das, was die Bücher ausmacht, nämlich das man erfährt, was in Kluftingers Gedankenwelt so vorgeht, fehlt natürlich und kann auch nicht im Film wohl so umgesetzt werden. Es wäre vielleicht auch besser gewesen, einen anderen Fall zu verfilmen und nicht gerade Erntedank. Fazit: Krimi, der nicht ganz überzeugen konnte.

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colt09

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Bewertung3.5Schwach

Also ich fand des Buch um Längen besser, irgendwie is beim Film überhaupt nicht die Spannung und Mysthik rübergekommen. Die anderen Kluftinger Bücher sind übrigens auch sehr zu empfehlen :)

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xiudt

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Sehe das genauso. Vielleicht wäre sogar "Seegrund" der geeignetere Einstieg für eine "Kluftinger"-Reihe gewesen...


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